kobrajäger Posted November 11, 2012 Posted November 11, 2012 Hi, ich wollte mir ein Terrarium zulegen und dort U. Calycifida und Zwergsonnentaue reinsetzen. Nun ist meine Frage, ob ich diese beiden Gattungen zusammen halten soll? Ich habe gelesen, dass Utris sehr viele Ausläufer bilden, dabei andere Pflanzen aber nicht verletzen oder bedrängen. Zwergsonnentauarten: Drosera Omissa Drosera Scorpioides Drosera Patens x Occidentalis ( ich glaube sie heißt Exotica ) Gruß Kobrajäger
kobrajäger Posted November 11, 2012 Author Posted November 11, 2012 Kann mir denn keiner eine Antwort geben? Gruß Kobrajäger
Leo.C Posted November 11, 2012 Posted November 11, 2012 Hi Ich denke schon das dass klappen könnte.Du solltest den Utri am besten im Topf lassen damit er sich nicht so schnell verbreiten kann.Wo steht das Terra den?
Nils Schön Posted November 13, 2012 Posted November 13, 2012 Hallo, ich denke auch, dass U. calycifida eine eher unpassende Wahl für eine Vergesellschaftung mit Zwergdrosera ist. Die Arten, die du angeführt hast, werden zwar wahrscheinlich im Sommer nicht zwingend eine Trockenphase benötigen, aber alleine schon die Lichtunterschiede im Winter dürften zum Problem werden. Zwergsonnentaue wollen dort vor allem Lichtperioden von nur 8-9 Stunden, bei trotzdem intensivem Licht, gerne auch mit kühleren Temperaturen. Dies dürfte nur schwer bis gar nicht mit den tropischen Ansprüchen von U. calycifida in Einklang zu bringen sein, wie Wolfgang ja auch schon geschrieben hat. Ein weiteres Problem sehe ich in der Größe der Blätter von U. calycifida. Diese können einen Zwergsonnentau schonmal komplett schattieren. Ich fürchte daher, dass die Utri deine Zwerge auf Dauer sogar verdrängen würde (mit Ausnahme vielleicht von D. scorpiodes). Viele der kleinblättrigen Utris lassen sich aber sehr schön mit Zwergsonnentauen vergesellschaften. Vor allem U. bisquamata hat auch keine Probleme mit einer Trockenzeit im Sommer unt treibt dann im Herbst schnell wieder zusammen mit den Zwergen aus. U. sandersonii hat bei mir teilweise schon so dichte Blütenteppiche gebildet, dass die Zwerge auch dadurch schon wieder zu wenig Licht bekamen. Ein guter Anhaltspunkt ist es auch immer, nach Arten zu Suchen, die auch in der Natur ser nah beieinander wachsen. In Australien gibt es ja nun auch eine Vielzahl an Utricularien. Ich bin mir sicher, mit ein bisschen Nachlesen findest du auch da noch den ein oder anderen geeigneten Kandidaten. Ich hoffe, ich konnte nochmal ein wenig weiter helten. Viele Grüße Nils
Dieter Posted November 13, 2012 Posted November 13, 2012 Hallo Nils, interessant, dass Du U. bisquamata erwähnst. Die breitet sich bei mir auch trotz meiner Eindämmungsversuche gerade in den älteren Zwergentöpfen aus. Nicht, dass es denen schaden würde: Es ist eher in Bodendecker, um die Stellen zwischen den Zwergen zu begrünen. Aber wenn ich nicht aufpasse, ist die U. bisquamata auch rasch in andere (z. B. Utricularia-Töpfe) weiter gewandert. In jedem Fall ist es sicherlich möglich, die eine oder andere Utricularia-Art mit Zwergen zu vergesellschaften. U. calycifida wäre meiner Erfahrung nach der allerdings auch eher nicht mein Favorit. U. sandersonii, livida, uniflora, dichotoma, lateriflora und wer weiß wie viele mehr sollten da schon besser geeignet sein. An den Standorten in Westaustralien sind meines Wissens nach eher selten die Zwerge mit den leicht zu kultivierenden Utricularia vergesellschaftet. Da lasse ich mich aber gerne korrigieren. Viele Grüße Dieter
Michael Eikermann Posted November 13, 2012 Posted November 13, 2012 Hallo, ich habe bereits so einen Versuch mal gestartet. Und ich würde davon abraten. Es passt einfach nicht wirklich zusammen. Ich habe sogar Utricularia per Teichfolie im Gefäß getrennt. Wenn du diesen Versuch startest, dann wird einer der beiden Arten darunter leiden, egal welche Kulturform du wählst. Ich würde für diesen Versuch wenn überhaupt sandersonii empfehlen. Die kann sich sehr gut anderen Gegenbenheiten anpassen. Calycifidia würde ich nicht nehmen. Gruß Michael
kobrajäger Posted November 13, 2012 Author Posted November 13, 2012 Hi, danke für eure Antworten. ich versuche es trotzdem einfach mal und lasse dabei U. Calycifida im Topf. Finde die Idee nälich ziemlich gut. Ich halte euch auf dem laufenden und informiere euch ob es funktioniert oder nicht. Denn wie heißt es so schön: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Gruß Kobrajäger
Andy Landgraf Posted November 14, 2012 Posted November 14, 2012 (edited) Du stellst ne Frage..es wird Dir mehrfach davon abgeraten (von mir jetzt auch nochmal)..und Du machst es trotzdem. Wie wärs wenn Du das nächste mal einfach machst was Du willst und das Forum nicht mit Themen zumüllst, bei denen Du dich eh nicht an die Tipps hältst. zusätzliche Info: Artnamen schreibt man klein. Edited November 14, 2012 by Andy Landgraf 5
Eve Posted November 14, 2012 Posted November 14, 2012 Wenn Du Deinen Entschluß bereits gefaßt hast... Aber falls nicht, hier Bilder meiner U. calycifida. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wo da ein Zwergsonnentau noch Platz haben oder gar gut gedeihen könnte. Mal abgesehen von den unterschiedlichen Kulturbedingungen. und von oben: Liebe Grüße Eve
kobrajäger Posted November 14, 2012 Author Posted November 14, 2012 Hi, @Andy: Das mit dem Artennamen beachte ich in Zukunft. Und ich habe es gefragt, weil wenn ich U. calycifida dort reinsetzen will, nicht wüsste, wie ich sie dort reinsetzen soll. Und das, mit der Pflanze im Topf lassen fand ich eine gute Idee. Dann dachte ich, dass es vielleicht klappen könnte. Habe vielleicht das Thema etwas undeutlich beschrieben. Tut mir leid. @Eve: Tolle Bilder! Ich habe 2 U. calycifida. Die sind allerdings noch nicht so groß und füllig. Gruß Kobrajäger
Eve Posted November 14, 2012 Posted November 14, 2012 Kobrajäger, die sind jetzt seit etwa einem dreiviertel Jahr in diesem Topf (großer Orchideentopf). Zu Beginn war da grad in der Mitte was. Würde ich da einen meiner Zwersonnentaue reingesetzt haben, wär von dem jetzt nichts mehr zu sehen. Was funktionieren könnte - bei D. scorpioides hab ich es selbst versucht - ist U. sandersonii. Selbst wenn ich das Substrat trockener halte, bleibt die 'Wiese' grün. Blüten gibt's dann wieder, wenn das Substrat im Daueranstau steht. Für kleine rosettenförmige Zwergdrosera würde ich das aber auch nicht empfehlen. Wie gesagt, bei D. scorpioides geht's. Liebe Grüße Eve
kobrajäger Posted January 6, 2013 Author Posted January 6, 2013 Hi, ich habe doch auf euren Rat gehört und den Wasserschlauch nicht ins Terrarium gesetzt. War wohl auch die bessere Lösung. Vielen Dank nochmal. Jetzt muss keine von beiden leiden. MFG Kobrajäger
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