Maik Rehse Posted November 11, 2012 Posted November 11, 2012 Hallo Leute, Ich würde gern mal wissen wer von euch Erfahrungen mit der dauerhaften Kultur von Nepenthes (insbesondere Hochlandarten) im Gewächshaus hat. Die meisten haben ihre Pflanzen ja in gekühlten Terrarien aber irgendwann werden sie ja doch mal zu groß... Wir haben uns letztes Jahr ein 10m² GWH mit 6mm Platten angeschafft und dort kultivieren wir u. a. ein paar Nepenthesarten. Ich möchte hier mal über meine eigenen Erfahrungen berichten und hoffe auch noch ein paar neue Anreize zu bekommen. Der Winter bereitet mir bei der Kultur keine Sorgen, das Haus wird mit Elektro- und Gasheizung auf Temperatur gehalten, wobei 11 Grad nicht unterschritten werden. Am Tag herrschen dort je nach Außentemperatur und Sonnenschein zwischen 11 und knapp über 20 Grad. Von außen ist es mit Noppenfolie verkleidet und beleuchtet wird es mit zwei Natriumdampflampen (400 und 70 Watt). Niedrige Temperaturen werden ja von Hochländern wesentlich besser vertragen als zu hohe. Was mich sehr interessiert ist, wie man es schafft die Pflanzen im Sommer möglichst kühl zu halten. Ich habe zum Einen den Teil im Haus in dem die Nepenthes stehen im Sommer mit Schattiernetz abgedeckt. Dadurch wird verhindert, dass die Pflanzen direktes Sonnelicht abbekommen und sich zu sehr erhitzen. Die Tür und die beiden Fenster sind ohnehin im Sommer voll geöffnet, ist ja klar ;-) Daneben habe ich mir im Frühjahr diesen Jahres eine Beregnungsanlage http://www.zooroyal.de/terraristik-shop/luftfeuchte-temperatur/luftbefeuchter/namiba-terra-tropical-rainsystem-powerversion-mit-4-duesen.html?campaign=idealo gekauft. Sie ist eigentlich für Terrarien gedacht aber ich dachte, dass sie im GWH genauso funktioniert. Sie ist so eingestellt, dass sie acht mal am Tag (Zeitschaltuhr) für je 40 Sekunden Wasser auf die Pflanzen sprüht. Somit wird die LF um die Pflanzen erhöht und zusätzlich ergibt sich durch die Verdunstungskälte eine leichte Temperaturabsenkung auf den Blättern. An heißen Tagen ist das Wasser leider oft schon nach gut fünf Minuten wieder verschwunden. Die beiden letzten Sommer verliefen sehr gut und problemlos. Es gab keine hitzebedingten Verluste und die Pflanzen sind gut gewachsen. Auch wenn wir teilweise an manchen Tagen um die 35°C hatten (wobei ich nicht sagen kann wie hoch die Temperatur auf den Blättern der Pflanzen war). Allerdings gab es auch keine langen Hitzeperioden in denen wir dauerhaft über 30 Grad hatten! Die meisten unsere Nepenthes sind noch recht jung und da kommt auch schon meine nächste Frage: Stimmt es, dass Jungpflanzen mit hohen Temperaturen besser zurechtkommen als ausgewachsene, rankende Pflanzen? Ich meine das mal irgdendwo gehört zu haben. Was meint ihr, lassen sich die Pflanzen mit dieser Methode dauerhaft über viele Jahre halten oder gibt es Probleme wenn sie älter werden? Ich meine z. B. Arten wie N. rajah, lowii, jacquelineae, jamban, hamata, aristolochioides usw. Viele Grüße, Maik
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