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Nepenthes stark verbrannt (ampullaria)


kevin0311

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Hallo liebe Freunde,

seit längerer Zeit kutiviere ich erfolgreich meine Karnivoren aber nun ist mir etwas unglaublich Dummes mit einer meiner Lieblingspflanzen passiert.

Und zwar habe ich mir neben meiner roten ampullaria, der es hervorragend geht, eine 2. speckled bestellt.

ich habe eine ungewöhnlich große bekommen, knapp 10 cm hoch, was mich natürlich erst sehr gefreut hat, aber dann passierte etwas was so garnicht geplant war. Ich habe meine neue große ampullaria ganz normal zu meinen anderen gestellt und die Lampe etwas abgehangen um auch dieser Pflanze Schutz vor zu viel direktem Licht zu bieten. Nun war ich mir nicht sicher ob es der Pflanze nicht vll. zu warm wird da ich vergessen hatte mich über die vorherige Kultur zu informieren.

Dann musste ich 1 Woche auf eine Excursion und als ich dann wieder zu Hause war musste ich feststellen dass die arme Pflanze nahezu komplett verbrannt war bis auf 1 Blatt und ein kleiner neuer Trieb der aber auch nicht so Gesund aussieht.

Ich habe die Pflanze sofort in mein weniger warmes und etwas "dunkleres" Terrarium gepflanzt wo sich das letzte Blatt wieder etwas hoch gehoben hat, allerdings immernoch eher auf halb 8 hängt und die spitze leicht braun aussieht, ebenfalls hat sich die pflanze jetzt nach knapp 2 Monaten kein Stück verändert nach dem Umpflanzen, was ich eig als gutes Zeichen empfinde. ich schreibe erst so spät weil es mir extrem unangenehm ist dass sowas passiert ist....

Aber meine Frage soll ich ihr einfach weiter jede Menge Zeit geben? ist es gut dass sie sich nicht weiter veränder weil sie sich regeneriert, Kraft sammelt und wieder eingewöhnt? oder ist sie einfach tot ? Wie gesagt dass einzige Blatt ist recht dünn aber immernoch mit der selben größe und Farbgebung wie vor knapp 2 Monaten.

Oder soll ich den Stamm tatsächlich komplett kappen sodass sie aus dem Boden neue Triebe bildet ? aber ist dass nicht eine noch viel größere Belastung ?

Ich hatte vor das ganze einfach weiter seinen Lauf nehmen zu lassen, mir macht halt sorgen, da sich so gar nichts verändert weder ins Positive noch ins Negative.

Ich wollte es erst nicht machen aber das macht die Sache vll. einfacher und peinlicher .... ein paar Bilder.

Sowas passiert mir hoffentlich nie wieder... Ist da noch was zu retten ?

Bilder sind natürlich vergrößerbar

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Bearbeitet von kevin0311
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Manuel Reimansteiner

Das hat meine Meinung nach nicht mit Licht zu tun. Es sieht mir eher so aus das die Pflanze bei dem Versand nicht gut genug isoliert war und jetzt einen Kälteschock bekommen hat. ( konnte ich bei meine ampullaria vor ca 2 Wochen auch feststellen.)

Hoffentlich erholt sie sich wieder

Lg Manuel

Bearbeitet von Heliamphora123
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Ob es nun Verbrennung oder Frost war ist ja eigentlich relativ. Ich tendiere eher zu Verbrennung oder Vertrocknung. Frostschäden sehen anders aus (Meine Meinung).

So richtig sicher bin ich mir auch nicht, wie man da jetzt am besten weiter verfährt, aber ich würde sie eventuell köpfen damit sie genug Kraft hat, um von unten wieder auszutreiben, was sie ja sicherlich macht, wenn sie nicht völlig hinüber ist. ;)

Vielleicht kann ja mal jemand mit mehr Erfahrung zu dem Thema ein Statement abgeben? ;) Ich will ihm ja jetzt auch nicht die Pflanze versauen mit meiner Aussage.

Gruß

Markus

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Hallo Kevin

Sowas kann nun mal passieren und braucht dir nicht peinlich sein. Dafür ist das Forum ja da.

Frostschaden kannst du ausschliessen, du hast die Pflanze ja auch zu einer Zeit bekommen, wo es noch relativ warm war. Es scheint ihr wohl tatsächlich einfach zu heiß (bez zuviel Licht - wenn man das bei einer Nepenthes überhaupt sagen kann) geworden zu sein. Vielleicht auch zusätzlich etwas zu trocken und das mit dem Streß des Transports und der Umgewöhnung in das neue Setting. Denke, da kam einfach mehreres dazu, was die Pflanze dann nicht mehr gut wegstecken konnte.

Ampullaria ist ein Tiefländer und mag es sehr warm. Auch brauchen sie viel Licht wie alle Neps, aber sie sind, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann, auch mit weniger als die Hochländer zufrieden. Dennoch mußt du natürlich auf genug Licht achten.

Ich persönlich würde da jetzt gar nichts machen und die Pflanze nicht noch weiter durch köpfen und was weiß ich stressen. Einfach abwarten und versuchen, möglichst ideale Kulturbedingungen zu bieten, so daß sie sich erholen kann. Irgendwann wird sie weiter wachsen- oder eingehen. Aber laß ihr erstmal Zeit.

Meine ampullaria hatte auch einige Startschwierigkeiten, noch etwas mitgenommen vom Vorbesitzer, bekam sie bei mir erstmal Sonnenbrand, weil ich sie aufs Fenstersims stellte. Nach einem kurzem Sommer draussen gings wieder rein ins (zu schwach beleuchtete) Terra, wo sie dann aber irgendwann began, Bodenkannen zu bilden und auch die Blätter wachsen langsam wieder weiter.

Die sind härter im nehmen, als so manch einer glaubt.

Viel Glück,

lG Janine

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Hallo Kevin,

Also Kälteschäden sehen tatsächlich anders aus. Das betroffene Gewebe ist oft sehr matschig, da die Eiskristalle des Wassers durch ihre Ausdehnung die Zellstruktur zerstören. Ein Fettkrautblatt, dass ich interesseweise mit Eisspray gefrostet hatte, war beim Auftauen sehr matschig. War auch kaum zu erwarten, da Fettkrautblätter viel Wasser enthalten. Auch Erdbeeren, die ich aufgetaut hatte, waren matschig und so nicht mehr genießbar... :sad:

Generell erleiden Pflanzen größere Kälte-/Frostschäden, je mehr Wasser sich im Gewebe befindet.

Ich würde - wie Janine schon schrieb - die Pflanze in Ruhe lassen. Pflanzen sind bei guten Bedingungen sehr regenerationsfähig! Bei Nepenthes und vielen weiteren Pflanzen gilt:

Solange die Wurzeln/das Rhizom intakt sind/ist, sind die Regenerationschancen sehr groß!

Meine kürzlich angeschaffte N. 'Miranda' hatte auch Startschwierigkeiten, da ich ihr auch frisches Substrat spendierte. Jetzt regt sich nach 2 Wochen endlich was. :happy: Sogar ein Ableger, der bein Kauf dabei war, bildete eine Kanne aus.

Also ich drück dir die Daumen, dass deine Pflanze die Runden kriegt. Viel Glück!

Gruß

Kevin

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Benedikt Schmitt

Hi,

hmm, soll ich nun auch nochmal alles wiederholen..? Nee, ich schreibe lieber was, mehr oder weniger Sinnvolles.

Ich hatte letztens auch eine Ampullaria bekommen, per Post, wurde Montags verschickt und Donnerstags kam sie super verpackt und augenscheinlich gesund bei mir an, gleich in Torf/Perlite-Gemisch gesteckt, ins sehr gut beleuchtete und am Suedfenster stehende Terrarium, komme am naechsten Tag nach hause, alles matschig, 2-3 Tage spaeter war sie dann wir ausgetrocknet.

Ich habe sie gekoepft, den "Kopf" wieder in Substrat, hoffe er treibt vielleicht wieder und den "Fuss" einfach stehen lassen, alle Blaetter ab und nun abwarten und Tee trinken, naja, Bier :)

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Ok vielen dank schon mal für die Antworten dann werde ich einfach so weiter machen und ihr Ruhe geben.

Hat jemand Erfahrung wie lange so was maximal dauern kann bis sich da was tut ?

Vll. soll es ja nen Weinachtsgeschenk werden von der Pflanze :D

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Wie lange es dauert, bis sich die Pflanze fängt? Das ist recht schwer zu sagen, da es von vielen Faktoren (Ausmaß der Schäden, Kulturbedingungen...) abhängt.

Einfach abwarten und Tee trinken oder ein anderes Getränk, was du lieber magst! ;)(Ich bevorzuge Mixery... *lach*...)

Vll. soll es ja nen Weinachtsgeschenk werden von der Pflanze :D

Gut möglich! :D

Gruß

Kevin

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Ich rate ebenfalls dazu, die Pflanze jetzt einfach in Ruhe zu lassen. Mir ist vor längerem ähnliches mit meiner N. bicalcarata passiert. Die ist mehr als ein Jahr einfach stillgestanden. Die Blätter waren zum Großteil verbrannt, das neueste Blatt sah nur ein kleines Stück aus dem vorherigen raus und die Spitze war ebenfalls verbrannt. Erst nach gut einem Jahr begann das neue Blatt endlich zu wachsen, während die verbrannten Blätter erst dann endgültig abstarben. Das neue Blatt wuchs zwar. Die verbrannte Stelle konnte aber natürlich nicht mehr regeneriert werden. Nach einiger Zeit kam dann ein neues intaktes Blatt. Richtig in Fahrt (wenn man das bei dieser Nepenthes so sagen kann) kam die Pflanze aber erst nach 2 Jahren.

Also Geduld haben, einfach wie gewohnt weiter kultivieren. Dabei aber mit dem Gießen etwas vorsichtiger sein. Es verdunsten nur mehr die intakten Blattteile Wasser.

Liebe Grüße

Eve

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ja klingt echt sehr ähnlich zu meinem aktuellen Problemfall, ich hoffe sehr dass die Pflanze sich wieder fängt, auch wenn es 1 Jahr dauern wird, ist es doch ein tolles gefühl wenn man die Pflanze retten konnte. Viel besser als einfach wegschmeißen und neu kaufen .... das geht garnicht.

Wenn es die Pflanze schaffen sollte hoffe ich dass sie sich danach ganz normal weiter entwickelt, mit Basal Rosette und co.

Mal eine Frage am Rand, wenn irgendwann mal ne ampullaria einfach zu groß ist und mann den verholzten stamm abschneidet wächst der dann trotzdem aus dem Holz neu raus (oben an der Schnittstelle), oder treibt er unten neu aus ? Als ich meine Hybride 1 mal geschnitten habe, hat sie erstmal 5 neue Triebe produziert 2 am "Stamm" und 3 aus der Erde heraus .....^^

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Hallo,

normalerweise ist das wohl so, dass eine gekappte Nepenthes aus dem unteren Stamm (je nachdem, wie tief man die abgeschnitten hat ;-) ; ist das verbleibende Stück vom Stamm höher, kann sie auch weiter oben wieder austreiben) oder aus einer kräftigen Wurzel neu austreibt. Ich musste aus verschiedenen Gründen meine nicht mehr ganz so junge Nepenthes Miranda schon komplett zurück schneiden. Die ist bisher immer wieder ausgetrieben. Meine Nepenthes ampullaria bildete schon recht frühzeitig in verschiedenen Blattachseln am Stamm Kindel. Eigentlich ist das ja ihr Markenzeichen. Habe gelesen, dass N. ampullaria selten Hochkannen ausbilden würde. Allerdings hatte ich schon mal eine. Mein Tieflandbecken ist nur einen Meter hoch und es gibt darin kaum noch Nepenthes, die nicht gekürzt worden sind. Zuletzt musste ich an meine N. x hookeriana ran. Die hatte aber schon vor dem "Cut" einen neuen Bodentrieb ausgebildet. Inzwischen hat sich weiter oben am gekappten Stamm (der Stamm ist ca. 70 cm hoch) ein Neuaustrieb gebildet, der kürzlich seine erste Kanne geöffnet hat - eine intermediäre Kanne! :) Dafür scheint sich der Boden-Trieb aber wieder verabschieden zu wollen! :blink:

Es kann allerdings auch schief gehen mit dem Kappen und da kommt dann gar nix mehr aus dem Stumpen der Pflanze. Ich denke aber, dass man es bei einer Art wie Nepenthes ampullaria eher nicht befürchten müsste. Mir ist mal versehentlich die Spitze einer Nepenthes macrophylla abgebrochen, also einer Hochlandart. Da kam nix mehr aus dem zurück gebliebenen Stamm. Und auch das abgetrennte Kopfteil wollte sich nicht bewurzeln lassen und ist nach 10 Monaten unverrichteter Dinge schließlich abgestorben.

Gewöhnlich kämpfe ich auch immer so lange wie möglich um das Überleben einer Pflanze. Es sagt ja auch etwas über die Einstellung zu seinen Pflanzen aus, ob man schnell etwas weg wirft und sich neu kauft. ;) Ich hatte mich mal zu einer Drosera aliciae mit offenbar abgestorbener Rosettenmitte geäußert, dass ich die in dem Fall weg geschmissen hätte. Da bin ich hier ziemlich rüde angegangen worden! Nur, dass ich von D. aliciae mindestens ein halbes Dutzend Pflanzen habe und es kein Weltuntergang ist, wenn ich dann mal eine entsorge, die es nach meinen Erfahrungen eh nicht mehr geschafft hätte. ;) Eine Nepenthes, von der ich jedoch evtl. nur ein einziges Exemplar habe, ist dann schon etwas Anderes (in meinen Augen).

Gruß

Latro

Bearbeitet von Latrodectus
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Tommy Friedrich

Am besten feucht halten,bei Zimmertemperatur halten und gute Lichtverhältnisse bieten,mit guter Luftfeuchtigkeit.(Falls jemand den Tipp schon gegeben haben sollte,entschuldige ich mich es wiederholt zuhaben!)

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