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Thema Umtopfen- Behandlung mexikanischer Hybriden


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Spielmannsfluch89
Posted (edited)

Grüße Euch,

 

ich darf jetzt auch mal wieder was fragen.

Als Faustregel wird ja das Frühjahr bei den Pflanzen genommen und angeraten wenn man umtopfen will. Gilt dies aber jetzt auch für mex. Pings?  Meine sind gerade entweder voll dabei mit Blühen oder noch voll in der Winterruhe..... * Augenroll* :)

Meine Kakteen behandel ich so dass sie in der Ruhezeit umgepflanzt werden da das weniger Stress ist. Hier ist zwar auch wieder der Punkt der Sukkulenz ausschlaggebend aber könnte man das nicht auf Pinguicula ähnlich übertragen?

 

Mich juckt es in den Fingern die Pflanzen endlich auf mineralisches Substrat umzustellen.

 

Nun also die Frage an die Experten in Sachen Pinguicula. würdet ihr auch schon Umtopfen oder muss ich meine zappelnden Finger abschneiden?

 

Wegen der Substratmischung google und durchstöbere ich jetzt erstmal noch Forum und Web. Wenn ich nichts gescheites finde knüpfe ich an.

 

LG Benni  

Edited by Spielmannsfluch89
Spielmannsfluch89
Posted

Na ok, das ging fix.. Ich seh schon hier krieg ich schneller ne kompetente Antwort.

 

Also nochmal ran an den Speck.

 

1. Soll ich 100% mineralisch fahren oder einen Anteil Torf mit einbringen?

2. Welche Zuschlage/Ausgangsstoffe sind ok?

 - Zur Verfügung habe ich Bims, Quarzsand/ -kies, Zeolith, Lavalit, Dolomitsplitt, Kieselgur, Perlit.

Gibt es eine gute Mischung oder ist es wie bei den KuaS wo jeder seine eigene Mischung hat und eigentlich alles geht?

Ist was unpassendes in der Auflistung dabei?

 

 

LG 

Spielmannsfluch89
Posted

Hallo Kuboss,

 

muss dich korregieren, mexikanische Pinguicula und auch andere brechen diese Faustregel. Außerdem bin ich schon durchaus lange genug mit den Pflanzen am Werk um diese Kenntnisse zu haben ;)

 

Wenn du genauer liest wirst du merken dass es etwas tiefgründiger ist als: " welche "Erde"?"

 

LG

Posted

Hm, irgendwie scheint oben ein Beitrag zu fehlen, aber ich gehe mal davon aus, dass Deine Fragen aus dem ersten Post beantwortet sind (zumindest deute ich den zweiten so).

 

Ich starte mal mit einer Gegenfrage: was sind KuaS?

 

Es sind jedenfalls viele Mischungen möglich und Du musst letztlich ausprobieren, was bei Dir (nicht) klappt, denn da gibt es auch bei den Experten durchaus Unterschiede.

Um auch gleich zu widersprechen: viele mexikanische Pinguicula wachsen in der Natur auf rein mineralischen Substraten und kommen sehr gut ohne Torf aus. Ich habe bei mir dennoch einen kleinen Teil (~10 %) beigemischt, da ich sie in vergleichsweise flachen Gefäßen kultiviere. Sauer darf das Substrat durchaus sein, auch wenn sie oft auf alkalischen oder wenigstens neutralen Substraten wachsen, jedoche selten oder nie im sauren Milieu. Ich mische allerdings auch immer einen Teil Kalk dazu, so dass sie bei mir eher alkalisch stehen.

 

Düngen geht bei den Pinguicula übrigens auch recht gut, wobei ich es nicht übertreiben würde.

 

Ich hoffe, das hilft weiter. Demnächst zeige ich vielleicht auch mal wieder ein paar Fotos, denn auch bei mir blüht vieles.

 

Noch zwei letzte Anmerkungen: die üblichen Arten und Hybriden kannst Du jederzeit umpflanzen. Abfallende (lebende) Blätter nicht wegwerfen, sondern neben oder unter die Pflanze legen. Daran werden sich vermutlich neue Ableger bilden.

Außerdem machen diese Pflanzen keine Winterruhe, denn wie Du selber schon beobachtet haben dürftest, bilden sie munter neue Blätter, wachsen also weiter und blühen zum Teil auch munter vor sich hin.

 

Viel Erfolg

Dieter

Spielmannsfluch89
Posted

Hallo Dieter,

 

danke dir! Nein da fehlt kein Post, der 1. Satz im zweiten Post war lediglich lautes denken auf den letzten Satz des 1. Post bezogen.^^

KuaS ist die kurzform für Kakteen und andere Sukkulenten.

 

Ja ok Winter"ruhe" war vielleicht die falsche Bezeichnung. Ging mir einfach um den Winterzustand, die Winterblätter Phase.

 

Möchte, was die Fensterbrettkultur angeht, seit einiger Zeit komplett auf Pings umsteigen da diese einfach genügsamer sind und gut zu den KuaS passen. ( natürlich ein wenig schattierter) Außerdem gefallen sie mir mehr und mehr ^^

 

Ja das mit den Ablegern ist mir bewusst. Werde ich sicherlich auch bei den ein oder anderen machen um den Topf etwas zu füllen.

 

Über Bilder freue ich mich ganz besonderst. Und vielleicht kommen wir danach ja auch ins ein oder andere Geschäft ;) möchte ja die Umstellung auf die Gattung ordentlich durchführen ;)

 

Aber zurück zum Substrat: Ich dachte es mir dass es mir offen bleibt. Werde dann auch wie du etwas Torf mit einbringen. Schon alleine wegen der Umstellung der Pflanzen. in welchen Intervallen wässerst du das mineralische Substrat bzw die Pflanzen denn? Das ändert sich ja dann auch.

 

LG Benni

Spielmannsfluch89
Posted

So das umtopfen ist gut von statten gegangen.

Jetzt noch eine Frage bezueglich der Wurzelbildung / des -wachstums. Pinguicula haben ja. Allgemeinen schwach ausgepraegte Wurzeln. Kann man es im mineralischen Substrat anregen in dem man von unten giest oder aendert es nichts dran? Ansonsten wuerde ich aus anderem Umstaenden gerne von oben ausreichend gießen.

LG

Posted

Das Gießen von oben ist durchaus möglich, auch wenn gelegentlich mal geschrieben steht, dass die Pflanzen das nicht vertragen. Der große Teil meiner Pflanzen wird aber nicht von oben gegossen.

Die Anzahl und Länge der Wurzeln hängt auch oft vom Substrat, aber auch anderen Bedingungen ab. Meine Nachzuchten habe ich lange Zeit z. B. in Sphagnum (=Heliamphoratöpfe) gesetzt, weil die darin besonders stark wurzelten. Die Wurzelbildung (bzw. deren Beständigkeit) im mineralischen Substrat ist oft deutlich ausgeprägter, zumindest wenn die Pflanzen nicht im Wasser schwimmt, sondern das Substrat eher leicht feucht ist.

 

Viele Grüße

Dieter

Spielmannsfluch89
Posted

Hallo Dieter,

 

danke dir! Im Torf ist es ja ein Witz was die an Wurzeln bilden. Grad so bei kleinen Arten 2 cm, bei größeren vielleicht 4 cm. Wurzelwachstum hängt ja auch von der bewässerung ab, darum auch die Frage. Bei Anstaubewässerung müssen die Wurzeln nach unten wachsen weil von dort das Wasser kommt. Wenn man von oben gießt gehen die Wurzeln höchstens ein wenig in die Breite. Ist ja wie bei uns. Kriegen wir alles auf dem Silbertablett müssen und werden wir uns nicht bewegen ^^.

 

Denke mal das Thema ist für mich jetzt beendet. Danke dir Dieter.   Jetzt freu ich mich nur noch auf deine herrlichen Pflanzen! Hoffe wir dürfen sie bald bewundern!!

 

LG Benni

Andy Böhnke
Posted

Hi Benni,

 

ich experimentiere jetzt schon seit fast 2 Jahren mit anorganischen Substraten.

Bisher habe ich bei allen mexikanischen Fettkräutern gute Erfahrungen mit mineralischen Substrat gemacht.

Gerade diese Woche habe ich 2 neue Beutel mineralisches Substrat bekommen und werde jetzt meine gesamte Pinguicula-Sammlung auf mineralisches Substrat umstellen.

Schau mal hier.

 

Schöne Grüße

Andy

Spielmannsfluch89
Posted

Hallo Andy,

besten Dank für deine Meldung.

Sehe auch wenig Probleme bei den Pings damit. Schließlich ist es weit natürlicher als reiner Torf oder die üblichen Gemische.

Auch bei dir freue ich mich über Bilder ;)

 

 

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Andy Böhnke
Posted

Hi Benni,

 

habe mal schnell ein paar Bilder von einigen Pings gemacht, die ich auf mineralischen Substrat im Haus habe,

Die Pflanzen habe ich noch nicht gestylt für ein Fotoshooting. Sie haben noch abgestorbene Blätter dran.

Bei reiner "Haushaltung" finde ich noch gut, dass das Substrat sauber bleibt, also ohne lästiges Moos.

 

Schöne Grüße

Andy

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Spielmannsfluch89
Posted

Danke dir!

  • 2 months later...
Spielmannsfluch89
Posted

Nabend ihr Leute,

 

Ich möchte hier im Thema nochmal das Thema Substrat mit Euch erfahrenen durchkauen.

 

Andy: Weißt du noch was du für eine Zusammensetzung verwendet hast? Womöglich sogar mit Korngröße?

 

Ich habe gerade folgendes Problem dass mein Substrat wohl zu fein geraten ist. Ich habe im Schnitt zu 80% Korngrößen von 2-5mm verwendet. Verschiedenster Materialien. Hab halt nen Haufen zur Auswahl gehabt und dachte, da alles seine Vorteile und Eigenschaften hat mische ich aus allem :dntknw: . Aktuell sieht es so aus als wäre es zu "verdichtet" Wasser hällt sich extrem lange. Teils Eigenschaften der Zuschläge größerenteils jedoch die dichte des Substrates. Natürlich war es rel. fein gewählt weil ich schlecht junge Pings in der Winterrosette auf 8-12mm Substrat setzen kann. Kontakt der Wurzeln wäre hier fast nicht gegeben.

Wichtiger Punkt, bevor andere jetzt raus lesen es wäre schlecht und sie bleiben womöglich bei Torf.... Das ganze steht nun erst ein paar Wochen! Ich kann noch lange keine Langzeit Statistik verfassen jedoch kann cih sagen dass die Pflanzen zumindest aus der Winterrosette erwachen und austreiben. Große Pflanzen zeigen auch keinerlei negative Zeichen. Auch ist es durchaus nciht verkehrt dass das Wasser lange bleibt. Jedoch kann das vor der Winterruhe gefährlich werden weil es SEHR lange dauert bis das Substrat richtig abgetrocknet ist.

Hier mal meine Zuschläge:

Der Bims ist 2-5mm
Perlit ist von mir gesiebt und auch ca. 2-5mm
Kieselgur 1-3mm
Vermiculit auch gesiebt ca. 2-5mm
Quarzkies 2-4mm
Zeolit 2,5-5mm
Der Dolomitsplitt ist 1-3mm ( Viel hatte ich davon aber nicht mehr auf lager ist nur geringer Anteil)

Fürchte der Quarzsand ist eines der Probleme. Der ist glaub unter 2 mm :/

Auch sei gesagt dass es, zumindest für den Anfang, ein wenig überdimensionierte Töpfe sind. 9 er Viereck. Da aber mal ein Bestand von mehreren Pflanzen wachsen soll wählte ich gleich diese Größe.

 

Gründe dafür dass das Substrat also so lange nass ist wird folgendes sein, oder eine Kombination;
 

Dichtes, feines Substrat

Großer Topf ohne nennenswert Wurzeln die Feuchtigkeit ziehen

Dicht stehende Töpfe. In einzelreihe dürfte es auch besser abtrocknen als wenn die Sonne nur auf die Oberfläche scheint.

 

Soll einfach ein Erfahrungsbericht sein der jedoch noch ohne Pflanzenstimme ist.

Das Feste Substrat muss aber nicht zwangsläufig schlecht sein. Torf ist auch nciht gerade luftig und da wachsen die Pflanzen oft auch bestens.

Es wird also auf die Entwicklung der Pflanzen zu warten sein.

 

Würde mich eben nochmal über Eure Erfahrungen zu den Mischungen von Euch freuen. Habe auch vor irgendwann mal in kleinen 5 er Töpfen verschiedene Mischungen ohne Pflanzen zu testen, wie sie sich verhalten bei Wassergabe etc.

 

LG

Andy Böhnke
Posted

Hallo Benjamin,

 

ich mische mein Substrat nicht selber an sondern verwende VulkaFlor in einer Körnung von 1-5mm. 

Es besteht wohl aus Lava, Bims und Zeolithe. Probleme habe ich damit keine.

Ich denke aber auch, dass es an dem Sand liegt. Warum machst Du den eigentlich rein?

 

Schöne Grüße

Andy

Spielmannsfluch89
Posted

Hallo

 

 

Ja die Inhaltsstoffe habe ich auch raus geguckt in deinem Substrat.

Naja warum.. man probiert halt... Bedacht hatte ich es nicht dass es auch ZU fein werden kann.

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