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Kartoffeln und Tomaten - Karnivoren?!?


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Hi Leute,

Habe gerade einen merkwürdigen Artikel gelesen und dachte ich zeige ihn euch einfach mal:

http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Wissenschaft/Fleischfresser-im-Gemuesebeet-Tomaten-und-Kartoffeln-ernaehren-sich-auch-von-Insekten_article1263719739.html

Einfach mal durchlesen. Was haltet ihr davon?

MfG Yanik

Bearbeitet von YanikB.
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Berni Toller

Also soweit ich das in Erinnerung hatte, tötet der Tabak keine Insekten, sonder schützt sich nur von einer Raupenart, indem er andere Viecher anlockt, die diese Raupen dann fressen. Wenns nach diesen Bericht geht, dann ist Cannabis auf jeden Fall auch karnivor, weil da klebt ja auch was...

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Gordon Shumway

Doch, Tabak tötet sehr wohl Insekten.

Die Blätter sind unglaublich klebrig, dementsprechend bleiben auch sehr viele Tierchen haften und verenden.

 

Habe mich vor ein paar Jahren mal im Anbau von Nicotiana rustica probiert und das war dann gegen Herbst wirklich eine ziemliche Sauerei....

 

 

Die Sache mit den fleischfressenden Nachtschattengewächsen ist durchaus nichts Neues.

 

Was ist das denn für ein Stoff, der die Pflanzen so klebrig macht?

Ausschließlich zum Insektenfang kann der ja kaum bestimmt sein, ansonsten würden die paar Fruchtfliegen wohl kaum den Aufwand einer komplett pappigen Pflanze lohnen...

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Habe gerade einen merkwürdigen Artikel gelesen und dachte ich zeige ihn euch einfach mal:

http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Wissenschaft/Fleischfresser-im-Gemuesebeet-Tomaten-und-Kartoffeln-ernaehren-sich-auch-von-Insekten_article1263719739.html

Einfach mal durchlesen. Was haltet ihr davon?

Das Thema ist eigentlich schon sehr alt und deshalb hat man schon mal vor etlichen Jahren die Definition für "fleischfressende Pflanze" genauer gefaßt. Seitdem ist es (habe den genauen Wortlaut gerade nicht parat) nicht nur erforderlich, dass Insekten gezielt gefangen und getötet werden müssen, sondern zum Nutzen der Pflanze auch direkt von der Nährstoffquelle weg verwertet werden müssen, wozu die Pflanze eigene Verdauungsenzyme entwickeln müßte. Nur dann ist die Definition einer fleischfressenden Pflanze erfüllt.

 

Dieser Nachweis der "sich lohnenden direkten Nährstoffaufnahme" durch die Pflanze selbst konnte bisher bei Petunien, Tomaten, Zierkirschen und den vielen hundert anderen Arten bisher nicht erbracht werden. Sondern da verhält es sich so, daß immer erst dieselbe Pflanze in der nächsten Saison oder sogar erst die nächste Generation von den zusätzlichen Nährstoffen profitiert, d.h. wenn die Mutterpflanze oder deren oberirdischen klebrigen Teile im Herbst von der Pflanze abfallen und am Boden vermodern, findet durch die zusätzlich gefangenen Insekten eine Stickstoff-/Nährstoffanreicherung im Boden statt, das Aufschließen der Nährstoffe übernehmen Bodenbakterien, und wenn die Pflanze im darauffolgenden Frühjahr neu austreibt (oder deren Samen keimen) finden diese zusätzliche wurzelverfügbare Nährstoffe vor. Diese Aufnahme von zusätzlichen Nährstoffen über die Wurzeln aus im Vorjahr gefangenen Insekten fällt aber nicht unter die aktuell anerkannte Definition für fleischfressende Pflanzen.

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Andy Böhnke

Bonn - Wenn man nach fleischfressenden Pflanzenarten gefragt wird, fallen einem vielleicht die Venusfliegenfalle, der Morgentau oder die berühmten Kannenpflanzen der tropischen Regenwälder ein.

Was ist denn der Morgentau??  :lol:

Bearbeitet von Andy Böhnke
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D sondern zum Nutzen der Pflanze auch direkt von der Nährstoffquelle weg verwertet werden müssen, wozu die Pflanze eigene Verdauungsenzyme entwickeln müßte. Nur dann ist die Definition einer fleischfressenden Pflanze erfüllt.

 

Gibt es da nicht noch eine Sonderregelung für alle Karnivoren welche Bakterien für die Verdauung nutzen? Siehe beispielsweise Heliamphora und ich glaube auch sogar S.purpurrea?

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Ja wie ist den z. B dann noch präkarnivor definiert. Bei S. Purpurea weiß ich es nicht, aber D. Californica und alle Heliamphoren sind Präkarnivoren ohne eigene Verdauungsenzyme. Und ist die Roridula nicht auch präkarnivor?

MfG Yanik

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S. purpurea gibt doch eigene Enzyme ins Regenwasser ab und ist dadurch karnivor, oder liege ich da falsch?

Bei Roridula ist es nicht so klar, da sie ja die Beute mithilfe von Wanzen verdaut, man jedoch auch schon irgendwelche Enzyme gefunden hat.

Alle Helis ausser H. tatei sind präkarnivor.

 

Tomate usw. sind ja auch präkarnivor.

 

Der Tabak tötet doch die Raupen die ihn befallen indem er die Nikotinkonzentration in den Blätter so stark erhöht dass die Tiere daran verrecken!?!

 

LG Sandal Tolk

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Ich meine mich zu erinnern, dass per Definition auch die Ausbildung von speziellen Strukturen zur Aufnahme der freiwerdenden Nährstoffe für eine Einordnung als carnivore Pflanze erforderlich sind. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber i glaube, dass dabei die Aufnahme über die Wurzeln nicht als ausreichendes Kriterium gewertet wird. Dies trifft soweit ich weiss auch bei Heliamphora, S. purpurea und Roridula zu, da alle die Nährstoffe über Drüsen auf der Blattfläche aufnehmen.

 

Gruss Matthias

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Naja soweit ich aber weiß und gelesen habe, nimmt die Roridula die Nährstoffe über die Wurzeln auf. Die Wanzen setzen Kot ab der zu Boden fällt und dort über das Substrat zur Pflanze gelangt... somit wäre die Roridula auch nicht mehr präkarnivor...

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Naja soweit ich aber weiß und gelesen habe, nimmt die Roridula die Nährstoffe über die Wurzeln auf. Die Wanzen setzen Kot ab der zu Boden fällt und dort über das Substrat zur Pflanze gelangt... somit wäre die Roridula auch nicht mehr präkarnivor...

Falsch, die Wanzen setzen den Kot auf die Blätter ab.

Bearbeitet von Marcel B.
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Der Kot wird doch über die Blätter aufgenommen!?! Das ist dann wie Blattdünger.

Und präkarnivor ist sie trotzdem, vorausgesetzt sie bildet wirklich keine eigenen Verdauungsenzyme...

 

LG Sandal Tolk

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Okay, dann nehme ich mein letztes Kommentar zurück und lasse mich eine besseren belehren ;) Wie ihr in meiner Bestandsliste auch erkennen könnt, besitze ich selbst keine Roridula, meinte nur dies gelesen zu haben :dntknw:

Aber gut, dann wäre das ja geklärt^^ Danke :)

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