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Zwei Mörtelkübel: 1x Moorbeet, 1x Teich


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Hallo!

 

Ich beschäftige mich noch nicht allzu lange mit fleischfressenden Pflanzen und musste leider auch einige Rückschläge aus Torheit und fehlenden Überlegungen verkraften. 

Daher wende ich mich nun an die erfahrenen Pflanzenkenner hier im Forum.

Und zwar würde ich gerne eure Meinungen zu folgender Planung wissen.

Hier mal eine Skizze:

 

post-0-0-73174400-1365674679_thumb.jpg

 

Die großen Rechtecke stellen die Mörtelkübel dar, das kleine Rechteck einen Wasserspeicher im Moorbeet.

Verbunden wird das ganze über einen Schlauch. Beide Kübel wären eingegraben.

 

Die Idee: Der rechte Mörtelkübel soll als offener Wasserspeicher und unter Umständen sogar noch als dekorativer kleiner Teich dienen und dadurch vielleicht sogar Lebensraum für wasserliebende Tiere schaffen.

Durch den Schlauch soll das Wasser möglichst in beiden Gefäßen auf der gleichen Höhe stehen, wodurch sich wiederum auch der Wasserstand im Moorbeet ablesen ließe und sich das Moorbeet über den Teich befüllen ließe. Zusätzlich sollen Pflanzen im Teich Nährstoffe aus dem Wasser entziehen. 

 

Meine Fragen: Kann das gutgehen? Was meint ihr? Welche Wasserpflanzen wären, wenn bis dahin alles passt geeignet?

Tut mir leid, wenn meine Fragen in anderen Posts bereits teilweise oder sogar vollkommen beantwortet wurden.

Ganz befriedigend für meine Situation fand ich es nicht.

 

Vielen Dank!

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Hallo  Nils,

habe mir gerade deinen Beitrag durchgelesen und finde die Idee deines Moorbeetes im Allgemeinen sehr gut!

Allerdings verstehe ich zwei Sachen nicht so ganz:

 

erstens: Wie willst du das mit dem Wasserspeicher hinkriegen, dass der durch den Druck im anderen Behältnis nicht ausläuft, sondern das Wasser langsam an die Pflanzen abgibt. Ich würde das mit dem zweiten Behälter und dieser Art von Wasserspeicher lassen. Als Wasserspeicher sind einfach umgedrehte Plastiktöpfe zu verwenden, gießen würde ich persönlich mit einer Gießkanne; Geht auch einfacher und billiger!  :yes:

Wenn du aber trotzdem nicht auf den Teich verzichten möchtest, würde ich nach Plan bauen, nur den Wasserspeicher weglassen, der Wasserstand wird sich dann nach den Gesetzen der Physik in beiden Töpfen auf gleicher Höhe einpendeln. 

 

zweitens: Über das Wasser nehmen Pflanzen allgemein keine große Mengen an Nährstoffen auf, der größte Teil stammt dabei aus der Erde. Allerdings brauchen Karnivoren Nährstoffe ja bekanntlich nicht im Überschuss. Es ist also ungedüngter Weißtorf und Regenwasser (geringer Kalkgehalt) zu verwenden.

 

 

Als Wasserpflanzen oder Begleitpflanzen sind am besten die Pflanzen geeignet, die mit wenigen Nährstoffen auskommen und nicht so schnell wuchern und die zarten Karnivoren verdrängen.

 

Liebe Grüße 

Kuboss

Bearbeitet von Kuboss
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Hi Nils,

 

ich denke schon, dass es wie in Deiner Skizze angedacht ist, auch funktionieren würde. So schlecht finde ich den kleinen Wasserspeicher im Moorbeet nun nicht - da er dazu beiträgt, dass der Schlauch nicht allzu schnell verstopft. Auch sehe ich den kleinen Wasserspeicher als guten Wasserverteiler (falls man mal schnell 5 - 10 Liter nachfüllen muss). Ich würde ihn dann auch mittig einbringen.

 

Ferner würde ich beide Moorkübel (da sie natürlich vorbildlich in der Sonne stehen) möglichst eingraben. Das puffert Höchsttemperaturen im Sommer - wie auch Tiefsttemperaturen im Winter.

An Wasserpflanzen könnten man vielleicht sogar auch eine Karnivore nehmen. Schau Dir mal den 'Gemeinen Wasserschlauch' an (Utricularia vulgaris). Habe ich letztes Jahr auch mal versuchsweise in meinem Gartenteich geschmissen. Mal schauen ob er dieses Jahr wieder auftaucht. Vielleicht würde es auch eine Wasserpest schaffen.

 

-volker-

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Hm... ich habe ja noch keine Moorbeet Erfahrungen....

 

Ich würde aber den Moorkübel ein bisschen höher setzen, so das auch etwas trockenere Bereiche entstehen.

In etwa so:

post-3212-0-47051700-1365760770_thumb.jp

 

Ich hoffe man kann an meinem Picasso etwas erkennen.

 

Gruß,

Hans

 

PS: In den Teichkübel würde ich Binsen und Schilf etc. pflanzen, die ziehen dann alles an Nährstoffen raus.

Bearbeitet von HansHansen
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Ich hoffe man kann an meinem Picasso etwas erkennen.

 

Ja klar, man sieht das physikalische Prinzip der "kommunizierenden Gefäße": http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunizierende_R%C3%B6hren

 

In miteinander verbundenen Gefäßen stellt sich überall derselbe Wasserstand ein. 

 

Im Pflanzkübel wäre es aber vorteilhaft, wenn sich der Wasserspiegel 15-30 cm unterhalb der Substratoberfläche befindet, damit die Pflanzen nicht dauernd mit den Füßen im Wasser stehen, was für die meisten Arten fleischfressender Pflanzen auf Dauer zu nass ist. Daher ist es vom Prinzip her vollkommen richtig, den Pflanzkübel entsprechend höher als den Wasserspiegel zu setzen. Wenn sehr dünnwandige Pflanzkübel höher gestellt werden, müßte man die Seite, auf die die Sonne strahlt, durch Anschütten von Erde oder eine zusätzliche Kübelverkleidung möglichst gegen direkte Sonneneinstrahlung auf der Kübelwand schützen. Sonst könnte es bei 10-stündiger Sonneneinwirkung im Juli dazu führen, dass die Wurzeln der Pflanzen in einer Randzone des Kübels zu heiß werden und absterben.

 

 

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damit die Pflanzen nicht dauernd mit den Füßen im Wasser stehen, was für die meisten Arten fleischfressender Pflanzen auf Dauer zu nass ist.

Die meisten Moorbeetpflanzen mögen aber genau das (D. anglica, D. rotundifolia, nach meiner Erfahrung auch so ziemlich alle Sarracenien usw.)

Pflanzen die es nicht so nass mögen (P. vulgaris?) kann man ja auf einen kleinen Hügel pflanzen, die Substratoberfläche muss ja nicht ganz flach sein.

 

Ich finde die Idee mit dem Wasserspeicher gut!

 

LG Sandal Tolk

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...ist egal wie Du es machst (Teichkübel tiefer setzen, oder in Teichbehältnis Überlauflöcher bohren) - denke daran, dass es keinen 'Weg zurück' gibt, wenn Dir das Teichgefäß  mal überlaufen sollte.

'Weg zurück' = kein Nährstoffeintrag durch das Umland.

 

@Hans

Binsen und Schilf sind aber keine Wasserpflanzen. Schilf brauch mindestens Schlamm, und Binsen würde ich sogar noch etwas näher in Richtung Bodenpflanze platzieren. Wasserpest und 'gemeiner Wasserschlauch' sind reine Wasserpflanzen und brauchen keinen Bodengrund.

 

-volker-

Bearbeitet von Volker S
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  • 1 Monat später...

Hallo nochmal!

 

Nachdem es hier mit den Ratschlägen so gut geklappt hat, wende ich mich direkt ein weiteres Mal an euch, also die erfahreneren Karnivorenhalter.

Und zwar steht die oben beschriebene Anlage nun und ich bin auch sehr froh darüber es so gemacht zu haben, da ich nun den Wasserstand regulieren kann und wahrscheinlich nie mehr gießen muss, es sei denn das Wetter würde sich ändern und die Sonne zur Abwechslung mal ihre Kraft entfalten. 

 

Na ja, jedenfalls bestehen zwischen den Kübeln unansehnliche Kahlflächen mit Bauerde(?), also diese homogene hellbraune Erde die ich nun gerne abdecken würde.

Was gibt es da wohl für Möglichkeiten beziehungsweise wie bewertet ihr folgende Ideen?

 

1. Kalksteine für winterharte Pinguicula [Austrocknung?]

2. Bauerde entfernen und ca. 30 cm Torfschicht drüberkippen [Erweiterung des Moorbeets], allerdings wäre das nicht dicht [Austrocknung?Nährstoffe?]

3. Irgendeine kleinbleibende schönaussehende Begleitvegetation um die Kübel herum 

4. Vielleicht ist das Ganze auch völliger Stuss, weil die Fläche zu klein ist (s. Skizze) und es ist eine reine Zeitverschwendung

 

Was meint ihr?

 

Ansicht von der Seite

post-3235-0-21796100-1369433897_thumb.jp

Ansicht von oben

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Hallo Nils,

 

eine schöne Lösung. In den zwischenräumen würde ich einfach normale

Pflanzen einsetzen und ein paar Steine. Bei mir in meinem Moorbeet, das

ich als Hochbeet gestaltet habe ist das ganze mit Theumaer Fruchtschiefer

umrandet, was meiner Meinung nach sehr ansehnlich ist. Ich werd evtl.

heute Nachmittag mal ein paar Fotos einstellen :)

 

Viele Grüße

Ulrich

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Hallo nochmal,

 

wie versprochen hier einmal meine Trockenmauer um das Moorbeet

 

img8953ag.jpg
 

Möglich wäre das ganze natürlich auch in dieser oder ähnlicher Form

für deine zwei Mörtelkübel entweder gleich drum rum bauen oder

halt nur oben ein paar Steine als Abdeckung und dazwischen eine

gewünschte Bepflanzung.

Viele Grüße
Ulrich

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