Zum Inhalt springen

Invasives Moos


Gast Lukas H.

Empfohlene Beiträge

Gast Lukas H.

Hallo,

 

ich habe mal wieder einen Naturstandort bei mir in der Nähe Besucht. Leider sind die Drosera rotundifolia Standorte noch komplett unter Wasser. Dennoch habe ich etwas interessantes herausgefunden. Ich habe mit jemanden gesprochen, der dieses Gebiet schon lange beobachtet hat. Ich habe dabei herausgefunden, das offenbar eine invasive Moosart (irgendein Sternmoos?) auf einer Fläche eine komplette Sphagnumpopulation verdrängt hat. Die Bilder zeigen das Moos. Das Wasser drumherum steht ca. 6cm hoch.

 

post-2891-0-43803500-1368306280_thumb.jp

 

post-2891-0-24808100-1368306300_thumb.jp

 

post-2891-0-66237600-1368306312_thumb.jp

 

post-2891-0-54908200-1368306331_thumb.jp

 

 

Wenn der Wasserpiegel gesunken ist, mache ich nochmal ein paar von Drosera rotundifolia, welche sich in dem Moos anscheinend recht wohl fühlt.

 

Grüße

Lukas

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hi,

sieht irgendwie interessant aus...

Aber dieses Sternmoos ist im Moorbeet bei mir echt die Hölle.

Es überwuchert alles und los wird man es dann auch nicht mehr.

Bin aber auch gespannt auf die Bilder.

 

LG

Skywalker

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hi Lukas,

 

interessanter Bericht! Leider konnte ich dieses hochwachsende Sternmoos noch nicht identifizieren. Ich habe mal einfach hier 'Sternmoos' eingegeben und er findet auch viel - aber nicht so richtig das, was auf Deinen Bildern zu finden ist (OT: gebt auf dieser Seite mal Sphagnum ein - er findet ganze 5 Seiten davon. Ist echt der Hammer wie viel Sphagnumarten es gibt).

Dieses fast unkrautartig wachsende Frauenhaarmoos bekommt aber auch dieses invasive Moos wohl nicht platt (dieses Moos kann man nämlich noch auf Deinen Bildern erkennen).

 

Ist dieser Naturstandort überhaupt ein Moor? Wenn nicht, vielleicht war das Sphagnum ja nur Gast und hat sich gerade mal so da halten können (weil es vielleicht nur um eine künstlich angestaute Überflutungsfläche handelt, oder einfach ein saurer See ist). Dann kann natürlich eine andere Pflanze (die dafür besser ausgelegt ist) das Sphagnum platt machen.

 

Weiß vielleicht jemand um welches Moos es sich handelt?

 

[Edit:]

 

sieht irgendwie interessant aus...

 

Interessant schon, nur wird damit die Grundlage für neues Torf (toter unterer Teil des Sphagnum) entzogen. Da das Sphagnum aber wohl auch hauptsächlich für den niedrigen pH-Wert im Moor verantwortlich ist, würde auch das wegfallen. Für ein Moor wäre es also langfristig der Exitus. Und ob das invasive Moos ebenfalls einen so guten Schwammkörper bildet wage ich auch zu bezweifeln.

 

 

-volker-

Bearbeitet von Volker S
Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast Lukas H.

Hallo,

 

nein der Naturstandort ist kein Moor. Es handelt sich dabei um eine stillgelegte Weiherkette. In allen anderen Weihern ist zum Glück noch alles voll von Sphagnum.

Die Fläche die oben gezeigt wurde, war seit 10 Jahren von Sphagnum besiedelt. Innerhalb von einem Jahr, wurde es aber komplett durch dieses "Sternmoos" verdrängt.

Den Droseras scheint das nichts ausgemacht zu haben. Zumindest D. rotundifolia wächst dort noch ganz gut. Aber D. intermedia ist nurnoch in einem anderen "Sphagnum-Weiher" zu finden.

Ein paar Bilder von den anderen Weihern gabs schon einmal hier:

 

http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/33935-sphagnum-in-stillgelegten-weihern/

 

Das dritte Bild zeigt einen Teil der Sternmoospopulation.

 

grüße

Lukas

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Lukas,

 

Dein Moos müsste das 'Goldene Frauenhaarmoos' sein, was bis zu 40 cm hoch werden kann und das größte heimische Moos ist (also nix invasiv). Hier der durchklickbare Link. Wir haben meist die kleinere Variante in unseren Moorbeeten (Link). Wenn es ganz schlimm kommt haben wir auch noch folgenden garstigen Übeltäter an Board -> das Steifblättrige Frauenhaar- oder Widertonmoos. Ich habe es leider.

 

-volker-

Bearbeitet von Volker S
Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast Lukas H.

Hallo Volker,

vielen dank für den Link, ist wirklich sehr informativ. Die Moos war tatsächlich über 30 cm lang, aber nur 5 cm davon waren grün.

Nun ja, es ist zwar schade um das sphagnum und somit das ausbleiben einer moorbildung, aber wenigstens hält ein schönes einheimisches Moos die Stellung.

Grüße

Lukas

Bearbeitet von Lukas H.
Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hi Lukas,

zu deiner Beruhigung: in meinem Beet leben seit Jahren beide, dieses Stenrmoos und grünes Sphagnum, munter gemischt und bilden einen mächtigen Winterschutz für meine rote Sarraceniabaumarkthybride. Im Gegensatz zu dem normalen Frauenhaarmoos ist es auch keines Wegs eine Horrorpflanze, da wenig ausbreitungsfreudig. Selbst die Verbreitung durch den gewaltigen Sporenflug ist herrlich mickrig. Es waren schon ganze Wolken unterweges, die selbst aus der Entfernung zu sehen waren. Abschneiden tue ich sie seit diesem Jahr dennoch.

Was mich dagegen schon wundert ist der von dir beschriebene Duchhaltewille von D. rotundifolia. Der kommt bei mir selbst gegen mein grünes Sphagnum im Reinbestand nicht an!

 

Den Grund warum hier aber das Sphagnum verdrängt werden könnte ist evtl. der Wasserstand selbst. Mir ist 1 Standort hier im Schwarzwald bekannt, an dem grünes Sphagnum in der "Nassvariation" und dieses Sternmoos erfolgreich miteinander auskommen, sich aber das Sternmoos auch nicht ausbreiten kann! Ich beobachte diesen Flecken (eine Staufläche direkt am Straßengraben) seit Jahren. Aber auch hier, wie in unseren Hochmooren, ist das Sphagnum weniger an hohem Wasserstand anzutreffen. Sphagnum selbst findet man hier mehr an oberflächlich trockeneren Stellen. Wobei der Wasserstand nicht unter 10 cm Subtrathöhe dauerhaft sinken darf (Info durch Führung Kaltenbronn). Die meisten Sphagnumarten dürften also nicht nur vertrocknen, sondern sogar noch viel schneller ertrinken können. Beim Vergleich der beiden Fotoserien vermute ich ganz einfach, dass es mitlerweile hier einfach zu nass sein könnte? Wie war da die Entwicklung in der letzten Zeit?

 

Gruß Piesl

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast Lukas H.

Hallo Piesl

das ist wirklich ein interessanter Ansatz.

Der Wasserspiegel schwankt am Standort jahreszeitenabhängig. Im Sommer eher leicht feucht, und im Winter überflutet.

Allerdings gibt es auch eine Fläche in der das sphagnum dauerhaft nur ein paar Zentimeter über Wasser steht, und sich seit Jahren gut gehalten hat.

Ich werde mal noch ein paar Bilder von den übrigen Flächen machen. Eventuell hilft das ein bisschen weiter.

Grüße

Lukas

Bearbeitet von Lukas H.
Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Danke Lukas, das wäre interessant. Wenn ich mal wieder an dem angesprochenen Naturstandort vorbei komme und hoffentlich ne Knipse dabei habe, zeige ich dir wie das dort aussieht.

 

 

Gruß Piesl

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo,

ich habe dieses Moos auch in meinem Moorkübel. Am Anfang habe ich gedacht es gehört irgendwie mit dem Sphagnum zusammen, aber jetzt überwuchert es mir solangsam alles. Ich glaube, ich muss heute etwas aufräumen :diablo: .

 

Grüße

Benedikt

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast Lukas H.

Hallo,

 

ich war heute wieder zu Besuch an der Weiherkette. Da wir in vergangenen Tagen starke Regenfällt hatten, habe ich nicht damit gerechnet, das die Drosera Bestände schon zu sehen sind. Ich sollte auch recht behalten.

Ich habe allerdings dennoch etwas Interessantes entdeckt.

Ein kleiner Rinnsal, welcher aus dem Weiher entspringt beherbergt ebenso sphagnum Polster. Und das nahezu komplett im Schatten, unter dichtem Laub. Ebenso habe ich ein bräunliches sehr "dickfleischiges" Sphagnum endteckt. (Bilder folgen)

 

Hier das kleine Rinnsal. Tut mit leid wegen der Schlechten Qualität, aber ich hatte nur mein Handy dabei.

 

post-2891-0-63700400-1369000979_thumb.jp

 

post-2891-0-26172000-1369001001_thumb.jp

 

post-2891-0-42325000-1369001022_thumb.jp

 

post-2891-0-83896800-1369001041_thumb.jp

 

Wie man sieht wächst das Sphagnum sehr nass.

 

Grüße

Lukas

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Lukas,

 

schöne Fotos von der extremen "Nassabteilung" des Sphagnum. Diese Sorte dürfte auch eine der schnellwüchstigsten sein. Sie wächst problemlos in Schlenken und kleinen Bachläufen. Dabei ist sie erstaunlich strömungsresistend. hier kann sich dein oben beschriebenes Sternmoos nicht annähernd behaupten. Das wird wohl dann in für uns ferner Zukunft geschehen, wenn die Schlenken verlanden und die Bachläufe ihr Bett ändern.

Ich fänd es wäre toll wenn du weiter von dort berichtest! :thumbsu:

 

Gruß Piesl

Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Deine Meinung

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Benutzerkonto hast, melde Dich bitte an, um mit Deinem Konto zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung wiederherstellen

  Nur 75 Emojis sind erlaubt.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Wir haben Cookies auf Deinem Gerät platziert. Das hilft uns diese Webseite zu verbessern. Du kannst die Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass Du damit einverstanden bist, weiterzumachen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.