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Frage, Versand "eigener" Sarracenia von USA nach Deutschland


Christoph Pohling

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Christoph Pohling

Hallo, ich weiss nicht so ganz wo diese Frage am besten passt, habe aber folgendes "Problem".

 

Ich bin lebe nun für eine Weile in den USA und habe in einer Gärtnerei eine sehr schöne Sarracenia gekauft.

Ich möchte diese Pflanze gerne am Ende meines Aufenthaltes mit nach Deutschland nehmen.

Ein Kaufbeleg habe ich, das Geschäft ist eine Spezialgärtnerei.

 

Was muss ich beachten, wenn ich am Ende die "Zwiebel" nach Hause senden möchte?

Mit welchen Kosten und Problemen muss man rechnen?

 

Natürlich wären Samen das einfachste, ich weiss aber nicht ob ich bis dahin welche haben werde.

 

vielen Dank und Gruß, 

 

Christoph

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Thomas Carow

Hallo Christoph,

 

bin mit dem internationalen Versand nicht mehr so fit, aber wenn ich es richtig sehe sind alle Sarracenien CITES-pflichtig da auf Anhang 2 der Liste (einige auch auf Anahng 1).

Das heißt im 'offiziellen' internationalen Versand sind CITES und Pflanzenschutzzeugnis notwendig. Ein Unterfangen, dass für eine Pflanze meist nicht machbar bzw. zu aufwändig/teuer ist. Du hast es einmal mit Exportauflagen aus den USA (geschützte Pflanze) und mit den Importauflagen von Germany zu tun.

 

Da ist natürlich zu überlegen, ob Du bei dem Flug die '5-Min.-Angst' Version wählst....

 

Viele Grüße ins sonnige Californien aus dem 'abgesoffenen' Unterfranken

 

Thomas

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Manuel Reimansteiner

Hallo Christoph!

Darf man fragen, bei welcher Spezialgärtnerei du die die Sarracenia gekauft hast?

Etwa bei California Carnivores?

Grüße

Manuel

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Natürlich wären Samen das einfachste, ich weiss aber nicht ob ich bis dahin welche haben werde.

 

Um aus den USA bedrohte Pflanzenarten legal exportieren zu dürfen, benötigst Du einen Haufen "Permits", also Genehmigungen unterschiedlicher Art, die Du bei verschiedenen amerikanischen Behörden beantragen mußt und die dir auch erstmal bewilligt werden müssen und die Du auch mit einer Stange Geld bezahlen mußt,

 

Die wichtigsten Behörden, wo Du diese Genehmigungen beantragen mußt, sind einerseits in der Hauptsache die amerikanische Pflanzenschutzbehörde USDA-Aphis (USDA) und andererseits insofern CITES-Pflanzearten wie Sarracenien betroffen sind, die amerikanische Naturschutzbehörde in Form des US Fish and Wildlife Service (FWS).

 

Wenn Du alle Genehmigungen hast, die zum Export notwendig sind, kannst Du Dich um die notwendigen Ausfuhrpapiere für die Lieferung kümmern, also das Pflanzengesundheitszeugnis und die CITES-Genehmigung für die zum Export vorgesehenen Pflanzen.

 

Einstiegsseite: http://www.aphis.usda.gov/import_export/plants/plant_exports/index.shtml

 

Auf dieser Einstiegsseite kannst Du einen Verweis auf die "Export Certification Specialists" in dem für Dich zuständigen US-Bundesstaat finden. In den Feinheiten unterscheiden sich die Regularien nämlich von US Staat zu US Staat etwas.

 

Soweit mir bekannt ist, gibt es in den USA so wenige Händler, die Pflanzen außerhalb der USA versenden, weil diese Genehmigungen in der Summe ein Schweinegeld kosten und teilweise nicht nur einmalig bezahlt werden müssen, sondern in regelmäßigen Abständen alle paar Jahre erneuert ("renewed") werden müssen, um nicht zu verfallen.

 

Bevor Du Deine erste Pflanze legal aus den USA exportieren kannst, werden mehrere hundert Dollar Gebühren für Permits und Papers fällig, und wenn Du nicht weißt, was für Genehmigungen Du alles benötigst, sondern das erst häppchenweise herausfindest, wenn der Exportprozess wieder stockt, weil Du wieder irgendwo ein notwendiges Permit nicht vorweisen kannst, wirst Du von der Pflanze vermutlich locker zweimal Samen ernten können, bevor Du sie einmal exportiert bekommst.

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Andreas Wistuba

Ball flach halten... ;)

Es soll durchaus schon gelungen sein, Pflanzen legal aus den USA auszuführen.

Wenn Kauf-Nachweise vorliegen, dürfte das Hauptproblem darin bestehen, jemanden zu finden, der die Pflanze offiziell für Dich exportiert. Als Nicht-US-Amerikaner dürftest Du wenig Chancen haben, Ausfuhrpapiere bekommen zu können.

Und in der Tat scheint der Papierkrieg noch übler zu sein als hier - viele US-Gärtnereien tun sich den Export gar nicht an.

Grüsse

Andreas

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Christoph Pohling

Vielen herzlichen Dank für die Antworten! Dann kommen wohl nur Samen in Frage, oder eine ganz kleine Rhizom-Knospe...Vielleicht schaffe ich es auch noch mit Samen, sollte sie im nächsten Jahr blühen. Habe gestern die erste bestäubte und reifende Blüte durch Eigenverschulden verloren als mir der ganze Topf runtergefallen ist und bin noch etwas durch den Wind. Da die Pflanze recht klein war (Rhizombruch vom Herbst 2012 nehme ich an), ist ausser dem Stiel auch nicht so viel Material dagewesen und ich hoffe nun erstmal, dass das Rhizom durchkommt.

 

Melde mich wieder wenn sie es geschafft hat! 

Bearbeitet von Christoph Pohling
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