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Patchworkmoorbeet, erweiterbares Moorbeet im Baukastenstil

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Andreas S.

Also Erich Meier hat glaube ich in seinem Buch, "Das Moor im eigenen Garten", geschrieben, dass seine Moor-Beete und Kübel über viele Jahre intakt bleiben, also dann auch sauer und Nährstoffarm. Da muss natürlich immer ein gewisses Gleichgewicht gefunden werden, aber ich kann nicht bereits beim Anlegen eines Moorbeetes in Frage stellen, ob das Beet überhaupt sauer genug ist - dann wurden Fehler beim Bau gemacht. Im Gegenteil, ich habe jetzt auch schon einige Moorkübel gebaut, da stellt sich das saure Milieu erst nach und nach ein. Bei meinem Letzten hatte ich letztes Jahr im Frühsommer noch diese Moos-Sporenkapseln gezupft, wie ein Irrer. Dieses Moos ist inzwischen kaum noch da, dafür hat sich Sphagnum dort breit gemacht. Bei meinem ersten Kübel wurde plötzlich das Sphagnum komplett schwarz. Ich habe diese Köpfe raus gezupft und dafür neue Köpfe "transplantiert". Im 3. Jahr war der Kübel dann so, wie ich ihn mir vorgestellt hatte - dann platzte er, aber das ist eine andere Geschichte. Also man muss das Sphagnum vitalisieren, wenn es nicht vital genug ist und das geht sehr gut durch Wasser von oben - sprich Regen, oder in meinem Fall, auf dem Balkon, eine Spritze-Flasche. Das Sphagnum sieht anfangs nicht schön aus. Es braucht immer mindestens ein gutes Jahr, bis sich alles einrenkt und die Natur so funktioniert, wie wir uns das denken. 

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partisanengärtner

Wer lesen kann ist eindeutig im Vorteil.

Wenn ich kein Regenwasser habe weil dieses Frühjahr zu trocken ist würdest Du wohl welches Wasser nehmen? 20 x5 Liter Kanister Osmosewasser aus dem Supermarkt 2 mal die Woche?

Für den Rest liest Du meinen Text vielleicht nochmal durch.

Mein Wasserwerk kalkt  das Wasser auf einen erträglichen PH Wert hoch.

Also lasst bitte mal die Emotionen raus. Das ist kein Dioxin oder radioaktiv. Schwefelsäure entsteht dauernd natürlich. Mit Kalk reagiert sie zu Gips und das ist kein Giftmüll. Das habt ihr vermutlich alle als Putz an der Wand.

Wenn einer Chemie hört wird das große Feindbild aufgeblasen.

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Andreas S.

Ich würde mir da eine Umkehrosmoseanlage besorgen. Billiger als Wasser aus dem Supermarkt und mit dem Abwasser kannst du deine Tomaten gießen :yes:

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partisanengärtner

In meinem Schrebergarten lässt sich die schlecht betreiben. Mit Frost ohne Strom und allem. Aber jetzt hat es ja geregnet. Schwefelsäure habe ich keine besorgt weil das für mich erst ein Gedankenspiel ist. Im nächsten Jahr habe ich ja Vorräte an Regenwasser.

Edited by partisanengärtner

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Martin Hingst

Hallo,

 

schließe mich Andreas an - ne kleine Reversosmoseanlage für 70-80€ schafft 100-150l am Tag - da muss man kein dest. Wasser im Supermarkt kaufen. Meine habe ich seit 1996 ohne Filterwechsel oder sonstige Folgekosten in Benutzung. Und sie macht immer noch Wasser < 10µS.

 

Ansonsten stimmt das natürlich, was Axel sagt - die Wasserwerke versetzen unser Leitungswasser mit Ca(OH)2, das mit dem CO2 der Luft Kalk bildet (bzw. Calciumhydrogencarbonat). Leider informieren sie darüber nicht so gerne. Wenn man eine Analyse vom Wasserwerk ordert, bekommt man immer die Werte VOR Zugabe des Ca-Hydroxyds. Das Aufkalken machen die nicht aus Bösartigkeit, sondern um unsere Metallleitungen vor Korrosion zu schützen. Je weicher das Wasser, um so mehr kalken die daher auf.

 

Schwefelsäure ist jetzt kein Napalm. Bildet mit dem Kalk ganz einfach - Gips. Nicht unbedingt das schlimmste aller Salze.

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partisanengärtner

Im Moment gibts im Schrebergarten nicht mal Leitungswasser.

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Andreas S.

In meinem Schrebergarten lässt sich die schlecht betreiben. Mit Frost ohne Strom und allem. Aber jetzt hat es ja geregnet. Schwefelsäure habe ich keine besorgt weil das für mich erst ein Gedankenspiel ist. Im nächsten Jahr habe ich ja Vorräte an Regenwasser.

 

Also im Winter brauchst du die nicht und Strom braucht die auch nicht. Du brauchst nur einen Wasserhahn, da sind glaub ich alle möglichen Adaptoren bei, dass du sie überall anschließen kannst. Meine Anlage hat bei Ebay 55 Euro gekostet und sie macht in einer Stunde einen 5 Liter Kanister voll.

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Martin Hingst

 

Im Moment gibts im Schrebergarten nicht mal Leitungswasser.

 

Äh - was??

 

Rechnungen nicht bezahlt? ;-)

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partisanengärtner

Das Wasser in der Gartenanlage wird erst im April angestellt. Die Leitung ist trocken die Wasseruhr liegt daneben.

In der Wohnung bekomme ich Schwierigkeiten mit meiner Frau denn unser Bad ist winzig und auch die Küche sehr klein.

Alles nicht so leicht. Mit ein paar Wassereimern die am Morgen eine Eisschicht haben wird sich im Moment sowas nicht betreiben lassen nehme ich an.

Edited by partisanengärtner

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partisanengärtner

OK

 

 

Wenn es mal richtig geregnet hat reicht mein Regenwasser auch für so ein großes Moorbeet. Darum werde ich die Tonnen auch teilweise eingraben und das Beet ist dann sowieso voll am laufen.

 Ambitionen mit Gewächsen die einen PH von über 4 mit Exitus beantworten habe ich sowieso nicht.

Edited by partisanengärtner

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Heute hat mich jemand in der Fränkischen Schweiz eine wunderschöne Landschaft mit malerischen Kalkfelsen (Mit vielen Tropfsteinhöhlen) ganz erstaunt angeschaut als ich ihm sagte das das Brunnenwasser das er für ein Moorbeet nehmen wollte nicht so geeignet ist. In Hollfeld ist das Leitungswasser noch besser.

Bachwasser im Fichtelgebirge und anderen Urgesteinsgebieten  ist sicher OK aber woanders würde ich erst testen.

(Quarzsand und einige Sandsteine sind sicher auch gut, aber trau schau wem)

 

Jetzt wird erst ein Dach gebaut um Regenwasser aufzufangen. Das Moorbeet baue ich dann ein paar Monate später.

Edited by partisanengärtner

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Entschuldige Wolfgang ich bin etwas paranoid mit Kalk. Wenn man Gartenboden einmal gekalkt hat ist man inbezug auf Kalkflieher entweder auf einen großflächigen Austausch angewiesen oder man arbeitet mit Kübeln.

 

Im Forum von  meinem Link wird auch erwähnt das ein Vorteil des Torfes ist das er eine ganze Menge an Kalk abpuffern kann ohne seinen ph Wert groß zu verändern. Der steigt dann schlagartig an wenn die Kapazität als Ionentauscher erschöpft ist.

Das ist wie mit dem Sprung aus dem Hochhaus. Bis zur letzten Etage denkt man es ist ja gut gegangen....

 

Lebendes Sphagnum lagert ja einiges in den Spitzen ab. Wenn man es dann rasiert um es zu vitalisieren säubert man ja das System. Aber das hat sicher auch Grenzen.

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Gegen die lieben schwarzen Rabauken habe ich jetzt noch einen Zusätzlichen Verunsicherer. Wackelkatzen hab ich noch nicht.

Aber diese Viper in Wackel sollte sie schon sehr verunsichern. Na ja vielleicht tut die aus frostfester Keramik auch.

Dann kann ich vielleicht die Fichtenreiser zurückfahren.

Heute ist mir aufgefallen das auf der ganzen Fläche sehr viele meiner Bienen zu finden sind. Sie nehmen das Wasser aus dem Sand, Torf, und Moos auf.

Vielleicht schreckt das die Biester auch ab.

Nachdem das jetzt ein Hochsicherheitszone ist sind noch keine Schäden festzustellen.

 

 

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Edited by partisanengärtner

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Ich kann es gar nicht mehr erwarten. Vorgestern habe ich die meisten draußen in Töpfen und Schalen überwinterten Sarracenien und Dionaeasämlinge ausgepflanzt.

Das Wurzelwachstum bei den Sarracenien ist schon kräftig.

 

post-2166-0-38460200-1396119299_thumb.jp

 

Bei den Dionaeas habe ich eigentlich nur das Moospolster zerteilt und die Stücke gesetzt. Wenn sie sich mal gegenseitig behindern kann ich ja weiter aufteilen.

 

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An einigen Stellen habe ich mit losen Kokosfasern gearbeitet. Das war ein Fehler. Meisen und andere Kleinvögel haben die Wolle aus dem Substrat gezogen.

Wo ein Faden aus dem Moos guckt zupfen sie. Aber wenigstens haben sie das Moos in Ruhe gelassen.

 

Heute war aber nichts. Sie haben sich wohl erschreckt als ich eine Mausefalle damit bestückt habe.

Edited by partisanengärtner

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Seit heute gibts wieder Leitungswasser im Schrebergarten. Es könnte mal wieder regnen. Genug der Regenmagie, aber letztes Mal hat es funktioniert. Die Schlüsselwörter versuche ich zu vermeiden. :sleep:

Hier mal Bilder von heute: Ein hübsche kleine Schachbrettblume blüht seit heute. Sie hat an den Blattstielen Fäden die sie stabilisieren können. Die Einzelblüte ist nur 2-3 cm groß.

post-2166-0-65673100-1397072688_thumb.jp

 

Detail Blüte außen

 

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Innen

 

post-2166-0-95727100-1397072776_thumb.jp

 

Die eine große Zwiebel von Fritillaria kamtschatkensis hat sich geteilt

das kleine Kroppzeug sind Brutzwiebeln die diese Art reichlich bildet. Sie wird allerdings schon ziemlich hoch. Sie blüht schwarz.

Sobald sie etwas Kalk im Substrat hat werden die Blätter gelblich.

 

post-2166-0-54592800-1397072950_thumb.jp

 

 

Die Orchideen treiben auch schon zum Teil, die asiatischen Cypripedien sind schon da. Von den Amerikanern fehlen noch zwei.

Edited by partisanengärtner

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Piesl

Hallo Axel,

 

bei deinem Beet ist das immer schwer einzuschätzen - wie groß wird deine Schachbrettblume und kennst du die genaue Art. Die vom Baumarkt werden mir einfach zu groß für mein Beet.

 

Wenn du noch ein paar Regenformeln übrig hast - gerne her damit, aber bitte nicht ausgerechnet über Ostern, da sind die Prognosen schon dürftig genug.

 

Gruß Piesl

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Michael Welling

Hallo,

Kannst du ein aktuelles Foto zeigen?

Wo dein Moorbeet komplett zu sehen ist. So eine Frühlings Foto. Dein Patchwork Moorbeet gefällt mir nämlich richtig gut.

Viele Grüße

Michael

Gesendet von meinem XT890 mit Tapatalk

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Die Einzelblüte ist etwa 2-3 cm groß die ganze Pflanze um die 30 cm. Ich muß noch mal genau nachmessen. Bis Ende Mai/Mitte Juni haben sie wohl eingezogen.

Die Art ist vermutlich F. thunbergii.

Ganz habe ich kein Bild aber beim nächsten mal versuche ich es noch einmal.

 

 

post-2166-0-65600100-1397158149_thumb.jp

 

Das Totholz am Abschluß und die Schlenke  links und das Orchideenteil rechts sind noch nicht ganz drauf das habe ich nur als Einzelfotos.

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partisanengärtner

Die Einzelblüte ist etwa 2-3 cm groß die ganze Pflanze um die 30 cm. Ich muß noch mal genau nachmessen. Bis Ende Mai/Mitte Juni haben sie wohl eingezogen.

Die Art ist vermutlich F. thunbergii.

Ganz habe ich kein Bild aber beim nächsten mal versuche ich es noch einmal.

 

 

post-2166-0-65600100-1397158149_thumb.jp

 

Das Totholz am Abschluß und die Schlenke  links und das Orchideenteil rechts sind noch nicht ganz drauf das habe ich nur als Einzelfotos.

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Die Perspektive kommt hier besser. Die Schlange habe ich auf einen Stein gesetzt damit ich die Gräser alle rupfen kann. Da wo sie sonst ist stört sie etwas.

 

post-2166-0-12159300-1397158476_thumb.jp

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Piesl

Danke!

Die Gesamtansicht kommt schon echt gut. Es sieht aus wie bei unseren Bannwaldwanderungen, da fehlt nur noch ein ganzer gestürzter Baum :thumbsup:

Konntest du eigentlich schon eine Wirkung deiner Schlange auf die schwarze Brut feststellen?

 

Piesl

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partisanengärtner

Das kann ich schlecht sagen da sie nicht die einzige Maßnahme ist. Die gerade nicht sichtbare Fichtenzweigabschreckung nehme ich gerade langsam zurück (zum Fotografieren entfernt). Die Mausefallen werden immer seltener ausgelöst.

Ich glaube alles zusammen verunsichert die schwarzen Vandalen. Wie wenn im Keller das Licht ausgeht und dann noch ein seltsames Geräusch dazu kommt. :D

 

Eine Methode allein würde wohl nicht funktionieren.

 

Einen ganzen Baumstamm bekomme ich nicht in mein Auto, geschweige denn in den Garten. Wäre mit aber durchaus zuzutrauen und gefällt mir natürlich..

Edited by partisanengärtner

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partisanengärtner

Wegen der Regenformel muß man im Forum nur über ......säure reden. Dadurch entsteht ein elektrisches Potential und ausreichend Wind um selbst, im trockensten Frühjahr, dem gnadenlosen Himmel ein paar Tränen zu entlocken.

Schamanenmethoden gibt es auch, aber die haben noch mehr Nebenwirkungen. :cool:

  • Like 1

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partisanengärtner

mittlerweile habe ich auch zwei Sellaginella Arten bekommen die angeblich winterhart sind. Zwei Arten und eine Hybride aus dem Corydalis flexuosa Komplex  (Blau) sind auch neu.

Sie sollten alle dieses Biotop lieben.

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Es wird ja jetzt angebaut. Projekt Niedermoor. :cool:

Edited by partisanengärtner

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