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Facharbeit über fleischfressende Pflanzen


Max Lehmann

Empfohlene Beiträge

Ich möchte demnächst für den Biologie LK eine Facharbeit über fleischfressende Pflanzen schreiben. Als Thema wollte ich die Nährstoffaufnahme der Pflanzen nehmen. Ich habe vor vergleichen wie unterschiedliche Arten an unterschiedlichen Orten gedeihen und was dort für Bedingungen herrschen.

Kennt irgendwer von euch gute Fachliteratur die sich auf die unterschiedlichen Bedingungen konzentriert und mir hierbei als Hilfe dienen könnte?

Sind alle fleischfressenden Pflanzen darauf ausgelegt sich die Nährstoffe zum Teil aus Insekten zu holen oder gibt es auch welche die diese aus dem Boden bekommen und nicht auf die Insekten angewiesen sind? Ja ich weiß, komische Frage. "Wenn sie keine Nahrung brauchen, wieso haben sie dann Fallen?" könnte man denken. Aber gibt es Arten, die auch ohne "Fleischzufuhr" gut leben können?

Danke schonmal für die Hilfe.

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Hi Max,

Ich empfehle "Fleischfressende Pflanzen" (Barthlott, Porembski, Seine, Theisen). Infos zu jeder Gattung mit Familienstammbaum soweit ich mich erinnern kann, Standortinfos usw.

Das Buch ist allgemeinverständlich geschrieben, bietet zum Teil aber auch "wissenschaftlichere" Hintergrundinfos wie Tabellen zur Nährstoffaufnahme usw! Hab ich bei meiner FA damals auch benutzt ;)

Grüße, Justin

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Marco Ebert

Hallo Max,

 

Wenn du keine Lust hast dicke Wälzer zu lesen, kann ich dir das Karnivoren-Buch von Thomas Carow ans Herz legen (http://www.falle.de/scripts/index.php?i=2,7). Das kannst du auch direkt bei ihm kaufen. Er schreibt über Gattungen und ihren Lebensräumen aus der ganzen Welt.

Karnivoren können auch Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen. Sie sind es allerdings nicht gewohnt diese in dem Maße zu absorbieren wie es gewöhnliche Pflanzen tun. Einige reagieren auf reichlich Nährstoffe mit der Bildung kleinerer Fallen, da diese viel Kraft kosten.

Gruß,
Marco

Bearbeitet von Marco Ebert
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Wenn sie keine Nahrung brauchen, wieso haben sie dann Fallen?" könnte man denken. Aber gibt es Arten, die auch ohne "Fleischzufuhr" gut leben können?

 

Hallo Max,

 

Tatsächlich ist es sogar so das die meisten Karnivoren nicht auf Insekten angewiesen sind, wenn sie im Boden genug Nährstoffe zur Verfügung haben. Allerdings wachsen sie dann auch deutlich langsamer.

Das fangen von Insekten ermöglicht es ihnen aber außerdem noch, an Orten zu gedeihen wo es fast garnkeine Nährstoffe giebt (zb. Felsspalten oder Bäumen). Und somit sind sie in ihren Lebenräumen anderen Pflanzen klar im Vorteil.

 

Ich wünsch dir viele Spaß beim Einlesen in das Thema.

 

Gruß,

Peter

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Andy Böhnke

Hi Max,

 

auch wenn das Buch von Thomas Carow für den Einstieg sehr gut ist, würde ich für als Quelle einer Facharbeit etwas ausführlichere Literatur empfehlen. Das von Justin empfohlene Buch kann ich ebenfalls nur empfehlen. Es betrachtet das Thema Karnivoren etwas wissenschaftlicher als andere Bücher, ist aber trotzdem recht leicht zu verstehen.

Es ist zwar nicht ganz billig, aber ich gehe davon aus, dass du dich privat auch mit dem Thema beschäftigst und daher eine gute Anlage.

Gerade das Thema Nährstoffaufnahme ist in dem Buch gut beschrieben.

 

Schöne Grüße

Andy

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Danke für die Empfehlungen.
Bei dem Thema les ich auch gerne mal dickere Wälzer, keine Sorge. Beim von Justin empfohlenen Buch fiel mir gerade der Part "Biogeographie und Diversität" ins Auge und es scheint auch ziemlich viel Hintergrundwissen zu bieten.

Ich hätte hier auch noch "Letts guide to carnivorous plants" rumliegen, aber das Buch hat mir bis jetzt eher bei der Aufzucht geholfen.

Somit steht meiner Facharbeit nichts mehr im Wege  :thumbsup:

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Siggi_Hartmeyer

Die Behauptung, dass Karnivoren generell auch ohne Beute wachsen ist eine nicht tot zu kriegende Argumentation, aber schlicht falsch. Auch wenn viele Arten mit wenigen Nährstoffen aus dem Boden ohne Beutefang - langsamer und mit reduziertem Samenansatz wachsend -  überleben können. Die mit einer Katapultfalle versehene D. glanduligera wächst so schnell, dass sie ständig fressen muss, resp. in Kultur gefüttert werden muss. Sie produziert nach der Metamorphose der marginalen Leimtentakel zu Katapulten durchschnittlich alle 3,5 Tage ein neues Fangblatt mit etwa 12-18 Katapulttentakeln, die Beute in 75 Millisekunden in das Zentrum der Leimfalle schleudern. Ohne Proteinzufuhr geht sie unweigerlich ein. Abgesehen von ihren anspruchsvollen Temperaturansprüchen ist das ein wesentlicher Grund, warum die Kultur der Art meist misslingt (siehe Video unten). Auch wer sich an der Sektion Arachnopus versucht, wird seine Sämlinge nur zum normalen Wachsen bringen, wenn eine Proteinzufuhr (durch Springschwänze (Collembola) oder zerriebenes Fischfutter) gegeben ist.

 

 

 

Als Fachbuch für eine Facharbeit empfehle ich "The Carnivorous Plants" von Juniper, Robbins & Joel. Ich glaube das kann man bei der GFP ausleihen.

Bearbeitet von Siggi_Hartmeyer
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