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Good News: EU-Saatgutverordnung gekippt


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Hallo

Hier wurde vor einiger Zeit ja schon heftigst diskutiert zu diesem Thema, und ich möchte eigentlich keine erneute Lawine lostreten. Nichtsdestotrotz sind die Neuigkeiten, wenn auch sie Exoten wie unsere Karnivoren eigentlich nicht wirklich betreffen, äusserst erfreulich und ich denke, ich bin nicht die einzige hier, die monatelang mit Bangen dieses Thema verfolgt hat und nun erleichtert aufatmen kann.

Diese völlig unsinnige und nur auf den Profit und Diktatur durch die großen Konzerne ausgelegte Saatgutverordnung wurde gestern Dienstag vom EU-Parlament abgelehnt!

 

Folgende Mail erreichte mich vor wenigen Stunden:

Die Saatgutverordnung ist abgeschmettert

Zeit zum Feiern!

Das EU-Parlament in Straßburg hat am 11. März mit einer Mehrheit von 511 Stimmen gegen 130 Stimmen beschlossen, die EU-Saatgutverordnung zurück zur Kommission zu schicken. Zwei Monate vor der EU-Wahl erteilten die EU-Abgeordneten diesem umstrittenen Regelwerk die Absage.

Bis zum letzten Moment war der Ausgang der Abstimmung offen geblieben. Doch der Apell der BürgerInnen hat gewirkt: in der vergangenen Woche haben rund 50.000 Menschen E-Mails an das Parlament geschrieben und eine Zurückweisung gefordert. Diese Beispiel zeigt: Wir alle können EU-Gesetzgebung mitgestalten, wenn wir uns rechtzeitig einbringen.

Die EU-Kommission muss nun beim nächsten Entwurf die Vielfalt zum anerkannten Standard machen.

Die EU-Saatgutverordnung war am 6. Mai 2013 unter heftigem Protest der Öffentlichkeit und lautem Jubel der Industrie veröffentlicht worden. EU-weit unterschrieben rund 800.000 Menschen Petitionen gegen die Verordnung, allein in Österreich unterstützen rund 400.000 Menschen die Petition „Freiheit für die Vielfalt“ - Sie sind einer davon. >> Mehr lesen

Vielen Dank für Ihren Einsatz!

Mit herzlichen Grüßen
Victoria Zedlacher für GLOBAL 2000 und ARCHE NOAH

 

Somit wäre dieser Blödsinn also vom Tisch und hoffen wir, die Herren Lobbyisten in Brüssel haben was draus gelernt!

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Andreas Wistuba

Hallo

Hier wurde vor einiger Zeit ja schon heftigst diskutiert zu diesem Thema, und ich möchte eigentlich keine erneute Lawine lostreten. Nichtsdestotrotz sind die Neuigkeiten, wenn auch sie Exoten wie unsere Karnivoren eigentlich nicht wirklich betreffen, äusserst erfreulich und ich denke, ich bin nicht die einzige hier, die monatelang mit Bangen dieses Thema verfolgt hat und nun erleichtert aufatmen kann.

Diese völlig unsinnige und nur auf den Profit und Diktatur durch die großen Konzerne ausgelegte Saatgutverordnung wurde gestern Dienstag vom EU-Parlament abgelehnt!

 

Folgende Mail erreichte mich vor wenigen Stunden:

Die Saatgutverordnung ist abgeschmettert

Zeit zum Feiern!

Das EU-Parlament in Straßburg hat am 11. März mit einer Mehrheit von 511 Stimmen gegen 130 Stimmen beschlossen, die EU-Saatgutverordnung zurück zur Kommission zu schicken. Zwei Monate vor der EU-Wahl erteilten die EU-Abgeordneten diesem umstrittenen Regelwerk die Absage.

Bis zum letzten Moment war der Ausgang der Abstimmung offen geblieben. Doch der Apell der BürgerInnen hat gewirkt: in der vergangenen Woche haben rund 50.000 Menschen E-Mails an das Parlament geschrieben und eine Zurückweisung gefordert. Diese Beispiel zeigt: Wir alle können EU-Gesetzgebung mitgestalten, wenn wir uns rechtzeitig einbringen.

Die EU-Kommission muss nun beim nächsten Entwurf die Vielfalt zum anerkannten Standard machen.

Die EU-Saatgutverordnung war am 6. Mai 2013 unter heftigem Protest der Öffentlichkeit und lautem Jubel der Industrie veröffentlicht worden. EU-weit unterschrieben rund 800.000 Menschen Petitionen gegen die Verordnung, allein in Österreich unterstützen rund 400.000 Menschen die Petition „Freiheit für die Vielfalt“ - Sie sind einer davon. >> Mehr lesen

Vielen Dank für Ihren Einsatz!

Mit herzlichen Grüßen

Victoria Zedlacher für GLOBAL 2000 und ARCHE NOAH

 

Somit wäre dieser Blödsinn also vom Tisch und hoffen wir, die Herren Lobbyisten in Brüssel haben was draus gelernt!

 

 

Es heißt "...zurück zur Kommission zu schicken...."

Das bedeutet für mich, dass "Unsinn Version 2.0" irgendwann kommen wird.

Grüße

Andreas

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Nils Schön

Es heißt "...zurück zur Kommission zu schicken...."

Das bedeutet für mich, dass "Unsinn Version 2.0" irgendwann kommen wird.

Grüße

Andreas

 

Genau so ist es. Und unter uns gesagt kann wohl niemand versprechen, dass die Verordnung in der neuen Version nicht noch schlimmer wird... gerade im Hinblick auf die Tatsache, dass in zwei Monaten die Karten im EU-Parlament ohnehin wieder neu gemischt werden.

Es hätte sicherlich schlimmer kommen können - aber nach feiern klingt das für mich ehrlich gesagt auch noch lange nicht.

 

Grüße

Nils

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Thomas Carow

Hallo,

 

hat eigentlich schon mal einer den (englischen) Entwurf der neuen Saatgutverordnung gelesen oder die bisher gültigen Verordnungen?

 

Grüße

 

Thomas

Bearbeitet von Thomas Carow
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Andreas Wistuba

Hallo,

 

hat eigentlich schon mal einer den (englischen) Entwurf der neuen Saatgutverordnung gelesen oder die bisher gültigen Verordnungen?

 

Grüße

 

Thomas

 

Hallo Thomas,

 

Ich habe in der Tat versucht, mich durch, wenn ich mich recht entsinne, ca. 80 Seiten zu wühlen und habe genug Stellen gefunden, die ich höchst alarmierend fand!

Was ich besonders bedrohlich fand, war, dass an keiner der Stellen, die ich mir näher angesehen habe, überhaupt zwischen Nutz- und Zierpflanzen differenziert wurde.

 

Die Registrierung für "Nischenmärkte" (Klein-Vermarkter, etc.) ist im letzten (abgelehnten) Entwurf zwar etwas entbürokratisiert worden aber wozu der ganze Regulierungswahn führt sieht man ja bei den Pflanzen, die schon länger stark reglementiert sind, wie zum Beispiel Kartoffeln:

Alte Kartoffelsorten werden zum Teil als nicht zum Verzehr geeignete Zierpflanzen gehandelt um sie überhaupt für Sammler vermarkten zu können!

 

Nun mag es sinnvoll sein, bei den Haupt-Nutzpflanen-Kulturen Regeln zu haben um Standards zu garantieren und Wildwuchs zu verhindern, warum aber das Damokles-Schwert über den Direktvermarktern irgendwelcher obskurer alter Obst- und Gemüsesorten aufgehängt wird ist schwer zu verstehen. Von Zierpflanzen ganz zu schweigen. Und wenn diese EU-Kommisare nicht zwischen Zier- und Nutzpflanzen unterscheiden können oder wollen, ist eh alles zu spät...

 

Grüße

Andreas

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Thomas Carow

Hallo Andreas,

 

ja schade, dass es so wenig objektive Informationen zu diesem Thema gibt und man noch nicht einmal eine Übersetzung der entsprechenden Texte bekommt.

Eigentlich sollte dies auch bei den ganzen Organisationen, die dafür oder dagegen auf Stimmenfang, gehen dazu gehören.

Soweit ich weiß, sollen doch ca. 10 bestehende Verordnungen zusammen gefasst werden. Von denen habe ich noch nie etwas gelesen.

 

> Alte Kartoffelsorten werden zum Teil als nicht zum Verzehr geeignete Zierpflanzen gehandelt...

Liegt das nicht auch zum Teil an dem sehr hohen giftigen Solaningehalt der alten Sorten (5-8 fach über dem Gehalt der heutigen Sorten?)

Der 'Deutsche' im Allgemeinen regt sich ja sehr schnell auf wenn etwas nicht 'lupenreines' in den Handel kommt und er irgendwelche Ämter zur Verantwortung ziehen kann.

 

Grüße

 

Thomas

Bearbeitet von Thomas Carow
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Andreas Wistuba

Hallo Andreas,

 

ja schade, dass es so wenig objektive Informationen zu diesem Thema gibt und man noch nicht einmal eine Übersetzung der entsprechenden Texte bekommt.

Eigentlich sollte dies auch bei den ganzen Organisationen, die dafür oder dagegen auf Stimmenfang, gehen dazu gehören.

Soweit ich weiß, sollen doch ca. 10 bestehende Verordnungen zusammen gefasst werden. Von denen habe ich noch nie etwas gelesen.

 

> Alte Kartoffelsorten werden zum Teil als nicht zum Verzehr geeignete Zierpflanzen gehandelt...

Liegt das nicht auch zum Teil an dem sehr hohen giftigen Solaningehalt der alten Sorten (5-8 fach über dem Gehalt der heutigen Sorten?)

Der 'Deutsche' im Allgemeinen regt sich ja sehr schnell auf wenn etwas nicht 'lupenreines' in den Handel kommt und er irgendwelche Ämter zur Verantwortung ziehen kann.

 

Grüße

 

Thomas

 

 

Hallo Thomas,

da sind wir mal ausnahmsweise fast einer Meinung ;)

Aus der Tatsache, dass die EU solche Verfahren so heimlich wie nur möglich durchführt und man alle Mühe hat, an die Originaltexte zu kommen könnte man ableiten, dass der Bürger gar nicht wissen soll, was da beschlossen wird. Was machen die Leute, die kein Englisch können? Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das Juristenenglisch der Passagen, die ich gelesen habe zu 100% verstanden habe und ich denke, dass ich im Englischen ziemlich fit bin. 

Wen wundert es dann, dass eine Panik, die möglicherweise zum Teil unbegründet ist aufkommt? Wenn ein Unfug erstmal beschlossen ist, wird es schwer, das rückgängig zu machen und wenn seitens der zuständigen Kommissare ein Interesse bestünde, die Bürger aufzuklären, wäre das sicher ein Leichtes. So machen halt nur die Kritiker mobil und die Tatsache, dass es absolut keine Bestrebungen zur Aufklärung seitens der EU gibt lässt m.E. nach tief blicken.

Solche Sachen erinnern mich immer an die berühmte Galaktische Umgehungsstrasse aus dem Anhalter...

Grüße

Andreas

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Andreas Wistuba

 

> Alte Kartoffelsorten werden zum Teil als nicht zum Verzehr geeignete Zierpflanzen gehandelt...

Liegt das nicht auch zum Teil an dem sehr hohen giftigen Solaningehalt der alten Sorten (5-8 fach über dem Gehalt der heutigen Sorten?)

Der 'Deutsche' im Allgemeinen regt sich ja sehr schnell auf wenn etwas nicht 'lupenreines' in den Handel kommt und er irgendwelche Ämter zur Verantwortung ziehen kann.

 

 

Das kann ich nicht ausschließen. Mir wurde es aber mit den EU-Zulassungs Richtlinien erklärt wonach es bei verschiedenen Nutzpflanzen wie Kartoffeln und soweit ich meine auch Getreide schon heute eine Art Positivliste existiert auf der die handelbaren Sorten stehen.

 

Ganz allgemein finde ich, wir sollten unsere Rechte darauf uns durch was auch immer zu schädigen oder schädigen zu lassen nicht so einfach aufgeben. Als mündiger Bürger will ich das z.B. Recht darauf haben, mir mit durch Verzehr alter Kartoffeln eine Solanose zu holen. Wenn die alten Sorten wie Du schreibst, 8x mehr Solanin enthalten müsste man immer noch Kiloweise Kartoffeln mit Schale essen um kritische Werte zu erreichen. Was soll's also....

 

Ich will nicht, dass ständig irgendwer für mich denkt und mir all das verbietet, was nicht gut für mich ist. Aus dem Alter bin ich schon eine Weile 'raus.

 

Grüße

 

Andreas

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Martin Hingst
Was machen die Leute, die kein Englisch können? Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das Juristenenglisch der Passagen, die ich gelesen habe zu 100% verstanden habe und ich denke, dass ich im Englischen ziemlich fit bin.

ich fürchte, eine Übersetzung ins Deutsche würde das Problem leider nicht lösen. Wenn ich mir unsere deutschen Amtstexte anschaue...verstehe ich auch nur lückenhaft.

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Hallo zusammen,

 

gibt die EU nicht jedes Jahr Millionen für Dolmetscher aus? Ich hatte mal gehört, dass es bei Parlamentssitzungen mindestens einen Dolmetscher pro EU-Staat  gibt,

der die Debatten in die jeweilige Landessprache übersetzt. Deshalb wundert es mich sehr, dass nicht auch alle gedruckten Texte in jeder vertretenen Sprache

existieren sollen.....

 

Viele Grüße

 

Helmut

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Hallo zusammen,

 

eigentlich wollte ich mich zu diesem Thema nicht mehr aktiv zu Wort melden aber eins  muss jetzt doch noch raus :)

 

Ganz allgemein finde ich, wir sollten unsere Rechte darauf uns durch was auch immer zu schädigen oder schädigen zu lassen nicht so einfach aufgeben. Als mündiger Bürger will ich das z.B. Recht darauf haben, mir mit durch Verzehr alter Kartoffeln eine Solanose zu holen. Wenn die alten Sorten wie Du schreibst, 8x mehr Solanin enthalten müsste man immer noch Kiloweise Kartoffeln mit Schale essen um kritische Werte zu erreichen. Was soll's also....

 

Hier bin ich genau deiner Meinung Andreas - Hier wird einem wieder scheinheilig vorgelogen wie giftig das doch wäre

aber den Feinstaub der Kraftfahrzeuge, der Rauch der Zigaretten, der Elektrosmog - ja ich könnte noch hunderte

weitere Punkte aufzählen die unter Garantie sehr viel schädlicher sind, als das in den Kartoffeln enthaltene Solanin.

Doch dagegen wird nichts bzw. wenn dann überhaupt nur als Alibihandlungen unternommen.

 

Stattdessen kümmert man sich natürlich lieber um die wirklich wichtigen Dinge im Leben :) ...  -> um's liebe Geld !!!

 

Viele Grüße

Ulrich

 

PS: Nein ich habe jetzt nichts gegen Kraftfahrzeuge, Raucher oder Strommasten. Ich will damit auch nicht

sagen, das man dagegen etwas unternehmen sollte, nur verdeutlichen wovor der Bürger geschützt wird.

Vor gemein gefährlichen "Killerkartoffeln".

 

„Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.“ (Benjamin Franklin)

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Hallo ,

ja Ulrich du hast dabei ja nur eins Vergessen und zwar durch die Kartoffel bekommt der Staat/EU weniger Steuern du glaubst doch nicht das der Staat was tut womit er weniger Steuern einnimmt . 

 

Im gegenteil sie lassen sich was einfallen um mehr Geld zubekommen ...... 

 

Grüße Sascha 

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