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PfuetzenPirat

Durchlaufkühler und co

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Tizian
Am 19.6.2018 um 21:56 schrieb Cassian:

ich finde die Idee mit dem Kühlschrank anstatt des Durchlaufkühlers, die Cedrik am Anfang genannt hat, interessant. Ich würde aber nicht Wasser direkt in den Kühlschrank füllen, sondern einfach eine Metallbox, die mit Wasser gefüllt ist in den Kühlschrank stellen, und diese dann mit WasserSchläuchen mit dem Radiator verbinden. Eventuell muss man Löcher in den Kühlschrank bohren. Den Kühlschrank würde ich dann ganz normal in Betrieb nehmen, vielleicht kann man sogar noch ein paar Lebensmittel nebenbei kalt stellen. 

Das ist kostengünstiger als ein Durchlaufkühler und wesentlich leiser. Wäre mal einen Versuch wert.

Hallo an alle,

 

ich habe selbst vor einiger Zeit mal jene Methode ausprobiert und umgesetzt. Ich hatte damals einen kleinen Kühlschrank, eher eine Minibar übrig und wollte mir den teuren Durchlaufkühler sparen. Also habe ich auch einen ~8L Behälter mit Wasser befüllt dort reingestellt und einen kleinen Radiator mit Schläuchen und einer Pumpe daran angebracht. Dadurch dass ich nicht allzu viel kühles Wasser hatte und nur einen kleinen Radiator gelang es mir natürlich nicht mein großes Terrarium (1,20x60x60) zu kühlen, jedoch funktionierte dies wunderbar mit einem kleineren (60x40x40). Hier erreichte ich Temperaturen von 13°C. Die Zeit tagsüber, in der der Radiator aus ist, reicht auch völlig aus um das Wasser wieder auf ca. 5-7°C zu kühlen.

Ich denke also dass dies mindestens genauso machbar wäre mit einem größeren Kühlschrank und Wasserbehälter für ein größeres Terrarium. 🙂

 

Liebe Grüße,

Tizian

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Beautytube
Am ‎19‎.‎06‎.‎2018 um 22:32 schrieb Beautytube:

In obigem Beispiel fehlen übrigens die Grenzschichten innen und außen im Aquarium. Das kann ganz schön was ausmachen aber eher nur einen Faktor 10 (heißt wir brauchen "nur" ca. 500 l Luft pro Sekunde).

@Christoph Hübner: Das berücksichtigt die Grenzschichten.

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Beautytube
vor 19 Stunden schrieb Christoph Hübner:

Alphas 😉 und diese sind leider nicht so leicht zu bestimmen

Geht einfach mit dem VDE Wärmeatlas!

Habe das schon öfter gemacht und hat dann gut mit dem Experiment zusammengestimmt.

 

Sollte auch nur eine Abschätzung sein. Wenn das aber nur Ansatzweise richtig ist, braucht man ganz schöne Luftmassen.

 

Wie gesagt, man sollte das mal rechnen, bevor man bastelt. Habe aber auch null Bock mich dazu mal hinzusetzen.

 

BT

 

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Stefan M.

Ein DLK ist wie ein Kühlschrank eine Wärmepumpe (nur oft nicht gut isoliert), welche mithilfe eines Kompressors und einer Drossel einen Temperaturgradienten erzeugt, um im jeweiligen Fall zu kühlen.

Will man auf einfachem Wege eine möglichst effiziente Kühlung erreichen, so sollte man so wenige Systeme wie möglich benutzen, da beim Wärmetransport immer Verluste entstehen.

Stellt man seine Pflanzen in einen Kühlschrank hat man das ganz einfach erreicht. Tipp: diese 2m Kühlschränke mit Plexiglastür die man in der Gastronomie oft sieht. Oben ein Loch bohren für die Lichtstrahler& Temperaturregler, Pflanzen rein, fertig. Bitte nicht die Gummidichtung der Türe beschädigen, da diese in den meisten Fällen als Verschließmechanismus dient. Effizient, schön beschaubar und einfach selber zu machen.

Geht das nicht, ist die Idee mit einem Wassertank im Kühlschrank mit Pumpe und Radiator auch eine gute Idee (bzw DLK direkt an Radiator). Ich benutze im Winter ein Regenfass von 30 l das vor dem Kellerfenster steht, Schwabe² sozusagen 😉 Bereits mit ~10°C kann ich mein quasi-nicht isoliertes growtent auf 14/15°C ohne die Pumpe lange laufen zu lassen. Man braucht also keine Tiefkühltruhe mit Frostschutzmittel (das den Wärmetransport übrigens verschlechtert)

Man kann auch einen DLK/Kühlschrank benutzen um via Pumpe 1 einen Wasserspeicher zu kühlen, aus dem dann mit Pumpe 2 der Radiator versorgt wird.

 

Ein Kühl- oder Gefrierschrank ist ein relativ gut isoliertes, geschlossenes System. Je mehr Kreisläufe ihr danach schaltet desto mehr Verluste müsst ihr hinnehmen bzw desto mehr Masse muss gekühlt werden was also mehr Energie verbraucht.

Luft (generell Gase) als Kühlmittel zu verwenden ist deutlich ineffizient aufgrund des geringen spez. Wärmekoeffizienten. Dieser gibt an wieviel Wärmeenergie ein Medium speichern kann. Flüssigkeiten sind darin wesentlich besser, allen voran reines Wasser.

 

Zur Rechnung:

Die Widerstände der Grenzschichten (Wärmeübergangskoeffizient alpha) und der Glaswand (lambda) sind bereits im Wärmedurchgangskoeffizienten k vereint [W/m²/K] und liegen eher im 1-2-stelligen Bereich bei Glas. Der Wärmeübergangskoeffizient ist aber sehr schwer bestimmbar, da man die Strömungsbedingungen außen und innen kennen muss (Konvektion).

Zur Luft komm ich gerade nicht mehr da ich los muss, da ist ist aber ein Fehler mit den Einheiten (1/s/kg/m² statt kg/s/m²). Guck ich mir am Montag nochmal an^^

 

Grüße Stefan

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Cedrik Sikora
Am 22.6.2018 um 20:16 schrieb Stefan M.:

Tipp: diese 2m Kühlschränke mit Plexiglastür die man in der Gastronomie oft sieht. Oben ein Loch bohren für die Lichtstrahler& Temperaturregler, Pflanzen rein, fertig. Bitte nicht die Gummidichtung der Türe beschädigen, da diese in den meisten Fällen als Verschließmechanismus dient. Effizient, schön beschaubar und einfach selber zu machen.

Geht das nicht, ist die Idee mit einem Wassertank im Kühlschrank mit Pumpe und Radiator auch eine gute Idee (bzw DLK direkt an Radiator). Ich benutze im Winter ein Regenfass von 30 l das vor dem Kellerfenster steht, Schwabe² sozusagen 😉 Bereits mit ~10°C kann ich mein quasi-nicht isoliertes growtent auf 14/15°C ohne die Pumpe lange laufen zu lassen. Man braucht also keine Tiefkühltruhe mit Frostschutzmittel (das den Wärmetransport übrigens verschlechtert)

Man kann auch einen DLK/Kühlschrank benutzen um via Pumpe 1 einen Wasserspeicher zu kühlen, aus dem dann mit Pumpe 2 der Radiator versorgt wird.

 

Ein Kühl- oder Gefrierschrank ist ein relativ gut isoliertes, geschlossenes System. Je mehr Kreisläufe ihr danach schaltet desto mehr Verluste müsst ihr hinnehmen bzw desto mehr Masse muss gekühlt werden was also mehr Energie verbraucht.

Luft (generell Gase) als Kühlmittel zu verwenden ist deutlich ineffizient aufgrund des geringen spez. Wärmekoeffizienten. Dieser gibt an wieviel Wärmeenergie ein Medium speichern kann. Flüssigkeiten sind darin wesentlich besser, allen voran reines Wasser.

 

Zur Rechnung:

Die Widerstände der Grenzschichten (Wärmeübergangskoeffizient alpha) und der Glaswand (lambda) sind bereits im Wärmedurchgangskoeffizienten k vereint [W/m²/K] und liegen eher im 1-2-stelligen Bereich bei Glas. Der Wärmeübergangskoeffizient ist aber sehr schwer bestimmbar, da man die Strömungsbedingungen außen und innen kennen muss (Konvektion).

Zur Luft komm ich gerade nicht mehr da ich los muss, da ist ist aber ein Fehler mit den Einheiten (1/s/kg/m² statt kg/s/m²). Guck ich mir am Montag nochmal an^^

 

Grüße Stefan

 

Ich glaube irgendeiner hier im Forum hat Pflanzen in so einen Getränkekühlschrank stehen 🙂

 

Warum ist Frostschutzmittel ineffizient? Nimmt es nicht die zum Beispiel -18Grad eines Gefrierschrankes an?

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Tina
Stefan M.

@cedrik: Die Wärmekapazität vom Frostschutzmittel ist ca die Hälfte von Wasser. Da wir keine Temperaturen unter 0°C zum Kühlen brauchen verschlechtert  ein Frostschutzmittel also den Wärmetransport.

 

@Tina: genau das meinte ich mit 2m Kühlschränke aus Plexiglas^^

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Christoph Hübner

Hallo Günther,

 

die Kälteleistung des Geräts ist ausreichend groß. Fragen, die ich mir dazu stellen würde sind:

 

- Lässt sich die Temperatur einstellen?

- Wie hoch ist der Geräuschpegel?

- Wie beleuchte ich drei Etagen?

- Gibt es einen Abfluss?

- Können die Lüfter auch im Umluftbetrieb ohne Kühlung arbeiten?

 

Viele Grüße

Christoph

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Stefan M.

Servus Günther,

 

finde ich generell ein gute Idee da soetwas gut isoliert und effizient ist.

Zu den Fragen von Christoph: kommt natürlich drauf an wo es stehen soll bzw wieviel man automatisieren möchte.

Mit LED Leisten sollte es kein Problem sein verschiedene Ebenen zu beleuchten, selbst bei eher geringem Abstand.

Wichtig auf jedenfall: einen Temperaturregler(da gibt es vieles vom Anfänger bis Profiprodukt) zum Kühlen und eine Hintersicherung falls dieser ausfällt und der Kühlschrank droht zu kalt zu werden.

Niklas (iGude) hat seine Pflanzen z.B. in einer Tiefkühlbox. Ist im Prinzip das gleiche System, siehe hier:

 

Grüße Stefan

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Huabafranze

Ich habe einen älteren Kühlschrank zerlegt und den Verdampfer direkt ins Terrarium montiert. Ich dachte, bevor ich erst etwas (Wasser) kühle und dann mit Radiator, Pumpe und Ventilator durchs Terrarium leite, kann ichs auch direkt Kühlen. Mit etwas Isolierung ums Terrarium ist es ja eh fast ein Kühlschrank.

 

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Roman Link

Interessante Idee, @Huabafranze. Ich hatte auch mit dem Gedanken gespielt, für mein Hochland-Terrarium einen Kühlschrank zweckzuentfremden, habe mich nach langem Hin- und Herüberlegen aber dagegen entschieden, weil mir das Risiko zu groß war dass es nicht so funktioniert wie geplant. Was für eine Temperaturabsenkung schaffst Du mit dem System? Und wie viel Strom zieht der Kompressor, wenn er läuft?

Edited by Roman Link

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Huabafranze

Ich habe die maximal mögliche Temperaturabsenkung noch nicht getestet. Laut Thermometer und Programmierung habe ich aber ca. 10°C. eingestellt und erreicht.

Den tatsächlichen Stromverbrauch habe ich noch nicht gemessen, aber auf dem Kompressor stehr 220V/ 95W/ 0,65A.

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