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Christian Dietz

Drosera capensis - Bilder verschiedener Formen

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Christian Dietz

Hallo,

ich möchte hier mal nach und nach alle (Standort-)Formen (etwa 10), die ich von D. capensis kultiviere vorstellen. Vielleiht wird der ein oder andere ja überrascht davon sein wie variabel diese Art sein kann. Die Bilder sind teilweise übrigens schon ein paar Jahre alt, daher bitte nicht wundern, wenn das ein oder andere nicht so wirklich toll ist.

 

Zum Anfang hier eine Pflanze, die ich seit bald 20 Jahren kultiviere. Es ist eine Form von Thomas Carow, die ich damals als Kind im Obi erstanden habe. Nach einer Venusfliegenfalls war das meine zweite Karnivore überhaupt :) Ich denke, es dürfte sich um das handeln, was die meisten als "typical" (ein Wort, dass ich bei einer so variablen Art eigentlich gar nicht mag) bezeichnen handelt.

 

capensis_DROS45_012.jpg

 

capensis_DROS45_013.jpg

 

capensis_DROS45_014.jpg

 

capensis_DROS45_002.jpg

 

Als erste interessantere Form möchte ich gleich meine Form mit den längsten Blättern vorstellen. Es handelt sich dabei um Pflanzen, die unter der Standortangabe "Montagu Pass" in Kultur sind. Die Pflanzen können meistens nicht mehr von alleine aufrecht stehen und neigen bereits sehr früh dazu umzukippen. Die Pflanzen wachsen sehr schnell zu hohen Exemplaren. Die Pflanzen auf dem zweiten Bild hatte ich im Februar komplett zurückgeschnitten, was man dort sieht ist alles in diesem Jahr erst ausgetrieben.

 

capensis_DROS199_035.jpg

 

capensis_DROS199_037.jpg

 

 

Die Pflanze ist recht behaart, insbesondere der Blütenstiel:

capensis_DROS199_017.jpg

 

capensis_DROS199_003.jpg

 

capensis_DROS199_038.jpg

 

Die Blüten dieser Form sind im Verhältnis sehr groß:

 

capensis_DROS199_021.jpg

 

capensis_DROS199_013.jpg

 

capensis_DROS199_028.jpg

 

capensis_DROS199_029.jpg

 

Zum Schluss noch ein Vergleich zwischen der "typcial" und der Form vom Montagu Pass, der deutlich die Größenunterschiede zeigen sollte:

 

capensis_DROS45-DROS199_002.jpg

 

capensis_DROS45-DROS199_001.jpg

 

Ich hoffe, der ein oder andere kann sich auch für so einfach zu kultivierende Pflanzen wie D. capensis begeistern. Für mich belegt diese Art jedenfalls einen der vorderen Plätze auf meiner Favoritenliste :)

Weitere Bilder demnächst ;)

Gruß,

Christian

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Henrik J

Hallo Christian,

für capensis Freunde ein sehr schönes Thema. Ich kann demnächst noch Bilder zu einer schönen red Form beitragen (wenn das erwünscht ist). Du hast schöne capensis und auch tolle Bilder von ihnen gemacht.

MfG und ein schönes Rest Wochenende

Henrik

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Guest

Fantastische Bilder, Christian

 

Gibt es noch Nachschub?

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Christoph Hübner

Wow, das kam ja wie gerufen.

Gerade heute habe ich mich mit den Standortformen beschäftigt, da ich neben der "normalen" auch noch weitere kultivieren möchte.

 

Vielen Dank!

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seppo

Ich kann demnächst noch Bilder zu einer schönen red Form beitragen

 

Die Bilder von der roten würden mich auch interessieren, da ich bisher nur die Standard-Variante draussen stehen habe!

Edited by seppo

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Henrik J

Dann werde ich die demnächst mal raus suchen und Posten. Wenn Marcus damit einverstanden ist.

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Louis W.

Wow, da wurde mein Wunsch nach weiteren Bildern von verschiedenen Standortformen von deinen Drosera ja blitzschnell erfüllt. :)

Auch wenn ich schon einige der Bilder kenne, sind sie klasse!

 

Ich freue mich sehr auf weitere Formen, die du uns vorstellst. Danke schon mal im Voraus ;)

 

Viele Grüße,

Louis

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Janine B.

Danke Christian. Sehr interessant, meine Lieblinge sind ja auch die capensis. Aktuell wachsen 5 weitere Standortvarietäten bei mir heran, 4 davon von dir. Dann wirds auf dem Fenstersims noch enger...

 

Aktuell  habe ich das Problem, daß fast alle erwachsenen Pflanzen blühen wollen und das wohl ein riesen Sämlings Chaos in den Töpfen wird, wenn da die Samen quer durch alle Töpfe fliegen. Wie machst du (oder macht ihr) denn das, wenn ihr Samen ernten wollt, aber nicht in allen Töpfe unidentifizierbare Sämlinge haben wollt? Geht das überhaupt ohne die Pflanzen großzügig voneinander zu trennen?

fenste10.jpg

Edited by Janine B.
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Nils Schön

Hallo Christian,

 

klasse Bilder! Die Montagu Pass - Form ist in ihrer Wachstumsgeschwindigkeit wohl kaum noch zu übertreffen ;)

Gerne mehr Bilder von deinen unterschiedlichen Standortformen. Gerade auf den vielen Makros lassen sich doch immer wieder spannende Details finden, die mir teilweise noch gar nicht so bewusst waren.

 

@ Janine: Meiner Meinung gibt es bei D. capensis nur eine Möglichkeit, um die unkontrollierte Samenverbreitung zu verhindern, und das ist das komplette Abschneiden der Blüte, wenn die ersten Samenkapseln reif werden (im Zweifelsfall lieber etwas zu früh, als zu spät). Gerade bei D. capensis sind ja auch in einer einzigen Samenkapsel schon mehr Samen, als man gebrauchen kann.

Ich schneide bei mir mittlerweile die Blütentriebe schon weg, bevor die ersten Kapseln reif werden. Umherfliegende Samen kann ich bei mir im Regal nun wirklich nicht gebrauchen, gerade bei mehreren capensis - Formen gibt das sonst nur wunderschöne Queerbeet Töpfe die man nie wieder getrennt bekommt.

 

Viele Grüße

Nils

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Christian Dietz

Hallo,

schön, dass es doch einige gibt, die sich auch für D. capensis interessieren!

 

Janine: Ich sehe es so ähnlich wie Nils. Um die unkontrollierte Ausbreitung und Hybridisierung zu verhindern schneide ich regelmäßig die Blüten ab und lasse meine Pflanzen nacheinander blühen. Wenn ich Samen haben möchte stecke ich meistens die noch ungeöffneten Blüten in ein Papiertütchen und knicke den Blütenstiel leicht ein. Sieht nicht so toll aus, erfüllt aber seinen Zweck.

 

Dann mache ich aus aktuellem Anlass mal mit der roten Form weiter :) Soweit mir bekannt stammen bisher alle Aufsammlungen dieser Form vom Gifberg, etwa 250km nördlich von Kapstadt. Ich habe diesen Standort auch schon zweimal besuchen dürfen. Die Pflanzen wachsen dort meist an senkrechten Wänden, die vermutlich das ganze Jahr über etwas feucht bleiben.

 

IMG_0846-drosera_capensis.jpg

 

IMG_0847-drosera_capensis.jpg

 

IMG_0863-drosera_capensis.jpg

 

 

Evtl. stammen die Pflanzen, die wir kultivieren genau von dieser Wand. D. capensis ist in der Natur keine invasive Art und kommt oftmals nur sehr lokal an recht kleinen Standorten vor. Massenbestände findet man recht selten.

 

Hier dann nun die von mir kultivierten Pflanzen:

 

capensis_DROS219_007.jpg

 

capensis_DROS219_009.jpg

 

Wie man erkennen kann sind die Blattstiele unbehaart und besitzen eine leichte Flügeleiste in Richtung der Lamina (muss ich mal nachschauen, ob das bei allen Formen so ist, das ist mir eben gerade zum ersten Mal auf dem Bild aufgefallen):

 

capensis_DROS219_013.jpg

 

capensis_DROS219_012.jpg

 

Der Blütenstiel ist trotz der ansonsten roten Grundfarbe auch weiterhin größtenteils grün und leicht bedrüst und mit vereinzelten kleinen Härchen besetzt

 

capensis_DROS219_014.jpg

 

capensis_DROS219_010.jpg

 

Die Blüten sehen dann so aus:

 

capensis_DROS219_001.jpg

 

capensis_DROS219_002.jpg

 

capensis_DROS219_004.jpg

 

Man achte hier vor allem auf die unterschiedlichen Narben zu den beiden Bildern in meinem ersten Beitrag.

 

Gruß,

Christian

 

P.S.: Die nächsten Bilder werden etwas dauern, da ich noch nicht alle bearbeitet habe und das nur nach und nach schaffe.

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Christian Dietz

Hallo,

hier einige Bilder einer Form vom Bot River.

 

capensis_DROS95_003.jpg


capensis_DROS95_004.jpg


capensis_DROS95_005.jpg

 

Gruß,

Christian

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Christian Dietz

Hallo,

 

heute mal wieder eine neue Form. Es handelt sich hierbei um eine stark behaarte Form, wie sie irgendwo am Palmiet River vorkommen soll. Für mich eine recht interessante Pflanze :)

 

capensis_DROS91_002.jpg

 

capensis_DROS91_004.jpg

 

capensis_DROS91_007.jpg

 

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capensis_DROS91_014.jpg

 

capensis_DROS91_020.jpg

 

Gruß,

Christian

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Louis W.

Hallo Christian,

 

über ein weiteres Update würden sich glaube ich viele Drosera capensis Liebhaber freuen ;)

 

Überragende Bilder bisher, danke!

 

 

Grüße,

Louis

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Guest

Hochinteressante Darstellung verschiedener D.capensis-Varianten, dafür, dass es nur "Unkraut" sein soll, ist diese Art einfach zu schön. Besonders die rote Form ist etwas auffällig Schönes.

 

Inwieweit aber ist der Status der "Art" aber berechtigt, wenn sich eine Art in so viele Varianten aufspaltet ? Ist das nicht ein Zeichen, dass die Evolution erst in einem Stadium ist, wo sich mehrere Arten dabei sind zu bilden ? Wie kommt das zustande, sind das echte Entwicklungsstufen einer sich bildenden Art oder ist das Ergebnis verschiedener Umweltbedingungen, möglicherweise verschiedener Böden und unterschiedlicher Klimaverhältnisse. Wieso wird die eine Form so tiefrot und die andere nicht ? Gibt es da Untersuchungsergebnisse z.B. über die Zusammensetzung des Bodens ? Hängt das möglicherweise mit dem roten Lateritboden zusammen, der ja in vielen Gebieten der Erde sehr häufig ist. Die hier gezeigten Bilder vom Fundort weisen einen rötliche Sandstein (?) auf. Oder irre ich mich da ?

Behält diese rote Form ihre Farbe auch dann, wenn wenig Sonne vorhanden ist oder ist diese vom Sonnenlicht so abhängig, wie die rote Farbe in den Fangklappen der Dionaea ? Wenn die keine Sonne kriegt, oder zu wenig, dann verblasst die rote Farbe ja auch.

 

Nun ja, beim Homo Sapiens sind es ja Rassen, kann man bei den Varriitäten des D.capensis auch von verschiedenen Rassen reden oder gilt das nur für Tiere (der Mensch ist ja auch nichts anderes als ein hochentwickeltes Tier) ?

 

Danke

sagt der Bär

Edited by bärchen

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Nicky Westphal

Hallo Bärchen,

 

ich glaub, da musst du noch warten bis sich einer findet, der die D. capensis Formen beschreibt! Die Merkamale der reinen Standortformen stammen sicher aus einem Anpassungsprozess an die jeweilige Umgebung.

Hier gibt es noch einiges dazu zu lesen:

http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/35679-dcapensis-fragen-variet%C3%A4ten-unterschiede-etc/?hl=capensis

 

zur "Red", die bildet nur bei genügend Licht rote Blätter. Allerdings geistern da verschiedene Formen in Kultur herum, die wohl alle mal von dem Gifberg stammten, nur sind eben auch durch die Samenvermehrungen, trotz Selbstbestäubung, Hybrieden, mit der original Form nicht auszuschließen. Es wurden mittlerweile wahrscheinlich genausoviele selektierte D. capensis-Formen in Kultur gebracht, wie Standortformen. Bei einigen weiss man wo die Form vorkomemn soll (wie die Hairy-Form), aber kann den Urspriung nicht nachvollziehen, da es wohl nirgenwo vermerkt wurde. Darum wird eben die Pflanze immer unter dem Namen weitergeführt unter dem man sie bekommen hat. Das genze Thema ist wohl zu weitläufig um da Klarheit hinen zu bringen. Momentan gibt es meines Wissens eigentlich nur zwei D. capensis, die "albino" (in Kultur auch viel als "Alba" bezeichnet) als registrierte Pflanze und alles andere ist D. capensis mit Standortnamen oder Zusatzbezeichnungen zur Unterscheidung.

 

Grüße Nicky

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Christian Dietz

Hallo Louis,

Hallo Christian,

 

über ein weiteres Update würden sich glaube ich viele Drosera capensis Liebhaber freuen ;)

 

Überragende Bilder bisher, danke!

Ja, ich hänge etwas hinterher. Die ein oder andere hätte ich tatsächlich noch, allerdings muss ich die Bilder noch fertig machen. Ich werde dazu vor Mitte Oktober nicht kommen, da ich nächste Woche bis Ende September in den Urlaub fliege. Evtl. gibt's nach dem Urlaub dann auch ein paar neue Standortbilder ;)

Gruß,

Christian

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Andreas S.

Hallo Peter, 

 

einige Fragen sind sehr interessant, die Du aufwirfst. Ich habe mir die Fragen auch schon gestellt, ob da gerade mehrere Arten entstehen. Ich würde das als nicht Botaniker so deuten. Der Begriff Rasse ist allerdings falsch, der gehört eher in die Tierzucht, würde ich sagen. Es gibt auch keine menschlichen Rassen, dass sind beim Menschen nur Anpassungen ans Klima oder das Ergebnis von räumlicher Abtrennung (z.B. die Rothaarigen auf den britischen Inseln). Genetisch sind wir Menschen alle sehr miteinander verwandt, so verwandt, dass man der Meinung ist, dass der heutige Mensch nur von einer Gruppe von um die 1000 Individuen abstammt, die kurz vor dem Aussterben war.

 

Zu den Merkmalen der verschiedenen Drosera-Formen kann man nur sagen, dass die auch unter Kulturbedingungen stabil bleiben. Die rote Form von D. capensis z.B. benötigt nur einige Stunden am Tag direkte Sonne, um sich fast komplett rot auszufärben. 

 

Gruß

Andreas

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Guest

Hallo,

 

Ich bin nur deshalb auf diese Gedanken gekommen, weil ich mich jahrelang mit den Regenbogenfischen Australiens und Papua-Neu-Guineas und auch mit den Goodeiden Mexikos befasst hatte. Das war eine ähnliche Situation, insbesondere in der australischen Regenbogenfisch-Gattung Melanotaenia. Was da alles mittels einer Neubeschreibung in den Status einer neuen Art erhoben wurde, war teilweise von solch hoher Variablität, dass ich schon länger den Verdacht hatte, dass da der Prozess der Artenbildung gerade in Gang gekommen war. Dann war bei Aquarienfischen auch mehrmals zu beobachten, dass Tiere durch spezielles Futter (z.B. durch ausschließliche Fütterung mit roten Mückenlarven und Tubifex) von mausgrauen Eltern dann zu tiefroten Nachkommen hin tendierten, die dann teilweise von ruhmgeilen Biologen als neue Arten beschrieben wurden, denn auch mit einer falschen Artenbeschreibung, wenn die dann zurück gezogen wird, ist man mit seinem Namen in den Analen der Wissenschaft auf ewig verankert, weil ja die Pseudobeschreibungen auch immer wieder mit benannt werden.

Wer davon Ahnung hat - z.B. der rote Zwergfadenfisch Colisa lalia, der sich ja dann "aufgefütterte sehr schöne rote Form" erwies, war nichts weiter als ein normaler Colisa lalia, aber ein sehr schöner, der aber in den nachfolgenden Generationen die Farbe wieder verlor, wenn er nicht mit rotem Lebendfutter gefüttert wurde.

 

Deshalb meine Frage nach dem Lateritboden, denn die rote Farbe kommt ja nicht aus dem Nichts, die muß ja irgendwo her kommen..

 

Wenn das Sonnelicht die Rotfärbung erzeugt, die Tentaklen meine D.capensis - d.h. das was die Katze davon übrig gelassen hat - die vorher grün waren, sind jetzt nach paar Tagen Sonnenlicht im durchlicht auch rot geworden - wenn das Sonnenlicht das macht - weiß man, was das für ein Farbstoff ist, der die Rotfärbung erzeugt ? Chlorophyll ist für mein Empfinden grün - was aber bildet da die rote Pflanze in ihren Blättern ?

Gibt es da u.U. auch etwas was man mit dem Gießwasser zuführen kann ?

 

Entwickelt die Pflanze so etwas wie Hämoglobin ? Das kann sie doch aber dann nur aus den Insekten ziehen, aus deren Blut, oder ist das nicht so ? Oder spielt da eisenhaltiges Wasser eine Rolle ?

 

Manche Pflanzen schützen sich mit der roten Farbe vor Verbrennungen. Junge Ahornblätter färben sich zum Schutz vor dem UV-Licht z.B. rot

 

Gruss

vom Bären

 

@Admin

wenn das Therma nicht dazu paßt oder nervt, dann abschalten oder sperren

da ich noch keine Ahnung habe, kann es sein, dass ich Sachen interessant finde,

die andere nicht so toll finden  :yes:

Edited by bärchen

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Nicky Westphal

Hallo Bär(chen)

 

,it deinem letzten Stz hast du es wohl selbst beantwortet. Die ausschüttung des roten Farbstoffs dient der Pflanze nicht nur zum Insekten anlocken, das machen sie ja auch durch Geruchsstoffe & Nektar, sondern auch als Schutz bzw. Anpassung an (zu)viel Licht. Je nach Herkunft haben die Pflanzen durch Anpassung oder Mutationen, die Ausfärbung intensiviert oder verringert. Mutationen weil eben auch Formen ohne diesen Farbstoff nicht durch Anpassung entstanden sind, die können diesen dann nicht mehr produzieren.

Ob das mit dem im Boden enthaltenen Stoffen oder der Nahrung was zu tun hat, bezweifle ich mal, weil die Pflanzen in Kultur ja mehr oder weniger in Einheitssubstrat wachsen und wir auch recht wenige afrikanische Insekten zum Fangen haben.

 

Grüße Nicky

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Kevin G.

Hallo Bärchen,

 

Die Farbstoffe, welche für die Rotfärbung dienen, heißen Anthocyane. Sie dienen, wie Nicky schon schrieb, zum Insekten anlocken und zum Schutz vor kurzwelligem, energiereichen Licht.

 

Gruß

Kevin

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Sonnentau1976

Ich habe seit heute einen Kap-Sonnentau. :-) Ihr seht ihn auf meinem Profilbild.

Hoffe mal, dass ich nichts falsch mache! Bin nämlich blutiger Anfänger... ^^

Edited by Sonnentau1976

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Kevin G.

Hallo,

 

@Sonnentau1976: Drosera capensis ist wirklich unkompliziert in Kultur und sehr genügsam. Wenn du die Grundregeln der Karnivorenkultur beachtest, wird er dir eine große Freude machen. :)

 

@Christian: Schande über mich, ich habe noch nicht meinen Senf dazu gegeben, obwohl ich D. capensis-Fan bin. :D

 

Ich finde auch, dass D. capensis eine schöne, variable Pflanze ist. Ich kultiviere neben der Normalform nur die 'Albino'- und die 'Red'-Form, was für mich keine Tragödie ist. Und noch etwas: Sehr tolle Bilder! :)

 

Gruß

Kevin

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Christian Dietz

Hallo zusammen,

 

heute gibt es mal seit längerem wieder ein paar neue Bilder. Ich werde mal mit Drosera capensis 'Albino', der weißblütigen Form anfangen.

 

capensis_DROS44_009.jpg

 

capensis_DROS44_010.jpg

 

capensis_DROS44_006.jpg

 

Soweit mir bekannt, ist das keine Naturform (wenn es jemand besser weiß, bitte korrigieren!). Dass es solche Pflanzen allerdings in der Natur geben könnte mag ich nicht ganz ausschliessen. Übrigens ist die Pflanze nicht farbstofffrei, sondern färbt sich ganz leicht rosa aus, falls das Licht ausreicht.

 

Jetzt noch zwei mehr oder weniger unspektakuläre Standortformen.

Die erste stammt aus der Gegend von Franschhoek (die sechs Blütenblätter sind übrigens nicht normal, ich hatte nur kein anderes Bild):

 

capensis_DROS106_002.jpg

 

capensis_DROS106_004.jpg

 

capensis_DROS106_006.jpg

 

capensis_DROS106_007.jpg

 

Und hier noch eine vom Theewaterskloof Dam:

 

capensis_DROS109_001.jpg

 

capensis_DROS109_002.jpg

 

capensis_DROS109_005.jpg

 

capensis_DROS109_008.jpg

 

@Peter: Ja, Drosera capensis ist sehr variabel. Ich habe ja mittlerweile doch einige Standorte von D. capensis live gesehen (dazu bei Gelegenheit mehr!) und kann daher sagen, dass es in der Natur noch viel schlimmer ist. Dennoch, es ist alles D. capensis! Da Arten oder Unterarten abzuspalten würde ich für übertrieben halten. Wer übrigens denkt, dass die Pflanzen an einem Standort alle gleich aussehen täuscht sich auch. Die sind oftmals doch recht verschieden. Ihr müsste immer bedenken, dass das, was wir kultivieren in der Regel von wenigen (oft vermutlich nur einer) Pflanzen, die mal gesammelt wurden abstammen und daher nicht die Variabilität der Standorte wiedergibt. Ganz deutlich wird das bei den Pflanzen, die wir vom Bain's Kloof meist in Kultur haben. Dort muss man recht lange suchen, bis man so eine gestauchte Pflanze findet (oder auch nicht...).

 

Die Böden in denen D. capensis wächst sind meist stark sandig und feucht, ansonsten doch recht verschieden. An manchen Stellen ist das ein richtiger Algen-Matsch. Oftmals hängen die Pflanzen auch vertikal an Wänden (die Wurzeln sind dann irgendwo verankert). Die Größe der Standorte ist meistens sehr beschränkt, echte Massenbestände habe ich bisher kaum finden können. Oftmals beschränken sich die Pflanzen auf wenige Meter. Das liegt mit Sicherheit daran, dass es in Südafrika nicht so viele Stellen gibt, die ganzjährig etwas Feuchtigkeit garantieren. Unkrautcharakter haben sie in der Natur defintiv nicht.

 

Gruß,

Christian

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Guest

@Christian,

kannst Du mir eventuell bitte sagen, wie weit ich bei der Albinoform die Temperatur im Freiland, sprich Balkon abrutschen lassen kann, ohne dass ich sie verliere und ab wann ich sie reinnehmen sollte ?

Der grüne Capensis ist zweifelsfrei, der den Du abbildest, ich habe die Blüte und auch die Kapseln schon gesehen und in einer größeren Schale hunderte kleiner Pflänzchen. Nun stehe ich vor der Entscheidung, sie draußen zu lassen und möglicherweise einschneien zu lassen oder reinzunehmen - hier erwarten die Pflanzen rund 24 Grad und 40-50 % Luftfeuchte im Zimmer.

 

Danke und Gruß

Peter

 

Ich habe auch einen grünen mit roten Tentakeln, aber den kann ich nicht zuordnen, er entspricht ähnlich der von gezeigten Form "Franschhoek"

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Nicky Westphal

Hallo Peter,

 

D. capensis kommen aus Afrika, da gibt es nur bedingt Orte an denen Dauerfrost im Winter vorkommt. Die einizige, mir bekannte Form von D. capensis, die eine kühle bis kalte Überwinterung braucht, ist die Form vom Matroosberg. Diese Form bildet auch Hibernakel (Überwinterungsknospen). Alle anderen Formen vertragen zwar kühle Temperaturen, werden aber eine Überwinterung auf dem Balkon kaum überstehen! Ich lasse meine D. capensis bis zur ankündigung erster Nachtfröste draussen, danach kommen sie auch wieder ins warme Wohnzimmer.

40-50% RLF sind für eine beheizte Wohnung richtig viel, solange das so bleibt,kannst du fast alle subtropischen Drosera offen kultivieren!

 

Deine Form mit den roten Tentakeln ist einfach nur eine D. capensis, eine Nachbestimmung der Herkunft ist im Nachhinein nicht mehr möglich, da es gerade von dieser Form viele Standortvarianten gibt.

 

Grüße Nicky

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