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toby

Wachstumsvergleich von Sarracenia

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toby

Hallo zusammen,

 

mich würde mal interessieren, wie es mit dem Wachstum von Sarracenia bei uns im Moorbeet (in bestmöglichster Lage, nicht im Schattenbeet etc.) verglichen mit dem Wachstum an den Naturstandorten in Nordamerika aussieht. Hier interessiert mich ein Vergleich von Wachstumsbeginn (erste geöffnete Schläuche, Bildung der ersten Blütenknospe...), Teilungsgeschwindigkeit und Wachstumsende.

 

Diese Daten möchte ich dann mit den Pflanzen aus meinem, im Winter ungeschützten, Moorbeet vergleichen um festzustellen, wie groß die artabhängigen Unterschiede sind.

 

 

Ich hoffe, dass sich einige melden die selbst schon mal an den Naturstandorten in Nordamerika waren bzw. Infos aus erster Hand liefern können um ein unnötiges gerate zu vermeiden ;) Da man den Beginn nicht auf den Tag genau angeben kann reicht ein so gut es geht eingeschränkter Zeitraum natürlich auch.

 

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Die winterharten Pinguicula und Drosera wachsen / vermehren sich vermutlich im Moorbeet genau so schnell wie am Naturstandort. (Wetter und Lage ist ja größtenteils ähnlich). Somit möchte ich diese in dem Thema nich behandeln.

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Mir geht's hauptsächlich um alle Formen von Sarracenia (z.B. oreophila, flava, leucophylla, alata, rubra und purpurea) Hier reicht es vermutlich nur die leucophylla, purpurea, oreophila und flava zu betrachten, da man alata und rubra vermutlich auf Grund ähnlicher örtlicher Lage grob zu den flavas zählen kann. Ebenso konnte ich bei Flava, Alata, Rubra im Moorbeet einen ähnlichen Wachstumsbeginn feststellen.

 

Da bei uns die Temperaturen/Sonnenstunden auch im Sommer unter denen am Naturstandort liegen kann ich mir gut vorstellen, dass dies ein entscheidender Faktor ist. Allerdings kann ich dem nicht bei jeder Art zustimmen. (bis jetzt noch nicht :) )

 

Hier mal eine Tabelle mit meinen Wachstumsdaten bzw. Fragen/Vermutungen:

 

  • Leucophylla: Auf Grund der generell geringen Anzahl an Schläuchen vermute ich, dass das Wachstum ähnlich dem am Naturstandort ist. Also: max. 2-3 Schläuche pro Saison im Moorbeet und am Naturstandort? Die Höhe der Schläuche sollte allerdings stärker abweichen. Im Moorbeet ca. 50cm in Natur vermutlich deutlich größer? Ebenso vermute ich, dass sich leucophyllas am Naturstandort öfter teilen. Bei mir im Beet max. 1 neuer Wuchspunkt pro Jahr.

 

  • Oreophila: Erste Blütenknospen sichtbar: Anfang April. Erste offene Schläuche: Anfang Mai. Sind die ersten Pflanzen (inkl. Hybride mit Oreophila) die mit dem Wachstum beginnen. Wachstum vermutlich wie am Naturstandort oder sogar besser, da auf Grund fehlender Trockenzeit bei uns die Bildung der Pyhlloiden kaum bzw. erst Ende des Sommers einsetzt? Sehr teilungsfreudig.

 

  • Flava, Alata, Rubra: Ca. 2-4 Wochen hinter den Oreophila. Höhe der flava und alata ca. 60-70cm im Beet. Schlauchdurchmesser der flava aber bis zu 10cm. Vermutlich nur geringe Höhendifferenz zum Naturstandort?

 

  • purpurea (versch. Formen, Standort: Kanada): Blütebeginn kurz nach Oreophila. Erste Schläuche: Ende Mai bis Anfang Juni.  Ziemlich spät für die frostresistenteste Art überhaupt. Vermutlich auf Grund des am Naturstandort langen kanadischen Winters? Dafür längere Wachstumsphase bis ca. Mitte Oktober. Ich nehme an das diese Art bei uns stärker oder gleich wächst wie am Naturstandort?

 

 

 

Ich freue mich auf interessante Infos. Die Tabelle werde ich eventuell noch genauer bearbeiten aber für's Erste sollte es reichen und meine Tastatur raucht jetzt auch :D

 

Gruß

 

toby

bearbeitet von toby

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Nicky Westphal

Hallo Toby,

 

eigentlich ist die Idee ja nicht schlecht, allerdings spielt wohl die jeweilige Wetterlage der Standorte hierbei eine große Rolle. Was bringt es wenn du weisst, die S. flava ist am x.x am Naturstandort ausgetrieben? Wenn in Amerika ein straffer Winter, so wie letztes Jahr, war hinken die unseren sicher hinterher. Das bringt meines Erachtens nicht viel. Du müsstest also, parallel sämtliche Temperaturen und Wettereinflüsse, wie Niederschlag etc., mit vergleichen um daruas irgendwas schlußfolgern zu können und ich denke da wird es mehr als umfangreich.

 

Grüße Nicky

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toby

Hi Nicky,

 

da hast du sicherlich recht. Aber wenn ich das wüsste, wäre es zumindest mal ein Ansatz :). Aber ich denke trotzdem das diejenigen, die am Naturstandort waren einschätzen können wie die Lage ist ;).

Und wenn auf Grund eines langen amerikanischen Winters die Arten später als bei uns ausstreiben ist das immerhin schon mal ein Anhaltspunkt für ein spezielles Jahr.

 

Mirr geht es aber mehr ums Mittel, also starke Ausreißer sollen nicht berücksichtigt werden. Sonst wäre es wirklich schwierig. Ich kann z.B. jetzt gar nicht einschätzen wann die Saison in den USA generell beginnt (Ausreißer, wie ein unüblich langer Winter vernachlässigt) Beginnen die Pflanzen in NC oder SC schon im Feb./März oder erst im April oder Mai zu blühen? Da aber an der Ostküste doch recht stabile klimatische Bedingungen (Außreiser vernachlässigt) herrschen kann man das denk ich mal doch einigermaßen einschätzen.

 

Vermutlich gibt es zw. Florida und Washington einen Unterschied was den Beginn betrifft, aber hier kann man ja bei den Daten den Standort hinzufügen. Es soll ja keine wissenschafltiche Untersuchung werden, aber so einen groben Abriss sollte man schon hinbekommen und auf den Tag genau kann man eh nichts angeben, von daher ist ein Zeitraum wohl das Beste.

 

Im Netz findet man hier leider kaum etwas.

 

Gruß

 

toby

bearbeitet von toby

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romero

Hallo Toby,

prinzipiell ein spannendes Thema, ich denke zu wissenschaftlich kann man diesen Vergleich nicht anlegen, dazu gibt es einfach zu viele Parameter. Die Vergleichbarkeit wird selbst innerhalb Deutschlands oder in meinem Fall Österreichs beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Linz und mein Heimatort Gramastetten (beides Oberösterreich) haben eine Luftlinienentfernung von ca 20km - nicht viel würde man meinen. Dennoch variiert die Wachstumsperiode bei verschiedenen (einheimischen und nicht einheimischen) Pflanzen um einige Wochen (!!). Parameter wie Höhenlage, Exporniertheit der Lage, Substrat,  Qualität des Wassers, Eutrophierung der Biotope, Dauer der Sonnenbestrahlung (selbst 2 Stunden können da einen großen Unterschied ausmachen) und schließlich Kälte und Witterungsverhältnisse im Winter und Sommer machen wie gesagt einen Vergleich schwierig bis unmöglich.

 

Zirkaangaben kann man aber allemal machen. Ich kultiviere Sarracenia schon seit 13 Jahren (mehr oder weniger) erfolgreich outdoor; erst seit gut einem Jahr habe ich alle Arten und viele Varietäten, Klone und Hybriden in Moorbeetkultur. Den Winter haben bei mir alle Pflanzen überlebt (wobei S. purpurea ssp. venosa bis auf einen Wachstumspunkt abgefroren ist), geblüht haben ebenfalls so gut wie alle Arten (wobei S. flava var. rubricorpa erst vor 2 Wochen eine Blütenknose bildete, während die Schläuche schon alle fangbereit sind!). Blütezeit ist bei mir in der Regel Mitte Mai (wobei sich die Blüten von S. wrigleyana noch nicht geöffnet haben; S. psittacina hat in 10 Jahren Kultur bei mir noch nie geblüht). Die  Schläuche sind bei mir zwischen Anfang Mai (S. oreophila) und Ende Juni (S. psittacina) voll ausgebildet. Ich schätze dass viele meine Sarracenien bis Ende Oktober (kommt halt auch auf die ersten Bodenfröste und Witterungsbedingungen an) wachsen und dann in Winterruhe gehen. Richtig unschön sprich vertrocknet werden die Schläuche (und zwar bei allen Arten) erst im Frühjahr im Februar oder März. Ende März/Anfang April sieht man dann auch in der Regel erste Ansätze des Wachstums.

 

Zum Größenwachstum lässt sich sagen, dass bei mir (vermutlich auch aufgrund des sehr gemäßigten Klimas bei mir in OÖ) die Pflanzen eher kleiner bleiben; 60 cm sind bei mir im Moment das Maximum, da kann sich allerdings in den nächsten Jahren noch etwas tun. Was auch im Forum schon öfter angesprochen wurde ist das Phänomen dass die Pflanzen bei uns dazu neigen sehr große Horste zu bilden und eher in die Breite zu wachsen als in die Höhe - das trifft auch bei mir voll zu.

 

Generell habe ich (bis jetzt) nicht das Gefühl, den Pflanzen mit der Outdoor Kultur etwas Schlechtes zu tun, da sie ja doch (fast) alle Blühen und an Biomasse zulegen. Das Optimum der Kultur sieht jedoch sicher anders aus, da bin ich ganz bei Christian Dietz (der im Übrigen sicher so einiges über die Bedingungen an den Naturstandorten sagen kann). Das wär's erstmal von mir, wenn ich Zeit habe kann ich morgen ein paar Aufnahmen der verschiedenen Arten bei mir in das Forum stellen; ein paar kursieren ja hier schon :)

 

liebe Grüße und schönes Wochenende

Gerhard

 

PS: Hab mal die Wetterberichte der verschiedenen US Countys, in denen Sarracenias unter anderem wachsen sollen, gecheckt. Da hat es seit Wochen konstant über 30, teils sogar 40°C.

bearbeitet von romero

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