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Bitte um Schädlingsidentifikation an Nepenthes (Mikroskopfotos)


Icarus

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Hi Leute,

 

da ich im "Krankheiten und Schädlinge"-Bereich scheinbar wenig Aufmerksamkeit bekomme, bitte ich euch hier um Hilfe. Ich habe seit recht langer Zeit mit kleinen weißen Tierchen an meinen Nepenthes zu tun. Die Tiere sind weiß, klein, ca 0.5 mm (unter 1mm). Unter dem Mirkoskop sehen sie wie folgt aus. Ich vermute dass es Milben sind, evtl. Weichhautmilben. Das Problem ist, Kiron, Kanemite und Spruzit wirken NICHT! Womit habe ich es hier zu tun?

 

azdhth.jpg

 

Danke für jegliche Hilfe.

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Nicky Westphal

Hallo Stefan,

 

ich hab dein anderes (gleiches) Thema ja nun auch mit gelesen und ich muss sagen, ich kann dir auch nicht bei der Bestimmung helfen! Gibt es denn überhaupt ein Schadbild oder krabbeln die Dinger einfach nur so rum? Wenn es nämlich keine saugenden Insekten sind, nützt dir das einsprühen mit systemischen Mitteln nicht allzuviel, du tötest damit nur die, die du direkt ansprühst. Die was du nicht erwischst, werden sich putzmunter weitervermehren! Nur mal so als Theorie!

Weil, was nützt es wenn du das Steak vergiftest und versuchst damit einen Vegetarier zu füttern?

 

Wenn du die Möglichkeit hast, würde ich die Nepenthes einfach mal komplett unter Wasser setzen und sehen was passiert. So zugedröhnt, wie du die sein müssten, werden die sicher ersaufen. :sleep:

 

Grüße Nicky

Bearbeitet von Nicky Westphal
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Marco Ebert

Nur nicht in die Kannen füllen, sonst werden sie womöglich noch betrunken ;) Spaß beiseite.

 

Wenn besagte Wirkstoffe nicht MEHR wirken, dürften deine Schädlinge bereits resistent sein. Dass du keine Aufmerksamkeit in dem andern Thread erhältst, dürfte vielleicht daran liegen, dass dir einfach niemand helfen kann.

 

Ich hatte glücklicherweise noch keine Probleme mit Milben jeglicher Art. Allerdings haben mich 1 Minute Recherche auf die folgenden Wirkstoffe gebracht: Fenpyroximat, Abamectin, Tebufenpyrad und Fenpropathrin (Quelle: http://www.hark-orchideen.de/Pflanzenschutz/Weichhautmilben/kampf.php?lang=de&navID=99). Dass es sich hierbei um Orchideen handelt, ist mir klar. Der Schädling bleibt der Gleiche.  Fenpyroximat ist in Kiron enthalten, die restlichen drei weder in Spruzit noch in Kanemite.

 

Gruß,

Marco

Bearbeitet von Marco Ebert
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Danke für eure Antworten. Im anderen Thread habe ich bereits geschrieben, dass ich Mittel die Abamectin enthalten (Spomil special, Vertimec, Compo fazilo) mal ausprobieren möchte. Die Wirkstoffliste ist mir seit längerem bekannt. Ich möchte nur erstmal eine Bestätigung dass es Milben sind, bevor ich meine Pflanzen weiter mit Chemie behandle.

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Nicky Westphal

Hallo Tim,

 

das hat Stefan mal hier mit geschrieben:

http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/37719-nepenthes-problem-nicht-totzukriegende-weichhautmillben-fungizide-unwirksam-neue-mikroskopfotos/

"Ich habe die typischen Flecken an den Blättern, Pflanzen wachsen langsamer, neue Blätter haben Fehlbildungen und z..B. N. hamata bildete Notknospen. Das sieht für mich sehr nach Weichhautmilben aus"

 

Ich habe ja oben schon die Theorie aufgestellt, das es sich nicht um irgendwas Saugendes handelt, allerdings sollte da Stefan mal berichten ob das Schadbild immer noch vorhanden ist oder nur noch die Tierchen. Wenn sich das Schadbild verbessert hat, können die Tierchen jetzt z.B. auch die Raubmilben sein, die er ausgesetzt hat.

 

Grüße Nicky

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Das Schadbild ist immer noch vorhanden. Ich habe gestern auch eine neue Entdeckung gemacht. N. jacqueliniea hatte an 2 alten Blättern rötlich fleckig verfärbte Blattansätze. Ich habe durch Zufall gesehen dass eine Milbe von Oben in den Blattansatz gekrabbelt ist und danach die Blätter entfernt. Ich habe dann das Blatt nach unten hin abgezogen - da saßen sie Viecher dann wieder zu Hauf. Vielleicht ist das der Knackpunkt. ich denke an solchen Stellen kam bislang kein Akarizid hin, weil man die Blätte wirklich nach unten drücken muss damit da überhaupt Luft rankommt. Ich wünsche echt keinem mal solch einen Befall.

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Hallo Stefan,

 

leider sind wohl diejenigen Forummitglieder, die dir eine wirkliche Lösung nennen können, seit geraumer Zeit untergetaucht! :sad: Ich denke da vor Allem an Christian Klein, der mir vor einigen Jahren, als ich noch haufenweise Hochlandnepenthes und auch Heliamphoren kultiviert hatte, immer hervorragend weiterhelfen konnte, wenn ich ein Problem hatte, auf das sonst keiner eine Antwort wusste.

 

Für mich sehen deine Plagegeister auf jeden Fall wie Milben aus. Ob es nun wirklich Weichhautmilben sind, vermag ich nach wie vor nicht zu sagen. Mit 0,5 mm Körperlänge scheinen sie mir für Weichhautmilben immer noch ein wenig zu groß. :wacko: Ich habe die Viecher damals (anno 2004) auf meinen Nepenthes mit bloßem Auge nicht sehen können. Erst unter der Lupe habe ich einzelne Tierchen entdeckt. Die hatten einen gelblich, glasigen Körper. Ich habe auch noch weiter nach Weichhautmilben im www recherchiert und wahrscheinlich bist du bereits über die selben Webseiten gestoßen. Hier sieht man ein Foto mit der vermutlich größten Abbildung von Weichhautmilben, die es derzeit im Internet gibt: Weichhautmilbe an Cannabispflanzen Wenn ich die Tierchen auf deinen Mikroskopfotos mit denen auf der verlinkten Abbildung vergleiche, dann würde ich dazu tendieren, dass die Tierchen auf deinen Fotos Jungtiere sein müssten, sofern es sich um Weichhautmilben handelt. Die adulte Milbe auf dem Foto aus dem englischsprachigen Cannabisforum stimmt mit den von dir gezeigten Milben nicht überein, habe ich so den Eindruck.

 

Ansonsten bin ich noch auf einen recht alten Thread von Joachim Danz gestoßen (hier im GfP-Forum): http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/16466-nepenthes-weichhautmilben/ Da sieht man ein bisschen was vom Schadbild. 

 

Wie auch immer: Du musst ja handeln, wenn die Schäden an deinen Pflanzen nicht noch größer werden sollen! Ich verstehe deine Dringlichkeit und bedaure, da nicht kompetenter helfen zu können als mein Bemühen. Ich sehe es so: Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, ob es sich um Weichhautmilben oder eine andere Milbengattung handelt, kommst du nicht herum, eine Probe deiner Parasiten von einem fachkundigen Labor (Landwirtschaftskammer?) untersuchen zu lassen. Das kostet ein bisschen was. Ansonsten bleibt dir nichts Anderes übrig, als weiter mit Pflanzenschutzmitteln zu experimentieren. Nachdem Kiron und Kanemite keine Wirkung gezeigt haben, kommt wohl nur noch ein Präparat mit dem Wirkstoff Abamectin (alternativer Name: Avermectin) in Frage, wo auch immer du das Zeugs her bekommst!  Lies dir zu dem Thema "Vertimec" noch mal das PDF von Syngenta durch: Datenblatt_Vertimec Da gibt es einiges bei der Ausbringung zu beachten - auch und vor Allem, dass Abamectin ein ziemlich giftiges Zeugs ist. Wichtig scheint mir dabei auch, dass Abamectin kein reines Kontaktmittel ist, sondern auch als Fraßgift wirkt, weil - wie du schon geschrieben hast - sich die Milben sehr gut zu verstecken wissen und längst nicht alle Tiere beim Spritzen/Sprühen erfasst werden. 

Was noch interessant zu wissen ist bei Weichhautmilben: Weichhautmilben benötigen einen relativ luftfeuchten Lebensraum! Spinnmilben dagegen meiden sehr luftfeuchte Lebensräume in der Regel. Habe aber durchaus schon Spinnmilben im Tieflandterrarium (70 - 90% rel. LF!) gehabt!  :angry: Keine Regel ohne Ausnahmen! Evtl. kann es auch helfen, deine Nepenthes vorübergehend in trockener Luft zu halten - bei etwa 50% rel. Luftfeuchtigkeit. Sollte deine Nepenthes nicht gleich umbringen, auch wenn die plötzlich trockenere Luft denen zunächst missfallen wird. Ein Akarizid muss aber trotzdem angewandt werden! Dass der Befall allein durch trockenere Luft verschwindet, ist wohl nicht zu erwarten! ;)

 

Ich würde gegen Weichhautmilben auch eine höhere Dosis als vom Hersteller angegeben ansetzen. Bei Abamectin eher 0,05% als 0,025%. Ich hatte bei meinem Befall Kiron zu 50% überdosiert und die Pflanzen komplett triefend nass gespritzt - zwei Anwendungen im Abstand von 8 Tagen. Das Problem war damit ein für alle Mal erledigt! Aber wer weiß, vielleicht sind manche Stämme von Weichhautmilben inzwischen gegen Kiron und Kanemite resistent. *?* 

Schäden an den Pflanzen habe ich durch die Überdosierung nicht festgestellt. 

Ich würde auch bei Abamectin zwei Anwendungen innerhalb von 7 - 8 Tagen durchführen. Welches Präparat auch immer du mit diesem Wirkstoff in die Finger bekommst. 

 

Sollte sich irgendwo noch herausstellen, dass es sich bei deiner Plage nicht um Weichhautmilben, sondern um Spinnmilben handelt, wäre eine Anwendung mit Dimethoat (Bi 58, Dr. Stähler Danadim Progress u.a.) evtl. hilfreich. Bei mir hat noch keine Spinnmilbe einen Angriff mit Dimethoat überlebt! ;) 

 

Viel Glück und Erfolg!

 

Leider ist das alles, was ich zu diesem Problem beitragen kann! :(

 

 

Andreas

 

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Hallo Andreas,

 

danke für das Foto der Weichhautmilben. Das ist auch für mich das beste, was ich bisher gesehen habe. Ich stimme zu, meine Fotos gleichen eher den Jungtieren. Ich konnte bislang auch Größenunterschiede bei den Tieren feststellen, da ich sie ja jeden Tag absammel. Das Schadbild spricht sehr für einen Milbenbefall.

 

Ich habe nun einen Händler gefunden, der mir Spomil Special senden wird, wer das auch mal benötigt pm an mich. Das Mittel ist in Deutschland nicht zugelassen.

Die Weichhautmilben, sofern es denn welche sind, sind bei mir auch recht robust. Ich senke momentan die Nachttemperatur auf unter 10°C ab, das kratzt die auch wenig. Normalerweise mögen die es ja eher warm.

 

Wenn das Abamectin auch nicht hilft habe ich bi-58 auch da, dann wende ich das an.

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Ich habe gerade ein noch besseres Foto einer Weichhautmilbe gefunden

Acarapis.jpg

Das sieht meinem Foto mitte, obere Reihe sehr sehr ähnlich, vor allem was die Behaarung angeht. Ich denke ich habe meinen Feind.

Bearbeitet von Icarus
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Hallo,

 

ich weiß zwar nicht ob du noch ausschließlich mit der Identifizierung der Tiere beschäftigt bist, oder ob du noch nach Bekämpfungsmethoden suchst.

Aber im Bedarfsfall mache ich das so wie im botanischen Garten in den Gewächshäusern: ausgasen.

 

Für den Kleinhaushalt genügt es da die betroffenen Pflanzen in einen Behälter mit Deckel zu stellen. Eimer, Großer Karton oder so. Hauptsache es lässt sich gut verschließen. Ein handelsübliches Insektenspray gegen fliegende Insekten einsprühen - nicht direkt auf die Pflanzen, wegen der Erfrierungsgefahr - Deckel zu und gut ist. Im Normalfall sollte eine Stunde genügen, bei Bedarf in ein, zwei wochen wiederholen um schlüpfende Larven zu erwischen.

Auf diese Weise habe ich auch schon komplett zugewachsene Terrarien von Schild- und Blattläusen befreit ohne irgendeinen Schaden an de Pflanzen zu haben.

 

(hinter vorgehaltener Hand: während meiner Terrarianerzeit konnte ich so auch einmal eine Eierschlange von ihrem horrormäßigen Milbenbefall befreien. Damals mit Paral-Strip; gibt es aber nicht mehr im Handel. Und die Behandlung nur 10 Minuten durchgeführt!)

 

Gruß Piesl

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Manuel Reimansteiner

Hallo Icarus,

ich glaube Piesl geht es um die in Insektensprays enthaltenen Treibgase (meistens Alkane: Butan, Propan).

Ohne Sauerstoff können selbst so kleine Insekten nicht leben und werden nach einigen Minuten/Stunden absterben.

Grüße,

Manuel

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Hallo und guten Abend,

ich bin zwar erst neu bei euch aber wenn das meine Pflanzen wären würde ich Zierpflanzen Spray  Lizentan Plus   nehmen.

Ist von Bayer Garten und hat mir bisher bei allem was krabbelt oder saugt geholfen.

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  • 3 Wochen später...

Ich habe nun 2 mal wie vorgeschrieben im Abstand von 7 Tagen mit Spomil Special gespritzt und zwischendurch nochmal mit Bi-58 behandelt. Seit über 2 Wochen konnte ich nun keine Schädlinge mehr feststellen. Ich hoffe das bleibt so.

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