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Versuch meine Fotofalle als Dokumentation im Nahfeld einzusetzen


Volker S

Empfohlene Beiträge

Hi,

 

jetzt gehts looos - oder auch nicht. :) Da ich seit Anfang des Jahres eine Fotofalle (oder auch Wildkamera) besitze, wollte ich damit einmal mein kleines Pingfeld näher beobachten. Ob man nach diesem Versuch etwas für sich herausziehen kann wage ich zwar zu bezweifeln (tauchen Pings aktiv ab oder arbeitet das Moorbeet nach Frosteinwirkung dem stark entgegen), aber ich mach das mal einfach.

 

Hier erst mal meine Kamera:

post-2298-0-70505800-1409865966_thumb.jp

 

Wie Ihr seht ist das eine gewöhnliche Fotofalle (Marke Aldi - wird aber auch baugleich unter anderen Markennamen beworben), welche ein paar Modifikationen unterworfen wurde. Da die Kamera eine Brennweite von ca. 1,5m bis unendlich hat, ist sie für Nahaufnahmen natürlich nicht geeignet. Der nächtliche Infrarotscheinwerfer ist auf kurze Distanzen viel zu hell, und man würde nur noch eine weiße Fläche sehen und die Linse kann man so auch nicht auf nähere Distanzen einstellen.

 

Für die Linse habe ich mir Oldtimer-Nahlinsen besorgt (B&W +1 und +2, welche eigentlich für eine Kastenkamera [baujahr 1931] bestimmt sind, und damit sie auch an der Kamera halten bedarf es natürlich noch einen Adapter mit 18x0,5 Gewindesteigung. Das habe ich mir aus einer Kornmutter (Gewehrbedarf) gebastelt).

Die 24 Infrarot-Dioden der Kamera sind komplett mit 2 Plastikkarten (also doppelte Dicke einer Plastikkarte) abgedeckt - nur für die Fotodiode (die der Kamera sagt wann sie auf Farbe umstellt) habe ich in den Karten ein Loch hineingeknabbert.

 

Aber selbst diese 2 Karten übereinander geklebt lassen noch zu viel 'Licht' durch. Im unteren Teil muss ich bestimmt noch eine Karte drüber kleben. Infrarot-Sperrfilter sind mir einfach zu teuer - vielleicht wäre Alufolie effektiver, da Alu Wärmestrahlen auch gut reflektieren.

 

Also. Erster 24h-Versuch - alle 1/2 Stunde ein Foto und den Hauptbewegungssensor habe ich auch mal aktiviert. Allerdings mit einem 25 Minuten Sperrintervall. Ich möchte ja einen Zeitrafferfilm erstellen und mich interessiert es eher weniger, was für Tiere da rum laatschen. Obwohl ich doch sehr erstaunt war, das direkt in der ersten Nacht mir dieser Geselle über den Weg trabte

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...mag übrigens besonders gerne Pinguicula alpina :(

 

Wie man sehen kann, ist der vordere Bereich noch unscharf. Habe die Kamera mal etwas zurück gestellt. Das zu viel an Licht (im unteren Teil beider Bilder) wurde durch eine Softwareanpassung etwas ausgeglichen. Die Tagesbilder haben natürlich eine bessere Qualität. Ich weiß auch noch nicht, ob ich die Nachtbilder überhaupt drin lassen.

 

PS: ...leider habe ich viel zu spät mit der Überwachung angefangen - die größten Pings sind schon im Hibernakelstadium.

PS II: Höchst wahrscheinlich kann man bei den Entfernungen eh nicht viel erkennen (außer die große Frostbewegung, die schon Marc the MadDuck mit seine GardenCam aufgezeigt hat. Vielleicht hole ich mir für's nächste Jahr noch 2 weiter Nahlinsen (Dioptrien +3 und +4) und rücke dann einer Ping etwas näher auf die Pelle.

 

 

-volker-

Bearbeitet von Volker S
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Heute lief ein weiterer Test.

 

Erstmal ist das abgelichtete Feld eigentlich scharf genug und die zu hellen Bilder bei der Infrarotaufnahme (vor allem der untere Teil) hat sich mit der Entfernung auch verbessert. Einzig die Tagaufnahmen könnten besser sein, weil die Lichter bei Sonne zu schnell ausfressen. An der Belichtung kann ich leider nicht herumschrauben. Hier mal ein Tagbild:

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...naja, vielleicht sind 5cm weiter nach vorne noch etwas besser. Das Wasser brauch ja nicht im Schärfefokus liegen.

 

Hier mal ein paar Tiere, die rein zufällig mit drauf gekommen sind. Da sie Kaltblüter sind, hätte der Infrarotsensor (im Überwachungsmodus) gar nicht ausgelöst.

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Als ich voriges Jahr mein kleines Beet neu abdichten musste (der Überlauf war undicht), habe ich aus dem kleinen Mörteleimer (ein abgeschnittener 12L-Eimer) 3 Frösche heraus geholt. Alle 3 hatten unterschiedliche Größe, der Dicke war auch damals dabei. Am Tag sehe ich immer nur einen kleinen Grasfrosch herumhüpfen.

An Fröschen ist mein kleines Beet also über belegt - an Schnecken bestimmt auch :(

 

PS: ...eine 4 Dioptrien-Nahlinse ist auch schon bestellt (nebst einem Schutzgehäuse und 25m Doppellitze - obwohl die Kamera bis jetzt 5 Monate mit 8 Batterien gehalten hat, möchte ich im Winter doch eher auf Nummer Sicher gehen).

 

 

-volker-

Bearbeitet von Volker S
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Andreas Peschel

Hallo Volker

 

sehr interressant, bei mir sind die ersten Pings schon abgetaucht (im Topf), trotz mineralischem Substrat mit einem Kleinen Anteil an Torf

wenn du einen Zeitrafferfilm machen willst, kannst du dich sowieso nur zwischen Tag und Nachtbildern entscheiden. Ich weiß ja nicht wieviele Bilder du pro sekunde abspulen willst aber ein wechselndes Hell/Dunkel alle 2-3 sekunden wird anstrengend.

 

Ich glaube das das Absinken doch eher durch das Absterben und "Eintrocknen" der Wurzeln passiert und die dann das Hibernakel mit sich ziehen

wenn man aber bedenkt das diese bei etlichen Arten nur sehr dünn sind glaub ich das auch wieder nicht :haha:

hmmm.....es war noch kein Frost, das Substrat ist sehr mineralisch und der Pflanzgefäß sehr flach und klein.......und trotzdem sin se wech :SOS:

 

also warte ich mit Spannung auf deinen Kurzfilm

 

gruß andreas

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Hi Andreas,

 

auch eine sehr interessante Theorie. Diese Version werde ich auch mal an meine Bekannte weiter leiten, die 2 Pflanzen von mir (also die Wurzeln) sezieren möchte. Sie glaubt nämlich nicht an ein aktives Herunterziehen. Die Pflanzen - eine oben liegende Hibernakel, und eine kleine Ping (noch in Rosettenform) - werde ich Ihr bald zukommen lassen.

 

Die Nachtaufnahmen kann man schon verwenden, wenn man möchte. Hier mal ein kleiner Film eines Tages mit 1/2 stündlichen Intervall. Ist der erste Testtag, zum Teil also noch etwas unscharf.

 

Link (bitte auch testen, ob Ihr dieses Format abspielen könnt (ist mit xVid komprimiert - komischerweise möchte der Firefox ein DivX-Plugin nachladen). Also bitte Bescheid geben, wenn Ihr Probleme mit dem Format habt

 

Mit der Nahlinse +4 könnte ich bis ca. 25cm ran. Das mache ich vielleicht nächstes Jahr - auch wenn es nichts bringen würde.

 

Ist zwar jetzt tatsächlich auf 1Sekunde Tag und 1Sekunde Nacht reduziert, aber man konzentriert sich eh nur auf eine bestimmte Pflanze. Evtl. erhöhe ich das Intervall auch auf alle 20 Minuten. Kürzen kann man ja immer noch. Mal schauen was in ein paar Monaten drauf ist. Evtl schmeiß ich tatsächlich einen Modus raus - wenn es nichts bringt.

 

 

-volker-

Bearbeitet von Volker S
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Hi Volker,

 

bei mir hat Firefox ganz normal nachgefragt und mit windows mediaplayer gestartet. Der film läuft zwar etwas sehr schnell ab, aber mit mehr fotos wird as schon. qualitativ sahe es gut aus.

 

Grüße an Hollywood!

 

Piesl

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Hallu Peter,

 

...danke für's Feedback. Dann liegt das an meinem DivX-Standalone - Player. Der hat sich bei der Installation wohl den Kompressionsalgorithmus geschnappt und beim ersten Abspielen hier ein PlugIn nachgeladen. Dann bin ich ja beruhigt, dass man den Streifen auch mit Bordmitteln sehen kann.

 

-volker-

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Ups, was habe ich denn hier für 'nen Müll eingetippst??? :geek: :lolu:  So früh am Abend und schon dermaßen out of the blue ... :crazy:

 

Also der Inhalt stimmt schon Volker, nur die gichtfinger muss ich dringend neu sortieren. :whistling:

 

Gruß ich.

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  • 5 Monate später...

Meine Zeitrafferaufnahme läuft zwar noch, aber ich glaube zu wissen ( was für'n Widerspruch) den Übeltäter überführt zu haben.

Erst mal lebt mein Sphagnum - ok, das ist ja soweit noch in Ordnung. Aber diese spezielle Art u. Weise, wie es lebt, geht mir doch etwas gegen den Strich.

 

Ein mäusemäßiges Etwas hat sich bei mir breit gemacht. Ich habe Gandalf den Grauen ja schon in den vorherigen Aufnahmen verewigen können.

Da ich jeden Tag (kamerabedingt) mein Beet im Herbst kontrolliert habe ist mir aufgefallen wie schnell die großen Hibernakel verschwunden sind.

Das kann nur dieser Gandalf gewesen sein -  so schnell zieht sich Pinguicula auch nicht zurück. Überhaupt haben sich dieses Jahr die Hibernakel bei mir so gut wie gar nicht 'eingegraben'. Überall sind noch die Spitzen zu erkennen.

Nur adulte Hibernakel habe ich mal wieder keine mehr im Beet (falls die Mäusevermutung stimmen sollte).

 

Große Hibernakel habe ich nur noch auf meinen mäusegesicherten Pingfelsen.

 

-volker-

 

 

post-2298-0-29634400-1423836107_thumb.jp

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Hallo,

schade zu hören, dass Gandalf und seine Famile bei dir einige Pings räubert. Von 4 und mehr adulten P grandiflora in meinem Beet ist leider auch nur noch eine da, welche sich auch nicht ganz vergraben hat.

 

MfG

Henrik

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partisanengärtner

Dein Gandalf ist eine Gelbhalsmaus oder eine Waldmaus. Man kann sie schlecht unterscheiden vor allem in Schwarz Weiß. Fraßverhalten bei beiden gleich. Sehr hübsch aber sie graben auch Blumenzwiebeln von oben her aus. Deine Hibernakel sind vermutlich in einem Gemüselager der lieben Tierchen.

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Danke für die Bestimmung.
Ich hoffe wenigsten, dass mein Gandalf schön alles verputzt was er mir da rein schleppt.
Eine unverspeiste und keimende Walnuss sorgt für Mehrarbeit und Unordnung im Beet (habe hier jedes Jahr so an die 20 keimende Walnussbäume - das liegt aber am Alzheimer-Eichhörnchen hier).

Aber so ist das halt mit der Natur. Eigentlich müsste das Grauröckchen an Dauerschnupfen leiden - so feucht es dort im Sphagnum ist. ...wenn ich doch nur Schlangen hier hätte...grummel...nix hier, wenn mal was von der Natur braucht. :)


-volker-

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partisanengärtner

Schlangen sind da wenig effektiv, die haben zu selten Hunger. Jetzt schlafen die sowieso. Allerdings wären ein paar jagende Füchse, Wiesel,  Marder, oder Bussarde und Eulen eher zu erwarten.

Bei einem Freund zerlegt so ein Marder ganz normale Staudenbeete sehr effektiv. Ich glaube das möchtest Du eher nicht.

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partisanengärtner

Eine Lösungsmöglichkeit wäre eine Mausefalle in einem Vogelkäfig aufgestellt. Am besten noch darin auf einem glatten Plastikgefäß aufgestellt, das wenigstens 20 cm hoch ist, damit keine Spitzmäuse reingehen. Die sind gute Schädlingsjäger. Viel effektiver als Schlangen und graben auch keine großen Löcher oder knabbern Pflanzen an können aber gar nicht springen und relativ schlecht klettern..

 

Die sehr gut springenden und kletternden Wald und Gelbhalsmäuse lassen sich davon nicht abhalten. Guter Köder ist Nutella.

Nehm keine Lebendfalle, das ist ein Sinnlose Quälerei und die meisten Tiere sterben sowieso darin nach kurzer Zeit am Durst, Stress oder zu dieser Jahreszeit an Unterkühlung.

 

Die Opfer kannst Du auf Zaunpfählen in der Landschaft für unsere größeren gefiederten Freunde auslegen.

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Hallo  Axel,

 

aber es gibt doch Alternativen. Genauso, wie ich meinen Ping-Felsen mäusesicher gemacht habe (35cm Gitterumrandung - diesen Winter zum ersten Mal ohne Deckel), genauso werde ich mein Pingfeld schützen. Einfach ein feines Kunststoffgitter drüber legen -> http://www.hood.de/i/mooswand-rueckwand-moosgitter-kunststoff-gitter-moos-aquariumrueckwand-51598792.htm (auch bitte runter scrollen).

So ein Teil habe ich auch schon seit fast 2 Jahren hier rum liegen. Ich wollte das eigentlich benutzen, um es unter den Pings zu legen, damit sie sich nicht unendlich tief eingraben können.
Für oberirdisch habe ich auch noch eine Alugitter hier (Bastelbedarf beim Baumarkt). Irgendwas in der Art kommt da drüber.
Das habe ich ja auch schon für meine kleines integriertes Kiesbeet verwendet.

m_gitterschutz.jpg

 

-volker-
 

Bearbeitet von Volker S
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  • 2 Monate später...

Hi,

 

ich muss alle, auf Info wartende User leider enttäuschen. Die Kamera hat nur 1,5 Monate aufgezeichnet (alle 20 Minuten -> vom 16.09 bis 26.10.2014 und dann nach ca. 12 Stunden Pause ein letztes Bild). Habe natürlich sofort die Kamera mit Batterien ausgestattet und sie hier im Zimmer mit dem gleichen Zeitrafferintervall aufnehmen lassen. Was soll man sagen ....sie funktioniert.

Mich wurmt das ungemein - da gerade der Frühling mit den auf blühenden Heloniopsis orientalis var. breviscapa (jap. Moornelke) im Zeitraffer bestimmt schön anzuschauen wären. So hatte nur der Murphy Spaß 

 

Falls ich das nochmal in Angriff nehmen sollte, muss ich mir irgendeine Kontrollfunktion einfallen lassen (was nicht ganz so einfach ist). Ein popeliges mA-Meter reicht da nicht. Bei 1/15sek (nachts) und 1/50sek (tags) Verschlusszeit ist das viel zu träge. Vielleicht würde da was gehen mittels Shuntwiderstand und einem OPamp.

 

Den Fehler vermute ich bei der Stromzuführung. Entweder hat mir ein Nager die Zuleitung irgendwo gekappt, oder der Stecker (in die Kamera) hatte einen Wackelkontakt.

 

An Viechern sind mehrfach die 3 Frösche drauf, die ihr schon kennt - eine Maus (ebenfalls bekannt - oben erwähnt als Gandalf der Graue)

 

eine Miniaturausgabe einer Maus (oberer Bildrand) - schätze mal ins Blaue auf Spitzmaus:

post-2298-0-25498000-1429649805_thumb.jp

 

und was Fettes - leider eine Ratte:

post-2298-0-28730300-1429649825_thumb.jp

 

post-2298-0-20658500-1429649841_thumb.jp

 

So habe ich leider nicht den Beweis des Nagerdiebstahls erbringen können. Vermute das aber zu 99%. Abends noch geschaut - Winterknospe m. Brutzellen waren noch vorhanden. Am nächsten Tag waren dort nur noch 2 Löcher - übrig blieben die Brutzellen. Sie waren nun in dem Loch und auch leicht verstreut in näherer Umgebung.

 

-volker-

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partisanengärtner

Das plötzliche Eingraben der Winterknospe wenn sie schon keine Wurzel mehr hat wäre schon ein Phänomen. ;)

Da ist das aktive Weglaufen auch nicht so unwahrscheinlich.

Ich bin aber sicher das die Theorie, das die großen Winterknospen sich so tief eingraben das sie im nächsten Jahr nicht mehr rauskommen, dadurch nur unwesentlich Anhänger verliert.

Selbst wenn Du in Deinem Fall den fotografischen Beweis in Farbe gezeigt hättest. Das wäre dann die Ausnahme.

 

Das ist eine Spitzmaus sehr gut zu erkennen auf dem Rand. Die wäre ein Gegenspieler für Gandalf, die Waldmaus (oder Gelbhalsmaus). Leider erbeuten sie bestenfalls ganz junge, die alten sind viel zu schnell und wohl auch zu wehrhaft für die.

 

 

Die Waldmäuse und ihre Verwandte ernten auch gerne Blumenzwiebeln, die sie von oben ausgraben. Kleine werden gleich mitgenommen, große an Ort und Stelle angefressen. Ich wiederhole alles gern da ich hier gemerkt habe das wichtige Informationen gern überlesen werden.

 

Siehe auch die immer wieder gern von anderen erwähnten Eigelege der im Frühjahr und  Sommer  lebendgebärenden parthenogenetischen Blattläuse an Drosera und anderen.

 

Schildläuse sind da was anderes aber die Eier sind leicht zu entdecken die sind unter den großen buckligen Schildern der Weibchen. Auch Schmierläuse (Wollläuse legen zu bestimmten Zeiten Eier) aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Bearbeitet von partisanengärtner
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Hi Axel,

 

das irgendwelche Nager Pinguicula-Winterknospen (auch) wegfressen liegt auf der Hand. Ich habe ja hier schon einmal Bilder meiner verputzten P. alpina gezeigt:

m_alpina_weiss_unterbauk.jpg

 

m_angeknabbert_alpina_red.jpg

 

m_alpina_weiss_reste.jpg

 

Es geht hier vielmehr um die 'Tieferlegung' der Knospen, die ebenfalls nachweislich vollzogen wird. Dabei werden von den Knospen unterschiedliche Tiefen erreicht und dieses Verhalten (welches häufig bei adulten Knospen zu bemerken ist) auch nicht auf Regelmäßigkeit festzuzurren ist.

 

Hier mal ein paar Herbstbilder (alle Bilder ohne Frosteinwirkung / Temperatur alle 3 Min aufgezeichnet / 09.09.2012):

m_hib06.jpg

während die größte Knospe sich noch fast am Vegetationspunkt befindet, hat die mittelgroße Knospe schon ein kleines Loch gebildet und sich zur Seite gelegt.

 

m_hib03.jpg

...hier ist eine Knospe, die schon etwas tiefer ist als ihr eigentlicher Vegetationspunkt im Sommer. Rundherum befinden sich Löcher, die wohl von tieferliegenden Pings herrühren (???)

 

Hier dann mal das Pingfeld zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen:

m_ping_winterloecher.jpg

 

Das Abtauchen etwas genauer beobachten kann man aber bei meinem Ping-Nachwuchs auf dem Balkon (29.12.2013) - aufs Bild klicken=Vergrößerung:

m_pingnachw_abtauchen01.jpg

...Sorry wegen der Algen - trotzdem gut erkennbar ist die ehemalige Rosette und die jetzige Spitze der Ping-Winterknospe.

Bei mir tauchen also auch die halbwüchsigen Pings ab - das allgemeine Credo hier im Forum bezieht sich aber vermehrt auf die adulten Pflanzen.

 

Ganz kleine Pings können übrigens nicht 'abtauchen', oder tauchen später ab (werden später gefressen?)

m_p_leere_felder_01.jpg

 

Also ist die Möglichkeit der Lageveränderung der Winterknospen relativ zur Substratoberfläche wohl doch gegeben. Nur über die Faktoren, was dazu führen kann - darüber rätseln wir hier.

 

Verlust durch Mäusefraß lässt ebenso solche Löcher entstehen - je nach Tiefe der Winterknospe. Hier gibt es auch einen User (Jusch), der ganze Moorkübel voll mit Pings im Frühjahr ausgräbt, damit sie einfacher in den Frühling starten können. Von der Hand zu weisen ist dieser Vorgang (der nicht immer so drastisch ausfällt, dass die ganze Knospe verschwunden ist) nicht.

 

Ich wollte mit meiner Kamera nun festhalten, mit welcher Beteiligung die Torfbewegung an dem Verschwinden der Pings beteiligt ist. Bei mir hat sich der Torf in der kurzen Zeitspanne jedenfalls kein Stück bewegt (war viel zu warm - die Pings haben in dem Zeitraum sogar mal wieder zugelegt, so warm war es hier.

 

Meine beiden gefressenen Pings sind übrigens erst am 15.12.2014 und am 24.12.2014 verputzt worden. Bis zu diesem Zeitpunkt lagen sie ungefähr 3-4 Monate gut zugänglich auf der Substratoberfläche. Ein Leckerbissen scheinen die Salatpflanzen also nicht zu sein. Auch meine Alpinas sind recht spät verputzt worden.

 

Eine entfernte Theorie einer Bio-Doktorin (die leider doch keine Zeit hatte für eine Wurzeluntersuchung) war das langsame Absterben der Blattrosetten, wobei sich der Vegetationspunkt der Pflanzen generell sehr viel tiefer befindet - so dass einfach nur noch die (dann) viel tiefere Zwiebel übrig bleibt. Ich denke diese Theorie kann man nach den Bildern der P. alpina (oben) und der nächsten Aufnahme

m_ping_grand03.jpg

knicken. Die Vegetationsscheibe (keine Ahnung wie man das nennt) befindet sich auf gleicher Höhe wie die Substratoberfläche. Darüber ist die 'Knolle' darunter die Wurzeln.

 

-volker-

Bearbeitet von Volker S
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partisanengärtner

Ich habe bei meinen Pings dieses Jahr nur den tiefen Vegetationspunkt gehabt. So eine offenliegende Knospe hatte ich letztes Jahr. Die lag auch den ganzen Winter oben und hat sich da allenfalls bei Regen mal mit ein wenig Dreck beschmutzt. Die kleinen sind auch vom Regen ganz schön verteilt worden.

 

Die gleiche Pflanze hat sich scheinbar im Sommer mit dem Wachstumspunkt in den Boden verzogen. Als die äußeren Blätter verschwanden saß der Rest ziemlich  tief im Loch. Das wurde in meinem Fall dann teilweise zugeschwemmt weil es dort viel feinen Torf gibt. ich konnte diesmal keine Löcher im Frühling finden und nur an einer Stelle die ich gegen die Entdeckung durch Mäuse mit Moos abgedeckt hatte waren im Frühjahr noch die Winterknospen als grüne Spitzen zu sehen. Gekommen sind alle wieder.

 

Das sie den Vergetationspunkt ziemlich tief haben kann ich gut nachvollziehn das sie durch einschwemmen oder Frosthebung abtauchen auch. Das sie so ganz verschwinden aber die kleine Brut oben liegt halte ich eben für sehr unwahrscheinlich, wenn ich sehe wie ich hier gerade ein Exemplar das schon im Sommer verschwand von mir ausgegraben wurde als es auftauchte und es seinen Vegetationspunkt in ca.3cm Tiefe hatte.

 

Es war auch schon eine kräftige Wurzel dran die mir beim Einpflanzen ganz schön im Weg war bis ich das Ding wieder woanders versenkt hatte wo es nicht im Sommer vom Moos völlig überwuchert wird.

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Klar, wenn die Knollen erst mal ins Substrat abgetaucht sind, dann haben sie auch einen tieferen Vegetationspunkt. Der Normalfall dürfte diese tiefe Eingrabung für Pinguicula aber nicht sein.

Schwer vorstellbar, dass in dieser Tiefe Brutzellen noch Sinn machen. Erst an der Substratoberfläche haben Brutzellen die beste Chance auf Verteilung und Aufwuchs. Und wenn ich mir das normale Habitat von Pinguicula so anschaue (Felsen und alpine Wiesen) haben sie dort eh keine Chance sich dort einzugraben.

 

Aber auch die eigentliche Rosettenform der Pflanze lässt meiner Meinung nach einen auf Dauer tief sitzenden Vegetationspunkt kaum zu. Von daher sehe ich ein Abtauchen in einem Moorbeet (egal durch was) eher als unnatürlich für die Pflanze an. Was soll denn ein Abtauchen und ein im Frühjahr wiederholendes Herausziehen durch die Rosettenblätter (damit sich Brutzellen bilden können) für einen Sinn machen? Frostschutz braucht die Pflanze nicht und das Abtauchen ist unabhängig von Frost (bei mir jedenfalls).

Und wie gesagt - manchmal tauchen sie auch nicht ab.

 

Das Abtauchen könnte natürlich auch eine Reaktion auf Brutzellen sein. Sozusagen ein Abstreifen der Brut damit sie sich von der Vegetationsscheibe trennen - oder was weiß ich - huuuurtz :)

 

-volker-

Bearbeitet von Volker S
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Nicky Westphal

Hallo Volker,

 

ich habe zwar erst meinen ersten Winter mit temperierten Pinguicula hinter mir, aber die Knospe hat sich von Herbst bis Frühjahr nicht gerührt. Für mich sieht dein Wubstrat einfach sehr weich aus, wonach die Knospe dann bei nassem Herbstwetter einfach einsinken. Meins gleicht dagegen einem Sandhaufen (ähnlich deinem Bildder P alpina, halt etwas feiner). Ich habe die Stelle im Moorbeet für die Pings absichtlich sandig "hart" gestaltet, damit die Stelle nicht zu nass wird. Schon mal überlegt die Stelle für die Pings aufzusanden? Dann dürfe es acuh mit dem Abtauchen vorbei sein.

 

Grüße Nicky

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Hi Nicky,

 

ja klar - 'Schuld' an den Eingrabungen ist schließlich nicht die Ping. Auf meinem Ping-Felsen haben sie schließlich auch Null Chance sich zu verkrümeln.

 

Ein etwas festeres Substrat ,oder ein eingegrabenes Kunststoffgitter (kann auch oberflächennah ausgebracht werden) macht dem Spuk ein Ende. Wir Torffreunde sind eigentlich nur auf der Suche nach der Ursache. Und so weich ist alter verdichteter Torf auch nicht und sie versinken ja nicht einfach wie eine Stein in Öl - unabhängig der Jahreszeit. Außerdem machen sie das eben nicht immer oder eben nicht immer mit gleicher Intensität. Ein nasseres Herbstwetter gibt es bei mir auch eher nicht. Ich habe einen Überlauf und fülle tatsächlich sogar täglich nach (wenn es sein muss).

 

...ich finde das Thema nach wie vor interessant. Einfach ein festeres Substrat anzudienen - also die Fragestellung zu umgehen: Das wäre ja zu einfach :)

 

-volker-

Bearbeitet von Volker S
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partisanengärtner

Das ganz tief abgetauchte Teil war in einem Kübel mit Kies /Sandmischung und relativ wenig Torf.

 

Zudem wächst da noch mein geliebtes Frauenhaarmoos das eine ziemlich feste Substratstruktur macht. Ich hatte es eigentlich abgeschrieben weil die Schnecken es da befressen hatten und es dann schon in der Sommermitte unauffindbar war.

 

Jetzt muß ich da wenigsten das Frauenhaarmoos nicht mehr beschneiden.

Es sah eigentlich aus als wenn es eine weiße Zwiebel hätte aus der im oberen Drittel eben die grünen Blätter sprossen.

Bearbeitet von partisanengärtner
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Hi Axel,

Das ganz tief abgetauchte Teil war in einem Kübel mit Kies /Sandmischung und relativ wenig Torf.

 

tja, dass hätte ich nun nicht gedacht. Evtl. war Dein Substrat noch zu neu und es hat sich noch nicht gesetzt. Zusätzlich kann es durch Frost bei bestimmten Mischungsverhältnissen stärkere Verwerfungen geben als bei Monosubstraten (allerdings sind auch bei Torf starke Verwerfungen möglich)

 

 

-volker-

Bearbeitet von Volker S
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partisanengärtner

Das war vom Sommer vorher einer der ersten Kübel überhaupt der bepflanzt wurde, da hatte ich bepflanzt bevor ich richtig anfing. Also jetzt ein Jahr und 9 Monate.

Bearbeitet von partisanengärtner
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