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Überwintern in einer zu warmen Wohnung


Guest

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Hallo Fleischis,

evtl. haben auch noch andere das Problem ? Wohnung im Winter zu warm - selbst wenn alle Regler total zugedreht auf "Sternchen" stehen heizen die Rohre noch so ungemein auf, dass die Raumtemperaturen um die 24 Grad liegen (sehr gut für die Energierechnung am Jahresende, sehr schlecht für die Karnivoren).

 

Ich habe also nur Balkon und warme Wohnung und auch der Balkon hat nur genug Licht, wenn die blöde Eiche, die davor steht, kein Laub hat - also im Winter .... :ak:

Der Keller ist zwar kühler (18 bis 20 Grad) aber dunkel und ein Anzapfen des Elektroanschlusses Keller und Gemeinschaftsraum ist ein Abmahnungs- bzw. Kündigungsgrund für den Vermieter. Außerdem sind 18 Grad auch noch zuviel, ich habe seinerzeit den kleinen Zwergsonnenbarsch Elassoma evergladei, der die gleichen Lebensansprüche hat, wie unsere VFF, beide stammen fast aus dem gleichen Gebiet, auch nicht vital halten können. Die Nachkommen wurden immer kleiner, dünner und hinfälliger und in der dritten oder vierten Generation starb der Stamm bei fast jedem aus, der die Tierchen nicht im Freiland überwintern konnte.


Ich muß die Pflanzen also über den Winter irgendwie durchbringen. So wie es jetzt scheint, müßte ich die Pflanzen über den Winter irgendwie weiter "powern" ? Ich habe auch keine Eltern mit Haus und Grundstück mehr oder andere Ausweichmöglichkeiten, wo es kühler wäre. Die Garage ist ebenfalls zu dunkel und friert im Winter fast immer durch (Wellblech)

 

So wie hier zu sehen, versuche ich das mit den D.aliciae.

Die Sarracenia will ich auf dem Balkon belassen und bei Frost gut einpacken.

Die Nephentes wird das wohl draußen nicht überleben, am Fenster als Ampel im Hausflur wohl auch nicht, da ist sie nach paar Tagen weg oder runtergeschmissen. Wohlgemerkt absichtlich, nicht aus Versehen. Das ist hier leider so.

Fenster in Küche und Bad sind Nordfenster und wahrscheinlich zu dunkel. Mit den Nephentes habe ich noch keine Lösung.

Die VFF lasse ich auch draußen, wie die Sarracenia, sie werden sich zurückziehen, dann versuche ich sie vorm Durchfrieren zu schützen und hoffe, dass im Frühjahr wieder was aus der Erde rauskommt.

 

Meinen Scorpioides hoffe ich genauso über den Winter zu bringen, wie die gezeigten D.alicae, aber die Pflanze hängt ihre "Flügel" schon sehr auffällig, es sind zwar noch Feuchtigkeitsperlen an den Tentakeln, aber es geht der Pflanze nicht optimal nach der ersten Nacht um die sechs Grad. Als ich das Töpfchen von Nicky bekam, da hat sie ihre "Flügel" noch richtig hochgehalten. Bis zu der ersten einstellig kalten Nacht eben.

 

Wie mir scheint, ebenso wie dem Burmanni, den ich besser hätte reingenommen, als die ersten richtig kalten Nächte hier in der Lausitz auftraten. Der Burmann ist  steht jetzt auch so "unter Glas" auf dem Schreibtisch, aber das Absterben der großen adulten Rosetten läßt sich nicht mehr aufhalten. Sie treiben zwar intensiv hellgrüne Blätter mit Tentaklen im Zentrum und die schönen dekorativen tiefroten Blätter rundherum sterben ab und werden irgendwie trocken. Wasser im Anstauverfahren ist aber genug drin, so dass ich mal annehme, dass das ein normales Verhalten des einjährigen D.burmanni ist.

 

Ich bin echt mal gespannt, was ich bis zum Frühjahr rüber bringe. Meine neunjährige Enkeltochter ist ja ganz heiß drauf, dass die VFF überleben, denn für sie ist das die klassische fleischfressende Pflanze schlechthin, weil sie ja "Maul und Zähne" hat. Wenn es schief geht, muß ich mir halt im Frühjahr neue Pflanzen holen.

 

Pinguicula sind natürlich auch eine Alternative, die stehen am Schlafzimmerfenster und denen scheint es absolut nicht auszumachen, dass die Bude so warm ist und die Sonne nicht acht Stunden auf sie einstrahlt, die werden wirklich trotz Wärme, trockner Luft am Tage und kalter Luft des Nachts, wenn das Fenster offen ist,  immer schöner und blühen wie die Weltmeister!  Darüber denke ich aber nächstes Jahr nach, wenn alles andere nicht gelingt.

 

Eine höhere Luftfeuchte, als die auf dem Foto ersichtliche, kriege ich kaum hin, nur Nachts geht es mal ein paar Teilstriche hoch.

 

 

 

Viele Grüsse

Peter

 

 

ueberwinterung-aliciae-schreibtisch.jpg

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partisanengärtner

Hallo Peter

Das mit Deinem D.scorpioides ist vermutlich völlig normal. Die werden bald ihre Brutschuppen entwickeln. Bei mir sind jetzt auch viele Blätter am einziehen.

Gruß Axel

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Nicky Westphal

Hallo Peter,

 

deine D. aliciae, D. scorpioides & die Nepenthes kannst du ruhig in der Wohnung durch den Winter bringen. Das die D. scorpioides die Flügel hängen lässt, leigt wahrscheinlcih daran, das sie bald Brutschuppen bilden wird! (Danke Axel, warst wieder schneller!) Bei mir haben schon einige welche!

 

Die Sarracenia & die Dionaea draussen zu überwintern ist wohl deine einzige Wahl. Wenn du die Möglichkeit hast, stell die aussen auf ein Fensterbrett, da bekommen sie noch etwas Strahlungswärme von innen ab. Sobald dauerhaft Frost herrscht, kannst du sie einmotten, oder komplett unter Wasser (Eis) setzen.

Ich werd dieses Jahr auch einen Teil meiner Temperierten Arten auf diese Wiese (versuchen) zu überwintern. Da ich die alle getopft habe, werde ich die in eine tiefere Mörtelwanne packen und bei Frost fluten und dann einfrieren. Hat beim letzten Winter mit ein paar Testpflanzen (D. rotundifolia & D. filiformis) funktioniert, nur kan man den Winter nicht als Maßstab ansetzen. Teilweise hatten wir hier aber auch -15°C.

 

Grüße Nicky

Edited by Nicky Westphal
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Hallo Peter,

 

das Wesentliche haben Axel und Nicky ja schon geschrieben. Bei der Balkonüberwinterung ist die Eiche nicht das Problem, vielleicht schon eher das Laubabwerfen. Wenn dadurch einmal direkte Sonne, dann wieder Frosttage ihr Unwesen treiben können ist das die eigentliche Gefahr. Auftauen, eingefrieren, auftauen, ..., das halten sie nicht lange durch. Also besser ist ein kontinuierlicher Dauerfrost als ständiges hin und her. Die richtigen Frostschutzmaßnahmen würde ich auch erst durchführen wenn es wirklich ernsthaft tage-, nächtelange Fröste gibt. Bis dahin genügt eine gute Styroporkiste mit Isomaterial, um eine leichte Frostnacht zu überstehen. Als Abdeckung hilft schon eine leicht Frostschutzdecke. Die gibt es günstig in Baumärkten und Co.. In den Beeten und Kübeln müssen sie das auch und ungeschützt abkönnen.

 

Ganz nebenbei: deinem Vermieter würde ich aufs Dach steigen. Wenn die Heizung auf Sternchen steht ist sie definitiv aus. Diese Stellung ist nur ein Forstschutz damit keine Leitungen z. b. bei längerer Abwesenheit oder leer stehender Wohnung. Wenn die Heizung so weiter donnert sind die Regler definitiv kaputt.

 

Gruß Piesl

Edited by Piesl
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Hallo

Danke für eure Antworten, da probiere ich doch gleich mal, wie das mit dieser Mehrfach-Zitat-Funktion klappt:

 

Hallo Peter

Das mit Deinem D.scorpioides ist vermutlich völlig normal. Die werden bald ihre Brutschuppen entwickeln. Bei mir sind jetzt auch viele Blätter am einziehen.

Gruß Axel

 

Stichwort Brutschuppen, das klingt erstmal sehr gut

 

Hallo Peter,

 

deine D. aliciae, D. scorpioides & die Nepenthes kannst du ruhig in der Wohnung durch den Winter bringen. Das die D. scorpioides die Flügel hängen lässt, leigt wahrscheinlcih daran, das sie bald Brutschuppen bilden wird! (Danke Axel, warst wieder schneller!) Bei mir haben schon einige welche!

 

Die Sarracenia & die Dionaea draussen zu überwintern ist wohl deine einzige Wahl. Wenn du die Möglichkeit hast, stell die aussen auf ein Fensterbrett, da bekommen sie noch etwas Strahlungswärme von innen ab. Sobald dauerhaft Frost herrscht, kannst du sie einmotten, oder komplett unter Wasser (Eis) setzen.

Ich werd dieses Jahr auch einen Teil meiner Temperierten Arten auf diese Wiese (versuchen) zu überwintern. Da ich die alle getopft habe, werde ich die in eine tiefere Mörtelwanne packen und bei Frost fluten und dann einfrieren. Hat beim letzten Winter mit ein paar Testpflanzen (D. rotundifolia & D. filiformis) funktioniert, nur kan man den Winter nicht als Maßstab ansetzen. Teilweise hatten wir hier aber auch -15°C.

 

Grüße Nicky

 

Nicky, nachdem Du mir Brutschuppen vom D.rosacea mitgegeben hast, habe ich die Dinger ja erstmalig selbst gesehen, wo finde ich die aber am Scorpioides ?

 

Vielleicht bitte anhand dieses Fotos (hoffentlich sieht den fatalen Fotofehler nicht gleich jeder) - Wo sitzen die Schuppen dann an der Pflanze und welche Farbe hätten sie ?

Wie groß ? Sehe ich die ohne Lupe ?

 

Wenn ich die einfach in das Substrat um den "alten" Baum fallen lasse - kommen dann die Kleinen rundherum raus oder muß ich die zwingend extra ansetzen ? Ich habe die ganze Geschichte jetzt in einem Glas, das könnte ruhig zuwachsen - vorausgesetzt das geht.

 

scorp.jpg

 

Hallo Peter,

 

das Wesentliche haben Axel und Nicky ja schon geschrieben. Bei der Balkonüberwinterung ist die Eiche nicht das Problem, vielleicht schon eher das Laubabwerfen. Wenn dadurch einmal direkte Sonne, dann wieder Frosttage ihr Unwesen treiben können ist das die eigentliche Gefahr. Auftauen, eingefrieren, auftauen, ..., das halten sie nicht lange durch. Also besser ist ein kontinuierlicher Dauerfrost als ständiges hin und her. Die richtigen Frostschutzmaßnahmen würde ich auch erst durchführen wenn es wirklich ernsthaft tage-, nächtelange Fröste gibt. Bis dahin genügt eine gute Styroporkiste mit Isomaterial, um eine leichte Frostnacht zu überstehen. Als Abdeckung hilft schon eine leicht Frostschutzdecke. Die gibt es günstig in Baumärkten und Co.. In den Beeten und Kübeln müssen sie das auch und ungeschützt abkönnen.

 

Ganz nebenbei: deinem Vermieter würde ich aufs Dach steigen. Wenn die Heizung auf Sternchen steht ist sie definitiv aus. Diese Stellung ist nur ein Forstschutz damit keine Leitungen z. b. bei längerer Abwesenheit oder leer stehender Wohnung. Wenn die Heizung so weiter donnert sind die Regler definitiv kaputt.

 

Gruß Piesl

 

mit den Styropurkisten so habe ich das auch vor, wir haben hier seit Jahren streckenweise relativ milde Winter, selten Schnee, kaum Frost stärker als minus 5-6 Grad und wenn stärker dann nur wenige Tage, dann meist aber 20 bis 25 Grad minus, das hängt mit der trocknen Bergbaufolgelandschaft zusammen.

Stichwort Frostschutzdecke - es gibt da aus dieser Goldfolie die Rettungsdecken, meinst Du so etwas. ? Bei der Bergwacht werden die auch angewendet, bei verunglückten Skifahrern oder Bergsteigern.

 

mal zu der "defekten" Heizung

Das Sternchen am Regler, das stimmt, damit stellt man die Heizung selbst in Gänze aus, das ist auch so, aber die ansteigenden und absteigenden Rohre werden deshalb nicht kalt, sonst würde der Rest des Hausaufgangs in kalten Wohnungen sitzen. Wir heizen unsere Wohnung quasi mit den Rohren nicht mit dem Heizkörper. Der Heizkörper kann dabei sogar kalt sein, die Wohnung bleibt trotzdem ausreichend warm. Der Nebeneffekt ist der, dass wir sehr geringe Heizungskosten aber immer eine warme Bude haben. Der andere Effekt ist der, dass eine wirklich kalte Stelle in der Wohnung nicht gibt. Will man die Wohnungen wirklich kalt haben, muß der ganze Strang zentral abgestellt werden und da gibt es Krach, weil keiner eine kalte Wohnung haben will - ich bin da jetzt wegen der Pflanzen der einzige, der nach kalten Zimmern jammert - alle anderen sagen mir, zieh hier raus, wenn Dir das zu warm ist aber lass uns das alles so wie es ist - und gefällts.

 

Kaputt ist hier m.E. nichts, nur unsere Rohre, die den Heißwasserdampf transportieren sind überdimensioniert und nicht isoliert und meine Hausmitbewohner lieben ihre warme Wohnung :cool:

 

Euch allen Dreien

Danke für Eure Antworten

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Hallo Peter,

 

 

Vielleicht bitte anhand dieses Fotos (hoffentlich sieht den fatalen Fotofehler nicht gleich jeder) - Wo sitzen die Schuppen dann an der Pflanze und welche Farbe hätten sie ?

Wie groß ? Sehe ich die ohne Lupe ?

 

Die Brutschuppen werden an der Stelle gebildet, wo sonst die Fangblätter heraus wachsen. Die Brutschuppen sind grün und werden etwa 2-3 mm groß. Ein deutliches Zeichen der Brutschuppenbildung ist eine Stipulahärchen-Kuppel.

 

 

Wenn ich die einfach in das Substrat um den "alten" Baum fallen lasse - kommen dann die Kleinen rundherum raus oder muß ich die zwingend extra ansetzen ? Ich habe die ganze Geschichte jetzt in einem Glas, das könnte ruhig zuwachsen - vorausgesetzt das geht.

 

Extra ansetzen musst du nicht, die können problemlos neben den Eltern wachsen.

 

Gruß

Kevin

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Hallo Peter,

 

nein bitte keine Goldfolie! Die ist wirklich gut, aber nur für Verunglückte, bei der letzten Sonnenfinsternis doppelt genommen auch als Filter für das Fotoobjektiv ...! Ihr Problem ist aber, dass sie dicht ist und damit keinen Luftaustausch zulässt, was Schimmel und Fäulnis zur Folge hat. Klingt zwar zuerst schizophren, ist aber so. Das Kondenswasser wird zum Killer.

Nur mal unverbindlich und ohne jede Wertung als Beispiel: http://www.amazon.de/Star-3070800-Winter-Vlies-5x5-SB-Einleger/dp/B0001IP02O/ref=sr_1_10?ie=UTF8&qid=1412360258&sr=8-10&keywords=pflanzen+frostschutz

Dieses Flies wird einfach über bzw. um die Pflanzen gelegt. In extremen Barfrostphasen lege ich so etwas einfach locker über die offen wachsenden Dionaeas, die Ränder leicht an den Boden gedrückt, das wars auch schon. Sobald das Wetter wieder erträglicher wird - runter damit und offen weiter kultivieren. Luftzirkulation ist im Freien wie auch bei Indoor-Kultur das A und O.

 

Das mit der Heizung, naja, da kannst du nur damit leben und quasi von den nicht isolierten Rohren "schmarozen" ;) . Ärgerlich für dich als Pflanzenhalter, aber auch nett wenn die anderen dir "die Heizung zahlen". :cool:

 

Da wünsche ich dir einfach nur guten Mut und gute Überwinterung, das wird schon!

 

Gruß Piesl

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Die VFF lasse ich auch draußen, wie die Sarracenia, sie werden sich zurückziehen, dann versuche ich sie vorm Durchfrieren zu schützen und hoffe, dass im Frühjahr wieder was aus der Erde rauskommt.

 

Hallo Peter,

 

ich kann zwar selbst noch keine fundierte Erfahrung vorweisen aber ich bin erst heute beim stöbern über diesen Thread gestolpert:

 

http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/32295-anleitung-zur-%C3%BCberwinterung-von-dionaea-im-moork%C3%BCbel-balkonkasten-oder-topf/?hl=%C3%BCberwintern

 

Vielleicht hilfts dir :)

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