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Thema für "Jugend forscht" gesucht!


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Hi,

 

ich habe einen Schüler in meiner 6. Klasse, der gerne im Rahmen von "Jugend forscht" mit fleischfressenden Pflanzen arbeiten möchte. Das Thema muss innerhalb von 4 Monaten zu "erforschen" sein, da bereits Ende Februar die Präsentation der Ergebnisse stattfindet.

Hat jemand eine Idee?

Sieht man zum Beispiel schon nach drei Monaten einen Unterschied im Wachstum von Drosera-Pflanzen, wenn man eine Gruppe mit Fruchtfliegen füttert und die Vergleichsgruppe nicht?

 

Danke schon mal im Voraus für Antworten!

 

Tine

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Andreas Wistuba

Hallo Tine,

da wird man zwar einen Unterschied sehen, aber das ist ziemlich trivial, würde ich sagen.

Auch wenn Jugendliche forschen, soll ja irgendein Problem bearbeitet werden und vielleicht etwas klitzekleines Neues herauskommen.

Wenn ich Karnivoren füttere und sie danach besser wachsen ist das etwa so ergiebig wie einen Würfel Zucker in einem Glas Wasser zu lösen und zu testen, ob es süss schmeckt ;)

Viele Grüße

Andreas 

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Hallo Tine & Andreas,

 

naja für Andreas ist das Thema vielleicht trivial, aber als Sechstklässler hätte mich die Frage schon interessiert, wie viel Fütterung am Wachstum wirklich ausmacht! Ausserdem kann man etwas wiss. Handwerkszeug üben: Versuchsaufbau, Bedingungskontrolle, und Messen, Messen, Messen ;-)

 

Ich hab hier im Forum mal nach "Jugend forscht" gesucht und natürlich sind da in der Vergangenheit wirklich interessante Arbeiten zu carnivoren Themen verfasst worden - bin mir aber unsicher, ob von Sechstklässlern..

 

Zum Wachstumsexperiment:

 

Ich würde einfach 2 x 3 gleich alte und gleich große Drosera capensis Sämlinge/Jungpflanzen benutzen... Dann einen Fütterungsintervall (1x wöchentl.) festlegen und fleissig Messreihen aufstellen (plus Fotodokumentation).

 

viele Grüße und viel Erfolg

Feldi

Bearbeitet von Feldenberg
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Hallo,

ich bin der Meinung, dass 4 Monate viel zu wenig sind, um einen Unterschied feststellen zu können, Das Ganze sollte schon einen Zeitraum von mindestens 1 Jahr umfassen und pro Pflanzengruppe, die unter verschiedenen Umständen untersucht wird, mindestens jew. so 20 Pflanzen umfassen. Eignen würden sich da natürlich am besten schnellwachsende Drosera spec., die auch ganzjährig durchkultiviert werden können, wie capensis.

Thomas

Bearbeitet von Benutzername
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Hallo,

 

danke schonmal für die bisherigen Antworten! Das mit den vier Monaten ist echt schwierig. Natürlich wäre es besser, um einen signifikanten Unterschied zu sehen, einen längeren Zeitraum zu nehmen. Aber welcher 6.-Klässler stellt sich zwei Jahre lang geduldig jede Woche mit dem Lineal an 50 Pflanzen und misst deren Blattlänge?

Ich klebe ja nicht an der Wachstums-Idee, vielleicht hat jemand einen beseren Vorschlag?

Tine

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Ja, das ist natürlich klar, da es, wie Du schon sagtest, um die Forschung kleiner Kinder geht. Aber bleiben wir mal bei schnellwachsenden, einfach und ganzjährig zu kultivierenden Droseras wie capensis. Wie wärs denn, wenn man da das Wachstum auf verschiedenen Substraten untersucht? Oder bei verschiedenen Temperaturen (bietet sich ja jetzt im Winter an, z.B. kaltes Treppenhaus und warme Wohnung etc.). Da kann man natürlich keine tollen neue Erkenntnisse bei erwarten, aber ich weiß auch nicht wie die Anforderungen da sind.

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Andreas Wistuba

Hallo Tine & Andreas,

 

naja für Andreas ist das Thema vielleicht trivial, aber als Sechstklässler hätte mich die Frage schon interessiert, wie viel Fütterung am Wachstum wirklich ausmacht! Ausserdem kann man etwas wiss. Handwerkszeug üben: Versuchsaufbau, Bedingungskontrolle, und Messen, Messen, Messen ;-)

 

Ich hab hier im Forum mal nach "Jugend forscht" gesucht und natürlich sind da in der Vergangenheit wirklich interessante Arbeiten zu carnivoren Themen verfasst worden - bin mir aber unsicher, ob von Sechstklässlern..

 

Zum Wachstumsexperiment:

 

Ich würde einfach 2 x 3 gleich alte und gleich große Drosera capensis Sämlinge/Jungpflanzen benutzen... Dann einen Fütterungsintervall (1x wöchentl.) festlegen und fleissig Messreihen aufstellen (plus Fotodokumentation).

 

viele Grüße und viel Erfolg

Feldi

 

 

Hallo Feldi,

da hast Du sicher recht und zum selber Experimentieren ist das sicherlich auch interessant. Aber für einen bundesweiten Wettbewerb..?

Bei Jugend forscht sind ja teilweise richtig tolle Projekte am Start. 

Da finde ich den Ansatz im Vergleich einfach sehr einfach.

Das Ergebnis ist jetzt schon klar und eine Quantifizierung nach Wachstum/Fruchtfliege hat auch nicht viel Aussagekraft.

Karnivoren sind halt ein sehr prominentes Thema. Da wird es nicht einfach sein, noch eine richtig pfiffige Frage zu stellen, die ein 6-Klässler bearbeiten kann.

Aber ich grübele.....

Grüße

Andreas

Bearbeitet von Andreas Wistuba
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Hallo,

von der Seite des Wettbewerbs her gesehen, würde ich mich nicht nur auf das Wachstum unter verschiedenen Bedingungen festlegen. Dann könnte man auch mit Bohnen oder Ähnlichem arbeiten. Es erscheint mir sinnvoll, dass der Beitrag mit karnivor zusammenhängt, wenn man sich für diese Pflanzen entscheidet.

Das Ganze sehe ich aus der Perspektive des Lehrers und so lautet mein Frage an die Züchter: Kann man eventuell verschiedene Mittel füttern, z. B.Fruchtfliegen, Milch etc., und eine Vergleichsgruppe ohne Futter bilden?

Untersucht würde dann erstens, ob die Pflanzen mit Futter schneller wachsen. Davon ist ja auszugehen und so kann zweitens darüber hinaus erforscht werden, ob ein Futter zu stärkerem Wachstum führt als ein anderes. Kann das über diese kurze Zeitspanne festgestellt werden?

Viele Grüße, Eva

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partisanengärtner

Nach einem Beitrag hier http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/38147-dregia-vs-wespe/ hätte ich einen interessanten Versuch anzubieten.

Inwieweit ist der Kontakt mit dem Tentakelsekret für ein Insekt lebensverkürzend ist, wenn die Tiere nicht kleben bleiben und ersticken.

Versuchstiere der Einfachheit halber Heimchen vor der letzten Reifehäutung die an unterschiedlichen Stellen mit dem Sekret von zum Beispiel Drosera capensis  betupft werden. Jeweils mindestens10 Exemplare für jede Stelle. (z.B. Hinterleib, Kopf, Fühler, Vorderbeine, Beinansatz) Tiere sollen sich selber aktiv reinigen.


 

Zum Vergleich kann man das ganze noch mit dem betäubenden Nektar anderer Carnivoren versuchen.

 

Wenn die Exemplare die nächste Häutung erreichen und sich vollständig häuten können, wäre das sehr interessant. Tiere bekommt man bei Zoofachhandel.

Es wäre auch interessant wie der Effekt bei den weichen Gelenken im Verhältnis zu den stärkeren Panzerteilen ist.

Wenn man den Versuch vor der vorletzten Häutung ansetzt sind die Tiere in der Lage eventuelle Gliederverluste vollständig zu regenerieren.

Ob es zu Gliedverlusten kommt wäre natürlich auch zu protokollieren.

Solche Heimchen sind etwas kleiner als einen Zentimeter und die Flügelansätze sind noch nicht richtig zu sehen.

 

Fliegen züchten wäre auch noch möglich aber das ist schon nicht so leicht. Besonders die Haltung der Adulten ist schon hohe Schule.

Mit Anglermaden kann man es auch versuchen da wäre dann der erfolgreiche Schlupf das Versuchsergebnis.

 

 

Das Ergebnis wäre sicher nicht nur für uns interessant. Der Zeitrahmen wäre angemessen. Ist natürlich nichts für Zartbesaitete. Aber Fruchtfliegen totquälen ist ja auch nicht so ganz ohne.

Seltene Insekten befreie ich schon manchmal, obwohl ich keine Ahnung habe ob es was hilft.

 

Wenn es zu dem Versuch kommt wäre ich auch bereit entsprechende Haltungsanleitung für die Heicmchen zu liefern. Ich habe jahrelang verschiedene Futtertiere gezüchtet.

P.S.Schaben wären auch sehr gute Versuchstiere. Aber ich kenne wenige Menschen die sowas in Ihrer Wohnung haben wollen. Auch wenn die meisten Futterschaben in der Wohnung nicht aushalten.

Bearbeitet von partisanengärtner
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partisanengärtner

Man könnte auch eine Gruppe nach einer halben Stunde mit wasser säubern und auf einem Küchentuch trocknen. Vor allem sollte man eine größere Vergleichsgruppe haben die gar nicht behandelt wird. Der Einfluß der Haltung ist sonst vermutlich der stärkste Faktor.

Gruß axel

Bearbeitet von partisanengärtner
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FriedrichSchulze

Hallo,

Ich würde mich Andreas Wistuba auch anschließen. Ein Forschungsprojekt hat sowohl ein Abstract, als auch ein Fazit. Da würde dann so ein Satz auftauchen: Es konnte somit festgestellt werden, dass die zusätzliche Nährstoffaufnahme über die Insekten das Wachstum fördert.

Wer würde da noch weiterlesen?

ich weiß zwar nicht, wie realisierbar das innerhalb des Zeitraumes ist. Da können die Profis vll. eher was sagen. Ich persönlich fände die Frage nach der Konkurrenz und der allgemeinen Überlebensfähigkeit interessant. Man könnte das Wachstum der Karnivoren mit Nicht-Karnivoren unter verschiedenen Bedingungen, v.a. im Bezug auf das Substrat (natürlich nicht nur aufs Weißtorf und Gartenerde beschränkt) und Insektendünger testen. Sprich, wo setzen sich die Karnivoren besser durch, wo die Nicht-Karnivoren. Wann kann Insektendünger den Kampf doch noch zugunsten der Karnivoren kippen. Nur so als Idee...

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Ich sehe da noch ein ganz anderes Problem. Die nächsten 4 Monate ist Winter, eine ohnehin ungünstige Zeit für Karnivoren. Man kann natürlich zB capensis durchkultivieren, aber die Bedingungen in einem trockenen Wohnraum sind nicht ideal und ohne Zusatzbeleuchtung geht es schon gar nicht. Das ist aber die Voraussetzung, will man gesunde, sich normal entwickelnde Pflanzen, mit denen dann auch Vergleiche angestellt werden können. Dies sollte man bedenken.

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In der Arbeit geht es ja dann nicht nur um Karnivoren sondern vorallem um den Effekt auf Insekten! Den Versuchsaufbau von Partisanengärtner finde ich gut. Da könnte man auch noch eine (mögliche) postiv Kontrolle einführen - z.B. zerstampfte Blätter, da dann die Stoffe sicher freigesetzt werden können, die die Häutung der Insekten verhindert. Also Insekten mit dem "Klebsekret" behandeln, eine zweite Gruppe (positiv Kontrolle) mit dem "Extrakt" und eine dritte Gruppe (negativ Kontrolle) mit dem gleichen Wasser behandeln, dass zum Verdünnen des Extrakts verwendet wurde. Für jede Gruppe sollte dann min. je eine Pflanze gleichen Alters zu Verfügung stehen und unter den selben kontrollierten Bedingungen gehalten sein. Die Gruppe der Insekten sollte min. aus 6 Tieren bestehen, um eine Aussage machen zu können und um signifikante Werte zu erhalten.

 

Wie neu, bzw. wie nahe dieser Versuch an bereits publizierten Daten ist, weiss ich nicht! Der Effekt wird vermutlich durch Plumbagin oder ein anderes Naphtoquinone ausgelöst, die in Karnivoren innerhalb der Caryophyllales zahlreich vorhanden sind... --> Also eine mögliche 4. Gruppe und eine weitere pos. Kontrolle!

Bearbeitet von Marc S.
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Innerhalb von vier Monaten läßt sich da m.E. nicht viel "erforschen" und jetzt im Herbst wohl gar nicht.

 

Es sei denn man holt jetzt etwa vier Pflanzen aus dem Baumarkt, die alle im gleichen Zustand sein sollten - VFF gibt es in Masse zur Zeit bei TOOM, die sehen sogar ziemlich kräftig und gesund aus - und gießt zwei davon mit Leitungswasser und die restlichen zwei mit destilliertem Wasser und führt Buch, wie lange die erste Pflanze braucht um abzusterben. Das wissen wir alle hier zwar vorher, was da passiert, aber das wäre das am leichtesten Machbare und wahrscheinlich noch praktisch relevant für die Verkäufer, damit ihnen vor Augen geführt wird, dass das Gießen mit Leitungswasser und der Standort im Markt eben nicht was Belangloses ist und dass sie möglicherweise nach einer Woche schon ireparabel geschädigte Pflanzen zum vollen Preis an ihre Kunden verkaufen.

 

Man kann das ja so machen

 

Pflanze 1 Leitungswasser - heller Standort

Pflanze 2 Leitungswasser - Standort diffus, wie meist im Baumarkt

Pflanze 3 destilliertes Wasser - heller Standort

Pflanze 4 destilliertes Wasser - Standort diffus, wie Pflanze 2

 

Das Füttern und die Beobachtung auf eine mögliche Auswirkung, die dann eher subjektiv eingebildet wäre, würde ich tunlichst sein lassen, das verfälscht das Ergebnis, außerdem ist da in vier Monaten nichts ersichtlich. Da müßte man über einen wesentlich längeren Zeitraum die vier Pflanzen optimal bei Licht und  desitlliertem Wasser hältern und nur den Parameter Fütterung vergleichen, Stiellänge, Fangorgan-Größe und Zustand, Festigkeit der Stiele und Blätter etc. Meiner Meinung aber  überfordert dass einen Schüler in der sechsten Klasse, wenn er noch einen weiteren Vergleichsparameter einführen soll. Außerdem, wer will die Pflanze, die kein Futter erhalten soll, daran hindern sich selbst welches zu fangen ?

 

Standort und Gießen sind zwei Vergleichparameter, die dann schon vier Untersuchungsreihen ergeben, da geht das Futter nicht mehr einzubauen. Das überließe ich dem Zufall, fängt sich die Pflanze was, ist es gut, fängt sie sich nichts, ist es auch gut.

 

Aussage wäre dann möglicherweise - falsche und richtige Warenpräsentation von Karnivoren in Baumärkten

 

Viele Grüsse

Peter

 

Diesmal sahen die VFF im TOOM-Baumarkt nicht so schlimm aus wie sonst, vielleicht gerade angeliefert ? Soweit ich erfuhr, sind die Pflanzen aus den Niederlanden und werden über eine spezielle Warenhandels-GmbH aus Köln in die die TOOM-Baumärkte bundesweit ausgeliefert.

 

vff-baumarkt-toom.jpg

Bearbeitet von Peter S.
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Hallo,

 

inwiefern steht denn künstliche Beleuchtung zur Verfügung? Ich gehe mal nicht davon aus, dass unbedingt ein Lichtschrank zur Verfügung steht, aber mit einem solchen (oder ähnlicher künstlicher Tag/Nacht-Beleuchtung) könnte man den Versuchsaufbau für einen Sechstklässler denke ich schon so machen, wie von dir vorgeschlagen.

 

Die reine Untersuchung "Wieviel besser wachsen die Pflanzen, die gefüttert werden?" ist wohl tatsächlich etwas trivial, aber die Fragestellung ließe sich ja ausbauen:

 

Welche Auswirkung hat die Fütterung der Pflanzen im Zusammenhang mit den Bodennährstoffen auf die Pflanze?

Relativ robuste Drosera gleicher größe werden dann einfach auf verschiedenem Substrat/Flüssigmedium mit unterschiedlicher Nährstoffzusammensetzung gezogen. Dabei gibt es dann wieder welche die regelmäßig gefüttert werden und welche, die nicht gefüttert werden. Die Abstufungen lassen sich dabei natürlich ins unendliche skalieren, man müsste dann halt eine Menge an Versuchspflanzen und Konstellationen finden, die realistisch ist. Ich denke das könnte interessant sein.

 

vG

Nico

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Hallo,

 

danke für die große Zahl an hilfreichen Beiträgen!

 

Um den armen Jungen nicht zu überfordern werde ich ihm vorschlagen, dass wir die Auswirkungen von Fütterung und Düngung auf das Wachstum von Drosera capensis "erforschen". Vier oder fünf Parallelversuche sollten erstmal reichen (Fliegenfütterung, wenig Düngung, mittelmäßig Düngung, viel Düngung und die Vergleichsgruppe ohne Futter/Düngung).

 

Oder wir erforschen, wieviel Kalk die Drosera im Gießwasser verträgt, ohne einzugehen. Das Ergebnis können wir dann an OBI, Dehner und Toom weiterleiten...

 

Mal abwarten, was er zu den Ideen sagt. Soll ihm ja auch Spaß machen, nicht nur mir. ;)

 

Schönen Abend noch!

 

Tine

 

P.S. Wie lange muss man denn im Forum Mitglied sein, um nicht nur zwei Beiträge in 24 Stunden posten zu dürfen??

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Hallo Tine,

dir ist aber schon klar, dass er pro Gruppe (füttern, düngen, etc.) eine gewisse Anzahl Pflanzen (min.4-6!) braucht, da er sonst KEINE Ausage machen kann! Zudem müssen die Bedingungen (Licht, Tageslänge, Temperatur, etc.) für alle gleich und vorallem (!) kontrolliert sein - für euch wohl am besten in einem Terrarium mit guter künstlicher Beleuchtung...

 

Wünsche euch viel Glück und Spass dabei! :D

 

 

Grüsse

Marc

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das meinte ich ja mit den zuviel Parametern, der Schüler ist in der 6. Klasse  :dntknw:

Wenn man das richtig machen will, dann ufert das unwahrscheinlich aus und der Parameter Fütterung ist m.E. nicht stichhaltig, weil sich die Pflanze selbst unabhängig versorgen kann. Der Schüler kann doch gar nicht jede Fliege oder Mücke zählen. Ich staune immer, was in dem D.capensis so alles drin hängt und was in den Klappen der VFF alles um Hilfe summt, ohne dass man den Fangvorgang gemerkt hat.

 

Ich kann mir schwer vorstellen, dass ein normal ausgestatteter 12-jähriger das hinkriegt.

Solche Ausnahmen wie Albert Einstein, Amadeus Mozart, Steven Hawking und Manfred v.Ardenne werden nicht allzu oft geboren.

 

Schöne Grüsse

Peter

Bearbeitet von Peter S.
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Lukas Volkmer

Hallo,

 

Wie Marc das schon erwähnt hat: Konstante Bedingungen sind wichtig. Damit andere Parameter eingegrenzt werden können. Wenn man z.B. eine Pflanze etwas trockener hält, kann das durchaus auch das Wachstum beeinflussen. Und durch konstante Bedingungen für alle Pflanzen in einer isolierten Umgebung ( Terrarium finde ich auch gut geeignet) denke ich kann man das Wachstum wirklich im Bezug auf die Fütterung analysieren.  In einem geschlossenem sauberen Terrarium schließe ich aus, dass Fliegen etc. unkontrolliert gefangen werden.

 

Einen evtl. etwas abgewandelten Ansatz findet man hier in Versuch 2:

 

http://www.drosophyllum.com/deutsch/versuche.htm

 

Meiner Meinung nach finde ich ist das Problem aber, dass man wahrscheinlich auch nach 3 Monaten nur geringe Unterschiede erkennt ( Es sei denn die eine Pflanze pumpt man Dünger zu, dass sie stirbt, oder ähnliche Extremfälle) Explizite Aussagen wird man kaum machen können. Capensis ist sehr genügsam und wächst auch ohne "Fütterung" wie Gras. Ob man der einen Capensis-Gruppe jeden Tag ne Fliege draufdrückt oder nicht, wird das Wachstum nicht viel beeinflussen. Und wenn man da was testen will, brauch man wie von Marc gesagt mehrere Pflanzengruppen . Sodass man z.B. 6 capensis (Ungedüngt), 6 capensis ( organische Düngung), 6 capensis ( mineralische Dünger) etc. hat.

Trotzdem würde ich das Thema nicht wählen für das Jugendforscht-Projekt. Die Thematik ist ohnehin etwas ausgekaut, und man kann das Wachstum einer Pflanze nicht nur auf Düngung zurückführen. Es spielen viele andere Faktoren eine Rolle. Und den Anspruch eines Jugendforscht-Projekt hat das nicht. In meinen Augen kann das ein 12-Jähriger schon machen. Es soll die Schüler auch etwas fordern. 

 

Ich habe selber in der achten Klasse ein Jugend forscht-Projekt gehabt. Und die Anforderungen waren schon hoch aber in meinen Augen vollkommen angemessen! Ich weiß nicht, wie es an Deiner Schule ist, aber bei uns sollte es bei der Themenauswahl wirklich um eine konkrete Problemstellung gehen ( aus der man evtl mehr rausholen kann, als nur Aussagen wie zB. Pflanze x wächst besser als Pflanze y ;) ) . Dies sollte mit praktischer Arbeit abgerundet werden.

 

Mein Fazit zu diesem Topic ist:

Man kann in der Karnivorie sicher interessante Themen für solch ein Projekt finden. Aber man sollte nicht die ausgekauten Themen ( Düngung, Bedeutung von Insekten, VFF) nehmen, aus denen man z.T. ungenaue Fakten bekommt. Auf Niveau eines Sechstklässlers lassen sich da möglichweise auch nur ungenaue Aussagen machen, da er in Biologie, Erdkunde, Sachkunde etc. garnicht das Wissen besitzen kann.

Ich würde sagen, überleg nochmal was das Thema angeht. 

 

So.. ich hoffe das war nicht zu kritisch verfasst.

 

Gruß

Lukas

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Andreas Wistuba

 

Mein Fazit zu diesem Topic ist:

Man kann in der Karnivorie sicher interessante Themen für solch ein Projekt finden. Aber man sollte nicht die ausgekauten Themen ( Düngung, Bedeutung von Insekten, VFF) nehmen, aus denen man z.T. ungenaue Fakten bekommt. Auf Niveau eines Sechstklässlers lassen sich da möglichweise auch nur ungenaue Aussagen machen, da er in Biologie, Erdkunde, Sachkunde etc. garnicht das Wissen besitzen kann.

Ich würde sagen, überleg nochmal was das Thema angeht. 

 

 

...meine Rede!

Ich denke, mit einfachen Fütterungsversuchen hätte man vor 30 Jahren jemanden hinterm Ofen hervorlocken können, aber mittlerweile dürfte das Thema mehr als "durch" sein....gähn...

Und den Versuch mit Kalkwasser finde ich naiv und frei von jeglicher Fragestellung. Du kannst mit falscher Kultur jedes Tier und jede Pflanze die nicht gerade Atomkriegstauglich ist umbringen. Manche Karnivoren sind halt Kalkflüchter - wie viele andere Pflanzen auch. Man könnte auch die aquatische Anzucht von Kakteen probieren oder die Kultur von Sumpfpflanzen unter Wüstenbedingungen, aber ich sehe bei alldem keinen Sinn...

Die Aussage ist lediglich, dass die meisten Lebewesen in der Natur sich an bestimmte Umweltbedingungen angepasst haben.

Forschung dient ja dazu, Fragen zu beantworten. Das sollte auch bei jugendlichen Forschern nicht ganz aus den Augen verloren werden.

Partisanengärtner hat ein paar witzige Ansätze genannt, aber die dürften wiederum einen 6-Klässler überfordern.

Interessante Themen wären meiner Meinung nach zum Beispiel im Bereich von Anlockung durch optische Reize (UV-Muster???!!!) oder Duft zu nennen aber für einen 6-Klässler scheidet so etwas wohl aus. Noch dazu bräucte man dafür das natürliche Beute-Spektrum über einen längeren Zeitraum.

Grüße

Andreas 

Bearbeitet von Andreas Wistuba
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