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Zu viel Licht? --> Rote Punkte


Dominic Albrecht

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Dominic Albrecht

Hallo ,meine N. jacquelineae wird momentan mit einer 15 Wattlampe (2700 Kelvin) beleuchtet. Nun bekommt sie immer mehr kleine rote Punkte. Kommen diese von zuviel Licht? Die Lampe hängt maximal 20cm von ihr entfernt. Zudem steht sie am Südwest-Fenster welches vollkommen unschattiert ist.

Gruß Dominic

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Christian Voss

Hallo Dominic,

 

einfache Antwort: Nein!

 

Zu viel Licht geht bei Hochland-Nepenthes quasi überhaupt nicht. (Außer vielleicht zu lange, sprich: mehr als 14-15 Stunden täglich).

Welchen Grund die roten Punkte haben kann man nur schwer sagen, da der Rest deiner Kulturbedingungen bisher nicht bekannt ist.

(Ich hoffe zum Beispiel, dass die Pflanze nicht über der Heizung steht, die im ersten Bild zu sehen ist.)

 

Was man aber sagen kann ist, dass die beschriebene Lampe für die Beleuchtung von Carnivoren völlig ungeeignet ist.

 

Zum Einen ist mit 15W (ich gehe mal von einer Energiesparlampe aus) nicht mal bei weniger lichthungrigen Pflanzen was zu holen.

Die Sonne, die durch Dein SW-Fenster scheint dürfte da um ein Vielfaches stärker sein.

Zum Anderen strahlt die Lichtfarbe 2700 Kelvin ein Farbspektrum ab, mit dem die Pflanze nichts anfangen kann.

 

Diese Lampe macht hier überhaupt keinen Sinn.

 

Nepenthes jacquelineae ist eine tropische Hochlandpflanze, das bedeutet:

 

- sehr viel Licht (bei 20cm Abstand solltest Du schon mindestens 30W besser mehr verwenden) für ca. 12-13 Stunden am Tag

- Lichtfarbe 4000 oder 6500 Kelvin (am besten gemischt entspricht am ehesten dem Spektrum, mit dem Pflanzen was anfangen können)

- dauerhaft hohe Luftfeuchte (Platz über der Heizung ist Gift, Besprühen bringt nichts, Terrariumkultur!)

- nächtliche Temperaturabsenkung von ca. 10°C (sprich: tagsüber ca. 25°C, nachts um die 15-18°C)

 

Wenn Du all diese Punkte gewährleisten kannst, kann man anfangen sich Gedanken um die roten Punkte zu machen...

Mein Tipp: Gründliches Studium der FaQ`s.

 

Grüße,

Christian

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Dominic Albrecht

Hallo Christian ,ich habe durchaus Erfahrung mit Hochländern. Nur habe ich vor einiger Zeir einige meiner größerem Pflanzen hier verkauft und fast der Rest ist einem Wurzelpilz zum Opfer gefallen ,welchen ich zuspät bemerkt habe. Daher gibts vom Rest meiner Pflanzen nur noch Stecklinge. Ein Terrarium habe ich ja auch im Keller stehen (mit allem Schnickschnack ,also das perfekte Licht etc.) Nur hatte ich ja damals auch diverse kleine Arten in 20x20x30cm Terrarien auf der Fensterbank stehen. (jacquelineae ,arisrolochioides ,kleine lowii ,jüngere veitchii) Und die sind auch super ohne Zusatzlicht gewachsen. Zwar hatte die jacquelineae anfangs leichte Kannenprobleme ,das hat sich dann aber nach und nach eingelendelt.

Naja sowit erstmal. :D Also die absolut perfekten Bedingungen kann ich ihr bieten ,möchte ich aber nicht ,denn die soll wieder wie die alte auf der Femsterbank wachsen.

Ich hatte an Rost gedacht ,aber der würde ja an der Unterseite auch sichtbar sein. Zudem kommt die Pflanze frisch vom TC und da waren die roten Punkte bereits leicht sichtbar. Also was könnte es sein? Eine Milbenart?

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Lukas Volkmer

Hallo Dominic,

 

Christian hat schon alles gesagt und ich denke das trifft es auch. Du solltest zumindestens die Lichtfarbe wechseln... Ob das mit den roten Spuren zusammenhängt, bezweifle ich stark. Ich denke das ist bei manchen Nepenthes normal. Bei mir haben sehr viele Nepenthes rote Stellen, komische Spuren etc. V.a. bei Nepenthes merrilliana. Die hat regelrecht "Sommersprossen" ;) Die wachsen trotzdem schon seit einiger Zeit munter. 

Rostpilze sehen denke ich heller aus. Falls die Flecken dunkler werden kann man andere Pilze vermuten. Vielleicht kannst du auch mal an die Blattunterseite schauen. Wenn dort nichts zu finden ist, warte erstmal ab wie sich das entwickelt. Ich denke es ist ungefährlich.

Aber zuviel Licht ist es garantiert nicht.

 

Gruß

Lukas

 

P.S. : Die Pflanze scheint ja oft nass zu sein. Evtl. wird das Licht auf diese Punkte ( wo die Wassertropfen sind) konzentriert und es kommt zu stärkerer Färbung.

Bearbeitet von Lukas Volkmer
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Dominic Albrecht

Also unter den Blättern ist nichts zusehen. Hab eben nur gesprüht ,daher ist die so nass. :) Eigentlich wollte ich ja gar nicht beleuchten ,aber da die alte N. jacquelineae anfänglich so gezögert hat Kannen zu bilden ,wollte ich diesmal etwas nachhelfen.

Gruß Dominic

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stefan barth

Hallo Dominic,

 

die roten Punkte können verschiedene Ursachen haben. Als erstest solltest du den Neuaustrieb im Auge behalten.

Sollten Milben die Ursache sein, wird dieser verkrüppeln.

Wenn es ein Pilz ist wirkt sich der Befall unter Umständen ebenfalls stärker auf den Neutrieb aus. Auch hier werden die neuen Blätter weitere Schäden aufweisen, ggf. Verkrüppelungen.

Nach Deinen Bildern zu urteilen tippe ich jedoch werder auf das eine, noch das andere. Der Neuaustrieb sieht einwandfrei aus, zumindest soweit man das erkennen kann. Wie lange hast Du die Pflanze schon? Bei einem Zeitraum unter 4-6 Wochen werden die roten Punkte auf die Umstellung der Kulturbedingungen zurückzuführen sein, wahrscheinlich auf die trockenere Kultur als bei TC. Mit Beginn der Heizperiode wird die Luft noch ein Stück trockener werden. Ob Deine jaqui das verträgt wird sich zeigen. Eingehen wird Sie wahrscheinlich nicht gleich, ob jedoch Kannen gebildet werden ist jedoch fraglich.

 

@ Christian: Zu hell geht i.Ü. auch bei Hochlandneps. N. jaquelineae wächst eher schattig in den Mooswäldern, zumindest nach dieser Quelle:

http://www.fleischfressendepflanzen.de/db/species.ffp?id=690

 

Ich persönlich halte meine unter klassischen Hochlandbedingungen und mittlerweile aufgrund ihrer Größe auch eher hell - sehr hell, einfach weil sie schon fast bis unter die Terra-Abdeckung gewachsen ist. Allerdings habe auch ich immer wieder rote Punkte... Ob nun aufgrund eines sommerlichen Milbenbefalls oder zuviel Licht, ehrlich gesagt - keine Ahnung. Insgesamt zählt die Art bei mir zu den unproblematischeren Arten...

 

Viele Grüße

Stefan

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sind die Pflanzen eigentlich immer so extrem nass bei dir? Da kann man sich auf Dauer auch Pilze einfangen. Zudem können Wassertropfen bei viel Licht auch eine Art Linsen-Wirkung erzeugen und für lokale Verbrennungen sorgen...

Bearbeitet von Stefan H.
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Nicky Westphal

Hallo Dominic,

 

das sind normale Glühbirnen, die haben wohl was an die 3000k. Die sind für unsere Pflanzenbeleuchtung eigentlich unbrauchbar. Nicht unbedingt wegen der Lichtfarbe, sondern weil sie einfach zuviel Energie in Wärme umsetzen. Vom Farbspectrum her produzieren Glühbirnen ein gleichmäßigeres Licht wie LSR oder ESL, darum ist eben bei diesen Leuchten auch die Lichtfarbe (nach Möglichkeit 4000k) wichtig. Für eine Einzelpflanze würde ich dir zu einem 12W oder 15W LED-Spot PAR38 mit 45° Abstrahlwinkel in 4000k raten. Da hast du bei 30cm Abstand noch um die 20.000lux im Zentrum des Lichtkegels. Die Spots in 3000k tuns aber auch. Ab einer gewissen Lichtstärke ist die Lichtfarbe nicht mehr so bedeutend.

 

Grüße Nicky

Bearbeitet von Nicky Westphal
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Dominic Albrecht

Ok danke Nicky. Ich wollte die ja nur als kleine Stütze für die noch kommenden Pflanzen benutzen ,weil ich ja wieder auf die Fenstarbankultur mit einigen Nepenthes umsteigen möchte. Wenn ich so um die 4-5 kleiner Pflanzen damit beleuchte ginge das. Sie stehen ja immer noch an einem Südwest Fenster. Der Stromverbrauch wäre ja nur im Winter höher. Sonst haben sie im Frühling und Sommer viel Licht.

Also vom Verbrauch ungeeignet ,aber als kleine Zusatzbeleuchtung ok?

Gruß Dominic

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Nicky Westphal

da brauchst du aber noch einen Reflektor, sonst kommt bei den Pflanzen auch nix an. Mit Energiesparlampen + Reflektor fährst du auf jeden Fall besser! So ein Stromverbrauch addiert sich schnell auf. Es macht dann schon einen Unterschied ob du beispielsweise 3x20W ESL oder 3x 60W Glühbirnen drüber hängst!

Einziger Vorteil ist, das du bei den Heizkosten "sparst". Im Ernst, ich würde auch als Zusatzbeleuchtung keine Glühlampen verwenden! Du solltest das auch langfristiger sehen und nicht nur an einen Winter denken!

 

Grüße Nicky

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Nicky Westphal

Hallo Dominic,

 

ich weiss, das ist nicht so einfach, aber ich rate dir auch von LED-Stripes ab, es sei denn nu verwendest spezielle Streifen für Pflanzen, diese sind aber teuer und größere Abstände lassen sich damit auch nicht gut realisieren. Wenn du eine ganze Fensterbank mit Zusatzbeleuchtung machen willst, wären LED Röhren eine Alternative, da hast du aber selbiges Problem wie bei den Stripes, du musst relativ weit an die Pflanzen ran.

Ich benutze für Pflanzen am Fenster, 2x 120cm Röhren mit 20-25cm Abstand, bei 40cm Wannenbreite, als Zusatzlicht. An hellen Tagen wird daas LED Licht aber vom Sonnenlicht übertönt, an trüben Tagen (wie heute) ist es aber ein deutlicher Unterschied zu dem was an Licht von draussen ankommt. In Zahlen: LED-Licht zwischen 5.000-1000lux auf 15cm Abstand, Sonnenlicht im Winter dagegen 30.000lux oder mehr. 

 

Grüße Nicky

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