Jump to content

Krugstecklinge ?


Recommended Posts

Posted

Hi,

Ich habe gelesen, dass Stecklingsvermehrung auch mit Krügen funktioniert. Aus den Beschreibungen in der Suchfunktion bin ich nicht so schlau geworden. Blattstecklinge habe ich schon großgezogen und ich wollte fragen, ob jemand weiß, wie man Krugstecklinge aufzieht oder ob man es so macht wie bei Blättern .

Liebe Grüße Niklas

Posted

Hallo,

Ich denke, man macht das genauso wie bei den Blättern, bloß was jast du für einen Vorteil, wenn du Krüge nimmst? Ich habs ein paar mal probiert, hat aber nie geklappt. Also solange Winterblätter vorhanden sind, immer die nehmen. Das ist vieleicht auch der Grund, warum es nicht so viel darüber zu lesen gibt, weil es einfach die wenigsten machen :)

Viele Grüße,

Jonathan

Posted

Hey,

die Winterblätter haben keine Krüge. Würde ich Cephalotus halten, würde ich kaum schöne Krüge opfern, wenn ich stattdessen kruglose Winterblätter verwenden kann. Das wird wohl einer der Gründe sein, wieso du nichts findest.

Gruß,

Marco

Michael Wolloner
Posted (edited)

Hi Niklas,

 

ich habe auch schon mal ein Video gesehen über Vermehrung  mit Krugstecklingen. Das hab ich auch ausprobiert und hatte keinen Erfolg dabei. Aber mit den Blättern klappt´s bei mir auch fast immer. Ich würde auch bei  den Blättern bleiben und es nicht mehr mit Krügen versuchen.

 

Hab das Video gefunden :-)

Edited by Michael W.
Nicky Westphal
Posted

Hallo Niklas,

 

ich denke mal, das jeder die Vermehrung über Winterblätter der aus Krügen vorzieht. Funktionieren tuts mit den Krügen genauso. Problem hier ist allerdings die größere Oberfläche des Krugs, was ein schnelleres Vertrocknen zu Folge hat. Stecklinge aus Winterblättern kommen mit normaler LF aus und liegen meist komplett auf dem feuchten Substrat auf, bei Krügen ist der größte teil in der Luft und müsstest du die Luftfeuchtigkeit, dann konstant hoch halten. Kannst du mit einer Klarsichtabdeckung oder der Anzucht in Spaghnum lösen. Letztere Variante ist nicht so meins, da die Stecklinge schnell überwuchert werden.

 

Grüße Nicky

partisanengärtner
Posted

Bei meinem kleinen habe ich das mit den Krügen schon mal angedacht, da sie bei ihm so gedrängt stehen, das es eigentlich vorteilhaft wäre wenn die ganz neuen mehr Platz hätten. Dann kann die Pflanze auch leichter abtrocknen. Da ich da mit gespannter Luft arbeiten müsste habe ich es gelassen. Das geht um diese Jahreszeit wohl nur unter Kunstlicht.

Posted

Hallo,

auch mit Krügen klappt es bei mir. Wobei ich sagen muss, Blätter bilden früher Wurzel. Ich habe einmal von der gleichen Pflanze jeweils 2 Krüge und 2 Blätter zur gleichen Zeit abgenommen. An den Blättern bildeten sich die Wurzeln zwischen 2 und 4 Wochen früher als an den Krügen. Wobei es bei den Blättern auch diese Unterschiede gibt. Wieder gleiche Pflanze und gleichgroße Blätter. Bei Eden Black kann man an dem einen Blatt schon eine kleine Pflanze sehen, beim anderen Blatt nichts. Bei einem Hummer´s Gigant sehr ähnlich.

Gruß

Harro

post-2152-0-55450800-1414069125_thumb.jp

post-2152-0-63301100-1414069239_thumb.jp

post-2152-0-42436900-1414069266_thumb.jp

  • Gefällt mir 1
Posted

Ist das wirklich so ein Kies ?? Das sieht aus wie der feine Aquarienkies, den der Zoohandel für kleine Maulbrüter oder zur Befüllung von Spezialbecken für Tanganjika-Zwergbuntbarsche (Lamprologus) verkauft. Sehr klein und trotzdem körnig, so etwa 1mm bis 1,5mm Korngröße, damit selbst die kleinen Schneckenbarsche schön buddeln können.

Wachsen die Cephalotus auf dem reinen Kies? Das sieht gar nicht aus wie die Karnivorenerde, die man fertig zu kaufen kriegt .... ? Auch bei einigen Bildern von Droseras habe schon so eine auffällige Kiesschicht gesehen, statt dieser Karnivorenerde. Ich dachte immer allein die fertige Karnivorenerde reicht.

 

Danke

Peter

Nicky Westphal
Posted (edited)

Hallo Peter,

 

Cephalotus wächst glaub nicht in reinem Kies. Wenn du die Bilder genau anschaust, siehst due auch Torfteile durchschimmer. Es wird häufig nur eine Deckschickt aus Kies gemacht, genauso wie bei den Droserabildern. Diese hat ausser der Optik noch den Vorteil, das Schädlingen, wie Trauermücken, die Eiablage im Substrat erschwert wird. Ein Cepahluts mags zwar sandiger (als die normale Karnivorenerde), aber von einer Kultur in reinem Kies hab ich noch nie was gehört. Oftmals wird bei Cephalotus statt Kies auch ein hoher Perliteanteil verwendet. Substrate selber mischen ist auf dauer billiger als auf Fertigprodukte zurückzugreifen und man kann je nach den Bedürfnissen der Pflanzen zusammenmischen.

 

Grüße Nicky

Edited by Nicky Westphal
partisanengärtner
Posted

Mach auf jeden Fall die Essigprobe mit Deinem Kies, bevor Du ihn zumischst.

Gruß Axel

Posted

Hallo,

möchte kurz was zu den Bildern sagen. Ich kultiviere so früh und so lange es geht im Freien. Mein Substrat besteht aus 4 Teilen (Volumen) Torf, 1 Teil Sand, 1 Teil Perlite und 1 Teil Cocos. Ich kaufe Cocosplatten, obwohl immer geschrieben steht, dass es ein naturreines Produkt ist, scheint es nicht zu stimmen. Wenn ich die Platten in Regenwasser aufquellen lasse und das Wasser messe, komme ich oft auf 1200 Micosiemens. Deshalb 3-4 maliger Aufguss. Wenn man etwas düngen will nur 2 mal Wasserwechsel. Die Schicht oben besteht aus Granitkies. Erstens dauert es länger bis sich Moos ansiedelt und zweitens verhindert sie, dass starker Regen das Substrat auswäscht. Große Tropfen hauen so in das Gemisch, dass es richtiggehend raus geschleudert wird. Seit diesem Jahr decke ich die Pflanzen auch mit Draht ab. Unten , wie man bei uns sagt mit Karnickelstalldraht - wegen der LIEBEN Amseln, die bei mir in den Töpfen kratzen und sogar manche Pflanze raus gebuddelt haben und oben feine Drahtgaze ( sie wird oft bei Lidl als Abdeckung für Lichtschächte angeboten), diese teilt die dicken Tropen und das Substrat bleibt im Topf.

Auf dem Bild sieht die ganze Sache fast undurchsichtig aus, ist es nicht. UV und andere wichtige Stahlen usw. kommt durch.

Harro

post-2152-0-42381400-1414099120_thumb.jp

  • Gefällt mir 1
Nicky Westphal
Posted (edited)

Hallo Harro,

 

zum Glück kann ich auf solche Schutzkonstruktionen bei mir verzichten. Habe wegen meiner Katze den Balkon komplett mit einem Netz verspannt. Das hällt die Vögel fern und die Katze bleibt auch wo sie sein soll. Regen bekommen meine Cephalotus meist nur bei Sturm etwas mit ab.

 

Du verwendest GRANITKIES? Du hast gefühlte 100 Jahre mehr Erfahrung, aber bei uns ist Granit das wohl mineralhaltigste Gestein, was man so finden kann. Den aus dem Vogtland würde ich wegen dem Urangehalt schon gar nicht nehmen. Muss ja nicht sein, das die Cephis dann an zu leuchten fangen. :cool:

 

Grüße Nicky

Edited by Nicky Westphal
Posted

Hallo Axel,

ich habe meinen Kies leider nicht getestet, ehe ich ihn verrührt habe, aber ich spekuliere mal drauf, das das was die Jungfische vom Neonsalmler vertragen haben, für die Karni's auch nicht schädlich sein kann.

 

Die Jungfische vom großen Roten Neon sind extrem empfindlich und und die große Form des Roten Neon lebt in schwarzteebraunem sauren Wasser - nur so sieht ein "echtes"  Amazonasaquarium aus, in dem sich eigentlich nur Plastikpflanzen wohl fühlen. Pflanzenlos, mit Erlenzäpfchen drin, braun, lichtundurchlässig und dunkel, nur stinken tut es nicht. Keine Amazonas-Schwert-pflanze, keine Anubias, eigentlich gar keine Pflanze überlebt in dieser Brühe, den auf dem Grund herrscht fast Finsternis.  Aber die Fische sehen irre geil aus, wenn sie mal an die Vorderscheibe kommen und das Licht von vorn kriegen! Das hier ist aber nur die kleinere Form. Ich habe aber dann trotzdem die großen Neons nicht mehr gezüchtet, weil kein Bedarf für Arten da ist, die diese dunkelbraune Brühe brauchen. Die Leute wollen schöne grüne helle Aquarien im Wohnzimmer, keine "dunklen Behälter mit Kaffee oder Tee".

 

Dieser Kies hat die Wasserhärte eigentlich nicht hochgetrieben und den pH-Wert auch nicht. Er war neutral. Ich habe aber noch eine Probe hier - Essig drauf gießen und dann ? Was muß dann passieren oder besser was sollte nicht passieren ?

 

Gruss

Peter

Nicky Westphal
Posted (edited)

Hallo Peter,

 

wegen dem Kiestest, wenn der mit Säure in Kontakt kommt und an zu sprudeln fängt, ist er kalkhaltig undunbrauchbar! Darin liegt ja das Problem, wenn der Kies unter "sauren" Bedingungen Kalk abgibt - schädlich für die Karnivoren, darum auch kein Leitungswasser....!

 

Grüße Nicky

Edited by Nicky Westphal
Posted (edited)

Hallo,

den Test mit dem Essig kannte ich noch nicht. Kenne nur den mit Salzsäure. Da schäumt es richtig wenn auch nur Spuren von Kalk drin sind.

Ich nehme den Granit hier von uns aus dem Schwarzwald. Habe ihn getestet und er ist sogar ein wenig sauer. Nur oben als feine Schicht benutze ich den Kies. In der Mischung Granitsand.

 

Hallo Nicky, gefühlte 100 Jahre Erfahrung stimmt nicht ganz. Meinen 1. Ceph. bekam ich 1975 vom Bot. Garten Marburg . Als ich ihn dort ein paar Jahre früher sah, war ich wie hypnotisiert von dem DING. Sie hatten dort nur 3 Stück und über die Kultur wusste man auch nicht genaues. Hatte dem damaligen Leiter 2 Jahre zuvor aus Brasilien D. villosaus dem Orgelgebirge mitgebracht. Er gab ihn mir, damals eine Rarität ersten Ordnung, mit der Bemerkung: Hier, einen schenke ich ihnen, er ist mehr wert wie der ganze Topf in Gold. Sie werden so eine Rarität nie mehr bekommen. Wie hat er sich getäuscht. Seit dieser Zeit, mit Unterbrechung von Militär und Studium habe ich immer die Art gepflegt.

Harro

Edited by Harro
  • Gefällt mir 2
partisanengärtner
Posted (edited)

Ich nehme immer Essig-Essenz die ist billiger und nicht ganz so gefährlich wie Salzsäure. Wenns schäumt ist Kalk drin oder ein anderes Basen lieferndes Mineral.

Granit enthält meist ein ganz kleines Bisschen Uran und andere strahlende Elemente, selten abbauwürd. Der sonstige Mineraliengehalt ist für Carnivoren soweit mir bekannt völlig unproblematisch.

Um neue Varianten zu züchten durchaus zu erwägen. Auch geringe Strahlendosen erhöhen die Mutationsrate. :cool:

Aber wegen dem Uran würde ich mir nicht so viele Gedanken machen. Mancher Rasendünger enthält davon deutlich mehr, wegen dem fossilen Phosphat.

Gruß Axel

Edited by partisanengärtner
Nicky Westphal
Posted

Granit enthält meist ein ganz kleines Bisschen Uran und andere strahlende Elemente, selten abbauwürd. Der sonstige Mineraliengehalt ist für Carnivoren soweit mir bekannt völlig unproblematisch.

Um neue Varianten zu züchten durchaus zu erwägen. Auch geringe Strahlendosen erhöhen die Mutationsrate. :cool:

Aber wegen dem Uran würde ich mir nicht so viele Gedanken machen. Mancher Rasendünger enthält davon deutlich mehr, wegen dem fossilen Phosphat.

Gruß Axel

Hallo Axel,

 

naja, dort wo ich meine Jugend verbracht habe, wurde intensiv Uran im Granit abgebaut. Die Gegend dort ist auch bei den Mineraliensammlern sehr bekannt und beliebt. Der Mineralgehalt ist natürlich je nach Gegend unterschiedlich, aber den Sand von dort würde ich auf keinen Fall nehmen, da kannst du das "kleine Bißchen" per Hand rauslesen. Lohnt sich aber trotzdem nicht mehr für einen kommerziellen Abbau.

 

Grüße Nicky

Posted

Krugstecklinge sind absolut kein Problem. Mache ausschließlich Krugstecklinge, was sowohl mit juvenilen als auch adulten Krügen funktioniert. Das einzige was bei mir noch erfolgsversprechender ist, sind Wurzelstücke in die feuchte Erde zu legen.

partisanengärtner
Posted

Hallo Nicky

Ich wollte damit nicht sagen, das es nicht höhere Gehalte gibt aber etwas ist eigentlich immer drin. Wenn man das gelbe Uranerz schon mit blossem Auge sehen kann, würde ich es um keinen Preis in meiner Wohnung haben wollen.

Gruß Axel

Posted (edited)

Wenn man das gelbe Uranerz schon mit blossem Auge sehen kann, würde ich es um keinen Preis in meiner Wohnung haben wollen.

Gruß Axel

 

 

 

sieht man das Uranerz ? Ich dachte immer die rennen mit Geigerzählern rum, um das zu finden.  Ich habe ja auch als Kind ein paar jahrelang in der Umgebung des erzgebirgischen Hauptschachtes 371 in Hartenstein gelebt, aber ich kenne uranhaltige Pechblende nur als undefinierbares schwarzes Zeug. Ich muß aber zugeben, dass ich mich immer weit davon ferngehalten habe, weil mir meine Eltern immer die schlimmsten Gräuel ausmalten, die mir passieren würden, wenn ich mich dort herum triebe.

 

Deshalb habe ich mich auch immer davon ferngehalten, so weit als möglich, viele der alten Wismutleute wohnten nach ihrer Berentung in Greiz in den Wohnungen der Wohngenossenschaft Wismut so wie ich mit meinen Eltern und ich habe dort gesehen, wie etliche von denen an dieser Schneeberger Krankheit (so hieß die bei uns) kaputt gegangen sind. Die wurden immer grauer, immer weniger, immer kraftloser und waren zuletzt nur noch Zombies ihrer selbst, bevor sie starben. Da hat denen auch das irre hohe Gehalt nichts geholfen, was sie unter Tage bei der Wismut kassierten. Da gibt es ja diese irren (aber auch wahren) Geschichten, wo die Kumpels aus den Stollen unter Tage sich aus 100Mark-Scheinen Zigaretten drehten und die verrauchten, um zu zeigen, wie gut sie finanziell drauf waren. Überlebt hat am Ende kaum einer.

 

Sorry, das hat aber nun mit den Cephi-Stecklingen nichts mehr zu tun, ich bin schon wieder ganz still :sleep:

Edited by Peter S.
partisanengärtner
Posted

Hallo Peter die schwarze Pechblende kommt meist mit schön gelben Verwitterungsprodukten des Uranerzes vor. Ich kenn das nur aus Mineraliensammlungen.

Posted (edited)

Klappt bei mir auch gut, jedoch nur in Sphagnum bis sich die Triebe zeigen, dann in mein Substrat. Mit Torf habe ich es auch schon probiert, ging aber immer schief. Man bekommt meistens mehrere Triebe. Meist dauert es Monate bis auch die letzte Internodie (Kreis) ausgetrieben hat.

Harro

post-2152-0-69808300-1414324856_thumb.jp

Edited by Harro

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue. Weitere Informationen finden Sie in unserer Privacy Policy.