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Bin ich verrückt?


Philipp B.

Empfohlene Beiträge

Guten Abend, Fleischi-Fans.

 

Ich bin ja seit über anderthalb Jahren im Begriff mir eine neue Sammlung aufzubauen und das Insektivoren-Fieber hat mich so richtig am Haken.

 

Drei prächtige Balkonkästen (Schlauchpflanzen, VFF, Fettkraut, Sonnentaue) hängen am Geländer (draußen vor dem Fenster), das mittlerweile keinen Platz mehr hat. ^^

 

Das erste Terrarium ist auch eingerichtet und die drei Pflanzen darin wachsen auch (Sonnentau, Sumpfkrug, Fettkraut).

 

Nun sitz ich wieder wie auf Kohlen und hab (theoretisch) für das nächste Jahr folgende Pflanzen geplant.

 

- Zwergkrug

- Taublatt

- Drosera regia

- und vielleicht noch 'ne Roridula gorgonias.

Alles wird natürlich wieder vom guten Herr Carow bezogen. Danach ist aber vorest wirklich wirklich Schluss, weil ich auch dann im Zimmer selbst keinerlei Platz mehr hätte (bin ja auch nur ein armer Student und es gibt ja bereits auch andere nicht-karnivore Pflanzen).

 

Kulturbedingungen hab ich auch im Vorfeld rauf- und runtergelesen... ^^ Die passenden Töpfe (sehr großzügige Maße) wurden jetzt schon besorgt und eine sonnige Freilandmöglichkeit gibt es auch für alle Pflanzen.

 

Ich hab nur diesen Gedanken: Durch das große Südfenster kommt ja noch Licht ins Zimmer --> alles mit Pflanzen zuballern. :D

Meine Mutter ist auch schon beunruhigt (nicht so ernsthaft wie es klingt), wieviel Zeit, Energie und GELD ich investiere. :)  Aber sie weiß natürlich genauso gut wie ich, dass es nun wirklich "schlimmere" Hobbys geben kann, immerhin hab ich den Pflanzentick in gewisser Weise auch von ihr (nur lebe ihn viel exzessiver).

 

Ist echt übel... sobald ich sehe wie es allen bisherigen und neuen Pflanzen gutgeht, will ich immer mehr davon.

Geht es einigen von Euch genauso? Oder bilde ich mir nur das alles ein und es ticken praktisch alle hier so?

Bearbeitet von Philipp B.
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partisanengärtner

Hört sich wie die akute Phase eines chronischen Leidens an. Prognose ziemlich sicher lethal. Hoffentlich nach einem ereignisreichen Leben.

Die Schübe können unterschiedliche Ausdehnung haben,  eine endgültige Heilung ist nicht zu erwarten.

In extremen Fällen kann es zu Morbus "grüner Daumen " kommen.

Gruß Axel

Bearbeitet von partisanengärtner
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Sonja Schweitzer

Hört sich wie die akute Phase eines chronischen Leidens an. Prognose ziemlich sicher lethal. Hoffentlich nach einem ereignisreichen Leben.

Die Schübe können unterschiedliche Ausdehnung haben,  eine endgültige Heilung ist nicht zu erwarten.

In extremen Fällen kann es zu Morbus "grüner Daumen " kommen.

Gruß Axel

 

 

Guten Abend, Fleischi-Fans.

 

Ich bin ja im Begriff mir eine neue Sammlung aufzubauen und das Insektivoren-Fieber hat mich so richtig am Haken.

 

Drei prächtige Balkonkästen (Schlauchpflanzen, VFF, Fettkraut, Sonnentaue) hängen am Geländer (draußen vor dem Fenster), das mittlerweile keinen Platz mehr hat. ^^

 

Das erste Terrarium ist auch eingerichtet und die drei Pflanzen darin wachsen auch.

 

Nun sitz ich wieder wie auf Kohlen und hab für das nächste Jahr folgende Pflanzen geplant.

 

- Zwergkrug

- Taublatt

- Drosera regia

 

und vielleicht noch 'ne Roridula gorgonias. Alles wird natürlich wieder vom guten Herr Carow bezogen. Danach ist aber vorest wirklich wirklich Schluss, weil auch dann im Zimmer selbst keinerlei Platz mehr hätte (bin ja auch nur ein armer Student und es gibt ja bereits noch andere nicht-karnivore Pflanzen).

 

Kulturbedingungen hab ich auch im Vorfeld rauf- und runtergelesen... ^^ Die passenden Töpfe (sehr großzügige Maße) hab ich mir jetzt schon besorgt, sonnige Freilandmöglichkeiten gibt es auch für alle Pflanzen.

Ich hab nur diesen Gedanken: Durch das große Südfenster kommt ja noch Licht ins Zimmer --> alles mit Pflanzen zuballern. :D

Meine Mutter ist auch schon beunruhigt (nicht so ernsthaft wie es klingt), wieviel Zeit, Energie und GELD ich investiere. :)  Aber sie weiß natürlich genauso gut wie ich, dass es nun wirklich "schlimmere" Hobbys geben kann, immerhin hab ich den Pflanzentick in gewisser Weise auch von ihr (nur lebe ihn viel exzessiver).

 

Ist echt schlimm... sobald ich sehe wie es allen bisherigen und neuen Pflanzen gutgeht, will ich immer mehr davon.

Geht es einigen von Euch genauso? Oder bilde ich mir nur das alles ein und es ticken praktisch alle hier so?

 

 

Hallo Philipp,

mach´Dir keine Sorgen,das ist völlig normal!

Ich betreibe das Hobby mittlerweile 18 Jahre und bin immernoch so verrückt,wie zu Beginn. Das Einzige,was sich geändert hat,ist die Tatsache,daß ich nicht mehr jede Pflanze zwingend haben muss und heute viel mehr Geduld habe,wenn eine Pflanze erst in einigen Monaten verfügbar ist.

Ansonsten nutze ich jeden Platz im GH bzw.in meinen Terrarien,um das unter zu bringen,was ich kultivieren kann und was mir gefällt.

Ich werde oft von Familienmitgliedern gefragt,ob ich nicht langsam ´mal genug Pflanzen habe, aber wo will man hier eine Grenze setzen?

So lange man noch Platz für eine vernünftige Kultur hat....

Bearbeitet von Nils Schön
Doppeltes Zitat entfernt
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Meine Frau hat die Frage des Threaderstellers für mich längst entschieden - ja, er ist verrückt. Er hält und züchtet irgendwelche seltsamen Pflanzen, die man mit der Lupe ansehen muß, um alles zu sehen, die nicht aussehen, wie bürgerlich deutsche Zimmerpflänzchen, Pflanzen mit denen er "meine" Kakteen von den jahrelang angestammten Sonnenplätzen verdrängt, mit denen er mit seinen Terrarien in der Wohnung Plätze belegt, an denen ich 30 Jahre lang mein Nippes herum stehen hatte, Pflanzen mit denen er er irgendwelche Wurzelteile in meinem Gemüsefach im Kühlschrank einlagert - ja der Kerl ist auf seine alten Tage noch verrückt geworden.

 

 

Dabei geht es nie ums Geld, was es kostet, das kostet es. Es geht eher ums Prinzip, ich war eher da, ich bin seit 30 Jahren auf dem Fensterbrett des Südfensters, da kann doch nicht einer kommen und sagen, ich brauche das Licht, gehe Du mal mit Deinem Zeugs zum Nordfenster, das ist für die Kakteen noch hell genug.

Da könnte ja jeder kommen :diablo:

 

Klingt lustig, ist es aber nicht immer, wenn jeder um seinen Zentimeter kämpft.

 

 

Bearbeitet von Peter S.
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Hallo Philipp,

 

Ich denke, es geht jedem so, völlig unabhängig vom Hobby her. Einige sammeln mit Leidenschaft Briefmarken, Actionfiguren und Andere wiederum kultivieren mit ebenfalls großer Leidenschaft Orchideen, Bonsais oder eben Karnivoren. :)

 

 

Ich hab nur diesen Gedanken: Durch das große Südfenster kommt ja noch Licht ins Zimmer --> alles mit Pflanzen zuballern. :D

Meine Mutter ist auch schon beunruhigt (nicht so ernsthaft wie es klingt), wieviel Zeit, Energie und GELD ich investiere. :)  Aber sie weiß natürlich genauso gut wie ich, dass es nun wirklich "schlimmere" Hobbys geben kann, immerhin hab ich den Pflanzentick in gewisser Weise auch von ihr (nur lebe ihn viel exzessiver).

 

Schießt du auch in "Energie" auch elektrische Energie mit ein? :D

 

Ich habe ein recht großes Südwest-Dachfenster, was mittlerweile ordentlich zugeballert ist. Dieses Jahr muss ich sogar Zusatzbeleuchtung (LED-Basis) installieren, da mittlerweile Pflanzen dort stehen, die auch wirklich viel Licht brauchen. Ich denke, da musst du auch was installieren, da deine Auswahl doch Einiges an Licht braucht. ;)

 

Ich sage mal so: Nein, verrückt bist du nicht. Du lebst halt ein Hobby intensiv - wie wir alle... :whistling:

 

Gruß

Kevin

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Hallo Philipp,

 

eigentlich machst Du es genau richtig: Du begeisterst Dich für eine Sache, machst sie zu Deinem Hobby und (das ist vielleicht das Wichtigste:) Du

beobachtest Dich selbst dabei.

Das ist wichtig, um "Überschwinger" zu erkennen und um festzustellen, ob man sich nicht schon zum Sklaven seines Hobbys gemacht hat.

Lebewesen haben nun einmal die Angewohnheit, sich zu vermehren, und lieb gewordene Pflanzen oder Tiere wirft man nicht weg, auch wenn man bereits

hunderte davon hat. Man wird so schnell zum Pflanzen- oder Tier-Messie. Auch das Timing funktioniert nie so, wie es sein müsste:

 

Meistens müssen hundert Pflanzen umgetopft werden, hundert andere vor dem ersten Frost in den Keller, dann noch

böse Viecher und ein Mehltau auf den wertvollen Pflanzen, und das alles drei Tage vor einer wichtigen Klausur ?

Lieber alles ruhig angehen lassen und zum richtigen Zeitpunkt wohldosiert auf die Bremse treten!

 

Ich hoffe, dass es Dir gelingt und wünsche Dir sehr viel Freude und Erfolg mit Deinem Hobby.

 

Viele Grüße

 

Helmut

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Hallo Philipp,

nee verrückt bist Du nicht, nur bekloppt (wie ich und viele andere auch). Wenn wir wo hin fahren wollen und der Vorschlag kommt von mir, ist die erste Frage meiner Frau: Und was gibt es da zu gucken ? In diesem Forum bist Du genau richtig.

Herzlich willkommen.

Harro

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Ha, kommt mir bekannt vor. Urlaubsziele müsse immer was mit Carnivoren oder zumindest anderen seltenen oder interessanten Pflanzen zu tun haben :-)

 

Philipp, der Suchtdruck unter dem du gerade leidest wird in den nächsten Monaten (oder im schlimmsten Fall Jahren) schwächer werden. Aber ich hoffe für dich, dass die Sammelleidenschaft dich nie mehr loslässt, dieses Hobby macht zu viel Spaß wenn man es wirklich intensiv betreibt. Viel Spaß bei uns und mit deinen Pflanzen!

 

Maik

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Hallo Phillip,

leider muss ich da Harro etwas wiedersprechen, obwohl er es eigentlich besser wissen müsste. Natürlich verrückt UND bekloppt!

Schau dir doch nur die Antworten hier an: Sonja - sie postet deinen Eintrag gleich 2x.  Axel - der bepflanzt alles was nur irgend eine Möglichkeit und Aushöhlung bietet. Kevin und Helmut - versuchen vergebens ihre Anfälle mit Seriösität zu kaschieren. Peter - wäre eigentlich alt genug, um ausreichend Antikörper zu besitzen - Fehlanzeige. Inzwischen hat hier jemand noch etwas zu deiner Beruhigung eingetragen (hat mir das Forum gerade eingeblendet). Ich - darf mich inzwischen auch wieder in Begleitung von ausgebildetem Fachpersonal völlig frei in eingezäuntem Gelände bewegen.

Schau dir nur die Mitgliederzahl und Verbreitung hier im Forum an!

Dann kommt auch dir die Wahrheit zu Gesicht: der ganz normale Wahnsinn.

 

In so weit - willkommen im Kreis der bekloppt Verrückten! :hot: :getdown: :wacko: :tongue: :mad: :blink: :crazy: :rasp: :ai: :nurse:

 

Piesl

Bearbeitet von Piesl
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partisanengärtner

Das schlimme bei dieser Krankheit ist das die Ansteckungsgefahr auserordentlich hoch ist. Man braucht nicht mal persönlichen Kontakt.

Auch von mir ein Willkommen in der Selsthilfegruppe der gern Abhängigen.

Hier sind die Heilungsaussichten deutlich schlechter als in der freien Wildbahn. Bei einer tendenziell unheilbaren Krankheit aber auch nicht so schlimm. Hier kann man das Kranksein genießen.

Axel

Bearbeitet von partisanengärtner
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Verrückt sein ist eigentlich schön ...

 

Vor etwa 7-8 Wochen etwa habe ich mir von Andreas Samen von D.tokayensis gekauft, mit null Hoffnung, dass da was rauskommt - nicht wegen des Samens, sondern wegen meiner absoluten Nullkenntnis, das Ganze auf gekaufter Karnivorenerde in eine Kugel ausgebracht, bissel feucht gehalten, täglich etwa drei Stunden echte Sonne, wenn welche da ist und mit der Schreibtischlampe (7Watt LED warmwhite) täglich 10 Stunden beknallt und jetzt bricht aus dem Substrat seit zwei Wochen in der Kugel das pralle Leben auf meinem Schreibtisch hervor. 50 bis 100 kleiner Pflanzen (ich hatte 100 Samen von Andreas), erstmal alle dicht gedrängt, weil ich den ersten Samen einfach habe reinfallen lassen, statt ihn vernünftig auszubringen. Als ich in die Tütchen reingeguckt und das erste Mail in meinem Leben Drosera-Samen gesehen habe, dachte ich oh Gott, aus diesem Kaffeesatz soll was rauskommen !? Dann atmete ich zu kräftig aus und husch, weg war der Samen und unkontrolliert in der Kugel verschwunden. :yucky:

Gut, dann werde ich die Pflanzen wohl mühselig pikieren müssen, wenn  sie etwas kräftiger sind, Strafe muß sein. :crazy:

 

Die "Löffelchen" mit den Tentakeln sind noch nicht einmal einen Millimeter groß aber die kleinen Wichte drohen jetzt schon mit Klebetröpfchen, so winzig sie auch sind und welches Erstaunen, rechts unten in dem roten Kreis hängen die Reste eines sehr keinen Insekts (maximal Ameisengröße), also sind die Horrorbabys schon gefährlich!

 

Meine ersten Fleischis, die ich selbst aufziehe und andere Drosera, deren Brutschuppen, ich von Nicky habe, sind auch schon ausgesät (D.calystos, D.paleacea, D.calystos und D.sorpioides) im Schlafzimmer am Südfenster steht noch eine Aussaat D.burmanni, bei denen ich auch auf ein Wunder hoffe -  ja ich denke, ich bin auch verrückt und ich bin richtig stolz auf meine ersten kleinen Karnivoren.

 

Gruss

Peter

 

tokayensis-6-wochen-nach-aussaat.jpg

Bearbeitet von Peter S.
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Nicky Westphal

Hallo Philipp,

 

willkommen im Klub der Verrückten! Ich habe, wie Peter, meine ersten Drosera vor wenigen Jahren aus Samen gezogen, jetzt brauch ich bald ne größere Wohnung :cool:. Es ist eben so, da man dann wenn die ertsen Erfolge zu sehen sind, sich an immer mehr & evtl auch schwierigeren Arten versucht. Gäbe es nur wenige Gattungen & Arten, würde das auch nicht so sehr ausufern! Wenn ich so sehe wieviele schöne Pflanzen es noch gibt, ist es oft schwer Nein zu sagen. Ich denke mit der Zeit werde ich mich auf einzelne Gattungen mehr konzentrieren, aber momentan versuche ich mich an allen Karnivoren.

 

@ Janine: warum bringt warmweisses LED Licht den Pflanzen nichts und was würdest du empfehlen? Meineswissens beruhen (fast alle) weissen LED auf einer blauen LED, auf die eine andersfarbige Leuchtschicht aufgedampft ist. Diese bringt dann je nach Weisston die verschiedenen Kelvin 3000, 4000 ...... Sicher wird immer 4000k empfohlen, aber man kann LED Beleuchtung nicht direkt mit ESL oder LSR vergleichen. Da wird die Lichtfarbe durch verschiedene Gase (die rot, blau & grün leuchten), die in kombination weiss ergeben, erzeugt.

Ich habe fast alle meine Pflanzen unter LED, teilweise auch nur unter warmweiss und ich habe dabei noch keinen merklichen Unterschied zu 4000 oder der Kombination 4000/6500k festgestellt.

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Da bin ich anderer Meinung, Janine, ich beleuchte mein D. pulchella Becken ( 25 cm Durchmesser Glaszylinder) seit fast 2 Jahren nur mit einer 17 W ESL warmweiß - Tageslicht: Fehlanzeige.

 

Gruß

Andreas

Hallo und Guten Morgen allen hier

so ähnlich beobachte ich das bei meinen D.aliciae auch, vorher mit Sonnenlicht - da habe ich das 5-Literglas (oder sind es 6 Liter ? 23cm Durchmesser, 28cm hoch, oben mit 11cm Öffnung) der Sonne regelrecht hinterher getragen, weil ich sie endlich wieder von grün nach rot "umschalten" wollte. Ging nicht. Die türmten sich auf wie Salat und bleiben grün. Ich hatte alle drei Rosetten schon kräftig rot vom Züchter gekauft, bei mir verloren die bei Sonnen- und Tageslicht innerhalb einer Woche völlig das Rot und wurden schließlich grasegrün.

Nachdem ich das Glas jetzt reingeholt habe und die Gläser mit einer solchen Lampe pro Glas bombardiere, werden die auf einmal richtig kräftig rot !! Sonnenlicht hat das nicht geschafft. Ich verstehe es auch nicht, aber ich finde es gut, dass ich es nun doch noch hinkriege. Auch die "alten" Burmanni, aus denen vorher nur grüne Rosetten rauskamen, schalten mit dieser Lampe jetzt auf rot um. Ich habe sofort die Beleuchtungsart gewechselt un d beleuchte die sechs kleinen Töpfe (10cmx10cm)  mit dem Samen und den Brutschuppen jetzt mit jeweils einer Spotlampe schwächerer Art. Für die 5-Liter-Gläser war sie wohl etwas zu schwach, obwohl die Rotfärbung auch hier schon merklich einsetzte.

 

@Nicky

in eine größere Wohnung zieht meine Frau nicht mehr mit, eher eine kleinere mit weniger Arbeitsaufwand, ich werde mir dann eine eigene Bleibe suchen müssen, Zweiraumwohnung mit Südlage oder so - nun gut, noch meine ich das nicht richtig ernst. Aber es ist schon nervig, wenn wegen einem verstaubten Kaktus oder so einer nichtssagenden langweiligen Sansevieria die Karnivoren in die dunkelste Ecke verschwinden sollen oder das ganze einzige Südfenster voller sinnlosen Nippes gepackt ist, der genauso gut im stockdunklen Keller stehen kann, ohne Schaden zu nehmen.

 

Gruss

Peter

Bearbeitet von Peter S.
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Nicky Westphal

Hallo Peter,

 

naja, eine Ausfärbung allein ist nicht das angestrebte ziehl, die Pflanzen sollen auch vernünftig wachsen. Aber ih denke da sollte es bei den 7W Spots keine Probleme geben, da ab einer geissen Helligkeit, die Lichtfarbe sowieso vernachlässigt werden kann. Es werden dann alle nötigen Farbspectren abgedeckt.

Die Ausfärbung an sich ist von vielen Faktoren abhängig, nicht nur vom Licht allein. Temperatur (Tag & Nacht), Beleuchtungsdauer / Ruhephase & das Farbspectrum der Lichtquelle beinflussen diese bei vielen Pflanzen. Ich hatte viele Dionaea das ganze Jahr auf dem Südbalkon stehen, welche eine gute Färbung haben, aber im Vergleich zu den Dionaea unter Kunstlicht kultiviert wurden, sehen diese (übertrieben gesagt) kreidebleich aus. Es muss nicht unbedingt sein, das Pflanzen, die du sehr viel Licht (z.B. Sonne) aussetzt, auch automatisch eine gute Färbung bekommen.

Wobei Sonnenlicht immer die effektivste Lichtquelle ist, da braucht man auch keine Diskussionen über Lichtfarbe führen! :cool: Hier spilt dann eben Temperatur & Beleuchtungsdauer eine große Rolle. Ist z.B. bei Cephalotus sehr gut an der Herbstausfärbung zu sehen.

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Hallo an alle die hier verkaufen,

wie wäre es, wenn bei schön rot gefärbten Pflanzen, die man verkaufen möchte, dabei steht: Unter Kunstlicht gezogen oder mit Photoshop bearbeitet.

Ich bin schon oft darauf herein gefallen und gut ausgefärbte Pflanzen (auf dem Foto) gekauft habe. Als sie dann ankamen, waren sie oft etwas rötlich, von richtigem Rot keine Spur.

Harro

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Nicky Westphal

Hallo Harro,

 

ich weiss nicht auf wen du anspielst, aber ich bearbeite meine Bilder nie in der Farbe. Ich schneide sie nur zu und passe die Größe an. Da jetzt an der Farbe rumzusoielen ist mir viel zu aufwändig. Wenn ich mal sowas mache, ist das auch deutlich erkennbar.  Ich muss aber auch sagen, das es Beleuchtungs- & Kamerabedingt zu Farbverschiebungen kommen kann, die (jedenfalls bei mir) nicht beabsichtigt sind.

 

Wenn Einzelpflanzen angeboten werden, verstehe ich deine Verärgerung schon ein wenig. Wenn aber Jemand mehrere gleiche Pflanzen anbietet, ist es ja eigentlich normal, das es da Abweichungen gibt und ich würde da auch die schönste fotografieren. Das Bild zeigt dir dann eben wie die Pflanze bei guten Bedingungen aussehen kann. Bei gewerblichen Angeboten werden mit Sicherheit die schönsten Pflanzen fotografiert und die Bilder auch nachbearbeitet, dies ist aber legal, solange in der Beschreibung vermerkt ist, das es sich um ein Beispielbild handelt und dies nicht von der Realität extrem abweicht. 

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Nicky Westphal

Um Bilder aufzubessern, brauchts keine super Programme. Es war auch nicht als Vorwurf gemeint. Es ist doch völlig normal, wenn man Geld damit verdienen will (egal ob nun gewerblich oder privat), das man seine Artikel, egal ob nun Karnivoren oder Sonstiges, versucht die Sachen dem Käufer ansprechend zu präsentieren. Das es dabei auch übertrieben wird, kommt dann halt auch vor. Muss jeder mit seinem Gewissen in Einklang bringen, ob er nun ausgewählte, auf Schönheit bearbeitet Bilder in die Angebote nimmt, oder die so präsentiert wie sie eben sind.

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Hallo,

es würde z.B. bei Cephalotus schon helfen wenn dabei stehen würde: Unter Kunstlicht gezogen. Dann wüsste jeder, dass ein spezielles Farbspektrum genommen wurde um Farbe zu erzielen. Ich kann mich an einen Artikel und Bilder von Ceph. hier im Forum erinnern wo oft gefragt wurde unter  was für LED usw. die wirklich farblich schönen Pflanzen gezogen wurden. Unter natürlichen Bedingungen gib es so etwas nicht.

Harro

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Nicky Westphal

Hallo Andreas,

 

klar kann jeder Bilder bearbeiten, ob gewerblich oder privat ist dabei egal. Ich wollte damit sagen, das einer, der z.B. Pflanzen dauerhaft anbietet sicher mehr Aufwand betreibt, schöne Bilder zu präsentieren, wie einer, der mal schnell mit der Knipse oder dem Handy eine Pflanze ablichtet.  

 

@ Harro, naja Cephalotus ist da wohl ein ganz spezieller Fall. Ich meine mich dran zu erinnern, das du mal geschrieben hast, das du gleiche Klone, unter gleichen Bedingungen mit unterschiedlicher Ausfärbung hast. Selbst wenn du den Pflanzen die selben (Licht)Bedingungen bietest, wie der VK, muss es nicht sein, das z.B. ein Ableger oder Steckling auch so wird, wie es die Mutterpflanze auf dem Bild war. Zugegeben, man hat diese Erwartung beim Kauf, nur siehts doch in der Realität dann teilweise anders aus. Die Ausfärbung bei Cephalotus ist wohl von zu vielen Faktoren abhängig.

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 Letztens habe ich eine meiner schönsten D. madagascariensis verkauft und es wurde sich beschwert, dass der Stamm, ja ganz tot sei. Da würde ich mich am liebsten ins Auto setzen, da hin fahren und es den Leuten wieder aus den Händen reißen.

 

So dämliche Gedanken hatte ich auch, als ich von Nicky meinen ersten D.scorpioides bekam. Vertrocknetes Ding, der Stamm ist ja tot, woran hängt das Ganze eigentlich ... :lolu:

Als ich dann zuhause zum Fotoapp. griff und die Fangorgane als Makros ablichtete, war ich reineweg platt, was sich mir da offenbarte. Das sollten eigentlich die letzten Fotos vor dem Wegschmeißen werden, eben weil ich auch nur den "trocknen Stamm" gesehen hatte.

 

Und wie schön sieht die Pflanze inzwischen aus !? Einfach prachtvoll. Naja und der Stamm an dem die alten Fangarme noch dran sind, der gehört dazu, sonst würde man ja gar nicht sehen, dass es sich um eine adulte Pflanze handelt.

 

Übrigens unter Sonnenlicht sind die 3D-Krallen (geiler Begriff für die Fangorgane aus einem Artikel) bei mir gelblich geworden, nichts von Pink - jetzt die erste Woche unter der LED-Lampe wird die eine oberste Kralle fast blutrot und eine zweite, die sich rausschiebt ist eine ebenso blutrote Kugel an der man aber die Tentakeln schon sieht, sie haben sich noch nicht entfaltet, eine dritte ist nun wirklich pink.

 

Jetzt überlege ich mir wirklich, ob ich mir - mal abgesehen von solchen Drosera wie die einheimischen, die ich mir holen will - den Stress auf dem Balkon weiter antue und hier jedem Sonnenstrahl und jeder lichten Stelle in der Eiche vor unserem Balkon weiter hinterher renne oder ob ich mir ein richtiges ordentliches gut ausgeleuchtetes Terrarium in der dunkelsten Stelle der Wohnung aufstelle, an dem man sich erfreuen kann ohne ständig Töpfe und Gläser von einem Fenster zum anderen oder auf dem Balkon hin und her zu tragen.

Und meine Frau kann ihre stachligen Lieblinge weiter auf dem Balkon aufstellen und Ruhe ist's.

 

Der überraschende und unerwartete Unterschied im Ergebnis zwischen dem Sonnenlicht, das nie ausreicht und dem LED-Kunstlicht, über dessen Helligkeit und Leistung man einfach nur verblüfft ist, läßt mich darüber nachdenken. Innerhalb von nicht einmal zwei Wochen färben sich die D.aliciae im Glas von der Mitte her nach außen saftig rot aus. Die Blätter am Rande zum Glas hin sind noch grün, aber auch da ist zu sehen, dass eine Rotfärbung einsetzt. Da fällt mir einfach nichts mehr dazu ein.

 

@Harro

man sieht es den Bildern eigentlich an, wenn der Betreffende sie dahingehend bearbeitet hat, dass er z.B. das Rot extrahierend in der Sättigung verstärke, dann müßte man das an den anderen Farben sehen, besonders helle Farben wie weiß und gelb verändern sich da mit. In der Fotovergrößerung müßte man das an den Tröpfchen auf den Tentakeln ersehen können. Viel kann man auch an der Lichtfarbe drehen, aber auch da kommt es nicht nur zur Veränderung einzelner Farben. Ich habe kein Fotoshop von Adobe, ich habe AfterShotPro, Darktable, Lightroom, Rawtherapee und Gimp in Verwendung.

 

Die Frage, ob das Betrug ist, würde ich auch nicht so beantworten wollen. Wenn der Züchter seine schönsten roten Pflanzen fotografiert und abbildet, dann ist das legal, er verkauft die Art, die so "aussehen kann". Wenn er aber mit der Bildbearbeitung an den Farbkanälen herum schraubt und damit eine Pflanze erzeugt, die er so nicht stehen hat, dann ist da schon eine Absicht dahinter. Betrugsabsicht ? Glaube ich kaum, weil das den meisten gar nicht klar ist, aber so richtig legal empfände ich das auch nicht. Bisher haben alle Pflanzen auf den Bildern so ausgesehen, wie ich sie kaufte, bis auf drei Pinguicula, da kam was völlig anderes, was sich dann als kleinste Mini-Steinrosen (Sempervivum) entpuppte, also nicht einmal eine karnivore Pflanze. Da war wohl richtig was daneben gegangen.

 

Ich fotografiere immer im Rohdatenformat und bastle mir meine JPEGs selbst und nehme dann die Sättigung / Vibrance und den Kontrast eher zurück als ihn hochzuschrauben. Wenn man mir dann sagt - das ist die Pflanze, die Du mir auf dem Foto gezeigt hast - die ist aber viel schöner als auf dem Bild - dann ist mir das lieber als andersherum.

 

Gruss

Peter

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Was ich meine: Wenn Kunstlicht oder LED usw. dabei steht, weiß ich, wahrscheinlich werden sie unter normalen Bedingungen nicht so. Es geht hier nicht um Betrug sondern schlicht und einfach wie entstand die Farbe.

Nicky - ich hatte damals 2 Pflanzen (Rhizome einer einzigen Pflanze) abgebildet, die unter gleichen Naturbedingungen unterschiedliche Farbe entwickelten.

Harro

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