Jump to content

Drosera Rotundifolia im Winter auf dem Balkon?


Recommended Posts

Posted

Hi,

Da die Drosera Rotundifolia winterhart ist, würde ich die Pflanze auf dem Balkon stehen lassen. Doch hält die Pflanze das aus? Sie feiert im Winter ja komplett ein. Oder kann man sie im Winter im Zimmer halten ?

Liebe Grüße Niklas

Nicky Westphal
Posted

Hi,

Da die Drosera Rotundifolia winterhart ist, würde ich die Pflanze auf dem Balkon stehen lassen. Doch hält die Pflanze das aus? Sie feiert im Winter ja komplett ein.

Liebe Grüße Niklas

Hallo,

 

das tun sie in der Natur im Moor auch! Also, da D. rotundifolia in unseren Breitengraden auch in der Natur vorsommt, sollte die das aushalten! Ich bin da selbst immer vorsichtig und habe die Töpfe dann letzten Winter komplett geflutet und einfrieren lassen.

Wie hast du die denn bis jetzt gehalten? Wenn sie draussen war, solltest du sie dort auch lassen. Wenn die bisher Indoor kultiviert wurde, würde ich nur eine kühle Überwinterung bevorzugen. da es für eine Umstelltung ggf. schon zu spät ist!

Posted

Ich hab sie die ganze Zeit auf dem Balkon stehen.

Liebe Grüße Niklas

Posted (edited)
Oder kann man sie im Winter im Zimmer halten ?

 

Kaum, hier bei uns im Dubringer Moor bleibt sie ja auch ganzjährig draußen, allerdings sagen die Ranger, dass die Bestände stark rückläufig sind. Der einheimische Sonnentau gilt im Dubringer Moor bereits als bestandsgefährdet, wurde mir gesagt. Die einstigen Flächen werden immer kleiner in der Ausdehnung, die Pflanzen ziehen sich zurück.

 

 

 und habe die Töpfe dann letzten Winter komplett geflutet und einfrieren lassen.

 

 

Nicky, was machst Du dann wenn die Winter so sind, wie das ja nicht das erste Mal wäre - ein sehr kurze super kalte Phase, etwa eine Woche und dann die gesamte Restzeit des Winters über frostfreies Dreckwetter, selten mit Sonne, ewig bedeckt und u.U. zu warm ?

Packst Du die Pflanzen irgendwie ein, damit sie im Dunkeln stehen und den Stoffwechsel möglicherweise einstellen ? Mich interessiert das Thema sehr, weil ich gerade den einheimischen Sonnentau auch bei mir ganzjährig halten möchte - im nächsten Jahr, im Frühling will ich mir Pflanzen von Thomas Carow bestellen.

 

Ich hab sie die ganze Zeit auf dem Balkon stehen.

 

 

und was machst Du dann - siehe oben im Winter ? Stellst Du sie dunkel ? Man muß sie ja sicher nicht so einpacken, wie das auf Bildern von Andreas zu sehen war mit seinen Dioanea. Die D. rotundifolia können ja richtig im Eisblock einfrieren, tun sie ja hier im Moor auch.

Aber was fängt man an, wenn der Winter zu mild ist, aber obendrein zu wenig Licht  vorhanden ist. Das Phänomen, des dauerhaft bedeckten Himmel ohne Sonnenlicht ist ja nun mal eines der Kennzeichen des neuen Klimaphänomens, mit dem wir leben müssen. Ich habe gefühltermaßen noch nie so wenig Sonnentage gehabt, wie in den letzten zwei Jahren. Der letzte wirkliche Sommer und ein richtig knackiger Winter liegen mindestgens schon vier Jahre in unserer Region zurück. Mittlerweile gibt es hier sogar Autofahrer, die wie die Münsteraner in Nordrheinwestfalen auf den Kauf von Winterreifen verzichten, weil kaum noch Schnee kommt und wenn, dann bleibt er nicht liegen. Ich aber nicht, ich habe von O(ktober) bis O(stern) immer welche drauf

 

Gruss

Peter

 

<edit>

muß hier nacharbeiten, weil mein Limit schon wieder abgelaufen ist :angry:

 

lt. den Rangern werden für den Rückzug des D.rotundifolia hier bei uns bei vier Gründe genannt:

 

erstens das Einfließen von Dünger von den nahen Feldern und Karpfenteichen rundherum ums Moor, da wird gekalkt was das Zeug hält und da wird Gülle drauf geknallt, was die Schweineställe und Rinderställe nur so hergeben, auf gesetzliche Reglungen hofft man schon seit 1993 vergebens

 

zweitens der kommerzielle Abbbau von Torf für Gärtnereien außerhalb des Naturschutzgebietes (das muß erheblich sein)

 

drittens die mauen Winter ohne einen richtigen Frost über wenigstens zwei bis drei Wochen, die immer geringer werdenden Niederschlagsmengen trotz Dauerbewölkung und fehlender Sonnenperioden

 

und viertens noch immer die illegale Entnahme geschützter Pflanzen und die damit verbundene Zerstörung der Habitate (das ist aber in den letzten zehn Jahren stark zurück gegangen, erstens weil mehr Leute dabei geschnappt wurden und zweitens bei den Leuten ein Umweltbewußtsein und eine neue Wachsamkeit durch Anwohner und Naturfreunde entstanden ist. Die Täter sind sich nicht mehr so sicher wie früher und via Handy kann jeder die Polizei oder andere herbei holen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

Edited by Peter S.
Nicky Westphal
Posted

Hallo Peter,

 

zu deiner Frage, der letzte Winter war ja wohl so einer, wie du beschrieben hast, zeitweise dunkel aber hauptsächlich zu warm. Ich hatte die Töpfe ab dem ersten richtigen Frost (also auch tagsüber keine Plusgrade mehr) bis ca. Ende Februar/Anfang Mörz (bis bei uns die große "Kahlfrostperiode" durch war) komplett geflutet. Sie standen also auch in den warmen Zeiten des Winters unter Wasser. Auch wenn der Winter mild war, hat es die Pflanzen in keinem Fall angeregt frühzeitig wieder auszutreiben. Ich gehe mal davon aus, das dafür auch eine gewisse Tageslänge nötig ist.

Siggi_Hartmeyer
Posted (edited)

D.rotundifolia bei 5 bis -40°C überwintern. Die bei uns üblichen Fröste steckt der in der nördlichen Hemisphäre am weitesten verbreitete und bei uns als Relikt aus der Eiszeit in kühleren (= hoch gelegenen) Zonen überlebende Sonnentau locker weg. In der Wohnung "holt ihn" im Winter meist der Grauschimmel. Das passiert bei Dauerfrost sicher nicht. Der Rückzug der Pflanzen in unseren Mooren liegt oft an der zunehmenden Überdüngung der Standorte, wodurch die nicht karnivore Konkurrenz zu wuchern beginnt.

Edited by Siggi_Hartmeyer
Siggi_Hartmeyer
Posted

Unterhalb von 400-600 m aber wohl nur im Norden Deutschlands. Oder kennst Du im Süden solche Standorte?

Nicky Westphal
Posted (edited)

könnte vieleicht sein, das der größte Teil Süddeutschlands (ausser der Rheingraben) sowieso höher als 400m liegt und es desshalb da keine Standorte gibt die niedriger liegen? :cool:

Edited by Nicky Westphal
Posted (edited)

Hallo Freunde,

 

ich will mir im April von Thomas einige D.rotundifolia kaufen - so an die 12-15 Pflanzen - und mir einen Balkonkasten damit machen, in etwa wie im anhängenden Foto mit den VFF zu sehen. Allerdings werde ich einen Fehler nicht wieder machen, nämlich mit der Substrathöhe zu sparen, weil der Rand des Kastens selbst im Sommer mit seinem permanenten Schatten für einen dunklen Todesstreifen sorgt, in dem nichts oder das was da ist nur schlecht wächst.

Die Be- und und Entwässerung (meist ist es nur Entwässerung nach einem starken Regen) behalte ich so bei, diese technische Lösung ist für mich am einfachsten und sehe auch gleich wie hoch oder wie niedrig das Wasser im Substrat steht.

 

vff-balkonkasten.jpg

 

Meine Frage jetzt - sollte ich für die D.rotundifolia die Karnivorenerde einfach unverändert  nehmen, die im Handel, auch bei uns im Baumarkt - hier bei Amazon - angeboten wird ? Was mich störte, ich habe schon mehrere Beutel davon gehabt - mal war der Torf fett und pechschwarz, kaum mit Faserstrukturen, ein anderes Mal war genau in diesem Angebot brauner bis hellbrauner Torf mit unwahrscheinlich vielen Fasern, Klumpen  und Resten von ehemligen Pflanzen. Macht das was aus ?

 

Was ist denn eigentlich der Unterschied zwischen dem immer wieder genannten Weißtorf, unserem hiesigen Hochmoortorf und einigen Angeboten auf denen steht "Niedermoor-Torf".

 

zum ersten, welchen sollte ich verwenden ?

zum zweiten die Beimischungen ? feiner Quarzsand ? Sehr fein oder eher etwas gröber ?

Perlite ?? Wikipedia sagt: Im Gartenbau dient er als steriles Aussaatsubstrat oder als Zusatzstoff für Blumenerde, der vor zu starker Verdichtung schützt und damit die Luftdurchlässigkeit verbessert.

 

In welchem Verhältniss sollte ich das alles mischen, damit die D.rotundifolia ein paar Jahre in dem Kasten drin bleiben können ? Ein mir hier bekannter Karnivorenfreund mischt seine Drosera-Erde etwas sandiger an, ein anderer verzichtet ganz auf Sand. Wenn ich mir das hier bei uns im dubringer Moor mal ansehe - ich durfte nun auch mal rein - dann sehe ich hier außer einem schwarzen Matsch in den die Gummkistiefel gleich mal 15cm reinsinken eigentlich nichts weiter. Sand Fehlanzeige, oder man sieht ihn nicht mehr. Aber hier sind die D.rotundifolia in wirklich extrem nassen Stellen zu finden, fast in stehendem Wasser. Wüßte ich nicht, dass ihr die in Töpfen kultiviert, hätte ich sie unbedarft für eine Sumpf- oder gar für eine Wasserpflanze gehalten.

 

Solche Bilder hier , die sehen aber nun gar nicht mehr aus wie matschiger nasser Untergrund ? Das sieht eher körnig aus.

 

Wie würdet ihr also das Substrat wählen, so dass es lange verwendet werden kann und die Pflanzen nicht jedes Jahr umgepflanzt werden müssen?

 

Dass die Pflanze mittlerweile so streng geschützt wird und das man sich die Pflanze nachweisbar in Züchtereien besorgen muß, das finde ich richtig. Der Sonnentau ist hierzulande insbesondere nach der Wende grossflächig für private Gärten ausgegraben worden. So etwas hier das ist einfach nur traurig und hat mit den natürlichen Standorten nichts mehr zu tun, denn meistens endete das dann so. Die Ranger sagen, das was wir jetzt hier noch im Moor haben sind keine 20 Prozent mehr, von dem, was bis 1990 noch da war. Vor paar Wochen hatte ich das noch nicht richtig kapiert und ziemlich persönlich genommen, als man mich mit Wathose und Fotoapparat aus dem Moor verwies. Nachdem ich nun die "Vorher-Nachher"-Bilder verglichen habe, gehöre ich inzwischen eher zu denen, die das Moor radikal ganz sperren und auch den Torfabbau in weitem mehrfachen Kilometerumkreis verbieten würden. Wenn wir nicht mal was anderes als Torf  für die Gärtnereien finden werden, zerstören wir den Ast auf dem wir sitzen. Dann sind die Moore trocken und die Karnivoren sind weg.

 

Schöne Grüsse

Peter

 

diese blöde Begrenzung der Anzahl der Postings macht mir ziemlich zu schaffen  :wallbash:

ich bin es nicht gewöhnt neue Brief in alte hinein zu schreiben - meine Töchter und meine inzwischen auch des Lesens und Schreibens mächtig werdenden Enkeltöchter würden sich bei mir für so etwas bedanken  ...

 

@Axel

die Idee mit den Torfziegeln ist gespeichert, finde ich sehr gut und erleichtert mir einiges

 

@Dieter

 

Und ja, D. rotundifolia ist bei mir im Maintal praktisch kaum zu halten.

ich gehe mal davon aus, dass es im Sommer zu warm ist ? Wenn es zu kalt wäre, hätten sich ja bei Euch vor 200 Jahren die Römer kaum angesiedelt, denn das waren ja Frostbeulen. Meine Schwägerin wohnt in Heidelberg, die kann auch Pflanzen, die es kühler brauchen nicht hältern. Aber das ist nicht der Main ? Das ist die Donau, oder ist es der Inn ?

 

@Nicky

das Problem mit dem Reißen oder Platzen der Kästen bei Frost ist mir schon klar, ich habe deshalb von den Kästen je zwei ineinander gesteckt. Die Plastik ist nicht sehr hart und spröde, wie das Zeugs aus dem Baumarkt, sondern eher weich, mehr zu Gummi hin tendierend. Die Kästen verkauft Amazon, sie kommen aus Polen (www.lotex24.de). Wenn man sie ineinander steckt, dann sind sie am oberen Rand total aufsitzend, aber innerhalb der Kästen ist etwa 1cm Luft zwischen den Kästen. Jetzt hoffe ich, dass diese Luft isolierend wirkt und zumindest nicht der innere Kasten dabei zerfliegt, bei dem Preis der Kästen (im Schnitt 5 Euro) kann man problemlos ein paar davon im Keller liegen haben und einen frostbeschädigten Kasten im winter auswechseln, wenn er denn zerknallen sollte. Ich bin halt nur am Überlegen, ob ich den freien Raum zwischen den Kästen einfach nur leer lasse - also Luft - oder ob ich ihn mit etwas ausfülle, z.B. diese Folie mit den Luftblasen, mit denen mich meine Enkeltochter immer gern einem Test unterzieht, wenn sie die Noppen mit dem Fingernagel knackt (Knips, Knips, Knips - stundenlang  :mad:  ....)

Ich habe von dieser Folie noch paar Quadratmeter hier, gibt es im Baumarkt von der Rolle.

 

Wir hatten auch schon mal Balkonkästen aus Steingut, die sind bei minus 10Grad echt gesprungen und zwar alle, da war aber trockene Erde drin, ok, bei nasser Erde oder D.rotundifolia "untergetaucht", da kann es gut sein, dass auch der Plastikkasten abpfeift. Die Ränder von den Plastikkästen sind aber innen nicht senkrecht, sondern nach oben schräg, die untere Fläche im Kasten ist etwas kleiner als die obere freie Öffnung. Es könnte auch gut sein, dass es den Eisblock dann nach oben rausdrückt, ehe der Kasten kaputt geht. Die Steingutkästen waren innen absolut rechtwinklige Kasten, die Wände senkrecht.

 

Mörtelwanne auf dem Balkon - naja ... das geht mit meiner Frau nicht zu machen.

 

Was kann man eigentlich tun, diese Schreibbeschränkung von ein paar Antworten täglich aufzuheben ?? :SOS:

Edited by Peter S.
partisanengärtner
Posted

Hallo Peter

Hier im Botanischen Garten wachsen die schönste Exemplare auf Torfziegeln. In der Sandgrube hier in der Nähe wachsen sie auf lehmigem Sand. Allerdings nicht ganz so üppig wie die auf den Torfziegeln. Wobei man sagen muß Dürre gibts im Botanischen Garten nicht in der Sandgrube schon. Das kann auch die Ursache sein.

Die im Botanischen Garten sind aus Samen von der Sandgrube gewachsen.

 

Ich glaube Thomas gibt auch Torfziegel ab. Wenn Du es zu Kante vorn abfallen lässt wirst Du da auch keine Schattenzone haben. Außer an der Rückseite des Torfziegels. Da kannst Du dann noch Fettkräuter dahin pflanzen die die pralle Sonne eh nicht mögen. Aber das Problem hast Du ja eh nicht mit Deiner Eiche.

Gruß Axel

Posted

Ein Tipp noch zum Überwintern: ich habe die beste Erfahrung damit gemacht, die Pflanzen im Winter draußen mit Wasser zu überschichten. Seit dem habe ich keine Verluste durch Schimmel mehr, was ich vorher immer hatte, ganz egal ob sie im Wintergarten oder ganz draußen standen.

Für die winterharten Drosera habe ich ein Unterteil eines Meerschweinchenkäfigs, der jetzt nach und nach vollregnen wird.

 

Und ja, D. rotundifolia ist bei mir im Maintal praktisch kaum zu halten. Mit viel Mühe schaffe ich es immer, ein paar Exemplare am Leben zu halten. D. intermedia und D. anglica sind hingegen kein Problem. Das Problem ist da nicht der Winter, sondern immer der Sommer.

 

Viele Grüße

Dieter

Nicky Westphal
Posted

Hallo Peter,

 

ich glaub, du hast da mehrer Problemchen. Also zum Substrat hat ja Axel schon einiges gesagt. Reiner Torf mit Sphagnum ist wohl recht gunstig. Kannst du aber auch etwas mit Sand auflockern. Sollte den Pflanzen nichts ausmachen. Der Unterschied bei deinen Torfgemischen, die du genannt hast, ist der Zersezungsgrad. Je gröber, umso weniger zersetzt und hält demzufolge auch länger! Bei vielen der angebotenen torfprodukte wird schon stark zersetzter Schwarztorf beigemischt, was für Karnivorenkultur ungünstig ist. Das anhand der Farbe festzulegen ist, schwer, da es auf den Feuchtigkeitsgehalt in den Verpackungen ankommt. Weisstorf wird mit Wasser nun mal auch dunkel.

Deine Schattenzohen im Kübel sind gar nicht so schlimm, wie du das vermutest, a) im Sommer steht die Sonne eher Senkrecht & B) sind die randzonen immer noch um einiges heller, wie im Vollschatten.

Das größte problem seh ich beim Kasten an sich, da der im Winter durchfrieren soll, wie Dieter angemerkt hat, sogar geflutet, könnte es sein, das die Kästen aus Hartplastik zerbersten. ich handhabe das bei mir so, das ich die Töpfe mit den winterharten Drosera, in einer Mörtelwanne unter Wasser setze uns so, der Druck vom Eis nicht nur aus dem Gefäßinneren kommt. Hat letzten Winter auch bei superspröden Töpfen finktioniert. Du solltest die also was für den Balkonkasten überlegen.

 

Grüße Nicky

Posted

zum ersten, welchen sollte ich verwenden ?

zum zweiten die Beimischungen ? feiner Quarzsand ? Sehr fein oder eher etwas gröber ?

Perlite ??

 

Hey, Peter.

 

Genauso einen Kasten hab ich mir auch dieses Frühjahr bei Amazon gekauft. :D

 

Ohne Werbung für Thomas Carow machen zu wollen (aber ich kaufe derzeit bei keinem anderen ein, seine Gärtnerei enttäuscht mich nie):

Ich hole standardmäßig für alle meine Pflanzen den Weißtorf H2.

 

Für meine Drosera anglica und Drosera filiformis filiformis hab ich das selbe Gemisch hergestellt wie für alle anderen Balkonpflanzen (Sarracenia & Dionaea):

60 % Weißtorf H2 (feine Absiebung)

20 % Quartzsand (Körnung 0,6 – 1,2 mm)

10 % Perlite

10 % Vermiculite

 

Hat mit allen Pflanzen wunderbar funktioniert, die Droseras haben nicht einmal ihre Blüten nach dem Umtopfen abgestoßen und auch fleißig neue gebildet. ;)

Ich topfe jedoch jedes Frühjahr um wechsel das Substrat komplett aus.

 

 

 

Hier noch ein Bild meines dritten Balkonkastens vom 22.07.2014

 

http://abload.de/img/pict047111uks.jpg

 

(ganz links ist P. grandiflora in einem eigenen Substrat (mit einem Stück Pappe vom Rest getrennt)

Posted

Hallo Peter, zwei Anmerkungen meinerseits noch. 1. Perlite würde ich nicht für ein(en) Moor(kasten) verwenden, da es gerne aufschwimmt und das sieht meiner Meinung nach dann einfach unschön aus, wenn im Möörchen hunderte weisse Kügelchen rumschwimmen.

Ich habe in meinem Möörchen reinen Weisstorf verwendet, oben drauf wächst inzwischen stellenweise eine dicke Spaghnumschicht, dies funktioniert seit über 3 Jahren hervorragend und sowohl Drosera, Sarra wie auch Dio säen sich selbst aus (und wachsen viel besser, als wenn ich versuche, sie in separaten Töpfen zu ziehen).

 

Zum Thema durchfrieren und platzen, ich benutze den gleichen Blumenkasten wie du und hatte in den letzten 2 Schweizer Winter (im ersten war er noch nicht bepflanzt) keine Probleme, obwohl der Kasten mehrmals durchgefroren ist. Natürlich kann es immer passieren, da brauchts nur eine kleine Beschädigung, aber mir hats bisher noch nie einen Plastiktopf gesprengt, auch die runden nicht.

 

Ich habe mein Möörchen übrígens bis fast ganz oben mit Substrat aufgefüllt (das Spaghnum wächst schon über den Rand). So biete ich auch den grösseren Pflanzen mehr Raum für die Wurzeln. Und es braucht etwas mehr, bis es durchfriert. Und heizt sich auch nicht so schnell auf. Und gibt mehr Platz für die Wasserspeicher. Und sieht schöner aus, finde ich. Also eigentlich nur Vorteile ;)

Posted

Hallo Peter, zwei Anmerkungen meinerseits noch. 1. Perlite würde ich nicht für ein(en) Moor(kasten) verwenden, da es gerne aufschwimmt und das sieht meiner Meinung nach dann einfach unschön aus, wenn im Möörchen hunderte weisse Kügelchen rumschwimmen.

 

Wenn man sich mit dem Gießen anstellt wie's erste Auto, dann passiert sowas. ^^

partisanengärtner
Posted (edited)

Da reicht ein Platzregen. Ist ja draußen am Balkon. Die Algen und das Moos egalisieren das irgendwann.

Edited by partisanengärtner
Posted (edited)

ich gieße gar nicht, ich fülle in das "Loch" - eine Einwegspritze in dem einen Kasten und/oder in das bis dato unpatentierte "Vertreter-Strumpf-Modell mit Feuchtigkeitanzeige" ab und an destilliertes Wasser ein. Oder wie Partisanengärtner richtig schreibt, nach einem Platzregen, ziehe ich dort Wasser mit dem Klistier wieder raus. Ein Loch in die Seite des Kastens zu bohren, damit das Regenwasser allein abläuft, habe ich aus mehreren Gründen nicht gemacht. Ich habe sensible Haus(mit)bewohner und wenn da plötzlich von oben braune oder gelbe Flüssigkeit herunter käme und ihre Balkonbrüstung treffen würde, dann könnte das sehr blöde und abwegige Gedankengänge in Bewegung bringen. Wenn man als alter Kerl mit einem Haufen anderer noch Älterer in einem Mietshaus wohnt, muß man alle Eventualitäten einkalkulieren. Eventuell wird man ja selbst so, wenn man dann 90 und älter ist.

 

Diese komischen Kugeln würde ich nicht wieder verwenden

Edited by Peter S.
Posted

Hallo,

wegen den Standorten von rotundifolia muss ich das von euch genannte gebiet vergrößern

ich wohne bei ca. 500m ü.N und in Süddeutschland (Zwischen Augsburg und München).

Das Moor ist bei uns gut geschützt weil es eine größere Lichtung im Wald ist und dort kein Direkter dünger von den Bauern hinkommt.

 

MfG,

Nico

  • 1 month later...
Posted (edited)

Hallo,

 

und allen hier fröhliche Weihnachten, ich hoffe mal die Bescherung war so wie man es sich erhofft hatte

 

meine Tochter hat mir heute neben dem größeren Buch von T.Carow noch zwei Tüten Samen von Drosera rotundifolia ( insgesamt 200) und von einem eigenartigen Gewächs Tacca chantrieri geschenkt. Während ich beim Lesen dessen was diese Fledermausblume betrifft, schon ahne, dass die in meiner Fernheizungswohnung noch viel weniger und schlechter als die Karnivoren leben wird - wenn überhaupt - bereitet mir der Samen von D.rotundifolia auch etwas Kopfzerbrechen.

 

Die Fledermauskrümel gehen an einen Bekannten, der ein richtiges großes Pflanzenterrarium hat, keine Karnivoren, aber so ein kleines tropisches Kleinod, mit Wasserteil, kleinen Fröschen u.a.

 

Zurück zum ersten, d.h. den Drosera-Samen - er soll lt. dem Münsteraner Händler ein paar Tage in die Tiefkühltruhe - dort sind aber etwa minus 18 Grad - ist das nicht zuviel des Guten?

 

Angenommen es geht, dann würde ich ihn nach paar eisigen Tagen in der Tiefkühltruhe in einem Balkonkasten oder einem großen 5-Liter-Topf auf etwas sandigerem Karnivorensubstrat ausbringen? Auch richtig ?

 

Aber nun kommt das Problem - hier in der Wohnung kann ich ihn zwar ausreichend beleuchten, aber mir ist das insgesamt für die D.rotundifolia zu warm und dem Samen sicher auch und die trockne Luft wird den Keimlingen auch nicht gefallen. Sehe ich das richtig ?

 

Andere Lösung - ich säe ihn aus und stelle den Topf auf den Balkon, egal was da kommt, genügend Licht hat er da aber auch nicht. Den Topf stelle ich in ein größeres Gefäß und isoliere ihn mit Styropurmuscheln, die ich in den Zwischenraum einkippe. Gehen wir jetzt mal davon aus, dass mir der Frost den Topf nicht zerknallt - übersteht der Samen diese lichtarme Jahreszeit ? Draußen im Moor macht ja eigentklĺich auch keiner Licht und die Pflanzen kommen immer wieder.

 

Nur überwintert da der Samen ? Oder sind es nicht diese Hibernakel, die da überwintern ?

 

Oder dritte Lösung:

Oder soll ich den Samen in den Kühlschrank legen und erst im Frühjahr ausbringen ? Was wäre am günstigsten ?

 

Viele Grüsse

Peter

Edited by Peter S.
Michael Dörr
Posted

Hallo Peter, 

 

ich kaufe mir auch Anfang Jänner Samen von Winterharten Drosera und werde sie auf natürliche Art draussen im Garten in einer Haribo Box Stratifizieren lassen wenn es wärmer wird und die Sonne länger scheint sollten sie von Selber anfangen zum Keimen.

 

LG

Michael

Nicky Westphal
Posted

Hallo Peter,

 

und ebenfalss fröhliche Wihnachten. Eigentlich kannst du die Samen ausäen wie du willst.

Die jetzt auf dem Balkon auszusäen bringt zwar die nötige Kältestratifikation, allerdings wird es, bei den momentanen Stürmen, die Samen sonstwohin wehen.

Die Samen einfrieren und die Pflanzen in der Wohnung bei genügend LF ziehen würde auch gehen, aber da musst du sie an die Bedingungen draussen umgewöhnen.

Ich würde die Samen, in den Kühlschran packen, dann so im Februar ein geeignetes Gefäß vorbereiten, die Samen dann aufs nasse Substrat säen und dann das Ganze mit einer Abdeckung nach draussen verfrachten. So bekommen sie noch einen kalt/nass Stratifikation und werden dann im normalen Rhythmus im Frühjahr keimen.

 

Grüße Nicky

Michael Dörr
Posted

Hallo,

 

ich verwende solche Haribo Boxen mit einem Deckel da kann nichts verwehen außer die ganze Box bei den Wind den ich hier habe  :yucky:.

 

Ich habe es vor kurzen probiert mit Kühlschrank Stratifikation irgendwie hat es leider nicht geklappt aber da habe ich sicher einen Fehler gemacht aber egal jetzt ist eh Winter auch wenn es nicht danach aussieht ich hatte hier heute knappe 15 C aber wenn es so ist wie letztes Jahr wird die kalte Zeit bald kommen.

 

Frohe Weihnachten

Michael

  • 11 months later...
Posted (edited)

-gelöscht-

Edited by Paul2811

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue. Weitere Informationen finden Sie in unserer Privacy Policy.