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Andreas S.

Dionaea muscipula durchkultivieren? Eine Langzeit-Dokumentation

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Andreas S.

Die Venusfliegenfalle braucht eine Winterruhe, ist es nicht so? Die Profis sagen ja und man liest es auch überall, wo es um die Kultur von Dionaea geht. Einige Stimmen sagen aber auch nein, sie brauchen nicht zwingend eine Winterruhe. Meist sind das Anfänger, die die Pflanzen mal über den Winter gebracht haben. Oft hört man von diesen Anfängern dann auch nie wieder etwas, längst haben sie andere Hobbys. Aber könnte es nicht sein, dass auch die Profis nicht voll und ganz im Recht sind? Vielleicht wurde die Venusfliegenfalle dann beim durchkultivieren nur nicht richtig mit Licht versorgt? könnte man die Venusfliegenfalle unter gleichmäßig warmen Bedingungen mit gleichbleibend 12 Stunden Kunstlicht durchkultivieren?

Ich möchte es ausprobieren. Ich habe hier eine zweijährige Jungpflanze, die bisher nur Kunstlicht gesehen hat. 10.000 lx, 12 Stunden/Tag und sie haben tief rote Fallen-Innenseiten (momentan leider geschlossen). Die Pflanze stammt von Nicky, der sie aus Samen aufgezogen hat. Bei mir steht sie jetzt auch schon ein halbes Jahr unter Kunstlicht. Diese Pflanze ist von vielen anderen der selben Aufzucht die größte und schönste und deshalb wähle ich sie für das Experiment. Die Pflanze sollte schon blühfähig sein, ich habe schon kleinere Pflanzen blühen sehen. Werde mich in losen Abständen melden, aber doch mindestens 2 Mal im Jahr. Es bringt ja auch nichts, wenn ich zu oft update und man sieht keine Veränderungen.

 

4yt3kw9p.jpg

 

Hier ist der kleine Schnapper, frisch ausgebuddelt. Alle Fallen haben sich dabei geschlossen - in ein paar Tagen sieht er besser aus.

 

jlqgv2sy.jpg

 

Hier der neue Platz im Indoor-Moorkübel. Auch auf den Bild zu sehen: D. affinis, U. tricolor, U. subulata.

 

Wird die Pflanze überleben, wird sie sterben oder hält sie ihre Population über Ableger? Werden wir es hier mit einer sich ausbreitenden Ansiedlung von Dionaea zu tun haben oder eher mit einem kurzem Glück? Wir können erst in Jahren beantworten, ob die Venusfliegenfalle wirklich ihre Winterpause zum überleben benötigt, so lange müssen wir beobachten.

 

Viele Grüße

Andreas

bearbeitet von Andreas S.
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Andreas S.

Ich möchte noch etwas zu den Kulturbedingungen sagen. Die Pflanze stand bisher bei mir im Terrarium, bei 12 Stunden Kunstlicht und tagsüber immer ca. 25°C, im Sommer entsprechend höher. Sie steht jetzt bei ca 20°C oder etwas mehr in meinem Indoor-Moorkübel. Es ist normale Raumtemperatur, ich bevorzuge weniger als 20°C, aber durch die Beleuchtung kommen wir auch über 20°C, nachts dann auch mal bis 15°C, das dürfte auch als Nachtabsenkung ausreichen. Luftfeuchtigkeit immer um die 50%, das war im Terra tagsüber eher weniger durch die Beleuchtug und die Stauwärme.

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FriedrichSchulze

Ja, das ein wirklich interessantes Experiment. Das wäre ein Schritt in die Richtung, warum die VFF sich überhaupt zurückzieht. Da kann man gespannt sein.

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partisanengärtner

Der ehemalig Chef meiner Frau hatte eine Dionaea schon drei Jahre ohne Winterpause am Fensterbrett. Kein Kunstlicht und erst im dritten Jahr war er nicht ganz mit der Wuchsleistung dieser Pflanze zufrieden. Leider habe ich diese Pfalnze nie zu sehen bekommen , aber das kann ein ganz schön langer Versuch werden.

 

Hast Du einen Ableger dieses Klons zum Vergleich unter normalen Bedingungen?

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Nicky Westphal

Hallo Andreas,

 

wenns von der mal nen Ableger gibt, nehm ich einen!

 

Was den Test betrifft, muss man wirklich abwarten. Die Lebenserwartung liegt wohl höher wie die von vielen Pflanzen, die im Baumarkt verkauft werden. :sleep:

 

Grüße Nicky

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Andreas S.

 

Hast Du einen Ableger dieses Klons zum Vergleich unter normalen Bedingungen?

 

Nein, habe keinen Ableger. Es ist ja eine stinknormale Venusfliegenfalle und wenn diese langjährig durchzukultivieren wäre, dann gäbe es ja auch keinen Grund, warum das mit anderen Klonen nicht auch so gehandhabt werden könnte. Garantien gibt es natürlich keine, ich will hier nur testen, ob es generell möglich ist. Die Lehrmeinung ist die, dass sie eine kühle Winterruhe brauchen, ansonsten nicht langfristig überleben können. Nun kann ich mir am dunklen Fenster im Dezember, bei 20°C auch vorstellen, dass keine Venusfliegenfalle das Jahr für Jahr mit macht. Bei der Aufzucht mehrerer Jungpflanzen auch über den Winter ist mir aufgefallen, wie extrem schnell sie da wachsen, im Vergleich zur Kultur draußen mit kühler, frostfreier Überwinterrung und auch wie schnell sie Ableger bilden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie dann nach z.B. 3 Jahren Indoor Kultur eingehen und verschwinden. 

 

Feldi, hier aus dem Forum, kultiviert ja auch alles mögliche durch und hat auch eine Dionaea am hellen Dachfenster stehen, wohl bei knapp 20°C. Nun kenn ich seine Bedingungen ja auch nicht bis ins Detail. Eine gewisse Veränderung der Jahreszeiten gibt es auch in der Wohnung, gerade von den Temperaturen. Hitzewellen mit 35°C habe ich zumindest nicht bei mir und das ist auch gut so. Überheizt ist es bei mir auch nicht und nachts mag ich es kühl, also das ist dann schon etwas anderes, im Sommer.

 

@Nicky: Es ist doch dein Zögling, also sollst du zumindest ein Blattsteckling erhalten, bleibt ja in der Familie ;) Ansonsten soll sich das Pflänzchen mal schön breit machen, da werden keine weiteren Anfragen positiv beantwortet :happy:

 

Gruß

Andreas

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Kevin G.

Hallo Andreas,

 

Da ich zu den Leuten gehöre, die meinen, die Venusfliegenfalle braucht eine Winterruhe, finde ich das Aufgreifen dieser Aussage deinerseits super und bin gespannt auf deine Beobachtungen. Meine erste VFF hat mich des Besseren belehrt, was die Winterruhe betrifft, da sei auch gesagt, dass die Lichtverhältnisse nicht gut waren. Seitdem überwintere ich via Kühlschrankmethode mit großem Erfolg.

 

Bleibt nur zu sagen: Viel Spaß mit dem Experiment! :)

 

Gruß

Kevin

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Thomas M.

Hi,

natürlich kann man Venusfliegenfallen durchkultivieren, aber es ist alles andere als optimal für die Pflanze. Ich hatte als Kind auch eine Venusfliegenfalle, die stand etwa 5 Jahre durchgehend auf meiner Fensterbank. VFF sind halt sehr robust.

Thomas

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Gast

Hallo Andreas,

 

Da ich zu den Leuten gehöre, die meinen, die Venusfliegenfalle braucht eine Winterruhe, finde ich das Aufgreifen dieser Aussage deinerseits super und bin gespannt auf deine Beobachtungen. Meine erste VFF hat mich des Besseren belehrt, was die Winterruhe betrifft, da sei auch gesagt, dass die Lichtverhältnisse nicht gut waren. Seitdem überwintere ich via Kühlschrankmethode mit großem Erfolg.

 

Bleibt nur zu sagen: Viel Spaß mit dem Experiment! :)

 

Gruß

Kevin

 

Hallo Kevin,

um den Inhalt des Threads nicht zu stören habe ich Dir eine PN gesandt, ich hätte dazu gern etwas mehr gewußt, Danke vorab. Ich würde mich freuen, wenn Du mir ein paar Auskünfte geben könntest.

 

Danke

 

Hi,

natürlich kann man Venusfliegenfallen durchkultivieren, aber es ist alles andere als optimal für die Pflanze. Ich hatte als Kind auch eine Venusfliegenfalle, die stand etwa 5 Jahre durchgehend auf meiner Fensterbank. VFF sind halt sehr robust.

Thomas

mein Schwiegersohn hatte VFF nicht ganz drei Jahre (Sommer 2006 so bis Frühjahr 2009) in einem großen Südfenster in seinem Haus im Schwarzwald - Sonne, Licht, Wasser  alles optimal. Die Pflanzen waren beim Kauf - sagen wir mal groß und richtig grün - das waren nicht die roten - nach dem ersten Winter waren sie kleiner und das was da noch neu raus kam war auch kleiner als die Eltern, aber sie waren noch grün, nach dem zweiten Winter waren sie noch mickriger und nicht mehr grün, sondern so hellgrün bis gelblich. Man sah, dass sie irgendwie nur noch wenig Kraft hatte, den dritten Winter überlebten sie nicht und wanderten auf den Kompost. Ich war nicht erstaunt, dass die Pflanzen letztendlich abstarben, ich war eher erstaunt, wie lange diese Pflanzen das durchgehalten - auf einer Steinplatte der Fensterbank im Winter über der laufenden Heizung, im Sommer in der Hitze der Sonneneinstrahlung , am Südfenster in einem 25L-Aquarium auf einem Stück Torf, gegossen wurde mit entmineralisiertem Wasser aus dem Supermarkt. Richtig kühle Temperaturen mal unter 10-12 Grad haben diese Pflanzen nie erlebt. Das waren Sonnenkinder mit ständig warmen Füßen durch die Heizung und die warme Steinplatte. Das Ganze in Gänze ohne künstliche Zusatzbeleuchtung. Der Wasserverbrauch war sehr hoch, für die paar Pflänzchen, wie er mir sagte, wurde da im Winter täglich so etwa eine kleine Tasse (so etwa wie eine Espressotasse ?) hineingegossen, im Sommer weniger.

 

Das im Übrigen damals meine allererste Berührung mit Karnivoren, da verlief das alles noch relativ schadlos, Gesehen, angeguckt, interessant gefunden und wieder vergessen.

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Nicky Westphal

Hallo Peter,

 

ich denke Andreas will die Dionaea unter idealen Bedingungen (viel Licht, ausreichnede LF..) warm übern Winter bringen. Darin sehe ich den Unterschied zur normalen Fensterbak Kultur um frühzeitigen Absterben der Pflanzen. Der test soll ja zeigen, wie lange eine Dionaea bei guten bedingungen überlebt und nicht bei trockner Heizungsluft bei dunklen & trüben Wintertagen. Ich bin jedenfalls mal gespannt!

 

Grüße Nicky

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Andreas S.

Hallo zusammen,

 

ich finde es wird mal Zeit für das erste Update. Das wollte ich eigentlich schon viel früher machen, aber irgendwie sind immer alle Fallen geschlossen gewesen. Warum schließen sich die Fallen bei einer Venusfliegenfalle? Richtig, wenn sie Beute machen! Aber welche Beute macht eine Venusfliegenfalle im Moorkübel im Winter?

 

Ich habe mal diesen Thread hier gestartet, in dem es um Schnecken ging! Es sind winzige Schnecken mit Gehäuse, die ich bei mir in Töpfen und Kübeln finde, drinnen wie draußen. Schäden habe ich bisher noch nicht bemerkt. Die Schnecken ernähren sich offenbar überwiegend von totem Material, tragen vielleicht daher sogar einiges zur Hygiene bei. Aber diese Schnecken sind offenbar viel häufiger bei mir, als ich gedacht habe, zumindest im Bereich meines Indoor-Moorkübels und des Regals, wo meine Töpfe im Zimmer im Regal stehen. Hier finde ich die Schnecken inzwischen vermehrt und ich finde sie vor allem häufig in den Fallen von Dionaea! Eine Schnecke kann den Fallenmechanismus gar nicht auslösen, weil sie einfach zu langsam ist? Das ist sicher richtig, aber wie sieht es aus mit fünf?

 

t4vv48cn.jpg

 

Unten links befinden sich wirklich fünf Schnecken in einer Falle, allerdings ist es oben rechts wirklich bloß eine. Die Schnecke oben rechts ist tot bewegt sich seit Tagen nicht mehr, die Falle muss vor kurzem zu gewesen sein, weil die Fallen-Ränder noch etwas nach außen gewölbt sind. Fünf Schnecken, hier noch etwas näher:

 

v3iowfk5.jpg

 

Das ich das nicht manipuliere muss man mir einfach glauben. Das ist natürlich auch nicht eine Dionaea aus dem Indoor-Moorkübel, sondern es ist eine ebenso alte Pflanze, die ich bei mir im Regal untergebracht habe, wo ich die Töpfe in Schalen halte (kein Terrarium). Auch hier vermehren sich die Schnecken offenbar recht rasant. 

 

Das sich die Schnecken in so großer Zahl zeigen, ist relativ neu. Die jungen Venusfliegenfallen, die ich von Nicky habe standen ursprünglich in einem kleinen Aquarium, wo ich die Schnecken nicht so bemerkt habe. Eine andere Lokalität, mit anderen Torf, aus einer anderen Quelle, ich glaube da habe ich mal nicht auf meinen Alt-Torf zurück gegriffen und hatte deshalb auch nicht die Schnecken in dem Maße.

 

Das die Schnecken offenbar mit Vorliebe in die Fallen der Venusfliegenfalle gehen, ist für mich eine sehr interessante Beobachtung! Von irgendwas müssen sie ja angezogen werden. Wenn ich jetzt in meinem Moorkübel nach Schnecken suchen würde, würde das wahrscheinlich eine Zeit dauern, bis ich fünf Exemplare hätte - dann sehe ich fünf in einer Falle von Dionaea. Eigentlich ist das aber nur eine Nebenerscheinung und eine Entdeckung die ich eben gerade in letzter Zeit gemacht habe und es hat nichts mit meinem Experiment zu tun. Daher jetzt ein Bild von der Dionaea im Indoor-Kübel!

 

zduqfuwv.jpg

 

Nur eine Falle ist offen, die anderen Fallen sind sichtbar gefüllt! Die Schnecken sind vorwiegend nachtaktiv und man sieht sie nie in den Fallen kriechen. Ich werde das weiter verfolgen, auch wenn ich hier eigentlich gar keinen "Schnecken-Thread" geplant hatte.

 

Aber nun ein paar Worte zum eigentlichen Experiment. Ganz unten sehe ich noch eine intakte Alt-Falle, die noch die tiefrote Färbung hat, die sie noch im Aquarium hatte. Alle anderen alten Fallen sind abgestorben. Die alten Fallen waren tiefrot und färbten sich besonders am Fallen-Rand auch nach außen rot. Das kann man bei den neuen Fallen nicht mehr beobachten. Die Ausfärbung hat sich hier stark verringert. Warum ist das so. Zum einen bekam die Pflanze im Aquarium etwas mehr Licht, weil eine 125 W ESL direkt über das Aquarium hing. Der Unterschied könnte ungefähr 5.000 lx sein. Ich denke aber, dass die tiefrote Ausfärbung im Aquarium vor allem temperaturbedingt ist. Das bedeutet, dass der Wärme-Stau im Aquarium für Temperaturen von ca. 30°C sorgt, aufgeheizt von dieser 125 W Funzel und nachts die Temperaturen durchaus bis 10°C oder weniger runter gehen können, weil sich die Aquarien eben in der Nähe der Balkontür befinden, die manchmal auch im Winter einen Spalt offen steht. Das ermöglicht eben einen Tag/Nacht Unterschied von bis zu 20°C und der ist meines Wissens für eine sehr rote Ausfärbung verantwortlich.

 

Vielleicht ging das jetzt viel tiefer in die Materie als ich es vorhatte - ich wollte ja nur dokumentieren, ob man Dionaea langjährig durchkultivieren kann oder nicht. Jetzt ergeben sich Fragen zu der Ausfärbung und vor allem zum Anlocken der Schnecken und warum die Schnecken offenbar ganz wild sind, in die Fallen zu kriechen. Ich habe wirklich nie Fraßspuren von Schnecken an Dionaea oder anderen Karnivoren gefunden, aber ich bin jetzt auch gewillt, den Schnecken mal etwas entgegen zu setzen. Ich verweise da auf auf meinen Schnecken-Thread-Link ganz oben im Beitrag. Andreas Fleischmann hat mir und uns allen, die vielleicht etwas zu viele Schnecken in Terrarien oder Töpfen haben empfohlen, angewelkte Salatblätter auszulegen und die Schnecken einfach abzusammeln. Ich finde das gut und kostengünstig und ich bin auch wahnsinnig gespannt drauf, ob das so funktioniert. Andreas Wistuba empfahl ein mineralisches Mittel und das ist dann meine Alternative. Vielleicht sollte ich die kleinen Schnecken ja nur als Dionaea-Futter sehen, aber ich denke, alles was sich so stark vermehrt, kann dann auch nicht mehr so gesund für die Pflanzen sein und ich werde da sicher erstmal die schonensten Maßnahmen anwenden, bevor ich chemische Mittel anwende.

 

Also ich bleibe am Ball und werde mich hier sicher bald wieder zu Wort melden.

 

 

Viele Grüße

Andreas

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Andreas S.

Ach ganz vergessen, die Dionaea bildet gerade einen Blütentrieb. Ich denke ich werde ihn abknipsen. Aber erstmal etwas wachsen lassen, damit man ihn sieht  :)

bearbeitet von Andreas S.

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Gast

Ach ganz vergessen, die Dionaea bildet gerade einen Blütentrieb. Ich denke ich werde ihn abknipsen. Aber erstmal etwas wachsen lassen, damit man ihn sieht  :)

 

bei meiner Bekannten auch, zwei Blütentriebe mit einer weißen Dolde. Ich wollte das erst gar nicht glauben, bis mich das Handyfoto erreichte. Die VFF steht am Südfenster in einem Raum, der nahezu unbeheizt ist, aktuell 16°C Raumtemperatur, ich würde sterben bei so einer Dürre, aber der VFF und den anderen Karnivoren im Fensteregel geht es offensichtlich super. Die Sarracenia-Hypriden sehen richtig frisch aus und die Bloody Mary-Nephentes (oder so ähnl.), die auch, die schiebt sogar neue Blätter und kleine grüne Kannen.

 

Gruss

Peter

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Nicky Westphal

Hallo Peter,

 

das mit der Blüte bei kühler Überwinterung ist fast normal. Mal kommen sie etwas später, aber allgemein gesehen, schalten die auf Frühling um, wenn die Tage länger werden und 15° sind im Gegensatz zu kalten Märznächten, doch mollig warm. Ich habe auch ein paar Frühstarter, die hab ich zu den Knollen gestellt, da ist es tagsüber etwas wärmer als im Überwinterungsragel.

Wenn deine Mary, bloody (rote) Kannen bildet, dann passt das mit dem Licht, wenn sie aber Kannen bildet, passt dann zumindest der Rest ganz gut.

 

@ Andreas, meine Dios fangen auch alles möglich, aber Schnecken hatte ich da noch nie gesehen! Deine Blüte kanst du stehen lassen und bestäuben, du hällst die doch eh warm. Warum dann abknipsen? Wäre für einen Samenverkäufer doch geschäftsschädigend. :cool:

 

Grüße Nicky

bearbeitet von Nicky Westphal

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Andreas S.

 

@ Andreas, meine Diosa fangen auch alles möglich, aber Schnecken hatte ich da noch nie gesehen! Deine Blüte kanst du stehen lassen und bestäuben, du hällst die doch eh warm. Warum dann abknipsen? Wäre für einen Samenverkäufer doch geschäftsschädigend. :cool:

 

 

Diosa klingt nach einem sehr spannenden, gattungs-übergreifenden Kreuzungs-Experiment :D

 

Nicky, ich hatte indoor noch nie eine tolle Samen-Ernte, von daher denke ich, dass der Samen-Verkäufer auf die paar Samen einfach mal gepflegt pfeifen kann  :whistling:

:lol:

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Nicky Westphal

Hallo Andreas,

 

das war kein Experiment. Ich bezeichne einen Teil meiner Dios, zwecks Unterscheidung, mit "a" hinten dran, andere mit "b".... :cool: (hoffentlich glaubt das keiner, sch... Tippfehler)

 

 

Noch als Tip zur Indoorbestäubung, so ein Fruchtbarkeitstanz bewirkt manchmal Wunder!

 

Grüße Nicky

bearbeitet von Nicky Westphal

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David M.

Hi Andreas, hallo zusammen,

 

Ich finde es super, dass das mal jemand "unter wissenschaftlichen Bedingungen" (oder fast :-) ) testet und beweist.

Selbst habe ich mind. 12 Jahre lang erfolgreich ein paar VFF durchkultiviert, die hatten sich in einem Heliamphora-Becken selbst ausgesät, und ich habe sie einfach wachsen lassen. Im Winter war das Becken nicht direkt beheizt, es stand im Wohnzimmer auf einer Fensterbank über der Heizung, die allerdings Nachtabschaltung hatte. Kunstlicht gab's auch keines, wodurch im Winter halt ein paar Lichtmangelblätter kamen, was aber im Frühjahr dann schnell wieder vergessen war. Den einzigen Unterschied, den ich zu den überwinterten VFF beobachten konnte, war, dass sie etwas chaotisch geblüht haben, also nicht immer im späten Frühjahr wie normalerweise. Im Sommer war ansonsten immer alles i. O. (Fallengeschwindigkeit, Ausfärbung...)

Die Frage ist halt, ob solche Pflanzen dann insgesamt eine kürzere Lebensdauer haben, als überwinterte, aber wer hat schon eine VFF aus Altersschwäche sterben sehen?

 

Gruß,

David

bearbeitet von David M.

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partisanengärtner

Hi Andreas

Ich habe solche Schnecken vor fast 60 Jahren im Gummibaumtopf meiner Mutter jahrelang beobachtet. Zusammen mit Springschwänzen aus dem gleichen Topf waren das meine ersten Haustiere.

Leider habe ich diese Zwerge nie wieder gesehen, dem Foto nach könnten sie es sein. Wenn Du mir also welche überlassen könntest wäre ich sehr dankbar. Porto ist selbstverständlich.  Im Gummibaumtopf hatten sie keine lebenden Pflanzen zum fressen nur das Substrat.

Das könnte eine Bereicherung meiner Indoorbiotope sein. Ich habe sie die letzten 20 oder 30 Jahre einfach vergessen. Danke.

 

Nach einiger Recherche können das Glanzschnecken (Oxychilus sp.)sein die vorwiegend räuberisch leben. Einige ernähren sich von jungen Schnecken mit und ohne Haus. Natürlich auch noch Würmer und ähnliches. Vermutlich dann auch Aas, weil sie Katzen und Hundefutter auch fressen.

Sehr begehrenswert.

 

.

bearbeitet von partisanengärtner

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Andreas S.

@Nicky: Fruchtbarkeitstanz klingt gut, das werde ich dann mal machen. Vielleicht finde ich jemanden, der das filmt, ich stelle es dann hier ein! Nene, so brutalo bin ich dann doch nicht drauf.

 

@David: Ja das ist eben die Frage, ob wir dann nach vielleicht drei Jahren einen gesunden Bestand von Venusfliegenfallen vorfinden, oder ob wir kränkliche Pflanzen sehen werden, die mehr tot als lebendig sind. Ich denke leben wird schon noch etwas. Lassen wir uns überraschen.

 

@Axel: Ich rate dir mal den Link oben anzuklicken, da kommst du zu meinen Thread "Torf-Schnecken" und da hat Andreas Fleischmann die Art benannt und ich denke mit Glanzschnecke liegst du da nicht so ganz falsch, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Schick mir einfach eine PN mit deiner Adresse, dann bekommst du ein paar Schnecken. Werde sie dann zusammen mit etwas Grünzeug in einen Maxibrief tun und dir zuschicken.

 

Edit:

Hier noch mal der Link zum Schnecken-Thread.

bearbeitet von Andreas S.

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partisanengärtner

Hallo Andreas

Vielen Dank

Es könnte vielleicht diese hier sein. http://www.animalbase.uni-goettingen.de/zooweb/servlet/AnimalBase/home/species?id=1407

 

Erkennen kann man diese Art leicht am Knoblauchgeruch. Eine der häufigeren die auch in sumpfiges Gelände gehen. ansonsten sehr schwer auseinander zu halten.

http://www.animalbase.uni-goettingen.de/zooweb/servlet/AnimalBase/list/species?taxongenus=2564

 

Diese Arten haben verschleppt in tropische Habitate sogar dort heimische Schnecken ausgerottet. In einem Fall auf Hawai ist daraufhin sogar ein Kleidervogel dort ausgestorben der auf die heimischen Schnecken spezialisiert war.

 

Sie frisst Gelege und Jungschnecken und kann so auch ziemlich große Arten seltener machen. In Bayern eher selten. Wird aber sicher oft übersehen.

Ich werde auf jeden Fall welche in meine Moorbeet sezten, wenn sie sich etwas vemehrt haben. Dann sind die kleinen Nacktschnecken mal etwas auf dem absteigenden Ast.

 

Vielleicht  haben die Reste der ersten Schnecke die anderen angelockt. Das eine einzelne Schnecke  die Fallen auslösen kann ist sogar sehr plausibel. Erstens sind die gar nicht so langsam und zweitens lassen sich die Sinneshaare sicher auch durch dauerhafte Massage dem Scheckenfuß auslösen. Wenn da so ein kleiner Schneckenherkules über so einen Auslöser turnt ist das sicher ein guter Auslöser.

bearbeitet von partisanengärtner

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Gast

ich hatte auch mal eine Sarracenia aus dem Baumarkt - Purpurea, aber m.E. die grüne Form - die war voll mit Schnecken. Ich hielt das für unerwünschtes Ungeziefer und habe sie penibel mit der Pinzette abgelesen und vernichtet. Dass die möglicherweise in Symbiose leben, der Gedanke kam mir damals nicht. An einer Stelle hatte so eine Schnecke sogar ein Loch von innen durch den Schlauch - unterhalb der Härchen und oberhalb der Verdaueungsflüssigkeit - durchgefressen, die hat an den Rändern noch gefressen.

 

Die Pflanze existiert heute noch, samt dem Loch - schneckenfrei

 

Mehr will ich dazu nicht schreiben und zeigen, weil das den Thread kaputt macht - aber zu den Schnecken paßte es eben gerade mal.

 

schnecke.jpg

 

 

Gruss

Peter

bearbeitet von Peter S.

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Andreas S.

@ Axel, dass ist schon plausibel, dass sie nacheinander in die Falle getappt sind und es ist auch wahr, dass die Falle zu geht, wenn nur ein Tasthaar mehrmals berührt wird, ich habe es gerade mal ausprobiert.

 

@Peter: Die sieht ja richtig zerraspelt aus. Auf jeden Fall eine andere Art als meine.

 

Gruß

Andreas

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Garon84

Im Video von Martin hat er das doch super erklärt , wie die VFF vorgeht und wann die Fallen auslösen . Man sagt das ein Taster ca. 3 mal betätigt werden muss oder mindestens 2 gleichzeitig ,dann denkt die Pflanze das es sich lohnt und das in der Falle eine Beutetier sitzt :) .

 

Das ist das Video wo das Fernsehen bei ihm war :P 

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Andreas S.

Kein Problem, hatte das nur so im Hinterkopf, dass 2 Taster auslösen müssen. Auf jeden Fall ist es für mich erstaunlich, dass Dionaea so viele Schnecken erbeutet. Ich hoffe, dass da auch etwas an Nährstoffen hängen bleibt, denn das Fleischige ist je immer noch vom Gehäuse umgeben. Nach den Bildern zu urteilen, ist da aber auch Schnecken-Fleisch hängen geblieben.

bearbeitet von Andreas S.

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partisanengärtner

Auf jeden Fall haben Deine Dioaneas keinen Kalziummangel. Das restliche Fleisch im Schneckenhaus zieht dann die nächsten Opfer an.

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