Jump to content
Andreas S.

Dionaea muscipula durchkultivieren? Eine Langzeit-Dokumentation

Empfohlene Beiträge

Andreas S.

Hallo,

 

hier mal ein Update anlässlich der Blüte, die sich jetzt geöffnet hat. Auch wenn das Pflänzchen seine intensive Rotfärbung in diesem Indoor-Kübel etwas verloren hat, macht es doch einen kräftigen Eindruck. Von einer Schwächung bei der Blütenbildung, die ja immer wieder diskutiert wird, ist hier nichts zu sehen, allerdings ist das Pflänzchen ja auch durch die Schnecken gut gefüttert!

 

Sorry für das unscharfe Blüten-Bild - zum Zwecke der Dokumentation reicht es hoffentlich.

 

Viele Grüße

Andreas

 

37qgctaz.jpg

 

iwzdsras.jpg

  • Gefällt mir 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Feldenberg

Hi Andreas,

das schaut doch schon mal gut aus. Ich hatte dazumal von 2009 bis 2013 meine VFF notgedrungen immer warm und ohne Zusatzlicht am Dachfenster durchkultiviert, wobei die Nachttemperaturen nie unter 18 Grad fielen. Aktuell habe ich auch eine kleine Darlingtonia schon im vierten Jahr im Terrarium usw. das geht schon alles. Ich denke der kritische Punkt ist bei warmer Überwinterung einerseits das Licht und andererseits die "Verweichlichung", die aber vor allem dann ins Gewicht fallen dürfte, wenn man die Pflanzen den Sommer über wieder nach draußen bringen will. Bei mir haben die Pflanzen ja nie im Freiland gestanden. Seit 2013 habe ich nun endlich einen schönen hellen Keller mit Südfenster, da kann man alles prima kühl überwintern. Ich wünsche gutes Gelingen zum Experiment und bin vor allem an Ergebnissen jenseits des dritten Winters interessiert ! ;-)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Andreas S.

Hi Feldi,

 

ja ich weiß, du hast ja sowieso alle Lehrbücher ad absurdum geführt. Du hast ja sogar D. rotundifolia neben Heliamphora usw. kultiviert. Ohne Kunstlicht sicher noch erstaunlicher. Aber man sieht, möglich ist vieles, man muss es nur ausprobieren. Ich habe z.B. auch eine D. filiformis ssp. filiformis, die jetzt den zweiten Winter indoor, unter Kunstlicht verbracht hat und im Winter immer schön eingezogen war. Keine Ahnung, woher die weiß, dass jetzt Frühling ist, jetzt ist sie schon wieder 20 cm hoch und wird wohl auch bald blühen.

 

Ob es langfristig möglich ist, wird sich sicher erst noch zeigen, aber wenn ich bedenke, dass dieses Pflänzchen, das nur Kunstlicht kennt, so ca. 2 -2 1/2 Jahre ist, dann muss ich sagen, dass bei mir Sämlinge dieses Alters, die unter natürlichen Bedingungen, draußen und kühler Überwinterung, vielleicht gerade mal so groß sind, wie eine Falle meiner Versuchspflanze.

 

Gruß

Andreas

bearbeitet von Andreas S.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Nicky Westphal

Hallo Andreas,

 

schaut doch gut aus. Ist die eine Falle innen verwachsen, oder täuscht das? Was den Wuchs & die größe betrifft, liegt das an den Genen. Ich hab selber welche aus der gleichen Aussaat, die noch wirklich winzig sind.

 

Grüße Nicky

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Andreas S.

Hallo Andreas,

 

schaut doch gut aus. Ist die eine Falle innen verwachsen, oder täuscht das? Was den Wuchs & die größe betrifft, liegt das an den Genen. Ich hab selber welche aus der gleichen Aussaat, die noch wirklich winzig sind.

 

Grüße Nicky

 

Hallo Nicky,

 

die Falle unten links? Ich glaube, die hat gerade eine deftige Schnecken-Mahlzeit hinter sich und beginnt sich jetzt wieder zu öffnen - klebt wohl noch teilweise zusammen.

Ansonsten zu der Größe, die "Minis" die ich von dir bekommen habe, sind alle mindestens doppelt so groß, als Sämlinge, die ich mit Winterruhe und ohne Kunstlicht kultiviert habe.

 

Gruß

Andreas

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Nicky Westphal

Hallo Andreas,

 

ja ohne Winterruhe wachsen die Kleinen auch schneller, eine kurze Kühlphalse wirkt aber auch auffrischend für das Wachstum. Ist natürlich auch alles vom Nahrungsangebot abhängig.

 

Grüße Nicky

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Andreas S.

Hallo,

 

hier der zweite Blütentrieb. Der erste ist längst verblüht und es gab keine Samen.

 

jhcplqve.jpg

 

Viele Grüße

Andreas

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Arrow

Ein kurzes Update mit einem schnellen Bild, würde mich sehr freuen. Sind ja nun schon wieder fast 3 Monate rum. Falls sich die Gelegenheit ergibt.

Danke schonmal.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Andreas S.

Ein kurzes Update mit einem schnellen Bild, würde mich sehr freuen. Sind ja nun schon wieder fast 3 Monate rum. Falls sich die Gelegenheit ergibt.

Danke schonmal.

 

Auf deinen Wunsch hin.

Immerhin es gibt momentan die 3. Blüte. Auch wenn die Venus von einer D. capensis 'Bainskloof' bedrängt wird, entwickelt sie sich gut.

 

89qzq73w.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Arrow

Vielen Dank für das Update. Bisher scheint Sie sich ja nicht an der fehlenden Winterruhe zu stören, und macht ein sehr gutes Bild.

Hast du dann eigentlich vor, im Winter die Beleuchtungszeit den tatsächlichen Gegebenheiten in unseren Breiten anzupassen, oder bekommt die Pflanze einen nie endenden Sommer vorgetäuscht?

Ist wirklich ein sehr interessantes Projekt. Vielen Dank für die Mühe. Gerade die Ergebnisse der nächsten Jahre werden vermutlich sehr interessant werden.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Andreas S.

oder bekommt die Pflanze einen nie endenden Sommer vorgetäuscht?

 

Bingo! Im Kübel wachsen ja ansonsten auch tropische Pflanzen, also die bekommen 12 Stunden pro Tag Beleuchtung - Sonnenlicht Fehlanzeige!

Viel Mühe macht es ja nicht, aber ja es wird interessant sein, wie das in ein paar Jahren aussieht.

 

Gruß

Andreas

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Carsten Schulz

Hallo Andreas. 

Hab den Thread jetzt erst gesehen :)

Zum Thema durchkultivieren: Volker Heinrich hält auf seiner Farm auf den Philippinen große Bestände an Venusfliegenfallen, Sarracenien und auch winterharten Drosera (filiformis etc.). Die Pflanzen machen ihre "Winterruhe" mehr oder weniger in der Trockenzeit, da sehen sie nicht so toll aus, treiben aber ein paar Monate später wieder kräftig aus. Die Sarracenien blühen sogar - Erstaunlich!

 

Liebe Grüße

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Andreas S.

Hallo Andreas. 

Hab den Thread jetzt erst gesehen :)

Zum Thema durchkultivieren: Volker Heinrich hält auf seiner Farm auf den Philippinen große Bestände an Venusfliegenfallen, Sarracenien und auch winterharten Drosera (filiformis etc.). Die Pflanzen machen ihre "Winterruhe" mehr oder weniger in der Trockenzeit, da sehen sie nicht so toll aus, treiben aber ein paar Monate später wieder kräftig aus. Die Sarracenien blühen sogar - Erstaunlich!

 

Liebe Grüße

 

Hallo Carsten,

 

wirklich erstaunlich. Hat er auch D. anglica und D. rotundifolia? Habe da den Eindruck, dass diese Arten besonders auf einen kühlen Winter angewiesen sind. D. intermedia habe ich dagegen mehr oder weniger problemlos im Winter aus der Winterruhe holen können. Im Frühjahr haben sie sich "resetet" und sind kurz eingezogen um kurz darauf wieder auszutreiben. Sie sind dann normal weitergewachsen. Bei D. filiformis habe ich auch eine Pflanze indoor wachsen, die geht auch ganz normal in Winterruhe und treibt im Frühjahr wieder aus - zumindest hat das jetzt 2 mal hintereinander geklappt.

 

Gruß

Andreas

bearbeitet von Andreas S.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Andreas S.

Hallo,

 

das letzte Update ist zwar erst 2 Monate her, aber momentan gefällt mir die Pflanze besonders gut. Die Rosette hat sich jetzt auch noch etwas vergrößert, sie hat schöne große Fallen, die sich jetzt wieder intensiv rot ausgefärbt haben. Die intensivere Ausfärbung kann ich vielleicht mit einem höheren Tag-Nacht-Temperaturunterschied begründen. Der Sommer war sehr heiß und die Hitze hat man nachts kaum aus der Wohnung bekommen. Durch die Beleuchtung habe ich tagsüber immer deutlich über 20°C, nachts jedoch komme ich jetzt immer auf deutlich unter 20°C, weil ich selbst genauso eine Nacht-Abkühlung benötige :yes: und die Balkontür immer offen ist, gerade auch nachts. 

 

Die Pflanze wird mit Licht nicht überhäuft, es sind an dieser Stelle wohl 10.000 lx, 12 Stunden am Tag. Für die Bilder musste ich die D. capensis "Bainskloof" (sicher falsch geschrieben, danke, mir aber egal) etwas beiseite schieben, denn sie hat die Dionaea ein ganzes Stückchen überwuchert. Es scheint der Dionaea aber nicht viel gemacht zu haben. Beide Pflanzen werden da bleiben, wo sie sind, vielleicht werde ich die Drosera an einigen Stellen etwas zurück schneiden, aber man sieht ja, sie bekommen genügend Licht.

 

Von Winter bis zum Spätsommer hat die Dionaea gleichmäßig verteilt drei Blütentriebe gebildet. Ich habe da nichts bestäubt, aber im Spätsommer habe ich dann erstmals auch indoor Samen ernten können. Auf einem der Bilder erkennt man auch gut mindestens einen Ableger, der nun auch nicht mehr so klein ist - man könnte ihn schon als mittelgroße Pflanze bezeichnen. 

 

Dionaea wächst hier in einem Indoor-Moorkübel über den ich sicher an anderer Stelle auch mal etwas genaueres zu berichten habe. Fleischfressende Pflanzen wie z.B. Drosera adelae, affinis, capillaris, scorpioides, roseana, Nepenthes, verschiedene Utricularien wachsen hier zusammen mit z.B. der Glockenheide einer winterharten Konifere und natürlich auch Dionaea. Nicht alles lief hier immer perfekt. Über eine kleine Schnecken-Plage der Glanzschnecke (Sämlinge hatten es teilweise sehr schwer!) habe ich bereits weiter oben berichtet. Dionaea hat sich hier aber als erfolgreiches Mittel gegen die kleinen Schnecken erwiesen. Habe lange keine mehr gesehen! Die Fallen der Dionaea waren früher ständig voller Schneckengehäuse, aber das gehört der Vergangenheit an, habe dazu nichts weiter getan, kein Schneckenkorn oder sonstwas.

 

Also bis hierhin läuft alles ganz gut. Für Dionaea müsste es jetzt der 3. Indoor-Winter sein. Von Langfristig kann man da noch nicht sprechen, da ja überall zu lesen ist, dass Dionaea die ersten 2 Lebensjahre ohnehin warm durchkultiviert werden kann. Also ab hier wird es erst interessant.

 

xur32no2.jpg

 

 

no8kbboq.jpg

 

abcd8toh.jpg

 

 

vhk46fx6.jpg

 

 

 

Viele Grüße

Andreas

bearbeitet von Andreas S.
  • Gefällt mir 2

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
philippwr

Hi Andreas,

 

wie geht es deiner Indoor VFF  denn inzwischen? Kommt sie auch gut über diesen Winter?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Andreas S.

Hallo philippwr,

 

ja es geht ihr gut. Sie wird momentan wieder etwas überwachsen von der D. capensis Bainskloof, hat aber trotzdem rote Fallen. Kann ja mal wieder ein paar Bilder machen.

 

Gruß

Andreas

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Utri

Hallo Andreas,

 

 ich finde dieser Thread ist sehr gelungen ;) aber ich fände es auch toll wenn du dein Indoor-Moorbeet dokumentieren würdest :-)

 

Gruß,Utri

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Andreas S.

Na ich mach mal demnächst ein paar Bilder ;)

  • Gefällt mir 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
philippwr

Hey Andreas,

 

danke für die Antwort! Schön zu hören, dass es deiner VFF gut geht. Über ein Bild freue ich mich jetzt schon! :D

 

LG

Philipp

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Andreas S.

Hier wie versprochen die aktuellen Bilder zur durchkultivierten Dionaea. Alle Bilder sind von heute Nachmittag. Impressionen vom Indoor-Kübel folgen in einem Extra-Beitrag im Anschluss.

 

Dionaea wurde ganz schön von Drosera capensis „Bainskloof“ überwuchert. Sowohl die Bainskloof, als auch die Dionaea haben sich geteilt. Der Sonnentau wird immer etwas schneller wachsen und daher wird die Venusfliegenfalle auch immer der zweite Sieger bleiben, wenn man da nicht mit der Schere nachhilft.

 

Wenn man denn die Schere zur Hand genommen hat, dann wird auch einiges sichtbar, was vorher im Verborgenen blieb. Unter der Bainskloof hat sich Dionaea noch ganz gut gehalten, allerdings wurden kleinere Fallen gebildet. Die große, rote Falle, rechts ist schon recht alt und sie war nie überwuchert. Ich werde jetzt stärker drauf achten, dass die Dionaea frei bleibt und somit mehr Licht abbekommt. Ansonsten denke ich, dass es sich um eine kerngesunde Pflanze handelt. Wie man sieht gibt es jetzt auch einen neuen Blütentrieb (letztes Bild).

 

 

Dio.jpg

Dio2.jpg

Dio3.jpg

Dio4.jpg

DioBlüte.jpg

  • Gefällt mir 3

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Andreas S.

So nun zum Kübel meiner durchkultivierten Venusfliegenfalle – dem Indoor-Moorkübel.

Die Idee, die dahinter steckt ist die, ein möglichst natürlich aussehendes Stuben-Habitat zu erschaffen. Vorbild waren Bilder von Naturstandorten in Südafrika. Natürlich ist dieser Kübel speziell für Drosera. Der Kübel ist jetzt 2-3 Jahre alt und alles lief nicht so wie es geplant war -  nicht alle Arten haben sich hier gehalten, aber dazu vielleicht später mehr.

 

Im Grunde wirkt der Kübel immer trocken, wie eine Steinwüste, allerdings besteht der Großteil aus Wasserspeicher, die ich schnell aus 5 liter Wasserkanister hergestellt habe. Auch wenn ich eine Woche nicht gieße, ist das Substrat doch immer gleichmäßig feucht. Ich hoffe, die Bilder gefallen Euch.

 

 

 

i5.jpg

i4.jpg

i2.jpg

  • Gefällt mir 6

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Andreas S.

Im Kübel befinden sich folgende Karnivoren:

 

Drosera capensis „Red“, Gifberg, Drosera capensis„Wide Leafe“ (Sämlinge), Drosera capensis (Sämlinge), Drosera capensis „Bainskloof“, Drosera affinis, Drosera roseana, Drosera scorpioides, Drosera hamiltonii, Drosera capillaris, Drosera capillaris (Cuba), Drosera capillaris (Brasilien), Drosera x Snyderi, Drosera oblanceolata, Drosera adelae, Utricularia tricolor, Utricularia subulata, Utricularia livida, Nepenthes ventricosa x alata

 

Nicht karnivore Pflanzen sind eine Konifere, die ich auch schon zurück schneiden musste, ein grasartiges Binsengewächs (Weiß jemand, wie die korrekte Bezeichnung ist?), Torfmoos (das habe ich nicht eingesetzt, ich wollte hier gar kein Sphagnum haben!) und die Glockenheide

(Erika tetralix). Diese ist vom Anfang an im Kübel, ich habe sie als Sämling im Torf erhalten, habe sie viele Jahre schon in Kultur und habe einen kleinen Ableger in den Kübel gesetzt. Zwar ist dieses Heidekrautgewächs winterhart, aber hier wächst die Pflanze wie Unkraut und blüht auch. Ich muss sie regelmäßig zurück schneiden.

 

Noch ein paar Worte zu Drosera: Drosera affinis wächst hier auch wie Unkraut. Die haben hier offensichtlich ideale Bedingungen und sie blühen auch ohne Pause. Leider kann ich von dieser Art nur wenige Samen ernten, aber hier im Kübel haben sie sich auch definitiv durch Samen vermehrt. Die Pflanzen sind hier alle relativ jung, denn ich verkaufe regelmäßig ältere Exemplare. Jetzt im Winter können sich die Bestände wieder erholen. Drosera affinis vermehrt sich stark auch über Wurzel-Ableger.

 

Drosera hamiltonii habe ich erst vor einigen Monaten eingesetzt, aber ich hätte da auf eine schnellere Ausbreitung gesetzt.

 

Drosera capensis „Red“ vom Gifberg in Südafrika passt in den Kübel offenbar wie A... auf Eimer. Ich habe wirklich niemals solche großen Exemplare von Drosera capensis dieser Form gesehen. Die Pflanzen wachsen normalerweise sehr gedrungen, ich denke, dass hier auch das Substrat mit verantwortlich ist.

 

Die normale Form von Drosera capensis wächst hier als blinder Passagier. Wie überall, kommen auch hier Samen hin, die keimen und schneller wachsen, als man sich es erwünscht. Da ich Pflanzen nie vernichte, lass ich sie wachsen und ich finde für sie immer noch Abnehmer.

 

Drosera capillaris wächst hier in drei Formen und sie vermehren sich von selbst durch Samen.

 

Drosera scorpioides wächst hier im zweiten Jahr, sie wurden als Brutschuppen ausgelegt und hatten selbst noch keine Brutschuppen gebildet. Drosera roseana befindet sich von Anfang an im Kübel. Sie bilden unregelmäßig eine Vielzahl von Brutschuppen und vermehren sich selbst.

 

Utricularia tricolor wächst hier in Form von Laub, Blüten habe ich von dieser Art nie gesehen, ich habe sie schon einige Jahre in Kultur. Utricularia livida hat sich hier offenbar durch das Substrat eingeschlichen. Utricularia subulata siedelt sich sowieso überall von selbst an – überwiegend durch Samen. Bei dieser Gelegenheit fällt mir etwas auf: Utriclaria subulata wächst hier überwiegend ohne die kleistogamen Blüten! Ich habe sie hier nie gesehen, wie kommts? Dass Utricularia subulata da ist, habe ich durch die gelben Blüten bemerkt. Momentan blühen sie aber nicht.

  • Gefällt mir 5

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Kevin G.

Hallo Andreas,

 

Welch herrliches Gewusel! Alle Pflanzen sehen einfach knackig aus! (Schade, es gibt kein Daumen-hoch-Smiley...)

 

vor 2 Stunden schrieb Andreas S.:

Drosera affinis vermehrt sich stark auch über Wurzel-Ableger.

 

Ich habe D. affinis seit etwa 2 oder schon 3 Jahre, ohne einen Wurzelableger zu bilden. Gibt es etwa bei ihr ein Mindestalter oder Ähnliches?

 

vor 2 Stunden schrieb Andreas S.:

Bei dieser Gelegenheit fällt mir etwas auf: Utriclaria subulata wächst hier überwiegend ohne die kleistogamen Blüten! Ich habe sie hier nie gesehen, wie kommts?

 

Als ich von dir ein Teilstück von U. sandersonii bezogen habe, waren wohl ein paar Fitzelchen von U. subulata drin. Jedenfalls wachsen die beiden Arten zusammen im Topf.

 

Dein Klon von U. subulata scheint wohl am ehesten gelbe Blüten zu schieben, wenn es schön feucht ist. Nicht zu trocken und nicht geflutet, in Kombination mit nicht so viel Licht (ich beleuchte meine Utris mit etwa 9000 Lux), das 12h/Tag brennt. Ein Klon, den ich bei Thomas Carow bezog, schob auch unter diesen Bedingungen die kleistogamen Blüten. Hängt wohl auch vom Klon ab.

 

Gruß

Kevin

  • Gefällt mir 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Andreas S.
vor 2 Minuten schrieb Kevin G.:

 

Dein Klon von U. subulata scheint wohl am ehesten gelbe Blüten zu schieben,

 

Das würde ich so nicht sagen, denn woanders treiben sie überwiegend kleistogame Blüten. Es ist nicht immer einfach, irgendeinen Sinn beim Wuchs irgendwelcher Pflanzen zu finden. Man blickt da als Nicht-Botaniker nicht immer so ganz durch und ich fürchte als Botaniker auch nicht ;)

 

Zu Drosera affinis: Manchmal trift man Bedingungen, die ideal sind. Ein Mindestalter gibt es nicht, die Art vermehrt sich bei mir im Kübel wirklich wie Brennesseln. Sie vermehren sich nicht ganz so schnell, wie ich sie abgeben kann. Das Wichtigste ist bei dieser Art einfach nur viel Licht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast
vor 4 Minuten schrieb Andreas S.:

Zu Drosera affinis: Manchmal trift man Bedingungen, die ideal sind. Ein Mindestalter gibt es nicht, die Art vermehrt sich bei mir im Kübel wirklich wie Brennesseln. Sie vermehren sich nicht ganz so schnell, wie ich sie abgeben kann. Das Wichtigste ist bei dieser Art einfach nur viel Licht.

 

Moin Kevin,

 

der Aussage von Andreas kann ich uneingeschränkt zustimmen, meine D. affinis wachsen am besten im Hochsommer draußen in praller Sonne, dann machen ihnen weder Gewitter, Hagelschauer oder Sturmböen was aus, solange danach wieder die Sonne ordentlich scheint.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×