Guest Posted November 9, 2014 Posted November 9, 2014 (edited) Hallo Fleischis, ich habe mir gestern die letzten grünen Beutel (5 Stück) aus dem THOOM-Baumarkt mitgenommen, ehe die wieder entsorgt werden, weil ja die Karnivoren im Gartencenter auch nicht "das Sortiment" sind. Dafür hatte ich sie gestern für einen Restabkauf von zwei Euro das Stuck (3Liter ein Beutel) haben können. Einen der Beutel habe ich gleich verwendet und erstaunt festgestellt, dass das Substrat da drin nach dem Befeuchten mit entmineralisiertem Wasser aus dem Supermarkt einen pH-Wert von sage und schreibe pH8 (in Worten acht) angezeigt hat. Auf dem grünen (fast quadratischen Beutel, um keinen Namen des Herstellers zu verwenden) steht aber wörtlich: Spezialerde für Fleischfressende Pflanzen - Karnivorenerde Inhalt 3 Liter Gemisch aus wenig und mäßig zersetzem Hochmoortorf (H2-H5), Rinde 5%, Perlite 5% und Quarzsand 2% PH-Wert (CaCl2) 3-4 naiv wie ich bin habe ich jetzt mit dem pH-Wert von 3-4 gerechnet, oder bezieht sich das jetzt nur auf den Quarzsand-Anteil ? Meinen Kies hatte ich noch gar nicht zugesetzt, der ist in der Messung noch gar nicht drin Das hatte ich aber schon einmal bei früheren Sendungen von K.erde gemessen, seitdem gieße ich mit dem teebraunen entmineraliertem Wasser, in das ich immer ein paar getrocknete Erlenzäpfchen eingeworfen habe und die dann solange darin schwimmen, wie sie eben noch das Gießwasser dunkel färben können. Wenn das Gießwasser in der Farbe etwa so aussieht, wie schwarzer Tee, der paar Stunden herumgestanden hat, dunkler als frisch gekochter Tee aber heller als Kaffee - dann messe ich einen pH-Wert von 4-5. Ich hatte erst Sorge mir mit dem braunen Gießwasser, was ich in den Anstau gebe, die Wurzeln der Pflanzen zu beschädigen, es scheint aber nicht so. Ein pH-Wert von acht, das sind in meinen Augen eigentlich fast maritime Verhältnisse. Mein Freund hat in seinem Korallen-Aquarium (Meerwasser!) pH 7.7 bis 9.0, hat mir aber eingestanden, dass er den pH-Wert noch nie gemessen hatte, weil er die Wasserhärte als das Wichtigste ansieht, weil hartes Wasser den pH-Wert sowieso hoch hält. Ich will hier dem Händler nichts unterstellen, aber habe schon mehrmals den Eindruck gehabt, dass das nicht immer der gleiche Torf ist, der da verkauft wird. Mal ist er braun mit auffallend fasrigen Bestandteilen, dann isr wiedermal dunkler und hat kaum sichtbare Faserbestandteile drin. Der pH-Wert war aber nie so niedrig, wie aufgedruckt, fast immer neutral pH7. Der Wert von 8 ist neu. Kann das jetzt aber auch möglich sein, dass mein entmineralisierte Wasser den pH-Wert des Substrats hochtreibt ? Wenn ich das Wasser" messe, dann kommt ein absolut neutraler Wert von 7 raus. Aber der Apotheker sagt, dass das Gerät nur feuchte Erde also Substrat richtig messen kann, nicht aber reine Flüssigkeiten. Mit dem berühmten Lackmus-Papier kommt aber auch 7 raus. Ob das so stimmt, sei dahingestellt, denn auch das angefeuchtete Hochmoortorf zeigt mit dem Lackipap genau pH7. Ganz trocken geht ja das Substrat leider nicht zu messen, da kommt keine Anzeige. Das Meßgerät, so ähnlich wie das, nicht ganz so primitiv in der Anzeige ist kein teures, aber von mir abgeglichenes Gerät, d.h. beim Apotheker "vergleichsgemessen", also nicht geeicht, aber es zeigt sogar fast genau den Wert an, den des Apothekers geeichte Technik auch anzeigte, nur dass er mehrere Stellen hinter dem Komma ablesen kann, ich nur eine Stelle hinter dem Komma. Unterm Strich denke ich, liege ich mit meinen Erlenzäpfchen erstmal richtig. Auch die langen Wurzeln der Droseras werden nicht geschädigt. Es kommt auf die Menge an. Mit Erlenzäpfchen habe ich früher schon den Neosalmlern "Saures" gegeben. Allerdings hatte ich damals auch superweiches Quellwasser (Greiz im Vogtland) zur Verfügung. Viele Grüsse Peter Edited November 9, 2014 by Peter S.
Nicky Westphal Posted November 9, 2014 Posted November 9, 2014 Hallo pater, wenn Verkäufersich an die vorschriften halten, was ich wohl annehme, dann ist in deinen Beuteln auch drin, was drausfteht. Hochmoortorf wenig (fasrig und meist etwas heller)und mäßig zerset (feiner und meist dunkler). Wie hoch die jeweiligen Anteile sind ist dabei nicht festgesetzt. H2-Torf ist sehr grob und auch begehrt und wird darum eher gesondert verkauft. In den Ferigmischungen oder auch Großpackungen die es in den Baumärkten gibt, ist darum der H2 Anteil meist geringer. Was die Farbe angeht, kommtes auch auf den Flüssigkeitsgehalt, der Abpackung an. Das der torf nun mal nicht ständig gleich ist, liegt wohl daran, das es ein Naturprodukt ist. Was jetzt den PH-Wert betrifft, betreibe ich da keinen solchen Aufwand. Das einzige was ich bei mir messe, ist der Leitwert des Gießwassers und die Stärke meiner Beleuchtung. In der Natur ist die Struktur des "Bodens" ja nun auch mal nicht auf jedem Zentimeter gleich und die Pflanzen wachsen trotzdem dort. Solange du nichts kaufst, was aussieht, wie normale Blumenerde (Schwarztorf), würde ich mir weniger Gedanken machen. Wenig zersetzter torf hällt natürlich länger und das Substrat verdichtet sich nicht so stark. Grüße Nicky
Thomas Carow Posted November 9, 2014 Posted November 9, 2014 (edited) Hallo Peter, da die Spezialerde nicht von mir stammt, kann ich mich ungezwungen äußern ;-) Es muss natürlich die Beschriftung zu dem Inhalt stimmen, sonst macht es keinen Sinn. Ich bin kein Chemiker, da können andere sicher genaueres schreiben. Ich weiß jedoch, dass der ph-Wert schwach gepufferter Substrate wie Torfe nicht direkt mit dem Handgerät gemessen werden kann. (Bei schwereren Lehmböden z.B. ist dies ansatzweise möglich, allerdings auch nur mit 'Profigeräten' die meist über 100,- € kosten). Das von Dir erwähnte Gerät würde ich eher unter 'Spielzeug' einordnen bzw. ist nur für sehr genau definierte Anwendungen brauchbar (z.B. ph-Wert Messung von Flüssigkeiten geht im groben Bereich) . Zur exakten Messung von Bodenproben werden relativ komplizierte Verfahren angewandt, mit den denen der Torf aufgeschwemmt wird. Da Du auch bei dem reinen Torf ungewöhnliche Werte misst, würde dies auch für Falschmessungen Deines Gerätes sprechen (und auch für die Messung des Profigerätes bei Deinem Apotheker, dass nur für Flüssigkeiten ausgelegt sein dürfte). Um wirklich sicher zu gehen, muss man die Erdprobe einschicken. Im Erwerbsgartenbau wird dies beispielsweise mit jeder Substrat- oder Torflieferung grundsätzlich immer gemacht. Vorher kommt da keine Pflanze rein. Das Risiko wäre sonst viel zu hoch. Grüße Thomas Die Absiebung von dem Torf hat nichts mit dem Zersetzungsgrad zu tun. Von jeder Zersetzung kann man natürlich unterschiedliche Absiebungen machen. Edited November 9, 2014 by Thomas Carow
Nicky Westphal Posted November 9, 2014 Posted November 9, 2014 Hallo Peter, Die Absiebung von dem Torf hat nichts mit dem Zersetzungsgrad zu tun. Von jeder Zersetzung kann man natürlich unterschiedliche Absiebungen machen. Hallo Thomas, vieleicht hab ich das falsch ausgedrückt oder falsch verstanden, aber ich denke aus stärker zersetztem Torf, wird man kaum sehr viel grobfasrige Anteile bekommen, dann wohl eher dicke Klumpen, die dann zwar auch erst mal grob sind, aber schnell zerfallen. Bei wenig zersetztem Torf bleibt auch bei feinerer Siebung eine fasrige Struktur, oder sehe ich das falsch? Grüße Nicky
Marco Ebert Posted November 9, 2014 Posted November 9, 2014 Trotzdem hat das eine nichts mit dem anderen zu tun. Du kannst auch aus wenig zersetztem Torf feine Stücke bekommen. Thomas, du bietest meine ich H1/H2 Torf mit 0-5mm Absiebung an, richtig? Nur so als Beispiel...
Guest Posted November 9, 2014 Posted November 9, 2014 (edited) ich wil aber hier nur nochmal einwerfen, ich unterstelle dem Lieferanten keinen Betrug ich bin nur über den Unterschied gestolpert, dass er drauf stehen hat, einen pH-Wert von 3-4, das hat mich aber schon vor Monaten beim ersten Mal, als ich die Beutel im Baumarkt liegen sah, stutzig gemacht, Solche niedrigen Werte habe ich noch nicht einmal in fast kaffeebraunen Schwarzwasser erreicht, dass wir vor etwas mehr als 40 Jahren mit Hochmoortorf, Erlenzäpfchen und in kaum noch härtemeßbaren Quellwasser nachzubilden versuchten, um den Roten Neon zu ziehen - das klappte einfach nicht und als wir dann das Handtuch geworfen hatten, da haben die blöden Viecher im bepflanzten Becken in völlig unbehandeltem flouridversetzten Leitungswasser bei 13 Grad dGH und einem neutralen Wert um 7,1 gelaicht und wir haben lebensfähige junge Rote Neons im JavaMoos und im Myriophyllum vorgefunden :wallbash: Also stolperte ich auch hier uber den Wert von 3-4 und kam in Konflikt als ich dann das Substrat in meinem Kasten, vorher gewässert, gemessen mit einem pH-Wert von ungewöhnlichen 8 wieder vorfand. Ich will nicht, dass es hier zu Abmahnungen gegenüber der Forumsleitung kommt. Ich habe da mal in einem Fotografieforum Sachen erlebt, da war alles nahe dem Untergang, weil konkrete Anschuldigungen an konkret genannte Händler gepostet wurden und weil die Gerichte mit herben Geldstrafen reagierten. Ich habe lange überlegt, ob ich den Thread vom Zaun breche und wenn der Admin ihn löschen würde, würde ich es sogar verstehen. Die Erde stammt meines Wissens von keinem der hierigen Verkäufer hier, denn dann hätte ich diesen per PN direkt angefragt und nichts weiter. Edited November 9, 2014 by Peter S.
Thomas Carow Posted November 9, 2014 Posted November 9, 2014 Hallo Peter, junger Sphagnum-Weißtorf der Zersetzung H2-H4 hat im allgemeinen einen ph-Wert von 3,2 - 3,8. Da liegst Du mit Deinen Annahmen irgendwie falsch. (> Also stolperte ich auch hier über den Wert von 3-4) Grüße Thomas
Nic Brown Posted November 9, 2014 Posted November 9, 2014 Hallo Peter, meiner Meinung nach muss man nicht Alles auf ein µ genau messen, wiegen oder ausrichten und kann trotzdem erfolgreich Karnivoren kultivieren. Wie Nicky schon schrieb: In der Natur wachsen die Pflanzen auch nicht im perfekten Einheitsbrei. Zu dem ph-Wert des Beutels kann ich mich nicht äußern, würde aber davon ausgehen, dass er relativ genau dem entspricht der auch drauf steht. Habe selber mal zu Beginn so einen genutzt, die Dionaea wuchs prächtig in dem Substrat. Falls du dennoch den ph-Wert bestimmen möchtest könnest du - abgesehen von einer Bodenprobe die du einsendest - sowas hier versuchen. Allerdings habe ich das noch nie selber benutzt und kann deshalb auch keine Aussagen zur Genauigkeit machen. Viele Grüße Nic
Harro Posted November 18, 2014 Posted November 18, 2014 Hallo Peter, falls Du mal Dein Substrat selbst herstellen und Cocos untermischen willst, miss nach. Ich habe schon oft Cososblöcke bestellt. Immer wieder liest man da ungedüngt, Naturprodukt. Gott sei Dank habe ich das Wasser, in dem ich die Blöcke habe quellen lassen, nachgemessen. Meisten über 1300µs. Erst nachdem ich 3-4 x gespült hatte kam ich dann auf 200 - 300 µs. Ich hätte so einen hohen Eintrag nicht erwartet. Floragard bietet H1 Torf, 50 ltr. für 13,99 € an. Harro
Guest Posted November 18, 2014 Posted November 18, 2014 (edited) Wie meßt Ihr denn das alles ? Welche Möglichkeiten mit meinem Lackmuspapier habe ich denn ? Ich kenne ja nur Lackmuspapierstreifen und Seifenlösung mit Reagenzglas und Titrierpipette. Tropfchen bis zum Farbumschlag u.ä. - etwa so etwas hier, das ist aber lt. meinem Apotheker nur eine Spielerei zur eigenen Beruhigung Mikro-Siemens, ist das nicht der Leitwert ? Wasserhärte ? Wie messe ich denn das, ohne die Wohnung zum Labor zu machen ? Bis jetzt bin ich mit meinen Proben ab und an zum Apotheker gegangen, mit dem ich befreundet war, der lebt nun mittlerweile auch nicht mehr. Zu den Nachfolgern habe ich leider keine so feste und jahrelange Beziehung wie vorher zum Senior. Gruss Peter Edited November 18, 2014 by Peter S.
Kevin G. Posted November 18, 2014 Posted November 18, 2014 Hallo Peter, Den Leitwert messe ich mit diesem schicken Gerät. Einfach ins Wasser halten und schon hast du neben den Leitwert sogar die Temperatur (Letzteres ist aber für uns eher unrelevant). Wie auch schon geschrieben wurde, musst du nicht alles messen. Ich messe nur den Leitwert meines selbstgemachten VE-Wassers (habe nach meiner Osmoseanlage noch einen Vollentsalzer dazugeschaltet, da ich das Wasser nicht nur für Fleischis benutze). Ansonsten achte ich bei meinen Rohstoffen auf die Packungsangaben bzw. hole sie mir aus einer Spezialgärtnerei. Gruß Kevin
Nicky Westphal Posted November 18, 2014 Posted November 18, 2014 (edited) Hallo Peter, den Leitwert kannst du mit einem einfachen Meßgerät (wie von Kevin schon verlinkt) ermittel. Die gibts eigentlich in jedem Aquarienfachgeschäft. Allderdings würde ich mich da auch nicht so verrückt machen und alles anhand von Meßwerten festmachen. Wichtig ist, das es den Pflanzen gut geht. Ich messe den Leitwert meines Osmosewassers regelmäßig um zu sehen ob die Anlage noch funktioniert, Alles andere sehe ich als überflüsig an, da der Leitwert des Wassers in den Schalen, durch organische Verunreinigungen, schon wieder deutlich höher ist. Das der Leitwert bei Harro beim Auswaschen der Kokosblöcke so in die Höhe schnellt, hat mit Dünger wohl nichts zu tun. Es kommen dabei einfach nur winzige Bestandteile ins Wasser, welche den Leitwert erhöhen. Selbiges kommt auch bei abgestandenem Regenwasser vor. Ich möchte auch nicht wissen, wie sich der Wert verändern würde, wenn ich mal einen Topf mit Torf von oben durchspühle und das Wasser dann messe! Der Leitwert hat also nur indirekt etwas mit Nährstoffgehalt zu tun. Um die Gießwasserqualität zu testen ok, aber jetzt Wasser in den Schalen etc. zu messen ist aus meiner Sicht unsinnig und verunsichert nur. Grüße Nicky Edited November 18, 2014 by Nicky Westphal 1
Guest Posted November 19, 2014 Posted November 19, 2014 Hallo Kevin & Nicky, ich werde mich mit diesem elektronischen Zeugs mal befassen. Nicht nur bei pH-Wert und Härte, sondern auch bei der Messung von Temperatur und Luftfeuchte. Schlechter wie das, was ich jetzt mit den analogen Meßgeräten erlebe, kann es nicht mehr werden. Es gibt ja Verschiedenes was elektronisch ist und wenn es nicht mehr geht, fliegt es in den Elektronikschrott. Ich habe im gewohnten "Alt-Männer-Glauben" an den Aufdruck "Made in Germany" einige von solchen und anderen analogen Geräten gekauft, weil ich meinte noch die gewohnte Qualität zu erhalten. Das Ergebnis ist aber , dass die Geräte mittlerweile ausnahmslos alle ihren Schuß weg haben und nicht mehr richtig anzeigen. Auffallend ist, dass sie im Bereich der niederen Temperaturen (15 bis 22 Grad) nicht mehr richtig anzeigen, wenn sie mal in höheren Temperaturen und Luftfeuchten "hochgefahren" wurden. Nach einem Kontakt mit dem Händler und der dann mit dem Hersteller sind alle diese Geräte nicht dazu geeignet dauerhaft bei hohen Temperaturen oder hohen Luftfeuchten eingesetzt zu werden, das überdehnt irgendeine Feder oder das Haar, was da drinnen sein soll. Die Zeiger werden dann nähmlich nicht mehr korrekt zurück gedreht. Auch dann nicht, wenn die Geräte über Nacht bei (heute nacht) sieben Grad plus draußen gelegen haben. Diese Geräte dienen angeblich nur zur Messung und sollten dann unter "normalen" Zimmerwerten wieder aufbewahrt werden. Dann sind sie allerdings in meinen Augen als Angebot für Terrarien, Paludarien, Pflanzenfenster u.a. ungeeignet, denn dort nimmt solche Meßgeräte keiner nach der Messung immer wieder raus. Mir wird aber jetzt auch klar, warum in Pflanzenvitrinen in Gaststätten (in Bautzen z.B.) oder hier in Hoyerswerda in Pflanzenvitrinen in Gaststättenn und im Zoo solche irren Werte ( 40 Grad T und 100 % LF) angezeigt werden. Die Geräte sind dann wohl auch alle kaputt. So etwas hier - Aufdruck Made in Germany - stammt aus dem hiesigen Zooladen, Stückpreis 18 Euro, alle drei Geräte, die ich dummerweise gekauft habe, hängen inzwischen bei dauerhaft um die 30 Grad Temperatur - egal wie kühl man sie lagert - und 90 Prozent Luftfeuchte fest und gehen nicht mehr zurück. Wenn jemand dauerhafte gute Erfahrungen mit Meßgeräten hat, dann kann ja hier ab und an mal diese Erfahrung gepostet werden. Manch einem, so auch mir, spart das möglicherweise teure Irrtümer und sinnlose Anschaffungen, jetzt werde ich mal das Gerät testen, dass mir Kevin empfohlen hat. Auf analoge Meßgeräte werde ich wohl in Gänze verzichten, obwohl ich die erstmal zum Nachjustieren gegeben habe, ehe ich sie wirklich wegschmeiße. Vielen Dank. Herzliche Grüsse Peter
Nicky Westphal Posted November 19, 2014 Posted November 19, 2014 Hallo Peter, naja, wie ich schon geschrieben habe, mach nicht alles an Messwerten fest. Wenn deine Minisetups funktionieren, ist es am Ende egal, was das Messgeräß anzeigt. ich benutze das billigste was es da so gibt, Made in China und die Dinger habe ich schon länger und die Zeigen glaubhafte Werte an. http://www.ebay.de/itm/Neu-2-in-1Thermometer-Hygrometer-Feuchtigkeit-Temperatur-Messgerat-Feuchte-Meter-/141366998743?pt=Mess_Pr%C3%BCftechnik&hash=item20ea2136d7 Lieferzeit einige Wochen! Hab die Teile aber schon 2 Jahre. Ob draussen auf dem Balkon oder drinnen im Raum oder in meinen Vitrinen, wenn ich die Werte untereinander vergleiche passt das.. Draussen werden 6° mit 80% LF angezeigt (es regnet), drinnen im Raum 21° & 55% LF (noch etwas hoch durch 5° Nachtabsenkung, in den Vitrinen 23° (steigend, geht bis auf 30° hoch) bei noch 90% LF auf 70% fallend. Durch die 10° Tag-Nacht-Differenz ganz normale Werte für (fast) geschlossene Systeme. Grüße Nicky
Harro Posted November 19, 2014 Posted November 19, 2014 Hallo, ob Dünger oder nicht, wenn ich Cocos so in mein Substrat gegeben hätte, möchte ich nicht wissen was schon alles passiert wäre. Meinen Leitwertmesser habe ich aus der Aquaristik. Man bekommt ein einigermaßen Gerät schon für wenig Geld. Speziell für die Haltung von Karnivoren ist es nicht schlecht mal die Ausgangsstoffe nachzumessen. Selbstverständlich ist in Regenwasser auch nicht alles Gold was glänzt. Bei uns hier gibt es weit und breit keine großen Industrie so ist die Verschmutzung erträglich. Vom Leitwert kann man z.B. die Härte ablesen - 30µs = 1°dH. Gruß Harro
Nicky Westphal Posted November 19, 2014 Posted November 19, 2014 (edited) Hallo Harro, ich habe gerade mal ein paar meiner Schalen gemessen. Gießwasser hat bei mir 3-5ppm (müsste man jetzt in µs umrechnen ppm * 1,56 = µS) Wannen bei denen ich in Anstau bewässere, die auch schon länger nicht gereinigt wurden, haben zwischen 10 & 31ppm. Anders schauts beim Abwasser meiner Nepenthes aus, da hat das Ablaufwasser 160ppm. Ich habe jetzt auch mal einen Topf mit Torf von oben gegossen und das Abtropfwasser gemessen und der Wert liegt bei 75ppm. Das zeigt, das beim Gießen von oben oder Auswaschen von deinen Kokosfasern sich kleine Teilchen lösen, die den Leitwert nach oben drücken. Es macht also nur Sinn den leitwert beim Ausgangswasser zu messen, da es dort der Leitwert vom Mineralgehalt bestimmt wird. Sicher ist es kein Fehler, die Kokosfasern auszuwaschen, aber du hast eben selbige Feinteilchen im Torf & anderen Substratzusätzen. Grüße Nicky Edited November 19, 2014 by Nicky Westphal
Guest Posted November 19, 2014 Posted November 19, 2014 Mann habt ihr das gut und lebt komfortabel. Hier bei mir wird vor der Verwendung von Regenwasser gewarnt, erst recht wenn man es übers Dach und eine Regenrinne laufen läßt. Zwar ist mittlerweile der Gehalt an Schwefel in der Luft deutlich niedriger, aber wir arbeiten hier immernoch an den Folgen aus 40 Jahren DDR-Montan-Industrie und an den Giften, die eine Aluminiumhütte seit dem ersten WK ins Erdreich und in die Luft einbrachte, vornehmlich Quecksilber. Ich muß bei entmineralisiertem Wasser bleiben, dass ich mir aus dem Großmarkt hole. Aber Eure Hinweise zu den Meßgeräten waren super. Danke Peter
Harro Posted November 19, 2014 Posted November 19, 2014 Hallo Nicky, wenn ich mit meinem Gerät die Leitfähigkeit des Wassers messe, hat es sehr wohl was mit Dünger zu tun. Es misst grob gesagt die Summe der Salze oder Mineralien und hat nicht mit wie Du meinst mit winzigen Bestandteilen zu tun. Harro
Nicky Westphal Posted November 20, 2014 Posted November 20, 2014 Hallo Harro, ein wenig muss ich dir Recht geben! Natürlich ist die Leitfähigkeit von der Anzahlf frei beweglicher Ionen im Wasser abhängig. Nicht nur Salze erhöhen den Leitwert, sondern auch Säuren oder Basen. Um das jetzt dementsprechnd genau sagen zu können, müsste man den Ph-Wert des Substrats, deiner Kokosfasern messen. Natürlich sind auch im Torf etc. Salze enthalten, die bei meinem Test evtl. ausgespühlt wurden. Es kann aber auch sein, das in den Nepenthestöpfen mit hohem Sphagnumanteil, ein leicht saures Milieu herrscht. Wie Andresa Wistuba mal geschrieben hat, ist es z.B. dauerhaft nicht gut nur mit destilliertem Wasser oder Osmosewasser zu gießen, da diese die Restnährstoffe ausspühlt. Diese sehe ich beim Gießen von oben auch als richtig an. Bei der Verwendung von Regenwasser und/ oder Anstaubweässerung sollte es da keine Probleme geben. Unsere Pflanzen wachsen ja nun auf nährstoffarmen und nicht nährstofflosen Böden (jedenfalls in der Natur). Grüße Nicky
Kevin G. Posted November 20, 2014 Posted November 20, 2014 Hallo Nicky, Wie Andresa Wistuba mal geschrieben hat, ist es z.B. dauerhaft nicht gut nur mit destilliertem Wasser oder Osmosewasser zu gießen, da diese die Restnährstoffe ausspühlt. Diese sehe ich beim Gießen von oben auch als richtig an. Bei der Verwendung von Regenwasser und/ oder Anstaubweässerung sollte es da keine Probleme geben. Unsere Pflanzen wachsen ja nun auf nährstoffarmen und nicht nährstofflosen Böden (jedenfalls in der Natur). Da widerspreche ich, ein Gießen mit Osmosewasser, destilliertem Wasser, Selfmade-VE-Wasser und weiß der Geier ist nicht schädlich, selbst beim Durchspülen. Torf zersetzt sich mit der Zeit, ebenso kommen abgestorbene Pflanzenteile und unverdauliche Insektenreste hinzu. Und selbst frisches Osmosewasser hat noch ein paar Nährstöffchen. Der Nährstoffgehalt steigt somit weiter an. Eine Gefahr geht dann eher bei Hydrokultur aus. Andreas S. hat ja eine Langzeit-Doku hier im Forum laufen, wo er seit über einem Jahr mit aqua destillare gießt, und den Pflanzen geht es sehr gut! Ich für meinen Teil gieße nur mit destilliertem Wasser und Selfmade-VE-Wasser - seit knapp vier Jahren - und hatte kein einziges Problem. Gruß Kevin 1
Nicky Westphal Posted November 20, 2014 Posted November 20, 2014 (edited) Hallo Kevin, ich gieße selbst von Anfang an mit Osmosewasser und habe keine Probleme. Ich habe ja nicht geschrieben, das es schädlich ist, nur spühlt man beim Gießen von oben die wenigen Nährstoffe, die durch Zersetzungsprozesse entstehen, aus dem Substrat. Ich kenne die Doku von Andreas S. und sehe da auch kein Problem bei Pflanzen, die in Anstau stehen. Man muss da aufjeden Fall zwischen Anstau und gewöhnlichem Gießen trennen. Ein gutes Beispiel sind sind die scharzen Spitzen beim Sphagnum, die nur entstehen, wenn das nur in Austau steht und nicht regelmäßige beregnet wird. Grüße Nicky Edited November 20, 2014 by Nicky Westphal
Harro Posted November 20, 2014 Posted November 20, 2014 Hallo Nicky, 100 %, ich habe als ich noch als ich noch Osmosewasser benutzte immer aufgepuffert. Ein alter Aquarianer macht es halt so. Meine Diskus und L 46 wären ansonsten nicht alt geworden. In Regenwasser habe ich alles drin. Gruß Harro
Guest Posted November 20, 2014 Posted November 20, 2014 Hallo Nicky, 100 %, ich habe als ich noch als ich noch Osmosewasser benutzte immer aufgepuffert. Ein alter Aquarianer macht es halt so. Meine Diskus und L 46 wären ansonsten nicht alt geworden. In Regenwasser habe ich alles drin. Gruß Harro Da wo Nicky herkommt, dort herrschen eigentlich himmlische Wasserverhältnisse ala nature. Ich hatte in Schwarzenberg ein Wasser, das war wie Amazonas nur nicht so braun. Wir haben aber damals nicht Siemens und so gemessen, das Wasser hatte eine mit der Seifenlösung nicht mehr ermittelbare deutsche Gesamthärte, da spielte auch die böse Karbonathärte keine Rolle mehr und der pH-Wert war bei 5.0 bis 5,5. Das war für die Amazonas-Südamerikaner sowas wie eine Tahiti- und Hawai-Kur für unsereins. :crazy: Das Wasser hätte ich sogar unbehandelt in die Karnivoren gegossen, wenn ich damals ( ca. 1960) schon gewußt hätte, was das ist. Allerdings weiß ich nicht, ob die Fischler und Fleischis in Aue/Schwarzenberg heute auch noch so paradiesische Verhältnisse haben. Ich habe heute die Meßelektronik gekriegt und auch die analogen Dinger repariert und nachgestellt. Ich bin erstaunt, die runden Hygro/Thermo-Geräte - die ich vor ein paar Tagen fast in den Schrott geworfen hätte - zeigen jetzt fast haargenau das Gleiche an, wie die Elektronischen, abgesehen von den Kommastellen, die analogen haben keine. Ich weiß aber jetzt endlich, was in meinen Gläsern wirklich los war und ist. Ich habe in allen Gläsern (gleiche Abmessungen, gleiche Beleuchtung) analog gemessen 24 Grad Temperatur und 75 Prozent LF. Jetzt hat man wieder etwas Vertrauen in diese analogen Meßgeräte, da mußte ich die Werkstatt (ein Uhrmacher) direkt mal loben ! :thumbsup: Gruss Peter
Nicky Westphal Posted November 20, 2014 Posted November 20, 2014 Hallo Peter, naja, unser Trinkwasser ist schon noch gut, leider ist das Ausgangswasser zu sauer, so das es nach den bestimmungen aufgekalkt wird. Ich brauch mich nicht beklagen, mein Osmoseabwasser ist immer noch sauberer wie mancherorts in Deutschland das Trinkwasser. Was so die Natur betrifft, hat sich die Wasserqualität schon um einiges wieder verbessert, jedenfalls schwimmen im Seifenbach seit einigen Jahren wieder Forellen. Regenwasser könnte ich problemlos verwenden, nur regnet es bei mir auf dem Balkon sehr wenig und was ich da auffangen kann ist ein Tropfen auf den heissen Stein. Als ich noch 10 Töpfe oder so hatte, hab ich mir auch das Regenwasser in Kanistern hochgebracht. Wenn man aber am Tag 10l (im Sommer mehr) braucht macht das keinen Spaß mehr. Grüße Nicky
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