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LED Beleuchtung


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Guest flo0345
Posted

Hallo liebes Forum,

ich hoffe ihr könnt mich weiterhelfen. Ich besitze ein Eckaquarim wie dieses hier

http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/juwel-eckaquarium/260425304-138-19823?ref=search.

Ich möchte meine bestehende Beleuchtung auf LED umstellen um Energie zu sparen. Ausserdem gibt die bestehende Beleuchtung langsam den Geist auf. Zurzeit beleuchte ich mit 3 18w t8 Leuchtstoffröhren in den Lichtfarben 640 und 650.Und einer 15w Leuchtstoffröhre in der Lichtfarbe 650.

Ich beschäftige mich schon eine Weile mit dem Thema LED Beleuchtung bin jetzt aber völlig unschlüssig welche LEDS die richtigen sind. Rot Blau oder nur weiß? Welche Lichtfarbe? Kann mir jemand ein komplettes System zum bezahlbaren Preis sagen?

Danke für eure Mühe

Nicky Westphal
Posted (edited)

Hallo Flo,

 

erst mal Willkommen hier im Forum!

 

Deine Frage ist aus dem Stehgreif schwer zu beantworten, da es draufankommt, was du drin kultivieren willst. Mit 50chm Höhe des Terras kannst du bei einigen Pflanzen einen 1:1 austausch gegen LED-Röhren vergessen. Wenn du allerdings 15-20cm Substrathöhe hast und eine Vierte 60cm Röhre nachrüsten kannst sollte das passen.

Mit farbigen LED kannst du zwar erheblich mehr Energie sparen, aber ich persönlich finde es hässlich, wie die Pflanzen drunter aussehen. Ich würde da auf 4000k in weiss oder 2x 3000k & 2x 6500k umstellen Wie gesagt ist Geschmackssache für mich sind die farbigen LED Nichts und ich kann dir da auch nicht weiterhelfen. Eine 1:1 Umstellung kostet dich ein mal eine Stunde Arbeit eines Elektrikers und je Röhre ca. 15€.

Die Anordnung der Röhren würde ich evtl auch ändern, jedenfalls wenn du 4 gleichfarbige (400k) verwendest, 2 parallel zur Frontscheibe & jeweils 1 parallel zu den Rückwänden, so das die ein Dreieck bilden. Aber ich denke da kann man auch etwas experimentieren.

 

Grüße Nicky

 

PS: da du als Anfänger nur 2 Beiträge tägl. schreiben kannst, notfalls einfach deinen letzten Beitrag bearbeiten und ein EDIT druntersetzen!

Edited by Nicky Westphal
Posted

Ich hoffe Flo verzeiht mir, dass ich mich mal auch mit einer Frage einklinke:

Wieso stehen hier so viele auf die LED Röhren? Nur weil der Austausch so einfach ist oder übersehe ich noch einen anderen Vorteil?

Haben die PAR-LED Spotstrahler nicht viel mehr Sinn?

Ich meine gerade bei normalen Terrarien ist man ja durchaus mindestens einen halben Meter über den Pflanzen und da geht bei den Röhren ja schon ganz schön viel Licht dahin wo es keiner braucht.

Posted

Hallo Patien,

 

Bei den Röhren hast du den Vorteil der gleichmäßigen Ausleuchtung und sind besonders geeignet zum Beleuchten von Aquarien oder größeren Arrangements, wie zum Beispiel ein Pflanzenregal. LED-Spots sind hingegen eher Punktlichtquellen, weshalb sie für einzelne Töpfe besser geeignet sind als die Röhren.

 

Gruß

Kevin

Nicky Westphal
Posted

Hallo Patien,

 

ich schließe mich da Kevin an, mit Röhren wird die Ausleuchtung einfach gleichmäßiger. Die haben allerdings den Nachteil einer kurzen (brauchbaren) Reichweite. Für meine Drosera-Regale sind die 10x besser, wie zu versuchen da was mit Spots zu basteln. Es macht nicht viel Sinn jeden Topf einzeln zu beleuchten, Zudem brauchen die Spots auch viel mehr Platz, was in einem mehrstöckigen Regal schon mal 2-3 Etagen kostet.

Bei höheren Terrarien (Abstand zum Substrat größer 30cm) ist ein Setup mit den PAR38 Spots sicher besser, nur muss man da wirklich ausprobieren, wie man es am gleichmäßigsten hinbekommt.

ich für meinen Teil, habe LED-Röhren, solche PAR38 Straher und sogar wieder ein paar Stripes in Gebrauch. Letztere als 50cm Hardstipes in Alu-Profil als Vitrienenbeleuchtung.

 

Grüße Nicky

Guest flo0345
Posted

Hi,

 

danke für eure Antworten. Mein Abstand zu von der Beleuchtung beträgt rund 40 cm. Es soll ein Hochlandterrarium werden. Hauptsächlich möchte ich Heliamphoras und Nephentes da drin kultivieren.

 

Ich hab grad mal das Internet durchforstet und auf diese LED Beleuchtung gestoßen.

http://www.led-aquariumbeleuchtung.de/modules/wsShop/index.php?location_id=81&cat_id=87106

 

Was haltet ihr davon?

Würde mit 3 60cm Leisten und 1 Nano Leiste, für die hintere Ecke, beleuchten.

 

Danke für eure Antworten.

Nicky Westphal
Posted

Hi,

 

Ich hab grad mal das Internet durchforstet und auf diese LED Beleuchtung gestoßen.

http://www.led-aquariumbeleuchtung.de/modules/wsShop/index.php?location_id=81&cat_id=87106

 

Was haltet ihr davon?

 

Danke für eure Antworten.

Hallo Flo,

 

kurze Antwort auf deine Frage, ich halte nichts davon. Ich habe sowas Ähnliches, nur eben als Eigenbau (fertige Hardstripes & Aluschiene) in einer Vitrine drin. Da habe ich auf einer Fläche von 50x30cm 4 bis 6x 0,5m Schienen drin und das bei der Hälfte Abstand zum Substrat. Im unteren Fach habe ich einen größeren Abstand und die Lichtwerte halte ich für Hochländer zu schwach. Bei ca. 15W/m kannst du dir auch das Terrarium mit LSR mit Reflektor zupflastern. Bei 950l/m sind die Teile aus deinem Link um einiges zu schwach.

 

Grüße Nicky

Posted (edited)

Hallo,

 

das Beleuchtungsproblem ist eines, das uns immer erhalten bleiben wird, ich empfinde die LEDs inzwischen als Segen.

 

ich habe ein paar Tage schon das Luxmeter meines Freundes geliehenermaßen in Benutzung. Genau das hier.

Bis jetzt habe ich meinen alten CDS-Belichtungsmesser dazu benutzt, um rauszukriegen, wieviel Licht ich auf dem Substrat ankommen habe. Durch die Lage der Fotozelle und die Kompaktheit des Gerätes war das immer etwas schwierig.

 

Mit dem besagten Gerät, an dem das Messungsmodul per Kabel überall hin gelegt werden kann, komme ich z.B. mit einer Spotbirne bei 2700 Kelvin und 5,7 Watt (120° Abstrahlungswinkel) bei etwa 20cm Abstand zwischen Lampe und Substrat/Pflänzchen bei den kleinen D.tokayensis auf einen gemessenen Wert von 710 Lumen auf dem Substrat. Ist das viel oder wenig ? Das Sonnenlicht soll lt. Wikipedia an sehr guten Tagen 10000 Lumen entwickeln. Also schlußfolgere ich mal, die Kleinen stehen zu dunkel.

 

Ist das so ? Auf was soll ich mich verlassen, auf Wikipedia oder auf mein Gefühl ? Wenn ich den Sonnenlichtwert ala Wikipedia erreichen will, brauche ich ja fast einen Laserstrahler, und da brennt mir möglicherweise noch die Bude ab.

 

Das Luxmeter ist eine tolle Spielerei, macht irre Spaß. Ich denke, ich werde mir ein solches auch kaufen. Da verbringe ich Zeit mit Nachmessen und lasse meine Pflanzen in Ruhe. Die Werte können auch nicht ungenauer sein als der pH-Wert und die Wasserhärte, die man mit den bescheidenen Mitteln eines Hobbyfreundes mißt. Aber es beruhigt, was getan zu haben . ;)

 

Sind die 710 Lumen nun zu wenig ?

 

Gefühlsmäßig aber und visuell finde ich das sehr hell.

 

 

Gruss

Peter

Edited by Peter S.
Nicky Westphal
Posted

Hallo Peter,

 

Ich weiss nicht, was du gemessen hast, aber eigentlich wird in Lux gemessen. Die Lumen sind ja das, was von der Leuchtquelle ausgeht und nach dem Link vom Messgerät, werden da auch Lux gemessen. Wenn das nur 750Lux sind, ist das wirklich wenig, aber ich glaube, da hast du vieleicht die Umrechnung (verschiedene Einstellbereiche) am Messgerät nicht bedacht. Bei vielen der Meßgeräte muss man mit bestimmten Faktoren multiplizieren. Ich weiss es nicht, aber meiner Erfahrung nach, dürften 7.500lux eher passen. Ich bekommen ja mit LED Röhren, bei ähnlichem Abstand, auch auf 10.000lux. Mit 12W Spots komme ich bei wesentlich größeren Abständen noch auf 25.000lux. Da ist dir bestimmt ein Fehler passiert.

Wenn deine Lampen am Fenster, tagsüber, bei bewölktem Himmel also wesentlich heller wirken, wie das Tageslicht, hast du 7.500lux und keine 750lux. Tage mit 750lux draussen, sind wirklich extrem selten, kommen aber im Winter immer mal vor. Leider spielt und da aber auch unser Auge durch die Pupille bzw. unser Gehirn einen Streich, so das wir einen beleuchteten Raum mit beispielsweise 300lux als hell empfinden und wenn wir von da aus dem Fenster sehen, kommt es einem nicht heller vor, obwohl es da um ein Vielfaches heller ist. Unser Gerhirn sagt uns nur, das es dunkel ist, wenn wir kaum noch was erkennen, der Rest wird über die Pupille gesteuert, so das wir den Unterscheid zwischen 300lux und beispielweise 10.000lux nicht wahrnehmen, es sei denn, wir blicken schnell direkt in eine Lichtquelle.

Sonnenlicht hat im Sommer bis zu 100.000lux, da sind im Schatten schon 10.000lux, die bei einer konstanten Kunstbeleuchtung für die meisten Pflanzen völlig ausreichen.

 

Grüße Nicky

Posted

Du scheinst recht zu haben, das Ding hat drei Meßbereiche ... :dntknw:

Das werden wohl dann 7500 sein.

 

Da fällt mir gerade ein - eine Ariane ist nach dem Start explodiert, weil die Umrechnung von Zoll in Meter - oder sowas - in der Software nicht funktionierte. Jetzt bin ich aber froh, dass das hier keine Rakete ist. Eine Bedienungsanleitung liegt ja auch bei - aber in englisch.

 

Aber ich bin ehrlich, den Schalter mit den drei Meßbereichen habe ich bis jetzt nicht für voll genommen. Muß ich wohl. Jeder blamiert sich gut wie er kann :ak:

 

Gruss

Peter

Nicky Westphal
Posted

Hallo Peter,

 

kann jedem passieren. Und wenn man da noch nicht das Gefühl für die Helligkeiten hat, vertut man sich da schnell. Als ich angefangen habe, hat man mir auch mal erklärt, das 3000lux für Petiolaris Drosera reichen, mit ner Null mehr passt das schon eher. Aber eben nur, weil man das mit dem Auge nicht oder wirklich schwer abschätzen kann.

Mit so einem Spielzeug ist man auf jeden Fall auf der richtigen Seite und du kannst mal probieren wie krass der Unterschied von Tageslicht zu Kunstlicht ist. So ab 100lux empfinden wir etwas als hell, weil wir da alles gut erkennen, aber das ist für die Pflanzen absolut zu wenig. Mit der Zeit entwickelt man auch ein gewisses "Gefühl" für Helligkeiten. Gefühl ist es ja keines, eher eine Auswertung von Wissen, dazu musst du aber erst mal das Gehirn mit Messwerten füttern.

 

Grüße Nicky

  • 2 weeks later...
Posted (edited)

Ich muß nochmal was zur LED-Beleuchtung loswerden. Ich habe diese Lampen anfangs total unterschätzt. Mir wäre das nie in den Sinn gekommen, dass direkte Sonneneinstrahlung weniger vermag als eine LED-Lampe, aber ich kann das beweisen

 

Hier drei Drosera aliciae im Glas, so wie sie den Sommer über direktes Sonnenlicht tanken konnten und nie farbiger wurden als nur grün

 

Drosera_aliciae_gruen-03.jpg

 

 

dann wurde es Oktober, null Sonne und nur Mistwetter, also kamen die Pflanzen samt Glas unter Kunstlicht nach vier Wochen LED, warmweiß, 7 Watt

 

Drosera_aliciae_rot-03.jpg

 

Mit dem Luxmeter habe ich 14.600 Lux gemessen, die Lampe brennt 12 Stunden täglich - das sind genau die drei Pflanzen wie auf dem ersten Bild

 

Ich denke, der Unterschied ist schon erstaunlich, das einzige Problem dieser Aufnahmen, man kann die Pflanzen im Gurkenglas nicht besonders repräsentativ ins Bild setzen. Nächstes Jahr lasse ich mir was anderes einfallen.

 

Mit Grüssen

 

Peter

 

<edit> mein Limit ist schon wieder voll, ich will auf Henriks Hinweis reagieren

 

Temperaturen - im Sommer in der Sonne 30° C im Glas und mehr, LF ca. 55%

jetzt mit der LED-Lampe Temperatur 22°C und 60-65% LF

Edited by Peter S.
Posted (edited)

Die Ausfärbung hängt auch mit den Temperaturen zusammen!

 

EDIT: Auch mit der Absenkung = Tag/Nacht Differenz 

Edited by Henrik J
Posted (edited)

Die meisten Pflanzen würde ich nie im Leben in einem Gurkenglas in die Sonne stellen, da entwickelt sich ruckzuck ein tödlicher HItzestau. Gerade für D. aliciae brauchst du gar nichts außer einem Topf, Substrat, einem Untersetzer und viel Wasser, dazu dann ab Frühling raus in die Sonne, im Winter rein. Die 30°C gehen ja noch, aber dein "und mehr" können innerhalb Stunden dazu führen, dass du plötzlich Dörrobst hast.

 

Nun, das Glas ist oben sehr weit geöffnet, eigentlich ist es weiter als das klassische Gurkenglas - da war auch ein Stülpglasdeckel drauf (so eine Art sehr großes Bonbonglas?) , aber es stimmt schon, wenn die Mittagssonne drauf knallte, dann habe ich die Gläser weiter zurück gezogen, in den Halbschatten. Da war mir die Sache selbst nicht geheuer.

 

Schlimmer waren die anderen Gläser, bei denen Höhe und Durchmesser so waren, dass der Durchmesser geringer als die Hälfte der Höhe.

 

Ich will da aber im nächsten Jahr einiges anders machen, weil die Gläser auch noch das Problem haben, dass die Sicht durch das runde Glas verzerrt und weil das Glas nicht schlierenfrei ist, auch noch beim Fotografieren unscharf ist.

 

Bei den Bedingungen, den dieser überdachte und vom Eichenbaum verdeckte Balkon überwiegend liefert, beträgt die längste durchgehende "Sonnenzeit" für das Objekt im Sommer etwa 5 Stunden- um acht kommt die Sonne von links rum, marschiert über den Himmel und verschwindet etwa 12:30 hinter der Eiche und kommt dort erst nach 16:00 Uhr rechts hinter der Eiche wieder hervor.

 

Richtig betrachtet, ist das kein Karnivoren-Balkon, deshalb färbte sich ja auch nichts ein. Ob mit oder ohne Glas wird sich da nicht viel ändern. Die Eiche müßte weg, aber das sieht die Stadt anders, sie verschneidet sie nicht einmal, obwohl sie sich schon überlastig zum Haus hin neigt. Meine Balkonreihe ist in der Senkrechten genau der Punkt, wo sie möglicherweise auftrifft. Dass der Sturm sie mal ins Haus fallen läßt und ein größerer Schaden entsteht, das ist keine Frage, nur wann das passiert, das ist eine Frage. Wenn aber eine Behörde auf stur schaltet, hast Du keine Chance. Seit gut 5 Jahren wird diskutiert, dass der Baum gefällt werden muß, weil er eine Gefahr für das Haus ist, aber die die das OK dafür geben müssen sind stocktaub und mauern.

 

Ich werde sicher in meinem Keller bei ausreichend Licht weiter machen.

 

Grüsse

Peter

Edited by Peter S.

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