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Hallo liebe Forengemeinschaft,

 

da man als Anfänger (so wie auch ich) sich oft die Frage stellt was das richtige Substrat ist, und damit im Forum nerft :laughing: will ich hier zum Thema Quarz-Kies/Sand fragen stellung und dadurch für die Nächsten das Suchen erleichtern.

 

Wie man ja weis darf in dem in dem Quarz-Kies/Sand kein Kalk oder andere Mineralien sein (außer bei Pinguicula).

Mir wurde z.B. der  Quarz-Kies von Dennerle, und der Quarzkies von Thomas Craow empfohlen.

 

Kennt ihr noch Bezugsquellen von dennen Ihr gute Erfahrungen gemacht habt?

wäre toll wenn sie hier gepostet werden, damit man nicht fragen muss sondern einfach hier im Forum suchen und aussuchen kann.

 

Was Haltet ihr z.B. von diesem Quarz-kies (auf "Erde und Substrate" und dann seite 3)? hat da schon mal jemand bestellt?

 

MfG,

Nico

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Christian Voss
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Hallo Nico,

 

ich kaufe meinen Quarzsand/-kies seit Jahren bei Schicker Mineral.

 

Die liefern alle erdenklichen Körnungen in 25kg-Säcken Das Ganze kostet 10,90€ (beige) oder 12,90€ (weiß) und ist versandkostenfrei.

Der Sand/Kies ist laut eigenen Angaben "mehrfach gewaschen und gesiebt, feuergetrocknet".

Ich benutze in meinen Substraten die Körnung "0,8-1,6 mm" und die "2,00-3,15 mm".

 

Für jemanden, der sich ein wenig Substrat für ein paar wenige Töpfe mischen will, sind 25kg natürlich etwas viel...

 

Den Kies von Kakteen-Schwarz kannst Du natürlich auch benutzen, gibt´s ja dort auch in kleineren Abfüllungen.

Im Vergleich kostet der 25kg-Sack hier aber 15€.

Außerdem erfährt man von Herrn Schwarz die Versandkosten erst aus der beiliegenden Rechnung und die sind mittlerweile ziemlich unverschämt.

Wenn ich mich recht erinnere habe ich bei meiner letzten Bestellung dort 8€ für ein mittelgroßes, schlecht verpacktes Paket bezahlt, dass ausschließlich Plastiktöpfe enthielt.

Ich zumindest bestelle aus diesem Grund dort nichts mehr.

 

Grüße,

Christian

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Was spricht denn gegen den Aquariensand aus dem Baumarkt?

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Hallo Seppo,

 

Was spricht denn gegen den Aquariensand aus dem Baumarkt?

 

Weil oft nicht klar ist, was da nun genau drin ist. Weiß der Geier, was die Hersteller unter "Aquarienkies" verstehen! Die Packungsangaben sind auch sehr mager und du musst ewig lange Recherchen machen, bis du weißt, was du da grade vor deiner Nase hast. Lieber in ein paar Euro mehr ausgeben, wo du die Infos auf einem Blick hast, wie jetzt der Sand von Dennerle, den Nico bereits verlinkt hat. :)

 

Gruß

Kevin

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Hallo,

 

Kinderspielsand aus dem Baumarkt ist überall verfügbar und billig und reicht völlig aus. Oft steht dann sogar noch Mainsand drauf.

Was auch sehr gut ist ist der Estrichsand von OBI, da er eine etwas gröbere Körnung hat.

Kosten pro Sack ca. 3 €.

 

Viele Grüße

 

Stefan

Posted (edited)

Hallo,

 

 

Kinderspielsand aus dem Baumarkt ist überall verfügbar und billig und reicht völlig aus. Oft steht dann sogar noch Mainsand drauf.

Was auch sehr gut ist ist der Estrichsand von OBI, da er eine etwas gröbere Körnung hat.

Kosten pro Sack ca. 3 €.

wobei ich glaube das auch nicht alles dabei steht was drin ist

und meine Droseras wollen es halt kalkfrei und ich glaube der Sandburg ist es egal obs aus kalkfreiem Sand oder kalkhaltigen Sand gebaut wurde

 

Bei dem Sand bin ich ein bisschen skeptisch

 

MfG,

Nico

Edited by Nico98
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Können in Kinderspielsand nicht auch Muschelreste sein?

 

Edit: Nico war schneller

 

Grüße

Nic

partisanengärtner
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Es gibt ja immer noch den Essigtest. Ich habe überall Essigessenz rumstehen und meist sogar ein Fläschen im Auto für alle Fälle. Test mache ich in einem leeren Marmeladeglas da sehe ich gleich ob es schäumt.

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Da muss ich Nico und Nic rechtgeben, mit dem Kinderspielsand bin ich etwas skeptisch.

Aber das mit dem Essigtest, kann man sich ja mal merken  :laughing:

 

Gruß

Tobi

Posted (edited)

Hallo,

 

Es gibt ja immer noch den Essigtest. Ich habe überall Essigessenz rumstehen und meist sogar ein Fläschen im Auto für alle Fälle. Test mache ich in einem leeren Marmeladeglas da sehe ich gleich ob es schäumt.

 

Wenn man sich den Sand von verlässlichen Quellen besorgt, braucht man sich den Aufwand nicht zu geben. Finde es immer wieder lustig, wie krampfhaft Leute mit dem Essig jeden Sand testen, der ihnen in die Quere kommt, nur um ein paar Euro zu sparen, die wiederum in neuen Essig/neue Essigessenz investiert werden. Aber gut, Jedem das Seine. ;) Für mich wäre das nichts.

 

Gruß

Kevin

Edited by Kevin G.
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Oft steht dann sogar noch Mainsand drauf.

Hallo,

obwohl ich ja Badner aus Überzeugung bin, so kann ich meine 50%ige oberfränkische Abstammung nicht leugnen. Und ganz ehrlich, wenn das draufsteht und auch drin ist lasse ich die Finger garantiert weg. Unsere Lieblingsbeschäftigung als Kinder war es die dort massenhaft vorkommenden Fossilien auf den Äckern zu sameln: feinster Jurakalk!

 

Gruß Piesl

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  • 4 weeks later...
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Hallo Karnivorenfreunde,

 

ich würde gerne einen 25 kg Sack Quarzsand kaufen. Welche Körnung nehme ich da am besten? Ich plane Drosera und Zwergdrosera zu pflegen. Ich denke mal für die angestrebte Durchlüftung muss es schon eher 1-2 mm sein? 

 

Gruß Felix

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Hallo Felix,

 

1-2 mm Korngröße sind völlig in Ordnung. Benutze ich auch und kann mich gar nicht beklagen.

 

Gruß

Kevin

Posted (edited)

Hi,

ich benutze von Anfang an den handelsüblichen Aquarienkies in verschiedenen Körnungen aus diversen Tiermarkt-Großketten. Früher habe ich noch rumgetestet, ob da schlimme Sachen drin sind und das recht professionell (pH-Wert, Trockenrückstand, Leitfähigkeit, Härtebildner und anderes) aber ich habe nie nenneswerte Rückstande gefunden. In den letzten Jahren habe ich darauf verzichtet. Der Kies/Sand wird natürlich vorher gut gewaschen.

Im allgemeinen benutze ich für fast alle Drosera, die nicht in reinem Torf gezogen werden, zum einen Sand von 1-2 mm und zum anderen Kies so 4 - 5 mm und meistens habe ich eine Mischung von 25 - 50 % Torf und den Rest Sand und Kies halbwegs zu gleichen Teilen. Man muß da aber etwas acht geben. Manche Droseren (gerade bei den Petiolarisdrosera halte ich das so) kommen auch wesentlich besser in totem Spagnum mit Sand und dann gibt es da noch Vermiculite und Perlite ... und ... und ... und. Ich persönlich glaube aus so 10 Jahren Droserakultivierung sagen zu können, dass die Substratmischung nicht unbedingt das wirklich ausschlaggebende für eine erfolgreiche Kultur ist, vorrausgesetzt man hat ein anständiges Substrat und hält sich so Pi mal Daumen an eine empfohlene Mischung. Viel wichtiger sind die anderen Bedingungen, Licht, Anstau oder nicht, Ruhezeiten, Wärme oder Kälte und was es da noch alles gibt.

Bei den Zwergdroseras finde ich 50:50 Torf und 1-2 mm Kies OK, vielleicht auch noch ein wenig mehr Sand, vielleicht so 1:2. Gröberen Kies würde ich da wegen der feinen Wurzeln nicht nehmen.

 

Der "Essigtest", naja, also wenn es schäumt, dann ist der Kies definitiv nicht geeignet, aber wenn es nicht schäumt können zum einen diverse andere Sachen drin sein, die unseren Pflänzchen auch nicht guttun oder aber auch so wenig Kalk oder so fein verteilt, dass man kein "Schäumen" sieht. Insofern kann man damit die ganz üblen Vertreter aussortieren aber eben auch nicht mit Sicherheit sagen, dass der Sand/Kies jetzt wirklich geeignet ist. 

 

Guten Rutsch und so

Lutz

Edited by Lutz
Nicky Westphal
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Hallo Felix,

 

wie Lutz schon geschrieben hat, kommt es immer auf die Anwendung an. Ich mische meine Substrate auch ähnlich wie Lutz, nur nehme ich für die gröbere Körnung Perlite, die auch Wasser speichern. Bei Arten, die es gern etwas trockner haben, ist dafür gröberer Kies wohl besser geeignet.

Was den Auflockerungseffekt von Kies/Sand betrieft, wurde hier schon reichlich diskutiert. Für mich bringt ein Mischverhältnis von 1:1 mit Quarzsand von 1-2mm nicht den gewünschten Auflockerungseffekt, da der Torfanteil da die Lücken schließt. Für einige Drosera-Arten, wie die Zwerge, ist aber gröberer Kies hinderlich bei der Wurzelbildung.

 

Grüße & einen guten Rutsch

Nicky

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Hallo Kevin, Lutz und Nicky,

 

ein frohes Neues Jahr wünsche ich Euch.

Vielen Dank für die schnellen, ausführlichen und informativen Antworten. Da man als Anfänger gerade im Substrat "versteckte" Fehlerquellen befürchtet kommen die zahlreichen Fragen diesbezüglich zustande. Lutz hat ja beschrieben, wie er "früher" jede Quarzsand Quelle penibel testete. Ich kann das nachvollziehen da das Substrat, im Falle von "schlechtem Wuchs" und eventuell auftretenden Fehlschlägen, somit als "relativ sicherer" Parameter aus der Suche nach Fehlerquellen ausgeschlossen werden kann. 

Aus diesem Grund habe ich mir über die Feiertage für meine neuen Drosera Aussaaten auch nochmal den Floragard Torf bestellt. Es wäre ja zu schade, wenn meine ersten Aussaaten daran scheitern,  dass ich eine schlechte Charge Baumarkttorf erwischt habe. 

Bisher wachsen sogar die D. spatulata, admirabilis, capillaris und aliciae vom Herbst in diesem reinen Baumarkttorf gut. (Da mir allerdings Vergleichswerte fehlen kann das nur bedeuten, dass die Pflanzen langsam wachsen und gesund aussehen. Wo die Pflanzen unter anderen Bodenbedingungen jetzt wären lässt sich naturgemäß nicht sagen)

Als Konklusion habe ich ausgemacht,

- dass auch Aquarienkies (Quarz) einen Versuch wert ist.

- Weiterhin, dass für "nicht Zwergdrosera" ein zusätzliches auflockerndes Element größer als 2mm Körnung sinnvoll sein kann.

- Die Substratfrage nicht überbewertet werden sollte. 

Jetzt geht es mit diesen Hinweisen an die weiteren Versuche. 

 

Beste Grüße  Felix

 

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