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Unbekannten Schädling (?) ins Terrarium eingeschleppt + externe Drosera Capensis fast tot. Bitte um schnelle Hilfe!


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Posted (edited)

Hallo miteinander,

 

zum besseren Verständnis kurz eine Erklärung zu meinem Bestand:

1. Ich habe ein Terrarium mit Kunstlicht, worin Drosera Capensis  und Aliciae ganzjährig unter nahezu gleichen Bedingungen gehalten werden.

2. Desweiteren habe ich ein Einzel-Terrarium mit einer schon recht großgewordenen Nepenthes Hybride, welches mit Sonnenlicht (Südwestfenster) und im Winter zusätzlich mit Kunstlicht beleuchtet und im Winter bei Temperaturen von 10-25°C (je nach Sonnenstunden) und im Sommer 20-35°C gehalten wird.

3. Dazu kommt noch ein offenes Terrarium, worin ein Zwergkrug, Zwergkrugstecklinge, (eine Drosera Capensis) und drei Dionae (VFF) ebenso am Südwestfenster mit Sonnenlicht und Kunstlicht beleuchtet und im Winter Temperaturen zwischen 5-12°C für die Überwinterung und 20-35°C im Sommer gehalten werden.

4. Als letztes habe ich noch eine Dionae und Sarracenia in einem offenen Glaskübel, wo selbe Bedingungen wie in Punkt 3 herrschen.

5. Als allerletztes habe ich noch eine winterharte Sarracenia offen ebenso dort stehen (Für die fand ich noch keinen passenderen Platz und Glaskübel.)

 

So nun geht es zum Problem:

Die eine Drosera Capensis in Punkt 3 hatte ich vergessen dort weg zu nehmen und zur Nepenthes Punkt 2 zu stellen, da die ja nicht so kalt gehalten werden sollte, da die ja keine Winterruhe braucht.

Als ich die dann versteckt hinter den Dionae wieder entdeckte, war die sehr kümmerlich klein geworden. Daher stellte ich sie kurzerhand zu den anderen Droseras ins Terrarium Punkt 1 für einen Tag. Dort nahm ich sie zur Begutachtung kurz wieder raus, als ich da kleine ca. 2mm große dunkle schwarze Viecher rumkrabbeln sah. Bei näherer Beobachtung dachte ich zuerst, dass es Trauermücken im Fast-Erwachsenen-Zustand sein könnten, da die so einen scheinbaren Flügelfortsatz am HInterlaib hatten. Aber dann sprang so ein Viech plötzlich 1-1,5 cm hoch über den Topfrand hinaus. Trauermücken springen nicht so, oder doch?

 

Nun habe ich diese Viecher auch im Terrarium (Punkt 1), aber bis heute (vier bis fünf Tage nachdem ich diese Viecher ins Terrarium verschleppte) flog da drin noch nichts, weswegen es keine Trauermücken sein können.

Da ich wenige Tage zuvor eine Capensis auseinander nahm, um Stecklinge mit Wurzeln zu machen, habe ich nun die Befürchtung, dass die geschwächten Pflanzen nun wegen diesem unbekannten VIechern eingehen könnten. Alle der Stecklinge weisen zwar Jungtriebe auf, die aber von der Spitze ausgehend schell wieder absterben.

Nur die starken Pflanzen wachsen im Terrarium bislang noch normal.

 

Die Drosera aus Punkt 3 sieht aber noch schlechter aus.

 

Ich hänge dazu noch ein paar Bilder an. Aber von den Viechern bekomme ich kein Photo hin, da die viel zu schnell sind und eben immer wieder sehr weit rumspringen.

 

Was könnten das denn für VIecher sein? Sehen eben fast wie adoleszente Trauermücken aus, deren Flügel also nicht ganz ausgebildelt dunkel hinter dem Körper spitz zulaufen, können aber unheimlich gut springen und fliegen bislang auch nicht.

 

Was kann ich gegen die im Terrarium tun?

 

Danke vorerst mal!

 

LG

MIkey

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Edited by Mikey
Nicky Westphal
Posted

Hallo Mikey,

 

dein Absterben der D. capensis hat nichts mit der Temperatur oder deinen Viechern (vermutlich Springschwänze, wenn sie hüpfen und nicht fliegen) zu tun! Die Springsschwänze schleppst du dir übers Substrat eigentlich immer ein. Die leben da un ernähren sich von totem Pflanzenmaterial.

Wenn bei der D. capensis die Wurzeln gesund aussehen, kommen die auch wieder. Das dauert eben etwas, so wie es aussieht hatten die evtl. Blattläuse und die brauchen halt bis sie sich erholt haben. Wenn deine Pflanzenbestände zusammen stehen (standen), solltest du auf jeden Fall mal nach anderen Schädlingen die Augen offen halten. Ansonsten kannst du nur abwarten.

 

Prinzipiell sei noch gesagt, das einige deiner Pflanzen auf jeden Fall mehgr Licht (Dionaea, Sarracenia, Cephalotus) bräuchten!

 

Grüße Nicky

Posted

Hey Mickey,

 

würde ohne Bild genau wie Nicky auch auf Springschwänze tippen, die sind jedoch eher weniger schädlich. Blattläuse würde ich persönlich zu dieser Jahreszeit fast ausschließen, zumal du dann auch relativ gut die weißen Häute der Läuse auf dem Substrat und der Pflanze sehen müsstest.

 

Wie oben schon geschrieben: Versuchs mal mit mehr Licht, sieht Alles sehr grün aus. Die letzte Drosera würde ich evtl nen ticken trockener halten bevor die ganz zu Muß zerfällt.

 

Was für eine Beleuchtung nutzt du denn?

 

Viele Grüße

Nic

Posted (edited)

Danke für die schnellen Antworten.

 

Gerade vorhin ist aus dem Topf ein Viech nach dem anderen rausgekrabbelt, welche auch eindeutig nach Trauermücken aussahen, auch wenn die trotzdem immer noch nicht fliegen konnten (sind die evtl. alle krank oder verkrüppelt???). Habe die gleich zerdrückt und nun alle Bestände mit Anti-Mückenmittel geimpft. Sind wohl doch wieder diese lästigen Trauermücken, auch wenn diese sich ungewöhnlich langsam entwickeln. Meine (gesunde) Drosera Capensis hat ein fliegendes Exemplar offenbar auch schon gleich gefangt, was ich erst vorhin sah.

 

Sind Trauermücken denn gute Springer, solange sie nicht fliegen können?

 

Die Wurzeln der einen kranken Capensis will ich nun ungern überprüfen, da dies der sicherlich nun gar nicht gut tut, wenn ich sie da aus der Erde raushole. Ich habe die nun eben gegen die Trauermückenlarven geimpft und gebe der morgen ne eigene provisorisch errichtete Lampe für extrem viel Licht.

 

Diese besagte Capensis musste ich wegen der Impfung leider nochmal komplett durchnässen, andernfalls wirkt das MIttel nicht richtig. Halte die aber warm und eben ab morgen mit sehr viel Licht, so dass das Erdreich eh in 2-3 Tagen wieder fast ausgetrocknet ist.

 

Bzgl. Licht. Alle Dionaea, beide Sarracenia und auch der Cephalotus standen den ganzen Sommer über und auch bis jetzt heute am Südwestfenster im 2. Stock und bekammen ab MIttag bis Sonnenuntergang pralle Sonne ab. Warum die so grün blieben, verstehe ich daher nicht in jeder Hinsich so recht. Auch meine Nepenthes wurde erst so richtig rot, als ich ihr zur prallen Sonne noch zusätzlich Kunstlicht gab.

 

Ich plane aber so und so, dass ich auch das Überwinterungsterrarium noch mit der selben Lampe ausstatte, wie bei der Nepenthes. Insgesamt will ich am Südwestfenster drei solcher hängend montieren, was aber noch 3-6 Wochen dauern wird. Wenn das gemacht ist, haben diese Pflanzen dort pralle Sonne und zusätzlich schon fast mehr Kunstlicht als die in dem Terra, welches ganzjährig nur mit Kunstlicht betrieben wird.

 

Als Leuchtmittel verwende ich im zuletzt erwähnten (ganzjährigen) Terrarium (mit all den Droseras) 2x 26W Kompaktleuchtstoffröhren mit jeweils 1800 Lumen und 6500 Kelvin. Zusätzlich befindet sich dort noch eine 13 Watt T5-Röhre mit 900 Lumen und 4000 Kelvin. Der Abstand zwischen Leuchtmittel und Pflanzen beträgt höchstens 16 cm und minimal nicht mehr als 10 cm.

 

Als Zusatzleuchtmittel für die Pflanzen am Südwestfenster verwende ich 23W Energiesparlampen mit 1450 Lumen und 6500 Kelvin, welche ich in einem selbstgebauten Strahler (ca. 40° Abstrahlwinkel und komplett mit mehrfach weiß-reflektierender Innenbeschichtung ) eingebaut sind. Gerade diese Konstruktion erweist sich für meine Nepenthes als besonders gut, weshalb ich eben noch 2 oder 3 weitere davon bauen werde. Bei der Nepenthes beträgt der Maximalabstand (bis zur Unterseite der untersten Kannen) etwa 32-34 cm, und der Minimalabstand um die 10-8 cm. Diese Nepenthes ist ja auch schon beachtlich gewachsen innerhalb des letzten 3/4 Jahres unter meiner Obhut (im Anhang zum Vergleich ein Photo von dieser, kurz nachdem ich die kaufte).

 

Für mein Terrarium mit den Drosera plane ich zudem noch flexible LED-Strahler, sobald ich mir das leisten kann.

 

An für sich haben aber alle Pflanzen am Südfenster genug Licht im Sommer. Die Zusatzbelechtung ist nur bei trüben kalten Wintertagen oder langanhaltend verregnerischten Sommertagen nötig. Die drei Dionae sind alle Sorten, die von Haus aus kaum rot werden. Dafür müssten die wirklich 18 Stunden lang täglich pralle Sonne abbekommen. Die eine Sorte, die ich in dem Glaskübel habe, die war zuvor im dem reinem Kunstlicht-Terrarium komplett grün und spärlich, am Südfenster wuchs sie enorm stark und bildete auch große Fallen mit innerer rötlicher Färbung. Ich denke nicht, dass die noch röter werden würde, wenn ich der ne eigene Kunstlichtlampe zusätzlich zur Sonne übern Kopf hängen würde. Diese Arten sind eben "grüne" Arten, die kaum bis gar nicht rot werden.

 

Das ist bei meiner Nephentes ja das selbe. Unter praller Sonne bildet sie nur knallrote Fallen und wird an den Blatträndern leicht rötlich. Unter dem selbstgebauten Strahler werden die Blätter nun komplett knallrot. Dabei sind die der Sonne zugewandten Blätter nun überwiegend grün und die dem Strahler zugewandte Seite knallrot! Das sagt wohl alles aus! ;)

 

Letzten Endes versuche ich vor allem dem Zwergkrug noch nen extra Strahler zu verpassen, denn der sollte in der Tat deutlich rötlicher sein! Komischerweise werden die Blätter/Stecklinge unter reinem Sonnenlicht rot, die Mutterpflanze aber nicht. Aber das sollte sich vereinheutlichen, sobald ich den 2. bzw 3. Stahler Marke Eigenbau dort installiert haben werde. Wenn die Pflanzen dann immer noch nicht genug Licht haben, dann weiß ich auch nicht mehr... welche Plfanze bekommt zur prallen Sonne noch ne künstliche Extrasonne???

 

LG

Mikey

 

Edit:

Achja, meine eigene Dionaea, die man im ersten Bild hinten sieht, wurde von mir erst mitten im Sommer in einen neuen Topf und in den Glaskübel gesetzt und an dieses Südwestfenster gestellt, während die drei anderen meines Bruders (um die ich mich eben kümmern soll) im vierten Bild gut 2 Monate früher an dieses Südwestfenster gestellt wurden. Während Anfangs meine eigene Dionaea sehr spärlich, klein, komplett grün und fast am Eingehen war, waren die meines Bruders zwar auch voll grün, aber sehr buschig und lebendig. Innerhalb der letzten 5-6 Monate blieben die meines Bruders zwar immer noch gut buschig, aber eben weiterhin voll grün, während meine eigene Dionaea wieder auflebte und rötliche Fallen bildete. Obwohl die drei meines Bruder 2 Monate länger diese Südlage hatten, entwickelte sich meine eigene Dionaea deutlich besser,

Dies spricht eben nur dafür, dass die Arten meines Bruders eben nicht so zur Rotfärbung neigen, wie meine, oder dass die Art meines Bruders mehr als nur pralle Sonne braucht, nämlich zuätzliches Kunstlicht, wie es bei meiner Nepenthes ja ganz eindeutig der klare Fall ist.

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Edited by Mikey
partisanengärtner
Posted (edited)

Im Dezember von praller Sonne zu sprechen ist schon ein klein wenig übertrieben. Die Sonne steht hier so tief und meist war es auch noch bewölkt,  zusätzlich zu den schon sehr kurzen Tagen, da bedarf es schon etwas Zusatzlicht bei Deinen  Temperaturen. Sehr vorsichtig ausgedrückt.

Der Sonnenstand und die Tageslänge sind am Originalstandort um ein vielfaches besser als hier am Fenster.

 

Pflanzen die in unseren Breiten vorkommen haben jetzt  deutlich niedrigeren Temperaturen und im Freien auch noch etwas mehr Sonne. im Idealfall sind die Temperturen so tief das sie kaum noch Energie brauchen. Besonders nachts wird ja nur Energie verbraucht. Da ist es aber eher um die Null Grad oder deutlich darunter. Bei Frost wird so gut wie keine Energie benötigt.

 

Gerade in der Winterzeit habe ich bei meinen Carnivoren Blattlausprobleme. Irgendeine Pflanze hat da immer was unbemerkt dran. Ich hbe auf jeden Fall fast immer einzelne kleine Blattlauskolonien. Allerdings bekämpfe ich die dann nur mechanisch. Bis jetzt hat das noch zu keinen Abgängen geführt.

 

Im Sommer fange ich mir ein paar Blattlauslöwen oder Marienkäferlarven die zuverlässig alles töten was noch rumkrabbelt. Gibts aber im Winter nicht.

Bei Carnies muss man aber drauf schauen ob die Jäger nicht auch schon von den Pflänzchen gefressen wurden.

 

Trauermücken sind nach dem Puppenstadium fertig. Sie haben eine vollständige Verwandlung, also Ei, Made, Puppe und dann schlüpfen die fertigen Fliegen.

Ein Nymphenstadium wie es Heuschrecken, Schaben etc.  haben gibt es nicht.

Das sie eine ganz kurze Zeit brauchen bis Ihre Flügel voll ausgefahren sind ist bei kühlen Temperaturen schon möglich. Die haben aber deutlich längere Beine als Springschwänze oder Kugelspringer. Schau Dir doch mal Bilder im Netz zum Vergleich an..

 

Es gibt nur eine Art Dionaea die aber schon unterschiedlich ausgefärbt sein kann. Von reinem grün bis schwarzviolett gibt es alle Schattierungen.bei bestem Licht.

Edited by partisanengärtner
Posted

Hallo,

 

die Dionaea sind voll mit Schildläusen, an den Cephalotus sind auch die ersten und an der Sarracenia vermutlich auch. Die Larven gehen auch an D. capensis.

Solltest mit einem systemischen Mittel gegen Schildläuse (aus dem Gartencenter) mehrmals spritzen.

 

Grüße

 

Thomas 

partisanengärtner
Posted (edited)

Ich habe es jetzt auch erst vergrößert. sind ja wirklich viele. Gießen damit geht wohl nicht?

Bei der Menge müssten aber die klebrigen Ausscheidungen der Läuse zu bemerken sein. Rußpilze sind ja noch keine zu sehen was mich wundert.

Edited by partisanengärtner
Posted

Hallo,

 

die Dionaea sind voll mit Schildläusen, an den Cephalotus sind auch die ersten und an der Sarracenia vermutlich auch. Die Larven gehen auch an D. capensis.

Solltest mit einem systemischen Mittel gegen Schildläuse (aus dem Gartencenter) mehrmals spritzen.

 

Grüße

 

Thomas 

 

 

Ich habe es jetzt auch erst vergrößert. sind ja wirklich viele. Gießen damit geht wohl nicht?

Bei der Menge müssten aber die klebrigen Ausscheidungen der Läuse zu bemerken sein. Rußpilze sind ja noch keine zu sehen was mich wundert.

 

 

WOW !

Was habt ihr denn für Augen ?? :phew:

Ich kann die Bilder vergrößern, bis sich die Sache "kästelt", aber ich sehe keine Läuse ...

partisanengärtner
Posted (edited)

Schau Dir mal den großen Dionaea Topf nach dem Draufklicken an. Entlang der Mittelader der Blätter sind so bräunlich grüne Huppel (Pocken).

Das sind fast ausgewachsene Schildlausweibchen. Wenn sie Ihre Brut unter dem Schild haben, werden diese höher und braun. Diese Läuse sitzen völlig fest außer im Jugendstadium. Meist eben zuerst an größeren Adern.

Wenn Du sie mal gefunden hast siehst Du sie auch auf anderen Bildern.

Edited by partisanengärtner
Nicky Westphal
Posted

Hallo Peter,

auf dem Bild mit den 3 Dionaea sieht man die Schildläuse recht deutlich (wenn man weiss, wie sie aussehen). Die runden Punkte entlang der Blattachse, welche an Vernarbungen oder Nektarien von Nepenthes, dürften Schildläuse sein. Auftreten können die fast überall, aber verstärtk an Pflanzen mit größerer Blattmasse, wie Nepenthes, Dionaea oder Sarracenia.

 

Grüße Nicky

Posted

ok, jetzt sehe ich das auch :yucky:

 

Ich glaube diese Schildläuse hatte meine Frau auch ab und an mal  auf ihrem Grünzeug. Wie holt man sich so etwas ? Fliegen die rum oder hüpfen die auf die Pflanzen ?

Und vor allem, wie kriegt man die viecher wieder los, ohne dass die Pflanzen gleich mit dahin gehen ?

Der Zwergkrug ist doch so super empfindlich - der verträgt doch sicher nichts.

 

Gruss

Peter

partisanengärtner
Posted (edited)

Kakteen sind da besonders empfindlich. Da finden sich auch gern Woll und Schmierläuse. Da sind auch wurzelsaugende Arten häufiger.

Ich entferne Schildläuse mechanisch, da ich relativ wenige Pflanzen habe und feinmotorisch eher begabt bin. Lupe ist dabei sehr nützlich für die kleinen Exemplare. Schlechte Bedingungen machen Pflanzen anfälliger für den Befall.

Ich habe nur einmal eine schwer befallende Sarracenienhybride gesehen. Da habe ich die meisten Blätter abgeschnitten und den Rest mit einem Schwamm gesäubert. Die hat sich dann dort sehr gut gemacht und ist auch seitdem nicht wieder befallen gewesen.

 

Man muss bei meiner Methode aber öfter drüber gehen. Die nicht völlig zermatschten Exemplare sollte durchaus als Futter tauglich sein. :)

 

Ansonsten muss man wohl sytemische Mittel nehmen die über den Pflanzensaft wirken, da sie auch ziemlich versteckt sein können, da wäre meine Methode bei Cephalotus wohl untauglich.

Junge Schildläuse sind beweglich und so leicht das sie mit Wind und selbst Luftzug fast überall hinkommen.

 

Ich habe diesen Schädling vor allem bei hartlaubigen Pflanzen wie Zitrusgewächse, Lorbeer, Palmen gehabt. Besonders im Winterquartier verhängnisvoll wenn man nicht nach klebrigen Stellen auf den Blättern ausschau hält.

Edited by partisanengärtner
Posted

Ich würde es auch zunächst mal mit Absammeln versuchen, da ja alle Pflanzen von der Größe überschaubar sind. Ich habe Zuhause einen großen Zitronenbaum der auch unter Schildläusen leidet, da klappt das allerdings nicht mehr so gut, weil einfach zuviele Blätter vorhanden sind und man doch wieder irgendwo ein paar Biester übersieht. Bei sowas hilft dann wirklich nur ein systemisches Mittel. Normale, nicht systemische Gifte zeigen meist kaum Wirkung, da die Schildläuse sich unter einer Art Wachsschicht befinden und man auch hier wirklich jedes Blatt von der Ober- und Unterseite behandeln muss.

 

Viel Erfolg und frohe Festtage

Nic

  • 5 years later...
nb.carnivores
Posted
Am 24.12.2014 um 11:13 schrieb partisanengärtner:

Kakteen sind da besonders empfindlich. Da finden sich auch gern Woll und Schmierläuse. Da sind auch wurzelsaugende Arten häufiger.

Ich entferne Schildläuse mechanisch, da ich relativ wenige Pflanzen habe und feinmotorisch eher begabt bin. Lupe ist dabei sehr nützlich für die kleinen Exemplare. Schlechte Bedingungen machen Pflanzen anfälliger für den Befall.

Ich habe nur einmal eine schwer befallende Sarracenienhybride gesehen. Da habe ich die meisten Blätter abgeschnitten und den Rest mit einem Schwamm gesäubert. Die hat sich dann dort sehr gut gemacht und ist auch seitdem nicht wieder befallen gewesen.

 

Man muss bei meiner Methode aber öfter drüber gehen. Die nicht völlig zermatschten Exemplare sollte durchaus als Futter tauglich sein. :)

 

Ansonsten muss man wohl sytemische Mittel nehmen die über den Pflanzensaft wirken, da sie auch ziemlich versteckt sein können, da wäre meine Methode bei Cephalotus wohl untauglich.

Junge Schildläuse sind beweglich und so leicht das sie mit Wind und selbst Luftzug fast überall hinkommen.

 

Ich habe diesen Schädling vor allem bei hartlaubigen Pflanzen wie Zitrusgewächse, Lorbeer, Palmen gehabt. Besonders im Winterquartier verhängnisvoll wenn man nicht nach klebrigen Stellen auf den Blättern ausschau hält.

Hallo , ich habe eine schildlaus gehabt , habe diese abgewaschen und alle anderen pflanzen die neben an standen auch abgewaschen und jetzt wolte ich mal fragen wie sicher ich gehen kann das die weg sind 

partisanengärtner
Posted

Ganz sicher bist Du nie. Selbst wenn alle tot sind kann leicht ein neuer Winzling eingschleppt oder durch das offene Fenster von draußen reingeweht werden.

Wenn Du wie ich kein Gift anwenden willst, musst Du immer wieder genau hinschauen.

Eigentlich macht das bei unseren Pflanzen das doch richtig Spaß,  Nur wenn man eine größere Sammlung hat übersieht man die längere Zeit.

partisanengärtner
Posted

Läuse verraten sich auch durch ihre klebrigen Ausscheidungen. Da sind Schildläuse keine Ausnahme.

nb.carnivores
Posted

naja weil bei mir war keine kacke der kleinen dinger , die pflanzen die die was hatten sind so 3 meter von den anderen entfernt als ich es gesehen habe , die pflanzen waren 2 tage alt

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