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Hohe Töpfe, kleine Töpfe - wie verhält sich das mit derHöhe von Topf und Anstauwasser ?


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Hallo Leute,

meine Frage ist sicher ungewöhnlich, wenn nicht seltsam - aber mich würde mal interessieren wie sich das mit der Topfhöhe und dem Anstauwasser verhält.

Bis zu welcher Topfhöhe kommt unten vom Anstauwasser oben noch was an ? Oder anders, wie hoch soll der Anstau sein ? Ich habe hier z.B. 12cm hohe Töpfe in Verwendung und ich glaube dass bei z.B. 2cm Anstau oben auf dem Substrat Trockenheit herrscht. Ich habe den Anstau jetzt auf 5cm erhöht und endlich wird es oben spürbar feucht.

Bei einem größeren Topf (24cm Höhe) kommt oben gar nichts an, ob ich dem 2cm, 5cm oder fast halb (10cm) tief ins Anstauwasser stelle.

 

Zwei 5cm hohe Töpfchen sind gut durchfeuchtet bei etwa 2cm Anstau.

 

Bei größeren Töpfen, glaube ich fast, muß man von oben Waser aufbringen. Da ich aber in den großen Töpfen eine Mischung Samen ausgebracht habe (die Topfhöhe sollte den kommenden Droserawurzeln gleich genug Tiefe bieten), fürchte ich aber nun, dass ich mit Aufgießen oder mit Aufsprühen mit der Sprühflasche den Samen vom Substrat wegschwemme oder wegpuste - wenn es nicht schon passiert ist.

 

Meine Idee mit dem Docht, der Wasser zieht, so wie das Adrian Slack ein Foto zeigt, geht nicht auf. Entweder sind die Stricke nicht mehr saugfähig oder was auch immer, Streifen aus Fensterleder tun es leider auch nur ungenügend, also besonders die großen Töpfe scheinen "von unten" nicht an genügend Wasser ran zu kommen.

 

Allen hier einen gesunden Rutsch ins Jahr 2015

Grüsse

Peter

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Nicky Westphal

Hallo Peter,

 

wenn du Saaten in den hohen Töpfen hast, ist das natürlich erst mal unpraktisch. Wenn die Arten aber später tief wurzeln, passt das schon wieder. Stell die Saaten dann einfach hoch in Anstau und senke, nach der keimung, den Anstau langsam ab. Im oberen Bereich muss dann kein Wasser mehr ankommen, da die Wurzeln ja in die tieferen Bereiche reichen.

Was die Wurzellänge betrift, so kommt es natürlich auf die Art an. Bei D. capensis oder D. aliciaea + Verwsndte, bist du mir den tiefen Töpfen auf der richtigen Seite.

Gwöhnlich wird aber in flacheren Töpfen gesät und später dann in die tieferen pikiert. Geht aber auch so. Habe das z.B. auf selbige Weise bei meinen Knollen-Saaten gemacht. 12cm tiefe Töpfe mit knapp 10cm Anstau bis zur Keimung.

 

Grüße & Guten Rutsch

Nicky

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Hallo Peter,

 

die Frage, wie hoch das Wasser im Topf über den Anstau maximal steigen kann ist durch zu viele Variablen kaum zu beantworten. Da spielen z.B. Kappilareffekte eine wichtige Rolle. Nur wirst du im Substrat schwer einen Kappilardurchmesser oder ähnliches bestimmen können. Ein wichtiger Punkt ist aber das Substrat im Topf. In reinem großkörnigem Kies wird das Wasser nur wenige mm über den Anstau kommen. In Sphagnum pur kann ich daheim um 20 cm beobachten und vermute, daß da noch mehr geht.

 

Was die Kultur angeht, hat Nicky eigentlich schon alles geschrieben. Aussaat am besten in kleine Töpfe und später pikieren. Bei Pflanzen wie Drosophyllum, bei denen das pikieren schwer möglich ist, kann man entweder Torftöpfe nutzen (diese später in größere Töpfe einpflanzen) oder beim großen Topf mit entsprechend hohem Anstau starten und diesen später absenken.

 

Ich wünsche noch einen schönen Rutsch,

 

Stephan

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hallo, 

 

besser als Trax kann ich es nicht sagen...die Stauhöhe hängt vom substrat ab, bzw von seiner "Wasser-Zugfähigheit", anders genannt Kapillar-Effekt. 

 

vielleicht ist deine Substrat-Mischung gut aber zieht sie anscheinend nicht genug Wasser, deiner Meinung nach. dann versuch es doch mal mit einem "Sphagnum-Docht", Trax hat uns gerade eben gesagt das er 20cm Zieh-Höhe damit erreicht hat...

 

guten Rutsch an alle  

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dann versuch es doch mal mit einem "Sphagnum-Docht", Trax hat uns gerade eben gesagt das er 20cm Zieh-Höhe damit erreicht hat...

 

 

und der geht dann außen am Topf aus der Anstauschale hoch auf das Substrat ?

Wie anders sollte das Sphagnum sonst frisch und aufnahmefähig fürs Wasser bleiben ?

Vor allem, wo kriegt man Sphagnum in dieser Länge und Menge jetzt im Winter her ?

Das bischen was ich habe, ist nämlich unteilbar, das benötigt mein Cephalotusblatt.

 

Gruss

Peter

Bearbeitet von Peter S.
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Nicky Westphal

Hallo zusammen,

 

wünsche Allen erst einmal ein gesundes & fleischiges 2015!

 

@ Stephan: handelt es sich um lebendes Sphagnum bei deiner Angabe? Wenn ja liegt das nicht nur an der Kaillarwirkung allein. Ich gehe mal davon aus, das dabei Wasser durch das lebende Sphagnum transportiert wird und es sich dann bei 20cm überm Wasserstand,  um Verdunstungsfeuchtigkeit handelt.

 

@ Peter: ich denke das die 20cm über einen Docht im inneren des Topfes nicht erreicht werden, diese wirst du aber auch kaum benötigen. Es werden da 5-10cm lange Dochte völlig ausreichen, da das Wasser ja im Substrat selbst noch etwas ansteigt. Die meisten pflanzen, die in tiefen Töpfen kultiviert werden, benötigen auch nicht diese hohe Substratfeuchtigkeit, wie einige Drosera bzw. urzel einige Pflanzen soo tief, das die Substratoberfläche auch trocken sein kann. Es muss nicht bei allen Arten so feut sein, wie du es vieleicht von deinen Moorspaziergängen kennst.

Die Saaten solltest du natürlcih schön feucht halten und einfach den Anstau höher halten.

In (fast) geschlossenen Terrarien ist das wiederum so, das sich das Substrat noch von der hohen Luftfeuchtigkeit anfeuchtet, da sind auch hohe Töpfe (10cm+) an der Oberfläche immer feucht..

Den Einsatz von lebendem Sphagnum (auch als Docht) würde ich nur bei einigen Gattungen & Arten empfehlen. Diese überwuchert kleinwüchsige Pflanzen sehr schnell und du musst ständig hinterher sein, das zu stutzen. Drosera, wie D. rotundifolia wachen mit dem Sphagnum mit und haben sich so perfekt daran angepasst. Arten, die im Substrat fest wurzeln kommen mit der Wuchsgeschwindigkeit der Sphagnums nicht mit.

Naja, Sphagnum in langen Stücken für Dochte wirst du um diese Jahreszeit nur schwer bekommen, es sei denn einer Räumt ein Terra auf. Ein paar Stücke bis max. 7cm hätte ich vieleicht noch, aber eben nur wenig, da ich im Herbst einiges gestutzt habe.

Bei deinem Cephi-Steckling musst du auch aufpassen, das sich das Sphagnum nicht zu sehr ausbreitet. Den Stecklig in totem Sphagnum zu ziehen hat sich für mich als besser erwiesen.

 

Grüße Nicky.

Bearbeitet von Nicky Westphal
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@ Peter: Drosera, wie D. rotundifolia wachen mit dem Sphagnum mit und haben sich so perfekt daran angepasst.

 

Bei deinem Cephi-Steckling musst du auch aufpassen, das sich das Sphagnum nicht zu sehr ausbreitet. Den Stecklig in totem Sphagnum zu ziehen hat sich für mich als besser erwiesen.

 

Grüße Nicky.

 

Da gucke ich schon aus lauter Neugier alle zwei Tage rein, ob das Blättle noch schon frisch und grün ist. Seit dem 8.12. ist es das. Eigentlich habe ich das Sphagnum nicht klatschedrauf liegen, so dass der Steckling total zugedeckt wäre, sondern mehr drumherum und nur teilweise auf dem Steckling, damit das Moos für die Versorgung mit Feuchtigkeit zuständig ist und das saure Milieu des Mooses gegen Pilze wirkt.

 

Das Cephalotusblättchen habe ich nämlich in einen sehr großen und hohen Topf gesteckt, um es nie mehr umtopfen zu müssen, weil es ja als so empfindlich gilt. Mit 20cm Höhe bin ich wohl aber über das Ziel hinaus geschossen, denn ich muß sprühen und gießen, weil oben nichts ankommt, auch bei mittlerweile 8cm Anstauhöhe. Zusätzlich hatte ich noch ein paar Aliciae und bischen was ausgesät, damit der Cephalotus mal nicht so allein ist, aber das dürfte alles durch die aus der Situation erzwungene Sprüherei und Gießerei inzwischen schon weggespült und weggepustet sein.

 

Und als Licht habe ich auch eine 7Watt-LED-Spotlampe drüber, da kommt unten auf dem Substrat schon richtig was an. Das Sphagnum schattet leicht ab, ist aber in Hauptsache fürs Wasser da.  Ich sprühe das Moos täglich ein, nicht zu sehr, abr so dass es einmal täglich nass ist. Und wie geschrieben, der Steckling macht das seit knapp vier Wochen auch so mit und "sein" Sphagnum wächst auch gut.

 

 

Naja, Sphagnum in langen Stücken für Dochte wirst du um diese Jahreszeit nur schwer bekommen, es sei denn einer Räumt ein Terra auf. Ein paar Stücke bis max. 7cm hätte ich vieleicht noch, aber eben nur wenig, da ich im Herbst einiges gestutzt habe.

 

da wäre ich dran interessiert, z.T. als Docht - um das mal zu versuchen, z.T. für meinen Drosera rotundifolia-Topf, den ich im Januar anlegen werde.

Schreibe mir doch bitte PN, wie wir das machen.

 

Schöne Grüsse und Danke

Peter

Bearbeitet von Peter S.
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Hi,

 

erstmal wünsche ich Euch ein Frohes neues Jahr.

 

Bei den 20cm handelt es sich um lebendes Sphagnum. Um Sphagnum schnell zu vermehren habe ich vor 3-4 Jahren angefangen Sphagnum in diesen transparenten Hariboboxen zu ziehen. 1-2cm Torf unten rein, ein paar Löcher in die Box, Sphagnumstecklinge rein, anfeuchten, zu und warten.

Da sich das Sphagnumpolster wunderbar eignet, um Stecklinge anderer Pflanzen anwurzeln zu lassen habe ich mir einen transparenten Eimer genommen und da alles wiederholt. Das Sphagnum wird, sobald es über den Deckelrand kommt wieder nach unten gedrückt oder gekappt. Für Stecklinge ist das ganze ideal und man kann am Rand sehen, wann sich Wurzeln gebildet haben.

 

MfG,

Stephan

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Hallo zusammen und Gutes Neues Jahr! 

 

Ich verwende bei meinen Nepenthes auch langfaseriges Neuseeland-Sphagnum, dass ich getrocknet und gepresst kaufe und wieder mit Wasser aufquellen lasse. Daraus kann man schöne Dochte basteln, das Substrat auflockern und empfindliche Wurzelballen einpacken und den ganzen Ballen dann auch in das restliche Substrat pflanzen.

Und auch wenn es getrocknet wurde, steckt in dem Moos doch meistens noch Leben. Es begrünt sich an manchen Stellen wieder und wenn man frisches Moos darüber klein schneidet, wächst es dort munter weiter. 

In Kombination mit einer Beimengung von Tongranulat klappt das gut. Davon Lege ich ganz unten immer einen hohen Anteil in den Topf und nach oben hin wird es immer weniger. In meinen 25cm hohen Nepenthes-Töpfen bleibt die Oberfläche auch bei 1-2cm Anstau und ab und zu abtrocknen immer feucht. 

 

MFG, Steffi

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Nicky Westphal

Hallo Stephan,

 

das ist ja klar, das das Sphagnum in einem Behälter mit Deckel auch oben schön feucht ist, das hat aber kaum etwas mit der Kapillarwirkung zu tun. In einem geschlossenen Terrarium habe ich auch nasses Substrat duch die hohe Luftfeuchte. Ein paar Luftlöcher mindern das nicht allzusehr. Also mit dem kommt Peter nicht zu dem erwünschten Erfolg bzw. braucht er in einem geschlossenem Gefäß keinen Docht oder sowas.

 

Grüße Nicky

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Hallo,

ich will das mal genau beschreiben.

 

Ich muß vorausschicken, dass ich bis vor 6 Monaten nicht einmal wußte, dass man Karnivoren kultivieren kann. Deshalb gehe ich eher davon aus, dass der Fehler bei mir liegt und weniger in den Dingen, die ich verwende.

Also die großen Töpfe, in denen nichts oben ankommt habe ich auch 1:1 (Sand und Torf) gemischt, da habe ich aber den Rosenlöcher-Quarzkies Nr.2 verwendet, das ist der typische Aquariensand, Korngöße 3-4mm. Dann habe ich mir feinen Quarzsand (Rosenlöcher Größe Nr.1) im Zooladen geholt, da bekam ich gleich eine Warnung auf den Weg - den können sie aber nicht für das ganze Aquarium verwenden, der fault, weil er nicht vom Wasser durchströmt wird, den nimmt man nur für die Buddelgruben von kleineren Tanganjika-Cichliden.

Korngröße etwa 1mm.  (Essig geprüft, man kann ihn verwenden)

Diese Größe 1 habe ich jetzt für einen kleineren Topf verwendet, wieder Torf und Sand im Verhältnis 1:1. Bei diesem feinen Sand scheinen mit die hygroskopischen Fähigkeiten deutlich besser zu sein, die Oberfäche des Substrates auf das mal paar Brutschuppen drauf sollen, das ist feucht, die gesamte Höhe des Substrates ist 10cm, uie Anstauhöhe 5cm.

 

Bei dem anderen Substrat mit dem groben Sand ist die Durchfeuchtung immer nur so hoch, wie die den Topf umgebende Höhe des Anstauwassers, das Substrat zieht so gut wie gar nichts. Ich sehe das deshalb so genau, weil ich transparente Orchideentöpfe verwende, mit den schwarzen viereckigen Karnivorentöpfen wüßte ich ja gar nicht mehr, was sich drin tut. Der 20cm Topf steht 10cm im Anstau bis dahin ist alles feucht, wenn ich ihn aus dem Anstauwasser hoch hebe, dann hält der nicht etwa das Wasser, sondern es läuft in wenigen Sekunden nach unten durch aus dem Topf heraus. Inzwischen ist mir klar geworden, dass die Beimischung des relativ grobkörnigen Kieses das verursacht hat, vielleicht die Beimischung von Kies überhaupt (??).

 

Welchen tieferen Sinn hat der Kies denn überhaupt ? Er ist schwerer als das Torfsubstrat und er fällt, wenn es mischt und das möglicherweise dann sogar mit Wasser tut, nach unten durch. In einem der Töpfe hatte sich der feine Rosenlöcher-Kies nach unten abgesetzt und liegt unter dem Substrat wie so eine Schicht Schlammsand und als ich dann ebenfalls Probleme bekam, dass das Torfsubstrat nicht richtig ans Wasser rankam goß ich ich paar Tage von eben und stellte auf einmal überrascht fest, dass unten aus den Löchern des Orchideentopfes der feine Sand herausgespült wurde, den fand ich nämlich dann im Anstauwasser wieder.  Nach acht Tagen, war der verbleibende Sand so gering geworden in dem Topf, dass das Anstauwasser wieder an das Substrat heran kam und seither funktioniert die Bewässerung "von unten".

 

Ich werde jetzt mal in dem neu angesetzten Topf beobachten, ob sich der Kies-Sand wieder nach unten absetzt und sich dann im Laufe der Zeit der Torf und der Kiessand wieder trennen. Dann nehme ich nur noch Torf und Perlite, das Zeug lockert den Torf durch den Auftrieb, den dieses Perlite hat, wenigstens auf - den Sinn begreife ich, den vom Kies nicht. Weder lockert der den Torf auf noch verhindert er für mein Verständnis seine Verdichtung.

 

Die besten Erfolge habe ich in den Töpfen, die nur Torf und Perlite drin haben und über ein Rohr, das im Substrat drin steckt gegossen werden, das Seramis habe ich mittlerweile nicht mehr drin, weil mich dessen Wirkung auch nicht überzeugt hat.

 

Die Zeichnung zeigt das Prinzip, genauso wie es an den sehr großen Töpfen (20cm hoch) angewandt wurde.

 

Die böse Überraschung in dem 20cm hohen Topf in dem das Gemisch Karnivorenerde und Aquarienkies drin war, war die, dass ich zwar das Gießwasser durch das Rohr einfüllen konnte, es versickerte in dem Rohr auch gleich, trat ins Substrat über und kam sofort unten aus dem Topf wieder raus. Das Substrat hatte kein Vermögen das Wasser zu halten.

In Töpfen, die das Wasser hielten konnte ich so in das Rohr mal reinschauen und mit einem Wasserstandsanzeiger ausmessen, wie ich das Substrat im Wasser stand - gut jetzt mit den transparenten Töpfen sehe ich das ja von außen.

 

Ich will das nochmal testweise mit dem feinen Kies und dem Substrat probieren (hier aber Substrat zu Kies 4 : 1) und mit minder hohen Töpfen, so wie in der Zeichnung genannt, ich erhoffe mir davon, dass dann das Anstauwasser auch wieder besser aufgenommen und gehalten wird.

 

 

meine-karnivorent%C3%B6pfe.jpg

 

Wie schon geschrieben, Seramis verwende ich nicht mehr

 

Aber nochmals abschließend bemerkt - meine Kenntnisse sind 6 Monate "jung" und damit auch 6 Monate "dürftig"

Eine unorganisierte Karnivorenfreundin, mit der ich seit Jahren Kontakt habe, die einen richtigen oben freien Süd-Balkon in windgeschützter Lage hat, deren Ahnung genauso mager ist, wie die meine, hat einfach Karnivorenerde im Baumarkt gekauft, die in den Topf gekippt, Pflanze rein und Schluß, Anstauteller drunter und der ihre Pflanzen wachsen wie irre, viel viel besser als die meinigen. Die experimentiert mit nichts, die weiß nichts von Sand oder Kies und schon gar nicht was Perlite oder Blähton ist - aber ihre Sarracenia sind Wahnsinn, blühen jährlich, kommen übern Winter und die Rotundifolia wachsen in ihrem 25-Liter "Schlammkübel" (anders kann ich den Morast-Bottich nicht bezeichnen) so üppig, wie man es sich nur wünschen kann.

 

Viele Grüsse

 

Peter

Bearbeitet von Peter S.
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Nicky Westphal

Hallo,

Welchen tieferen Sinn hat der Kies denn überhaupt ? Er ist schwerer als das Torfsubstrat und er fällt, wenn es mischt und das möglicherweise dann sogar mit Wasser tut, nach unten durch. In einem der Töpfe hatte sich der feine Rosenlöcher-Kies nach unten abgesetzt und liegt unter dem Substrat wie so eine Schicht Schlammsand und als ich dann ebenfalls Probleme bekam, dass das Torfsubstrat nicht richtig ans Wasser rankam goß ich ich paar Tage von eben und stellte auf einmal überrascht fest, dass unten aus den Löchern des Orchideentopfes der feine Sand herausgespült wurde, den fand ich nämlich dann im Anstauwasser wieder.  Nach acht Tagen, war der verbleibende Sand so gering geworden in dem Topf, dass das Anstauwasser wieder an das Substrat heran kam und seither funktioniert die Bewässerung "von unten".

 

Ich werde jetzt mal in dem neu angesetzten Topf beobachten, ob sich der Kies-Sand wieder nach unten absetzt und sich dann im Laufe der Zeit der Torf und der Kiessand wieder trennen. Dann nehme ich nur noch Torf und Perlite, das Zeug lockert den Torf durch den Auftrieb, den dieses Perlite hat, wenigstens auf - den Sinn begreife ich, den vom Kies nicht. Weder lockert der den Torf auf noch verhindert er für mein Verständnis seine Verdichtung.

 

Die besten Erfolge habe ich in den Töpfen, die nur Torf und Perlite drin haben und über ein Rohr, das im Substrat drin steckt gegossen werden, das Seramis habe ich mittlerweile nicht mehr drin, weil mich dessen Wirkung auch nicht überzeugt hat.

 

Die Zeichnung zeigt das Prinzip, genauso wie es an den sehr großen Töpfen (20cm hoch) angewandt wurde.

 

Die böse Überraschung in dem 20cm hohen Topf in dem das Gemisch Karnivorenerde und Aquarienkies drin war, war die, dass ich zwar das Gießwasser durch das Rohr einfüllen konnte, es versickerte in dem Rohr auch gleich, trat ins Substrat über und kam sofort unten aus dem Topf wieder raus. Das Substrat hatte kein Vermögen das Wasser zu halten.

In Töpfen, die das Wasser hielten konnte ich so in das Rohr mal reinschauen und mit einem Wasserstandsanzeiger ausmessen, wie ich das Substrat im Wasser stand - gut jetzt mit den transparenten Töpfen sehe ich das ja von außen.

Viele Grüsse

 

Peter

Hallo Peter,

 

das mit dem Kies passt schon so, auch wenn du jetzt schreibst, das Wasser läuft wieder komplett ab. Soll soll es bei pflanzen, die bedingt keinen Daueranstau (div. byblis, Cephalotus, Drosophyllum) vertragen auch sein. Dazu täuscht dich dein Eindruck gewaltig. Das Substrat ist sicherlich nicht klatschnass, aber auf jeden Fall feucht. Der enthaltene Torf sollte eine ganze Menge Wasser aufnehmen. Natürlich ist das Sandige Substrat nicht gerade ein Schwamm, aber nicht alle Karnivoren mögen es si nass, wie du dir das vorstellst. 50% Torfanteil, ergibt immer noch ein recht feuchtes Substrat.

Du kannst einfach mal ausprobieren und einen Topf mit deiner Kiesmischung, unter 1 Sunde Wasser tauchen, den Topf dann abtropfen lassen und am Ende auskippen. Du wirst sehen, das Substrat ist im inneren des Topfes feucht bis nass! Um das zu verdeutlichen, ich hatte Knollendorsera (Substrat Torf/Sand ca. 1:1 bis 1:2) Töpfe 10x10x12 über den Sommer komplett trocken stehen (ca. 5 Monate ohne zu Gießen), aber die Restfeuchte hat bei niedrigen Herbsttempperaturen schon für den Wiederaustrieb ausgereicht.

Also lass dich da nicht täuschen, auch bei einer Mischung Torf/Sand 1:3 würde das Substrat immer noch feucht sein! Selbst purer Kies hällt einen gewissen Anteil an Wasser in den Zwischenräumen.

 

Das es aus deinen Töpfen den Sand/Kies ausspühlt kommt durch das Gießen durch das Rohr! Anstau heisst, nur von unten in die Anstauschale wässern, so bleibt auch die Substratstrukur stabil. Bei Substraten für Cephios, Drosphyllum..., mit hohem Kiesanteil, gieße ich immer mal vorsichtig von oben, aber nur sehr wenig, bis das Wasser unten wieder rausläuft. Ansonsten stehen diese Töpfe bei mir 2 Tage in Anstau, dann wieder ein paar Tage ohne Wasserkontakt, dann wird wieder die Wanne aufgefüllt....

Wie du mitbekommen hast, sind eben die Substrate einiger Arten & Gattungen etwas abweichend, von deiner Vorstellung vom nassen Moor. Aber selbst rein mineralische Substrate für Pinguicula, die oberflächlich absolut trocken aussehen, haben noch einiges an Wasserspeicherkapazität.

 

Was deine Sämlinge & Brutschuppenansätze betrifft, kannst du die auch mit einen Sprüher leicht von oben beregnen, damit die Oberfläche feucht bleibt. Durch die feinen Wassertropfen hällt sich die Substratverdichtung in Grenzen. Für Saaten ist eine feine Beregnun sowieso meist keimfördernd, ausser man hällt die sowieso abgedeckt, unter sehr hoher Luftfeuchtigkeit!

 

Grüße Nicky

Bearbeitet von Nicky Westphal
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Hallo,

ich will das mal genau beschreiben.

 

Ich muß vorausschicken, dass ich bis vor 6 Monaten nicht einmal wußte, dass man Karnivoren kultivieren kann. Deshalb gehe ich eher davon aus, dass der Fehler bei mir liegt und weniger in den Dingen, die ich verwende.

Also die großen Töpfe, in denen nichts oben ankommt habe ich auch 1:1 (Sand und Torf) gemischt, da habe ich aber den Rosenlöcher-Quarzkies Nr.2 verwendet, das ist der typische Aquariensand, Korngöße 3-4mm. Dann habe ich mir feinen Quarzsand (Rosenlöcher Größe Nr.1) im Zooladen geholt, da bekam ich gleich eine Warnung auf den Weg - den können sie aber nicht für das ganze Aquarium verwenden, der fault, weil er nicht vom Wasser durchströmt wird, den nimmt man nur für die Buddelgruben von kleineren Tanganjika-Cichliden.

Korngröße etwa 1mm.  (Essig geprüft, man kann ihn verwenden)

Diese Größe 1 habe ich jetzt für einen kleineren Topf verwendet, wieder Torf und Sand im Verhältnis 1:1. Bei diesem feinen Sand scheinen mit die hygroskopischen Fähigkeiten deutlich besser zu sein, die Oberfäche des Substrates auf das mal paar Brutschuppen drauf sollen, das ist feucht, die gesamte Höhe des Substrates ist 10cm, uie Anstauhöhe 5cm.

 

Bei dem anderen Substrat mit dem groben Sand ist die Durchfeuchtung immer nur so hoch, wie die den Topf umgebende Höhe des Anstauwassers, das Substrat zieht so gut wie gar nichts. Ich sehe das deshalb so genau, weil ich transparente Orchideentöpfe verwende, mit den schwarzen viereckigen Karnivorentöpfen wüßte ich ja gar nicht mehr, was sich drin tut. Der 20cm Topf steht 10cm im Anstau bis dahin ist alles feucht, wenn ich ihn aus dem Anstauwasser hoch hebe, dann hält der nicht etwa das Wasser, sondern es läuft in wenigen Sekunden nach unten durch aus dem Topf heraus. Inzwischen ist mir klar geworden, dass die Beimischung des relativ grobkörnigen Kieses das verursacht hat, vielleicht die Beimischung von Kies überhaupt (??).

 

Welchen tieferen Sinn hat der Kies denn überhaupt ? Er ist schwerer als das Torfsubstrat und er fällt, wenn es mischt und das möglicherweise dann sogar mit Wasser tut, nach unten durch. In einem der Töpfe hatte sich der feine Rosenlöcher-Kies nach unten abgesetzt und liegt unter dem Substrat wie so eine Schicht Schlammsand und als ich dann ebenfalls Probleme bekam, dass das Torfsubstrat nicht richtig ans Wasser rankam goß ich ich paar Tage von eben und stellte auf einmal überrascht fest, dass unten aus den Löchern des Orchideentopfes der feine Sand herausgespült wurde, den fand ich nämlich dann im Anstauwasser wieder.  Nach acht Tagen, war der verbleibende Sand so gering geworden in dem Topf, dass das Anstauwasser wieder an das Substrat heran kam und seither funktioniert die Bewässerung "von unten".

 

Ich werde jetzt mal in dem neu angesetzten Topf beobachten, ob sich der Kies-Sand wieder nach unten absetzt und sich dann im Laufe der Zeit der Torf und der Kiessand wieder trennen. Dann nehme ich nur noch Torf und Perlite, das Zeug lockert den Torf durch den Auftrieb, den dieses Perlite hat, wenigstens auf - den Sinn begreife ich, den vom Kies nicht. Weder lockert der den Torf auf noch verhindert er für mein Verständnis seine Verdichtung.

 

Die besten Erfolge habe ich in den Töpfen, die nur Torf und Perlite drin haben und über ein Rohr, das im Substrat drin steckt gegossen werden, das Seramis habe ich mittlerweile nicht mehr drin, weil mich dessen Wirkung auch nicht überzeugt hat.

 

Die Zeichnung zeigt das Prinzip, genauso wie es an den sehr großen Töpfen (20cm hoch) angewandt wurde.

 

Die böse Überraschung in dem 20cm hohen Topf in dem das Gemisch Karnivorenerde und Aquarienkies drin war, war die, dass ich zwar das Gießwasser durch das Rohr einfüllen konnte, es versickerte in dem Rohr auch gleich, trat ins Substrat über und kam sofort unten aus dem Topf wieder raus. Das Substrat hatte kein Vermögen das Wasser zu halten.

In Töpfen, die das Wasser hielten konnte ich so in das Rohr mal reinschauen und mit einem Wasserstandsanzeiger ausmessen, wie ich das Substrat im Wasser stand - gut jetzt mit den transparenten Töpfen sehe ich das ja von außen.

 

Ich will das nochmal testweise mit dem feinen Kies und dem Substrat probieren (hier aber Substrat zu Kies 4 : 1) und mit minder hohen Töpfen, so wie in der Zeichnung genannt, ich erhoffe mir davon, dass dann das Anstauwasser auch wieder besser aufgenommen und gehalten wird.

 

 

meine-karnivorent%C3%B6pfe.jpg

 

Wie schon geschrieben, Seramis verwende ich nicht mehr

 

Aber nochmals abschließend bemerkt - meine Kenntnisse sind 6 Monate "jung" und damit auch 6 Monate "dürftig"

Eine unorganisierte Karnivorenfreundin, mit der ich seit Jahren Kontakt habe, die einen richtigen oben freien Süd-Balkon in windgeschützter Lage hat, deren Ahnung genauso mager ist, wie die meine, hat einfach Karnivorenerde im Baumarkt gekauft, die in den Topf gekippt, Pflanze rein und Schluß, Anstauteller drunter und der ihre Pflanzen wachsen wie irre, viel viel besser als die meinigen. Die experimentiert mit nichts, die weiß nichts von Sand oder Kies und schon gar nicht was Perlite oder Blähton ist - aber ihre Sarracenia sind Wahnsinn, blühen jährlich, kommen übern Winter und die Rotundifolia wachsen in ihrem 25-Liter "Schlammkübel" (anders kann ich den Morast-Bottich nicht bezeichnen) so üppig, wie man es sich nur wünschen kann.

 

Viele Grüsse

 

Peter

Hallo Peter,

 

es wurde ja schon viel geschrieben über, Anstau, von oben gießen, manchmal gießen, trocknen lassen usw..

Aber ich finde es gut wie du dich mit dem Thema beschäftigst.

Auch haben sicherlich alle meine Vorredner recht. :SOS:

Wenn ich es recht mitbekommen habe bist du beneidenswerter Weise schon wohlverdienter Pensionär und hast sicherlich wenig Zeit wie man wohl so sagt. :D

 

Geh doch mal hin und mache ein paar Versuche mit verschiedenen Substraten (nur Seramis 20 cm hoch ) Torf-Sand-Perlite 20cm hoch ( Torf -Sand-Kies-Perlite 20cm Hoch) in deinen durchsichtigen Töpfen !

Da kannst du sicherlich auch ein paar Fotos machen.

 

Den Anstau ( Höhe d. Wassers)  könntest du ja anschließend auch noch unterschiedlich testen und dann dokumentieren. Und wirklich nur Anstau !

Nichts von OBEN.

 

Das Ergebnis ist bestimmt interessant und viele würden dann klarer sehen. :bow:

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Hallo Peter,

........

Das es aus deinen Töpfen den Sand/Kies ausspühlt kommt durch das Gießen durch das Rohr! Anstau heisst, nur von unten in die Anstauschale wässern, so bleibt auch die Substratstrukur stabil..........

 

 

Grüße Nicky

 

So habe ich das überhaupt noch nicht gesehen :dntknw:

Ist dann möglicherweise die Länge des Rohres entscheidend ? D.h. Rohr nur wie auf der Zeichnung bis auf halbe Tiefe oder das Rohr bis runter auf den Topfboden ?

Oder gänzlich ohne Rohr ? Bei den transparenten Töpfen - ok, da sehe ich ja ungefähr, wo das Wasser drinnen ist, aber da muß ich sie jedesmal aus dem Übertopf der bei mir quasi die Anstauschale ersetzt, rausnehmen.

Mit den viereckigen schwarzen Töpfen stehe ich auf Kriegsfuß, da ist mir nämlich das Burmanni-Töpfchen von dir vertrocknet. Wahrscheinlich in Reichenbach bei der Übernahme, Du hattest mir ja paar leere höhere Töpfe mitgegeben, hatte ich das niedrigere Burmanni-Töpfchen in so einen hohen "Rübenwurzel-Topf" gesteckt, wegen des Transportierens. Das hatte ich aber nicht verinnerlicht und mich gewunder, warum der Burmanni-topf bei mir immer zwei Drittel hoch im Anstau stehen wollte. Dann stand er mal bei normaler Anstauhöhe und innerhalb von zwei Wochen war es Schluß mit der Pracht. Ich dachte, die Burmann wären sowieso (einjährig) am ende und kippte den Topf aus und plötzlich kam aus dem großen Topf ein wesentlich kürzerer Topf mit heraus, in dem die Burmannis quasi "im Trocknen" hingen. Das hat mich gegrämt; ich will schon deshalb irgendwie sehen, was in den Töpfen vor sich geht.

 

Wenn z.B. ohne Rohr, weil das Rohr in seiner Breite die Kapillarwirkung des Substrates verhindert (das wäre nämlich durchaus möglich ...), dann werde ich wenigstes so etwa hier ins Substrat stecken, etwas Damenstrumpfgewebe unten rum gelegt, damit der Torf nicht in den Wasserstandsanzeiger eindringen kann und ihn lahmlegt, so dass nur Wasser da rein eindringen kann und so zeigt das Ding dann in etwa an, wo das Wasser im Substrat steht.

 

Gruss

Peter

Bearbeitet von Peter S.
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Nicky Westphal

Hallo Peter,

 

bei Anstaubewässerung kannst du das Rohr weglassen, das schaft mehr Platz für Pflanzen. Ist natürlich unpraktisch, wenn du den Wasserstand in den Übertöpfen nicht siehst. Bei weiten Schalen (gibts auch in div. kleinen Abmaßen so 34x18cm für die Fensterbank) kannst du mehrere Töpfe reinpacken und einfach die Schale füllen, wenn das Wasser aufgesaugt ist, geißt du einfach nach. Als Übertöpfe wären diesbezüglich deine Gläser ja ganz gut, dorst siehst du den Wasserstand.

Ich kenne aber das Übertopfproblem bei meiner Mutter, mittlerweile hat sie aber auch den Bogen raus und gießt nach wenn der Topf fast leer ist. naja, momentan musst du da halt aufpassen,das immer genug Wasser drin ist. Wenn du deinen Keller umfunktionieren darfst, würde ich dir dann zu größeren Wannen für die Bewässerung raten. Das Wasser dort reicht dann auch für eine ganze Weile aus und du musst nicht ständig kontollieren.

 

 

grüße Nicky

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Nimm doch einfach Balkonkastenuntersetzer für den Anstau, die passen super auf jede Fensterbank und du siehst immer, wie hoch der Wasserstand ist.

Dann lass den ganzen Unsinn mit Rohren und so weg, Torf rein (evt. mit Perlite gemischt, evt. auch mit Kies, notfalls einfach pur) und fertig ist die Laube. Drainageschicht ist völlig überflüssig, hatte ich auch schon mal irgendwo geschrieben. Dann kannst du auch quadratische Töpfe verwenden. Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass Anstau weltweit klappt, nur bei dir hat die Physik die Kapillarkräfte außer Kraft gesetzt.

 

Topf mit Löchern im Boden nehmen, nasses Substrat rein (ob mit oder ohne Zuschlagsstoff, ist in 80% aller Fälle völlig wurscht), Pflanze rein (oder Samen / Brutschuppen rauf) und ab in den Untersetzer. Wasser in Untersetzer, schön hell stellen, fertig ist die Laube. Und dann einfach mal eine Weile in Ruhe lassen!

 

Und wenn dein Burmannii Topf vertrocknet ist, weil du zwei Pötte ineinandergesetzt hast, ok, da sage ich jetzt mal nichts zu außer dass das nun wirklich nichts mit Kapillarwirkung zu tun hat.

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Nicky Westphal

Und wenn dein Burmannii Topf vertrocknet ist, weil du zwei Pötte ineinandergesetzt hast, ok, da sage ich jetzt mal nichts zu außer dass das nun wirklich nichts mit Kapillarwirkung zu tun hat.

Moin Wolfgang,

 

das die Töpfe ineinander standen war von Peter keine Absicht oder ein Experiment. Das ist einfach passiert, weil cih im noch leere Töpfe mit gegeben hab und er die Burmanni für den transpot in die Pötte gestellt hat. Daheim hat er beim Hinstellen nicht gemerkt, das noch ein Topf dranklebt. Ist dann klar, das auch bei Anstau da nix ankommt, gerade wenn man nur 1cm Anstau nach Leerbuch macht! Solche Dinge passieren nun mal und so nen Bock hat sicher Jeder schon mal geschossen.

 

Grüße Nicky

Bearbeitet von Nicky Westphal
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Moin Nicky,

 

dass das nicht Absicht war, ist mir schon klar. Ist mir auch schon passiert, zwei 7er Töpfe aus Versehen ineinandergestellt, schon ist alles vertrocknet. Oder ein Topf hat sich bei meinen engen Verhältnissen zwischen den Nachbartöpfen aufgehängt und bekam keinen Kontakt zum Wasser. Das hat aber jetzt gar nichts damit zu tun, dass der äußere Topf ein viereckiger gewesen ist, das passiert auch mit runden. Auf gut Deutsch, das ist einfach Pech und hat weder etwas mit Topfform, -größe noch -höhe oder Material zu tun. Mehr wollte ich damit gar nicht sagen.

 

Grüße zurück

 

Wolfgang

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Es könnte sein, dass ich hier irgendwie über meine eigenen Denkspiele stolpere - mein Physikunterricht ist ja auch mittlerweile über 50 Jahre her ;)

 

Das Spielchen mit dem Rohr ist mir eingefallen bei den Balkonkästen, die keine Ablauflöcher haben und in die ich aus Gründen des allgemeinen Hausfriedens auch keine rein bohre, damit nicht jemand nach einem Regen braunes Torfwasser auf dem Balkongeländer hat.

 

Also in den Behältnissen ohne Ablauf hatten die Rohre einen Sinn und die Wasserstandsanzeiger, die ich da rein stecken konnte. Über diese Rohre hatte ich die Wassermenge in meinen Balkonkästen (die z.Z. draußen überwintern, was man aktuell mit 11,9 Grad plus Winter nennen kann) reguliert. Das meine ich, war sinnvoll. Wenn ich in den Urlaub gefahren bin und kein Regen angesagt war, habe ich die Balkonkästen aufgefüllt, bis das Wasser einen knappen Zentimeter unterhalb des Rohrendes zu stehen kam. Das reichte selbst an den heißesten Tagen acht Tage und länger. Und regenete es wirklich mal üppig, dann konnte ich dort das Wasser abziehen.

 

Die Rohr-Idee fand ich so gut, dass ich sie ohne groß drüber zu sinnieren, auf die Töpfe übertragen habe, die aber alle unten Ablauflöcher haben. Und so ein großer Orchideentopf hat  hat auf 19cm Durchmesser, 12 von diesen Löchern jeweils 1cm Durchmesser, da läuft Wasser raus, mehr als man vermutet. Dann noch das Rohr bis runter auf den Topfboden oder in anderen nur halb, was man da oben einfüllt, saust sofort nach unten durch und kommt unten wieder raus. Man füllt den Anstauteller auf, nicht aber den Topf.

 

Also bei den Töpfen, die im Anstau stehen, werde ich die Geschichte mit dem Rohr sein lassen, da ist die wirklich sinnlos. Auch das "Messen" der Wasserhöhe im Topf mit dem Wasserstandsanzeiger dürfte fehlschlagen. Wasser läuft halt immer nach unten ....

 

Also werde ich die Idee mit den Rohren, egal ob kurz oder lang, in den Behältnissen weiter verfolgen, in denen kein Loch im Boden  ist.

Wenn ich z.B. einige Habitatbilder von Drosera rotundifolia sehe

http://www.alabamaplants.com/Whitealt/Drosera_rotundifolia_plant.jpg

http://www.botanicalgarden.ubc.ca/potd/drosera-rotundifolia1.jpg

http://www.first-nature.com/flowers/images/drosera-rotundifolia2.jpg

http://www.ncwildflower.org/images/plants/Drosera_rotundifolia_leaf_resized.jpg

http://inpn.mnhn.fr/photos-web/photos/download/inpn/92675

http://www.zbynous.net/images/masozravky/growlist/ZLK-DroseraRotundifolia.jpg

http://www.eplante.ro/plant_pics/141.jpg

http://www.dorsetnature.co.uk/images/wildflower/wf-53a5.jpg

 

fast überall sieht man Wasser, nasses Moos oder sehr feuchten Boden

 

dann denke ich, dass das Kandidaten sind, die viel lieber ohne Loch im Boden leben wollen, denn dort sieht man die Pflanzen ja regelrecht im Wasser stehen oder in Gesellschaft von schon nassem vollgesaugtem Moos, so jedenfalls sieht das aus. Und so werde ich das machen. Hätte mir auch eher einfallen können, aber wie es halt immer so ist, auf das Nächtstliegende kommt man immer zuletzt.

 

 

<edit: 05.01.2015; 08:12>

Der Denkfehler steckt offensichtlich in dem Rohr und in der Verwendung in einem nicht geschlossenen System. Deshalb ist auch die Trauermückenbekämpfung mit den Nematoden so wenig effektiv gewesen. Das läuft einfach durch, der Tonschlamm blieb auf dem Substrat und hat es zusätzlich betoniert, einige Pflänzchen in Ton eingesargt und die Nematoden sind zu einem großen Teil unten im Anstauwasser angekommen und die die im Substrat dringeblieben sind, den war es nicht feucht genug. Die Mistviecher sind nämlich schon wieder da, diesmal sind es aber wirklich waschechte Trauermücken, sie kleben an den Gelbstickern, aber diesmal mache ich das mit BioMükk, mit Nematoden ist mir das auf Dauer zu teuer und vor allem zu unflexibel, weil man die nicht augenblicksgenau zur Verfügung hat - eben weil man sich mit den Nematoden nicht bevorraten kann.

 

Viele Grüsse

Peter

Bearbeitet von Peter S.
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Es könnte sein, dass ich hier irgendwie über meine eigenen Denkspiele stolpere - mein Physikunterricht ist ja auch mittlerweile über 50 Jahre her ;)

Hallo Peter,

 

ich denke, mit dem Zitat hast du selber am besten dein Problem beschrieben, du machst dir viel zu viele (theoretische) Gedanken und verkomplizierst meiner Meinung nach dein neues Hobby viel zu sehr.

 

Das mit dem Bewässerungsrohr bringt (wie du selbst erkannt hast) selbstverständlich nur etwas bei komplett geschlossenen Behältern, üblicherweise wird das bei Moorkübeln und -beeten eingesetzt, um die verborgenen Wasserspeicher aufzufüllen, ohne das Substrat zu verschlämmen. Das ist aber auch max, nur ein oder zwei Jahre notwendig, dann kann man die Rohre raus ziehen, da sich die Oberfläche dann soweit formstabil verhält, wenn du z.B. mit einer Gießkanne samt Brauseaufsatz darüber gehst. Meine Bewässerungsrohre in meinen Kübeln benutze ich schon seit Jahren nicht mehr, einfach mit der Gießkanne drauf, bis es ordentlich gluckert und das Teil voll ist. Macht auch den Pflanzen nicht das geringste aus und das Sphagnum freut sich umso mehr.

 

Deine Drainageschicht bringt dir auch nichts in den Töpfen bzw. bewirkt nur kontraproduktives, dadurch verhinderst du ja gerade die Wasseraufnahme deines Substrates, im Bau nennt man so eine grobkörnige Unterlage (z.B. unter einer Sohlplatte) auch kapillarbrechende Schicht. Drainage ist nur in geschlossenen Gefäßen notwendig (z.B. einem Kugelglas mit freier Bepflanzung), wo du nur von oben gießen kannst und wo gleichzeitig nicht zu hoher Wasserstand geduldet wird. Das ist sozusagen ein Notpuffer, wenn du aus Versehen mal zuviel gegossen hast oder es draußen zuviel geregnet hat. Ansonsten braucht das kein Mensch. Alternativ dient sie bei kleinen Outdoorkübeln (z.B. Balkonkästen) noch als Wasserspeicher, wobei da z.B. Joghurtbecher o.ä. wesentlich besser geeignet sind, da dort mehr Wasser gepuffert wird.

 

Jeder Topf, der über Anstau bewässert wird, bitte ohne Drainage! Und Dochte sind ebenfalls völlig überflüssig!

 

Generell denke ich, du machst dir viel zu viele Gedanken über deine Pflanzen. Die brauchen doch letzten Endes nur das, was alle Pflanzen brauchen, Licht, Luft und Wasser. Klar ist es bei uns ein anderes Substrat (Torf halt) und eben nur Regenwasser und davon auch noch etwas mehr als bei anderen Pflanzen, aber das ist im Grunde genommen auch schon (fast) alles an Unterschieden zu normalen Zimmerpflanzen oder den Kakteen deiner Frau. Achso, ja, kein Dünger, aber das ist ja nun wirklich keine besondere Herausforderung. Wenn du sehen könntest, wie stiefmütterlich ich meine Pflanzen (aus deiner Sicht) behandele und wie gut die wachsen, du würdest glatt auf Kakteen umsteigen :-)

 

Ne, im Ernst, ich schaue vielleicht 1-2 mal die Woche nach meinen Drosera, kurz mit dem Finger gefühlt, wie feucht die Oberfläche des Substrats ist, wenn trocken genug, 5 Liter Wasser rein und gut ist. Dann noch ab und an Blüten abknipsen, was abgestorbenes raus ziehen, mal einen Pott entsorgen, mal neue Töpfe mit Samen ansetzen und gut ist. Das dauert pro Woche ca. 1/2 Stunde gesamt. 

 

Einfach alles ein bisschen lockerer sehen, so schwer es einem persönlich auch fallen mag. Das ist mittlerweile zumindest meine Devise und es klappt. Je mehr ich an meinen Pflanzen herumzupfe, je öfter ich umtopfe, desto beschissener geht es ihnen. Die wollen einfach nur in Ruhe wachsen.

 

Ok, das ist jetzt doch etwas ausführlicher geworden als geplant, aber ich hoffe, du kannst mit den Ratschlägen etwas anfangen. 

 

Grüße

 

Wolfgang

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  • 2 Wochen später...

Das Spielchen mit dem Wasserspeicher habe ich immer noch nicht so richtig begriffen. Ich weiß zwar wie das aussieht und habe auch eine visuelle Vorstellung davon, mehr noch, ich habe sogar schon so einen Versuch selbst gestartet. Ich habe nämlich in einem 20-Literkübel vier solche kopfstehenden kleinen Pflanztöpfchen, aber ich kann von außen nicht beurteilen, ob die vier Töpfchen wirklich eine Wirkung haben oder nicht.

 

Der Autor Erich Maier, der das Büchlein "Blühende Mini-Moore für Garten, Terasse und Balkon" geschrieben hat nimmt ja dafür zwar auch u.a. die kopfstehenden Blumentöpfe, aber auch Kanister und Flaschen aus Plastik. Sie wie ich das ersehen kann, bohrt er da bleistiftdicke Löcher oben hinein in die liegenden Behälter. Ok, wenn es regnet und das Wasser dort versickert, sammelt es sich so auch in den Behältern. Soweit leuchtet mir das ein. Bloß wie kommt es denn da wieder raus ?? Ich sehe keine Fotos, wo die Behälter mal beidseitg oder gar 360° rundherum angebohrt wurden. Auch von irgendwelchen Dochten ist da keine Rede, also sind die Behälter auch unten angebohrt ?

 

Bei den kopfstehenden Töpfen oder dem Joghurtbecher ist es ja unten offen und oben haben die auch Löcher. Ok, es läuft von oben rein und dann aber gleich wieder unten raus. Das Wasser bleibt doch dann nur in den Töpfen und Bechern stehen, wenn das Substrat vorher außen rund um die Töpfe total mit Wasser abgesättigt wäre, oder nicht ? Dann kann ich doch das Substrat eigentlich gleich einschlemmen, auch ohne die Behälter ?

 

Und wenn schon diese Behälter - wäre es dann nicht sinnvoll, wenn die Wasserspeicher von oben gleich ein Einfüllrohr hätten, in das man solange Wasser einfüllt, bis es im Einfüllstutzen stehen bleibt und man sich dann sicher sein kann, dass der Rest auch vollgesogen und eingeschlemmt ist ? Einen Wasserstandsanzeiger in das Rohr und solange, der noch was anzeigt, ist das Substrat ausreichend naß.

 

Ich will in einen größeren Pflanzkasten (ca. 25-30 Liter) einen solchen Wasserspeicher ingestalt zweier länglicher schmalen 2,5 Literflaschen in das Substrat einbringen, weil ich eigentlich erreichen will, dass mir der Kasten auch im Urlaub bei bis zu 18 Tagen nicht zu trocken wird, selbst wenn ich niemanden habe, der ab und an mal gießt.  Vor muß es jemand sein, der sich dann auch an die vereinbarte Regel hält, kein Leitungswasser zu benutzen - dann nämlich lieber gar nicht.

 

Im Winter bleibt der Kasten nicht draußen, d.h. er friert nicht durch. Muß ich in die Flasche oben oder unten die Löcher rein bringen, oder auf beiden Seiten ? Und wieviel etwa - die ganze Flasche durchlöchern, wie ein Sieb oder reichen 5-10 kleine Bohrungen ? Bei einem liegenden Wasserspeicher, wie einer viereckigen Flasche, macht man dann ob als "Wasserfänger" mehr Bohrungen rein als unten, dort vielleicht nur wenige Bohrungen für die mögliche Angabe des Wassers an das Substrat ?

 

Den einzigen Vorteil, wirklichen den ich allerdings in diesen Vorratsbehältern in meinem Pflanzkasten sehe würde - sie sparen Substrat, denn diese zwei 2,5 Liter-Flaschen voll Wasser, das sind fünf Liter "Raum" für die man eben kein Substrat braucht. In einem 25-Liter-Kasten sind das immerhin 20 % Torfersparnis. Ansonsten - wo ist der Unterschied für die Pflanzen und deren Wachstum, ob ich die 5 Liter Wasser vorm Urlaub in den Flaschen bereit liegen habe oder ob ich sie in einen Kasten ohne Flaschen mit ins Substrat kippe, bis das Moor richtig durchgeschlemmt ist ?

 

 

Gruß

Peter

Bearbeitet von Peter S.
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Nicky Westphal

Hallo Peter,

 

die Wasserspeicher sollten nicht nur oben angebohrt werden, sonder rundum! Das jetzt das Wasser bis zur füllhöhe ans Substrat abgegeben wird ist auch klar! ur hat eben Torf die Wirkung das Wasser noch höher zu transportieren auch wenn jetzt in den Speichern nur noch ein paar Zentimeter Wasser stehen. Durch die Speicher hast du eben einen gewissen Puffer, der nach & nach Wasser ans Substrat abgibt.

Ein Füllrohr ist bei Kübeln oder im Moorbeet immer zu empfehlen, da durch das alleinige Bewässern von oben, sich das Substrat verdichtet.

 

Also, wenn du einen Kübel anlegen willst, umgedrehte, allseitig angebohrte Töpfe rein. wenn möglich gleich mit Rohren untereinander noch verbinden. 2 Rohre zum Auffüllen und entlüften der Speicher nicht vergessen. Die Löcher in den Töpfen sollest du mit witterungsbeständigen aber wasserdurchlässigem Vlies abdecken. Die untersten Zentimeter im Kübel kannst du auch mit Seralis oder sowas auffüllen, die verteilen das Wasser gleichmäßiger und du hast noch ein wenige mehr Puffer. Darüber packst du dann das Substrat und fertig ist der Spaß!

Der Unterschied liegt nicht nur in dem geringeren Verbrauch von Torf, sondern auch das du wesentlich seltener Wasser nachfüllen musst. Das Wasser in den Speichern hällt das Substrat auch an heißen Tagen, sicher eine ganze Weile feucht. Ohne Speicher müsstest du da wohl jeden Tag mit der Gießkanne ran!

 

Für deinen 30l Kübel, würde ich dir zu mehreren Vierkanttöpfen oder sowas wie nen Balkonkasten, als Wasserspeicher raten. Du kannst da ruhig die ganze Grundfläche ausnutzen, je mehr Speicher du hast umso besser ist das. Natürlich bruachst du auch ein paar Stellen, wo das Wasser ins Substrat übergehen kann. Bringt also nichts, wenn du auf beispielsweise 30x30cm einen Wasserspeicher von 29x29cm einsetzt, da wären dann 4x 12x12cm Vielkranttöpfe als Speicher passen.

Für meine Kübel, die du ja kennst, kabe ich in den 30x30cm Kübeln (nach unten etwas verjüngt) einen Topf 16x16 als Wasserspeicher drin, der reicht da vollkommend aus.

 

Grüße Nicky

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partisanengärtner

Ich sehe bei dem Wasserspeicher mehrere Effekte. Die reine Wassermenge die da Platz hat bevor es überläuft ist größer.

 

Wenn Wasser reinströmt hat erstmal mehr davon im Kübel Platz um dann über einen längeren Zeitraum vom Substrat aufgenommen zu werden. Sonst würde ein großer Teil ungenutzt auf der Oberfläche aus dem Kübel rausfließen, da es nicht so schnell vom Substrat aufgenommen wird. Gerade wenn es schon etwas trockener ist nimmt es ja nicht so optimal Wasser auf. Da ja auch die Luft im unteren Bereich dann erst mal eingesperrt wird.

 

Aber auch die Gefahr von schädlichen Gasen im tieferen Bereich durch anaeroben Abbau ist geringer.

Wer schon mal einen alten Moorkübel ohne Wasserspeicher umgekippt hat kennt den Unterschied. Auch in Aquarien kennt man das gut. Wobei die Wasserpflanzen meist damit zurecht kommen da sie Sauerstoff mit den Wurzeln nach unten bringen können.

 

Was davon im Wasser gelöst ist kann über den oberen Bereich des Wasserspeichers zwischendurch ausgasen. Du vermeidest also die schwarzen toten Bereiche im Substrat. In der Natur wird das von kräftigen Gräsern und anderen in den anaeroben Bereich wurzelnden Pflanzen mit Sauerstoff versorgt werden.

 

Bei einer natürlichen Schichtung sind durch die Struktur von dem hochwachsenden Sphagnum und den Grasbulten solche Zonen tiefer. Auch so ein Kübel ist nun mal ein ziemlich beschränkter Raum.

 

Wenn Du allerdings unten im Topf / Kübel einen Ablauf hast macht das gar keinen Sinn.

Bearbeitet von partisanengärtner
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