Guest Jojoce Posted January 6, 2015 Posted January 6, 2015 Hallo. Ich bin neu hier, und wollte mal eine Frage stellen zur Winterruhe. Betrifft meine Venusfliegenfalle. Ist eine Winterruhe bei 17 * eigentlich möglich, oder muss ich sie in den Keller (7 - 10' ) stellen. Jojoce
partisanengärtner Posted January 6, 2015 Posted January 6, 2015 17 Grad ist auf jeden Fall keine Winterruhe. Ist es im Keller hell? Sonst ist das sicher auch zu warm.
Thomas M. Posted January 6, 2015 Posted January 6, 2015 Hi, also optimal sind 5 - 10 °C. Meine überwinter ich immer bei so etwa 10 °C, da es kühler nicht ging, aber das funktioniert super. Man muss nur auf genügend Licht und Lüftung achten, sonst kanns leicht anfangen zu schimmel. Thomas
sturmone Posted January 7, 2015 Posted January 7, 2015 Wozu genau braucht eine in der WInterruhe befindliche VFF Licht? Kenne viele, die sogar im Kühlschrank überwintern lassen, was überhaupt kein Problem ist... Also zum überwintern sollte es kühl sein (ca.5 °C) und ob hell oder dunkel ist der Pflanze dann sehr egal...
Nicky Westphal Posted January 7, 2015 Posted January 7, 2015 (edited) Hallo Sturmone, ganz einfach zur Photosynthese. Erst ab Temperaturen unter 5° wird kein Licht mehr benötigt! Bei der Kühlschrankmethode werden glaube nur die Rhizome überwintert und selbst da habe ich auch schon von Ausfällen gehört, die wohl auf Vergammeln durch fehlendes Licht bei zu hohen Themperaturen zurückzuführen sind. Sind die Themperaturen niedrig genug, ist es den Dios sicher egal. Im Grenzbereich ist Licht sicher kein Fehler, zudem reduziert ein heller Standort das Risiko von Schimmelfefall! Wie überwinterst du denn deine Dionaea? Grüße Nicky Edited January 7, 2015 by Nicky Westphal
Thomas M. Posted January 7, 2015 Posted January 7, 2015 (edited) Wenn Du im Kühlschrank überwinterst machst Du das aber dann auch kühl genug und zusätzlich ohne Substrat. Ich habe leider aktuell nur die Möglichkeit, bei etwa 10 °C zu überwintern. Da betreiben die Pflanzen noch Photosynthese. Zudem halt ich von der Kühlschranküberwinterung nichts (was man allerdings sicher eh nur macht, wenn man nur eine Hand voll Pflanzen hat). Edited January 7, 2015 by Thomas M.
Andreas Peschel Posted January 7, 2015 Posted January 7, 2015 Hallo die Kühlschrankmethode hab ich nur 1x ausprobiert da gar keine Möglichkeit bestand die Dios anderweitig unterzubringen (entweder zu warm und zu dunkel, oder hell aber zu frostig). Hat sehr gut funktioniert im Gemüsefach ....austopfen.....das gesamte Substrat abmachen/waschen.....alle Fallen mit Beute und auch alle alten abschneiden.....habe nur die ganz frischen drangelassen........Wurzelwerk in feuchten Zellstoff o. ä. wickeln .......in Plastiktüte verstauen und gut verschließen(hatte so eine "Zippertüte"). Dann natürlich nicht vergessen so mal alle 1-2 Wochen nachschauen(macht man ja automatisch außer da ist nix essbares drin :lol: ) da doch ab und zu mal etwas abstirbt..dann einfach einkürzen. Hab sie damit gut über den Winter bekommen.......nur durfte ich das nicht noch mal, außer ich hätt dann einen extra Kühlschrank für die Dios gekauft :coldb: Wichtig ist wirklich das da kein "Futzelchen" Substrat mehr dran ist. gruß Andreas
Nic Brown Posted January 7, 2015 Posted January 7, 2015 Hey Andreas, hab nen paar Fragen zur Überwinterung im Kühlschrank, vielleicht kannst du mir da mit deinen Erfahrungswerten weiterhelfen... Hast du nur die Fallen abgeschnitten oder das ganze Blatt eingekürzt? Wie verhält sich das mit sehr jungen/kleinen Pflanzen, hast du die auch in den Kühlschrank gepackt und gab es Ausfälle? @Thomas: Ist nur ne Frage des Aufwands. Man kann auch 100 Dios austopfen und in einem seperaten Kühlschrank unterbringen, ist jedoch mit ner Menge Arbeit verbunden. Danke und Grüße Nic
Andreas Peschel Posted January 7, 2015 Posted January 7, 2015 Hallo Nick hab alles abgeschnitten bis nur noch gesundes Gewebe(vorrangig die Fallen, wenn´s nicht anders ging auch den Stiel) da war, die ganz alten fallen kann man auch vorsichtig abbrechen am Rhizom ganz Kleine Dionea - Sämlinge kannst du auch den ersten Winter durchkultivieren hatte ca. 20 Stk und es gab kein Ausfall...wie schon gesagt beim Einlagern muss alles sauber sein, den Zellstoff auch nur mit dest. Wasser nassmachen und die Kühlschranktemperatur auf 4 °C halten dann wächst auch nicht´s PS: bei 100 Stk hätt ich die ersten schon wieder eintopfen können bevor die letzten im Schrank verschwunden wären :cool: gruß Andreas
Andreas Peschel Posted January 7, 2015 Posted January 7, 2015 (edited) in diesem Jahr überwintere ich einen Teil der Dios im Moorbeet. Zur Zeit ist dort alles geflutet und auch die Dionaea stehen unter Wasser, das ist ein Versuch, da bei uns Schnee recht selten dafür eher Kahlfrost ist und es teilweise immer wieder taut und friert. Ob die Unterwassermethode ok ist werd ich dann im Frühjahr sehen (bei zuviel H2O noch im März werd ich ein Teil dann ablassen) Alles was mir "lieb und teuer" ist, ist natürlisch im Gewächshaus :cigar: grüße Edited January 7, 2015 by Andreas Peschel
sturmone Posted January 9, 2015 Posted January 9, 2015 Ich überwintere bei 5-10°C im dunklen Raum und es klappt jedes Jahr ohne Ausfälle...mit dem bisschen Licht, was im Winter ankommt, machen die auch keine Photosynthese mehr...sie sind einfach in Winterruhe. Auch Kunstlicht würde zu keinen besseren Effekten führen.
partisanengärtner Posted January 9, 2015 Posted January 9, 2015 (edited) Bei 5-10 Grad leben sie von den Reserven. Wenn es eher an die 10 Grad oder darüber ist beginnen sie zu treiben auf der suche nach Licht. Je kälter umso weniger Energie verbrauchen sie. Aber sie halten schon ganz schön viel aus, wenn man nicht gerade besonders schwächliche Klone hat. Bei ausreichend künstlicher Beleuchtung betreiben sie auch bei diesen niedrigen Temperaturen Photosynthese. Dann werden sie im Frühling schon viel kräftiger sein. Edited January 9, 2015 by partisanengärtner
Guest Posted January 13, 2015 Posted January 13, 2015 (edited) Wenn ich das hier mit den Temperaturen lese, dann kann ich ja meinen Kasten mit den VFF gleich auf den Kompost tragen, bei den Temperaturen, die dieser Winter beschert. Meine VFF sind zur "Winterruhe" auf dem Balkon, nur das wissen die nicht und der Winter, der weiß das wohl auch nicht, denn heute hatten wir mal wieder 18°C, gestern 14° und das was hier vorausschauend als Winter angekündigt ist, kann des Nachts mal Null oder ein Grad werden, mehr nicht. Heißt das jetzt also, dass ich die VFF dann im Frühjahr so oder so wegschmeißen werde ? Dann kann ich sie ja gut auch jetzt entsorgen und den Kasten mit neuem winterharten Saatgut bestücken. Was mich aber stutzig macht - wenn die VFF wirklich so heikel sind, wie man fast überall liest, wieso sind sie dann jedes Jahr im Handel die meist angebotenen Karnivoren ? Man hat in den Baumärkten zweitweise den Eindruck, dass gerade die VFF zu tausenden auf Käufer warten - mal jetzt abgesehen von der Qualität. Ich muß sagen, mir tuts ja auch leid um die Pflanze, zumal sie für meine Enkel die Karnivore schlechthin ist - denn sie hat ein Maul und sie hat Zähne haben die Kleinen festgestellt - aber wenn ich sie sowieso nicht durch den Winter kriege, bzw. sie dann im Frühjahr nicht mehr aus der Hocke kommt, dann muß ich bei dem gegenwärtigen Klima auch nicht mehr mit dieser Pflanze sinnloser Weise das Überwintern üben. Kühlschrank fällt von vornherein aus, das läuft mit meiner Frau nicht. Zur Zeit sehen meine Pflanzen ja sogar noch relativ gut aus, richtig grün, innen rot, nur sehr wenig schwarz, ich schneide aber auch immer gleich alles ab, was da fault. So wie sie aussehen, haben die sich noch gar nicht zur Winterruhe begeben. Es gab in diesem Winter mal drei/vier kalte Tage, das war der Winter und die VFF haben das da wohl nicht mitgekriegt. Wenn das aber alles nur "Schein" ist und ich von vornherein davon ausgehen muß, dass ich sie im Frühjahr nicht mehr zum Laufen kriege - warum soll ich sie dann weiter durch schleppen ? Übrigens die Pflanze kommt doch aus Florida (Miami, Hollywood, Everglades), wo kommt denn da der Winter her ? Fahren dort die Leute nicht hin, um in anderen Gegend dem Winter zu entkommen .... :dntknw: Gruss Peter Edited January 13, 2015 by Peter S.
romero Posted January 13, 2015 Posted January 13, 2015 (edited) Lieber Peter, nachdem ich nun schon eine Dekade mit der Überwinterung von VFF beschäftige, kann ich dir die Panik hoffentlich etwas nehmen: Die momentanen (warmen) Temperaturen werden deine Pflanzen nicht umbringen. Ähnliche Temperaturen hat es zur Zeit auch in und rund um Wilmington, der "Heimatstadt" von Dionaea. Mehr Sorgen würde ich mir da schon wegen der wirklich kalten Nächte einerseits und schnellen und heftigen Temperaturwechseln andererseits machen, sollten sie dir denn auch mal beschert sein. Das Problem: Tagelanger Dauerfrost kann das Substrat der Pflanzen in Töpfen, Balkonkästen oder gar im Moorbeet dermaßen "durchfrieren", dass die Pflanzen regelrecht verdursten. Darum würde ich mir für deine Pflanzen, sollte es denn richtig kalt werden (und für Topfpflanzen reichen schon einige Minusgrade) entsprechend schützen. Du könntest die Töpfe/Balkonkästen oder was auch immer mit einigen Schichten qualitativ hochwertigem Vlies umwickeln und dieses dann natürlich wieder entfernen, sobald es wieder wärmer wird. Dass es Karnivoren wie die VFF oder auch Sarracenia im Winter trockener mögen, ist in diesem Fall ein Trugschluss. Es macht schon Sinn warum etwa Andreas seine Pflanzen flutet, darum auch im Winter entsprechend feucht halten. Solltest du die Pflanzen wirklich in Vlies packen, musst du jedoch wirklich den Wetterbericht genau verfolgen - so gut der Schutz bei Kälte ist, längere Temperaturen um 15°C und Sonnenschein könnten deinen Pflanzen ansonsten empfindlich schaden! Wenn sich obige Beschreibung für dich umständlich liest: Anders wirst du die Pflanzen im Topf oder auch im Balkonkasten sehr schwer über den Winter bringen, sollte es wirklich nochmal richtig kalt werden. Von allen Outdoor-Methoden bietet das Moorbeet einfach die besten Möglichkeiten, die Pflanzen entsprechend zu schützen. Ansonsten würde ich auch eher eine Kultur in einem kühlen/hellen Raum, Kühlschrank oder natürlich Gewächshaus empfehlen. Zur Kühlschrankmethode: Diese teste ich heuer zum ersten Mal an drei Pflanzen, und es scheint bis jetzt tatsächlich zu funktionieren. Ich habe die Pflanzen dazu bis aufs Rhizom zurückgeschnitten, das Substrat entfernt und die "Zwiebeln" in (sauberes!) Sphagnum-Moos gepackt und anschließend in ein Marmeladenglas (bzw. sagt man in D ja Konfitüre gepackt. In der Gemüselade hat es durchgehend ca. 3 °C, was den Pflanzen sehr gut zu bekommen scheint und die Gläser stören nicht wirklich. Grüße, Romero Edited January 13, 2015 by romero
Nicky Westphal Posted January 13, 2015 Posted January 13, 2015 (edited) Hallo Peter, was soll der Pessimismus? Solange deine VFF gut aussehen musst du dir doch diese Fragen gar nicht stellen! Was den Winter angeht, mögen die es eher kühl und nicht frostig. VFF sind ja auch nur bedingt winterhart. Einen kühlen milden Winter überstehen die wohl eher als dauerhafte -20°. Die milden Winter der letzten Jahre kommt der Outdoorkultur in unseren Breitegraden entgegen! Es steht nirgendwo geschrieben, das es am Naturstandort sibirische Winter gibt! Also, lass einfach alles wie es ist! Bei zu starken Frösten müsstest du sie halt sogar etwas schützen! grüße Nicky Edit: peter, entschuldige meine etwas kurze und vieleicht auch pbertriebene Antwort. Ich war gerade auf dem Sprung. Was ich dmait sagen wollte ist, eine Winterruhe hat nicht unbedingt etwas mit sehr niedrigen Temperaturen zu tun.Licht/Tageslänge spielen da genauso eine Rolle.Die Freilandkultur in unseren Breitengraden ist mit Sicherheit nicht die günstigste Methode.Dauerhaft starke Fröste sind da gefährlicher als die milden Winter. Natürlich ist ein ständiges Einfrieren und wieder Auftauen auch nicht gerade optimal. VFF tollerrieren zwar Minusgrade und je abgehärteter sie sind, umso besser kommen sie auch mit Temperaturen zurecht, die in unseren Wintern eigentlich üblich sind. Eine kühle Überwinterung kommt den naturlichen Bedingungen wohl an nächsten auch wenn dort zeitweise Frost herrscht, nur sind dort Temperaturen um die -20° eher eine Seltenheit. Eine Überinterung im Kühlschrank ist auch nur eine Alternative, wenn man keinen kühlen Platz zur verfügung hat und damit die nicht in der Dunkelheit austreiben, sollten dabei die Temperaturen unter 5° sein. Wenn die also jetzt draussen weiterwachsen, dürfte das unproblematisch sein. Winterruhe bei Dionaea heisst ja nicht, das die oberirdisch koplett absterben müssen. Bei milden Temperaturen wachsen die halt langsam weiter. Da desshalb zu befürchten, das die dann später eingehen,ist wohl kaum zu erwarten. Das passiert eher, wenn die mit zu wenige Feuchtigkeit einfrieren! Edited January 13, 2015 by Nicky Westphal
Garon84 Posted January 13, 2015 Posted January 13, 2015 Hi Peter , es heißt ja jetzt nicht das die VFF unbedingt immer nur unter 10 grad Temperatur haben muss , damit sie im Frühjahr wieder kommt. Ich überwinter meine in meinem nicht geheizten anbau ,wenn du sehen willst ob die Pflanze ruht, dann versuch es an den Fallen . Ich meine gelesene zuhaben, dass der fangmechanismus der VFF in der Winterruhe aussetzt und das hab ich bei meinen auch ausprobiert, die klappen wirklich nicht mehr zu . Aber vielleicht kann mir das ein Experte genauer erklären und es hat nichts mit der Kälte zu tun . Gruß Sascha
Schdäff Posted January 13, 2015 Posted January 13, 2015 Hallo Peter, Romero hat da völlig Recht. In freier Wildbahn geht`s ihnen auch nicht anders. Ich würde auch die Töpfe in Wintervlies packen, alles in eine Wanne und stark im Anstau halten. Wenn es sehr kräftig aufwärmt, machst du das Paket mal auf zum Lüften und giesst frisches Wasser. Wenn es wieder gefrieren könnte, pack alles rechtzeitig wieder ein. PS: der Bestand in Florida ist eingeschleppt worden. Und Hollywood gehört zu Los Angeles :thumbsup:
Guest Posted January 13, 2015 Posted January 13, 2015 (edited) Naja gut, ich lasse sie leben, ihr habt mich überzeugt, mit dem Frostschutz habe (hatte) ich alles in Styropur eingepackt, evtl. hilft das schon. Bei Frost, so er kommen sollte geht schnell wieder anzulegen, im extremsten Falle - aber an so einen Frost glaube ich nicht mehr, minus 23 ° hatten wir hier mal vor Jahren - kommen die Töpfe vorübergehend in den Keller und werden beleuchtet. Austrocknen lasse ich die Kästen und Töpfe auch nicht, der derzeitige Wind tut das nämlich schon extrem. Von dem Spruch, sie im Winter gar nicht zu gießen, halte ich auch nicht viel. Vielleicht bei Frost, ok, aber so wie jetzt ? Da habe weiter gegossen. Gibt es Hollywood zweimal ? Google findet es nördlich von Miami. Aber ich sehe, die Amerikaner haben da ja auch Sankt Petersburg. Asterix hatte schon recht, als er sagte: Die spinnen, die ...... http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/00/Map_of_Florida_NA.png Gruss Peter Edited January 13, 2015 by Peter S.
Nic Brown Posted January 13, 2015 Posted January 13, 2015 Hallo zusammen, ihr habt beide Recht Gibt sowohl an der Ost- wie auch an der Westküste ein Hollywood. Das bekanntere von beiden ist das an der Westküste, welches zu Los Angeles gehört. @Peter: Das wird schon. Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass die Pflanze auch ohne ausgeprägte Winterruhe im nächsten Frühjar neu austreibt. Habe meine früher aufgrund Unwissenheit einfach neben einer Funzelslampe durchkultiviert. Ob und welchen Einfluss das auf die Lebensdauer hat kann ich allerdings nicht sagen. Sieht aber alles noch sehr vital aus.... Viele Grüße Nic
Guest Posted January 13, 2015 Posted January 13, 2015 (edited) Hallo Peter, irgendwie verstehe ich deine Aufregung nicht. Was mich aber stutzig macht - wenn die VFF wirklich so heikel sind, wie man fast überall liest, .............. Wo bitte liest du denn überall? Bei Facebook, Twitter oder irgendwelchen Blogs? Hier in unseren Forum meines Wissens jedenfalls nicht. D. muscipula kommt bekannterweise aus North Carolina, USA. Wie da die Temperaturverläufe über das Jahr gesehen sind, lässt sich innerhalb von 5 Minuten über das Internet recherchieren. Und da steht nichts von 2 Monate Kahlfrost oder Bergen von Schnee bei durchschnittlichen Außentemperaturen von - 20° C oder so. Wie kommst du denn eigentlich überhaupt auf die Idee, deine Pflanzen vorsorglich schon mal zu kompostieren, nur weil es gerade für die Jahreszeit zu warm ist? Ich hatte es in irgendeinem Thread schon einmal geschrieben, mache dein Hobby doch nicht komplizierter, als es ist. Das sind Pflanzen, die können Schwankungen ab (sonst wären sie in freier Natur schon lange ausgestorben) und wenn mal was abschmiert, dann ist das eben so, shit happens. Versuche einfach mal ein wenig mehr mit Gefühl und gesundem Menschenverstand daran zu gehen als immer nur mit irgendwo im Internet oder Büchern gelesenen Dingen. Gruß Wolfgang Edited January 13, 2015 by Wolfgang Liere
Guest Posted January 16, 2015 Posted January 16, 2015 Dass es da in Florida aber Kaltphasen geben muß, das zeigte sich mir vor Jahren schon bei der Zucht des kleinen Schwarzbarsches Elassoma evergladei. Der kam nicht über ein Jahr, wenn er nicht eine Kaltphase im Keller am Fenster bekam, - so etwa drei Wochen - in der die Tiere nur sehr wenig fraßen, eigentlich fast gar nichts - und dann starteten die kleinen Kerle wieder durch. Andere Züchter, die die Sonnenbarsche im Teich hatten ließen sie einfrieren und hielten mit einem Durchlüfter nur einen Teil der Oberfläche des Teiches wegen dem Luftaustausch bei. Aber die Tiere standen dort auch wochenlang in Temperaturen von ein bis vier Grad. Ohne die Kaltphase laichten die auch nicht mehr. Wenn ich aber die Lage der Everglades sehe - bis nach Havanna ist es ja nicht mehr weit oder mal auf den Gradlinien der Erde weiter um den Globus gehe, dann kratzt das fast an die Lage von Hawai - da frage ich mich, wo die Ecke dort die kalte Zeit her holt. Ich hätte gedacht, dass es dort keinen Winter gibt. https://www.google.de/search?q=Elassoma+evergladei&client=ubuntu&hs=QQg&channel=fs&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=Xp24VMy8M8nqOLHygdgG&ved=0CCIQsAQ&biw=1920&bih=922 Das auch nicht ganz Plausible an der Sache, es gibt mehrere Arten dieser kleinen Schwarzbarsche, fast alle aus den Everglades. Die einen brauchen eine Winterruhe, die anderen nicht. Die einen tummeln sich bei 30° Wassertemperatur und laufen da richtig zur Höchstform auf, die anderen kümmern vor sich hin, wenn es wärmer wird wie 20°C. Gut, man kann nicht alles wissen und muß nicht alles begreifen Gruss Peter
Nicky Westphal Posted January 16, 2015 Posted January 16, 2015 Hallo Peter, naja, das ist doch einfach je weiter weg ein Standort vom Äquator entfernt ist umso größer sind da auch der Unterschied zwischen Sommer & Winter. Dabei spielen natürlich verschiedene Höhenlagen auch eine Rolle, aber priniziell, ist es in Gebieten mit verkürzter Wintertageslänge auch deutlich kälter wie im Sommer. Dementsprechend solltes du auch bei der Kultur die Tagelänge annähernd anpassen. Ob jetzt eine (Winter)ruhephase -5°, 0°, 5° oder 15° ist kommt dann einfach auf das Gebiet an woher die Pflanzen stammen. Man sollte diese Werte vom Naturstandort auch nicht als gegeben betrachten, diese obliegen ständigen Schwankungen, die auch von den Pflanzen tolleriert werden. Wenn ich natürlich eine Pflanzen aus einer Gegende hernehme, wo die niedrigsten Temperaturen vieleicht auf 0° sinken und ich die in für Wochen Dauerfrost aussetze, ist das Ergebnis meist klar. Kurzzeitige Fröste werden diese Pflanzen aber sicherlich abkönnen. Viele afrikanische Drosera überleben beispielsweise kurze Frostperioden unbeschadet. Also Peter, es sind alles Pflanzen, die standortgebunden sind und einfach den klimatischen Schwankungen anpassen müssen und auch einen gewissen Tolleranzbereich haben. Deine Fische können sich bewegen und sich nach Bedarf in kühlere Wasserschichten zurückziehen, was natürlich im Aquarium nicht möglich ist! Grüße Nicky
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