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wächst 6 Meter/Jahr und frißt Fleisch


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Hallo, was ist denn das hier:

http://www.ebay.de/itm/Gespensterblume-fleischfressend-wachst-3-6-Meter-Jahr/221198659095?_trksid=p2047675.c100005.m1851&_trkparms=aid%3D222007%26algo%3DSIC.MBE%26ao%3D1%26asc%3D27681%26meid%3D46a146355a474a958e91852381eea793%26pid%3D100005%26rk%3D2%26rkt%3D6%26mehot%3Dpp%26sd%3D170733820946&rt=nc

Hat jemand so etwas? Reißerischer Titel - Gespensterblume, fleischfressend, wächst 3-6 Meter im Jahr das erinnert mich an den Film - Adele hat noch nicht genachtmahlt

 

Innerhalb weniger Monate hat sich Ihre Wohnung total verändert. Sie erhalten 5 Samen der südamerikanischen Gespensterpflanze. Es handelt sich um eine Zimmerpflanze, die unglaublich schnellwüchsig ist und in einem Jahr eine Länge von 3 bis 6 Metern erreicht. Es ist eine Kletterpflanze die sich durch die Wohnung rankt. Zudem liebt sie es sehr schattig, was ein Vorteil für eine Zimmerpflanze ist. Sie hat riesige braun-weisse Blüten, bei denen man sich erschrecken kann, daher auch der Name.

 

Wächst 3-6 Meter pro Jahr, verändert die Wohnung völlig und frißt Fleisch, das Katzenvieh, das einen schon immer nervte, ist dann plötzlich weg und Nachbars Hund, der immer tagsüber bellt, der wird auch gleich verfüttert :cool:

 

und hier erwähnt keiner so etwas Tolles !?

 

ist doch nicht möglich. Niemand hier hat so etwas in Pflege ?

 

Nun hier bei Ebay eine Karnivore an, die 6 Meter groß wird und meine Wohnung verändert ... :wallbash:

Wäre das nicht mal was für die wöchentliche Sonntags-Auktion ? Eine Karnivore, bei der man anbauen und erweitern muß, die man am besten in einen Käfig steckt, damit sei einem nicht die Kinder frißt ? So etwas nenne ich Action ! :laughing:

 

Gruss

Peter

 

Was mich aber eher und ernsthafter interessiert: in sehr alten Reiseberichten wird von fleischfressenden Bäumen geschrieben, denen auf Madagaskar angeblich Menschen geopfert wurden. Chase Salmon Osborn berichtet in seinem Buch "Madascar Land of the Man-Eating-Tree" 1925 vom gräßlichen Tod der Opfer und davon dass man Tage später nur deren bleiche Knochen in den sich wieder öffnenden Kelchen vorfand. Es gibt zeitgleich in Karlsruhe, New York und in Austrtalien Reiseberichte, die den Tod einer Frau beschreiben, die als Mörderin verurteilt in diese Gewächse heinein geworfen wurde. Osborn bezieht sich dabei auf einen Originalbericht von Carl Liche an den polnischen Kurator Dr.Omelius Fredlowski 1878, dieser Bericht wurde auch von Darwin als bare Münze hingenommen.

 

Ist das Spinnerei oder gibt es so etwas, wenngleich auch verkleinert, dass das Bäumchen mal eine Maus frißt oder sowas ? Was ist das für ein Baum auf Madagaskar, riesiger Stamm einem Fichtenzapfen ähnlich, vier große harte dornenbesetzte Blätter, die sich zu einem Kelch formen, wenn sich da etwas drin verfängt, frißt angeblich Wesen bis zur Menschengröße, nach 10 Tagen spuckt es die Knochen aus. Für mich klingt das wie Hollywood mit seinen damaligen Enterprice-Serien. Wenn es so etwas gäbe, würde man dann nicht davon hören, lesen oder im Fernsehen was erfahren ?

Bearbeitet von Peter S.
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Simon Poppinga

Hallo Peter,

Abgebildet beim Angebot ist die strauchartige Aristolochia arborea, die wirds aber nicht sein, eher die kletternden A. gigantea oder A. grandiflora. Das sind keine Fleischfresser, sondern Kesselfallenblumen die ihre Bestäuber temporär in den zu Gleitfallen umgebildeten Blüten fangen. Ist eine ziemlich divese und interessante Gattung, aber was da geschrieben steht ist größtenteils Quatsch.

Die "Reiseberichte" aus Madagaskar sind übrigens auch nicht ganz ernst zu nehmen, auf jeden Fall gibt es diesen menschenfressenden Baum nicht...

Schönen abend

Simon

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Hallo Peter,

 

aber natürlich gibt es all dies Pflanzen und die Berichte entsprechen der Wahrheit!!

Kürzlich wollte ich bei einem mir bekannten Halter einen Ableger besorgen, doch leider habe ich nie wieder etwas von ihm gehört ... Er geht nicht ans Telefon, beantwortet keine Mails mehr ... :dntknw:

 

Gruselige äh Grüße Piesl

Bearbeitet von Piesl
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hallo, 

 

Storys mit Fleichfressenden Blumen, oder Bäumen gibt es seit eh und jeh.

Es brauch nur eine Pflanze einen Käfer fangen, so das sie Bestäubt wird, um aus dieser Pflanze eine Karnivore zu machen. 

Ich finde es ist auch ganz "normal"...diese Storys sprechen von Pflanzen, von deren mann "nichts" kennt, und der Otto-Normal-Einwohner des Lande kann nur durch seine Fantasie eine Antwort bekommen ; wenn es dann auch noch eine aussergewöhnliche Antwort ist, oder besser gesagt eine aussergewöhnliche Fähigheit der Pflanze ist, dann wird die richtigheit dieser Antwort noch bekräftigt...  

 

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Naja, dass da viel Fantasie drin steckt, das ist mir schon klar. Trotzdem aber hätte ich gern mal gewußt, auf was für eine Pflanze sich da die Reiseberichte beziehen, selbst wenn die sich als kleine bescheidene Insektenkillerin erweisen würde. Der Sachverhalt, dass das alles rein aus der Luft gegriffen ist, erscheint mir nicht schlüssig, das ist mir zu einfach.

 

 

Die bekannteste menschenfressende Pflanze soll auf Madagaskar stehen. Im Gefolge von Charles Darwins Beweis pflanzlicher Karnivorie („Insektenfressende Pflanzen“) nur wenige Jahre zuvor errang ein angeblicher Bericht große öffentliche Aufmerksamkeit, von dem ein Stich z. B. auf dem Titelblatt des „Journal des Voyages“ vom 8. September 1878 zu sehen ist.[2] Angeblich seien sie im Jahr 1878 von einem deutschen Forschungsreisenden „Carl Liche“ in einem Brief an einen polnischen Botaniker namens „Omelius Fredlowski“ beschrieben worden und tauchten hauptsächlich in lokalen Legenden der „Mkodos“, einem Volk im Landesinneren, und Missionarsberichten auf. Weder für die Existenz von Liche, Fredlowski, der Mkodos oder des Baums existieren jedoch Belege. In den 1950er Jahren ergaben Nachforschungen von Willy Ley, dass der ursprüngliche Bericht von Carl Liche und auch seine Person selbst eine Erfindung waren.[3][4]

In seinem Bericht ist von der Opferung einer Frau durch die Mkodos die Rede. Nach „Liches“ Angaben wäre der Baum 2,5 m hoch und besäße acht ca. 3,5 m lange Blätter sowie mehrere etwa 1,5 m lange „Fühler“.[5][6]

1881 berichtete das australische Magazin South Australian Register über die angebliche menschenfressende Pflanze in Madagaskar, am 26. September 1920 die US-amerikanische Zeitung The American Weekly in Form eines Interviews mit „Carl Liche“. In den 1920er Jahren waren mehrere amerikanische Forscher und Hobby-Botaniker, wie Chase Osborn, ehemals Gouverneur von Michigan, erfolglos auf der Suche nach dieser Pflanze.

 

der Herr Ley, der den Schwindel aufgedeckt hat - lt. Wikipedia - war bis zu seinem Tod im Jahr 1969 einer der meistgedruckten  Science-Fiction-Autoren. Dass er von 1927 bis 1934 als Autor für fantastische Raumfahrtberichte im Kreise der Leute um den damaligen Wernher von Braun für die Raumfahrt-Idee warb, das ist das eine, dass er dann den Berater für die Frau im Mond und nach 1937 für Hollywoods utopische Sciense-Fiction-Filme als Berater und Ideengeber wirkte ist die andere Seite.

 

Also heißt das jetzt, dass es einen solchen Baum gar nicht gibt, weder im Aussehen, noch als Karnivore oder Nicht-Karnivore ? Ein reines, aus den Fingern gesaugtes Hirnprodukt, von einem Mann, den es obendrein nicht gibt. Da müßte ja auch das Interview 1881 in Australien von einem Mann gegeben worden sein, der sich als Carl Lich ausgab, der es aber nicht war ... Dazu dann die beiden Doktoren und der Professor auch erfunden und damit es ganz dick wird, gleich noch ein negroides Naturvolk dazu ausgedacht, denn die Mkodos, die gibt es ja auch nicht ...

 

- das ist schon ein echt starkes Stück, da waren ja unsere falschen Doktoren im Bundestag richtige Chorknaben dagegen.

 

Schade, ich hätte gern mal gewußt, was für eine Pflanze den Anstoß für so eine fantastische Spinnerei gab. Alles, was ich gefunden habe, klingt so, als ob hier die unschuldige Bananenstaude dafür Pate gestanden hat.

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Nicky Westphal

Hallo Peter,

 

ich denke, da ist deiner Phantasy keine Grenze gesetzt!

 

Mal so aus dem bauch heraus, würde ich auf Nepenthes tippen. Aus einem, in einer Kanne, ertrunkenem Affenbaby, ist schnel ein Menschenopfer gemacht!

 

Grüße Nicky

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partisanengärtner

Es gibt einige ziemlich gefährliche Pflanzen in den Tropen. Stark nesselnde wie zum Beispiel der Brennnesselbaum http://de.wikipedia.org/wiki/Australische_Brennnessel

da gibt es soweit ich mich erinnere einige auch nichtverwandte Arten die unter Umständen auch tödlich sein können.

Die mit sehr fiesen bis 25 cm Stacheln besetzten Stachelpalmen http://de.wikipedia.org/wiki/Stachelpalmenoder die Bäume wie die Bombacaceae-Wollbaumgewaechse die sich am ganzen Stamm mit Stacheln besetzt sind und in Abenteurerromanen gern als Marterinstrumente fiktiver Eingeborener auftauchen  können für solche Gechichten durchaus als Quelle erweisen.

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die Pflanze im Ebay-Angebot ist die Aristolochia arborea, die anderen beiden haben andere Blüten

hier die A.gigantea

und hier die A.grandiflora

 

hier paar Bilder von der A.arborea, die sieht nicht uninteressant aus, vielleicht kriege ich damit meine Frau mal wohlwollender in die Nähe der Karnivoren ?

 

http://xenoflora.com/wp-content/uploads/2014/02/Aristlochia-arborea-2-e1391321384782.jpg

http://xenoflora.com/wp-content/uploads/2014/02/Aristlochia-arborea-4.jpg

http://xenoflora.com/wp-content/uploads/2014/02/Aristlochia-arborea-3.jpg

http://images.fotocommunity.de/bilder/baeume/blatt-bluete/aristolochia-arboreadie-baumartige-pfeifenblume-bildet-kuriose-kesselfallen-blueten-21c5978d-f38c-426b-b5a0-4804e193e0ab.jpg

und in viereckigen Karnivorentöpfchen wächst sie auch (zumindest am Anfang) :yes:

http://xenoflora.com/wp-content/uploads/2014/02/Aristlochia-arborea-e1391321484419.jpg

 

wenngleich man über den Text des Ebay-Angebotes auch lachen kann, so ist die Pflanze selbst doch ein interessantes Gewächs!

 

Gruß

Peter

Bearbeitet von Peter S.
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da habe ich auch schon dran gedacht, erstmal irgendwo "zu riechen", was das ist

aber sie hat in ihrer Küche schon paarmal Zeugs zum Blühen gebracht, da habe ich früh gedacht, es hätte jemand Maschinenöl oder Flüssigbohnerwachs (gibt es sowas überhaupt heute noch?) in die Wohnung gekippt, letztens erst irgendso eine blaue Dolde, die Zwiebeln hatte sie im Topf im Supermarkt gekauft, das war ein übles Zeug

Bearbeitet von Peter S.
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Nicky Westphal

Hallo Peter,

 

egel ob stinkend oder nicht, ich glaub für die Kultur dieser Gewächste hast du, abgesehen von der Temperatur, nicht die richtigen Bedingungen bei dir zu Hause. Die Anschaffung solcher Exoten für den Normalverbraucher rausgeworfenes Geld!

 

Grüße Nicky

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