Jan Z. Posted January 25, 2015 Posted January 25, 2015 Guten Abend zusammen, nach dem auf den ersten Thread mit Interesse reagiert wurde, hier nun ein zweiter Teil mit den Neophyten. Es gibt einen großen und recht bekannten Sarracenia-"Standort" in Südengland, an welchem S. purpurea ssp. purpurea, ssp. venosa und ssp. heterophylla vorkommen. Der Standort hat seinen Ursprung vor ca. 20 bis 30 Jahren. Ein unbekannter Karnivorenenthusiast hat einige Sarracenien eingebracht welche sich sehr gut etabliert haben. Anscheinend sind vor einiger Zeit auch anderen Arten eingeführt worden. Darunter S. flava, S. leucophylla oder S. minor. Im Gegensatz zu S. purpurea haben diese sich aber noch nicht ausgebreitet und lediglich einzelne subadulte Pflanzen lassen sich finden. Ich hoffe sie gefallen! Übersichten mit S. purpurea ssp. : S. purpurea ssp. venosa: S. purpurea ssp. purpurea und ssp. heterophylla: Im nächsten Beitrag zeige ich die anderen Sarracenia spec. und Dionaea muscipula von einem anderen Standort. Mit freundlichen Grüßen, Jan. 3
Jan Z. Posted January 25, 2015 Author Posted January 25, 2015 Weiter geht´s: S. leucophylla: S. flava: S. minor: Eigentlicher Grund für unseren Besuch am nächsten Standort waren wunderschöne D. anglica und D. x obovata. Allerdings gab es auch einige Dionaea muscipula, welche gerade Blüten. Im Gegensatz zu den Sarracenien ist D. muscipula anscheinend nicht invasis, da sie sich dort noch nicht weiter ausgebreitet hat. Ich hoffe sie gefallen euch! Mit freundlichen Grüßen, Jan. 4
Marco Ebert Posted January 25, 2015 Posted January 25, 2015 Hallo Jan, auf der einen Seite sind die Pflanzen schön anzusehen und wachsen dort auch prima. Auf der anderen Seite muss man sich immer im Hinterkopf halten, dass sie dort eigentlich nicht hingehören. Ich habe leider den von dir angesprochenen anderen Thread nicht gelesen, aber wie schaut es denn mit der Verdrängung anderer Pflanzen-Arten dort aus? An irgendeinem europäischen Pinguicula-Standort, ich erinnere mich leider nicht mehr genau, kommt die eigentlich einheimische Art beispielsweise fast gar nicht mehr vor, weil sie von einer Eingeschleppten verdrängt wird. Gruß, Marco
Feldenberg Posted January 25, 2015 Posted January 25, 2015 Danke für die schönen Bilder - da sage ich mal spontan und völlig 'ecologically incorrect': Sie gefallen mir prima und uneingeschränkt! Ich vermute mal, dass die angesalbten Arten in GB perspektivisch besserer Überlebenschancen im Freiland haben als in den USA (leider). An eine carnivore Mono-flora in den Mooren Englands kann ich deswegen aber auch nicht so recht glauben. Die Bilder sind jedenfalls wunderbar, ich würd's mir auch mal live anschauen fahren... viele Grüße Feldi
Jan Z. Posted January 25, 2015 Author Posted January 25, 2015 (edited) Hallo Marco, da muss ich dir absolut recht geben- natürlich ein sehr kontroverses Thema und ich hatte gehofft eine Diskussion zu starten. Bei den Sarracenien ist das so eine Sache. Wie du siehst haben sich innerhalb von 30 Jahren massive Horste gebildet, anscheinend finden die S. purpurea´s ideale Bedingungen vor. Rechnet man nun nochmal 20, 30 oder 50 Jahre dazu kann man sich ungefähr vorstellen wie es dort aussehen dürfte. Inwiefern dies die dortige Flora und auch Insektenfauna beeinträchtigt ist schwierig vorherzusehen. Ich fand allerdings Tim´s Ansatz gut, alljährlich Sämlinge und kleine Pflanzen zu entfernen, sowie Blütenstände rechtzeitig abzuschneiden. Gesetzlich ist das kein Problem, so lange der Boden nicht geschädigt werden würde- weshalb auch auf das Entfernen von großen Pflanzen verzichtet werden soll. Die daraus hervorgehenden Pflanzen würden dann anschließend verkauft werden und der Erlös würde in örtliche Moorschutzprojekte fließen. Man hätte quasi zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Was du ansprichst ist der P. reichenbachiana-Standort im Roya Valley. Dort wurde P. hirtiflora eingebracht, welche am oberen Teilstandort P. reichenbachiana quasi verdrängt hat. Am mittleren Standort finden sich einige Pflanzen, P. reichenbachiana überwiegt aber und am untersten und gleichzeitig schattigsten ausschließlich und en mass P. reichenbachiana. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Standort in den nächsten Jahren verhält. @Feldenberg: Ich kann´s mir auch kaum vorstellen- aber wie das so oft ist, sind die Folgen von menschlichen Eingriffen in die Natur unkalkulierbar . Mit freundlichen Grüßen,Jan. Edited January 25, 2015 by Jan Z.
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