partisanengärtner Posted January 27, 2015 Posted January 27, 2015 Hat jemand eine im Gebrauch und welche könnt ihr empfehlen? Für so kleines Keimlingszeug ist das vielleicht handlicher als mein Binokular. Ich habe welche mit 20 facher Vergrößerung gesehen für unter 10 Euronen.
Olaf Posted January 28, 2015 Posted January 28, 2015 (edited) Da ich beruflich sehr viel mit Lupenbrille arbeite kann ich dir 1. von Billgprodukten abraten und 2. eine zu große Vergrößerung nicht empfehlen. Ersteres geht sehr zu Lasten deiner Augen. Ich benutze eine Lupenbrille von Eschenbach mit 4-facher Vergrößerung. Allerdings kostet die rund 250 Euronen. Aber damit kann ich den ganzen Tag arbeiten ohne dass ich Kopfschmerzen bekomme. Und der Abstand der Pupillen kann sehr gut eingestellt werden. Dazu kommt ein Arbeitsabstand der vertretbar ist. Auch das solltest du nicht vergessen, je größer die Vergrößerung, umso geringer ist der Abstand zwischen Linsen und Keimling. Irgendwann liegst du auf deiner Pflanzung um noch etwas scharf zu sehen. Also lieber etwas mehr investieren und Freude daran haben als billig mehrfach kaufen.Übrigens erkaufst du dir den Niedrigpreis mit entweder übelst schlechten Glaslinsen aber in der Mehrzahl werden Kunststofflinsen eingesetzt die eine entsprechend schlechtere Auflösung haben. Bin gespannt für was du dich entscheidest.http://www.eschenbach-sehhilfen.com/de-DE/278/produktuebersicht/detail/61/ridoMED Edited January 28, 2015 by Olaf 1
partisanengärtner Posted January 28, 2015 Author Posted January 28, 2015 Danke für die Einschätzung. das habe ich mir fast gedacht. Allerdings möchte ich damit nicht stundenlang arbeiten sondern nur mal schnell nachsehen ob was keimt und ob es der richtige Keimling ist. Für meine eigene Arbeit wäre allerdings so ein Qualitätsprodukt wohl besser geeignet. Dafür würde die Vergrößerung auch völlig ausreichen. Bin gespannt ob jemand so ein Billigprodukt schon mal auf der Nase hatte.
Guest Posted January 28, 2015 Posted January 28, 2015 Beim Uhrmacher oder beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt siehst Du diese Brillen, die was taugen, aber die Preise sind je nach Fabrikat vierstellig. Da ist Eschenbach eine Billigmarke. Ich habe mal sowas Billiges ( unter 20 Euro) .gehabt, da verrenkt man sich die Augen. Ich setze einfach zwei Lesebrillen übereinander auf, da muß ich zwar extrem dicht ran, aber für die paar Momente, wo mal Brutschuppen abzuzupfen sind, da reichts.
Andreas Wistuba Posted January 29, 2015 Posted January 29, 2015 Da ich beruflich sehr viel mit Lupenbrille arbeite kann ich dir 1. von Billgprodukten abraten und 2. eine zu große Vergrößerung nicht empfehlen. Ersteres geht sehr zu Lasten deiner Augen. Ich benutze eine Lupenbrille von Eschenbach mit 4-facher Vergrößerung. Allerdings kostet die rund 250 Euronen. Aber damit kann ich den ganzen Tag arbeiten ohne dass ich Kopfschmerzen bekomme. Und der Abstand der Pupillen kann sehr gut eingestellt werden. Dazu kommt ein Arbeitsabstand der vertretbar ist. Auch das solltest du nicht vergessen, je größer die Vergrößerung, umso geringer ist der Abstand zwischen Linsen und Keimling. Irgendwann liegst du auf deiner Pflanzung um noch etwas scharf zu sehen. Also lieber etwas mehr investieren und Freude daran haben als billig mehrfach kaufen. Übrigens erkaufst du dir den Niedrigpreis mit entweder übelst schlechten Glaslinsen aber in der Mehrzahl werden Kunststofflinsen eingesetzt die eine entsprechend schlechtere Auflösung haben. Bin gespannt für was du dich entscheidest. http://www.eschenbach-sehhilfen.com/de-DE/278/produktuebersicht/detail/61/ridoMED Hallo zusammen, ich habe die Labocomfort in zwei Stärken: http://www.eschenbach-sehhilfen.com/de-DE/278/produktuebersicht/detail/82/laboCOMFORT Im Prinzip gar nicht so schlecht für Kunststofflinsen aber ich habe das Problem, dass die Lupe im Gewächshaus natürlich immer erstmal beschlägt und man sie wegen der Kunststofflinsen, die nicht so kratzfest vergütet sind, wie gute Kunststoff-Brillengläser, nicht schnell mal am T-Shirt trockenreiben sollte. Daher überlege ich mir auch, eine Glas-Variante anzuschaffen. Fussel-Arbeiten, die ich ins Haus holen kann, mache ich aber meist unter dem Stereo-Mikroskop. Viele Grüße Andreas 1
partisanengärtner Posted January 29, 2015 Author Posted January 29, 2015 (edited) Man kann ja die Lupe voreher ein wenig anwärmen, aber das vergisst man öfter (wenigstens ich). Und wenn man es brutal auf die Heizung legt kann sich die Linse verziehen. Danke ich hoffe auf noch ein paar Erfahrungen. Das wird wohl auf ein Profigerät rauslaufen. Edited January 29, 2015 by partisanengärtner
Andreas Wistuba Posted January 29, 2015 Posted January 29, 2015 Da ich beruflich sehr viel mit Lupenbrille arbeite kann ich dir 1. von Billgprodukten abraten und 2. eine zu große Vergrößerung nicht empfehlen. Ersteres geht sehr zu Lasten deiner Augen. Ich benutze eine Lupenbrille von Eschenbach mit 4-facher Vergrößerung. Allerdings kostet die rund 250 Euronen. Aber damit kann ich den ganzen Tag arbeiten ohne dass ich Kopfschmerzen bekomme. Und der Abstand der Pupillen kann sehr gut eingestellt werden. Dazu kommt ein Arbeitsabstand der vertretbar ist. Auch das solltest du nicht vergessen, je größer die Vergrößerung, umso geringer ist der Abstand zwischen Linsen und Keimling. Irgendwann liegst du auf deiner Pflanzung um noch etwas scharf zu sehen. Hallo Olaf, wie machst Du das in der Praxis? So wie ich sehe, kann man Deine Lösung ja nicht hochklappen oder daran vorbeischauen, wenn man "normal" sehen möchte. Von Zeiss gibt es wunderschöne Kopflupen, die man auch hochklappen kann aber für das Geld bekommt man fast einen Gebrauchtwagen... Viele Grüße Andreas
Olaf Posted January 29, 2015 Posted January 29, 2015 Hallo Olaf, wie machst Du das in der Praxis? So wie ich sehe, kann man Deine Lösung ja nicht hochklappen oder daran vorbeischauen, wenn man "normal" sehen möchte. Von Zeiss gibt es wunderschöne Kopflupen, die man auch hochklappen kann aber für das Geld bekommt man fast einen Gebrauchtwagen... Viele Grüße Andreas Ich habe die Lupe an einem Brillenband und lasse sie einfach von der Nase rutschen wenn ich sie nicht brauche. Zum Aufsetzen brauche ich dann allerdings wieder eine Hand. Aber der Unterschied zu einem Klappmechanismus ist marginal. Was das Beschlagen betrifft, einfach einen kleinen Fön ins Gewächshaus legen und die Brille / Lupenbrille anwärmen. Mache ich mit meinem Fotoequipment genauso wenn ich in Gewächshäuser oder Zoo's gehe.
Guest Posted January 29, 2015 Posted January 29, 2015 (edited) http://www.ebay.de/itm/Zeiss-Kopflupe-L-D6-/121556085091?pt=Hilfsmittel_f%C3%BCr_Sehbehinderte&hash=item1c4d4ea963 wenn Zeiss nicht auch schon in Fern-Ost baut, müßte das zumindest kein Billigmist sein noch ein bischen professioneller, mein HNO stolpert mit so etwas rum http://www.ebay.de/itm/Girrbach-Dental-ZEISS-Prismen-Lupe-mit-Stirnreif-/200736061777?pt=Laborger%C3%A4te_Zahntechnik&hash=item2ebccd3951 oder hier mit 300mm Telewirkung auch Zeiss, Axel, da kannst Du die Brutschuppen beim Nachbarn abernten, wenn die Pinzette lang genug ist :lol: http://www.ebay.de/itm/Zeiss-Kopflupe-KS-4-fache-Vergroserung-300mm-Fernrohrlupensystem-/281229621921?pt=DE_Computer_Elektronik_Foto_Camcorder_Optik&hash=item417a977aa1 Edited January 29, 2015 by Peter S.
Nic Brown Posted January 29, 2015 Posted January 29, 2015 Schon interessant, dass der effektive Arbeitsabstand bei dem 1500€ Teil sogar noch kleiner ist als bei der Lupenbrille die Olaf nutzt. Für mich kommt so eine Lupenbrille jedenfalls (noch) nicht in Betracht. Für die wenigen Male wo ich sie nutzen würde ist mir die einfach zu teuer, selbst mit 250€. Viele Grüße Nic
Guest Posted January 29, 2015 Posted January 29, 2015 ich weiß es klingt primitiv, ich habe zwei Brillen für 7 Euro das Stück, solche Lesehilfen (+3.0), die nehme ich übereinander, sind 14 Euro bei Woolworth. Wie oft puhlt man den Brutschuppen ab oder sucht Ungeziefer ? Übrigens die gebrauchte zweite Lupenbrille für 900 Euro ist mindestens 30 Jahre alt und völlig überteuert.
partisanengärtner Posted January 31, 2015 Author Posted January 31, 2015 Also die zwei Lesebrillen sind schon mal eine günstige Alternative, sagt mein Freund der es gerade ausprobiert hat. Bevor ich mir also was biliges kaufe werde ich solange mir auch mit sowas behelfen. Wenn mal ein finanzieller Überhang auftaucht werde ich mir was in der mittleren Preisklasse suchen. Danke euch allen und wenn noch weitere Erfahrungen kommen bin sicher nicht nur ich dankbar.
Andreas Wistuba Posted February 1, 2015 Posted February 1, 2015 Übrigens die gebrauchte zweite Lupenbrille für 900 Euro ist mindestens 30 Jahre alt und völlig überteuert. Ich kenne mich mit Zeiss-Kopflupen nicht aus, wohl aber mit alter Zeiss Mikroskop-Optik. Den Schluss, dass etwas nichts "wert" ist, weil es 30 Jahre alt ist, kann ich nicht nachvollziehen. Der "Wert" von Antiquitäten, anderen Sammlerstücken aber auch allen anderen Dingen, die man kaufen kann wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt, nicht durch alter, Herstellungskosten, etc. Wenn es Sammler gibt die bereit sind, für antike Zeiss Kopflupen EUR 900,- zu zahlen, z.B. weil es wenige davon gibt und sie die Lupe unbedingt haben möchten, dann ergibt sich daraus der Wert dieser Lupe und alle sind nach dem Kauf glücklich und zufrieden. Grüße Andreas
Guest Posted February 1, 2015 Posted February 1, 2015 (edited) Hallo Andreas, die Zeiss-Produktion aus Jena war aber besonders in den letzten 10 Jahren der DDR, nicht mehr das, was man heute bei Ebay dem Namen Zeiss qualitativ zuschreibt. Die Zeiss-Ferngläser aus den 80iger Jahren wurden von den japanischen Fujinon total übertroffen. Ich hatte selbst ein Binoctem 7x50 und kurz darauf ein Fujinon 7x50 FMTR-SX (das Marineglas mit Kompass), das waren weite Welten an Unterschied. Das FMTR-SX wird heute noch produziert und verkauft, aber auch schon die ersten Geräte 1990 waren Weltspitze, weit vor Zeiss. Zuletzt in den 80er Jahren war die Qualität der der Zeiss-Fernoptik deutlich schlechter als noch z.B. 1960 bis 1970. Ich habe heute noch die beiden alten Dinger von meinem Vater und meinem Schwiegervater hier liegen - das Einblickverhalten dieser Gläser ist entsetzlich, gemessen an heutigem Glas von Leica, Swarowski oder Zeiss, auch damals gegen das Fujinon hatten die keine Chance, auch nicht die Kleinste. Da war nur noch der Name, Protz und Angeberei am Strand an der Ostsee, wenn man zeigen konnte, dass man ein Zeiss besaß. Wer aber dafür das bezahlen will, ok, der soll es, aber in meinem Augen sind solche Preisforderungen einfach Ausdruck einer gewissen Gier, selbst Schrott noch zu Gold zu machen. Mir hat aber schon einmal ein Händler gesagt, der unglaubliche 1000 Euro für den Mondatlas von Rükl ( etwa 29 D-Mark 1996) haben wollte und den ich auf seinen vermeintlichen "Schreibfehler" aufmerksam machte - es steht jeden Tag ein neuer Dummer auf und den gilt es zu finden, so läuft das Geschäft bei Antiquitäten. Du hast schon recht, aber man muss das deshalb ja nicht gut finden. Ich würde wetten, dass die antike Kopflupe bei einer Praxisauflösung, weil der Doc keinen Nachfolger gefunden hat - das passiert hier täglich, für keine 50 Euro in den Besitz des Händlers gekommen ist. Gruss Peter Edited February 1, 2015 by Peter S.
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