pkacz Posted January 30, 2015 Posted January 30, 2015 Hallo, habe hier im Forum diesen wunderschönen Cephalotus follicularis erstanden. Als er ankam war ich von der größte positiv entsetzt. Auf den Fotos sah er kleiner aus. Eigentlich wollte ich eine weitere kleine Pflanze um Erfahrung zu sammeln…. Jetzt meine Frage …was würdet ihr empfehlen mit ihm zu machen? Er quilt fast aus dem Topf raus. So lassen wie er ist? Umtopfen? Wenn ja in welchen Topf? Größe? Er steckt gerade in einem 10er Topf Teilen? Komplett teilen oder einzelne Krüge und Blätter abtrennen? Oder doch an der Wurzel? Er ist so groß und schön dass ich schlichtweg Angst habe diese wunderschöne Pflanze zu verlieren. Habe grad meinen ersten kleinen Cephi durch den Winter auf dem Balkon gebracht und bei unter 0 Grad ins Haus geholt. Der Vorbesitzer wollte die Pflanze eigentlich teilen.. Grüße und danke Peter
Nicky Westphal Posted January 30, 2015 Posted January 30, 2015 Hallo Peter, ich würde den auf jeden Fall in einen größere Topf umsetzen. Einfach einen größen Pott unten mit etwas Substrat (nimmt für Cephis jeder verschieden) füllen, so dass der Leerraum etwas kleiner ist, wie dein jetziger Topf. Dann erstmal den Cephitopf dort reinstellen, ringsum mit Substrat auffüllen. Ggf etwas anfeuchten, damit die Form erhalten bleibt. Dann kippst du den bepflanzten Topf um und seitzt den so wie er ist, mit komplettem Altsubstrat, in das Loch. Rundum leicht andrücken, wenn nötig noch etwas auffüllen und schon passt das. Beim Substrat solltest du einen recht hohen Sandanteil drin haben, aber auch Perlite tragen zur Auflockerung bei. Ich nehm für meine Cephis als Substrat Torf/Sand/Perlite ca. 2:1:1, kann auch weniger Torfanteil haben. Wenn du keine Erfahrung mit dem Teilen hast, würde ich das nicht bei einem so schönen Stück probieren. Teilbar ist der auf jeden Fall. Ich teile bei mir immer nach Vegetationspunkten mit einem Rhizomstück, die wurzeln am schnellsten an. Die werden dann vorsichtig von der Hauptpflanze abgetrennt. Mit einzelnen Krügen (Winterblätter hat der ja kaum) kannst du es mit Stecklingen probieren. Was deine Überwinterung auf dem Balkon angeht, ist das wohl nicht gerade klug, den draussen zu lassen und bei drohendem Frost reinzuholen. Die Pflanze kann sich doch gar nicht entscheiden ob es nun warm oder kalt ist. Wenn du keine Möglichkeit hast, den kühl zu überwintern, kultiviere den lieber wärmer durch. Das hin und her bringt gar nix! Meine stehen im Winter bei 10-15° das ist als "Winter" ausreichend! Grüße Nicky
Sonja Schweitzer Posted January 30, 2015 Posted January 30, 2015 (edited) Ich würde mit dem Umtopfen bis zum Frühjahr warten. Dann hat sich die Pflanze auch bei Dir etabliert und verkraftet das Umpflanzen mit Sicherheit besser. Die Umstellung und das Umtopfen sind meiner Meinung nach derzeit zuviel auf einmal,zumal die dunkle Jahreszeit ihr Übriges dazu tut. Grundsätzlich ist der Topf auf Dauer aber zu klein,das stimmt. Edited January 30, 2015 by Sonja Schweitzer 1
Philipp B. Posted January 30, 2015 Posted January 30, 2015 Ich würde mit dem Umtopfen bis zum Frühjahr warten. Dann hat sich die Pflanze auch bei Dir etabliert und verkraftet das Umpflanzen mit Sicherheit besser. Die Umstellung und das Umtopfen sind meiner Meinung nach derzeit zuviel auf einmal,zumal die dunkle Jahreszeit ihr Übriges dazu tut. Grundsätzlich ist der Topf auf Dauer aber zu klein,das stimmt. Ich hab meinen auch Ende letzten Herbst vor der Eingewöhnung umgetopft und er lebt immer noch. ^^
Schdäff Posted January 30, 2015 Posted January 30, 2015 Meine stehen im Winter bei 10-15° das ist als "Winter" ausreichend! Hallo Nicky, Zusatzfrage zur Kühlen Überwinterung: Mit oder Ohne Zusatzbeleuchtung? Mein Cephi am warmen Südfenster bekommt zur Zeit trotz Lampen wohl zu wenig Licht ab (Ich beleuchte eher die Nepenthes daneben). @Peter: Schönes Stück! Würde ihn so lassen und im Frühjahr in einen größeren Topf setzen, wie bereits erwähnt wurde. MFG, Steffi
Nicky Westphal Posted January 30, 2015 Posted January 30, 2015 Hallo Sttffi, meine Pflanzen bekommen alle Zusatzlicht, die rareren Pflanzen, wie die Cephis bekommen sicherlich an die 10.000 Lux für 8h. Da die nicht groß in die Höhe gehen, hab ich die unter LED Röhren da komm ich auf eine 60x40Wanne mit 30-40W hin.. So die Capensisarmee muss dann vom Streulicht leben. Grüße Nicky
Sonja Schweitzer Posted January 30, 2015 Posted January 30, 2015 (edited) Ich hab meinen auch Ende letzten Herbst vor der Eingewöhnung umgetopft und er lebt immer noch. ^^ ....was aber nicht zwangsläufig bedeutet,daß es bei jedem reibungslos klappt. Die Umtopfaktion zu dieser Jahreszeit,und dann so kurz nach Erhalt der Pflanze birgt doch ein gewisses Risiko. Hier sehe ich einfach keinen zwingenden Grund,warum man das eingehen sollte. Aber letztendlich liegt diese Entscheidung natürlich bei´m Besitzer der Pflanze. Edited January 30, 2015 by Sonja Schweitzer
pkacz Posted January 30, 2015 Author Posted January 30, 2015 Hi, Danke Euch, das hilft weiter. Werde ihn wohl in 1-2 Monaten umtopfen. Den anderen Cephi hatte ich bis 0 Grad draußen und hab ihn dann reingeholt . Bisher hat er alles überstanden. Peter
Guest Posted January 30, 2015 Posted January 30, 2015 Beim Umtopfen händle ich das mit großen Pflanzen - bisher zwar keine Karnivoren, aber andere, die Pflanzen, die auch ungestört bleiben wollten - so dass ich den Topf erst unten mit einer kleinen Einhand-Motorkreissäge - ich weiß nicht wie das Ding fachmännisch heißt, Tremel oder so - rundherum aufsäge, ihn auf eine Plastikfolie stelle, dann den unteren abgesägten Teil hervorziehe, ohne den Topf groß anzuheben, dann mache ich einen Gummi um den Topf und schneide ihn senkrecht an gegenüberliegenden Seiten auf. Der Gummi hält die beiden Hälften zusammen, die Folie verhindert, dass unten alles raus fällt - man muß das natürlich auch festhalten bzw. zusammen halten - das heißt, eine gewisses Maß an Intelligenz braucht es. Dann wird dieser zerteilte Topf so wie er ist in den größeren Topf hineingestellt und rundherum mit frischer Erde aufgefüllt. Die Folie die den Boden vorm rausrutschen sichert, kann man entweder gleich oder nach dem Auffüllen hervorziehen, dann wenn alles aufgefüllt ist, zieht man die beiden alten Topfhälften nach oben heraus und der Inhalt des alten Topfes steckt im Inhalt des neuen Topfes drin, ohne dass die Pflanze im alten Topf gestört worden ist. Man opfert zwar dabei einen Topf, aber man stört dabei keine wertvolle Pflanze. Klingt kompliziert, ist es aber ganz und gar nicht. Die eigentlich Kunst besteht darin, den alten Topf, wenn man ihn zerteilt hat, nicht auseinander fallen zu lassen. Aber auch das kriegt man hin. Da die Karnivoren in der Regel feuchtete Erde haben als andere Pflanzen, sollte man vielleicht den Karnivorentopf vorher etwas antrocknen, damit die Erde besser zusammenhält und nicht wegfließt und wenn zu trocken auseinander fällt. Gruss Peter
partisanengärtner Posted January 30, 2015 Posted January 30, 2015 (edited) Genau das gleiche allerdings ohne die Folie war gerade in einem scheintoten Thread (ist das noch normal) der gerade seinen Zombieauftritt hatte, gelesen. Danke für die Vervollständigung. Edited January 30, 2015 by partisanengärtner
Guest Posted January 31, 2015 Posted January 31, 2015 (edited) @Axel ich hatte das gelesen, nachdem ich hier gelesen hatte, dass er den Topf teilen wollte und mich mal durch die Suchfunktion klickte und war richtig erstaunt, wie sich die Gedanken doch manchmal gleichen und wie man unabhängig voneinander, ohne je Kontakt gehabt zu haben, zu gleichen oder fast gleichen Schlüssen kommt. Die Folie, die ich jetzt benutze, ist eine uralte grüne Schreibtischauflage aus Plastik, einmal längs geteilt, damit also etwa 20cm breit und 60cm lang. So eine "Unterlage" ist extrem biegsam und reißt auch beim Herausziehen nicht ab, was allein nur einfacher Plastikfolie schnell passiert. Die reißt ab und die Hälfte steckt dann noch in dem neuen Topf drin. Die grüne, sehr robuste Plastikfolie kann man rausziehen, da passiert nix. Ich weiß gar nicht, ob es solche einfachen Plastikauflagen für Schreibtische heute noch gibt, die kosten ja kaum was und bringen damit wenig Gewinn. Diese kleine Säge (mein Bruder hat die beim Eisenbahnmodellbau eingesetzt) ist übrigens so etwas hier, nur mit einem kreisförmigen Sägeblatt vornedran und sehr feinen Zähnen, Mein Bruder hat damit die gröberen Teile für die Häusle gesägt, die auf seiner Eisenbahnanlage stehen. Ich stelle eigentlich keine Pflanze mehr auf den Kopf beim Umtopfen, mit Karnivoren würde ich das schon gar nicht machen. Voraussetzung ist natürlich, dass man Plastiktöpfe benutzt, bei Keramik oder Ton, nimmt man den Hammer oder man kauft Töpfe wie von Dir, die man im Leben nicht zerkloppen würde. Edited January 31, 2015 by Peter S.
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