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Sarracenia flava stratifizieren ohne Frost ?

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Guest

Hallo,

 

ich habe noch einige Samen von Sarracenia slava hier im Kühlschrank. Eigentlich sollten die Samen raus und ausgesät werden in einem großen Topf, aber hier habe ich so langsam den Eindruck, dass aus dem Winter ein Frühsommer wird - frostfreie Nächte, tagsüber auf dem windgeschützten Balkon in der Sonne bis Spitze 28°Grad, im Schatten bzw. wenn die Sonne weg geht um die 10 bis 14°Grad, nachts um die zwei Grad plus (ich liefere gerne Beweisfotos mit Exif).

 

Irgendwie komme ich in Zugzwang, denn ich will die Pflanzen dieses Jahr zum Keimen und Wachsen bringen.

 

Allein nur die gekaufte Tüte mit dem Samen im Kühlschrank liegen lassen, das bringt nichts, heißt es immer. Der Samen muss feucht liegen bei der Unterkühlung

Ich habe da jetzt folgenden Gedanken:

 

In kleine Torftöpfchen lege ich je zwei dieser Samen auf das feuchte Karnivorensubstrat, mit dem ich jedes Töpfchen befülle, die 12 Töpfchen passen in eine Plastikdose, ähnlich wie diese mit glasfarbenem Deckel, gut luftdicht verschließbar. Die Dose ist aus einer Weichplast und hält auch Frosttemperaturen stand.

 

Was wäre jetzt besser? Ein bis zwei Wochen einfach nur Kühlschrank (plus 4 - plus 7°C) oder zwei Tage Gefriertruhe (minus 12°C) - oder wenn beides nicht, wie dann am besten und am erfolgversprechendsten ? In der Gefriertruhe würde das kleine Torftöpfchen wahrscheinlich total durch gefrieren wie ein Stein, ist das für den Samen überhaupt gut ?

 

Danach schneide ich die Töpfchen voneinander los - ich gehe jetzt erst einmal naiv davon aus, dass die Keimhemmung des Samen durch die Kühlung behoben sein muss - und stecke diese draußen so wie sie sind, in entsprechenden Abständen (weil die Pflanze ja ziemlich groß wird) in die vorbereiteten Behälter mit identischem Substrat, halte das feucht und hell und wenn es wärmer wird, müsste da was keimen und hoffentlich auch wachsen.

 

Ist das so oder habe ich jetzt hier einen Denkfehler ? Die Torftöpfe müssten ja eigentlich auch verrotten und die Wurzeln der Pflanze müssten auch da hindurch wachsen können ? Sind diese Töpfe düngerfrei ?

 

Analog würde ich das auch genauso mit Drosera rotundifolia und Drosera intermedia durchziehen wollen, deren Saatgut hier auch noch vorhanden ist . Auf den Winter will ich mich nicht mehr verlassen, denn der hat uns möglicherweise schon verlassen ;)

 

Viele Grüsse

Peter

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Nicky Westphal

Hallo Peter,

 

ich denke du hast Samen von S. flava! Wenn du die Samen stratifizieren willst ohne Ärger mit deiner Frau zu bekommen, pack die in einen Zippbeutel mit etwas Wasser und leg die für ein paar Wochen in den Kühlschrank.Allderings habe ich persönlich festgestellt, das Samen von Sarracenia draussen in der Sonne am besten keimen. Ich würde die nach der Kühlschrankperiode, einfach so im März nach draussen, nass stellen. Eine Abdeckung wirst du bei den rel. großen Samen kaum brauchen.

Bei den Drosera, wäre eine Abdeckung allerdings ratsam. Die kannst du natürlich schlecht im Kühlschrank nass stratifizieren, da wird es aber reichen, wenn die nach der Kühlschrakphase, dann draussen nass genug stehen.

 

Grüße Nicky

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Andre S.

Hallo,

 

Sarracenia sind übrigens nur Kaltkeimer und keine Frostkeimer. Wenn du sie im Gefrierfach stratifizieren willst, bringt das nicht viel, da sie nur Temperaturen von 0 bis 5°C brauchen. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Also rate ich dir es mal mit dem Kühlschrank zu versuchen und wenns dann doch nicht geklappt hat, kannst du die Behälter mit den Samen ja einfach draußen lassen und den kommenden Winter die Stratifikation übernehmen lassen. Dann keimen sie sicherlich.

 

Grüße, Andre

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Nicky Westphal

Hallo,

 

Sarracenia sind übrigens nur Kaltkeimer und keine Frostkeimer.

Grüße, Andre

Hallo Andreas,

 

ich bin kein Wissenschafter, aber ich glaub es gibt nur Kaltkeimer! Frostkeimer ist wohl nur ein falscher Ausdruck für eine Stratifizierung bei Minusgraden, denn bei Frost keimt absolut nichts! Der Keimling würde bei Frost ja sofort wieder eingehen - Photosynthese erst ab 5°!

 

Grüße Nicky

Edited by Nicky Westphal

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Andreas S.

Warum sollten denn Samen von Sarracenia flava auch unbedingt frost bekommen müssen, es ist ja nicht so, dass sie in Alaska wachsen, sondern sie wachsen in Gegenden mit einem milderen Winter, als unseren. Und wenn ich einen Balkon habe, warum bin ich dann nicht glücklich, dass ich die Samen einfach rausstellen kann? Wozu benötige ich da einen Kühlschrank??? Peter du hast 28°C auf deinen Balkon? Bist du schon schön braun, genießt du das Sommerwetter? Vergiss nicht dich einzucremen, der erste Sonnenbrand kommt schnell.

 

Gruß

Andreas, 

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Nicky Westphal

naja, Andreas. Im Osten geht ja die Sonne auf und bis die zu uns rüber kommt, ist die Energie wohl verbraucht! Ich muss hier jeden Morgen aufpassen, das es mir vor der Tür nicht die Hufe wegzieht, weil alles vereist ist. Also ich habe bestes Wetter um Sarracenia rauszustellen. Tagsüber knapp über Null und nachts ein paar Minusgrade.

 

Grüße Nicky

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Andre S.

ich bin kein Wissenschafter, aber ich glaub es gibt nur Kaltkeimer! Frostkeimer ist wohl nur ein falscher Ausdruck für eine Stratifizierung bei Minusgraden, denn bei Frost keimt absolut nichts! Der Keimling würde bei Frost ja sofort wieder eingehen - Photosynthese erst ab 5°!

 

 

Aber eine Stratifizierung bei Minustemperaturen heißt dich bei Frost oder etwa nicht?? Jedenfalls gibt es Frostkeimer meines Wissens schon. Das sind hauptsächlich alpine Pflanzen, die an rauen windexponierten Stellen wachsen und auch einige Ranunculaceaen. Hab ich jedenfalls mal so gelernt. Ob es stimmt kann ich nicht sagen...

 

Und abgesehen davon heiße ich Andre. Aber der Andreas hat ja gut reagiert und auch gleich geantwortet ;)

 

Grüße, Andre

Edit: Ah, ich glaube ich weiß jetzt was du meinst. Der Same keimt natürlich nicht bei Frost. Die Keimruhe wird nur bei Frost gebrochen. Genau so wie sie bei Kaltkeimern bei kalten frostfreien Temperaturen gebrochen wird. Aber wirklich keimen tut es erst, wenn es wieder wärmer wird.

Edited by Andre S.

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Christian Voss

Hallo,

 

... und um dem Peter nochmal eine weitere Idee zu unterbreiten, folgendes:

 

Seit Jahren bewährt, die sog. "Küchenpapier - Tupperdosen - Kühlschrank - Variante".

 

Man nehmen:

 

- nach Anzahl der zu stratifizierenden Arten je ein Blatt Küchenpapier

- je ein mit dem Namen der Art beschriftetes Etikett

- die zu stratifizierenden Samen und

- eine Standard-Tupperdose (nach Möglichkeit nicht die, die Deine Frau täglich benutzt, hab da schon schlechte Erfahrungen mit gemacht  :nono: )

 

Zuerst feuchtest Du das Küchenpapier gut an und streust die Samen darauf

Dann klappst Du es einmal zusammen und legst es in die Tupperdose.

Im letzten Schritt legst Du das (wasserfest) beschriftete Etikett darauf.

 

Für weitere Arten werden jetzt die oberen Schritte wiederholt, bis die Samen alle drin sind (oder die Dose voll ist - dann: neue Dose suchen. Achtung: s.o.)).

Dann Dose schließen und für ca. 6-8 Wochen in den Kühlschrank.

 

Danach (sollte dann ja so Ende März sein) kannst Du die Samen unter Kunstlicht oder auch im Freien aussäen.

Keimdauer bei mir ca. 2-3 Wochen mit sehr hoher Keimrate.

 

Viel Erfolg,

Grüße,

Christian

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partisanengärtner

Also richtige Frostkeimer gibt es wohl gar nicht  und der Terminus wird soweit mir bekannt auch nicht mehr verwendet.

Gequollen müssen sie sein damit der Stoffwechsel bei den passenden Temperaturen die keimhemmenden Substanzen abbaut. Bei tiefen Temperaturen unter -5 Grad findet das bei keiner (?)Pflanze statt. Perioden in diesem Bereich sind zur Stratifikationszeit dazuzurechnen.

Alpine Pflanzen wintern im Falchland gerne aus da sie hier öfter die schützende Schneedecke nicht haben.

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Guest

Warum sollten denn Samen von Sarracenia flava auch unbedingt frost bekommen müssen, es ist ja nicht so, dass sie in Alaska wachsen, sondern sie wachsen in Gegenden mit einem milderen Winter, als unseren. Und wenn ich einen Balkon habe, warum bin ich dann nicht glücklich, dass ich die Samen einfach rausstellen kann? Wozu benötige ich da einen Kühlschrank??? Peter du hast 28°C auf deinen Balkon? Bist du schon schön braun, genießt du das Sommerwetter? Vergiss nicht dich einzucremen, der erste Sonnenbrand kommt schnell.

 

Gruß

Andreas, 

 

Mit den 28°C wollte ich nur zeigen, wie groß die Temperaturspanne auf diesem Balkon tagsüber bei Sonne und klarem Himmel selbst im Januar sein kann, wenn von keiner Seite ein Lüftchen rankommt, sondern nur die Vögel, besonders diese kleinen frechen Meisen. Man könnte da schon ein bis zwei Stunden Mittags schön in der Sonne sitzen, wenn man das wollte. Die Töpfe und Kübel, die ich bereits vor Wochen ausgebracht habe, stehen deshalb alle unterm Balkontisch, weil mir eine zu starke Erwärmung noch nicht geheuer ist. Fängt da was an zu keimen und es käme wirklich nochmal unerwartet starker Frost, war es das dann sicher so, dass die Keimlinge dabei kaputt gingen.

War mir schon klar dass das Ungläubigkeit erzeugt, deshalb hatte ich ja auch geschrieben, dass die Beweisfotos eine Exif hätten. Ich muß aber selbst sagen, dass ich so einen vermurksten Winter bisher noch nicht kannte. Auch keinen Winter, wo bei jedem Sonnenstrahl sofort Heerscharen von fetten schwarzen Fliegen herum schwirren, so wie eben diesmal.

 

Aber eine Stratifizierung bei Minustemperaturen heißt dich bei Frost oder etwa nicht?? ..........Der Same keimt natürlich nicht bei Frost. Die Keimruhe wird nur bei Frost gebrochen.  Aber wirklich keimen tut es erst, wenn es wieder wärmer wird.

 

Darum geht es und lt. dem Verkäufer dieses Samens sollte es so sein, dass der Samen von Sarracenia flava mindestens drei Tage im Gefrierfach liegen sollte. Das habe ich erstmal so angenommen, dass das stimmt. Interessant zu lesen, dass das nicht so ist, sondern niedrige Plusgrade auch ausreichen und das der Samen im Gefrierfach wahrscheinlich sogar dahin gegangen wäre.

 

Hallo,

 

... und um dem Peter nochmal eine weitere Idee zu unterbreiten, folgendes:

 

Seit Jahren bewährt, die sog. "Küchenpapier - Tupperdosen - Kühlschrank - Variante".

 

Man nehmen:

 

- nach Anzahl der zu stratifizierenden Arten je ein Blatt Küchenpapier

- je ein mit dem Namen der Art beschriftetes Etikett

- die zu stratifizierenden Samen und

- eine Standard-Tupperdose (nach Möglichkeit nicht die, die Deine Frau täglich benutzt, hab da schon schlechte Erfahrungen mit gemacht  :nono: )

 

Zuerst feuchtest Du das Küchenpapier gut an und streust die Samen darauf

Dann klappst Du es einmal zusammen und legst es in die Tupperdose.

Im letzten Schritt legst Du das (wasserfest) beschriftete Etikett darauf.

 

Für weitere Arten werden jetzt die oberen Schritte wiederholt, bis die Samen alle drin sind (oder die Dose voll ist - dann: neue Dose suchen. Achtung: s.o.)).

Dann Dose schließen und für ca. 6-8 Wochen in den Kühlschrank.

 

Danach (sollte dann ja so Ende März sein) kannst Du die Samen unter Kunstlicht oder auch im Freien aussäen.

Keimdauer bei mir ca. 2-3 Wochen mit sehr hoher Keimrate.

 

Viel Erfolg,

Grüße,

Christian

 

das scheint mir die Variante zu sein, die das wenigste Aufsehen im Haushalt erregt. Und Ende März ausgebracht, kommen die hoffentlich keimenden S.flava dann noch rechtzeitig dort hin, wo sie erwartet werden. Zumindest sehen, sollte man schon was, egal wie klein oder wie groß. Mir persönlich werden die gelben Schlauchpflanzen zu groß für meinen kleinen Balkon, ich halte mich da mehr an die kleineren Sarracenia-Arten, die auch gut in einem Balkonkasten unter anderen wachsen können. Wenn ich das Bild hier sehe, dann kommt der Topf dann dort hin, wo er am besten aufgehoben ist - auf die große sonnige Veranda bei meiner Tochter.

 

Gruss

Peter

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Also richtige Frostkeimer gibt es wohl gar nicht  und der Terminus wird soweit mir bekannt auch nicht mehr verwendet.

Gequollen müssen sie sein damit der Stoffwechsel bei den passenden Temperaturen die keimhemmenden Substanzen abbaut. Bei tiefen Temperaturen unter -5 Grad findet das bei keiner (?)Pflanze statt. Perioden in diesem Bereich sind zur Stratifikationszeit dazuzurechnen.

Alpine Pflanzen wintern im Falchland gerne aus da sie hier öfter die schützende Schneedecke nicht haben.

 

so wie ich das jetzt aber verstanden habe, ist doch die Stratifizierung nicht die Keimung, sondern die Aufhebung einer Keimhemmung ?

Also Stratifizieren doch bei Frost und Keimen bei Plusgraden ?

Aber Andreas hat schon recht - Nordamerikanische Südostküste, North Carolina, South Carolina, Georgia, dem westlichen Florida bis zum südöstlichen Alabama, gibt es da überhaupt richtig knackigen Frost ?

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Nicky Westphal

 

Und abgesehen davon heiße ich Andre. Aber der Andreas hat ja gut reagiert und auch gleich geantwortet ;)

 

Grüße, Andre

Edit: Ah, ich glaube ich weiß jetzt was du meinst. Der Same keimt natürlich nicht bei Frost. Die Keimruhe wird nur bei Frost gebrochen. Genau so wie sie bei Kaltkeimern bei kalten frostfreien Temperaturen gebrochen wird. Aber wirklich keimen tut es erst, wenn es wieder wärmer wird.

Sorry Andre, wegen dem Andreas! Ansonsten hast du ja verstanden wie ich das gemeint habe. Ich denke Das Frostkeimer, wie Axel geschrieben hat, einfach eine Doppelbezeichnung für Kaltkeimer, die einfach überholt ist.

 

Grüße Nicky

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Andreas S.

Mit den 28°C wollte ich nur zeigen, wie groß die Temperaturspanne auf diesem Balkon tagsüber bei Sonne und klarem Himmel ...

 

Das was du da misst, hat keinerlei Aussagekraft, das ist ganz normal, dass im Winter mal die Sonne rauskommt und im Endeffekt haben wir momentan völlig durchschnittliche Verhältnisse, mit Temperaturen um die Null Grad, Tags etwas drüber, nachts etwas drunter und das sind ideale Bedingungen für Samen winterharter Arten. Deshalb verstehe ich den ganzen Thread nicht so ganz. :dntknw:

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Guest

Vielleicht sollte jemand mal den Threadtitel korrigieren und das 's' gegen ein 'f' tauschen, das sieht irgendwie merkwürdig aus. :-)

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Bjoern_G

Ich habe aktuell ein paar Sarracenia Samen in eine alte Eis Plastikdose ausgesät und mit Deckel in den Schatten gestellt. Dadurch hoffe ich, dass die Feuchtigkeit konstant bleibt und es nicht rein regnet und die Samen wegwäscht. Ich denke Lüften muss ich ab und an mal, damit es nicht schimmelt, wobei das bei der Kälte auch eher unwahrscheinlich ist. Ich hoffe es klappt so, denn im Kühlschrank will meine Frau keine Samen oder Erde :D

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Bjoern_G

Bisher sind 3 Sarracenien gekeimt, schonmal besser als nichts. Wobei bei ~30 Samen ist das keine gute Quote.

 

EDIT: Heute neu gezählt und siehe da es sind schon 21 kleine Pflänzchen, leider sind die Bezeichnungen durcheinander und ich weiß nicht mehr was, was ist :(

Edited by Bjoern_G

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Guest

ich lese gerade in einer Mail, dass da jemand den Samen von S.flava Anfang April dieses Jahres gekauft, ausgebracht und jetzt nach etwa sechs bis acht Wochen Keimlinge hat. Die Fotos zeigen auch kein Unkraut, sondern zweifelsfrei Sarracenia.

Von Stratifizierung hat er noch nie was gehört. Ohne Frost, ohne Kälte überhaupt. Nun frage ich mich, ist die Stratifizierung bei dieser Art überhaupt zwingend nötig ?

Hat denn diese Pflanze überhaupt am natürlichen Standort einen solchen Winter und möglicherweise Frost ? Möglicherweise ist sie winterhart, weil sie die Kälte irgendwie übersteht - das ist ja durchaus möglich, aber heißt das dann auch zwingend, dass sie die Kälte braucht, um sich weiter fort zu pflanzen?

Edited by Peter S.

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riverjack

Hallo Peter,

 

das Stratifizieren muss nicht unbedingt Frost enthalten.

Im April waren zeitweise die Temperaturen noch recht niedrig, was für die Stratifizierung ausreichend war.

Vorteil der Stratifizierung ist die `Gleichschaltung´ der Keimung. Oftmals gehen dann die Samen nahezu gleichzeitig auf.

Eine Stratifizierung funktioniert auch bei niedrigen Kühlschranktemperaturen um die 4-5°C für ca. 2-6 Wochen.

Wichtig hierbei ist dass der Samen gequollen und nass diesen Temperaturen ausgesetzt ist (Brechung der Keimruhe).

 

LG, Heiko

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Guest

Danke,

dann muß das sicher der Händler gemacht haben, denn die Samen, die mein Bekannter gekauft hat, konnten keine so lange Kühlphase mehr erleben und gingen trotzdem fast komplett, bis auf ein Samenkorn auf. Sicher hat der Händler die Stratifizierung vorgenommen, denn er hat ihm gesagt - Können sie sofort ausbringen, keimt ohne Winterruhe.

So war es ja dann auch, entgegen dem, was ich erwartet hatte. Eventuell erklärt sich so der hohe Preis für den Samen (1,50 Euro pro Korn)

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riverjack

Ist natürlich von Vorteil, wenn die Samen nicht nur sporadisch keimen.

Dann hat man wenigstens relativ gleichaltrige Pflanzen und man kann früher selektieren, wenn man denn will.

 

LG, Heiko

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Guest

Mir ist jetzt auch klar, warum er den Samen so bekommen hat, wie beispielsweise Brutschuppen - also feucht, zur sofortigen Aussaat. Als er mir das damals erzählt hat, dachte ich er kann Brutschuppen und den Samen der Sarracenia nicht unterscheiden. Jetzt wird mir das klar, da muß der Samen wohl doch vorbehandelt gewesen sein, denn wenn der einmal vorgequollen ist, dann kann man ihn doch kaum wieder eintrocknen , oder geht das ?

Egal wie, jedenfalls sind von den 10 Körnern, neun aufgegangen.

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Andreas S.

Hallo!

 

Niemand würde stratifizierte Samen verkaufen, die im Wasser eingelegt sind, wie soll das gehen? Trocknen sie dann, dann sind die Samen hin. Man muss sie dann auch nach dem Stratifizieren gleich auf das Substrat bringen.

 

Gruß

Andreas

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Nicky Westphal

Hallo Andreas,

 

wieso nicht, wenn es keine Dauerangebote sind kann man die doch schon vorstrativizieren. Bei schwerkeimenden Arten ist das gar nicht mal so unüblich. Kenne das von div. Byblis, Knollendrosera oder auch von temperierten Arten. Wenn der Käufer die dann allerdings wieder trocknen lässt, ist er doch selber schuld.

 

Bei Massenangeboten geht das natürlich nicht, aber es ist doch kein Unding mal 10-15 Portionen in nassem Kückenpapier im Kühlschrank zu lagern. Ob die dann 4 oder 10 Wochen da drin liegen spielt keine Rolle, die werden erst keimen, wenn es wärmer wird.

 

Grüße Nicky

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Guest

ja Nicky, so ungefähr hat er es mir auch beschrieben, so wie ich die Brutschuppen von Dir gekriegt habe. Ich kann aber nicht sagen, welcher Zeitraum da dazwischen lag, bis er sie ausbrachte, wenn überhaupt. Ich habe aber auch keine Lust nochmal alles zu hinterfragen, nachdem ich ihm prophezeit hatte, dass gar nichts davon aufgeht (aufgehen kann) und nun nach Wochen defakto alles aufgegangen ist, viel viel mehr als bei mir da ist die Rate trotz kühler Winternächte (ich sage mit Absicht nicht "kalter") bisher umgekehrt - von insgesamt 30 Korn bisher nur eine Pflanze, etwa 10 Körner sind verpilzt gewesen und von dem Rest finde ich kaum noch fünf, die gesund aussehen :wacko:

Edited by Peter S.

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Andreas S.

Na ich weiß nicht, sind denn die Samen feucht im Zipp-Beutel angekommen oder nicht? Wenn der Verkäufer das so anbietet, ist das vielleicht ein zusätzlicher Service. Ich kann darüber nicht philosophieren, habe das aus dem Beitrag nicht heraus lesen können, es ist auf jeden Fall ungewöhnlich. Vielleicht kostet deshalb jedes Korn ein Euro?

Aber Sarracenia haben bei mir auch ohne Stratifikation gekeimt, sie lassen sich manchmal etwas Zeit.

 

Gruß

Andreas

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