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Anfänger Karnivorenblog


Empfohlene Beiträge

Ich bin ja erst kurz dabei, würde aber auch gerne meine Erfahrungen mit euch teilen. Dieser Blog wird sowohl Textbeiträge als auch Fotos beinhalten. Bilder die hier eingestellt werden können gerne nach Belieben für private Zwecke genutzt werden und wenn euch ein Bild besonders gefällt und ihr es z.B. als Hintergrund für den Desktop verwenden wollt schreibt mich einfach an. Ich schicke dann das gewünschte Bild als JPEG in der gewünschten Größe.

 

Ok, hier also das, was bisher geschah:

Anfang 2014 habe ich bei Obi eine fleischfressende Pflanze gefunden. Drosera madagscariensis und nicht im besten Zustand. Da sie mich sehr an unseren einheimischen Sonnentau erinnert hat den ich 2013 am Darß fotografiert habe, entschloss ich mich sie einfach mitzunehmen. An der Kasse habe ich noch etwas verhandelt wegen dem schlechten Zustand der Pflanze und konnte so 2 Euro sparen. ;)

Die Pflanze wurde in einem der Minigewächshäuser untergebracht von denen ich mehrere liegen hatte. Sie hat sich gut entwickelt, eine schöne Rotfärbung ausgebildet und insgesamt recht fotogen. Aber diese Pflanze einfach nur zu besitzen und zu fotografieren reichte mir eigentlich nicht. Also mal im Netz geschaut was ich in Erfahrung bringen konnte. Blattstecklinge als Vermehrungsoption waren schnell gemacht und sie sind jedes Mal gut angegangen. Dazu später mehr.

 

Als nächstes habe ich mir etwas Sphagnum beschafft und in Kunststoffcontainer auf Torf angesetzt. Auch das, weil ich es fotografisch interessant fand und ich es mit der Drosera kombinieren wollte.

Dazu kamen im Sommer noch D. Alicae sowie D. Capensis und Sarracenia maroon.

 

Nun also zu meinen Erfahrungen.

D.madagascariensis ist sehr einfach in der Pflege und Vermehrung über Blattstecklinge. Ein kleiner Topf (6x6x8cm) reicht aus um mit einfachem Torf befüllt sehr schöne Pflanzen zu ziehen. Das Substrat sollte nur sehr feucht sein. Aber sie gedeihen auch sehr gut auf reinem Sphagnum.

 

Die besten Erfahrungen habe ich mit Blattschnitten auf Sphagnumsuppe gemacht. Dafür nehme ich etwas grünes Sphagnum und schneide es mit einer Keramikschere in sehr, sehr kleine Stücke. Das wird dann mit etwas destilliertem Wasser aufgefüllt, so dass das Material leicht bedeckt ist. Die Blätter kommen direkt darauf, unter die Lampe und das war es. Wenn man dann das Gefäß luftdicht verschließt, braucht man sich darum nur noch im Ausnahmefall zu kümmern.

 

_IMG4500.jpg

 

Dasselbe mache ich mit D. Capensis. Hier teile ich im Gegensatz zu D. Madagascariensis die Blätter in viele kleine Blattabschnitte. Auch der Stengel wird zerkleinert und sehr oft treiben auch aus den Stengelstücken neue Pflanzen. Die Blattschnitte haben etwa eine Breite von 4 mm. Auf der Sphagnumsuppe sollten, wie bei anderen Drosera Arten auch, die randständigen Tentakeln ins Wasser reichen.

 

_IMG4497.jpg

 

Eine Vermehrung über Samen habe ich bis jetzt erst einmal vollzogen. Ich hatte ehrlich gesagt nicht mit Samen gerechnet. Wusste nichts von der Selbstbetäubung bis ich eine der alten Blüten zwischen den Fingern zerrieb und das Pulver raus rieselte. Gut das es auf einer Plexiglasscheibe gelandet ist. Und dann machte ich einen kapitalen Fehler. Ich gab das Saatgut einfach auf ein Papier-Kosmetiktuch welches in einem etwa 1 cm hohen Kunststoffcontainer Platz fand. Die Samen trieben alle aus, bekamen kleine Wurzeln und als ich drangehen wollte um sie in Töpfe zu pflanzen merkte ich schnell, dass ich sie nicht aus dem Kosmetiktuch lösen konnte. Mit jedem Keimling nahm ich auch etwas  von dem Papier auf. Eine nicht nur mühselige, sondern auch nervenaufreibende Arbeit unter der Mikroskopbrille. Never ever again!

_IMG4521.jpg

 

D.Alicae soll ja auch über Blattstecklinge zu vermehren sein...... Nicht bei mir. Bislang hat da nichts funktioniert. Weder in reinem Wasser, noch in der Sphagnumsuppe oder auf Torf habe ich Pflanzen erhalten. Nach nunmehr 3 Monaten sind die meisten Blätter noch grün aber die typischen roten Punkte, die einen Trieb anzeigen, lassen sich nicht blicken. An Wurzelschnitte habe ich mich noch nicht getraut.

Jedoch habe ich die Pflanze mehrfach teilen können. Die „Mutterpflanze“ ist daraufhin scheinbar eingegangen. Ich ließ sie jedoch in einem extra Becken stehen und nach etwa einem Monat sah ich überall unter den welken Blättern frische Triebe. Vielleicht kann man die gesunden Blätter einfach mit Substrat abdecken und sie treiben dann  aus??

 

_IMG4527.jpg

 

Das muss für den Moment erst einmal reichen. Freue mich immer über Anmerkungen, Tipps usw.

 

Update 11.03.15

Zwei Bilder einer Rispe von D.capensis

post-4451-0-87835900-1426074099_thumb.jp post-4451-0-04809100-1426074148_thumb.jp

Bearbeitet von Olaf
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Nicky Westphal

Hallo Olaf,

 

auch wen dein Themantitel (Umbenennung wäre sicher kein Fehlr) mir nicht viel sagt, sind das schöne Bilder. Gerade die Sämlinge von D. capensis bekommt man ohne Lupe eher selten zu sehen. 

 

Was deinen Vermehrungsversuch bei D. aliciae angeht, ziehe ich bei den Rosetten bildenden Droser eines der Blätter, aus den unteren noch grünen Lagen, einfach ab. Beim abschneiden beschädigst du immer die Zellen, über die Wasser aufgenommen werden soll. Den Steckling stecke ich dann leicht schräg, so das ein Drittel des Blattes versengt ist,  in richtig nassen Torf. Das klappt meist recht gut, aber Man zieht ja sich selbst teilende Pflanzen nicht unbedingt noch in Massen nach.

 

Grüße Nicky

Bearbeitet von Nicky Westphal
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Hallo Olaf,

 

auch wen dein Themantitel (Umbenennung wäre sicher kein Fehlr) mir nicht viel sagt, sind das schöne Bilder. Gerade die Sämlinge von D. capensis bekommt man ohne Lupe eher selten zu sehen. 

 

Was deinen Vermehrungsversuch bei D. aliciae angeht, ziehe ich bei den Rosetten bildenden Droser eines der Blätter, aus den unteren noch grünen Lagen, einfach ab. Beim abschneiden beschädigst du immer die Zellen, über die Wasser aufgenommen werden soll. Den Steckling stecke ich dann leicht schräg, so das ein Drittel des Blattes versengt ist,  in richtig nassen Torf. Das klappt meist recht gut, aber Man zieht ja sich selbst teilende Pflanzen nicht unbedingt noch in Massen nach.

 

Grüße Nicky

Hi Nicky,

schön wenn dir die Bilder gefallen.

 

Was den Titel betrifft, mir ist da nichts anderes eingefallen. Und weil ich als Anfänger nichts wirklich grundlegendes bei den einzelnen Arten beitragen kann, habe ich eben versucht meine geringen Erfahrungen in diesem einen Thema unterzubringen. Da ich inzwischen noch einige weitere Arten von einem Mitglied erhalten habe, wird sich das ganze noch ausweiten. Hoffe das wird nicht zu unübersichtlich. ;)

Themenvorschläge werden gerne angenommen. ;)

P.s. der Beitragstitel kann nur durch einen Admin geändert werden. Ich kann das nicht.

VG Olaf

 

(zwei Beiträge für heute erschöpft. Also nicht wundern wenn ich erst morgen wieder antworten kann)

Bearbeitet von Olaf
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partisanengärtner

Wenn Du den Titel ändern willst

gehst Du auf Beitrag bearbeiten, dann wechselst Du rechts unten zum vollwertigen Editor dort kannst Du dann auch den Titel ändern.

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Danke, das hätte ich nicht erwartet, zumal ja auch der Torf in Küstennähe oder auf Inseln sehr salzhaltig sein müsste - zumindest an bzw. im Wattenmeer der Nordsee wurde ja im Mittelalter Salz aus dem Torf gewonnen. Der Ort Rungholt, der seinen Reichtum im Mittelalter auf der Gewinnung und dem Handel von Salz aufbaute, der ging ja am 16.Januar 1362 laut den Historikern in der Marcellus-Sturmflut deshalb unter, weil sich die Bewohner mit dem jahrelangen Abbau des Salztoorfs quasi den Boden unter den Füßen weg gezogen hatten indem sie ihre Moore alle verkocht hatten, um Salz draus zu gewinnen.

 

Spricht aber dafür, dass die Droseras wohl doch mehr mitmachen, als wir ihnen zutrauen oder die Moore sind nicht überall salzhaltig.

 

Gruss

Peter

Bearbeitet von Peter S.
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Zu Standort frage von D. rotundifolia, das Moor ist urch einen breiten Strand und Dünen vom Meer abgegrenzt. Ob das jemals von Salzwasser überspült wurde, keine Ahnung. Allerdings ist davon auszugehen, dass bei auflandigem Wind auch Salzpartikel in das Moor geweht werden. Nun habe ich keine Messungen vorgenommen, wüsste auch nicht wie. Aber an mehreren, sonnenbeschienenen Freiflächen standen sie dicht an dicht und bildeten einen schönen Teppich.
Hier noch eine Übersichtsaufnahme von einem kleinen Teil des Moores.

 

_IGP7978.jpg

 

_IGP8029.jpg

Bearbeitet von Olaf
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Danke, interessant. Da wäre es ja wert auf auch auf Rügen mal diese kleinen Moore zu begutachten, zumindest meine ich, dass das welche sind, die ich da im Nationalpark Jasmund und in der Mitte der Insel in Richtung Trend und Schaprode mal gesehen habe. Es kann aber auch gut sein, dass es nur sogenannte "zurückkehrende" Feuchtwiesen waren, weil ja so viele Bauern auf Rügen aufgegeben haben und die Flächen nicht mehr bearbeitet werden. Dieser forcierte Tourismus bekommt der Insel Rügen nämlich ganz und gar nicht. Irgendwann ist Rügen zubetoniert oder der Rest abgesperrt.

 

Nun der nächste Ostsee-Urlaub kommt ja bald

 

Gruss

Peter

Bearbeitet von Peter S.
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  • 1 Monat später...

Gibt einiges Neues.

In einem anderen Thread hatte ich einen Verdampfer entdeckt der mit Ultraschall arbeitet. http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/38742-luftbefeuchterfogger-f%C3%BCrs-terrarium-f%C3%BCr-ca-10-euro/ ) Ich hatte das ausprobiert und fand die Umsetzung im Prinzip recht gut. Einzig die verfügbare Wassermenge hat mich gestört. Aus dem Grund habe ich versucht das etwas dahingehend zu verbessern, dass es auch für jemanden der wenig Zeit hat umsetzbar ist.

 

Heraus kam das hier:post-4451-0-25944800-1425987518_thumb.jp

 

Hoffe ihr könnt sehen was ich meine. Bin kein technischer Zeichner. ;)

Das Prinzip ist an eine Vogeltränke angelehnt wo aus einem Vorratsbehälter immer dann wasser in die Trinkschale nachläuft sobald ein gewisser Wasserstand unterschritten ist. Somit habe ich für einige Zeit Ruhe und muss nicht permanent Wasser nachfüllen. Ich benutze entionisiertes Wasser aus dem Baumarkt. Sollte die Membran Ablagerungen zeigen werden sie mit Zitronensäure entfernt.

 

Übrigens scheint ein Bauteil auf der Platine einer Dauerbelastung nicht gewachsen zu sein. Ich habe daher eine Zeitschaltuhr vorgeschaltet die jeweils 15 Minuten Strom gibt um dann für 15 Minuten zu pausieren. Wenn sich Wasser auf der Membran befindet funzt das nicht. Dann müsst ihr es abpusten.

 

Warnung: Das die Garantie erlishct ist wohl klar. Das es sich nicht um einen, vom Elektrofachmann empfohlenen Umbau handelt sicher auch. Und da es immer mal passiert, dass durch die Membran des Verdampfers Wasser austropft, sollte unter der Konstruktion ein ausreichend großer Behälter stehen.
 

Viel Spaß beim Nachbauen,
Olaf

 

post-4451-0-27285200-1425988143_thumb.jp

post-4451-0-15731200-1425988144_thumb.jp

Bearbeitet von Olaf
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  • 2 Monate später...
MadMantis

Hallo,

 

ich grab den Thread hier nochmal wieder für ein kleines Update aus.

Ich hab meine Ausgangsversion nun vor ca einem Monat der von Olaf angepasst, mit noch einer kleinen Abwandlung:

Die kleine Dose des Neblers habe ich mit dem Größeren Tank über Aquarienschläuche verbunden, so hängt nur eine kleine Dose im Terrarium und ich kann einen beliebig großen Tank außerhalb des Terrariums anbringen. 

 

Außerdem  muss ich mal erwähnen das ich echt erstaunt bin, dieser kleine Nebler für 5 Euro verrichtet nun seit einem Jahr täglich seinen Dienst und läuft noch immer. :) Das hätte ich damals als ich ihn gebastelt habe echt nicht erwartet, eigentlich sollte es nur eine kurzzeitige Lösung sein. 

 

Das Problem das sich manchmal in den Pausen Wasser auf der Membran ansammelt habe ich auch, ich puste es allerdings nicht runter, bis jetzt dauert es bei mir einfach immer nur ein zwei Minuten und dann gehts auf einmal trotzdem los. 

 

Schöne Grüße,

 

Andy

Bearbeitet von MadMantis
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Mein Vernebler ist nach zahlreichen Bastelarbeiten nun völlig kaputt. Zuletzt ist eines der Kabel an der Membran an der Lötstelle abgebrochen. Beim Versuch es mit dem Laser fest zu schießen habe ich einmal satt durch die Membran geschossen. Ist ihr nicht bekommen.
Ansonsten ist es so, dass meine Pflanzen auch ohne Vernebler gut wachsen. Insofern werde ich auch keinen neuen kaufen. Trotzdem würde mich ein Bild deines Systems interessieren.

 

VG Olaf

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MadMantis

Hey,

 

habs etwas vor mich her geschoben da mein "Prototyp-Design" nicht unbedingt das schönste ist, aber hier nun ein paar Bilder ;)

Hier der Nebler. Durch den Clip-Verschluss der Dose lässt sich der Nebler leicht entnehmen ohne das die Leitungen getrennt werden müssen.
post-4460-0-93238800-1433687137_thumb.jp

Die beiden Röhrchen im innern:

post-4460-0-23011400-1433687140_thumb.jp

 

Hier leite ich das ganze aus dem Terrarium, leider musste ich das Lochblech etwas "ausweiten":
post-4460-0-54736100-1433687143_thumb.jp

 

Und hier der Tank, dabei merke ich, ich sollte den mal wieder reinigen :D
post-4460-0-88569300-1433687147_thumb.jp

 

 

Schöne Grüße,

 

Andy

Bearbeitet von MadMantis
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