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Hi,

Ich hatte um die Weihnachtszeit ein paar Nepenthes Stecklingen gemacht und sie sofort in Karnivorenerde gesteckt die ich dann in einen Untersetzer mit destilliertem Wasser getan hab. Das mit dem Untersetzer war ein Fehler da alle Stecklinge zwar noch leben, aber ganz am Ende gefault waren. Ich habe die Stecklinge also wieder raus geholt aus der Erde, die verfaulten Enden abgeschnitten (diesmal schräg) und dann noch angeritzt wie empfohlen. Außerdem hab ich sie mit Kohlepulver desinfiziert und dieses Mal in Wasser gestellt da das schneller gehen soll und ich sehen kann ob sich Wurzeln bilden oder nicht. Allerdings waren die Stecklinge in den Videos die ich gesehen habe immer sehr groß, meine sind wegen der erneuten Kürzung nurnoch 6 cm lang.

Meine Fragen: Ist es schlimm dass die so klein sind oder ist das egal? Und werden sie trotzdem noch Wurzeln produzieren obwohl sie schon mehr als 2 Monate keine Wurzeln hatten und in Substrat standen? Danke im Voraus :)

Manuel Christ
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Hallo Nico,

was meinst du genau mit anritzen?

Auf die Größe kommt's nicht an ;), lediglich ein austriebsfähiges Nodium sollte vorhanden sein.

Viele Grüße,

Manuel

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Wow, danke für die schnelle Antwort :o

Mit anritzen meine ich dass das Ende vom Stamm mit einem Messer angeschnitten wurde damit sich besser Wurzeln bilden können :)

Ein Nodium ist nur bei einigen Stecklingen vorhanden, allerdings sind alle 7 Stecklinge Kopfstecklinge an denen sich oben neue Blätter am bilden sind. Sollte das nicht reichen?

Manuel Christ
Posted (edited)

Hallo,

durch Anritzen oder Einschneiden wird lediglich das Subapikalmeristem, ein Ring aus vermehrungsfreudigen und undifferenzierten Zellen zerstört, die bei der Wurzelneubildung helfen. Aus zermatschten und verletzten Zellen wird eine Regeneration schwierig - trotzdem viel Glück!

Viele Grüße,

Manuel

Ja, bei Kopfstechlingen reicht es aus.

Edited by Manuel Reimansteiner
Posted

Eine Frage noch: ist es egal ob die Stecklinge im Wasser den Boden berühren oder nicht?

partisanengärtner
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Nein, es ist nicht wichtig aber sie sollten nicht austrocknen. Also gut beobachten den Wasserstand

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Ich hatte im Sommer 2014 zwei Stecklinge der N.ventricosa x alata aus einem Baumarkt erhalten, auch sehr klein, so ca 6 cm im Gesamtdurchmesser (2 kleine Blätter, keine Kannen, drittes Blatt im Austrieb). Ein halbes Jahr hat die Anwachsphase am Fenster gedauert (unter Plastikfolie).

 

Einen Steckling hatte ich in Regenwasser stehen, den anderen in lockeren und stets feuchten Weisstorf gesetzt. Beide Stecklinge hatten erst zum Jahresende Wurzeln gebildet, so dass ich sie dann eingetopft habe. Bei dem Steckling im Torf konnte ich das ja nicht beobachten, aber beide haben sich gleich verhalten: Etwa 2-3 neue Blätter wuchsen verkümmert und verknittert über das halbe Jahr, bis dann endlich ein ordentlicher Wachstumschub eintrat. Das war der Zeitpunkt, als im Wasserglas erste Wurzeln zu sehen waren. Beide verhielten sich also gleich.

 

Also, wenn Du um die Weihnachtszeit Stecklinge gemacht hast, dann ist es jetzt noch viel zu früh für ein anwachsen, auch wenn genug Licht vorhanden wäre.

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Noch eine Frage... Wenn ich zwei Venusfliegenfallen Blüten habe und angenommen die werden beide befruchtet... Wie viele Samen erhalte ich dann ungefähr?

Nicky Westphal
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Noch eine Frage... Wenn ich zwei Venusfliegenfallen Blüten habe und angenommen die werden beide befruchtet... Wie viele Samen erhalte ich dann ungefähr?

das ist unterschiedlich, das kann dir keiner vorhersagen!

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Hey Nico,

 

bei mir hat kürzlich auch eine stinknormale Venusfliegenfalle geblüht, die ich dann mit sich selbst bestäubt habe. Habe ca. 45 Samen erhalten (bei 4 von 7 Blüten die Samen angesetzt haben). Denke wenn du die zwei kreuzbestäubst erhälst du mehr Samen. Aber ganz genau sagen kann dir das wohl niemand ;)

 

Lass mal hören was bei rumgekommen ist!

 

Viele Grüße

Nic

Nicky Westphal
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Hallo Nic & Nicoo,

 

solltet ihr euch nicht die Frage stellen: warum blühen die VFF im Winter? Gut, bei kühler Überwinterung ist es durchaus normal, das die jetzt schon mit Blütenbildung beginnen. Aber Nic, wenn du kürzlich Samen geerntet hast, solltest du mal dein Kulturbedingungen überdenken. Normalerweise sollte eine Dionaea kühl überwintert werden. Ja, es gibt das Experiment von Andreas und einige kultivieren Sämlinge den ersten Winter warm durch, doch die blühen für gewöhnlich noch nicht. Der Winter ist normalerweise Ruhezeit, da das Licht- & Nahrungsangebot knapp ist und eine Blütze die Pflanzen schwächt. Nic, wenn du nicht die geeignetenbedingungen hast, würde ich zumindest Blütentriebe, die zwischen September & Januar entstehen, immer kappen.

 

Grüße Nicky

  • 2 months later...
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Hallo,

durch Anritzen oder Einschneiden wird lediglich das Subapikalmeristem, ein Ring aus vermehrungsfreudigen und undifferenzierten Zellen zerstört, die bei der Wurzelneubildung helfen. Aus zermatschten und verletzten Zellen wird eine Regeneration schwierig - trotzdem viel Glück!

Viele Grüße,

Manuel

Ja, bei Kopfstechlingen reicht es aus.

Was ist im Falle von Seitentrieben? Ich habe diese einfach mit der Hand von der Mutterpflanze getrennt - ohne zu quetschen und diese ins nasse Torf gesteckt.

Posted (edited)

Was ist im Falle von Seitentrieben? Ich habe diese einfach mit der Hand von der Mutterpflanze getrennt - ohne zu quetschen und diese ins nasse Torf gesteckt.

 

Sollte gehen, zumindest hat es bei meiner N. x hookeriana und N. "Bloody Mary" funktioniert, war zwar nicht beabsichtigt, aber mir sind beim umtopfen neue kleiner Seitentriebe abgebrochen. 

Ist ja im Prinzip fast nix anderes als ein noch sehr kleiner Kopfsteckling ;)

 

Schöne Grüße,

 

Andy

Edited by MadMantis
Posted

Aber nehmen solche Seitentriebe der Hauptpflanze nicht Nährstoffe ab -->  Hauptpflanze wächst somit langsamer ?!

Dann wäre es ja sinnvoll solche Seitentriebe zu Stecklingen zu machen ?

partisanengärtner
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Das das Beschneiden eine Pflanze stärkt ist eine Milchmädchenrechnung. Solange sich die Triebe nicht zu stark gegenseitig beschattet wird nützen sie der ganzen Pflanze.

Edited by partisanengärtner
Manuel Christ
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Hallo,

google mal nach "Apikaldominanz", Tiamat.

Viele Grüße,

Manuel

partisanengärtner
Posted

Die höchsten und damit in der Regel am meisten Licht bekommenden Teile der Pflanzen steuern durch Abgabe von Hormonen die Verteilung der Nährstoffe in der gesamten Pflanze.

Das wird vor allem beim Obstbaumschnitt schon sehr lange gelehrt.

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Soll ich besser alle Kannen abtrennen? Grund: nach 4 Tagen fangen sie oben an braun zu werden.

Grüße,

Hendrik

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Hallo Hendrik,

 

sind jetzt alle Kannen schlagartig oben braun geworden oder werden neue Kannen nach vier Tagen oben braun?

 

Das die irgendwann oben eintrocknen und braun werden ist eigentlich normal. Aber vier Tage erscheint mir ein wenig kurz....

Vielleicht kannst du mal was zu deiner Pflanze und den Kulturbedingungen erzählen ;)

 

Viele Grüße

Nic

Posted (edited)

Hi Nic,

also ich habe mal ein paar Fotos angehangen. Ich hatte die Nepenthes (Alata) erst im Mini Gewächshaus - bis vor ca 5 Tagen. Dieses "Gewächshäusschen" wurde zu klein. So habe ich mich entschlossen die Nepenthes zu teilen und umzutopfen. Die drei großen Pflanzenteile habe ich in einen größeren Topf eingepflanzt. Diesen halte ich für die "Eingewöhnungsphase feucht. Unten ist eine 2 cm Schicht 2mm-Kies. Darüber Torf (siehe auch Bild). Die Nepenthes sprühe ich regelmäßig ein. Im Zimmer sind es derzeit ca 18- 22 Grad und am Südfenster im Halbschatten gelegen. Die Leuchtstoffröhre steuert ihren Teil der Beleuchtung bei. Diese hat den Winter über meinen Zimmerbestand (Sarracenia, drosera, Pinguicula) im Gewächshaus voll ausreichend beleuchtet. Sie haben sich allesamt xfach vermehrt :-). Die beiden kleinen Seitentriebe habe ich im Gewächshaus zur "Aufzucht" neu eingepflanzt - diese hatten nur wenig Wurzeln. Wie ihr seht habe ich die kleinen "frischen" Kannen bereits abgeschnitten. Falls ihr noch was wissenswertes benötigt - nur zu.

Grüße

Hendrik

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Edited by Hendrikh3
Posted

Ich habe auch den Eindruck dass die unteren Blätter immer gelblicher werden. Sollen die Pflanzen im Torf nach dem Teilen eher nasser gehalten werden? Vielen Dank für jeden Ratschlag.

Grüße Hendrik

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Ich denke wenn schon Wurzeln dran sind, kann man sie wie normale Pflanzen gießen. Sollten keine Wurzeln dran sein, dann so nass wie es geht. Manche bewurzeln die Stecklinge in reinem Wasser, was bei mir bisher immer länger gedauert und weniger Erfolg hatte.

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Ich denke wenn schon Wurzeln dran sind, kann man sie wie normale Pflanzen gießen. Sollten keine Wurzeln dran sein, dann so nass wie es geht. Manche bewurzeln die Stecklinge in reinem Wasser, was bei mir bisher immer länger gedauert und weniger Erfolg hatte.

Würde ich auch sagen.

In reinem Regenwasser wurzeln zu lassen funktionierte bei mir auch nicht (obwohl N. Ventrata doch sehr robust ist)

Ich schneide sie mit einem Skalpell schräg an und stecke sie 1-2 Tage in Regenwasser. Dann in Torf bzw Sphagnum, das funktioniert sehr gut bei N. Ventrata

Wobei reine Kopfstecklinge immer klappen, Zwischenstücke eher nicht (haben immer jeweils 3-4 Blätter)

 

Kannen würde ich nie abschneiden, auch nicht wenn sie halb verdörrt sind, die Pflanze kann daraus immer noch Nährstoffe und Flüssigkeit ziehen solange nicht die komplette Kanne braun ist! Auch wenn die Blätter gelb werden muss das noch nichts heißen, schau einfach das sie gut feucht sind und viel Licht kriegen :)

 

Als ich meine Ventrata damals nur auf der Fensterbank hatte, (mit sehr geringer LF) sind die Kannen nach ein paar Wochen auch immer halb eingetrocknet, das ist ganz normal.

Mittlerweile habe ich sie duzende Male gestutzt und im jetzigen Terrarium (70-90% LF) besitzt sie ca 15 wunderschöne rote Kannen die nicht mehr vertrocknen.

Posted

Ich habe mal gelesen, dass beim Vermehren von Nepis die Blätter gestützt werden sollen, damit die Pflanze keine unnötige Feuchtigkeit über diese 'unteren' Blätter verliert?!

Posted

Halte ich persönlich für Unfug, aber ich bin da auch eher unerfahren. Ich habe 3 Stecklinge bisher versucht von 2 unterschiedlichen Nepenthes und alle 3 sind was geworden. Selbst als ich es erst im Wasser versucht habe und die Pflanzen fast eingingen, haben sie sich in Erde gesteckt erholt. Stecklinge mit Nepenthes erscheinen mir daher wie Unkraut zu sein.

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