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blaublühende Urticularia im Moorbeet?


partisanengärtner

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Aus U. cornuta bin ich auch noch nicht ganz schlau geworden. 
Die Art hab ich seit knapp 10 Jahren im Moorkübel und in Töpfen. 
Kurz nach dem ersten einpflanzen ist sie verschwunden und war zwei Jahre weg. Im dritten Jahr war der ganze Kübel voll mit Blüten. 
Der Kübel ist leider auch sehr "subulata verseucht". Da die Blätter ja aber viel schmaler als die von U. subulata sind, fällt schon auf, wenn die cornuta grade da ist (zumindest oberirdisch). 
Seitdem geht das immer so im 2-3 Jahrezyklus. 
Hat da jemand Anders ähnliche Erfahrungen? @Stefan H. wie lange ist das Verschwinden denn bei dir schon her? 

Grüße

Tim

Edited by Tim B
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Gordon Shumway
vor 6 Stunden schrieb Tim B:

Ich würd sie ähnlich wie D.capensis einschätzen

 

Ja, genau. 

Hiesiger Winter draußen im Gewächshauskasten ist nicht U. lividas Lieblingszeit, aber im Frühjahr kommt er zuverlässig seit Jahren immer wieder aus irgendwelchen Ecken gekrochen. Auch nach ausgesprochen kalten Wintern.

 

Ich habe in diversen Töpfen und Beeten verstreut U. dichotoma von C. Klein in Kultur (das blaublühende Zeug auf Bild 3 Edit: Ist wohl doch was anderes). Hält sich, tritt aber erst mit der Blüte in Erscheinung. Mein Problem ist, dass es sich mit meinen anderen Utris mischt, also blanchetti, sandersonii, livida, subulata und dem praktisch identisch aussehenden novazealandia. Alle müssen im Winter mehr oder weniger Frost auf der Glasterrasse oder im Frühbeetkasten aushalten, funktioniert schon seit einigen Jahren.

 

U. cornuta ist für mich auch ein Mysterium. Kann aber daran liegen, dass er (zumindest für mich) ähnlich wie U. subulata aussehen könnte. Ich bin mir fast sicher, dass es sich bei meinem letzten erworbenen U. cornuta tatsächlich um U. subulata handelte.

 

 

Letztlich nehme ich es mit den Utris aber auch nicht so genau: Alles Blühzeug, was in oder zwischen den Töpfen meiner Sarras wächst und deren Kulturbedingungen aushält, ist mir willkommen!

 

EDIT:

Wie auch immer, aber über die letzten Jahre bekam ich immer wieder den Eindruck, dass kleinblättrige Utris zu Beginn in neu eingerichteten Systemen (Beeten, Terrarien, Kugelvasen) am besten wuchsen. Sobald sich aber andere Pflanzen oder Moose etablierten, waren sie bei mir immer auf dem absteigenden Ast bis hin zum kompletten Verschwinden.

 

 

Edited by Gordon Shumway
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Sehr interessanter Input von euch allen! Und entschuldige Stefan! Das "f" merke ich mir 😉.

Ich habe den alten Thread nochmal wiederbelebt, weil ich folgendes Projekt habe:

Einen Eimer von Dehner mit 25 cm Durchmesser und 23 cm Höhe mit Teichfolie auskleiden. Darin nen umgedrehten Blumentopf als Wasserspeicher. 

Dann viele D. intermedia (u.a. den grünen großen aus Kanada) und U. cornuta und U. dichotoma von C. Klein. 

Evtl. pflanze ich alles ca. 2 -3 cm unter Topfrandhöhe damit das Biotop zeitweise vollständig unter Wasser steht und im Winter mit einer Eisschicht die Pflanzen abdeckt.

 

Da hoffe ich natürlich auf einen schönen Blütenteppich der Utricularias. Natürlich kommt hier kein Sphagnum hinein. Es soll ein nasser Standort gemäß D. intermedia-Bedingungen.  

 

Erkennt jemand irgendeinen Planungsfehler? 

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Gordon Shumway
vor 2 Stunden schrieb Insectivorophilia:

Die Utris auf dem vorletzten Fotos würde ich auch als Utricularia blanchetii ansprechen...



Jetzt, wo du es sagst...

Tatsächlich müsste es der großblütige U.bisquamata von TC aus dem Baumarkt gewesen sein.
Den hatte ich schon fast vergessen!




 

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Hallo zusammen,

 

ich habe mal erzählt bekommen, dass Utricularia gerne neues Gebiet besiedeln und dabei am besten wachsen und gedeihen. Mir gegenüber wurde Utricularia in dem Zusammenhang gar als „Eroberungspflanzen“ beschrieben. Selber konnte ich das auch beobachten, was auch Gordon beschreibt. Wenn ein Gebiet komplett bewachsen bzw. „besetzt“ war lies das Blühen deutlich nach. Verschwinden oder gar Absterben sind meiner Meinung nach aber keine Resultate daraus, sonst würde sich in der Natur der Standort bestimmter Arten permanent ändern. Ich denke das liegt an zu starker Konkurrenz anderer Arten oder an Umwelteinflüssen.

 

Am 22.4.2023 um 17:50 schrieb Tim B:

@Stefan H. wie lange ist das Verschwinden denn bei dir schon her?

 

Das sind bestimmt schon zehn Jahre. Da kommt nichts mehr. 😉

 

Am 22.4.2023 um 19:01 schrieb DingDong:

Erkennt jemand irgendeinen Planungsfehler? 


Ich denke das kann (vom Wachstum her) gut funktionieren und wird anfangs auch schick aussehen. Ob die Utricularia dauerhaft stark blühen kann zumindest angezweifelt werden (s.o.). Die Frage, die man sich stellen muss: soll der Eimer im Freien stehen und hält er das auf Dauer aus? Die permanente Krafteinwirkung von nassen Torf kann über kurz oder lang den Eimer verformen. Zudem ist die Kraft von gefrorenen Wasser im Winter nicht zu unterschätzen. Nicht, dass nachher der Eimer reist. Wenn zudem durch permanente Einwirkung von UV-Strahlung das Plaste spröde wird schwindet die Festigkeit des Eimers noch weiter und macht ihn weniger elastisch.

 

Viele Grüße

Stefan

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