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Sphagnum als Substrat - Anstaubewässerung?


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Guten Abend zusammen. Ich versuche seit einiger Zeit erfolglos verschiedene Nepenthes in Sphagnum zu kultivieren. Dabei habe ich immer den kompletten Topf mit dem Torfmoss gefüllt und die Pflanze hineingesetzt. Den Nepenthes gefällt das gut, das Sphagnum stirbt bei mir allerdings relativ schnell ab. Ich halt meine Pflanzen im Terrarium und habe daher eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Bisher habe ich immer nur so viel gegossen, dass es keinen Anstau gibt, da Nepenthes das ja nicht so mögen. Ich vermute, dass das der Grund für das Absterben des Sphagnums ist. Wie macht ihr das bei euren Pflanzen? Stehen die in einer Anstaubewässerung? Woran kann es sonst liegen, dass das Sphagnum stirbt?

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Hallo Chris,

da wirst du um regelmäßiges Bewässern von oben, sei es durch Drucksprüher oder Beregnungsanlage kaum rumkommen.

Mit freundlichen Grüßen,
Jan.

Christian Ritter
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Hallo,

 

also ich kann von Sphagnum als Substrat nur abraten.

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Bei mir wachsen derzeit 2 Stecklinge einer Ventricosa x Alata in reinem Sphagnum. Diese Stecklinge habe ich im März letzten Jahres zunächst in ein Glas Regenwasser gestellt und dies dann an ein Südfenster gepackt. Nachdem die Stecklinge im November Wurzeln gebildet hatten, habe ich einen in einen Topf mit einer Schicht Seramis und Obendrauf Sphagnum gepflanzt. Den anderen in reines Sphagnum. Da die Stecklinge vorher nur in reinem Regenwasser standen, habe ich sie zunächst auch sehr Nass weiter kultiviert. Mittlerweile bekommen Sie einmal in der Woche einen kräftigen Schluck Regenwasser. Das Sphagnum wächst trotzdem. Allerdings hatte es eine Zeit gedauert, bis es sich aklimatisiert hatte, weil ich es aus dem Warmen, immer feuchten Terra herausgenommen hatte. 

Ein Steckling hat jetzt sogar eine kleine Kanne gebildet.

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Hallo Chris,

 

ich bin zwar ganz sicher kein Nepenthes Spezi, aber zu Sphagnum kann ich dir nur folgendes sagen. Dieses Moos ist eine lebende Leiche. Am Leben ist immer nur der kurze obere Teil, also die Triebsptize. Von unten her stirbt es stetig noch oben hin ab und bildet so im Lauf der Zeit Torf. Aber das dauert bekanntlich. Jeder noch so dicke Sphagnumteppich lebt nur in den oberen 3 bis vielleicht 5 cm, dann ist es aus. Wenn dir auch die Spitzen absterben kann das viele Ursachen haben. Zu trocken (von oben und oder unten), oder falsche Temperaturen. Europäische Arten ertrage nicht unbedingt hohe Temperaturen auf Dauer, sie sind an die Kälte angepasst. Seine Nährstoffe bezieht es aus der Luft und muss seine Ausscheidungen durch Regen ausspülen, sonst gibt es die berühmten schwarzen Spitzen.

Es gibt zu Topfen sicher besser geeignete Substrate.

 

Da fällt mir gerade ein, ich werde gleich noch einen Termin mit Prof. a.D. Adam Hölzer speziell zu Sphagnum im Naturforum posten.

 

Gruß Piesl

Lukas Volkmer
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Hallo Chris,

 

dass das Sphagnum v.a. untenrum abstirbt, liegt daran, dass es dort kein Licht bekommt und in stehender Luft nur vor sich her gammelt. Die dauerhafte Kultur in lebenden Sphagnum ist nach eigenen Kulturerfahrungen unmöglich. Auch totes Sphagnum gammelt vor sich hin und zersetzt sich nach einiger Zeit stark. Für alle meine Nepenthes hat sich eine Torf-Perlite-Pinienrinde Mischung bewährt. Solltest du auch mal ausprobieren.

 

Gruß

Lukas

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Mein Sphagnum muss ich nach einiger Zeit zurückschneiden, besonders bei den kleinen separat getopften Nepenthes-Ablegern, da diese sonst vom Sphagnum überwuchert werden. Das abgeschnittene Sphagnum lege ich dann in eine Regenwasser-Schale und sammele es so für das nächste Umtopfen... Ich mache auch Anstau-Bewässerung, aber nicht direkt am Moos.

 

Ich kultiviere meine Nepenthes in einer Mischung aus Weisstorf, Ugro Kokos Rhiza und Sphagnum. Das alles ist gut durchmischt, bzw die Sphagnum-Fasern sind unter den Torf/Kokos gemischt, wobei der Torf/Kokos den größten Teil des Substrates ausmachen. Und oben drauf drücke ich eine Schicht reines Sphagnum Moos, weil es so schön aussieht. Diese Schicht wächst dann auch.

 

Die meisten dieser Nepenthes-Töpfe stehen im unbeheiztem Terrarium bei etwa 20-24 °C und etwa 70-90% Luftfeuchte (Schwankungen, zB Tag/Nacht oder mal andere Zimmertemperaturen).

Ich gieße mit Regenwasser stets von oben auf die Töpfe, also auf das Sphagnum. Wenn es unten im Untersetzer herausläuft, dann lasse ich es so stehen, bis es nach 1-2 Tagen wieder weg ist. Einen weiteren Tag später gieße ich dann erneut. Jede Pflanze hat da aber ihren eigenen Verbrauch, also ist jeden Tag was zu tun, bzw zu prüfen.

 

Auf diese Weise wächst mein Sphagnum sehr gut. Das angehängte Bild zeigt einen kleinen N.linda Ableger, bei dem ich das Sphagnum vor einiger Zeit schonmal zurückgeschnitten habe.

 

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