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Perlite und Nepenthes


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Also, Styropor (ist eigentlich nur ein Markenname, korrekt heißt das Polystyrol) selber schimmelt nicht, begünstigt aber Schimmel, da es dauerhaft nicht feuchtigkeitsabweisend ist wie z.B Styrodur (ebenfalls ein Polystyrol, allerdings extrudiert), das ist auch dauerhaft im dauerfeuchten oder (noch schlimmeren) wechselfeuchten Bereich einsetzbar.

 

Das normale Styropor zerfällt unter wechselnden oder auch dauerfeuchten Zuständen nach und nach, hierdurch bildet sich dann auf der Oberflächen, in Stoßfugen oder bei einem WDVS auch zwischen Dämmung und Wand bzw. an der Innenwand schnell Schimmel.

 

Und ja, dieser ganze Wärmedämmwahnsinn, den die Bundesregierung mittels ENEV beschlossen hat, führt zu massiven Schimmel- und Feuchtigkeitsschäden an Gebäuden, produziert Sondermüll ohne Ende und lässt die Verordnung, dass in neuen Mietshäusern die Installation Rauchmeldern Pflicht ist, als blanken Hohn bezeichnen, da dieser Plastikmist außen an den Fassaden brennt wie ein Streichholz. Dazu kommt noch, dass Spechte mittlerweile großflächig auf den Trichter gekommen sind, in diesen Schaumstoffmüll ihre Bruthöhlen anzulegen, geringer Aufwand und immer schön warm. Ich hoffe, keiner von euch spielt mit dem Gedanken, sich sein Eigenheim mit einem WDVS zwecks Energieeinsparung einzutüten.

 

Ihr merkt schon, ich hasse diesen Dreck.  :yucky:

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Zustimmung, wir sind auch damit isoliert, was wohl die Ursache für unsere völlig überwärmten Wohnungen ist, denn dieser Schaumstoff wirkt wie Schamott und nimmt die Wärme auf und strahlt sie nach innen ab. Wenn man die Hand innen an die Wände legt, ist das so warm, als ob wir in einem langsam auskühlenden Kachelofen hausen würden. Ich hatte eigentlich erwartet, dass das Zeug im Sommer kühlt und im Winter dämmt, aber im Sommer scheint es alles andere zu tun als zu kühlen.

 

 

Ich hoffe, keiner von euch spielt mit dem Gedanken, sich sein Eigenheim mit einem WDVS zwecks Energieeinsparung einzutüten.

 

das liegt, so wie ich den Makler verstanden habe, nicht allein in meinem Ermessen, will ich Schwiegermutters Haus ordentlich verkaufen, muss ich das vorher wohl tun. Der Streit geht da schon seit Monaten drum, weil der Makler behauptet, er könne das Grundstück nicht ohne einen solchen Energieausweis oder was das für ein Zerifikat ist, verkaufen. Evtl. müssen wir das vorher auch machen lassen oder eine Wertminderung in Kauf nehmen (so jedenfalls der Makler) - der Wahnsinn geht also weiter mit dem Zeug.

 

@ Wolfgang

Du kannst mir das aber gerne PN mal erklären, das sprengt nämlich dann hier das Thema.

Bearbeitet von Peter S.
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Nicky Westphal

 Hey Nicky,

 

Überraschung, man kann heutzutage schon Kokosziegel vorbehandelt erwerben. Dazu gibt's das WWW. Man kann natürlich nebenbei weil man ja den Kokos tagelang wässert gleich mit ausspülen. Beim Quarzsand  kannst man sich die Körnung sehr gerne selbst auswählen! (Vorsicht bei Quarzsand kauf da gibt es auch welchen für den Baubedarf!)

Es gibt natürlich auch Sand und Kies in sehr großer Körnung (ja sogar ohne Mineralien und Kalk :startle: )

Gruß Dom 

Hallo Dominique,

 

sorry, das ich draufhingewiesen habe, das Kokos ohne Zusätze, egal ob als Ziegel oder sonstwas, immer noch Salze enthalten kann. Wenn das für dich klar ist, dann ist das als Rat für andere Nutzer gemeint! Das Kokos sollte bei der Verwendung als Substratzusatz mehrfach gewaschen sein und das ist bei vielen Angeboten eben nicht so.

Falls es dir entgangen ist, ich mache selber gerade einen Versuch mit einem Kokossubstrat als Torfersatz. Dieses Substrat ist aber gewaschen und zusätzlich runtergepuffert.

 

Was Quarzsand angeht, wenn da Quarzssand draufsteht und was anderes drin wäre (wie du in Quarzsand für Baubedarf vermutest) macht sich der Hersteller strafbar. Ausserdem sollte jeder Sand vor der Verwendung ausgewaschen werden!

Wie du ja selber geschrieben hast, unterscheidest du ja auch Sand und Kies. Darum auch meine Frage "welche Körnung Sand du bei Nepenthes nimmst?" Kies kommt dem dann schon eher nah. Ok ist Wortspielerei, aber welcher Sand oder Kies enthält keine Minerale? Jedes Gestein ist aus Mineralien aufgebeut, nur nicht alle beinhalten Kalk oder sind schädlich für die Pflanzen. Gewisse Mineralien sind für diese sogar lebensnotwendig! Blähton, Perlite bestehen z.B. auch aus Mineralien, selbst Torf enthällt welche! Wäre schlimm, wenn das nicht so wäre!

 

Grüße Nicky

Bearbeitet von Nicky Westphal
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Hallo,

ich nutze das/die (?) Perlite von Knauf. Den Isoself. Ich siebe diesen aber vorher auf die gewünschte Größe.

MfG

Henrik

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Andreas Wistuba

Hallo,

ich nutze das/die (?) Perlite von Knauf. Den Isoself. Ich siebe diesen aber vorher auf die gewünschte Größe.

MfG

Henrik

 

Hallo Henrik,

Isoself ist aber gerade so ein Bau-Perlite. Knauf vermarktet es als "Staubgebunden", was auch immer das heisst. Kann schon sein, dass es funktioniert. Es sind aber schon einige Leute mit Bau-Perlite auf die Nase gefallen, weshalb ich grundsätzlich nur Gartenbau-Perlite verwende.

Grüße

Andreas

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Das Gartenbau Perlite von Knauf nennt sich Perligran, das benutze ich ebenfalls ausschließlich.

 

Kleiner Tipp am Rande zwecks Bezugs des Zeugs:

 

In fast jeder halbwegs größeren Stadt gibt es Head-Shops, die Pflanzenfreaks mit den "etwas anderen" Pflanzen benutzen das nämlich ebenfalls gerne. Da bekommt man das lose abgefüllt für kleines Geld und muss sich nicht gleich einen 200 Liter Sack zulegen.

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Kleiner Tipp am Rande zwecks Bezugs des Zeugs:

 

In fast jeder halbwegs größeren Stadt gibt es Head-Shops, die Pflanzenfreaks mit den "etwas anderen" Pflanzen ...

 

 

Hehe, Wolfgang verschlägt es dich etwa auch manchmal nach Bremen zu Udopea? Finde die Preise da echt fair. Hammerschlagreflektor mit E40 Fassung für 10 Euro, Vierkanttöpfe ab 10 Cent und generell ein für Uns interessantes Angebot. 

Hab da auch das U-GRO Rhiza Kokossubstrat her. 

Ich kann mich sogar noch an eine Zeit erinnern, da hatten sie ein paar Carnivoren im Schaufenster stehen, zum vorführen ihrer Grow-Ausrüstung ;)

Letztes mal als ich da war wollten sie mich allerdings dazu überreden bei der Hanf-Parade mitzulauten :D Sind aber alle super nett da ;)

 

 

Schöne Grüße,

 

Andy

Bearbeitet von MadMantis
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Das vllt mal damit wir über das gleiche Perlite reden:

 

 

Perlite sind rein vulkanische Produkte und entstehen durch Umwandlung harten vulkanischen Glases (sog. Obsidian). Perlite sind sehr leicht, keimfrei, salzfrei und sind mit einem pH-Wert um die 7 neutral. Mit der Struktur des Substrates gehen viele positive Eigenschaften einher. Hierunter zählen beispielsweise eine bessere Belüftung von Gartenboden oder Blumenerde durch das hohe Porenvolumen. Zudem haben Perlite eine recht hohe Wasserspeicherkapazität und nehmen Feuchtigkeit schnell auf. Perlite eignen sich in schlecht belüfteten Böden, die z.B. der Gefahr von Staunässe ausgesetzt sind. Durch die Eigenschaft Wasser gut speichern zu können, können Sandböden - z.B. gemischt mit Bentonit und organischem Material - verbessert werden. Auch als nährstoffreies Anzuchtsubstrat geeignet.   Unsere Lava stammt aus der Eifel und ist genau wie Bims ein vulkanisches Produkt. Eifellava weist einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7 auf und ist damit chemisch nahezu neutral. Lava eignet sich v.a. zur Verbesserung der Drainage in organischen und mineralischen Erden, mit Bims und Blähton gemischt zur Dachbegrünung, als Bodenverbesserer zur Auflockerung lehmhaltiger Boden (eher kleinere Körnungen wie 2-5, 4-8) sowie als Filtermaterial für Gartenteiche. Feine Körnungen des Lavagranulats eignen sich hervorragend zur Beimischung in Kakteenerden, Bonsaierden oder Universalblumenerden. Die Wasserleitung bzw. Drainageleistung der Erde deutlich verbessert; zudem enthält Lava wichtige Spurenmineralien, die dem Substrat langfristig zur Verfügung stehen.

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Nur mal angenommen - hypothetisch -

 

wenn man statt Perlite wirklich 1 bis 1,5mm große Styropurperlen nähme -

 

1. schadet das den Pflanzen ?

2. wenn das Substrat mal kompostiert werden soll, muß man da die Styropurbestandteile wieder aus"filtern" ?

3. wie trennt man das ? Mit Wasser, Styrpopur schwimmt gewöhnlich - kann man das dann abschöpfen ?

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Hallo Henrik,

Isoself ist aber gerade so ein Bau-Perlite. Knauf vermarktet es als "Staubgebunden", was auch immer das heisst. Kann schon sein, dass es funktioniert. Es sind aber schon einige Leute mit Bau-Perlite auf die Nase gefallen, weshalb ich grundsätzlich nur Gartenbau-Perlite verwende.

Grüße

Andreas

Und genau daher musste ich heute topfen. Nur habe ich leide keine Quelle für Gartenbau Perlite.

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also ich habe heute in der Baumschule angerufen. Dort weiß man scheinbar gar nicht, dass es verschiedene Perlite gibt. Als ich fragte ob das Bau-Perlite oder Garten-Perlite war, die ich gekauft habe, wurde mir gesagt - na wir nehmen's für die Gartenerde, wir sind doch kein Baubetrieb. Erschöpfende Auskunft, die Chefs waren leider zu Messe.

Ich hoffe nun mal, dass das Zeugs das richtige war, die Töpfe und die Kästen nehme ich nicht nochmal auseinander. Da werde ich zukünftig doch Styropurkugeln nehmen, da weiß ich wenigstens wirklich, was ich habe.

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 Da werde ich zukünftig doch Styropurkugeln nehmen, da weiß ich wenigstens wirklich, was ich habe.

 

Selbst Bauperlite (anstatt Gartenperlite) ist wesentlich besser als der Styropormist, Peter.

Bearbeitet von Wolfgang Liere
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Was ist das für ne Baumschule ? So eine mit Sonderschulanschluss?

 

nein, aber wohl vom Job-Center, da können dann auch von zwangsverpflichteten H4lern mit durchaus vernünftigen aber völlig artfremden Abschlüssen solche Antworten kommen. Ich finde das eigentlich gar nicht zum Lachen.

Bearbeitet von Peter S.
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Hallo,

Dass Styropor zerfällt wusste ich nicht. Das ist jetzt leicht doof.
Ich hatte vor einen Moorkübel mit möglichst großem Wasserspeicher zu bauen. Dabei sollte eine Styroporplatte als Grenzschicht zwischen Torf und Wasser dienen. So sollte das aussehen:
post-2963-0-64756000-1426885183_thumb.jp
Wenn Styropor jetzt aber in so einem nassen Milieu zerfällt ist das ganze Vorhaben aber murx :(
Wie lange dauert es denn etwa bis Styropor zerfällt? Ich hoffe ich kann meinen Kübel noch so umsetzen ohne dass das Ganze in einem Jahr in sich zusammenfällt.

Und ist es denn jetzt eigentlich richtig, dass Vermiculit Salze abgibt? Abgesehen davon, dass das auch noch zerfällt, wäre das ja auch ziemlich schlecht...

Grüße, Andre

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Andreas Wistuba

Selbst Bauperlite (anstatt Gartenperlite) ist wesentlich besser als der Styropormist, Peter.

 

Hallo Wolfgang,

es gibt Perlite-Beschichtungen, die sehr problematisch für Pflanzen sind - das ist eine Tatsache.

Unbehandelt ist Perlite ein toller Pflanz-Stoff.

Ich wüsste aber auch nicht, was gegen Styropor in Substraten spricht. Styropor hat geschlossene Poren und speichert daher im Gegensatz zum Perlite kein Wasser aber genau das will man in manchen Anwendungen. Styroporkugeln werden als "Styromull" seit Jahrzehnten im Gartenbau eingesetzt. Das einzige Problem sehe ich in der Entsorgung. Du musst das Substrat mit dem Hausmüll entsorgen so dass es in der Müllverbrennung landet. Solange man überhaupt mit fossilen Brennstoffen heizt, sehe ich auch da kein echtes Problem.

Grüße

Andreas

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Ich wüsste aber auch nicht, was gegen Styropor in Substraten spricht. Styropor hat geschlossene Poren und speichert daher im Gegensatz zum Perlite kein Wasser aber genau das will man in manchen Anwendungen. Styroporkugeln werden als "Styromull" seit Jahrzehnten im Gartenbau eingesetzt. Das einzige Problem sehe ich in der Entsorgung. Du musst das Substrat mit dem Hausmüll entsorgen so dass es in der Müllverbrennung landet. Solange man überhaupt mit fossilen Brennstoffen heizt, sehe ich auch da kein echtes Problem.

Grüße

Andreas

 

Hallo Andreas,

weil ich das Styropur vor längerer Zeit mal aus dem Substrat raushaben wollte, habe ich die Karnivorenerde in eine Schüssel von reichlich Wasser gesteckt und durchgerührt und drei bis viermal oben mit einem Sieb die schwimmenden Kügelchen abgschöpft. Dann habe ich das Substrat so naß wie es war in einen dichten Leinensack gefüllt und wie ein Kloßsack ausgepresst und weiter verwendet - weitgehendst ohne das Styropur, die eine oder andere Kugel war zwar durchgerutscht, aber das war kaum der Rede wert.

Ich meine nur - trennen könnte man es schon, wenn man das will. Ob allerdings gebrauchtes Styropur in Jahre altem Substrat noch schwimmt, weiß ich nicht - das war frische Karnivorenerde.

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  • 3 Wochen später...
betongärtner

moin,bin zwar nur gast, aber ich verwende calcinierte diatomeen (axxis,fairway plus) statt perlite und habe gute erfahrungen damit gemacht. ist ein zuschlagstoff der wegen wasserspeicherfähigkeiten gerne von greenkeepern (platzwarten) verwendet wird, ph und nährstoffneutral.

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