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Christian Voss

Diesmal Kannen (und Krüge) ...

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Christian List

Wieder sehr sehr schöne Bilder! :icon13:

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Christian Voss

Hallo zusammen,

 

nach diesmal einem Monat gibts auch hier mal wieder ein Update. Ein Monat, in dem die Natur draußen komplett aufgeblüht ist und andere Gattungen im Gewächshaus von 0 auf 100 geschossen sind. Diesen Umstand nehm' ich mal als Ausred dafür, dass es eben ein ganzer Monat ohne Update war. 😉

 

Die Temperaturen haben sich seit dem letzten Eintrag auch deutlich nach oben entwickelt - kein Wunder, war doch der Mai der heißeste seit 130 Jahren,... hab' ich gehört.

Aktuell bin ich in den Terrarien bei knapp unter 20°C in der Nacht und um die 25/26° am Tag. Das ist schon deutlich was anderes als im Winter, was aber dem Wachstum der Pflanzen keinen Abbruch tut. Sicher gibt's optimalere Temperaturen,... ich hab' gehört, ich kann meine Pflanzen auch in Kühltruhen einschließen... aber warum?

Wie jedes Jahr zeigt sich: Die Hochländer sind deutlich anpassungsfähiger, als ihr Ruf es vermuten lässt.

 

Da red' ich gerade von Anpassungsfähigkeit und fang' mit einer an, die meine Bedingungen ganz offensichtlich nicht mag.

Ich tippe hierbei allerdings darauf, dass es der Pflanze bei mir zu kalt ist und ich wohl offensichtlich einen Klon vom eher tiefer gelegenen Standort habe.

Mit einem recht großen Verbreitungsgebiet, auch was die Höhe betrifft, sollte N. reinwardtiana eigentlich zu den toleranteren Arten gehören - nicht so bei mir.

Ja, sie wächst und ja, sie wird minimal größer, aber ich hab' einiges an sog. Ultra-Hochländern in den Terrarien, die deutlich zügiger wachsen.

 

N_reinwardtiana_I.jpg

 

Wieder mal was von meiner Lieblingsart, bei der der Hell-Dunkel-Kontrast wieder sehr schön zur Geltung kommt.

Die Pflanze ist keine von den Ultras, wächst mehr so auf gemäßigten 1500m Höhe, was sich auch in der Kultur zeigt, die ich mal als unkompliziert beschreiben würde.

Bei der Kannengröße sind wir jetzt bei knapp 20cm angekommen.

 

N_ramispina_VI.jpg

 

Eine sehr interessante Art, die im letzten Jahr auch kräftig zugelegt hat ist die, wie ich von A. Wistuba's Homepage geklaut habe,  zahnlose hamata.

Und tatsächlich bringt die Art besonders in punkto Kannenform und Deckel"behaarung" einige Ähnlichkeiten zu N. hamata mit.

Beheimatet ist die Art, ebenso wie N. hamata, auf Sulawesi, wo sie in Höhenlagen von 1500 bis auf 2700m vorkommt.

Als nächste Verwandte wird neben der schon angesprochenen Art auch N. tentaculata genannt. OK, wenn man den Deckel betrachtet, könnte man selbst drauf kommen.

 

N_nigra_I.jpg

 

Noch recht klein (etwa 2-3cm Kannenhöhe), aber ich bin froh, noch eine bekommen zu haben und freu' mich schon auf die großen Kannen.

Eines der augenscheinlichsten Merkmale - auch schon in der Größe - ist die dichte lange Behaarung der kompletten Pflanze, was Blätter, Tendrile und Kannen einschließt.

 

N_hurrelliana.jpg

 

Die Kanne hier hatte ich vor ein paar Beiträgen schonmal im halb geöffneten Zustand gezeigt. Ganz offen ist sie aber noch deutlich eindrucksvoller.

Besonders auffällig ist der gewellte Deckel und das nahezu vertikale Peristom, das noch deutlich nachdunkeln wird.

 

N_naga_I.jpg

 

Ja, und augenscheinlich wird's heute mal ein Update ausschließlich mit reinen Arten, denn die letzte Kanne für heute stammt von meiner N. densiflora.

Nach ein paar Jahren, in denen die Pflanze so vor sich hingedümpelt ist, scheint sie die Kurve jetzt gekriegt zu haben, denn sie legt jetzt deutlich an Kannengröße zu und wirkt auch insgesmt irgendwie "vitaler".

Woran's liegt kann ich nicht sagen, da sie seit Jahren im gleichen Substrat am gleichen Platz im Terrarium steht und auch die Bedingungen hab' ich nicht geändert.

Wie auch immer, es wird und die aktuelle Kanne mit dem eindrucksvoll gezahnten Peristom liegt jetzt bei etwa 5cm Höhe.

 

N_densiflora_I.jpg

 

Das waren die Kannen, aber ich will die Krüge nicht vergessen und natürlich fehlt noch das monatliche Update der Heliamphora Aussaat.

Wir befinden uns also jetzt dreieinhalb Monate nach der Keimung und wie schon im letzten Update prophezeit, sind die ersten wirklichen Krüge jetzt, naja, zumindest zu erahnen.

Was  ich aber bei der enormen Wachstumsgeschwindigkeit auch langsam erahne, ist die Zeit, die die Pflänzchen noch bis zum ersten adulten Krug brauchen werden.

 

H_exappendiculata_BB_huberi_Angasima_VII

 

H_exappendiculata_BB_huberi_Angasima_VII

 

Ein paar der anderen Töpfe, deutlich später angesetzt, sind zwar noch nicht ganz so weit, erfreuen dafür aber mit einer sehr hohen Keimrate.

A propos Keimrate: Was ich bisher in den Töpfen beobachten kann ist, dass die Kreuzbestäubung (zumindest bei den Hybriden ist das der Fall) deutliche Vorteile bietet.

Hab' ich in manchen Töpfen mit "reinen" Aussaaten nur einige wenige Keimling, so sieht's bei den Hybriden meist so ähnlich aus wie oben oder unten gezeigt.

Hier die Kreuzung H. exappendiculata {Aprada} 'Big Bubble' x pulchella {Apacapa}:

 

H_exappendiculata_BB_pulchella_Apacapa.j

 

So, das war's wieder mal,

bis zum nächsten Mal, viel Freude mit den Bildern,

viele Grüße,

Christian

 

-

 

Ach, was ich nicht vergessen will:

 

Ein großes Danke!! an @Marco Ebert, der es mit unermüdlicher Arbeit geschafft hat, dass alle meine Bilder inzwischen wieder korrekt angezeigt werden und das Einfügen der Bilder jetzt deutlich benutzerfreundlicher gestaltet ist als vorher.

Sorry für's Nerven und Danke! für die gute Arbeit

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Kenny An

Schon wirklich beeindruckend zu sehen wie langsam due Sämlinge von Heliamphora sind. Sehr schöne Bilder 

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Jens Neumann

Wie immer, sehr sehr schöne Bilder. 🤩 Ich hoffe ich kann eines Tages solche Kannen an meiner N. naga vorzeigen....

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Jashi

ich war schon kurz davor mich zu beklagen, was das schon wieder so lange dauert 😋Aber zum Glück bin ich diesmal noch nicht ganz so auf Entzug. Gab ja doch recht viel Nepenthes hier im Forum zu bestaunen in den letzten Wochen. Wie immer super tolle Bilder und Pflanzen zum neidisch werden....

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Jo_Schmidt

Super, vor allem die Heli Keimlinge! Die Keimrate sieht ja richtig ordentlich aus 😉

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Christian Voss

Hallo zusammen,

 

wieder mal vier Wochen vergangen und wir sind mitten im Sommer angekommen. Draußen geht's morgen (pünktlich zur EEE in Bonn) wohl über die 30°C heraus und ich bin froh, dass das bei mir im Keller nicht wirklich ankommt. Bei den hochgelegenen Terrarien direkt unter der Zimmerdecke werden's aber jetzt tagsüber auch schon um die 27/28°C. Das sind allerdings die Spitzenwerte. In den tiefer gelegenen Terrarien liegen die Höchsttemperaturen dann eher so zwischen 23 und 25°.

 

Ganz angenehm also, solange man sich nicht zu den Ultrahochländern zählt, die tendenziell im Winter besser wachsen als im Sommer...

 

Was eigentlich immer gut wächst sind die Hybriden und mit einem solchen fang' ich heute mal an.

Eine frisch geöffnete Kanne, der man zumindest einen Elternteil sofort ansieht. Sowohl das gerippte Peristom als auch die Haare auf dem Deckel und die augeprägte Flügelleiste sind ein deutliches Indiz für die Beteiligung der hamata. Sowohl die Kanne selber, als auch das Peristom werden in der nächsten Zeit noch deutlich nachdunkeln, was selbstverständlich dokumentiert wird. 😉

 

N_spathulata_hamata_III.jpg

 

Der nächste Hybrid zeigt insbesondere Züge der platychila. Die bunte Färbung des Peristoms, die längliche Kannenform und das gesprenkelte Äußere deuten eben darauf hin.

Anders als die Mutterpflanze jedoch wirkt der Hybrid etwas gestauchter und bauchiger, was angesichts der Kannenform der mira nicht allzu verwunderlich erscheint.

Der "Hals" der Kanne zeigt auch bei diesem Hybriden die typischen Züge von N. mira.

 

N_platychila_mira_V.jpg

 

Eine ausgesprochen dunkle Kanne einer Art die ausschließlich auf Sumatra zu finden ist. Dort wächst sie auf 2000 bis 3000m Höhe auf verschiedenen Bergen wie z.B. dem namensgebenden Gunung Singalang. Die Kannen der Art können etwa 18-20cm groß werde - meine haben jetzt so knappe 10 - und zeichnen sich besonders durch das beinahe senkrechte Peristom aus. Die Belirang-Form, die ich auch schon das ein- oder andere Mal gezeigt habe, besitzt allerdings ein noch deutlich steileres solches.

 

N_singalana_Pasaman.jpg

 

Die nächste Kanne gehört zu Nepenthes burkei, die auf den Philippinen heimisch ist und dort eher zu den Mittelhochländern gehört. Die Art ist nahe verwandt mit N. sibuyanensis und N. ventricosa. Insbesondere mit der letzten wurde sie eine lange Zeit verwechselt und in einen Topf geworfen, so dass auch heute noch einige falsch bezeichnete ventricosas im Umlauf sein dürften.

Typische Unterscheidungsmerkmale sind u.a. der deutlich größere Deckel der burkei und die weniger taillierte Kannenform. Auch ist die ventricosa weniger gesprenkelt.

 

N_burkei_IV.jpg

 

Eine noch, 'n ziemlich dickes Ding von inzwischen gut 7 bis 8cm Höhe. Wirkt etwas wie eine aufgeblasene aristolochioides mit eben den bunten Sprenkeln, die die spectabilis auszeichnen. Die Pflanze ist inzwischen im Hochtrieb, einen Unterschied zwischen den Hoch- und den Bodenkannen kann ich - mal abgesehen von der Größe - allerdings nicht feststellen.

Zu meiner großen Freude beginnt die Pflanze gerade einen neuen Basaltrieb auszubilden.

 

N_spectabilis_aristolochioides_VI.jpg

 

Nein, einen ziemlich großen Hybriden hab' ich noch, bei dem man schön die clipeata-Form mit der eingeschnürten Taille erkennen kann. Was hier auf die spathulata hindeutet ist insbesondere das breite und rote Peristom. Bei dem Hybriden rechne ich mit recht großen Kannen, da beide Arten Kannen von 30cm Größe produzieren können.

Die hier hat aktuell gute 20cm und der Durchmesser der Blattrosette liegt jetzt so bei etwa 40cm+.

Das gestreifte Peristom der clipeata kommt nur in diesem frühen Kannenstadium noch leicht zur Geltung und verschwindet bei voll ausgefärbten Kannen dann gänzlich.

 

N_spathulata_clipeata_IV.jpg

 

Die Bilder für's Monats-Update von den Heliamphora-Sämlingen hab' ich leider vergessen zu schießen, werd's aber bei Gelegenheit noch nachreichen.

 

Bis dahin viel Spaß mit diesen Bildern,

viele Grüße,

Christian

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PeSiAl

Was fuer toĺle Photos, einfach brilliant.

thx

 Peter

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Christian Voss

Hallo nochmal,

 

so, jetzt hab' ich auch die Heliamphora-Sämlings-Fotos gemacht und bearbeitet. Abgelichtet hab' ich mal eine mit sich selbst bestäubte Art und den Hybriden, den ich im letzten Beitrag ganz am Ende gezeigt hatte. Gerade zweiterer hat einen großen Sprung gemacht und die ersten juvenilen Krüge beinahe fertig ausgebildet.

Bei den schon etwas älteren Sämlingen, wir sind hierbei jetzt bei gut 4 Monaten nach Keimung, haben sich die ersten Schläuche geöffnet und wir starten mit den zweiten. So langsam sieht's nach Heliamphora aus... 😉

 

H_exappendiculata_BB_pulchella_Apacapa_I

 

H_exappendiculata_BB_self.jpg

 

Viele Grüße,

Christian

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Jashi

Wo ist denn nur der "ungeduldig wartende, mit den Fingern auf den Tisch trommelnde und nervös auf-und-ab-laufende" Smiley? Den bräuchte ich mal grad...

schon zwei  Monate fast.... 🙄

 

bearbeitet von Jashi
na gut 3 Monate war dann doch etwas übertrieben *g*

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Christian Voss

Hi @Jashi,

 

schuldig, sorry! 

Momentan stehen mir aber zwei Dinge im Weg:

 

Zum einen die unfassbare Hitze, die mich abends komplett lahmlegt. Zum anderen ein Karton angefüllt mit noch knapp hundert Tütchen mit Dionaea-Blütenständen. Bin schon seit Tagen am Samen-Popeln und kann schon langsam keine kleinen schwarzen Kügelchen mehr sehen. Wird aber wohl noch ein paar Wochen lang meine Abendbeschäftigung sein. 😫

 

Aber ich verspreche, dass ich mir, wenn die Temperaturen wieder OK sind, 'nen Abend Zeit nehme und mal was nachschiebe. Genug Bilder sind allemal da... 

 

Viele Grüße, 

Christian 

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Christian Voss

So,

 

ging dann schneller als gedacht. 😉

Auf kleine schwarze Kügelchen hab' ich heute überhaupt keinen Bock und nach dem Gewitter heute nachmittag sind's draußen noch angenehme 18°C. Top!

Gute Voraussetzungen dafür, hier mal wieder ein Update nachzureichen.

 

Kurz zur Witterung, wo wir jetzt nach vielen Wochen zum ersten Mal wieder Regen und etwas kühlere Temperaturen haben: Da mussten die Pflanzen in diesem Jahr eine Art Jahrhundertsommer über sich ergehen lassen, was sich in meinem Kellerraum aber nicht allzu schlimm ausgewirkt hat. Maximaltemperaturen von knapp 30°C bei Nächten um die 22°C gelten ja nicht wirklich als hochlandtauglich, allerdings kann ich bei keiner der Pflanzen irgendwelche Schäden oder Wachstumsprobleme feststellen, so dass ich konstatieren würde: Sommer problemlos überstanden und wieder mal bewiesen, dass die "schwierigen" Hochländer 'ne Menge abkönnen.

 

Damit dann zur ersten Kanne für heute. Endemisch auf Sumatra, in diesem Fall auf dem gut 2200m hohen Gunung Sibayak, kann diese Art Bodenkannen von etwa 12cm Höhe ausbilden. Dazu fehlen dann auch nur noch etwa zwei, so dass ich mich darauf einstelle, in nicht allzu ferner Zukunft mit einem Hochtrieb konfrontiert zu werden.

Dabei wird's dann insbesondere mit den Kannen langsam eng im Terrarium; die oberen können nämlich die 25cm sprengen.

 

N_spectabilis_VI.jpg

 

Ein wunderschöner Hybrid mit talangensis-geformten Kannen und diatas-gezahntem Peristom. Das Ganze in dunklem Rot mit einem breiten Peristom machen die Kannen bzw. diese Pflanze zu  einem meiner Lieblingshybriden. Die Größe liegt inzwischen in etwa bei zehn Zentimetern, vielleicht auch etwas darüber.

 

N_talangensis_diatas_VI.jpg

 

Ein weiterer etwas "kugeliger" Hybrid mit einem interessanten Farbkontrast zwischen Kannenkörper und Peristom ist dieser hier, der sich inzwischen schon seit längerem im Hochtrieb befindet. Zu meiner Freude gibt's seit Kurzem auch einen, noch kleinen, frischen Seitenttrieb, so dass ich mich in Kürze auch wieder auf Bodenkannen freuen kann.

 

N_spectabilis_aristolochioides_VIII.jpg

 

N_spectabilis_aristolochioides_VII.jpg

 

Und noch ein Hybrid, mein buntester, was die Peristomfarbe angeht. Das Ganze dunkelt noch etwas nach und ergibt dann einen Streifenmix aus Gelb, hellem Rot und Braun/Schwarz.

Die Kanne selber ist im Gegensatz zum Peristom sehr dunkel, länglich geformt und besitzt nur einen kleinen "Bauch". In der Kultur ist dieser Hybrid komplett problemlos und hat ihren Durchmesser und die Kannengröße innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt.

 

N_muluensis_adnata_II.jpg

 

Und weiter geht's mit den farbenfrohen Hybriden. Diesmal mit einem burbidgeae-Hybriden, der wie alle mit burbidgeae-Beteiligung einen sehr hellen, cremeweißen Grundton aufweist.

Bei der Maserung der Kanne und auch bei der Peristomfarbe und -form erkenne ich dann auch das zweite Elternteil wieder.

Die Pflanze ist schon ein paar Jahre in meiner Sammlung und die Kannengröße liegt inzwischen bei etwa 20cm.

 

N_maxima_burbidgeae_V.jpg

 

Einen letzten Hybriden hab' ich für heute Abend noch, einen, bei dem die kugelige Form der aristolochioides wieder sehr deutlich wird. Auch die eingeschnürte Kannenöffnung lässt keinen Zweifel an dem einen Elternteil zu. Das zweite Elternteil zu erkennen fällt schwer, nein, ist rein vom Bild nahezu unmöglich.

Wenn man aber die spathulata daneben sieht, fällt das entscheidende Merkmal auf, das sich in diesem Hybriden wiederspiegelt: Das kräftig gefärbte, breite Peristom.

 

N_spathulata_aristolochioides_VI.jpg

 

So, das waren viele bunte Hybriden heute. Beim nächsten Mal gibt's auch wieder ein paar reine Arten, versprochen.

Ach so, und die Heli-Sämlinge hab' ich auch wieder vergessen zu dokumentieren. Schieb' ich die Tage aber noch nach.

 

Einen schönen Abend und viele Grüße,

Christian

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Jashi

Danke für's dann doch sehr prompte Update. 🙂 Bin wie immer begeistert. Und: Ein Glück hast Du die Pflanzen gut über den Sommer bekommen -alles andere, wäre auch eine echte Katastrophe gewesen. 

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Stefan M.

Servus Christian,

klasse Bilder wie immer!

Woher stammt deine N. naga?

Oh ja die Spektabilis Hochkannen können Monster werden, vorallem je nördlicher der Standort 😉

 

Grüße Stefan

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Christian Voss

Auch Servus @Stefan M.,

 

interessant, das mit dem Nord/Süd-Gefälle bei der Kannengröße der spectabilis wusste ich noch nicht. Damit dürfte von meinen drei Standortvarianten (Bandahara, Sibayak und Sibuatan) ja die vom Bandahara die größten Chancen zu Monster-Kannen haben. 😉 Ist auch momentan noch die mit den größten Bodenkannen...

 

Die naga ist eine SG von CK, die ihren Weg über einen Zwischenstop zu mir gefunden hat.

Schöne Pflanze, die auch recht zügig große Kannen produziert. Ich warte noch auf den "Deckelhaken".

 

Dank Dir für die netten Worte und viele Grüße,

Christian

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Christian Voss

Hallo zusammen,

 

hier noch die aktuellen Bilder der Heliamphora-Sämlinge, bei denen man zumindest bei den großen inzwischen schon von juvenilen Pflanzen sprechen kann.

Die ersten zwei Bilder gehören auch zu den Samen, die ich als erstes ausgesät habe. Die Pflänzchen haben jetzt knapp sieben Monate auf'm Buckel - knapp sechs seit Keimung -, produzieren Schläuche von etwa 2-3cm Länge und müssten wohl in den nächsten Wochen mal pikiert werden.

 

H_exappendiculata_BB_huberi_Angasima_IX.

 

H_exappendiculata_BB_huberi_Angasima_X.j

 

Die Kreuzung hier scheint von der flotten Sorte zu sein.

Ist zwar noch nicht ganz so weit wie die huberi-Kreuzung, dafür aber auch erst (und das sogar auf den Tag genau 😉)  seit drei Monaten gekeimt.

Über die Keimrate kann ich mich, wie bei den meisten Hybriden nicht beklagen. 21 Pflänzchen bei 25 Samen ist wirklich ordentlich und signifikant höher als bei den selbstbestäubten Arten.

 

H_arenicola_Tramen_exappendiculata_BB.jp

 

H_arenicola_Tramen_exappendiculata_BB_I.

 

Naja, und wo ich gerade dabei war, die Zwerge abzulichten, hab' ich auch noch ein aktuelles Bild von den N. lowii - Sämlingen gemacht.

Die Samen dazu stammten ja von Klaus Keller und ich habe die {Trusmadi} x {Murud} sowie die {Trusmadi} x {Mulu} - Formen ausgesät.

Die Keimrate ist bei beiden in etwa gleich und erfreulich hoch gewesen, was ich mal in erster Linie der Frische des Saatguts zuschreiben würde.

 

Nach den Keimblättern stehen bei den zweieinhalb Monate alten Pflänzchen jetzt die ersten Blätter samt Kannen an...

 

N_lowii_Trus_Murud_V.jpg

 

N_lowii_Trus_Murud_VI.jpg

 

Einen schönen Abend und viele Grüße,

Christian

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