Christian Voss

Diesmal Kannen (und Krüge) ...

195 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

 

heute ist wieder mal etwas Zeit (und kein besonders gutes Fernsehprogramm ;)), so dass ich wieder ein paar Kannenbilder zeigen kann.

 

In den letzten Wochen hab' ich wieder einige Zeit in die Terrarienpflanzen gesteckt und insbesondere dafür gesorgt, dass die größeren etwas "artgerechter" gehalten werden. Das sah dann so aus, dass ich die zu eng stehenden Nepenthes in größeren Töpfen mit ein wenig Abstand zum Nachbarn platziert und die Heliamphora, die inzwischen aus allen Nähten (oder Töpfen) platzen, geteilt und neu getopft habe.

Leider erfordert das natürlich wieder massig Platz und so ist dann Terrarium Nummer sechzehn angeschafft und jetzt Nummer siebzehn bestellt worden.

Anfang diesen Jahres explodiert das Ganze irgendwie...

 

Eine von denen, die inzwischen zu groß für den 9er Topf, zusammen mit 20 anderen im 60x40-Terrarium war, ist dieser Hybrid, den ich jetzt schon ein paar Mal gezeigt habe.

Die Kannen haben spathulata-Form, sind aber außen deutlich dunkler als diese Art.Insbesondere an den haarigen Blatträndern erkennt man dann auch die Beteiligung der adnata.

Die Pflanze hat jetzt etwa 20cm Durchmesser und die Kannenhöhe liegt bei etwa 10cm.

 

 

N_spathulata_adnata_V_zpslshatmds.jpg

 

Im selben Terrarium, auch nun mit mehr Platz für Blätter und Kannen, steht dieser Mehrfachhybrid aus N. maxima und dem Naturhybriden 'x trusmadiensis' (lowii x macrophylla), der in Borneo am Mt. Trus Madi vorkommt.

Die Die Form und Zeichnung der Kannen lehnt sioch stark an N. maxima an und die Pflanze ist auch in etwa so wüchsig wie die Art.

Von Kanne zu Kanne wird aber nun das Peristom immer kräftiger und farbiger, so dass auch der Einfluss des Papas langsam deutlich wird.

Was die Größe angeht, so sind die Kannen inzwischen bei gut 15cm angekommen.

 

N_maxima_trusmadiensis_III_zpshycdcw0g.j

 

N_maxima_trusmadiensis_IV_zpsteiofh3u.jp

 

Etwa bei der Größe einer Walnuss angekommen sind mittlerweile die Kannen dieses Hybriden.

In Form und Zeichnung ähneln die Kannen am ehesten der talangensis, am Peristom, mit den deutlich sichtbaren Zähnen, erkennt man dann gut die Charakteristika der diatas.

Die Kannengröße ist jetzt seit einiger Zeit recht stabil, verwundert aber auch nicht, da ja beide Elternteile keine Riesen sind.

Interessant dürfte werden, wie hierbei die Hochkannen aussehen.

 

N_talangensis_diatas_IV_zpsrwpvaxip.jpg

 

Ein sehr interessanter Mehrfachhybrid mit einer außergewöhnlichen Form ist diese N. (inermis x singalana) x mira.

Die singalana finde ich hier im nahezu vertikalen Peristom, wobei die oberen Zähne dann wieder an's mira-Peristom erinnern. Von der mira dürfte auch die Zeichnung und Farbe der Kanne stammen.

Ein wenig schwerer tu' ich mich damit, Mermale der inermis zu finden,... evtl. der Kannenansatz, oder die zahnlosen Flügelleisten?

Auch hier dürften die Hochkannen spannend werden...

 

N_inermis_singalana_mira_zps46chdnrw.jpg

 

Zum Abschluss dieses reinen Hybriden-Tages hab' ich noch einen weiteren talangensis-Hybriden, der dem eben gezeigten zwar etwas ähnelt, sich dann aber doch deutlich unterscheidet.

Zunächst wäre da das herausstechendste Mermal des Hybriden zu nennen, das auch ganz augenscheinlich von der densiflora stammt, ... das Persitom.

Wird von Kanne zu Kanne breiter und hatte eine wunderschön dunkelrote Färbung.

Die Kannen sind im Ganzen etwas dunkler als der diatas-talangensis-Hybrid und zeigen weiterhin deutliche Tendenzen, größer zu werden.

Aktuell sind wir da irgendwo zwischen Walnuss und Mandarine angekommen.

 

N_densiflora_talangensis_III_zpst7dw9mpi

 

N_densiflora_talangensis_IV_zpsxdihpkma.

 

So, reicht, ist spät genug geworden.

Viel Freude mit den Bildern und bis zum nächsten Mal.

 

Viele Grüße,

Christian

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Hallo mal wieder,

 

dem unterirdischen Fernsehprogramm sei Dank, gibt's auch heute wieder mal ein Kannenbilder-Update.

Ich hab' auch heute wieder einen Haufen neuer Bilder gemacht, die müssen aber noch ein wenig warten, bis ich die von der letzten Session gezeigt hab'.

Irgendwie komm' ich mit dem Zeigen nicht mehr hinterher und die Bilder "stapeln" sich buchstäblich.

Aber ich will euch ja auch nicht täglich irgendwelche Fotos um die Ohren hauen,... naja, je wärmer es jetzt wird, um so langsamer sollten die Pflanzen erfahrungsgemäß wachsen. Dann sollt's wieder passen...

 

Beginnen will ich heute mit der inzwischen etwa faustgroßen Kanne der spectabilis x veitchii.

Die Kannen nehmen auch weiterhin noch deutlich an Größe zu, weshalb ich davon ausgehe, dass das Ende der Fahnenstange noch auf sich warten lässt.

Permanent ausgeprägter wird das helle, rot gestreifte Peristom, dessen oberes Ende immer länger und schmaler wird - ein (gezahnter) Hals entsteht.

 

N_spectabilis_veitchii_V_zpsy2ouc7ds.jpg

 

N_spectabilis_veitchii_VI_zpsgvqtfxqq.jp

 

Ein Hybrid von Andreas Wistuba zumindest bei ihm erworben), der bisher recht gut wächst und stetig an Größe zunimmt.

Die Kannen (etwa drei bis vier cm groß) zeigen aktuell hauptsächlich die Mermale von N. tenuis, da wird dann das Alter zeigen, ob die duiba noch deutlicher durchkommt.

 

N_tenuis_dubia_II_zpsd5ehjtrl.jpg

 

Wieder mal eine neue und wieder mal größere Kanne meiner N. vogelii.

Die Pflanze ist jetzt seit etwa vier Jahren bei mir und stammt von Kamil Pasek. Sie hat nie Probleme gemacht und ist stetig größer geworden.

Aufgrund des Alters und der bisher erreichten Stammhöhe, gehe ich davon aus, dass es nicht mehr allzulange dauern wird, bis sie in die Höhe schießt.

Nepenthes vogelii kommt übrigens auf Borneo vor und wächst dort auf etwa 1000 bis 1500m Höhe, zählt also eher zu den Mittelhochländern.

 

N_vogelii_VIII_zpsmy1931vi.jpg

 

Der wunderbare Hybrid von Micha Schach wächst sehr schnell und problemlos. Das zumindest hat er von der tenuis mitbekommen.

Die Kannenform und insbesondere das ausgeprägte Peristom stammt dagegen - begrüßenswerterweise - von der edwardsiana.

Aktuell bringt's die größte Kanne auf etwa vier cm Höhe.

 

N_tenuis_edwardsiana_I_zps4d6rq8fm.jpg

 

Eine eher unscheinbare Pflanze, die dazu noch ziemlich langsam wächst, ist N. papuana, die, wie der Name schon vermuten lässt, von Papua stammt.

Dort kommt sie auf Höhen von bis zu 1300m vor, wächst aber auch ganz unten auf Meeresniveau.

Die Bodenkannen sollen etwa sieben cm maximaler Größe erreichen, wovon meine mit etwa drei bis vier cm nicht mehr allzuweit entfernt sind.

Betrachtet man aber die Wachstumsgeschwindigkeit, dann hat sie wohl noch ein paar Jährchen vor sich, bis sie erwachsen wird.

 

N_papuana_I_zps0qjz6xrh.jpg

 

Eine frisch geöffnete Kanne von N. veitchii x mira, mit noch nicht umgeklapptem Peristom.

Dieses legt sich nach dem Öffnen der Kanne innerhalb der ersten Woche nach hinten um und färbt sich tief rot, genauso wie der Rest der Kanne.

Dieser Hybrid produziert momentan die Kannen mit dem längsten Hals in meiner Sammlung.

Dazu sind die Kannen von oben bis unten flauschig behaart, was ich den veitchii-Genen zuschreibe.

 

Die Pflanze ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich das Warten lohnt und man nicht von den "Jugendkannen" auf die erwachsenen schließen kann.

Ganz am Anfang des Threads kann man schön die kleinen grünen Dinger sehen, die die Pflanze produziert hat, als ich sie bekommen habe...

 

N_veitchii_mira_IX_zpshniv8jgk.jpg

 

N_veitchii_mira_X_zpsnyen1pyn.jpg

 

... ja und wo wir schon bei "kleine grüne Dinger" sind, da hab' ich zum Schluss noch einen schönen Vergleich, der zeigt, was eine Kanne innerhalb einer Woche (oder waren es zehn Tage?) an Farbe zulegen kann.

Die ovata braucht zwar noch einige Jahre, bis sie an die Traumkannen von Stefans Pflanze rankommt, beginnt aber inzwischen zu zeigen, wofür "N.ovata" steht.

Und das wäre viel Farbe und ein unglaubliches Peristom.

Ach so, die Pflanze stammt von Sumatra, wächst dort auf 1700 bis 2100 m Höhe und zählt damit zu den Hochlandnepenthes.

Der Name, "eiförmige Kannenpflanze" bezieht sich auf die Form der Bodenkannen.

 

N_ovata_IV_zpsao4h4k9m.jpg

 

N_ovata_V_zpsudpsj2kz.jpg

 

So, das war wieder mal eine Ladung Kannen und ich hab' mich ein wenig näher an die Bilder von heute herangearbeitet.

Ich hoffe, dass die Fotos auch weiterhin auf Interesse stoßen,... will ja niemanden langweilen.

 

Ich wünsch' euch allen frohe Ostern und schöne Feiertage.

Viele Grüße,

Christian

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Hallo zusammen,

 

...aller guten Dinge sind drei. Also gibt's nach dem Zwergen- und dem Queensland- jetzt noch ein Kannenupdate.

 

Also, ohne große Vorrede auf zur ersten Kanne und einer Art, die ich früher schonmal besessen, dann aber leider in der dunklen Episode mit dem Indoor-GWH verloren habe. Das damalige Exemplar hatte annähernd 20cm Kannenhöhe, beim aktuellen lieg' ich bei um die 10cm.

N. platychila stammt aus Borneo und weißt einen sehr großen Kannendimorphismus auf. Sprich: die Hoch- und Tiefkannen unterscheiden sich in besonders auffallender Weise voneinander.

Der Artname bedeutet in etwa "Kannenpflanze mit flacher Lippe" und bezieht sich auf das horizontale Peristom der Hochkannen.

Das farbenfroh gestreifte Peristom setzt sich erfreulicherweise bei den meisten Hybriden mit platychila-Beteiligung durch.

 

N_platychila_II_zpsue4dd8ox.jpg

 

Eine interessante Hoch-/Tieflandkombination stellt der folgende Hybrid dar.

In diesem Fall könnten die Lebensräume der Eltern kaum weiter auseinanderliegen. Die densiflora kommt bis in Höhen von über 3000m vor und zählt demit zu den Ultra-Hochländern, während die mirabilis var. globosa eher in den Sümpfen des thailändischen Tieflands zu finden ist.

Die Kombination ergibt einen kugeligen, dicht behaarten Hybriden mit geripptem Peristom und besonders langen Flügelleisten, die sich bis unter die Kanne ziehen.

Sehr interessantes Ding, bin mal gespannte, wie sich die einzelnen Charakteristika in den folgenden Kannen zeigen werden.

 

N_densiflora_mirabilis_globosa_zpsfm2ugc

 

N_densiflora_mirabilis_globosa_I_zpsapf1

 

Schon ein paar Jahre bei mir und in der Zeit ganz gut gewachsen ist dieser, interessanterweise mein einziger, jacquelineae-Hybrid.

Die Kannen sind dank der spectabilis-Beteiligung bereits jetzt größer, als bei N. jacquelineae und weisen auch die typische Färbung von N. spectabilis auf.

Dazu kommt aber dann die Form und das Peristom der jacquelineae, was der Kanne den typisch trichterförmigen Look gibt.

Die Blätter sind wie bei der Kombination nicht anders zu erwarten war, sehr lang und schmal.

 

N_spectabilis_jacquelineae_III_zpsciqlpy

 

N_spectabilis_jacquelineae_IV_zpswl8p5es

 

Die nächste und wieder mal größere Kanne hat meine N. peltata geöffnet.

Die Blätter der Art gehören zu den am dunkelsten gefärbten in meiner Sammlung und die kurzen aber ebenfalls dicht behaarten Tendrile sind einzigartig.

N. peltata stammt vom Mt. Hamiguitan auf Mindanao und gehört zu den "neuer" Arten. Erstbeschrieben wurde sie 2008.

Besonders gut gefällt mir das gestreifte Peristom und die verhältnismäßig große Kannenöffnung.

 

N_peltata_I_zpsk1qe4mok.jpg

 

Noch eine Hoch-/Tieflandkreuzung, die inzwischen schöne Kannen produziert ist der folgende Hybrid.

Allerdings kommt die Kanne hier hauptsächlich nach der rafflesiana.

Auch sind die Blätter der Pflanze in diesem Fall, nennen wir's mal "wabbelig, weich", halt typisch Tiefländer...

 

N_rafflesiana_mira_zpsnpjvthk7.jpg

 

Eine letzte Art für heute noch und da sind wir dann wieder auf Mindanao.

Inzwischen etwa 15cm groß, wächst Nepenthes rhombicaulis, hier eine 'giant'-Form, recht problemlos vor sich hin.

Die Kannen sind grau-braun gefärbt und besitzen eine schwarze Maserung. Das Peristom ist mittlerweile deutlich ausgeprägter als noch bei den jungen Kannen.

 

N_rhombicaulis_giant_II_zpsog28nne1.jpg

 

So, genug für heute.

 

Viel Freude mit den Bildern und viele Grüße,

Christian

bearbeitet von Christian Voss
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Hallo zusammen,

 

...und wieder mal gibt's heute ein paar frische Kannenbilder.

 

Ich würde ja auch gerne noch den ein- oder anderen Satz zu den sich aufgrund des nun kommenden Frühlings verändernden Bedinungen schreiben, aber es tut sich ja wirklich nix. Bei weiterhin maximal fünf grad Außentemperatur in der Nacht bekomme ich bei gekipptem Fenster immer noch sehr ordentliche Temperatur-Werte in den Terrarien hin.

Ein guter Frühling für die Hochländer. Dafür sieht's im GWH und in den Moorkübeln denkbar traurig aus. Naja, wird schon...

 

Als erste für heute kann ich eine neu geöffnete Kanne eines der vielen spathulata-Hybriden zeigen.

Spathulata-typisch hell-grün kurz nach dem Öffnen, werden die Kanne und insbesondere der Kannenrand in den nächsten Wochen noch deutlich nachdunkeln.

Diese Kanne ist mit knapp 15cm Höhe auch wieder deutlich größer als die letzte (siehe Weihnachts-Beitrag vom letzten Jahr).

Das breite Peristom der Kanne gefällt mir in dem Stadium am Besten, legt es sich doch mit zunehmendem Alter um die Kannenöffnung herum nach hinten und wirkt dann nicht mehr so massiv.

 

N_spathulata_veitchii_zps23pceabu.jpg

 

Eine spectabilis-Variante, die ich zuletzt Mitte letzten Jahres gezeigt habe, ist die vom Gunung Bandahara. Da sie sich auf dem Bild auch noch ziemlich versteckt hatte und eigentlich nur die Kannenöffnung zu sehen war, kann man das Bild dann guten Gewissens als Premiere bezeichnen. ;)

N. spectabilis ist eine Hochlandart, die auf Sumatra endemisch ist. Hier ist sie recht weit verbreitet und kommt auf verschiedenen Bergen in Höhen von 1400 bis 2200m vor.

Die Bodenkannen der Art sind mit etwa 12cm maximaler Kannenhöhe nur etwa halb so groß, wie die oberen, was meine Pflanze (aktuell etwa 8-10cm Kannenhöhe) wohl bald erreicht haben dürfte.

 

N_spectabilis_Bandahara_I_zpsobuszq2i.jp

 

Die Pflanze, von der die direkt angrenzende Kanne stammt, ist ein Mehrfachhybrid, den ich in letzter Zeit schon ein paarmal gezeigt habe.

Daher will ich auch nicht mehr viele Worte dazu verlieren und das Bild für sich sprechen lassen.

Das dunkelrot/schwarz gestreifte Peristom im Kontrast zur grau/braunen Kannenaußenseite wird immer ausgeprägter und die neueste Kanne dürfte so etwa 12cm hoch sein.

 

N_veitchii_lowii_spectabilis_VI_zps3jbd2

 

Ein ganz besonders ausgeprägtes Peristom, das fast etwas "aufgesetzt" wirkt, besitzt dieser Hybrid, der sich inzwischen zu einem meiner Favoriten entwickelt hat.

Die Kanne selbst ist nicht sonderlich groß und wächst auch nicht so sprunghaft, wie manch andere.

Dafür wird das Peristom von Kanne zu Kanne deutlich breiter und stärker gerippt.

Kann meiner Ansicht nach auch locker mit dem ein- oder anderen hamata-Hybriden mithalten.

 

N_densiflora_robcantleyi_II_zpsgx3i5c7t.

 

Ein eher unscheinbarer, kleiner Hybrid, ist dieses Exemplar.

Hier hat sich, insbesondere was die Größe betrifft, zuerst die talangensis durchesetzt, denn die Kannen erreichen seit langem jetzt schon kaum mehr als drei oder vier cm Höhe.

Die typisch trichterförmigen Kannen der talangensis haben durch den sibuyanensis-Einschlag eine eher zylindrische Form abbekommen.

 

N_sibuyanensis_talangensis_zpszhexxmqi.j

 

Zum Abschluss für heute hab' ich - wieder mal - 'nen Hybriden und wieder mal einen mit veitchii-Beteiligung.

Besonderes Merkmal dieser Kanne, neben dem veitchii-typischen Peristom, ist die starke Behaarung der Kanne und eigentlich der gesamten Pflanze.

Die Kanne ist kaum gemustert und nahezu einfarbig rötlich. Die Pflanze hat sehr dicke, fleischige Blätter und wächst verhältnismäßig langsam - wie aber beide Elternteile auch, also, keine wirkliche Überraschung.

 

N_veitchii_stenophylla_II_zpsvbr6qj49.jp

 

Einen schönen Abend noch und viel Freude mit den Bildern,

Christian

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Servus Christian,

Schöne Pflanzen wie immer, hast du growtent oder GWH Pläne? :)

 

Das nenn ich schon eine richtige Zaubertrank-Rezeptur als Substrat :o

Ehrlich gesagt bin ich da etwas spektisch, weniger ist manchmal mehr.

Vor meiner Borneoreise hätte ich wohl auch das ein oder andere Substrat ausgetestet, aber ich glaube das spielt eine eher untergeordnete Rolle beim Wachstum von Nepenthes. Ich meine niemand hat die großen Borneoarten in einem Substrat das dem im Habitat nahe kommt(Ultramafisches Gestein), aber trotzdem wachsen und blühen diese Pflanzen in Kultur wunderbar, egal ob in purem Sphagnum, Torf etc. Ich meine sie gedeien selbst auf Steinboden und bilden trotzdem ein duzend Blütenstände. So viele Leute schwören auf Moos, Rinde, Kokosfaser, Torf als Hauptbestandteil. Ich habe fast noch nie gelesen, dass ein Substrat nicht geeignet sei bzw nicht irgendeine positive Wirkung erzielt.
 

Interessieren würde mich noch woher du die veitchii x stenophylla (und densiflora x talangensis) hast. Diesen Naturhybriden find ich klasse, aber habe ihn noch nie im Angebot gesehn.

Gruß Stefan

 

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Hi Stefan,

 

ja, da magst Du Recht haben.

Mein Substrat"rezept" ist halt über die Jahre so entsanden, weil ich immer wieder mal was anderes ausprobiert habe.

Die übrigen Bedingungen sind bei mir eben seit Jahren absolut konstant. Die Pflanzen stehen im gleichen Terrarium, bei gleichen Temperaturen, gleichem Licht und werden mit der gleichen Menge Wasser am gleichen Tag der Woche gegossen.

Dass der ein- oder andere Bestandteil des Substrats eine positive Wirkung hat, seh' ich, abgesehen vom Wachstum, meist erst beim Umtopfen, wenn sich z.B. das alte Substrat "pappig" anfühlt und das Wurzelwerk schlechter oder besser ausgeprägt ist.

So hab' ich bis vor ein paar Jahren z.B. auch Quarzsand im Substrat gehabt, dann aber festgestellt, dass das Ganze zu dicht und fest wird. Seit ich den Sand weglasse, kann ich eine deutlich kräftigeres Wurzelwerk beobachten.

 

Ich denke aber, dass das alles nur was mit der Wasserspeicher- bzw. Drainagefähigkeit des Substrats zu tun hat und eben zum Gießverhalten und zum verwendeten Topf passen muss. Mit welchem Zuschlag das erreicht wird, da geb' ich Dir absolut Recht, ist dann schlussendlich egal.

 

Ach ja, die Hybriden... Die veitchii x stenophylla hab' ich vor ein paar Jahren von Kamil bekommen und die densiflora x talangensis hatte Cedric mal im Angebot. Sind aber beide nicht mehr im Sortiment, wobei Kamils Angebot ja wohl erst gegen August/September rauskommt. Vielleicht ist da dann was zu holen.

 

Was war noch? Richtig Growtent oder GWH!? Naja, ich hoffe halt noch einige Zeit mit den Terrarien auszukommen. Bin momentan dabei, den größten Pflanzen durch Auseinanderstellen und weniger Pflanzen pro Terrarium etwas Platz zu verschaffen, aber ewig geht das natürlich auch nicht gut. Hochland-GWH ist zu teuer, daher hoffe ich, wenn's dann soweit ist, mich beim Projekt 'Growtent' vertrauensvoll an Dich (und Matze) wenden zu können...

 

Danke für die Blumen und viele Grüße,

Christian

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vor 4 Stunden schrieb Christian Voss:

Dass der ein- oder andere Bestandteil des Substrats eine positive Wirkung hat, seh' ich, abgesehen vom Wachstum, meist erst beim Umtopfen, wenn sich z.B. das alte Substrat "pappig" anfühlt und das Wurzelwerk schlechter oder besser ausgeprägt ist.

So hab' ich bis vor ein paar Jahren z.B. auch Quarzsand im Substrat gehabt, dann aber festgestellt, dass das Ganze zu dicht und fest wird. Seit ich den Sand weglasse, kann ich eine deutlich kräftigeres Wurzelwerk beobachten.

 

Ich denke aber, dass das alles nur was mit der Wasserspeicher- bzw. Drainagefähigkeit des Substrats zu tun hat und eben zum Gießverhalten und zum verwendeten Topf passen muss. 

Ich habe genau die gleichen Erfahrungen gemacht, und vertrete inzwischen ebenfalls die Ansicht, daß das Substrat in seiner Zusammensetzung zum Topf und zum Gießverhalten passen muß. 

Da ich eher zu denen gehöre, die ihre Pflanzen eher ertränken, verwende ich bevorzugt Töpfe mit vielen Löchern im Boden. Und versuche mich daran, mich beim gießen zurückzunehmen.

 

Growtent ist auch bei mir immer wieder ein Thema. Im Grunde eine Supersache, doch stört mich der Gedanke, das ich das erst jedes Mal aufmachen muss, um meine Pflanzen anschauen zu können. Bislang nutze ich jeden Gang in den Keller, um mich an den Pflanzen zu erfreuen, wenn auch nur so im vorbei gehen. Mit einem Growtent wäre das nicht so einfach möglich. Leider.

 

Viele Grüße Ralf 

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Hallo zusammen,

 

... Updatezeit. :biggrin:

Weiter geht's mit den Kannen (und Krügen) aus meinen Terrarien.

Inzwischen hat sich ja auch draußen endlich mal was getan. Wobei 'endlich' mehr für die Outdoor-Pflanzen gilt, in den Terrarien komm' ich nämlich jetzt kaum noch unter 17°C Nachttemperatur und das bedeutet, dass langsam aber sicher die Zeit des Jahres beginnt, in der die Hochländer temperaturbedingt etwas langsamer wachsen.

 

Los geht's für heute mit einem CloseUp eines noch ungeöffneten Kruges einer Heliamphora minor var. pilosa.

Der Kultur dieser Pflanze will ich mich allerdings nicht zu sehr rühmen, da sie erst ein paar Monate bei mir ist und bisher bei Robert Sverit wohnte.

Vielen Dank! an dieser Stelle nochmal.

Immerhin konnte ich die Pflanze mehrfach teilen und alle Teilstücke wachsen fröhlich vor sich hin.

Ach so, "pilosa" bedeutet übrigens "haarig",... wie treffend. ;)

 

H_minor_pilosa_zpseyaf7ppw.jpg

 

Das nächste Foto zeigt mal keine spezifische Kanne oder Krug sondern einfach einen Einblick in eines meiner Terrarien.

Hier bilden die momentan blühenden U. longifolias gerade einen schönen Kontrast mit den helleren und dunkleren Kannen.

Die Utricularia, insbesondere die longifolia ist inzwischen aus iherm Gittertopf hinaus, hinunter in's ablaufende Gießwasser und wieder hoch in diverse Nepenthes-Töpfe gewachsen.

 

Panorama_zpsfmc2wz0z.jpg

 

Im gleichen Terrarium steht dann auch eine weitere Standortvariante von N. spectabilis.

Die Pflanze vom Sibayak ist schon etwas länger bei mir, dementsprechend auch schon etwas größer als die Pflanze vom Bandahara aus dem vorherigen Beitrag.

Charakteristisch für alle Varianten der Art ist aber das bunte Muster der Kannen und das gestreifte Peristom.

Im Fall der Sibayak-Variante zieht sich dieses Peristom schon deutlich nach oben, so dass eine Art "Hals" entsteht.

 

N_spectabilis_V_zpsr1yml6p4.jpg

 

Durch ihre grellgrüne, fast gelbe Färbung deutlich von allen anderen Arten zu unterscheiden und auch in ihrer Form einzigartig - N. inermis.

Die Art stammt von Sumatra, wo sie auf 1800 bis zu 2600m Höhe vorkommt und so zu den Hochlandarten zählt.

Die Bezeichnung "inermis" bedeutet grob übersetzt soviel wie "unbeschützt" und bezieht sich auf die Deckel der Hochkannen, die nur als schmaler Streifen über der ansonsten breiten trichterförmigen Öffnung stehen.

 

N_inermis_VI_zpspaz2nfre.jpg

 

Und wieder mal ein Sumpfkrug, diesmal H. sarracenioides, der schon vom Namen her die Ähnlichkeit zu einer Sarracenia vermuten lässt.

Charakteristisch ist hier der ungewöhnlich geformte Deckel der Krüge, der nahezu ohne Einschnürung, fast senkrecht am Krug steht.

H. sarracenioides ist nur auf dem Ptari Tepui in Venezuela zu finden und wurde erst 2004 entdeckt bzw. beschrieben.

Die Krüge können bis zu 30cm groß werden, wofür meine Pflanze, mit etwa 14cm, noch etwas Zeit brauchen wird.

 

H_sarracenioides_II_zpsw7ieh0wk.jpg

 

... und direkt noch eine Heliamphora hinterher. In dem Fall wieder einer der haarigen Vertreter.

Heliamphora parva vom Cerro Neblina ist von oben bis unten und auch auf dem Deckel mit dichten, weichen Haaren bedeckt.

Zunächst war die Pflanze als H. neblinae var. parva bekannte, bis sie 2011 als eigenständige Art beschrieben wurde, woran neben S. McPherson auch die Herren Wistuba, Fleischmann und Nerz beteiligt waren. Eines der Haupt-Unterscheidungsmerkmale stellt der deutlich breitere Deckel dar.

 

H_parva_zpsbcsmzfjg.jpg

 

Wieder zurück zu den Nepenthes und zum ersten Hybriden für heute.

Der Mehrfachhybrid ähnelt, welch Wunder, meiner spathulata x aristolochioides, ist aber deutlich kräftiger gemustert und auch das Peristom hat einen guten Schuss mehr Farbe abbekommen.

Die Form mit der verenten Kannenöffnung ist aber natürlich eindeutig auf die aristolochioides zurückzuführen.

 

N_spathulata_spectabilis_aristolochioide

 

Und mit einem weiteren aristolochioides-Hybriden möchte ich dann für heute schließen.

Gezeigt hatte ich bereits eine Kanne, die allerdings noch ohne bzw. mit verkrüppeltem Deckel daherkam.

Hier also die erste ordentliche Kanne dieses äußerst interessanten Hybriden.

Sehr schön zu sehen, wie das gerippte Peristom einer hamata in der schmalen Öffnung der aristolochioides sitzt.

Weiteres Mermal ist die Behaarung, die die gesamte Kanne überzieht. Wird sich zeigen, ob die bei größeren Kannen erhalten bleibt.

 

N_aristolochioides_hamata_II_zpsrujuritl

 

So, das war's dann wieder mal.

Viel Freude mit den Bildern und einen guten Start in den Frühsommer,

Christian

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Geschrieben (bearbeitet)

Hallo zusammen,

 

heute Abend ist wieder mal Zeit, ein Update der Kannen-Bilder zu posten.

In den letzten Wochen sind endlich meine Frühjahrs-Bestellungen angekommen, bedeutet, dass ich jetzt gut 30 neue Nepenthes und Heliamphora mein Eigen nennen kann. Dazu kamen dann noch einige neue Terrarien (zum Einen, um die neuen Pflanzen unterzubringen, gleichzeitig aber auch, um den alten, größer werdenden, Platz zu schaffen), so dass sich meine Pflanzen jetzt in 21 Terrarien ausbreiten dürfen.

Bis in den letzten Terrarien aber alles so steht, wie ich es gerne hätte, muss noch einiges umgetopft und hin und her gerückt werden. Naja, wenn eben gerade kein größeres Projekt ansteht, dann schafft am sich halt eines...

 

Starten will ich heute mit zwei Bodenkannen einer Pflanze, die insbesondere durch ihre Hochkannen bekannt sein dürfte.

Die Art ist endemisch auf Sulawesi und wurde 2008/09 von Stuart Mc Pherson beschrieben.

Die dunkelbraun gesprenkelten Kannen sind recht klein, bei mir bisher nur etwa drei bis vier groß und sitzen an verhältnismäßig langen und nahezu schwarzen Tendrilen. Ich hatte schon ein paar mal die Schere an so einem Tendril angesetzt. Als ich dann (glücklicherweise) gesehen hab', dass da eine aktive Kanne dranhängt, konnte ich die Aktion bisher immer abbrechen.

Voll ausgewachsen werden die Bodenkannen dann etwa sechs cm groß; noch etwas kleiner, etwa zwischen drei und fünf cm groß werden die trichterförmigen Hochkannen.

 

N_pitopangii_II_zpsu4y3zeiy.jpg

 

Eine der wenigen Tiefländer in meiner Sammlung ist diese N. ampullaria.

Sie hat eine etwas leidvolle Geschichte hinter sich, erfreut sich jetzt aber bester Gesundheit und wächst ohne Probleme zwischen den Hochlandhybriden vor sich hin.

Die Pflanze kam zu mir, ehrlich gesgt etwas unüberlegt bestellt, als ich keinen Platz im Terrarium frei hatte. Sie kam dann an ein Südfenster, wo sie beinahe verendet wäre.

Schlussendlich hab' ich dann nur noch einen Steckling retten können, den ich in totem Sphagnum bewurzelt habe. In diesem toten Sphagnum stand sie etwa eineinhalb Jahre... bis heute. Ja, und heute hab' ich sie dann (mitsamt beeindruckendem Wurzelwerk) frisch getopft und in der wärmsten Ecke meiner Terrarien platziert... hat sie sich verdient.

 

N_ampullaria_I_zpsntodlrj6.jpg

 

Ein ungemein beeindruckendes Peristom zeigt die Variante "robusta" der N. carunculata.

Direkt nach dem Öffnen der Kanne, streckt sich das Peristom noch in Pfirsichfarben (gelb und rot) flach und breit vom Kannenrand weg, bis es sich mit der Zeit immer dunkler färbt und immer mehr an die Kanne anlegt.

Die Blätter und auch die Tendrile, an denen die Kannen sitzen sind bei dieser Art auffallend kräftig und stabil, warum ich mal ganz verwegen tippe, dass der Name der Variantät eben aus diesem Grund heraus gewählt wurde.

 

N_carunculata_robusta_III_zpsb2e6ppi1.jp

 

Die neueste und inzwischen etwa drei oder vier cm große Kanne meiner N. jamban.

Wächst gut und stetig, wirkt aber immer noch sehr zierlich und zerbrechlich.

Inzwischen sieht man schon den ganz jungen Kannenansätzen an, dass sie mal 'ne jamban-Kanne werden wollen.

 

N_jamban_III_zpsv9gtsd6a.jpg

 

Einer meiner dunkelsten Hybriden mit weinroter Färbung ist dieser Mix aus N. glandulifera und N. robcantleyi.

Beide Arten treten hier deutlich in Erscheinung.

Für die glandulifera sprechen die namensgebenden Nektardrüsen, die sich über Kannen, Pflanzenteile und sogar die Tendrile erstrecken.

In der Form erinnern die Kannen eher an eine truncata und auch die truncata-typischen herzförmigen Blätter deuten auf die Beteiligung der robcantleyi hin.

 

N_glandulifera_robcantleyi_zpsk6xw9qq0.j

 

Zum Schluss für heute nochmal ein aktuelles Bild des wunderschönen Hybriden von Micha Schach.

Wie schon mehrmals erwähnt, profitiert die Pflanze deutlich von den Wachstums-Genen der N. tenuis, denn im Gegensatz zu N. edwardsiana hat die Pflanze ihren Durchmesser und die Kannenhöhe innerhalb des letzten halben Jahes nahezu verdoppelt und treibt etwa eine neue Kanne pro Monat.

Was gäb' ich drum, würd' meine N. edwardsiana mit gleichem Tempo wachsen...

 

N_tenuis_edwardsiana_II_zpsaippcn1q.jpg

 

So, genug für heute, denke, dass wieder mal ein paar schöne Pflanzen bzw. Kannen dabei sind.

Bis die neu hinzugekommenen Pflanzen vorzeigbar sind, wird's noch ein paar Monate dauern, insbesondere, wo jetzt die warme Jahreszeit vor der Tür steht.

 

Viele Grüße,

Christian

 

 

bearbeitet von Christian Voss
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Hallo zusammen,


heute gibt's mal wieder ein Update. Und inzwischen haben sich die Bedingungen für die Pflanzen dann doch ganz schön geändert.

Nicht unbedingt zum Guten, denn mit den warmen Tagen kamen dann auch die warmen Nächte, was dazu führt, dass sich die Terrarien auch nachts nicht mehr richtig abkühlen.

Bedeutet für die Kästen direkt am Boden, dass die Nachttemperaturen irgendwo um die 16,5°C liegen und die Terrarien in der obersten Etage nur noch knapp unter 20°C kommen. Tagsüber kann ich die Temperatur, dank Kellerkultur aber immerhin auf rund 25°C halten.

Erfahrungsgemäß zeigen sich die Auswirkungen dieser hohen Temperaturen aber erst im Herbst mit etwas verlangsamtem Wachstum, bis die Pflanzen dann mit einsetzendem Winter wieder voll durchstarten.

So langsam könnte gerne mal ein wenig Evolution einsetzen und die Pflanzen sich an unsere Jahreszeiten anpassen... :biggrin:


Naja, wie dem auch sei, heute gibt's Bilder. Und damit starten wir mit einer Art, die bei mir in zwei verschiedenen Standortformen vertreten ist.

Beide sind sich recht ähnlich und bilden momentan Kannen von etwa 3-4cm Größe, die auch nicht wesentlich an Größe zunehmen.

Bei etwa 5cm die die Bodenkannen überhaupt erreichen können, dann aber auch wieder nicht zu klein.

 

N_dubia_Malea_I_zpsnkkr2bqa.jpg

 

N_dubia_Talamau_I_zpspt3r58cb.jpg

 

Ein noch recht kleines Pflänzchen mit etwa 6cm Durchmesser und Kannen von einem guten Zentimeter Höhe is meine palawanenesis.

Am Standort, auf der Insel Palawan (wie der Name ja schon vermuten lässt ;)), Philippinen, wächst sie auf auf etwa 1000 bis 1200 m Höhe, warum sie zu den eher wärmetolleranteren unter den Hochländern zählt.

Weiterhin ist sie die Pflanze mit den dunkelsten, nämlich dunkel lila gefärbten, Blättern in meiner Sammlung.

 

N_palawanensis_I_zpsnn6ixuis.jpg

 

Ein sehr schöner und schnell wachsender Hybrid ist diese Pflanze.

Die Form der Kannen ist der der spathulata recht ähnlich, ebenso die Farbe.

Was aber natürlich, wie bei allen hamata-Hybriden, deutlich in's Auge sticht, ist das gerippte Peristom, das dank spathulata-Einfluss hier recht breit daherkommt.

Die Kannen werden noch etwas dunkler, behalten aber das farbenfrohe hell-dunkel-sprenkel-Design.

 

N_spathulata_hamata_I_zps1gnjfhio.jpg

 

Ein weiterer sehr interessanter Hybrid ist diese Hoch-/Tiefland-Kombination aus N. veitchii und N. ampullaria.

Interessant besonders deswegen, weil die Elternteile wohl viel unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite die "kugelige" ampullaria mit dem horizontalen Peristom und dem winzigen Deckel; auf der anderen Seite die veitchii mit dem riesigen nahezu vertikalen Peristom.

Heraus kommt zunächst ein buntgesprenkelter Farbmix. Was dann mal aus den Kannen wird, wird die Zeit zeigen...

 

N_ampullaria_veitchii_I_zpsvekmr1dc.jpg

 

Und wo wir gerade bei interessanten Hoch-/Tiefland-Hybriden sind, hätte ich hier noch einen davon, der auch schon was größer ist und an dem man schon ganz gut erkennen kann, wohin die Reise geht.

Die Kannen dieser Pflanze wirken wie eine aufgeblasene Version von N. densiflora mit breiten Flügelleisten.

Dazu kommt eine dünne aber dichte Behaarung der ganzen Kanne und ein breites rotes Peristom mit schwarzen Streifen.

 

N_densiflora_mirabilis_globosa_II_zpssne

 

Zum Abschluss des heutigen Updates hab' ich noch einen Hybriden, der besonders durch seine Farbe auffällt.

Hier hat sich die gelbliche Grundfarbe der spathulata durchgesetzt, was im Kontrast zum roten Peristom steht.

Bei eben diesem Peristom sieht man dann wieder schön den Einfluss der robcantleyi in Form des typischen "Knicks" in der Mitte.

Auch die Kannen dieser Pflanze sind komplett behaart, was auch von der schwarzen truncata stammen dürfte.

 

N_spathulata_robcantleyi_I_zpsutbgtwaa.j

 

So, das wär' dann erstmal alles von mir für heute.

Wünsche viel Freude mit den Bildern und hoffe wieder mal, auch den ein- oder anderen Hybriden interessant rübergebracht zu haben.

 

Viele Grüße,

Christian

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Oh, endlich mal wieder Bilder.. ich war schon voll auf Entzug.. :crazy: schon 15 Tage her, Dein letztes Update.. so geht das nicht. Können wir uns vielleicht einigen, dass Du jetzt jeden zweiten bis maximal dritten Tag hier welche von Deinen tollen Kannen zeigst? :biggrin:

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Hallo zusammen,

 

danke euch wieder mal für die Däumchen.

 

@Jashi

Ich fühl mich geschmeichelt. Danke schön! Allerdings glaub' ich, dass ein zwei- bis dreitägiger Updaterhytmus dann doch dem ein- oder anderen auf den Wecker gehen würde. Vom Material her, kein Problem...

 

Aber, wo Du schon so nett fragst, kann ich gerne noch zwei, drei Bilder nachschieben. ;)

Da wäre, ich glaub' die hab' ich bisher auch noch garnicht gezeigt, meine N. bokorensis vom Mt. Bokor in Kambodscha, wo sie auf 800 bis 1080m Höhe wächst.

Damit gehört sie dann auch eher zu den Mittelhochländern und kommt mit etwas mehr Hitze sehr gut klar.

Besonders auffällig an den jungen Kannen dieser Art ist das, ich nenn's mal "breite Maul", mit relativ schmalem Peristom, das aber mit zunehmendem Alter noch breiter wird.

 

N_bokorensis_zpsgvv19zv6.jpg
 

Dann hätte ich da noch ein aktuelles Bild von meiner - ich glaub' ich hab's schon ein paar Mal erwähnt ;) - Lieblings-maxima.

Mit jeder neuen Kanne nimmt sie an Größe zu und, was noch wichtiger ist, das Peristom wird breiter und farbenfroher.

 

N_maxima_3067_VIII_zps4yflue6d.jpg

 

Eine noch, dann muss ich mich auch meiner Holden nochmal zuwenden... :aw:

Die letzte Kanne für heute stammt von meiner boschiana, die auf Borneo beheimatet ist. Auch die Kanne gehört mit inzwischen gut 15cm Höhe zu den größeren Exemplaren der Sammlung. Da auch sie nicht zu den Ultra-Hochländern zählt, kann ich sie auch bedenkenlos für wärmere, oder besser gesagt, nicht besonders gekühlte Terrarien empfehlen.

 

N_boschiana_III_zps8eucg6fy.jpg

 

So, einen schönen Abend und einen schönen, sonnigen Sonntag noch.

 

Viele Grüße,

Christian

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Hallo erstmal,

wirklich unglaublich schöne Pflanzen! Wo bekommt man so schöne Nepenthes her?

Kannenpflanzen gehören (meiner Meinung nach) einfach zu den schönsten Fleischfressenden Pflanzen die es gibt.

Gruß,

Max

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Hallo Max,

 

dank Dir. Und ja, für's Auge machden die Nepenthes und auch die Heliamphora auf Dauer wohl am meisten her. Zwar gibt's bei vielen anderen Gattungen deutlich häufiger bunte Blüten zu sehen, dafür stehen die bunten Kannen der Nepenthes permanent im Licht und werden (im Optimalfall ;)) mit jeder neuen Kanne noch größer und noch bunter.

 

Ist eigentlich eine gute Frage nach den Quellen der Pflanzen. Da bin ich bisher auch glaub' ich noch gar nicht drauf eingegangen. Also will ich mal die Quellen nennen, an die ich mich noch erinnern kann:

 

Für die meisten "reinen Arten" kann ich mich bei den deutschen Händlern bedanken, die da wären:
 

Andreas Wistuba (für die seltenen Arten), Thomas Carow (für die robusten Pflanzen) und Christian Klein (für die interessanten selfmade-Hybriden)

Dazu kommt Kamil Pasek aus Tschechien, bei dem ich auch einige schöne (und auch seltene) Arten beziehen konnte.

 

Die Hybriden stammen zum größten Teil aus den Beständen von Borneo Exotics, die aber in Europa nicht direkt an Privat vertreiben. Daher darf ich mich hier bei den diversen Resellern bedanken, die sich kreuz und quer über Europa verteilen. Wenn ich mich recht erinnere, stammen die Hybriden nahezu auschließlich von

 

David Švarc aus Tschechien (http://carnivoria.eu/)

Michał Gąstał aus Polen (http://roraima.pl/)

Fabrice Buxerolles aus Frankreich (http://www.districarnivores.com/)

Cédric Azais auch aus Frankreich (http://www.cedric-carnivores.fr/)

und Matthew Soper aus England (http://hampshire-carnivorous-plants.co.uk/)

 

Nicht vergessen will ich natürlich, dass einige Pflanzen den Weg auch von privaten Sammlern zu mir gefunden haben. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die sich jetzt angesprochen fühlen.

 

Viele Grüße,

Christian

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Hallo zusammen,

 

nach ein paar Tagen, in denen ich mich erstmal sammeln und über eine Alternative nachdenken musste, gibt's heute wieder ein Bilder-Update.

Sammeln deswegen, weil Photobucket, mein bisheriger Image-Hoster sich dazu entschlossen hat, von einem auf den anderen Tag sämtliche Bilder-Links zu kappen, was zur Folge hat, dass meine sämtlichen Threads jetzt aussehen, wie dieser hier.

 

Kurz zur Erklärung: Bisher war die Nutzung dieses Bilderdienstes gratis, einzig beschränkt durch eine maximale Upload-Größe von 10GB und ebensoviel maximalem Traffic (Gesamtmenge der Bilderaufrufe bzw. -downloads) im Monat. Dazu gab es einige kostenpflichtige Optionen, die den verfügbaren Speicher erweiterten und das Traffic-Limit aufhoben, die im Bereich von ein paar $ pro Monat lagen. Alles recht üblich und die kostenlose Variante reichte für meine Zwecke immer aus.

Seit einigen Wochen nahmen die Werbe-Mails dieses Anbieters, die die kostenpflichtigen Varianten empfahlen, nun merklich zu, was zwar etwas nervig aber noch zu verkraften war. In irgendeiner dieser Mails war dann wohl von einer Änderung der AGB's die Rede; hab' ich natürlich nicht groß drauf geachtet, auch die 30seitigen AGB's nicht studiert (denn eine verkürzte Fassung der relevanten Änderungen gab es nicht) und die Mail wie all die anderen gelöscht.

Ein paar Tage später hab' ich dann entsetzt festgestellt, dass jedes von mir hierher verlinkte Bild nun so aussieht, wie man es in den vorherigen Posts erkennt. Eine kurze Recherche ergab dann, dass man die komplette Preisstruktur geändert hatte und diese Verlinkungen, über die all meine Bilderthreads hier im Forum funktionierten, nun nur noch in der teuersten Variante erlaubt sind. Um diese Links zu aktivieren und so die Bilder wieder sichtbar zu machen  verlangt man jetzt pro Jahr 399$!!! und das nicht nur von den kostenlosen Nutzern, sonder von jedem einzelnen, der seine Bilder außerhalb deren Website verlinkt. Ein Blick z.B. in den CPPhotofinder zeigt, dass auch da jetzt etwa die Hälfte aller Links tot ist, weil bei Photobucket gehostet...

 

Dass die Zahlung dieser unverhältnismäßigen Summe natürlich keine Option ist und weder ich (und hoffentlich auch niemand anderes) diese miese Erpressung finanzieren will, werde ich also erstmal damit leben müssen, dass im Forum nun keine Bilder mehr von mir existieren (waren mal gute 1000 Stück aus immerhin rund fünf Jahren :'().

Nach ein paar Tagen hab' ich mich dann jetzt dazu entschlossen, mir ein eigenes Hosting-Paket zuzulegen. Eigener Webspace mit unlimmitiertem Traffic und der Option vielleicht mal noch 'ne Website, 'nen Blog oder sowas einzurichten für ein paar Euro im Monat. So kann mir jetzt keiner mehr vorschreiben, was ich mit meinen Bildern mache. Daher meine Warnung an alle, die auch auf externe Lösungen ausweichen müssen: HÄNDE WEG VON PHOTOBUCKET UND CO.! Sowas kann bei jedem dieser Anbieter passieren und dann sind plötzlich, von einem auf den anderen Tag, einige Jahre Pflanzendokumentation für'n Allerwertesten.

 

Sollte ich mal viel Zeit haben, werd' ich auch einige Bilder in diesem und anderen Threads ersetzten - ich hab' die natürlich noch lokal gespeichert -, erstmal bin ich aber froh, dieses Problem hinter mir zu haben...

 

Und damit weg von den Ärgernissen der letzten Wochen und auf zu den neuen Bildern:

 

Als erstes für heute ein Bild einer meiner ältesten Pflanzen, bei der ich den Art-Namen einfach mal beibehalten habe, auch wenn er, wenn ich richtig informiert bin, inzwischen als überholt gilt. Es handelt sich wohl um eine Variante von N. spathulata, die auf Java vorkommt.

Die Kannen sind inzwischen gute 13 oder 14cm groß, im Gegensatz zu meinem anderen spathulata-Klon eher rötlich als grünlich gefärbt und besitzen ein ebenso rot gefärbtes Peristom. Die Pflanze selber wächst bei mir recht komakt und besitzt sehr dicke, feste Blätter.

 

 

N_adrianii_III.jpg?m=1500218494

 

Bei dieser Pflanze muss ich gestehen, dass ich noch nicht wirklich herausgefunden habe, wie bzw. unter welchen Bedinungen sie am besten wächst.

Insbesondere im Bezug auf das verwendete Substrat soll diese Art ziemlich empfindlich sein.

N. vieillardii ist bei mir eher zurückhaltend, was die Kannenproduktion betrifft und wächst auch sonst eher langsam, aber sie wächst... ;)

Die Art ist endemisch auf Neukaledonien und wächst damit deutlich östlicher, als all die anderen Nepenthes.

 

N_vieillardii_I.jpg?m=1500218494

 

Naja, und jetzt ist's leider auch schon wieder so spät geworden, dass ich heute nur noch ein Bild zeigen kann (hab' morgen 'ne Weisheitszahn-OP vor mir :yahoo:).

Hier also nochmal einer meiner schönsten Hybriden, dessen Kannen inzwischen leicht zylindrisch geformt sind. Ich vermute, dass es nun nicht mehr allzu lange dauern wird, bis ich hier Hochkannen zu Gesicht bekomme.

Immer wieder fasziniert mich hierbei die tiefrote Farbe des Peristoms und die wohl von der burbidgeae stammenden Sprenkel, die Kanne und Deckel überziehen.

Die Beteiligung der glandulifera wird insbesondere dann deutlich, wenn man sich die mit schwarzen Nektardrüsen besetzten Blätter und Tendrile anschaut.

 

N_glandulifera_burbidgeae_XII.jpg?m=1500

 

Werd' mich die Tage nochmal mit Bildern melden,

 

bis dahin wieder mal viel Vergnügen und

viele Grüße,

Christian

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Hallo Christian,

 

von dem ganzen Softwarekram habe ich rein gar nichts verstanden, die Bilder und die Erläuterungen dazu gefallen mir jedoch umso mehr.

 

Viele Grüße Ralf 

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Hi Ralf,

 

dank Dir.

 

vor 3 Stunden schrieb Ralf Mößle:

von dem ganzen Softwarekram habe ich rein gar nichts verstanden

 

Ist auch kürzer (und verständlicher ;)) zu erklären:

Alle meine Bilder waren bisher bei 'nem externen Anbieter gespeichert, da der Speicherplatz im Forum für mich nicht ausreicht.

Der Anbieter sagt jetzt:"Du darfst die Bilder, die bei uns gespeichert sind, nicht mehr im Forum zeigen,... es sei denn, Du zahlst ab sofort 399$ - jährlich!"

Mach' ich natürlich nicht, weswegen jetzt erstmal alle Bilder weg sind.

Als Alternative hab' ich mir jetzt eigenen Speicherplatz im Web gekauft (für 'n paar Euro im Monat), wo mir keiner mehr vorschreiben kann, was ich mit meinen Bildern mache.

 

Ne Galerie hab' ich auch jetzt schon angelegt, kann hier (gallery.vossplants.de) eingesehen werden.

Muss jetzt nur noch mit etwas mehr Inhalt gefüllt werden...

 

Viele Grüße,

Christian

bearbeitet von Christian Voss

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Ein Glück hattest Du die Bilder separat noch gesichert. Echt ärgerlich das Ganze. Bin froh, dass Du nicht zu frustriert warst um weiter zu machen und uns immer noch Deine tollen Nepenthes zeigst :)

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Hi Jashi,

 

ja, bin auch froh, dass ich da vorgesorgt habe.

Irgendwie hatte ich wohl im Gefühl, dass das mit dem kostenlosen Account und dem zunehmend werbeüberladenen Anbieter nicht ewig gutgehen würde.

An's eigene Hosting hatte ich zwar schon ein paar Mal gedacht, bin dann aber doch vor dem Arbeitsaufwand zurückgeschreckt.

Naja, vielleicht hab' ich ja auch den Tritt in den Allerwertesten gebraucht... ;)

 

Ein paar Bilder will ich dann auch heute noch zeigen, darunter auch eins von Utricularia alpina, die bei mir inzwischen viele der Zwischen- oder Platzhaltertöpfe besetzt.

Nachdem einige Pflanzen größer wurden und ich mich dazu entschlossen hatte, diesen etwas mehr Platz zu gönnen, war die Überlegung, was mit den Zwischenräumen zu tun sei.

Dass Utricularia, da sehr platzsparend und sich überall dazwischenquetschend, bestens dafür geeignet sind, hab' ich dann dafür genutzt, meine großen Pflanzen zu teilen und diese zwischen den Nepenthes zu verteilen und so hab' ich in vielen Terrarien nun ein paar große weiße Farbtupfer zwischen den Nepenthes.

 

U_alpina.jpg?m=1500218490

 

Eine Pflanze, die nun schon einige Jahre bei mir steht und augenscheinlich das Maximum bei der Kannengröße erreicht hat, ist diese Nepenthes minima.

Intertessant dazu ist zu wissen, dass die Pflanze mit inzwischen etwa 13 cm großen Kannen früher mal N. maxima hieß.

Es handelt sich jedoch um die sogenannte 'mini form', die um den Lake Poso in Zentral Sulawesi herum vorkommt und die 2016 von Jebb/Cheek als eigenständige Art beschrieben wurde.

 

N_minima_II.jpg?m=1500218488

 

Eine neue Kanne meiner N. glabrata vom Gunung Katopasa.

Die Kannen und Pflanzen von diesem Standort sollen größer werden, als die von anderen Standorten,... was die kleine hier aber erst noch zeigen muss. :biggrin:

N. glabrata stammt, wie die N. minima zuvor von Sulawesi und wächst dort auf 1600 bis 2100m Höhe. Der Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie 'glatt' oder 'unbehaart'.

 

N_glabrata_Katopasa_I.jpg?m=1500218487

 

Ein farbenfroher Hybrid aus zwei ebenso farbenfrohen Arten ist diese Kombination zweier Arten mit gesprenkelten Kannen.

So ist es nicht sonderlich verwunderlich, dass auch der Hybrid mit gemusterter Innen- und Außenseite daherkommt.

Interessant ist auch das breite Peristom, das farblich irgendwo im Bereich 'rosé' anzusiedeln ist,... eine Kombination aus weiß (burbidgeae) und rot (petiolata) eben.

 

N_petiolata_burbidgeae.jpg?m=1500218484

 

Noch einen interessant gefärbten Hybriden hab' ich hier, diesmal einen Mehrfachhybriden, der besonders durch seine Kannen-Grundfarbe auffällt.

Die Kannen sind bauchig, gefleckt und zeigen einen fließenden Farbübergang von hell zu dunkel.

Die eher schmale Kannenöffnung und die Sprenkel würde ich hier der platychila zuschreiben, das relativ breite Peristom der veitchii und der rötlich-/bräunliche Grundton sowie die bauchige Form dürfte von der mira stammen.

 

N_veitchii_platychila_mira_I.jpg?m=15002

 

Eine noch für heute und zum Abschluss dann nochmal einen Hybriden.

Wie bei jedem Hybriden mit Beteiligung von N. robcantleyi fällt auch hier wieder der "Knick" im Peristom auf; der ist für mich inzwischen auch zum untrüglichen Zeichen dafür geworden.

Die Kannen dieses Hybriden haben die längliche Form von der fusca abbekommen und sind grau/braun gefärbt und gesprenkelt.

Pflanze wie auch Kanne sind dicht mit kurzen hellen Haaren besetzt.

 

N_robcantleyi_fusca.jpg?m=1500218480

 

Einen hab' ich noch,...

Und nochmal einen Hybriden, bei dem beide Elternteile deutlich zu erkennen sind.

Allerdings finde ich hier die platychila deutlich dominanter, wohl, weil die Farbgebung der Kannen quasi exakt der der platychila entspricht.

Bei der Form dagegen sieht man dann deutlich die Beteiligung der mira, die im Gegensatz zur platychila ja breite, bauchige Kannen besitzt.

 

N_platychila_mira_IV.jpg?m=1500218480

 

So, dann sieht das hier ja wieder was bunter aus... ;)

Sind auch noch ein paar da, werd' also in absehbarer Zeit noch ein paar Bilder folgen lassen.

 

Bis dahin, viel Spaß mit den Bildern und

viele Grüße,

Christian

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Einfach geniale Bilder! Super! :-)

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