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Nephentes düngen, aber wie?


Ralf Mößle

Empfohlene Beiträge

Sonja Schweitzer

Für Leute mit großer Sammlung und wenig Zeit: Maxsea Seaweed

Für Sammler mit viel Zeit (Rentner ;) ) oder nur ein paar Pflänzchen: Mehlwürmer

 

Beides funktioniert super!

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Kaffeesatz schimmelt, aber gegossen sollte das nicht schimmeln. Mit Kaffeesatz düngen einige Hobbygärtner die ich kenne. Soll wohl tatsächlich helfen bei Kürbis und so weiter.

Bei Nepenthes dünge ich nicht, weil ich nur Tiefland Arten habe und die für mein Zimmer schnell genug wachsen. Ab und an werfe ich in eine Kanne Fischfutter, aber das dürfte nicht öfter als alle 8 Wochen sein. Meistens vergesse ich das.

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Man muß noch darauf achten, daß bei Erdgebundenen Pflanzen wie Nephentes, die Insekten in den Kannen hauptsächlich die Stickstoffversorgung sicherstellen.

Die Wurzeln übernehmen schon den eigentlichen Part der Versorgung mit Phosphor und anderen Mineralien. Es sei denn, die Kannen machen überreichliche Beute.

Dann besteht aber die Gefahr, daß die Kannen schneller absterben.

Bei Pflanzen die im Moor(nährstoffarm) beheimatet sind, ist von einer mangelnden Versorgung durch die Wurzeln auszugehen. Diese Pflanzen sind dankbar für jeden Insektenfang.

Bearbeitet von Burki
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Sonja Schweitzer

dann überlege ich mir das mit den Mehlwürmern. Mein Freund hat mich heute vor dem Kaffee gewarnt, bei ihm hat das zu Schimmel im substrrat geführt, sagt er.

 

Hallo Peter,

ich hab´s ehrlich gesagt nie mit anderen Futtertieren versucht,nur mit Mehlwürmern,aber die Pflanzen gehen dadurch ab "wie die Sau" (sorry für diese Beschreibung,aber das trifft die Sache am besten).

Die Kanne einer großen N.truncata,die ich mal hatte,habe ich ab und an mit bis zu zehn Würmern gefüttert und es bekam der Pflanze wunderbar. Als Dank für das Füttern wurden die neuen Blätter und Kannen mit jedem Mal etwas größer. Bei anderen Arten funktioniert´s genauso gut.Eben der Größe der jeweiligen Art entsprechend.

 

Man sollte die Würmer nur im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren,da sie sich bei niedrigen Temperaturen nicht verpuppen und sich von daher sehr lange halten.

 

Musste ja Deiner Frau nicht verraten,leg´ zur Tarnung einfach ein paar Salatblätter über die Dose! :cool:

Bearbeitet von Sonja Schweitzer
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MadMantis

So, 

 

mal kurz ein Update von meiner mit Kaffee gedüngten Nepenthes 'Bloody Mary'.
Bzw. erstmal ein Nachtrag: Das erste Bild in Post #4 wurde am 21.02.2015 aufgenommen, das zweite am 05.05.2015, also man könnte sagen ziemlich genau 2 1/2 Monate ;).

Und so sieht sie nun heute, am 04.07.2015 aus, also 4 1/2 Monate nach dem ersten Bild:

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Schöne Grüße,

 

Andy

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  • 2 Wochen später...

Moin moin!

So, da es wieder an der Zeit war das ein paar meiner Schützlinge ihre Portion Kaffee bekommen, habe ich dieses mal das Leitwert-Messgerät ausgepackt und war über das ergebnis selbst etwas erschrocken:

Ich habe zwei verschieden starke Kaffee zubereitet, für verschieden große Pflanzen:

Kaffee 1:  500ppm / 780microS/cm

Kaffee 2:  850ppm / 1350microS/cm

 

PH-Wert bei beiden: 5.2 

 

 

Bei meiner Recherche bin ich noch auf folgende Seite gestoßen:

Kaffee aus der Sicht eines Chemikers

 

Vielleicht kann daraus ja jemand genauere Rückschlüsse ziehen was für die Pflanzen eigentlich verwertbar ist.

 

 

Schöne Grüße,

 

Andy

Bearbeitet von MadMantis
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Nicky Westphal

So, 

 

mal kurz ein Update von meiner mit Kaffee gedüngten Nepenthes 'Bloody Mary'.

Bzw. erstmal ein Nachtrag: Das erste Bild in Post #4 wurde am 21.02.2015 aufgenommen, das zweite am 05.05.2015, also man könnte sagen ziemlich genau 2 1/2 Monate ;).

Und so sieht sie nun heute, am 04.07.2015 aus, also 4 1/2 Monate nach dem ersten Bild:

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Schöne Grüße,

 

Andy

Hallo Andy,

 

nunja, ich seh da zwar einen deutlichen Unterschied, aber bei mir werden z.B. bei N. ampullaria, die Kannen auch ohne Kaffe immer größer. Ist m.E. ganz normales Größenwachstum, irgendwann ist damit dann eifach Schluß.

Die letzten Bilder zeigen die Bloody Mary im Freiland, wenn du sie umgestellt hast, hast du dabei auch div. andere Faktoren verändert, die keine wirklichen Rückschlüsse mehr auf den Kaffe zulassen.

 

@ Tiamat: es wurde der leitwert des "Kaffes" gemessen, wie man das auch beim Gießwasser zur Kontrolle macht. Damit wird die Konzentration von Mineralien/Salzen im Wasser angezeigt. Sagt aber nicht aus, was da jetzt drin ist.

 

Grüße Nicky

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Hallo Andy,

 

Die letzten Bilder zeigen die Bloody Mary im Freiland, wenn du sie umgestellt hast, hast du dabei auch div. andere Faktoren verändert, die keine wirklichen Rückschlüsse mehr auf den Kaffe zulassen.

 

 

Nach draußen habe ich sie nur zum besseren fotografieren gestellt, bis gestern stand sie weiterhin in dem selben Terrarium wie seit Anfang an.

Neben dem Wachstum in der Größe hat sie aber auch noch etliche Seitentriebe bekommen, ich weiß nicht wie es im Normalfall bei dieser Art damit aussieht.

Als ich sie umgetopft habe war hatte sie nur ihren Haupttrieb. Gestern habe ich nun 4 Triebe zu Stecklingen verarbeitet und es treiben noch weitere 4-5 Triebe neben dem Haupttrieb aus. 

Einen deutlichen Unterschied erkenne ich bei meinen Nepenthes x hookeriana, dort habee ich zwei gleichgroße Pflanzen gehabt, die eine hat einmal im Monat Kaffee bekommen, die andere nicht. Die welche Kaffee bekommen hat ist deutlich größer, allerdings kann ich hier nicht ausschließen das zumindest ein Teil des Größenunterschiedes auf unterschiedliche Kulturbedingungen zurückzuführen sind.

 

Ich habe hier noch zwei gleichgroße N. x hookeriana Stecklinge welche ich gerade vorgestern umgetopft habe, beide mit der selben Substratmischung.

Ich werde jetzt einfach mal beide unter gleichen Bedingungen halten, die eine ein bis zwei mal im Monat mit Kaffee gießen, die andere nicht, das ganze werde ich dann Fotodokumentieren, mal schauen ob es einen sichtbaren Unterschied gibt.

 

Edit: Was mir bei den beiden besagten N. x hookeriana auch noch aufgefallen ist, auch hier, die mit Kaffee gegossene hat mittlerweile 2 neue Seitentriebe, die welche nur Wasser bekommen hat noch keinen. 

 

Schöne Grüße,

 

Andy

Bearbeitet von MadMantis
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Nicky Westphal

Hallo Andy,

 

mach am besten den Versuch mit den kleinen Hookeria unter gleichen Bedingungen, da lässt sich vieleicht was draus entnehmen. Das sollte auch über lange zeit dokumentiert werden. Ein anfängliche pos. Wirkung vom Kaffe kann sich auch nach längerer Zeit neg. niederschlagen (quasi Überdüngung)

Bloody Mary ist von sich aus sehr vermehrungsfreudig. Eine Ausbildung von Neutrieben kann aber auch ein Zeichen sein, das etwas nicht stimmt. Gut, bei Bloody Mary wohl eher nicht, aber Neutriebe können auch auf Schäden im Hauptrieb hinweisen.

 

Naja, ich bin eh kein Freund von Düngen, ich führe die Nährstoffe auf natürliche Weise über Kannenfütterung durch. Ist im Endeffektt das Gleiche aber muss halt jeder für sich entscheiden.

 

Grüße Nicky

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Hallo

Von direktem Dünger Einsatz ins Substrat, rate aus eigener Erfahrung ab.

Die Pflanze wirft alle Kannen ab da die Nährstoff Versorgung über die Wurzel gewährleistet ist, sie konzentriert sich darauf diese zu verwerten das Ergebnis sind, sehr schnelles Wachstum, riesige Blätter und das bilden von Ablegern in reckord Zeit.

Zur Kaffee Methode kann ich sagen Pflanzen allgemein reagieren gut darauf kenne das vom GummiBaum und vom kiwi, beachten sollte man allerdings viel hilft nicht immer viel, denke mal mit Milch ist es ähnlich kann ich aber nichts zu sagen.

Die besten Erfahrungen habe ich mit Fischfutter und wenig Dünger im Zerstäuberbecken gemacht. Im Winter gibt es 1 mal gegen Mitte ca 50ml Dünger ins Zersteuberbecken (2L). 1x wöchentlich werden die Fallen kontrolliert und bei Pflanzen die nichts gefangen haben, wird ein Fischstick deponiert.

Zum Abschluss muss ich noch sagen die Erfahrungen belaufen sich ausschließlich auf Baumarkthybride.

Mfg

Jörg

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Hallo

Von direktem Dünger Einsatz ins Substrat, rate aus eigener Erfahrung ab.

Die Pflanze wirft alle Kannen ab da die Nährstoff Versorgung über die Wurzel gewährleistet ist, sie konzentriert sich darauf diese zu verwerten das Ergebnis sind, sehr schnelles Wachstum, riesige Blätter und das bilden von Ablegern in reckord Zeit.

So ähnlich sehe ich das auch, allerdings unterscheide ich da.

Die Nepenthes sind in erster Linie darauf aus, mit Insektenfang die Stickstoffversorgung zu gewährleisten.

Kommt die mit über die Wurzeln, sind Kannen nicht so sehr erforderlich und verkümmern, bzw. werden nicht oder nur sehr zögerlich ausgebildet.

Das ist jedenfalls meine Erfahrung mit verschiedenen Arten.

In Milch und in anderen "Naturprodukten" ist einiges an Stickstoff vorhanden.

Gemahlene Hornspäne fallen mir noch ein.

Kannenbildung wird also bei Stickstoffmangel induziert und weitere Indikatoren sind viel Licht (Sonneneinstrahlung) und ausreichend Temperatur.

Das sind nämlich Vorraussetzungen für Insektenflug.

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Andreas Wistuba

So ähnlich sehe ich das auch, allerdings unterscheide ich da.

Die Nepenthes sind in erster Linie darauf aus, mit Insektenfang die Stickstoffversorgung zu gewährleisten.

Kommt die mit über die Wurzeln, sind Kannen nicht so sehr erforderlich und verkümmern, bzw. werden nicht oder nur sehr zögerlich ausgebildet.

Das ist jedenfalls meine Erfahrung mit verschiedenen Arten.

In Milch und in anderen "Naturprodukten" ist einiges an Stickstoff vorhanden.

Gemahlene Hornspäne fallen mir noch ein.

Kannenbildung wird also bei Stickstoffmangel induziert und weitere Indikatoren sind viel Licht (Sonneneinstrahlung) und ausreichend Temperatur.

Das sind nämlich Vorraussetzungen für Insektenflug.

 

Das wird zwar oft geschrieben aber ich kann das so einfach nicht bestätigen. Kannenbildung und Kannengröße sind hier absolut einwandfrei, trotz fast ständiger Düngung.

Grüße

Andreas

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Eike Matthias Wacker
Kannenbildung wird also bei Stickstoffmangel induziert und weitere Indikatoren sind viel Licht (Sonneneinstrahlung) und ausreichend Temperatur.

Das sind nämlich Vorraussetzungen für Insektenflug.

 

Da bis jetzt noch niemand mehr als 2500 Basenpaare Genom von Nepenthes sequenziert hat, sollte man mit solchen Aussagen ganz vorsichtig umgehen. Was jetzt wirklich die Kannenbildung biochemisch induziert, ist bis jetzt vollkommen unbekannt und wird es wohl aus Mangel an Forschung in nächster Zeit auch nicht geben.

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SimpleSteeve

Hallo!

 

Ich habe mich auch lange nicht darüber getraut meine Nepenthes zu düngen aber vor ca 2 Monaten das erste mal mit Osmocote experimentiert. Ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden, bei einigen Pflanzen kann man eindeutig einen Wachstumsschub erkennen.

 

lg,

St.

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Thomas Carow

Hallo,

 

> bei einigen Pflanzen kann man eindeutig einen Wachstumsschub erkennen.

Aber klar, Nepenthes kann man mit Dünger förmlich 'aufblasen'. Du kannst Wachstum und große Pflanzen ohne Ende erzeugen, musst halt auch für entsprechend Platz sogen! Die Frage ist nur, ob man das will bzw. wo die Schwerpunkte bei der Kultur für jeden einzelnen liegen. Für mich sind immer eher 'knubbelige' Pflanzen das Ziel, kleine Blattspreite mit toll ausgefärbter großer Kanne. Die Pflanzen kann ich dann auch mal z.B. ein Wochenende auf einer Raribörse in der Sonne stehen lassen.

 

Die Faktoren der Kannenbildung dürften nach meiner Meinung auch noch lange nicht geklärt sein und geklärt werden. Vielleicht braucht eine schöne Kanne auch einfach viel Zeit, sofern natürlich alle anderen Bedingungen passen. Diesen 'Faktor' hat die Natur auf jeden Fall unbegrenzt, der Mensch eher weniger!

 

Grüße

 

Thomas

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Mathias Scharmann

Hi,

ich dünge meine Nepenthes, aber auch Drosera mit einem gepimpten Dehner Orchideendünger: Ich gebe 5.2 g (in Spritze abwiegen) von dem grünen Düngerkonzentrat + 0.25 g Magnesiumsulfat (MgSO4) auf 1.5l destilliertes Wasser (PET-Flasche). Man kann die Lösung aufs Substrat giessen oder bei Sämlingen und Drosera mit einer Sprühflasche auf die Pflanzen verteilen. Drosera krümmen dann gierig die Tentakel. Den Nepenthes gebe ich ca. 1x wöchentlich je 25ml pro 12cm Topf. Habe noch nie Schäden gesehen, und die Pflanzen wachsen deutlich schneller!

 

Viele Grüsse,

Mathias

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