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Christian Dietz

(kurzer) Reisebericht Brasilien 2015

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Christian Dietz

Hallo,

in diesem Beitrag werde ich nach und nach Landschaftsbilder, weitere Tiere und vieles andere aus Brasilien zeigen. Ich werde dabei chronologisch vorgehen und beginne daher mit Bildern, die ich während der ersten drei Tage unserer Reise in Rio de Janeiro gemacht habe.

 

Wir waren insgesamt drei Tage in Rio de Janeiro (Anreisetag mit eingerechnet). Während der ersten beiden Tage waren wir auf dem Zuckerhut, an der Copaccabana (beides am ersten Tag) und auf dem Corcovado bei der Christus-Statue (zweiter Tag). Hier ein paar Bilder davon.

 

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Hier noch ein paar Bewegdbilder aus den Tagen in Rio:

 

Zusammenschnitt von Autofahrten durch Rio

 

Seilbahnfahrt auf den Zuckerhut

 

Praia Vermelha - 1

 

Praia Vermelha - 2

 

Blick vom Mirante Dona Marta

 

Ausblick auf Rio vom Corcovado

 

Am dritten Tag sind wir dann raus aus Rio gefahren und haben uns ein wenig im Orgelgebirge umgesehen. Karnivoren standen da noch nicht wirklich auf dem Plan. Das größte Abenteuer war es einen Mietwagen zu bekommen (englisch hilft selbst am Flughafen in Rio nicht wirklich weiter). Das hatten wir gegen Mittag dann geschafft und machten uns auf den Weg.

 

Auf dem Hinweg machten wir einmal kurz an der Straße halt und fanden dabei die folgenden Bromelien

 

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Karnivoren gibt es in der Serra Dos Orgaos auch. Allerdings muss man dazu (so meine Infos), diese Berge hoch. Das soll nicht so ganz einfach sein. Wir haben es daher beim Anschauen belassen.

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Im Park selbst fanden wir dann noch diese beiden Pflanzen:

 

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Der Tag ging dann mit folgendem Sonnenuntergang zu Ende:

 

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Am Tag danach sind wir dann nach Belo Horizonte geflogen, wo wir uns mit Carlos Rohrbacher getroffen haben. Danach sollte es für 8-9 Tage auf Karnivorentour in Minas Gerais gehen. Davon demnächst mehr.

 

Gruß,

Christian

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Christian Dietz

Hallo,

mit diesem Flieger der Fluggesellschaft GOL ging es auf die Reise von Rio de Janeiro nach Belo Horizonte.

 

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Wenn ich es noch richtig im Kopf habe hatte es die Crew nicht geschafft vor der Landung alle Becher wieder einzusammeln, so dass wir sie die ganze Zeit in der Hand hatten. Einmal durchstarten mussten wir auch, aber schließlich kamen wir an.

Nachdem wir uns mit Carlos in Belo Horizonte getroffen hatten sind wir direkt weiter in die Serra Do Cipó gefahren. Bereits auf der Fahrt dorthin lernten wir die sogenannten Lombadas kennen. Das sind im Prinzip kleine Hügel mitten auf der Straße, die zur Verkehrsberuhigung dienen sollen. Dieses gelbe Schild deutete jeweils darauf hin, dennoch kamen einige praktisch aus dem Nichts, sehr zur Freude des Unterbodens unserer Autos!

 

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In der Serra Do Cipó sollte unsere Tour durch Minas Gerais starten. Dieser Abschnitt stand vollkommen im Gegensatz zu Rio de Janeiro. Von nun an war nichts mehr mit Großstadt, es wurde recht ländlich und die Unterkünfte zunehmend einfacher. Sprachlich waren wir noch mehr aufgeschmissen als in Rio de Janeiro. Um es kurz zu sagen, ohne Carlos würden wir vermutlich heute noch irgendwo in MG rumfahren. Dort wurde selbst tanken zu einem kleinen Abenteuer (die nächste richtige Tankstelle war etwa 100km von unserer Unterkunft entfernt. In dem Örtchen gab es nur eine kleine Werkstatt, die so etwas Ähnliches wie Benzin in Plastikkanistern hatte). Die Leute, die wir unterwegs getroffen hatten waren durchgehend sehr freundlich und enorm hilfsbereit. Auch sollte man dort etwas Zeit und Geduld mitbringen, dort passiert alles viel langsamer und entspannter. Das sollten wir gleich am ersten Tag beim Frühstück merken. Zu der Zeit, die wir vereinbarten war lediglich der Kaffee fertig, der Rest kam nach und nach. Es wurde immer noch aufgetischt, selbst als wir bereits fertig waren. Ein klassisches Frühstück in dieser Gegend sieht übrigens so aus:

 

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Die Zusammensetzung sollte sich auch während unserer kompletten Zeit in MG nicht grundliegend ändern, es war immer recht ähnlich.

Wir nutzten die zwei Tage, die wir dort hatten um uns einige Standorte anzuschauen. Neben den Pflanzen ist aber auch die Landschaft sehr sehenswert. Hier nun ein paar Bilder, die während dieser Tage entstanden sind:

 

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Und zum Schluß noch drei Videos aus der Serra do Cipó:

 

Serra do Cipó - 1

 

Serra do Cipó - 2

 

Serra do Cipó - 3

 

Gruß,

Christian

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Piesl

hallo Christian,

 

wieder gewohnt Topbilder von dir! Klasse, dass du uns auch das "Abseits der Karnivorenreise" nicht vorenthältst.  :thumbsu:

 

Gruß Piesl

Edited by Piesl
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Thomas Carow

Hallo Christian,

 

tolle stimmungsvolle Bilder vor allem von Rio und dann das eindrucksvolle Orgelgebirge!

Endlich ist mir klar woher der Name kommt.

 

Viele Grüße

 

Thomas

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Christian Dietz

Hallo Thomas,

 

ja, das wurde mir vor Ort auch schnell klar. Für die, die es interessiert, hier könnt ihr die einzelnen Namen dieser Bergspitzen nachlesen:

 

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Gruß,

Christian

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Mathias Maier

Hi christian,

Sehr interessante und schöne bilder! Ehrlich gesagt finde ich das sogar viel interessanter als das ganze klebe und utri zeugs :)

Gerne mehr davon, von Natur, städte, Land und Leute.

Das faziniert mich auch immer sehr in Asien. Schon lange sind das nicht mehr die Karnivoren dort, ist zwar nice to have, aber nicht der Grund warum ich dort rumreise...

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Christian Dietz

Hallo,

 

nach längerer Zeit hier wieder mal ein Update. Nach den Tagen in der Serra do Cipó sind wir weiter nördlich nach Diamantina gefahren. Leider blieben wir nur für eine Nacht in dieser schönen Stadt, daher kann ich über Diamantina selbst gar nicht viel sagen.

 

Der Morgen begann damit, dass wir unsere Autos auftanken mussten. In dem kleinen Örtchen in der Serra do Cipó gab es allerdings keine richtige Tankstelle, die nächste wäre etwas über 100 Kilometer weiter weg gewesen. Das wollten wir nicht mehr riskieren. In einer kleinen Werkstatt konnte man aber etwas kaufen, womit wir zumindest bis zur Tankstelle kommen sollten (ich verwende hier bewusst nicht das Wort Benzin). Hier ein Bild, das während des "Tankvorgangs" entstanden ist:

 

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In der Tat lernten wir dann später, dass es an den Tankstellen in Brasilien zwei Sorten Benzin gibt. Einmal ein günstiges mit sehr hohem Ethanol-Anteil und einmal ein etwas teureres mit wenig Ethanol, vergleichbar dem, was man bei uns so bekommt. Carlos riet uns dazu möglichst immer das teurere zu kaufen, da es viel ergiebiger ist. Das haben wir dann auch so gehandhabt.

 

Nachdem ein paar von diesen Flaschen in unseren Autos waren fuhren wir in Richtung Diamantina los. Auf dem Weg dorthin haben wir nochmal an einem Standort in der Serra do Cipó halt gemacht (Bilder siehe oben). Am Nachmittag machten wir noch einen kurzen Abstecher an einen Standort in Nähe der Stadt Gouveia (alle Bilder mit dieser Standortangabe, die ich gezeigt habe, stammen von dort) gemacht. Dort konnten wir D. camporupestris, tentaculata, tomentosa, hirtella, eine Utricularia und Genlisea violacea finden. Der Standort sieht so aus:

 

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Dies entspricht auch dem, wie viele der Standorte aussahen, die wir während der Reise gesehen haben.

 

Die Nacht in Diamantina verbrachten wir dann in solchen Zimmern:

 

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Die Steckdosen gingen - bis auf eine und die des Kühlschranks - übrigens alle nicht. Dafür hat man beim Duschen allerdings keinen Stromschlag bekommen. Man kann ja nicht alles auf einmal haben ;) Das Hotel war grundsätzlich aber vollkommen ok!

 

Das Hotel lag recht weit oben in der Stadt (Diamantina ist recht bergig). Daher konnten wir am anderen morgen von der Terrasse noch kurz einen Blick in die Ferne werfen, bevor wir schon wieder weiterfahren mussten.

 

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Gruß,

Christian

 

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Piesl

:icon13: Fortsetzung folgt am: ... !?

Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

 

Gruß Piesl

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Roman.P

Hallo,

 

Wirklich sehr beeindruckende Bilder, ich liebe solche Urlaubsgeschichten, ruhig mehr davon. :)

 

vor 19 Stunden schrieb Christian Dietz:

Dort konnten wir D. camporupestris, tentaculata, tomentosa, hilaris, eine Utricularia und Genlisea violacea finden. Der Standort sieht so aus:

 Mir ist gerade noch etwas aufgefallen, du meinst wohl hirtella und nicht hilaris ;)

 

Gruß Roman

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Christian Dietz

Hallo,

 

danke für den Hinweis. Ja, sollte natürlich hirtella heißen :)

 

Gruß,

Christian

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Christian Dietz

Hallo,

 

nach Diamantina war unsere nächste Übernachtung weiter nördlich in dem Örtchen Bocaiuva geplant. Auf dem Weg dorthin wollten wir uns noch zwei Standorte anschauen. Die Strecke führte zu Beginn über gute, geteerte Straßen. Ab einer gewissen Stelle ging es dann aber nur noch auf ungeteerten Staubpisten weiter:

 

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Wir kamen nun durch ein oder zwei solcher Dörfchen. Hier verpflegten wir uns mit etwas Essen und Trinken für den restlichen Tag.

 

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Der erste Standort, den wir fanden war mehr oder weniger ein recht trockenes Flussbett. Hier fanden wir neben diversen Utricularia und Genlisea auch Drosera latifolia (Bilder gibt's hier:

Der Standort sah so aus:

 

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Nachdem wir uns dort alles angeschaut hatten fuhren wir weiter. Dank einer ungenauen GPS-Koordinate mussten wir den nächsten Standort etwas suchen. Es stellte sich schließlich heraus, dass er nur wenige Meter weiter war. Dort sah es dann so aus:

 

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Der Standort erinnert stark an die Standorte, die wir in der Serra do Cipó gsehen hatten. Hier gab es etwas 10 verschiedene Karnivorenarten dicht an dicht! Unter anderem fanden wir hier unser ersten Drosera spiralis. Neben den Karnivoren wachsen dort aber auch jede Menge andere interessante Pflanzen, hier eine kleine Auswahl:

 

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Den Rest des Tages verbrachten wir damit, nach Bocaiuva zu fahren. Der Weg führte zuerst über recht staubige Pisten, später dann über geteerte Straßen. Carlos legte am frühen Abend noch seine mitgebrachte Musik auf, so dass wir mit einem Mix aus Pop, Rock, deutscher Volksmusik und brasilianischem Liedgut ans Ziel kamen.

 

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Wir kamen durch mehrere kleine Städtchen, deren Namen ich aber bereits vergessen habe (oder zu faul bin nachzuschauen). Dort sind man hier und da immer mal wieder einen VW Käfer. Diese Autos gibt es in Brasilien noch recht häufig.

 

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Hier noch zwei Video, die während der Autofahrten an diesem Tag entstanden sind:

 

Video - 1

 

Video - 2

 

Irgendwann am Abend kamen wir dann endlich in Bocaiuva an. Bocaiuva ist für die Gegend ein recht großer Ort. Hier mal der Blick von dem Balkon unserer Unterkunft:

 

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Und hier eine typische, brasilianische Verkabelung:

 

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Ich bin kein Fachmann, aber für mich sieht das recht abenteuerlich aus :)

 

In Nähe unserer Unterkunft gab es einen Italiener. Dort haben wir etwas gegessen und getrunken. Vor unserem Hotel war an dem Abend Livemusik, die bis spät in die Nacht ging. An viel Schlaf war daher nicht zu denken.

 

Gruß,

Christian

 

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Christian Dietz

Hallo,

 

nach einer recht kurzen und recht lauten Nacht in Bocaiuva haben wir uns morgens auf den Weg in Richtung Itacambira gemacht. In der Nähe dieses Städtchens wollten wir uns gerne einige Standorte anschauen.

 

Die Strecke von Bocaiuva nach Itacambira ist recht klar, so viele (eigentlich keine) Alternativen gibt es nicht. Der Großteil der Strecke fürht über ungeteerte Straßen, lediglich im Bereich der ein oder zwei kleinen Städtchen von Itacambira sind die Straßen etwas geteert. Die meiste Zeit sieht es aber so aus wie hier:

 

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Man beachte, die Farbe, die unser Auto mittlerweile angenommen hat:

 

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Guaraciama liegt etwa auf halber Strecke zwischen Bocaiuva und Itacambira. Hier machten wir kurz halt um uns zu verpflegen, bevor wir weiter nach Itacambira fuhren.

 

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Hinter Guaraciama wurde es zunehmend bergiger. Itacambira liegt übrigens auf etwa 1100 Meter, Bocaiuva und Guaraciama auf etwa 700-800 Metern. Wir begannen nun die Suche nach einem Standort irgendwo in den Bergen auf der Strecke. Nach mehrfachem hin- und herfahren und einigen Versuchen entschlossen wir uns dazu, die Suche aufzugeben und uns lieber einen (vielversprechenden) Standort in der Nähe von Itacambira anzuschauen. Auf solchen Touren klappt leider nicht immer alles, dieser Standort gehört leider dazu. Der kommende Standort entschädigte uns dafür aber voll und ganz.

 

Dieses Mal hatten wir Glück und fanden die von uns gesuchte Stelle schnell. Es handelte sich um einen größeren Sumpf/Moor, in dem wir recht schnell die ersten Drosera spiralis fanden. Wir verbrachten nun den Rest des Tages an dieser Stelle.

 

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Neben den Karnivoren waren auch hier wieder Kakteen und Sukkulenten sehr auffällig.

 

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Die folgenden Bilder habe ich zwar bereits schon mal gepostet, aber hier gehören sie der Vollständigkeit halber dennoch nochmal hin. Auf dem Weg zurück zum Auto ist uns eine Boa constrictor über den Weg gelaufen. Die Schlange lag recht regungslos herum, so dass man sie gut fotografieren konnte.

 

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IMG_2283-boa_constrictor.jpg

 

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Nach dem wir uns alles angeschaut hatten war es bereits Spätnachmittags.

 

Die Strecke nach Botumirim hatten wir im Vorfeld mit etwa 40 Kilometer berechnet. Wir rechneten nun damit, relativ schnell dort zu sein. Was uns allerdings noch blühte hatten wir alle nicht auf der Rechnung. Aus bisher ungelösten Gründen war unsere Berechnung vollkommen, falsch! Die Orte liegen in der Tat nur etwa 40 Kilometer auseinander, allerdings ist die einzige Straße, die von Itacambira nach Botumirim führt eine ungeteerte Staubpiste von über 80 Kilometer Länge. Eine kürzere, geteerte Straße wird wohl erst gebaut?!. An einem kleinen Bach machten wir noch einmal Pause, bevor wir endgültig aufbrachen.

 

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Wie üblich gibt es auf solchen Straßen keine Hinweisschilder und unsere Navis kannten die Strecke natürlich auch nicht (ein Navi ist für die Gegend vollkommen rausgeworfenes Geld!). Zudem wurde es langsam dunkler. An jeder Kreuzung mussten wir uns alle völlig ahnungslos für eine Richtung entscheiden. An einer dieser Stellen hielten wir einen Motorradfahrer an und fragten nach dem Weg. Der nette Herr zeichnete uns eine Karte, mit deren Hilf wir nun versuchten, den Weg zu finden. Bei diesem Stopp ist das folgende Bild entstanden:

 

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Mit dieser Karte machten wir uns nun auf den Weg nach Botumirim. Von Carlos erhielt ich die Anweisung bitte bei allem, was sprechen kann zu halten um nach den Weg zu fragen. Die Fahrt dauerte noch etwa vier Stunden, einmal blieben wir noch auf einem Sandberg stecken bevor wir schließlich die letzten Kilometer nach Botumirim auf einer geteerten Straße fahren konnten. Leider wurden während der Fahrt kaum (keine) Bilder gemacht. Hier daher nur ein kurzes Video:

 

auf der Fahrt nach Botumirim

 

Die Autos bleiben dabei auf keinen Fall sauber, der Staub war mittlerweile überall angekommen.

 

Staub

 

Die Unterkunft in Botumirim ist sicherlich eine der schönsten, die wir in der Gegend hatten. Daran ändert auch die Begrüssung durch dieses Tierchen nichts.

 

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Das Haus war vollkommen neu gebaut und modern ausgestattet. Zudem waren noch weitere Zimmer bereits im Bau. Der krasse Gegensatz zu Bocaiuva! Damit hätten wir in dieser Gegend nie gerechnet. Die Besitzer erzählten uns, dass sie auf etwas mehr Tourismus hoffen und daher in Botumirim ein neues Hotel bauen. Man kann nur hoffen, dass der Plan aufgeht, der Ort ist schon ziemlich weit in der Pampa.

 

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Nun ergab sich direkt das nächste Problem. Es war zu befürchten, dass wir aufgrund unserer späten Ankunft nichts mehr zu Essen bekommen können. Carlos sprach nun mit der Dame von unserer Unterkunft und die beiden schafften es noch ein kleines Restaurant in der Nähe dazu zu überreden, für uns wieder aufzumachen. Der Abend war damit gerettet!

 

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Gruß,

Christian

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Christian Dietz

Hallo,

 

der Tag in Botumirim ist schnell erzählt. Wir verbrachten ihn komplett an einem Standort in der Nähe von Botumirim. Dieser Fluß gehört sicherlich zu den interessantesten und schönsten Karnivorenstandorten, die ich bisher gesehen habe! Wir haben dort unter anderem Drosera graomogolensis, spiralis und tomentosa sowie diverse Utricularia und Genlisea gefunden. Ein Tag ist für diesen Standort recht knapp, da kann man sicher länger bleiben und noch mehr entdecken. Hier einfach ein paar Landschaftsaufnahmen davon.

 

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Leider spiegeln die Bilder nicht ansatzweise die Faszination wieder, die dieser Ort auf uns ausgeübt hat, aber das ist bei Bildern vermutlich immer so. Zu erwähnen ist viellicht noch, dass wir dort nur aufgrund der Trockenzeit hinkonnten. Zu Regenzeit ist der Fluss vermutlich randvoll, so dass man an die Stellen mit den Karnivoren wohl nicht oder nur sehr schwer gelangt.

 

Am Abend sind wir dann nach Cristalia gefahren um dort zu übernachten. Die Fahrt war wieder länger als wir dachten, dafür ging dieses Mal aber alles gut.

 

Gruß,

Christian

 

 

 

 

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Christian Dietz

Hallo,

 

von Cristalia aus wollten wir uns die Gegend um Grao Mogol anschauen. Dort wollten wir vor allem Drosera graomogolensis und D. chimaera finden.Letzere Art wollten wir zuerst finden. Schon während des Frühstücks versuchten wir mit dem Smartphone herauszufinden, wo sich die Suche denn lohnen könnte. Dabei waren wir mehr oder weniger erfolglos. Zum Glück hatte Carlos diese Art in der Gegend bereits gesehen und wusste daher grob, wo wir hinfahren sollten. Also machten wir uns auf den Weg. Nach einiger Suche fanden wir an einem Fluss eine Stelle, an der wir uns auf die Suche machen wollte. Allerdings war es Privatgelände. Zum Glück waren Leute vor Ort, so dass wir nach kurzer Verhandlung loslegen konnten. Wenig später hatten wir die ersten D. chimaera gefunden. Neben diesen Pflanzen gibt es am Flussufer allerdings noch viel mehr zu sehen. Wir fanden unter anderem zwei interessante Schrecken, ein Wespennest und viele Kakteen. Das Wetter spielte leider nicht mit, aber man kann ja nicht alles haben. Dieser Standort von Drosera chimaera war vor unserem Besuch übrigens noch nicht bekannt, die Stelle, an der Carlos vor einigen Jahren war liegt (wie wir jetzt wissen) etwas weiter entfernt.

 

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Später fanden wir dann noch dieses interessante Bromelien-Gewächs. Ich habe keine genaue Ahnung, welche Gattung oder Art es ist.

 

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Den Nachmittag verbrachten wir dann an einem Standort von Drosera graomogolensis in der Nähe von (wer hätte es gedacht!) Grao Mogol. Das Wetter war nun noch etwas schlechter, es regnete mittlerweile sogar (es war TROCKENzeit!). Daher habe ich dort außer die Karnivoren nicht viele Bilder gemacht. Hier aber mal eines einer Mimose, die dort auch häufig zu finden war:

 

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Da das Wetter immer schlechter wurde und es nun doch kräftig regnete brachen wir unsere Suche nach Pflanzen ab und suchten in Grao Mogol nach einem Restaurant, wo wir etwas zu essen bekommen konnten. Grao Mogol ist nicht sonderlich groß, so das die Alternativen nicht riesig sind. In der Dorfmitte stand eine Tür eines Restaurants offen. Wir gingen hinein, vermutlich war gerade zwar geschlossen, aber wir bekamen dort trotzdem etwas zu essen und zu trinken. Draußen schüttete es nun richtig. Die Leute erzählten uns, dass das für die Trockenzeit extrem ungewöhnlich sei und es wohl mit El Nino zusammenhängen müsse.

 

Da wir für diese Nacht wieder die Unterkunft in Bocaiuva gebucht hatten, hatten wir noch etwas Fahrt vor uns. Nach dem Essen brachen wir auf. Zum Glück spielte an diesem Abend keine Livemusik, so dass wir etwas Schlaf bekommen konnten.

 

Das Ziel des kommenden Tages war es, Abends in Belo Horizonte anzukommen. Auf dem Weg dorthin haben wir noch den Standort von Philcoxia minensis besucht. Der Rest des Tages war einfach nur eine kilometerlange Autobahnfahrt. Je näher wir nach Belo Horizonte kamen um so dichter wurde der Verkehr und plötzlich standen wir im Stau. Es dauerte gefühlte Ewigkeiten, bis wir an unserem Hotel ankamen. Wir hatten ja zwei Mietwagen. Zum Glück hatte Thomas im Vorfeld der Reise an Walkie Talkies gedacht, so dass wir es tatsächlich schafften mit Hilfe dieser Dinger uns soweit abzusprechen, dass wir uns nicht verloren hatten (unsere Navis gingen praktisch nicht). Nach dem Abendessen bei einem Italiener um die Ecke fielen wir müde ins Bett. Hier ein Paar Bilder, die während der Fahrt nach Belo Horizonte entstanden sind:

 

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Gruß,

Christian

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Manuel Reimansteiner

Hallo Christian,

 

vielen Dank für die tollen Bilder!

 

Die Bromelie ist eine Aechmea bromeliifolia - eine interessante Bromelie die 2 völlig unterschiedliche Blattypen (juvenil-adult) ausbildet.

Die Art hast du auf jeden Fall schön abgebildet!

 

Viele Grüße

Manuel

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TLorenz

Gibt sogar ein Foto mit Größenmessung von der Bromelie. War nicht klein.

In der Pflanze hatten sich Wespen niedergelassen.

 

Gruß Thomas

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Christian Dietz

Hallo,

 

den nächsten Tag haben wir sehr touristisch in Ouro Preto, südlich von Belo Horizonte verbracht. Die Stadt hat eine barocke Altstadt mit vielen Kirchen und ist eines der toursitischen Highlights dieser Gegend.Seit 1980 ist sie Unesco-Weltkulturerbe. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall! Hier aber nur schnell ein paar Bilder:

 

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Am Aebend gaben wir noch schnell unseren Mietwagen ab. Für das Abendessen hatten wir uns eine Chudascaria in Nähe des (zumindest für uns deutsche) ruhmreichen Stadions in Belo Horizonte ausgesucht. Der Abend zog sich länger hinaus als wir dachten. Da wir am nächsten Tag bereits sehr früh raus mussten (für uns stand ein Inlandsflug nach Cuiaba an) hatten wir diese Nacht nur etwa vier Stunden schlaf.

 

Mit dem Taxi fuhren wir am anderen morgen zum Flughafen. Dort verabschiedeten wir uns von Carlos, der sich wieder auf die Heimreise machte. Für uns stand nun die letzte Etappe unserer Reise an. Es ging nach Cuiaba von woaus wir uns zuerst in der Chapada Dos Guiamaraes und anschließend im Pantanal umschauen wollten. Karnivoren standen ab jetzt nicht mehr im Vordergrund. Für diese Tage hatten wir uns im Vorfeld einen Führer gebucht, so dass wir nicht ganz auf uns alleine angewiesen waren.

 

Der Flug nach Cuiaba verlief problemos. Am Flughafen erwartete uns bereits unser Führer, in einem Bus fuhren wir dann in unsere Unterkunft in Chapada dos Guiamaraes. Dort bekamen wir ein Mittagessen und ruhten uns anschließend etwas aus. Für den Spätnachmittag hatte DJ (unser Führer) einen kleinen Ausflug zu einem Aussichtspunkt in der Chapada Dos Guiamanres vorgesehen. Dieser Punkt soll der Mittelpunkt Südamerikas (je nach Rechenmethode) sein.

 

Nachdem wir uns etwas erholt hatten brachen wir auf. Auf dem Weg dorthin hielten wir einmal kurz an, da wir in der Ferne einige Tukane vorbeifliegen sahen.

 

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Am Aussichtspunkt angekommen hatten wir noch etwas Zeit, um vor Sonnenuntergang die Aussicht zu genießen.

 

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Immer wieder flogen kleine Gruppen von Grünflügelaras vorbei. Leider ist mir kein gutes Foto gelungen.

 

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Langsam ging die Sonne unter. Das abnehmde Licht sorgte für eine ganz besondere Stimmung

 

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Den Abend verbrachten wir in unserer Unterkunft.

 

Gruß,

Christian

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