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Flügelleisten


T1IVI

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Moin :)

 

Ich wollte euch mal nach langem überlegen und nachdenken meinerseits fragen, wofür genau die Flügelleisten bei den Bodenkannen der Nepenthes sind, da ich mir schlecht vorstellen kann, dass es nur zwei wegen dem optischen Aspekt gibt XD. 

Ich weiss, dass sie zum besseren Beutefang von Krabbel- und Kriechtieren genutzt wird, aber wenn dies so gut funktioniert, frage ich mich, weshalb Mutter Natur dann nicht komplett um die Kannen herum Flügelleisten gesetzt hat, statt nur zwei vorne an der Kanne (würde zwar komisch aussehen :crazy:, wäre dann aber doch nach meinem Verständnis her wesentlich besser im Beutefang).

 

Würde mich über antworten freuen und Liebe Grüße, Tim :D 

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Der mir und dir bekannte Zweck ist der Beutefang, wie beim Ceph.

Eine gewisse Symmetrie liegt der gesamten Natur zugrunde und die Anzahl der Kletterhilfen ist nicht proportional zum Beutefang.

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Danke für die schnellen Antwort, aber weshalb gibt es dann nicht 4 oder 6 Flügelleisten, somit gäbe es für alle Richtungen der Kanne Symmetrisch angeordnete Flügelleisten und weshalb hilft diese Flügelleiste eigentlich beim Beutefang? Diese Frage hatte ich vergessen in meinem ersten Beitrag zu stellen. Ich weiss zwar, dass es die Flügelleisten für diesen Zweck gibt und dass es auch funktioniert, aber 100%ig nachvollziehen kann ich es nicht :/ .

 

LG Tim

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Hallo Tim,

ich kann dir nicht sagen ob meine Theorie stimmt, aber ich geb sie einfach mal zum besten, fals sie falsch ist kann sie ja noch jemand dementieren. 

Warum es nur zwei Leisten sind, keine Ahnung, aber zumindest auf der Rückseite der Kanne würden sie ja nicht ganz so viel Sinn machen, da ist ja der Deckel, und schließlich sollen sie ja direkt aufs Peristom und ab in die Kanne führen ;)

Warum das ganze nun funktioniert....nunja wenn ich so überlege, wenn ich mal irgendeinen Krabbler irgendwo hoch klettern sehen habe, dann doch meist an irgendeiner Kante von dem jeweiligen Gegenstand. Ich denke das kommt daher das der Krabbler, sollte er von einem potentiellen Fressfeind wie einem Vogel erblickt werden, bzw. diesen erblicken, sich einfach "um die Ecke retten" kann und ist somit aus den Augen des Feindes. Der Krabbler weiß, wenn er einfach auf einer Fläche empor klettert ist er viel einfacher von Feinden zu erspähen, gerade bei Farbenprächtigen Kannen, hätten sie keine Flügelleisten. Wenn er an der Kante entlang klettert fällt er nicht so schnell auf, gerade wenn die Kante auch noch so schön zackig ist wie Flügelleisten, da verschwimmen seine Konturen umso besser, und er kann einfach auf die andere Seite der Flügelleiste retten um sich Augen von Feinden zu entziehen. 

 

Hoffe ich hab jetzt keinen Stuss erzählt :D

Schöne Grüße,

 

Andy

Bearbeitet von MadMantis
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Oder zum raufklettern, denn sonst finden sie am Peristilom keinen Halt und fallen zur falschen Seite runter. Fals ich falsch liege verbessert mich.

 

 

Grüße Tillmann

 

 

 

 

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Moin,

 

da die Flügelleisten oft eine andere Farbe wie die Kannen haben und meist in Richtung Lichtquelle zeigen, ist es vielleicht auch eine Vergrößerung der Fläche zur Photosynthese? Oder sie reflektieren aufgrund der anderen Farbe ein anderes Lichtspektrum, was wiederum andere Beute anlocken könnte... das sind aber nur Ideen. Genaueres zu den Flügelleisten würde mich auch interessieren.

 

Viele Grüße

Chris

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Nein, weil dann müssten sie im rechten Winkel und nich genau auf die Lichtquelle zeigen und eine würde dann ja auch reichen. Zumal im Regenwald die Sonne immer von oben kommt und nie von der Seite.

 

Grüße Tillmann

Bearbeitet von Tillmann
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Nicky Westphal
vor 25 Minuten schrieb Tillmann:

.............. Zumal im Regenwald die Sonne immer von oben kommt und nie von der Seite.

 

Grüße Tillmann

?? Sonne von Früh bis Spät im Zenit? Am Aquator sicher nicht von Süden oder Norden, aber zumindest von Ost und West, sollte die von der Seite kommen.

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Nicky Westphal

Hmm, naja im Regenwald ansich, ist schatten und da spielt es kaum eine Rolle wo die Sonne steht. Mal von dem kurzen Sonnenauf- bzw. Sonnenuntergang abgesehen, werden dort recht gleichmäßige Lichtverhältnisse vorhanden sein. An offenen Stellen oder karger Vegetation ist die Intensität dann schon höher und vom Sonnenstand abhängig.  

Bearbeitet von Nicky Westphal
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partisanengärtner

Das Licht im dichten Wald kommt natürlich im wesentlichen vom erleuchteten Himmel. Das seitliche Sonnenlicht wird so ziemlich vollständig vom Wald abgeblockt. Der einzige starke Unterschied wäre in den Stunden um die Mittagszeit. Da könnte schon mal ein Sonnenstrahl tiefer eindringen.

Bearbeitet von partisanengärtner
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Nicky Westphal

Wenn das so ist kann man siche eine 12h Beleuchtung bei der Kultur von Regenwaldnepenthes sparen.

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partisanengärtner

Der erleuchtete Himmel ist aber schon hell. es ist halt reflektiertes Sonnenlicht aus Wasser ind Staub der in der Atmosphäre als Reflektor wirkt.  Ein Bamstamm lässt nun mal kein direktes Licht durch. Bei einem schon geringen Winkel sind die Stämme schon ziemlich lückenlos.

Da gibt es halt im wesentlichen das Streulicht.

Bearbeitet von partisanengärtner
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vor 1 Stunde schrieb Tillmann:

und nich genau auf die Lichtquelle zeigen

 

Tun sie ja auch oft nicht. Viele sind zu den Seiten abgewinkelt. Und wie Nicky eben schon sagte, karge Stellen oder Hänge gehören auch zum Habitat von Nepenthes, die findet man nicht ausschließlich im tiefsten Busch.

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Nicky Westphal

Hallo Axel,

 

das mag schon sein, aber es sollte da für mind. 10h dauerschattige 10.000lx haben. Den eher kurzzeitigen und auch nicht allzuintensiven Anteil direkten Lichts durch die Baumkronen kann man glaub eher vernachlässigen.

 

@Christian W Naja, die Nepenthes mit sonnigen Standorten sind meist Hochländer und einen Zusammenhang von Licht und Flügelleisten würde ich nicht so sehen. Um die Fläche zur Photsynthe zu vergrößern, macht die Pflanze bei Bedarf einfach größere Blätter.

 

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Hallo,

 

So wie ich das sehe sind die Flügelleisten die "Blattränder" der Kannen. Das kann man gut bei Sämlingen sehen, bei denen die Flügelleisten noch mit dem Blatt verwachsen sind.

 

Grüße, Andre

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Bei mir wachsen die Kannen bei meinen meisten Gattungen so, dass sie in Richtung des Lichts zeigen. Die jungen Kannen drehen sich beim Wachsen in diese Richtung. Also auch die Flügelleisten.

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Nicky Westphal
vor einer Stunde schrieb Carnimike:

Bei mir wachsen die Kannen bei meinen meisten Gattungen so, dass sie in Richtung des Lichts zeigen. Die jungen Kannen drehen sich beim Wachsen in diese Richtung. Also auch die Flügelleisten.

Hallo Mike,

 

also es gibt ja nun nicht viele Gattungen mit Kannen. Bei meinen Nepenthes unter Kunstlicht dreht sich keine mit den Flügelleisten zum Licht. Das wäre auch schlecht, denn bei einer Beleuchtun von Oben, würden sie ja auf dem Rücken liegen und auslaufen.:wtf: Natürlich könne man es bei einer Beleuchtung von Oben so deuten, das die zum Licht zeigen, wenn die zum Zentrum der Pflanze zeigen. Das haut aber auch nicht hin, da die bei verschiedenen Arten auch in unterschiedliche Richtung zeigen. Google eifach mal nach Bildern von N. ampullaria und du wirst sehen, da ist keine Kanne wie die andere ausgerichtet.

 

Grüße Nicky

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Die Entwicklung der Flügelleisten muss ja irgend einen evolutionären Vorteil gehabt haben.

Übriggebliebene Blattränder scheiden da wohl aus da sie anders und aufwendiger  gestaltet sind als die des übrigen Blattes und damit eine sinnlose Weiterentwicklung darstellen würden.

Die Idee mit der " Treppe für Boden Insekten " scheint da ja schlüssiger zu sein, ist aber in einigen Fällen fraglich ( z.b. N. rafflesia oder N. ventricosa.)  Tatsache ist das niemand weis welchen Nutzen die Dinger haben. Es gibt Nepenthes die gar nicht auf Insekten als Beute zielen und trotzdem Flügelleisten haben, und Insektenfänger ohne Leisten  wie eben N. ventricosa. Hier ist noch Platz für sinnvolle Publikationen oder gar eine Doktorarbeit.

Es gibt in der Natur Phänomene die einfach nicht vernünftig zu erklären sind.  Darwin sagte mal bezüglich seiner Theorie : " immer wenn ich einen männlichen Pfau sehe wird mir schlecht "

 

gruß

 

Tom

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Hey :D 

 

Vielen lieben Dank für die rege Beteiligung an meinem Thema ^^.

Ok, also schlussfolgere ich, dass man es gar nicht genau weiss, wofür die Flügelleisten da sind, aber es gibt ja einige Thesen. Für mich klingt die 'Leiterthese' zum Beispiel ziemlich logisch, oder dass es die Flügelleisten gibt, um den Insekten einen geführten Weg in ihr verderben zu geben ^^.

 

Vielleicht melden sich hier ja noch ein paar mehr Profis in diesem Gebiet und können hier vielleicht auch ihre Thesen kunt tun.

 

Schöne Grüße Tim :) 

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Zwergkrüge haben ja auch sowas nur kleiner also scheint das nur zum klettern da zusein, und wenn es sich bei Zwergkrügen dazu bewehrt hat kann es sich ja bei den ähnlich entwickelten Neps ja auch als Leiter bewehren.

 

 

Grüßr Tillmann

 

 

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Sebastian Dormann

Hallo,

 

Interessante Theorien die hier aufgestellt werden.

Ich meine mal in einem Fachbuch (weiß leider nicht mehr welches) gelesen zu haben, dass die Flügelleisten, wie hier bereits vermutet, dazu dienen am Boden lebenden Insekten den Weg in die Kanne zu erleichtern und sie auf direktem Wege dort hinein zu führen.

Meines Wissens nach sind die inneren Ränder der Flügelleisten bei vielen Arten mit Nektar bestückt, welche das Insekt anlocken und nach dem Prinzip einer Landebahn funktionieren.

Die "Zacken" dienen dann lediglich noch dazu, dem Insekt halt und evtl. Schutz zu bieten, sodass es ungestört die "Todesleiter" erklimmen kann.

 

Das ist für mich auch die einzige sinnvolle Erklärung. Die Sache mit dem Licht oder den verlängerten Blättern halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Dies erklärt dann nämlich auch das verschwinden der Flügelleisten an den Hochkannen.

 

mfg,

basti

Bearbeitet von Sebastian Dormann
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Andere Fachbücher schreiben wieder das die Flügelleisten dem Kannenrand die notwendigen Festigkeit geben , oder der Kanne ein blumigeres Aussehen verleihen um damit Beute anzulocken.

Was Du (Sebastian) formulierst ist eine Erklärung für das Vorhandensein der Leisten bei vielen Bodenkannen , begründet jedoch nicht jedoch das Fehlen derselben bei  Bodenkannen anderer erfolgreicher insektivorer Arten (N.  eustachia / N. vetricosa etc.) oder die superüppigen Flügelleisten einiger Arten (N. rafflesia) die für diesen Zweck irgendwie überdimensioniert scheinen. Sollte das Vorhandensein der Leisten einen echten Vorteil darstellen dürfte es keine Arten ohne mehr geben, oder sie hätten sich nicht durchgesetzt da Sie sinnlose Energieverschwendung währen.

Ich finde die Erklärung mit der Leiter auch einleuchtend, bin aber nicht zufrieden mit dieser Auslegung da es eben auch Kannen diese Leisten aufweisen welche gar nicht auf Insekten aus sind ( z.B. N. raja ) . Der evolutionäre Vorteil muss wohl woanders zu suchen sein.

( Es könnte natürlich sein das die Entwicklung gerade noch im Gange ist und Die Natur hier gerade herum experimentiert um die Effektivität der Fallen zu optimieren, aber wer hat das der Kanne gesagt ?? :))

Vielleicht hilft uns ja einer der Spezialisten hier im Forum auf die Sprünge.

 

lg  

Tom

 

 

Bearbeitet von Thomas R
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