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Markus Welge

Regenwald statt Palmöl!

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Mathias Maier

Oh jetzt ist das alles ein bissle durcheinander geraten mit den Bildern... 

Aber das Netz ist hier nicht das Beste... Zudem ist die Bedienung vom Handy auch etwas komplizierter...

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Mathias Maier
vor 5 Minuten schrieb Rouven:

Gefällt mir gar nicht... ist ja abartig!

Hoffentlich kommen bald auch schönere Bilder online ;)

 

Rouven, ich sags mal so, wenn man Nepenthes mag, könnte man damit die nächsten Jahre einige Kalender füllen, es sind jede Menge Gewinnerbilder dabei :biggrin:

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Markus Welge

Hallo zusammen,

 

der von Ronny verlinkte Beitrag auf Servus TV ist sehr interessant, zeigt jedoch erschreckend, wie wenig Produkte ohne Zusatz von Palmöl es gibt. 

Ich würde mir eine bessere Deklaration der Produkte wünschen so offensichtlich wie gluten- oder laktosefrei. Aber das schadet ja den großen Wirtschaftsunternehmen und wer will das schon..?

 

Traurig bei dieser ganzen Palmölschande ist, dass die arme Bevölkerung in Indonesien am wenigsten davon hat. Reich werden damit nur die ganz großen Geldsäcke und Umweltaktivisten werden zum Schweigen gebracht. 

 

Hier noch ein ganz interessanter Artikel zum Thema aus einer älteren Taublatt-Ausgabe:

 

https://www.carnivoren.org/wp-content/uploads/2016/07/palmoel.pdf

 

Viele Grüße 

Markus 

 

 

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Piesl

Hallo Matze,

 

leider kann dir für deinen Beitrag kein "gefällt mir" geben, mehr ein :x:x:x Die Likes gibt es dann sicher wieder für deine Nepenthesbilder uvm..

Auch wenn man leider dem Palmöl in vielen Produkten nur schwer ausweichen kann, zumindest dem tollen E10 werde ich weiterhin nur die kalte Verachtung engegen bringen. Ja, ich weiß (bevor es los geht), auch im restlichen Sprit ist das Zeug verarbeitet. Bleibt uns nur die Hoffnung.

 

Piesl

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bhairava

Hallo, Palmöl ist nur ein Teil des Problems. Wisst ihr wie eure Alu-Gewächshäuser und die hier von manchen so hoch gepriesene LEDs hergestellt werden? Das ist auch eine gigantische Umweltverpestung. Für Aluminium werden auch Regenwälder abgeholzt und riesige Mengen Energie verbraucht. Ähnlich bei der LED.Diese werden aus Silicium und seltenen Erden hergestellt.Seltene Erden kommen nur aus China und werden dort unter sehr umweltschädlichen Bedingungen gefördert.Zum Beispiel wird dort hochgiftiger Schlamm in ungesicherten ungesicherte Teichen gelagert.Das Silicium muss sehr Energieaufwendig mit Lichtbogen-Verfahren in eine besonders reine Form gebracht werden.Oder der gute Torf der direkt aus natürlichen Mooren abgebaut wird? Auf Palmöl zu verzichten ist ein erster Schritt aber man muss auch auf sehr sehr viele andere Sachen achten....   Gruß Bhairava 

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Michaela

Danke für die Bilder, Matze - erschreckend, wirklich erschreckend. Ich habe auch mal gehört, dass die normalen Bauern von den Grossbesitzern drangasaliert würden...bis sie dort auf den Grundstücken arbeiten würden.

 

Bei Lebensmitteln ist der Aufwand der Vermeidung auch nicht so hoch...Palmfette werden dort wohl fast immer deklariert, man muss eben schauen. Benzin, Kosmetik etc. ist da wohl ziemlich schwierig.

 

@bhairava: Alu steckt in einer Menge mehr als Gewächshäusern und könnte eigentlich recht gut recycelt werden. Was LEDs angeht: Silicum steckt in Massen in so ziemlich jedem elektrischen Produkt, Solarzellen etc. Die Alternativen zur LED sind leider nicht so erquicklich wenn man sich die Umweltbelastung anschaut.

Sinnvoll ist da, nicht jedes Jahr Geräte auszuwechseln - dafür muss man dann auch auf Qualität achten.

Sphagnum kann man nachziehen, ergo so den Torf für einige Pflanzen ersetzen oder eben Mischungen mit kleinerem Torfanteil, wie es hier viele tun.

 

Aber ja, wir hinterlassen immer Spuren oder Riesenabdrücke. Gerade deswegen sollte man irgendwo anfangen...anzuführen, was auch schlecht ist und dann quasi den Kopf in den Sand stecken, führt zu nichts.

Und zu viel auf einmal überfordert zudem die meisten. Ergo wenn man es will: Palmfette meiden und so gleich noch bewusst werden, was man so isst. Umweltschonend und vielleicht ein bisschen gesünder. Wenn das halbwegs klappt oder man multitasking kann, das nächste angehen.

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Benedikt Schmitt

Hallo,

 

leider konnte ich mir die Doku nicht anschauen, nicht verfügbar :-/

 

Habe die Tage aber etwas Interessantes über Al gesehen, auch wenn etwas OT, hier der link click, allerdings kann man da gleich mit Gold, Eisen, Kohle weiter machen.

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Guest
Am 13.2.2017 um 03:39 schrieb Christoph_L.:

der Regenwald wächst aber wieder wenn es nicht zu schlimm ist.

 

Eigentlich eher nicht, da im Regenwald meist nur eine extrem dünne Humussschicht vorhanden ist. Wird der Regenwald abgeholzt, fällt diese der Erosion zum Opfer (Wind, Regen etc.) und übrig bleibt unfruchtbarer Boden / Fels, auf dem kaum ein Samen keimen können.

Weiterhin fehlt das schützende Mikroklima, das einen tropischen Samen / eine tropische Jungpflanze schützt (vor Wind, Austrocknung, extremer Sonneneinstrahlung, Wildverbiss etc.), das in einem Regenwald per se existiert. 

 

Wenn das überhaupt eine Chance auf Regeneration haben sollte, dann sprechen wir wohl eher über tausende als hunderte Jahren.

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Christoph Hübner

Weil es @Wolfgang Liere gerade anspricht:

 

Es wird ja u.a. in der Doku gesagt, dass eine Ölpalmenplantage 20-25 Jahre Ertrag bringt. Weiß einer, was danach geschiet?

Das ist ja auch das große Problem beim Sojaanbau. In den ersten Jahren läuft's mit Dünger und Roundup vielleicht einigermaßen, aber irgendwann sind die Böden so ausgezerrt, dass bloß noch tropische Wüsten zurückbleiben.

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Guest
Am 13.2.2017 um 09:06 schrieb Christoph_L.:

Dann sollen sie einfach nicht mehr so viele Kinder kriegen. Ganz einfach.

 

Der Aussage würde ich als bettelarmer Bauer in z.B. Asien, der eine Familie ernähren muss, einfach mal entgegen halten:

 

Dann fresst doch mal weniger, schmeißt nicht jedes Jahr Hunderttausende von Tonnen Lebensmittel, Kosmetika, Elektroartikel in den Müll, verbraucht nicht jeden Tag unsere Rohstoffe für euren (meist überflüssigen) Konsumscheiß, ruiniert nicht unsere heimische Wirtschaft durch eure Billigimporte (z.B. Milchpulver) oder angebliche Entwicklungshilfe / Spenden (z.B. Altkleidersammlungen) und gebt uns eine reelle Chance, mal auch unsere Produkte für reale Preise bei euch zu verkaufen, damit wir unsere Familien auf vernünftige Weise ernähren können.

Bei euch demonstriert ihr für die 100ste Gehaltserhöhung für Metallarbeiter, Lokführer oder Flugbegleiter, kauft gleichzeitig nur in den billigsten Läden ein, erwartet da aber die geilste Qualität (Geiz ist geil) und wundert euch dann, wenn wir die Welt für eure Ansprüche zu Grunde richten, nur weil wir überleben wollen?

 

Vielleicht solltet ihr mal einfach nicht mehr so viele Kinder kriegen, dann würde es wahrscheinlich 90% der Weltbevölkerung bedeutend besser gehen. 

Edited by Wolfgang Liere

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Markus Welge
vor 37 Minuten schrieb Guenther:

Mal nebenbei:

Dieser E10-Sprit wird von kaum jemanden deshalb gemieden, weil da Palmöl drin ist, sondern weil der Deutsche schlichtweg Angst davor hat, sich den Motor seines Autos zu ruinieren. Etwas anderes dürfte die große Masse der Autofahrer nicht interessieren.

Soviel mal zum bewussten Tanken gegen Palmöl. :biggrin:

Erschreckend aber absolut wahr!

 

Viele Grüße

Markus 

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Ronny K.
Am 13.2.2017 um 03:39 schrieb Christoph_L.:

der Regenwald wächst aber wieder wenn es nicht zu schlimm ist.

 

Oder?

 

Hallo,

ja.

Wenn es allerdings eine Hanglange ist und der Boden somit weggespüllt wird, braucht es einige tausend Jahre bis sich neuer Boden gebildet hat.

Wenn der Boden noch vorhanden ist, kommen zunächst nur die Pionierarten, die sehr schnell wachsen, aber nicht besonders alt werden. Der sogenannte Primärwald entsteht, relativ artenarm. Im Schatten der Pionierarten wachsen dann lagsam (über mehrere Jahrhunderte) die Sekundärarten. Da aber viele dieser Arten von Tieren verbreitet werden, haben sie eine geringe Ausbreitungsdistanz. Unter der Vorraussetzung, dass die Tierarten, die zur Verbreitung der Samen notwendig sind (z.B. der Orang-Utan), und die Sekundärarten irgendwo die nächsten Jahrhunderte überleben, dauert es dann einige tausend Jahre bis der Wald wieder so ist, wie er einst war. Wenn nicht, dann brauchen wir einige millionen Jahre Evolution, bis sich ein vollig neuer artenreicher Regenwald gebildet hat.

 

Achja, und durch die Abholzung regnet es tatsächlich weniger, da einfach die Verdunstung der Vegetation nicht mehr so hoch ist. Also braucht es auch eine Weile, bis sich das Klima wieder stabilisiert.

 

Zusammenfassend erleben das also nicht mal unsere Urenkel.

 

Grüße

Ronny

 

 

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Andreas Wistuba
vor 1 Stunde schrieb Guenther:

Mal nebenbei:

Dieser E10-Sprit wird von kaum jemanden deshalb gemieden, weil da Palmöl drin ist, sondern weil der Deutsche schlichtweg Angst davor hat, sich den Motor seines Autos zu ruinieren. Etwas anderes dürfte die große Masse der Autofahrer nicht interessieren.

Soviel mal zum bewussten Tanken gegen Palmöl. :biggrin:

 

Gruß

Günther

 

ich bin zwar kein Freund von E10 und tanke den auch nicht aber Palmöl ist und war da nie drin. E10 enthält Bioethanol das sicherlich auch seine Probleme hat. Biodiesel und v.A. Bioheizöl enthält Palmöl. Letzteres wird irrsinnigerweise politisch immer noch gefördert. Als wir vor etwa einem Jahr unsere Pelletheizung (auch so ein viel zu kurz gedachter ökologischer Rohrkrepierer. Stichworte: hiesige Abholzung und Feinstaub) wegen ständiger massiver Probleme nach nur 6 Jahren Laufzeit entsorgt haben hätten wir zunächst wegen der aktuellen Gesetzeslage nur auf Ölheizung umsteigen dürfen, wenn wir einen regenerativen Anteil nachweisen können. Diesen förderungswürdigen regenerativen Anteil kann man zumindest in BW trotz grüner Landesregierung auch nachweisen, wenn man nur noch Bioheizöl kauft....totaler Wahnsinn!!!!

Wir haben's dann mit einem Blockheizkraftwerk (Ausnahme-Regel) und Photovoltaik gelöst.

Grüße

Andreas

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Piesl
vor 1 Stunde schrieb Andreas Wistuba:

Biodiesel und v.A. Bioheizöl enthält Palmöl.

Sorry, hast Recht - ich rudere zurück! Im E10 wird verstärkt Getreide verspritet, Mais, Gerste und Co., was die Sache auch nicht viel besser macht. Was nützt es wenn ich gut und günstig zum Bäcker um die Ecke fahren kann***, dort aber nur überteuertes Brot im Regal / Entsorgungscontainer liegt, weil die Rohstoffpreise mal eben hoch spekuliert wurden? Kaue ich also weiter Fingernägel.

Zum Glück kommt ja bald DIE Alternative, das Elektroauto, so richtig groß raus. Und da kommt ja bekanntlich der Treibstoff aus der Steckdose ...:blush::s

 

 

***Nein, dahin gehe ich zu Fuß (prähistorische Fortbewegungsweise in der Fauna)

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Christoph Hübner

Nicht zu vergessen, dass auch die Biogasanlagen hierzulande meist mit Maissilage betrieben werden und nicht etwa, wie man es gern hätte, mit Abfallprodukten.

Die Liste könnte man ewig fortführen. Eine verfehlte Politik ist daran ebenso Schuld, wie unser Wirtschaftssystem, dass Langzeitfolgen und Nachhaltigkeitsaspekte nicht einpreist.

 

Die nachfolgenden Generationen werden uns fragen, wie um alles in der Welt wir Erd- und Pflanzenöl einfach verbrennen konnten, anstatt sie stofflich zu nutzen. Von A nach B werden wir auch in 100 Jahren noch kommen, aber Alternativen zu Kunststoffen, die eben auch daraus hergestellt werden, sehe ich im Moment nicht.

 

Natürlich braucht man auch Rohstoffe für die Produktion von Solarmodulen, Akkus, etc., aber man muss immer den gesamten Bilanzraum mit Recyclingmöglichkeiten betrachten. Pflanzen können ungefähr 10% der Energie des Sonnenlichts umwandeln, aus der wir dann wiederum mit Verlusten Treib- und Brennstoffe herstellen können. Handelsübliche Photovoltaikzellen haben bereits heute Wirkungsgrade von über 15% und wandeln die Sonnen- direkt in elektrische Energie (also reine Exergie) um.

 

Allein aus dieser Überlegung heraus, ist es unsinnig Pflanzen energetisch zu nutzen.

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Nils Schön

Moin Moin zusammen, 

 

ich beschäftige mich in meinem Studium schon länger mit der Problematik von Plantagen (und dabei insbesondere mit Ölpalmen) und deren Auswirkungen auf die Umwelt. Dies passiert in meinem Falle über die Analyse von Satellitenbildern (optische- und Radar-Fernerkundungsdaten) und habe daher in den letzten Jahren vielseitige Einblicke in die Prozesse und Problematiken bekommen. Vieles wurde ja in diesem Thema auch schon gesagt, ich würde das ganze aber gerne nochmal mit ein paar Daten ergänzen.

 

Palmöl ist - wie in vielen Berichten ja auch schon zu hören - das am meisten genutzte pflanzliche Öl weltweit und sorgt damit international für den Fluss entsprechend großer Geldmengen. Verstärkt wird das Problem dadurch, dass die Ölpalme im Vergleich zu allen anderen Kulturen die mit Abstand ertragreichste Pflanze ist. 

 

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Klimatisch bedingt kann die Ölpalme, die ihren Ursprung übrigens in Zentralafrika hat, nur etwa im Bereich zwischen 10°N und 10°S effizient angebaut werden. Und an dieser Stelle kommen Malaysia und Indonesien ins Spiel. Es ist also anhand des im Diagramm ablesbaren Ertrags und durch den weltweit immens ansteigenden Bedarf an Palmöl erschreckend attraktiv für diese beiden Länger, die Produktion von Palmöl immer weiter zu forcieren. Malaysia war lange Zeit der weltweit führende Produzent von Palmöl, wurde mittlerweile jedoch von Indonesien sogar überholt. Beide Nationen produzieren zusammen über 80% des weltweiten Palmöls. 

Dies führte am Beispiel von Malaysia dazu, dass die Produktion von Palmöl einen maßgeblichen Anteil am Exportvolumen des ganzen Landes einnimmt (die Angaben der Tabelle sind in Malaysischen Ringgit). Entscheidend ist dabei vor allem die letzte Spalte der Tabelle. Für Indonesien habe ich leider keine verlässlichen Daten zur Hand, die Entwicklung und die Berichte aus dem Land lassen aber eigentlich keinen anderen Schluss zu, als dass es dort mindestens ähnlich aussehen muss. 

 

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Sowohl Indonesien als auch Malaysia sind also de facto wirtschaftlich Abhängig von der Produktion und vom Export von Palmöl und diese Tatsache ändert das Thema Palmöl und Naturschutz in den beiden Nationen von Grund aus. Weder Malaysia, noch Indonesien haben ein gesteigertes Eigeninteresse daran, diese extrem lukrative Produktion in irgendeiner Form einzuschränken. Dabei möchte ich mit den Themen nationale Korruption und Macht bzw. Willkür der Palmöl-Konzerne an dieser Stelle gar nicht erst anfangen... sie verstärken das Grundproblem aber natürlich enorm. 

Die Folge davon ist jedoch, dass Umweltschutz in diesen beiden Ländern (und natürlich auch in vielen anderen Längern mit derartigen Abhängigkeiten) nicht auf die Art und Weise funktioniert, wie man das hierzulande vielleicht gewohnt ist. Wir erleben ja bei uns bereits regelmäßig ein riesiges Theater wenn es um Themen wie "Schadstoffreduktion", "erneuerbare Energien" usw geht. Ich denke, es kann sich jeder vorstellen, wie ausführlich solche Themen in Ländern mit derartigen wirtschaftlichen Abhängigkeiten diskutiert werden. 

 

Der Druck kann also nur von uns Konsumenten kommen, denn wir sind es am Ende, die durch die immer steigende Nachfrage für eine immer weiter steigende Produktion sorgen. Weder Malaysia, noch Indonesien werden zögern, um auch die letzten Regenwaldflächen im Tiefland in verwertbares Land für den Plantagenanbau zu verwandeln! Und gerade an dieser Stelle spielt Europa und die EU eine sehr entscheidende Rolle, denn nirgendwo wird so viel Palmöl verwendet, wie hier (und in den USA). Das ist eine Tatsache, die mir selber in diesem Ausmaß auch lange Zeit nicht vollständig bewusst war. 

 

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Glücklicherweise sind an den ersten Stellen durchaus Bestrebungen sichtbar, zumindest einen Beitrag aus Europa zu dieser Problematik zu leisten. Auch wenn an einigen Stellen an Sinn, Zweckmäßigkeit und Nutzen durchaus gezweifelt werden darf, gibt es an anderen Stellen deutlich vielversprechendere Ansätze. Dabei möchte ich hier z.B. die Zero Deforestation Policy und in Zusammenhang damit die Arbeit von GRAS-Systems und ISCC-System nennen (ich hoffe, die Nennung stört an dieser Stelle niemanden, sie soll in keiner Form vom eigentlich unterstützten Aktionsbündnis ablenken, sondern dient mehr der Vollständigkeit, woher ich Teile meiner Informationen beziehe - wenn die Nennung nicht gewünscht ist, dann bitte eine Kurze PN, dann ändere ich den Text entsprechend ab) bei denen ebenfalls mittels Satellitendaten Veränderungen der Landbedeckung (beispielsweise Rodungen) detektiert, und dann auch vor Ort überprüft und die entsprechenden Plantagenbesitzer und dessen Import-Partner sanktioniert werden. Das ganze geschieht EU-gestützt, sodass mit den Konsequenzen entsprechende Geldflüsse verbunden sind. Ohne Auswirkungen auf den Geldfluss wäre die Arbeit ja sonst am Ende wie so häufig mehr oder weniger Ergebnislos. Vor allem der Teil mit den Kontrollen vor Ort und den Auswirkungen, die als Folge auch direkt die großen europäischen Importeure von Palmöl treffen, ist dieser Ansatz meiner Meinung einer der vielversprechendsten, der mir bekannt ist. 

Natürlich sind auch mir die Problematiken mit Siegeln und noch viel mehr mit der massenhaften Vergabe dieser bekannt. An dieser Stelle finden jedoch durch den Einsatz von Satellitendaten tatsächlich flächendeckende Kontrollen statt und das Siegel beschränkt sich eben nicht wie so häufig nur auf eine selbstverfasste Erklärung eines Unternehmens, auf XYZ zu achten. 

 

Mein Fazit ist an dieser Stelle also: 

Ja - die Auswirkungen von Palmölplantagen sind massiv.

Ja - sie sind in der Regel auch noch viel größer, als man es sich vorstellen kann (Beispiel folgt noch).

Aber: 

Es gibt durchaus auch erfolgversprechende Konzepte und Prozesse in diesem Bereich. 

 

Am Ende können nur wir selber mit unserem Konsumverhalten für eine nachhaltige Veränderung in diesem Bereich sorgen. Man ist sicher nicht in der Lage, an jeder Ecke auf alles zu achten, am Ende ist wohl auch jeder von uns froh über seinen gewissen Lebensstandard. Aber wenn sich jeder nur an einigen Stellen mit den Abläufen und Folgen seiner Lebensweise auseinandersetzt, dann wäre im Großen und Ganzen sicher schon ein großer Schritt getan. Und daher hilft auch jede Aktion und jedes Projekt wie das hier von uns unterstützte, um mehr Aufmerksamkeit für diese Thematik zu generieren. 

 

 

vor 14 Stunden schrieb Christoph Hübner:

Es wird ja u.a. in der Doku gesagt, dass eine Ölpalmenplantage 20-25 Jahre Ertrag bringt. Weiß einer, was danach geschiet?

Das ist ja auch das große Problem beim Sojaanbau. In den ersten Jahren läuft's mit Dünger und Roundup vielleicht einigermaßen, aber irgendwann sind die Böden so ausgezerrt, dass bloß noch tropische Wüsten zurückbleiben.

 

Auch hierzu kann ich noch ein paar Informationen liefern. Der Ertrag der Ölpalme beginnt etwa nach 22-25 Jahren (je nach Qualität des Bodens) spürbar zu sinken, das Stichwort hier ist also mal wieder "Effizienz". Da es sich sowohl in Indonesien als auch in Malaysia fast ausschließlich um Monokulturen ein und der selben Züchtung handelt, lassen sich diese Werte mit Ausnahme der nationalen Anteile problemlos übertragen.

 

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Was dann passiert, ist im Prinzip das Gleiche, wie bei der Verdrängung des Regenwaldes. Die alten Palmen werden großflächig gerodet und an Ort und Stelle, meistens direkt mit samt dem Müll aus der Palmölproduktion verbrannt. Je nach Gebiet überlässt man die Fläche dann für wenige Monate bis zu 1-2 Jahren sich selbst, bevor der Palmölanbau wieder von vorne losgeht. Es gibt aber inzwischen auch schon diverse Flächen mitten in den Tropen, die durch Chemikalien und Dünger so stark belastet sind, dass hier seit Jahren außer ein paar Gräsern nichts mehr wächst. 

 

Sowohl bei der Pflege der Plantagen als auch bei der Palmölproduktion entstehen große Mengen an Pflanzenreste wie etwa die ausgepressten Fruchtkörper. Während der gut 20 Jahre werden von jeder Palme etwa alle 14 Tage die alten Palmwedel entfernt, um beispielsweise Pilzen so wenig Angriffsfläche wie möglich zu liefern. Hinzu kommen diverse, unerwünschte Begleitvegetationen. All dies wird regelmäßig in den Plantagen verbrannt. Vor allem die Reste aus der Produktion, aber auch die abgetrennten Palmwedel haben eine vergleichsweise hohen Anteil an Harzen und Ölen, was beim Verbrennen zu einer unvorstellbaren Belastung weit über die Grenzen von Indonesien und Malaysia hinaus führt. Diese Verbrennungen geraten dazu regelmäßig außer Kontrolle, da die Bodenoberflächen sowohl innerhalb der Plantagen, als auch in den Abflussgebieten durch den hohen Einsatz von Düngern, Pestiziden und diversen anderen Chemikalien inzwischen regelrecht brennbar sind. 

Das folgende Satellitenbild zeigt Teile von Indonesien und Malaysia im September 2015

 

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Das Bild wurde durch das Einfügen von Umrissen der Landmassen leicht Nachbearbeitet. Zu sehen ist Borneo im rechten Teil des Bildes, Sumatra im linken und die Malaysische Halbinsel im oberen linken Teil. Neben den hellen, weißen Wolken mit deutlicher Struktur sind auf dem Bild vor allem sehr viele weiße bis gräuliche Schwaden zu sehen, die nach Nebel- oder Schleierwolken aussehen. Diese Schwaden sind jedoch allesamt Rauchsäulen von mehreren hundert Wald-und Plantagenbränden, die in Indonesien im September 2015 außer Kontrolle geraten sind. Die Folge waren fast 3 Monate lang eingeschränkte Sichtverhältnisse in nahezu allen Großstädten in Indonesien und Malaysia inklusiver der Belastungen für Atemwege, die sich sicher jeder vorstellen kann. Auch wenn das Ganze 2015 besonders dramatische Entwicklungen genommen hat, so berichten Kollegen aus Malaysia, dass eine spürbare Rauchbelastung Luft in den Großstädten mit den entsprechenden Sichteinschränkungen "etwa 1-2 Mal im Jahr für ein paar Wochen" auftreten. 

 

So, ich hoffe, ich habe jetzt nicht jeden mit diesem doch etwas ausführlicheren Beitrag erschlagen, oder gar den Tag verdorben. Wenn doch - Sorry! ;)

 

Viele Grüße

Nils

 

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Jan Z.

Servus zusammen,

vielen Dank Nils für den äußerst informativen Beitrag.
Mit freundlichen Grüßen,

Jan.

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Ronny H.

Wenn doch das Gros der Menschheit solche Themen mit dieser Professionalität angehen würde wie Nils, wäre der Planet ein viel Gesünderer.

Vielen Dank für diesen Bericht.

Ich bin mir sicher, dass die Mehrzahl der Besucher dieses Forums darauf erpicht ist, seinen Lebensstil daraufhin zu ändern um möglichst palmölfrei zu Leben. Nur was ist mit den anderen 99,9% der Landesbevölkerung? Dass Servus TV diesen Bericht ausgestrahlt hat ist aller Ehren wert, nur wird dieser Sender in Deutschland doch recht wenig angesehen (dies ist natürlich meine eigene persönliche Erfahrung). Solch ein Bericht wird es nie ins Nachmittags- bzw. Tagesprogramm ( ich denke Ihr wisst welches anspruchslose Infotainment ich meine) der namhaften privaten Sender schaffen. Erstens weil der zuschauenden Klientel dieses Thema Wurscht ist. Zweitens weil einem Großteil der Bevölkerung die Schädigung der Umwelt im Allgemeinen recht egal ist und Drittens weil die Großkonzerne, die sich mit der Ölpalme das Konto schmieren, dieses zu verhindern wissen.

Was bleibt sind wieder die engagierten Personen denen der Planet am Herzen liegt.

 

LG Ronny

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Nicky Westphal

Hallo Günther,

 

es scheitert nicht an den Systemen, sondern am Menschen selbst. Leider sind ab einem gewissen Punkt (wenn es um ihr Hab und Gut, Lebensstandard...) die meisten Menschen nicht mehr in der Lage Vernunft vor "Ich brauche", "Muss ich auch haben" oder "die Kohle nehm ich doch gern mit" zu stellen. Soviel wie geht um jeden Preis und dabei ist es egal in welchem politischem System die Menschen leben.

 

 

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Nils Schön

Hallo Günther, 

 

Pessimismus ist sicher eine Möglichkeit, dieser Problematik entgegenzutreten. Unter den vielen Möglichkeiten ist das aber sicherlich diejenige, bei der von Vornherein klar ist, wie groß die Auswirkungen auf das gesamte Problemfeld sein werden. 

 

Ich glaube nicht, dass es der richtige Weg ist sich zu fragen, wie viele Quadratmeter Regenwald jetzt genau durch unsere Spende gerettet werden. Eine solche Quantifizierung dürfte in einem so komplexen Gefüge aus Politik, Wirtschaft und Kultur unmöglich sein. Der mit Abstand wichtigste Punkt ist meiner Meinung, dieses Thema so öffentlich wie Möglich zu diskutieren, denn vielen Menschen sind die Entwicklungen (und vor allem die Ausmaße) nach wie vor nicht bewusst.

Es gibt natürlich immer diejenigen mit der Meinung: "Scheiß drauf - wir werden eh alle sterben". Diejenigen wirst du sicher auch nicht mit einer Diskussion über die Folgen von irgendetwas in irgendeiner Form bewegen können. Aber es gibt ebenso noch eine große Masse, die durchaus interessiert an Prozessen und Entwicklungen aus den verschiedensten Bereichen sind. Ein solches breiteres Bewusstsein über Prozesse führt als Folge auch mehr und mehr zu öffentlichem Druck auf die entsprechenden Firmen, die in der Produktion und im Import tätig sind. Dieser Prozess ist schleichend und sicher nicht so ohne weiteres messbar, aber er existiert. Und Beispiele aus den verschiedensten Bereichen (Arbeitsrecht, Umweltschutz, Finanzen) zeigen, dass schlechte Presse nach wie vor eines der größten Probleme für Konzerne darstellen. 

 

Letztendlich muss alleine die Tatsache, dass beispielsweise Plantagenbesitzer in Malaysia mittlerweile internationale Kontrolleure überhaupt auf ihr Plantagengelände lassen und Untersuchungen vor Ort zustimmen, damit sie ein (wie auch immer definiertes) Siegel behalten und damit weiterhin Teil der aktuellen Produktions- und Exportkette bleiben können, als klarer Erfolg der öffentlichen Wahrnehmung zum Thema Palmölproduktion gesehen werden. Derartiges wäre beispielsweise vor nichtmal 10 Jahren absolut undenkbar gewesen. Der Druck hierfür kommt nicht aus Malaysia oder von den Exporteuren - er kommt aus Europa und von den großen importierenden Konzernen, die ihren Namen möglichst nicht mehr im nächsten Bericht über neue Rodungen sehen möchten.

Natürlich würde ich mir auch Wünschen, dass an vielen Stellen noch mehr in diesem Bereich (und in vielen anderen) passiert. Aber das sollte einen meiner Meinung nicht dazu bringen, die vorhandenen Fortschritte zu übersehen, auch wenn sie manchmal klein und unerheblich erscheinen.

 

Viele Grüße

Nils

 

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ChristophBurdeska

Servus,

 

also wenn ich hier mitlese dreht es mir doch die Zehennägel noch. Oder anders ausgedrückt, ich habe Schmerzen ...

1. Das wächst schon wieder.

Nein tut es nicht, kleines Beispiel? Germanien war mal fast reines Waldland, kann man ganz nett in Cesars "De bello galico" nachlesen. Wo sind dann jetzt unsere Wälder? Achja, einige Gebiete werden teuer aufgeforstet, kann sich Borneo etc. locker leisten. Und den Boden, der ausgewaschen wurde gleich mit ersätzen.

 

2. Weniger Kinder bekommen.

Und wie sollen die Leute dann im Alter überleben? Die bekommen ja alle eine fette Rente, höher als in Deutschland.

 

Sorry, aber bei solchen Aussagen muss ich mich echt Fremdschämen.

 

Das Problem ist doch, dass Palmöl einfach viel zu billig ist und daher der ganze Schmodder umgemodelt wird um Palmöl als Ersatz nehmen zu können.

In den meisten Produkten wurde Palmöl erst wesendlich später eingeführt um die teuren Zutaten nicht mehr nehmen zu müssen.

 

Zum Verbrennen ist es endgültig zu schade.

Was mich da dann richtig stört ist, das das Zeug auch noch teuer verschifft wird um den Spritpreis zu Senken. Halt, nein, der ist ja nicht niedriger sondern wird staatlich subverntioniert, sonst würde das ja keiner kaufen.

Schon hier sieht man, was man eigentlich für Palmöl pro Berrel zahlen müsste, schon ohne die Nachhaltigkeit mit zu finanzieren.

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Piesl

Don't worry Christoph,

ich glaube in den 80er war's, da gab es bei Green Peace eine Comiczeichnung. Erde (mit Schal um den Hals und Fieberthermometer im Mund) zum Mars: "ich glaube ich habe Mensch!"     Mars zu Erde:"Macht nichts, das geht vorbei."

Germanien lag auch schon einmal ein paar hundert Meter unter der Meeresoberfläche, später unter ähnlich dicker Eisschicht begraben. Regelt sich alles.

Rein astronomisch gesehen hat die gute alte Erde gerade mal rund Halbzeit bevor Mutter Sonne sie sich einverleibt. Da bleibt also noch Luft nach oben, um in der Zeit nach der Menschheit was besseres (vernünftiges?) hervor zu bringen. Wenn die dann auch intelligent werden rätseln sie vielleicht über den seltsamen kurzen Zeitraum, der den Planeten global verwüstet hat und jede Menge unerklärliche Radioaktivität und chemische Belastungen erzeugte. War wohl ein verheerender Meteoriteneinschlag!?

 

mit leicht zynischem Zwinkern, ist ja Karnevalszeit. :blush:

 

Piesl

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Markus Welge
vor 6 Stunden schrieb Guenther:

Sicher ist der Standpunkt hoch löblich und ehrenhaft, mich erinnert das aber mehr an Don Quichote und seinen Kampf gegen die Windmühlenflügel. Mal inpraxi direkt gefragt: was passiert mit der Spende? Wieviel Prozent fließen in ominöse Verwaltungsstrukuren ehe ein Rest wirksam werden kann? Wieviel Hektar Regenwald werden dann nicht mehr gerodet und vor allem, wen und wie soll die Spende veranlassen, den Urwald stehen zu lassen? ...

Ich bin sehr froh, dass es so zahlreiche Umweltorganisationen gibt und mit ihnen viele Menschen, die sich aktiv und häufig ehrenamtlich einsetzen, Probleme aufzeigen, um wirklich etwas zu bewegen. 

Wie du schon richtig bemerkt hast, muss das Abholzen in den Köpfen stattfinden. Zunächst muss aber der Kopf von der Mehrzahl der Bevölkerung darüber aufgeklärt werden, was sie da eigentlich tut. Ich bin sicher, dass jeder 2. gar keine Ahnung hat, was sein Handeln letztlich bewirkt.

Ob die Spenden einen Baum rettet, kann ich dir auch nicht sagen aber vielleicht wird es wenigstens dazu führen, dass Indonesien nicht irgendwann zu einer Steppe wird. 

Wenn wir einfach so weiter machen und den Kopf in den Sand stecken, dann wird das sicher irgendwann so sein.

 

Anstelle einer Spende kannst du natürlich auch selbst ein Schild basteln, auf die Straße gehen und es jedem Passanten unter die Nase halten. Aber nichts tun und die Schuld weiter oben suchen, ist so ziemlich die schlechteste Alternative...

 

Viele Grüße

Markus

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bhairava
Am 15.2.2017 um 10:44 schrieb Andreas Wistuba:

 

ich bin zwar kein Freund von E10 und tanke den auch nicht aber Palmöl ist und war da nie drin. E10 enthält Bioethanol das sicherlich auch seine Probleme hat. Biodiesel und v.A. Bioheizöl enthält Palmöl. Letzteres wird irrsinnigerweise politisch immer noch gefördert. Als wir vor etwa einem Jahr unsere Pelletheizung (auch so ein viel zu kurz gedachter ökologischer Rohrkrepierer. Stichworte: hiesige Abholzung und Feinstaub) wegen ständiger massiver Probleme nach nur 6 Jahren Laufzeit entsorgt haben hätten wir zunächst wegen der aktuellen Gesetzeslage nur auf Ölheizung umsteigen dürfen, wenn wir einen regenerativen Anteil nachweisen können. Diesen förderungswürdigen regenerativen Anteil kann man zumindest in BW trotz grüner Landesregierung auch nachweisen, wenn man nur noch Bioheizöl kauft....totaler Wahnsinn!!!!

Wir haben's dann mit einem Blockheizkraftwerk (Ausnahme-Regel) und Photovoltaik gelöst.

Grüße

Andreas

Wo wir wieder bei der guten alten Photovoltaik wären. Genau so wie Led's werden diese aus hochreinen Silicium hergestellt. Sehr Energieaufwendig aber die Politiker wollen halt nur Umsatz machen!  Eine Photovoltaik Anlage benötigt min 30 Jahre Laufzeit, um die für die Herstellung benötigte Energie wieder zu erzeugen.  Vom Hersteller wird eine  mittlere Lebensdauer von 20 bis 25 Jahre angegeben. Ergo: Photovoltaik ist vollkommener Schwachsinn. Quelle: Professor für Chemie  Behrends an der Uni-due.

Gruß Bhairava 

Edited by bhairava

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Christoph Hübner

Hallo Bhairava,

 

deine Aussage kann ich auf keinen Fall so stehen lassen, da sie meiner Meinung nach einfach falsch ist. Erst einmal würde mich interessieren, wo diese Zahl herkommt, denn alle mir bekannten Angaben zur energetischen Amortisation von PV-Anlagen liegen weit unter 10 Jahren. Ein Professor für Chemie befasst sich ja in der Regel nicht mit der energetischen Bewertung von Prozessketten, was ein Teilgebiet der Verfahrenstechnik ist. Er wird diese Zahl also auch irgendwo herhaben.

 

Generell ist das einzige, was in meinen Augen Schwachsinn ist, eine Technologie anhand von zwei Zahlen zu bewerten. Ich nenne hier mal einige Faktoren, die Einfluss auf die Problematik haben, um meinen Standpunkt zu verdeutlichen:

  • Wo kommen die Rohstoffe für die Zellen her und wo ist Produktionsstandort?
  • Wie werden die Zellen hergestellt?
  • Wo werden die PV-Anlagen aufgebaut und welche solare Einstrahlung herrscht dort?
  • Welche Recyclingquote unter welchem Aufwand kann man erzielen?

Zuletzt will ich noch darauf verweisen, dass mittlerweile ein Großteil der Produktion von PV-Zellen, wie auch LEDs in Asien statfindet. Auch machen Politiker keinen Umsatz, sondern Firmen, die ihrerseits dann Steuern zahlen.

 

Gruß Christoph

 

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