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Mr.Smooth

Paludarium zum Nachbauen

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Mr.Smooth

In diesem Thread möchte ich den Bau meines Paludarium dokumentieren. Ich werde den Verlauf möglichst detailreich schildern, sodass es als eine Anleitung zum Nachmachen verwendet werden kann.


Vorüberlegungen:

Es wird ein Regenwaldpaludarium. Hinein kommt ein Aquarium, welches zur Hälfte mit Wasser voll sein wird. Der Rest der Front bekommt eine 5mm dicke Glasscheibe. Regenanlage, Ultraschallnebler, kleinen Bachlauf, CO2-Anlage und dimmbares LED-Licht möchte ich hineinintegrieren.

 

Als erstes muss man sich natürlich entscheiden, woraus der Korpus bestehen und welche Maße das Paludarium am Ende haben soll. In meinem Fall wird das gute Stück im Wohnzimmer stehen und soll daher möglichst edel aussehen. Als freien Platz habe ich 160cm an einer tragenden Wand auf der gegenüberliegenden Seite vom Fenster zur Verfügung. Die Sonne scheint nur im Sommer beim Sonnenaufgang kurz hinein (keine Überhitzungsgefahr durch Sonne). Damit habe ich mich auf die Maße 150x150x60cm des Paludariums festgelegt. Demnach wäre es ideal, wenn das Aquarium die Maße 130x50x50cm hätte.

 

IMAG0916.thumb.jpg.6afa157222ce1a067a8d4

Paludarium geplant

 

Lange habe ich überlegt, ob ich den Korpus komplett aus Holz baue, oder ob ich den unteren Teil, auf dem das Aquarium später stehen soll, gleich als fertigen Unterschrank beziehe. Den oberen Kasten könnte man auch aus Glas oder Forex (Hartschaumplatten) bauen. Im Vergleich zum Holz haben sie den Vorteil, wasserdicht zu sein. Wobei ich Forex wegen dem geringeren Gewicht und leichten Verarbeitbarkeit vorgezogen hätte. Wegen dem knapp bemessene Budget von max. 1000€ ist die Wahl auf Holzplatten mit anschließendem Versiegeln der Wasserregion gefallen.

 

 

Anschaffungen:

Auf e-Bay habe ich einen stabilen, passenden Aquariumunterschrank mit den Maßen 150x60x70 (LxTxH) gefunden. Damit bleibt mir der Bau des unteren Teils erspart.

100,- €

 

IMAG0908.thumb.jpg.36e3d4514a8f14403a369

AQ-Unterschrank beim Bekleben

 

Holzzuschnitt Baumarkt:

1500x600mm 19mm  2x           Bottom/Top

1400x580mm 19mm  2x           Seiten

1500x200mm 19mm  1x           Blende oben

1200x120mm 19mm  2x           Blenden seitlich

1400x730mm 10mm  2x           Rückwand (zweigeteilt für besseren Transport)

Ca. 75,- €

 

IMAG0887.thumb.jpg.1fdc27ebbb5aac4e8c521

Holzzuschnitt zusammengelegt (fehlt Boden und Seitenwand)

 

Im Vergleich dazu hätte mich der Forexkorpus in 12mm Stärke ca. 450 € gekostet.

Ich habe recht billige Spanplatten (13€/m2) mit Melaminbeschichtung gekauft (das ist das Zeug, welches so schnell absplittert, wenn man mit der Platte irgendwo anstößt), weil ich die sichtbaren Seiten mit selbstklebender Folie in dunklem Holzlook bekleben möchte.

 

Sonstige Anschaffungen für den Korpus:

Selbstklebende Folie, 4 Rollen; Umleimer, 10m; Holzleisten 20x20mm, 12m; Schleifpapier grob; Schrauben; Holzleim

Ca. 80,- €

 

Selbstklebende Folie:

Das Verkleben war leichter als gedacht. Die Holzplatten habe ich vorerst gereinigt und die Folie auf das Maß + 1cm zugeschnitten. Anschließend wird die Platte mit einer schwachen Seifenlösung benetzt und beim Abziehen der Schutzschicht auch die klebende Seite der Folie befeuchtet. Jetzt kann die Folie angebracht und bei Bedarf ausgerichtet werden. Anschließend streift man das überschüssige Wasser zwischen Platte und Folie mit einem harten Gegenstand wieder weg (aufpassen, dass die Folie nicht zerkratzt wird). Das überschüssige Material an den Seiten wird entweder mit einem scharfen Messer entfernt oder umgekrempelt. Der Umleimer ließ sich auch ohne Probleme anbringen. Eine detaillierte Anleitung ist bereits auf der Verpackung.

 

Nachdem ich die Platten an den sichtbaren Seiten mit der Folie beklebt und den Umleimer angebracht habe, konnte der Zusammenbau beginnen. Mein Plan ist es, den Korpus zuerst mit Holzleim zu kleben und anschließend an den Innenkanten mit einer 20x20mm Holzleiste zu verspaxen. Nach dem Motto doppelt hält besser hoffe ich die nötige Stabilität des Kastens zu erreichen. Da der Leim auf dem Melamin nicht besonders gut haftet, entfernte ich das Zeug an den Kanten mit sehr grobem Schleifpapier.

 

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Geschliffene Kanten mit Holzleiste

 

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IMAG0896.thumb.jpg.5b1237b9247a360f722a6

Fertiger Korpus

Bis jetzt sind es insgesamt 255€, die ich für den kompletten Holzschrank gebraucht habe.

 

Weiteres Vorgehen:

Der Korpus ist soweit fertig. Es fehlen nur noch die Glasführungsprofile, einige Lüftungslöcher und natürlich die Glasscheibe selber. Das Glas und die Führungsprofile kommen aber viel später.

Vorerst geht es an die Versiegelung. Zuerst wollte ich alles mit einer 0,8mm PET-Folie auskleiden (Kostenpunkt ca. 50€). Im letzten Moment habe ich mich für Flächendicht entschieden (gummiartige Masse, welche auch im Bad benutzt wird).

Es gibt dafür auch extra Dichtbänder für Ecken, aber die sind extrem teuer (8€/m) und ich möchte diese durch Panzertape ersetzen. Die Ecken bekommen also eine zusätzliche Schicht Panzertape. Damit hoffe ich, dass die Feuchtigkeit nicht ins Holz geht und mir der Schrank für lange Zeit erhalten bleibt.

Flüssige Teichfolie, Epoxidharz oder sonstiges zwei Komponenten-Zeug schien mir nicht sicher genug. Zudem bin ich den Umgang mit solchen Sachen nicht gewohnt.

 

Rückwandgestaltung aus Styropor, Bauschaum, Flexkleber und Kork. Dabei sollen die einzelnen Segmente herausnehmbar sein. Sie werden also nicht auf die Folie der Rückwand geklebt, sondern auf Leisten aufgehängt.  --> besseres Handling und Reinigen bzw. abdichten von eventuell später auftretenden Lecks möglich.

Als eine Vorsichtsmaßnahme bekommt der Kasten noch eine Alarmanlage, die mich bei einem Leck warnen wird. Es handelt sich hierbei um ein 24V Rückfahrsignal von einem LKW.

 

Edited by Mr.Smooth

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Spielmannsfluch89

Panzertape kannste dir Sparen.
Flüssige Teichfolie, Wenn der Untergrund nicht gut haftend ist den Primer drunter streichen. 1x Komplettbezug alle Flächen, in die Ecken dann das Dichtband einlaminieren in die Folie. Wenns durchgetrocknet ist eine Bodenwanne  nochmals betreichen. Ideal wäre eine 2. Farbe um schwachstellen leichter zu sehen. Anschliesend dann die Bodenwanne mit 2K-PU Kleber überziehen um die Flüssige Teichfolie zu schützen. Anschließend kannst du darin ein Bad nehmen wenns sauber verarbeitet ist.

 

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Mr.Smooth

Ok, anscheinend ist ein extra Diskussionsthema nicht gewünscht, wenn es von den Admins gelöscht wurde.

 

@Benjamin, ich weiß, dass du bereits einige Terrarien gebaut hast, deswegen möchte ich dir ungern widersprechen.

Wie bereits gesagt, möchte ich nicht mit dem 2K-Zeug experimentieren und flüssige Teichfolie ist mir zu "zart". Nur deswegen machst Du ja nochmal eine Schutzschicht aus PU-Kleber bzw. Epoxidharz drauf. Außerdem möchte ich kein Eckendichtband für 8€/m kaufen, aber das habe ich auch bereits geschrieben. Zwar wäre Deine Lösung auf jeden Fall bombendicht, aber ich versuchte bei meinen Recherchen auch etwas preisgünstigere Lösungen anzustreben. Deswegen mache ich die Abdichtung mit "Flächendicht" und die Ecken bekommen zusätzliche Verstärkung mit Panzertape.

Außer es sagt mir jetzt jemand, dass es völlig ungeeignet ist?

 

Ich möchte nochmal erinnern, dass ich keine Badewanne brauche, das übernimmt für mich das Aquarium, welches als Auffangwanne dienen soll. Bei mir müssen lediglich die Seitenwände gut isoliert sein.

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Marco Ebert

Ja, das habe ich gelöscht, weil wir keine Lust haben jedes Mal Beiträge wie die von Benni zu verschieben. Zumal es den Lesefluss stört und das Forum zumüllt. Sollte es hier eskalieren und zu sehr vom Thema abdriften, kann man noch einmal darüber sprechen.

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Guest
vor 1 Stunde schrieb Mr.Smooth:

... Deswegen mache ich die Abdichtung mit "Flächendicht" und die Ecken bekommen zusätzliche Verstärkung mit Panzertape.

Außer es sagt mir jetzt jemand, dass es völlig ungeeignet ist?

 

 

Das behaupte ich mal, nicht umsonst gibt es gerade für die Abdichtung in Bädern eben dieses Dichtband. Kein Fliesenleger würde da je mit Panzerband arbeiten. Zumal heutzutage auch keiner weiß, wie nicht aufeinander abgestimmte Materialien miteinander reagieren, du glaubst gar nicht, wie viele chemische Produkte, die heute auf dem Bau eingesetzt werden, teils verheerende Auswirkungen durch Kontaktkorrosion auslösen.

 

Ich empfehle dir, das Dichtband zu nehmen.

 

Oder eben die von Benjamin erwähnte flüssige Teichfolie.

 

 

Edited by Wolfgang Liere

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Spielmannsfluch89

Also mein Dichtband hat sicher keine 8€ gekostet. War ausm Bauhaus. Vielleicht 3€.

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Guest

"Flächendicht" ist von Knauf, das entsprechende Dichtband dazu (ebenfalls von Knauf) kostet bei OBI 4,- € / lfm

 

http://www.obi.de/decom/product/Knauf_Flaechendichtband_10_m/3224656

 

Gibt es vielleicht irgendwo noch günstiger, danach habe ich nicht gesucht, aber 8,- € / lfm ist eindeutig überteuert.

 

Der Unterschied zu Panzerband ist, dass man wie bei einem Gewebeband für Spachtelarbeiten den Fliesenkleber in das Gewebe einarbeiten kann, Panzerband bildet eine undurchdringliche Sperre, somit hat man nicht eine homogene Abdichtung wie bei Verwendung von Flächendicht und dem dazugehörigen Dichtband, sondern zwei, die sich voneinander lösen können oder schlimmstenfalls unerwünschte Reaktionen bewirken.

 

Im Fliesenlegerhandwerk z. B. erlauben wir als Architekten grundsätzlich nur aufeinander abgestimmte Materialien, die in der Kombination zulassungskonform sind. Was anderes würde auch kaum ein Fliesenleger anbieten, da er 4 Jahre in der Gewährleistung steht. Und einmal den kompletten Boden eines Bades in einer JVA oder in einem Krankenhaus rausreißen kostet richtig Geld, da kommt ja auch noch der Schaden durch Nichtnutzung bzw. Verdienstausfall hinzu.

Edited by Wolfgang Liere

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Mr.Smooth

Ok, Ihr habt mich überzeugt.

Ich werde nochmal beim Baumarkt vorbeigehen und nach einem günstigeren Eckdichtband suchen, welches für mein Vorhaben passt.

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Mr.Smooth

Den Osterferien und anderen privaten Gründen verschuldet, hatte ich leider kaum Zeit für praktische Arbeiten an meinem Projekt. Die Zeit habe ich genutzt um mich über Licht, CO2-Anlage und andere Sachen zu informieren sowie einiges davon zu bestellen.

 

Aber jetzt geht es weiter!

 

IMAG0923_1_1.jpg

Fertiger Korpus

 

Nachdem der Korpus fertig war, begann ich mit der wasserisolierenden Beschichtung. Ich habe mich für das Flächendicht von Knauf (5kg, 30€) entschieden, welches auch in nassen Räumen und Bädern benutzt wird. Ich habe vorerst alle Ecken mit Silikon abgedichtet und das Flächendicht mit zwei Lagen darüber gestrichen.

 

IMG-20160304-WA0008.jpg

Erste Schicht

 

IMAG0929.jpg

Achtung, das Flächendicht haftet nicht auf Silikon!

 

Ich wollte etwas Geld sparen und startete einen kleinen Versuch mit dem Panzertape. Dazu habe ich das Terrarium mit Flächendicht eingeschmiert und als es trocken war, eine Ecke mit Panzertape abgeklebt. Leider hielt das Tape auf dem Flächendicht nicht sehr gut und begann sich leicht abzulösen. Andersherum war das Flächendicht nicht mehr vom Panzertape zu bekommen. Ich hätte das Tape wohl noch vor der ersten Schicht in die Ecken kleben sollen.

 

Um Risiken aus dem Weg zu gehen, kaufte ich das passende Eckdichtband von Knauf (10m Rolle, 43€) und dichtete alle Ecken im Terrarium damit ab. Insgesamt wurde das Terrarium mit zwei Lagen Flächendicht bestrichen, dann kam das Eckdichtband zum Einsatz. Der Rest von der Gummipampe reichte für eine weitere Schicht im Terrarium. Dabei habe ich vor allem an den Ecken nicht gespart!

 

Das Zeug ist jetzt trocken und ist wie ein solider Gummiüberzug. Bei größerer Krafteinwirkung oder Unachtsamkeit kann es jedoch beschädigt/abgekratzt werden. Die Beschichtung eignet sich also nicht für  größere Echsen oder Tiere die daran kratzen bzw. knabbern können.

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Aurora

Hallo,

 

ein sehr spannendes Projekt hast du dir da vor genommen!

Bisher ist mir das Thema voll aus gegangen, das ändert sich jetzt, habe ihn ins Abo gepackt!

Ich finde es sehr spannend und lehrreich den Bau mit verfolgen zu können.

Das Endergebnis wird sicher der Knaller!

Ich bin gespannt wie das dann aussehen wird! Bitte weiter berichten!

 

 

Viele Grüße

Aurora

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Spielmannsfluch89

Und am Geld sparen liegt es eben.... ich habe Silikon in den Ecken gelesen und wusste schon das geht in die Hose. 

Mal sehen wie lange das komische Material dicht hält. 

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cooper

Silikon ist deswegen unter anderem so entwickelt worden: Nichts haftet drauf. War schon immer so, sorry.

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Aurora

Das ist richtig, daher sind auch alle Komponenten innerhalb einer Lackieranlage silikonfrei aus zu führen, um die Benetzung nicht zu stören.

 

Was habe ich mir denn unter Eckdichtband vor zu stellen?

 

 

Grüße

Aurora

 

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Mr.Smooth
Am ‎01‎.‎04‎.‎2016 um 23:39 schrieb cooper:

Silikon ist deswegen unter anderem so entwickelt worden: Nichts haftet drauf. War schon immer so, sorry.

 

Das würde ich so nicht unterschreiben, aber das ist eine andere Geschichte

 

Am ‎02‎.‎04‎.‎2016 um 09:18 schrieb Aurora:

Was habe ich mir denn unter Eckdichtband vor zu stellen?

 

Das ist das Dichtband, was Wolfgang Liere vorher bereits als Link geschickt hat.

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Mr.Smooth

Heute werde ich euch etwas zu meiner Beleuchtung erzählen.

 

Ich möchte in meiner Anlage den Sonnenaufgang und –untergang simulieren. Dazu habe ich mir bei LED-Konzept einige LED-Streifen in unterschiedlichen Farben mit passenden Alu-Profilen bestellt.

- LED Streifen 24V kaltweiß (KW) 6500K; 16,5W/m; 2,5m = 41W (alle 8,3cm teilbar)

- LED Streifen 24V warmweiß (WW) 3000K, 14,4W/m; 1m (alle 10cm teilbar)

- LED Streifen 24V gelb-orange, 14,4W/m; 1m (alle 10cm teilbar)

- Alu-Profil (Form E) eloxiert, 2x1m; 2x1,5m mit klarer Abdeckung

- Endkappen für Alu-Profil E, 5x

Kosten: 110€

 

IMAG0954.jpg

 

Beim Kauf müsst Ihr unbedingt auf die Volt-Angabe achten und alle LED Streifen mit der gleichen elektrischen Spannung (V) kaufen!

 

Ein Alu-Profil mit 1m Länge habe ich in der Mitte durchgeschnitten und verbaue die beiden 0,5m Profile mit je 0,5m Streifen der Farbe gelb-orange an den Seiten.

 

Die 1,5m langen Profile bekommen 5x16,6cm KW-Streifen und 5x10cm WW-Streifen abwechselnd gemischt. Eine davon kommt über das Aquarium und die andere Leiste wird an der Decke platziert. Wem hier der Lötaufwand zu groß ist, kann die Stücke auch länger lassen oder diese irgendwie anders aufteilen.

Hier eine Skizze, wie das Ganze verlötet wurde:

Unbenannt.jpg

An dieser Stelle ist zu sagen, dass solche Lötarbeiten NUR von Leuten mit entsprechenden Kenntnissen durchzuführen sind!

 

Somit habe ich am Ausgang einen Plus-Pol und zwei Minus-Pole für die individuelle Ansteuerung der beiden Lichtfarben.

 

Es bleibt also nur noch ein LED-Streifen von 0,83m von dem KW-Licht. Dieses kommt in das übrig gebliebene 1m lange Alu-Profil.

 

Transformator:

Bei der Auslegung des LED-Trafos (auch Treiber genannt) ist die Gesamtleistung (Watt) entscheidend!  In meinem Fall sind das maximal 70W (41,25W+14,4W+14,4W). Damit der Trafo nicht auf Volllast läuft, rechnet man noch den Faktor 1,2 bis 1,5 drauf: 70Wx1,5=105W

 

Somit wählte ich einen LED-Treiber mit 24V, 100W

Kosten: 29€

 

IMAG0968.jpg

LED-Trafo mit Controller angeschlossen

 

Oft werden die Trafos auch in Stromstärke (Ampere) angegeben. Das Umrechnen von Watt in Ampere ist einfach: Leistung (W) = Strom (A) x Spannung (V)

In meinem Fall: 100W/24V=4,2A und der Treiber mit 24V, 4,2A wäre analog zum Vorhergehenden.

 

Der LED-Trafo meiner Wahl hatte leider keinen Stecker. Dieser muss vorerst angelötet und gut isoliert werden!

Und hier wird es richtig gefährlich!

Ich appelliere hier noch einmal an Leute, die sich mit Elektrizität nicht ausreichend gut auskennen. Sie sollten die Konstruktion VOR DER INBETRIEBNAHME vom Fachmann kontrollieren lassen.

 

LED-Controller:

Die Steuerung der Leisten erfolgt durch einen programmierbaren LED-Controller (24€).

(siehe Bild oben)

Dieser besitzt einen Output mit dem Pluspol und fünf Ausgängen (Channel, CH1-CH5). An den Pluspol werden alle roten Kabel (bei mir braun) von allen Leisten zusammen verbunden. An die Channels die Minuspole der Leisten, nach Farbe sortiert. Ich habe CH1 mit KW, CH2 mit WW und CH3 mit orange besetzt und kann sie somit einzeln ansteuern. Die beiden anderen Kanäle bleiben vorerst unbesetzt.  Hier kann ich später noch weiteres Zeug wie Lüfter oder Ultraschall-Vernebler einbauen oder das System mit weiteren LED-Leisten erweitern (Leistung des LED-Trafos beachten).

 

Schließlich kommen an den Input die plus- und minus-Kabel vom LED-Trafo. Plus und Minus nicht verwechseln!

Der Controller kann am PC mit entsprechend beiliegender Software minutengenau programmiert werden.

 

Da ich die orangenen Streifen nur in der Früh und am Abend brennen lasse und somit eine Gesamtleistung am Tag von nur maximal 55W hätte, muss ich die Anlage zusätzlich beleuchten. Das möchte ich mit Grow-Lampen aus Rot-Blauen-LED’s realisieren. Diese werden auch nicht mehr am Controller, sondern an einer separaten Zeitschaltuhr hängen. Doch diese Lampen installiere ich später.

 

Bisherige Kosten für die Beleuchtung: ca. 165€

 

Edited by Mr.Smooth
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Henrik J

Hallo,

was für eine Beleuchtung planst du denn für die Pflanzen?

 

MfG

Henrik

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Mr.Smooth

Entweder kaufe ich mir bereits fertige Pannels, so wie hier:

Beispiel

 

Oder ich bau sie mir aus high power LED's selber zusammen.

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Henrik J

Also die Panne aus dem Link taugen in der Wurzel nicht für ein Paludarium dieser Größe.

 

MfG

Henrik

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Marco Ebert

Moin.

 

Also wenn du schon monochrome LEDs nehmen möchtest, würde ich dir einen Growking-Strahler empfehlen. Die haben deutlich mehr Leistung.


Gruß,

Marco

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Piesl

Hi,

 

ich habe deinen interessanten Thread leider bisher auch "ignoriert":down:(= für mich) und jetzt sehr schnell quer gelesen. Meine Frage: du schreibst für die Front eine 5mm Glasscheibe, also 2 Stück zum Schieben? Oder lässt du den oberen Teil offen? (sorry wenn ich das falsch verstanden oder etwas überlesen habe) Aber werden so dicke Scheiben nicht etwas schwer zum Schieben in Bezug auf den Reibungswiderstand in einer Schiene?

 

Sonst ein toller Bericht!

 

Gruß Piesl

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Mr.Smooth

@ Henrik und Marco: Das Beispiel war nur auf die Schnelle gefunden. Mir gefallen diese 0,5V-LED's, die dort verbaut sind, auch nicht. Danke für den Tipp mit dem Growking-Strahler. Aber wie gesagt, ich habe mich damit noch nicht wirklich beschäftigt.

Ein 300W-Strahler kommt bei mir auf jeden Fall nicht rein. Es wird schließlich keine Hanfplantage, sondern ein Regenwald mit Schattengewächsen. Ich muss mich da noch näher erkundigen ;)

 

@Piesl:  Da bin ich auch schon längere Zeit am Überlegen. Entweder wird das eine einzige Scheibe, die man vor das AQ runterfahren kann, oder zwei geteilte Scheiben. Beim Reibungswiderstand kann man sich mit gelagerten Glasführungsschienen behelfen.

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Mr.Smooth

Hallo Leute,

 

ich bin schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einer Lösung, wie ich die Glasscheibe (ca. 1260x600x5mm) aus einem Stück machen kann. Das Gewicht der Scheibe dürfte unter 10kg liegen (nach meinen Berechnungen ca. 8kg). Natürlich sollte sie leicht zum Abnehmen sein. Ich habe zwar schon eine Lösung im Kopf, bin mir jedoch nicht sicher, ob es so hundert prozentig funktionieren wird. Die Suche im Internet bringt mich auch nicht weiter und zwei Scheiben, die man nur zur Hälfte aufmachen kann möchte ich auch nicht. Das wäre eine Notlösung, falls nichts anderes funktioniert.

Ich habe mir es so vorgestellt, dass man die Scheibe auf Schienen befestigt und diese nach unten, vor das AQ gefahren werden kann. Bei Bedarf oder zum Reinigen sollte sie natürlich auch komplett abnehmbar sein. Ich fürchte Scharniere, sodass die Tür nach oben aufgeht, werden bei solchen Größen problematisch sein.

Vielleicht hat von Euch jemand bereits so was ähnliches gemacht?

 

Ansonsten geht's leider nur langsam voran. Zeit und Geld spielt dabei eine große Rolle :P

AQ ist bereits da, Licht installiert, nun arbeite ich an der Abdichtung rund um das Becken.

Update gibt's natürlich auch noch, etwas später ;)

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Zwergkrug

Warum nicht eine Leichtbauweise, wie im Chemiebereich mit "Plexiglas"? Irgendeine Sorte ist auch kratzfest beim Wischen. Aber weiß ich jetzt nicht mehr. Da brauchst du keine Scharniere mit hoher Traglast und musst dir keine Gedanken machen, wenn du es hochschiebst, dass es anfängt bei ungleichmäßiger Druckverteilung zu verkanten und dann stehste da und mühst dich jedes mal ab :)

77570-8212709.jpg

 

Ich selbst habe seit Jahren Terrarien. Aber eher für Reptilien. Und da schiebt man von links nach rechts und da habe ich Schienen mit Rollenführung..kosten eben nur ne Ecke. Aber meine Scheiben sind auch 1000*1000*6mm :) Das Terra ist zb 2m breit und ohne Gestell auch 1,5 m hoch..

 

20160509_172514.jpg20160509_172523.jpg

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Mr.Smooth

Hallo Leute,

nach längerer Zeit möchte ich mich wieder mit einem weiteren Update melden.

 

Vor einigen Wochen habe ich mein Aquarium (130x50x50) geliefert bekommen. Die Wasserhöhe wird bei mir ca. 30cm betragen und somit ein Wasservolumen von ca. 180-200L haben. Ein passender Filter wurde letzte Woche auch schon besorgt. Ich habe mich für das Modell Professionell 3 2073 von Eheim entschieden.

IMAG1069.jpg

Eheim Professionell 3 2073

Der Filter ist für ein Volumen von 180-350L ausgelegt. Es ist immer von Vorteil den Filter mit etwas Reserve auszulegen. Außerdem hätte ich keine Probleme, wenn ich irgendwann einmal doch einen höheren Wasserstand haben möchte.  Den Filter habe ich gebraucht, von Eheim generalüberholt gekauft, sodass ich mir sicher sein kann, dass alles 100% dicht ist. Neu kann man ihn bereits ab 150€ kaufen.

 

Gesamtkosten für AQ und Filter: 214€ (+40€ Lieferung)

 

Ich baute mir aus Alu-Eckschonern kleine „Bilderrahmen“, die in meine Styropor-Aufhängwände mit Bauschaum eingearbeitet werden. Sie sollen in erster Linie eine Befestigung der Aluminiumschiene am Styropor ermöglichen und zum anderen die Styroporwände stabilisieren. Durch die Aufhängung der Wände habe ich keine direkte Nässe am Holz und erhoffe mir, dass die Holzkonstruktion somit lange halten wird.

IMAG1074.jpg

Styroporaufhängung

 

Den Abfluss aus Wandanschlussprofilen habe ich letztes Wochenende auch schon fertig gestellt. Das Profil geht über alle drei Seiten und soll das Loch zwischen den Wänden und Aquarium schließen. Das überschüssige Wasser von der Beregnung fließt später direkt in das Aquarium und soll somit keinen Kontakt mit den Wänden haben.

 

An einer Stelle brauchte ich natürlich einen Durchbruch für die Schläuche und sonstige Kabel (Heizer, CO2-Anlage). Diesen habe ich mit einem Übergangsstück (50 auf 75mm) aus der Abflussabteilung im Baumarkt realisiert. Alle Fugen und Spalten großzügig mit Silikon abgedichtet.

IMAG1067.jpg

Durchbruch für Schläuche

IMAG1066.jpg

Wasserabfluss

 

Das Licht habe ich angebracht und bereits getestet. Leider hat sich herausgestellt, dass die Klemmen für die Aluleisten nicht so gut sind wie gedacht und die Aluprofile kaum daran halten. An den kleinen Leisten mit 0,5m Länge geht das gerade noch, aber sie springen sofort aus der Halterung, sobald man daran etwas wackelt. Wenn die Leisten länger werden bräuchte man mehr als zwei Klemmen pro Leiste und es ist mir einfach nicht gelungen das 1m-lange Profil an drei Klemmen zu fixieren. Die Köpfe der beiliegenden Schrauben sind etwas zu groß. Sie drücken gegen das Profil und lassen die Klemme nicht einschnappen. Damit mir die Leisten nicht irgendwann ins Wasser fallen, musste ich improvisieren und eine eigene Halterung bauen.

IMAG1068.jpg

Licht fertig verdrahtet

Bei den Drahtklemmen gibt es einfache, wo man die Drähte einfach reinsteckt und die etwas teureren, wo man die Drähte mit einem Hebel fixieren kann (siehe Bild). Die einfachen Klemmen taugten in diesem Fall leider nicht, weil die Drähte immer wieder aus den Klemmen rutschen und es zu einem Wackler oder Kurzschluss kommen kann. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Brand kommen!

 

Beim Test der Lampen habe ich die Lichter über den LED-Controller angesteuert und diese über mehrere Stunden auf 98% ihrer Leistung brennen lassen. Dabei wurden die Aluleisten kaum wärmer als 40°C. Auch den Sonnenuntergang habe ich in Echtzeit abgespielt und war mit meiner Frau völlig begeistert!

 

Sonstige Kosten: ca. 50€

(AQ-Schlauch, Kabel, Aluprofile, Kabelschacht, Schrauben, Silikon, Beilagscheiben)

 

In letzter Zeit habe ich auch an meiner Beregnungsanlage weitergearbeitet. Hierfür wurden eine Espressopumpe ULKA EP5 sowie fünf Messingdüsen besorgt.

Der erste Versuch mit 4/6mm-Schlauch ist leider in die Hose gegangen. Das Problem war, dass die Düsen die Menge an Wasser,  die von der Pumpe befördert wurde, nicht durchgelassen haben. Der Schlauch hat sich dadurch ausgedehnt und wurde an den Verbindungsstellen undicht. Später habe ich nachgelesen, dass der AQ-Schlauch mit dieser Pumpe sogar platzen könnte. Ich habe mir deswegen einen druckfesten 10m-Schlauch von Gardena mit passenden 3-Wege-Verbindern und Gardena-Düsen gekauft. Die Testphase mit dem neuen System ist noch nicht abgeschlossen, aber es sieht schon sehr vielversprechend.

 

Kosten für die Beregnungsanlage: 30€

(Pumpe, Schlauch, Düsen, T-Verbinder)

 

In der Decke sind jetzt drei Rechtecke für die Belüftung herausgeschnitten (je 300x100mm).

IMAG0975.jpg

Belüftungsöffnung

Sie werden mit Stahlgaze verschlossen und mit zwei PC-Lüftern ausgestattet. Die Sachen sind bereits bestellt und sollten diese Woche ankommen. Dann fehlt nicht mehr viel und das AQ kann endlich reingestellt werden. Doch das und vieles mehr im nächsten Update ;)

 

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Kevin G.

Hallo Dima,

 

Schön, dass es weiter voran geht. Die Erwartungen an das fertige Paludarium steigen indes. ;)

 

vor einer Stunde schrieb Mr.Smooth:

Bei den Drahtklemmen gibt es einfache, wo man die Drähte einfach reinsteckt und die etwas teureren, wo man die Drähte mit einem Hebel fixieren kann (siehe Bild). Die einfachen Klemmen taugten in diesem Fall leider nicht, weil die Drähte immer wieder aus den Klemmen rutschen und es zu einem Wackler oder Kurzschluss kommen kann. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Brand kommen!

 

In diesem Falle hätte ich mit dem klassischen Lötkolben und Schrumpfschläuchen gearbeitet. Das hält bombenfest und durch den Schrumpfschlauch sind die Lötpunkte vor Korrosion geschützt. :icon13:

 

Gruß

Kevin

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