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Ralf Mößle

Terrestrische Utricularia in Freilandkultur

Empfohlene Beiträge

Ralf Mößle

Hallo zusammen,

 

ich beabsichtige mehrere Utriculariaarten in meinem Moorbeet anzusiedeln. Bislang erfolgreich U. subulata, weniger erfolgreich U. novae-zelandiae, zukünftig noch U. dichotoma und U. cornuta. U. bisquamata ist zwar auch drin, doch die wird sich wohl spätestens nach dem Winter verabschiedet haben dürfen. (Diese wurde auch nicht bewusst ausgebracht, war quasi eine Beigabe).

 

Jetzt habe ich erst wieder letztens gelesen, das U. dichotoma gerne unter Wasser wächst, und dort sehr lange Blätter bis zu 20cm bildet. Das klingt natürlich super, ist aber bei mir nur schwer realisierbar. 

 

Wie sind eure Erfahrungen diesbezüglich bislang? Meine U. subulata bildet Blüten ohne Ende, und wuchert regelrecht, obwohl sie in einem Kübel steht, der zwar gut nass ist, jedoch lediglich beim gießen geflutet wird. Alle anderen von mir oben aufgeführten Arten wachsen bislang in Töpfen mit rund 2/3 Wasserstand zur Topfhöhe sehr gut, blühen reichlich, bilden jedoch nur kleine Blättchen von vielleicht 5-10mm Länge. Wäre es für das ausbringen ins Moorbeet von Vorteil, diese eher unterhalb der Wasseroberfläche anzusiedeln? Oder wie sind eure Erfahrungen? Oder wie sieht es an den jeweiligen Naturstandorten aus? Saisonal geflutet? 

 

Wäre schön, wenn ihr mir einmal eure Erfahrungen mitteilen würdet.

 

Vielen Dank, und viele Grüße,

 

Ralf

bearbeitet von Ralf Mößle
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Stefan H.

Hallo Ralf,

 

unter Wasser muss U. dichotoma nicht stehen. Ich hatte vor einiger Zeit einen Klon von Christian Klein im Moorbeet, der wunderschöne große Blüten hatte. Damals war die Substratoberfläche im Sommer eher nur nass bis feucht als sumpfig und das ging auch. U cornuta wuchs so auch, blühte aber nicht ganz so viel. Die mag es in der Tat etwas feuchter, muss meiner Erfahrung nach aber auch nicht unbedingt unter Wasser kultiviert werden. So wie du das oben beschreibst, dass nur nach dem Gießen etwas Wasser steht, sollte das passen. So war es bei mir auch und das ging problemlos. Nur kamen irgendwann in einem Winter mal richtig kalte Nächte ohne Schneeschutz auf dem Beet und da hatte sich U. dichotoma verabschiedet und auch U. cornuta zog sich etwas zurück und brauchte wieder etwas Zeit, bis sie wieder alles durchwurzelt hatte. Zu den anderen beiden Arten kann ich nicht viel Schreiben, da ich die nicht im Beet kultiviere aber bei stärkeren Frost kann es da Probleme geben.

 

Viele Grüße

Stefan

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Philipp H.

Hi,

also U. cornuta (der kanadische, daher wohl winterharte Typ) wächst problemlos seit Jahren drausen in meinem Moorbeet:

Utricularia cornuta 10.JPGUtricularia cornuta 09.JPG

 

 

Auch U. dichotoma vermehrt sich recht rasch:

nach dem Auspflanzen:

Utricularia dichotoma rechts 01.JPG

 

 

Und zwei Jahre später, also dieses Jahr:

Utricularia dichotoma rechts 06.JPGUtricularia dichotoma rechts 07.JPG

 

Ich kümmere mich eigentlich wassermäßig überhaupt nicht um die Moorbeete, mal ist es halt trockener, mal stehen für ein paar Tage die Beete komplett unter Wasser, wie in der freien Natur halt. U. dichotoma hat aber nur oberirdische, kleine Blättter.

 

lg Philipp

 

 

 

 

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Sonja Schweitzer

Hallo Philipp,

könntest Du ´mal ein paar Gesamtaufnahmen Deiner Beete einstellen? Das,was man im obigen Beitrag zu sehen bekommt sieht wirklich toll aus und mich würden weitere Fotos schon sehr interessieren.

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Ralf Mößle

Hallo zusammen,

 

jetzt ist mir doch mein eigener Beitrag entgangen...doch besser spät als nie: Vielen Dank für eure Antworten, und ich schließe mich Sonja an: Bilder der Gesamtansicht wären super.

 

Ich habe dieser Tage, da ich endlich Urlaub habe, noch einmal genauer hingeschaut, und festgestellt: Utricularia subulata, die herrlich gelb blüht, hat sich schon sehr gut ausgebreitet, die novae-zelandiae ebenfalls, doch hält sich diese mit den Blüten bislang zurück. Liegt wahrscheinlich an der Umstellung des "Substrates", von vorher sehr locker-luftig (Sandig mit hohem Anteil Perlite) auf nun reinen Torf. Utricularia cornuta (hier bin ich mir unsicher, ob es auch eine ist. Die Blüten während der Indoor-Kultur waren zumindest weißlich) hatte ich vor ein paar Wochen ausgebracht, und beginnt nun, Blütenstände zu bilden. Bin sehr auf die Farben gespannt. Leider habe ich nur eine einfache Bridge-Kamera, so das Detailaufnahmen stets sehr schwierig sind. Doch demnächst kommt wieder eine Gesamtansicht. 

 

Viele Grüße, Ralf

bearbeitet von Ralf Mößle
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PeSiAl

Moin zusammen,

 leider bin ich bei meiner Internetrecherche nicht fuendig geworden und da dachte ich mir, nutze doch dieses Topic und frage einfach mal nach.

Gibt es eigentlich eine einheimische, terrestrisch wachsende Utricularia? Alles was ich gefunden habe aus hiesigen Gefilden sind aquatische Wasserschlaeuche.

thx

Peter

 

  

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