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Kultur-Unterschiede Tiefländer vs. Hochländer ?


Jashi

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Guten Abend, 

 

ich habe gerade doch noch mal eine Frage. Wie sind eigentlich genau die Kulturunterschiede zwischen Tiefländern und Hochländern, in der Praxis? 

Die Hochländer brauchen eine Nachtabsenkung, richtig?    Und noch?   Lichtverhältnisse? Luftfeuchte?, etc. 

Und was passiert, wenn man die Tiefländer ebenfalls einer Nachtabsenkung aussetzt? 

 

Ist schon klar, dass die am Naturstandort sicherlich recht unterschiedliche Bedingungen haben.  Aber sofern es nicht gerade um Ultra-Hoch- /oder Tiefländer geht, 

sind die Bedingungen in Kultur doch - bis auf die Nachtabsenkung - recht identisch. Oder trügt der Eindruck? 

 

 

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Christian Voss

Hallo Jashi,

 

da liegst Du richtig. Allzu groß müssen die Unterschiede in Kultur garnicht sein.

Mit einer moderaten Nachtabsenkung von etwa 5°C kommen die meisten Hochländer problemlos klar und auch die meisten Tiefländer haben damit keine Probleme.

 

Theoretisch müsste der Lichtbedarf der Tiefländer etwas geringer sein, da sie ja in vielen Fällen am Boden irgendeines Waldes wachsen, während die Hochländer zum Teil offen wachsen oder nur mit Büschen klarkommen müssen. In der Praxis juckt's die Tiefländer aber recht wenig, wenn sie das gleiche Licht bekommen wie die Hochländer.

 

In den Ultra-Bereichen, sowohl Tief- wie auch Hochland, ist dann die absolute Temperatur wieder entscheiden. So wirst Du 'ne villosa bei Tagestemperaturen von 30°C trotz hoher Nachtabsenkung kaum zu Wachstum überreden können. Ebenso streikt 'ne northiana, wenn sie tags wie nachts bei konstant unter 20°C gehalten wird.

 

Viele Grüße,

Christian

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  • 3 Wochen später...

Guten Abend, 

 

also ich schreibe mal hier weiter... weil ich nicht extra einen neuen Thread aufmachen will und weil es hier ebenso gut passt, denke ich. 

Also, wenn ich es richtig verstehe sind Tiefländer und Hochländer gar nicht so unterschiedlich - abgesehen davon, dass die Hochländer eine Nachtabsenkung brauchen. Damit wären sie doch eigentlich ein Stück anspruchsvoller als die Tiefländer? 

 

Wie kann es denn nur sein, dass mir jede Tiefland Nepenthes innerhalb kürzester Zeit direkt einzugehen scheint (bisher zumindest N. Hookeriana und N. Mirabilis) . 

Während ich bei N. izumiae sowohl im Terrarium als auch auf der Fensterbank nicht einmal das typische Eingewöhnungs-Schwächeln registriere. 

 

Vor allem die N. hookeriana ärgert mich immer noch. Den ganzen Sommer über war die nicht aufzuhalten mit wachsen und Kannenproduktion. Kaum war sie zum Herbst drinnen,  ging's rapide bergab. Nun sind auch N. mirabiis Sämlinge noch eingegangen.. O.o  und ich kapier's einfach nicht. 

Bzw. besteht auch bei Nepenthes eine Chance, dass die aus den Wurzeln neu austreiben??  Die Wurzeln der N. mirabilis sahen nämlich soweit gut aus (also nichts matschig oder faulig..) 

 

Fotos gibt's leider nicht. Man sieht nichts a) weil zu klein und b weil halt oberirdisch komplett abgestorben.. 

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Marco Ebert

Nicht jede Tieflandart ist hinsichtlich der Temperatur einfach. N. bicalcarata ist da zum Beispiel empfindlich. So wie es bei Hochländern zum Teil schwierig ist tiefe Temperaturen in der Nacht zu bekommen, ist es bei Tiefländern problematisch hohe Tagestemperaturen zu haben. Das mag im Terrarium noch gut gehen, aber spätestens wenn sie groß werden und du auf ein Gewächshaus angewiesen bist, wird es im Winter schwierig.

 

Wenn du die Tiefländer mit den Hochländern zusammen hältst, dürfte das Problem denke ich auf der Hand liegen. Denen könnte es zu kalt sein.

 

Gruß,

Marco

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ChristophBurdeska

Hallo Jashi,

 

solange du nicht die Extreme versuchst zusammen zu Kultivieren wird es nicht viele Probleme geben. Wie aber Marco richtig geschrieben hat vertragen ein paar Arten zu extreme Abweichungen von ihren Kultirbedingungen nicht.

 

Gruß

Christoph

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Temperatur könnte vielleicht wirklich eine Ursache sein. Wobei ich nach allem was ich gehört habe, dachte, die N. Hookeriana sei da als Hybride deutlich robuster als so manch  anderer Vertreter. Aber gut. Ich werde mich wohl zukünftig eher an die Intermediates und die gemäßigten Hochland-Nepenthes halten. Schade eigentlich, dass die N. veitchii jetzt erstmal von der "Wunsch- und Einkaufsliste" gestrichen werden muss. :)

 

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Hallo,

 

kann das wirklich nur die Temperatur gewesen sein? Hast du die Temperatur bei dir im Verlauf des Tages schon einmal gemessen?

Und habe ich das richtig verstanden, dass die Pflanzen im Sommer draussen waren? Bei einer solchen Umstellung hat meine Suratensis auch sehr verschnupft reagiert - dürfte eine ein wenig extreme Umstellung sein.

Vielleicht wäre das auch ein Grund, warum sie bei dir eingingen.

 

Bei mir sind ein paar Tiefländer verstreut zwischen Intermediate und Hochländern (Suratensis und Ampullaria orange). Sie sind nicht rasend glücklich und wachsen sehr bedächtig, aber sie wachsen und sie gehen auch nicht ein. Als Vergleich: Mit der Inermis habe ich auch keinerlei Probleme (wächst fast so schnell wie die dubia).

 

Ansonsten sind Ventricosa-Hybriden wohl sehr stabil (ich habe eine Hybride mit spectabilis, die unbeeindruckt immer weiter wächst).

Veitchii muss auch nicht gestrichen werden, es gibt dort Hochlandformen, Hybriden mit gefühlt allem etc.

Bearbeitet von Michaela
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Da kann ich Michaela nur beipflichten. Viele Standortwechsel sind meiner Erfahrung nach Gift

Habe letzten Sommer meine Boody Mary auf die Terasse gestellt und dort krepelte sie vor sich hin. Vorher wuchs Sie superprächtig  im  Winter wieder reingeholt  fängt sie jetzt  an ,am alten Platz  auf der Fensterbank direkt über der Heizung,  sich zu erholen.

Hookeriana  als Naturhybride kenne ich auch auch als  zickig was Standortveränderungen betrifft. Sie machte bei mir monatelang keine Kannen mehr, nach dem umtopfen und umstellen am selben Fenster nur 1m weiter von den Lampen entfernt. Wächst aber wie  blöde und bildet neue Seitentriebe.

 

Die Zuchthybriden, gerade die der ventricosa, kenne ich auch als problemlos. Rebecca soper ,mit Ihren sehr dunklen Bodenkannen einer hellgrünen Wachssicht und grünen Hochkannen,   ist auch farblich wunderschön.

 

Eine albomarginata wächst bei mir auf der FB unter  Intermediate Bedingungen super, die jahreszeitlichen Schwankungen steckt sie scheinbar weg.

 

Wie die albom. kommen viele Tiefländer auch in gemäßigten  Höhen vor (hier  z.B. bis 1100m) die sind dann auch nicht so empfindlich.

 

 

LG

Tom

 

 

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Na, dann waren es bei der Hookeriana sicher die Standortwechsel.  Sie kam rein, war an dem drinnen-Standort echt nicht zufrieden. Zuviel Heizung, zuwenig Licht vermute ich. 

Dann habe ich sie an ein Fenster mit weniger Heizung gestellt und deutlich höherer Luftfeuchte aber da war's dann wohl zu kalt. (ca  16 -18° C max). Dann hatte ich endlich den scheinbar passenden Standort und sie schien sich langsam wieder zu erholen aber plötzlich vertrockneten immer mehr Blätter trotz feuchtem Substrat, relativ hoher Luftfeuchte >55% . "Bloody Mary" und "Rebecca Soper" wachsen bei mir einwandfrei auf der Fensterbank. Am anderen Fenster steht 'ne Ventrata, die auch zufrieden ist.

Diese sind alle von draussen umgezogen im Herbst. Allen geht's gut, nur die Hookeriana hat's nicht überlebt.

 

Bezüglich der N. veitchii. Da habe ich einen kleinen Hybriden N. veitchii x maxima - Sämling hier. Der wächst jetzt nicht gerade atemberaubend schnell aber immerhin.. er wächst. Ich hoffe ja nur, dass er irgendwann mal die schönen Kannen der N. veitchii bildet.. falls ich  das noch erlebe :)

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Ja die rasanten Wechsel…

N. Veitchii kommt bis in Höhen von 1600 m vor und ein sehr bekannter Händler[emoji6] hat robuste Pflanzen ich würde es an deiner Stelle versuchen.

Möchtest du einen Seitentrieb von meiner Hookeriana?

 

 

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