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partisanengärtner

Ungewöhnliche Begleitpflanzen im Moorbeet.

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partisanengärtner

Ich fang mal hier an die ganzen Erfahrungen in dieser Richtung zusammenzufassen. Ich fände es schön wenn alle Ihre Moorbeeterfahrungen mit ungewöhnlichen Begleitpflanzen hier posten. Auch die negativen Bereiche.

Hier eine der erfolgreichen Kombinationen

Caltha palustris var alba (gepflanzt 2014)

und Primula rosea Ausgesäht Sommer 2015

Die Sumpfdotterblume hat je etwa 10 cm Durchmesser also eine sehr zurückhaltende Form. Die einheimische ist dagegen ein Gigant. Viel Samenansatz aber kein einziger Sämling im dritten Standjahr.

Sie stehen beide im Weg zwischen den Trittsteinen. Wenn es richtig nass ist geht der Wasserspiegel bis wenige Zentimeter unter die Substratoberfläche. Dionaea fühlen sich da scheinbar sehr wohl, auch Pinguicula mögen das.

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Dann habe ich einen Erstblüher  Soldanella sp. der seit dem Anfang drin ist und die ersten beiden Jahre sehr unter Schneckenfrass zu leiden hatte. Ich bekam noch Samen damals die ich im Moorbeet verteilt habe davon ist aber noch keine blühreif, Die mögen es nicht so nass aber sind scheinbar auch mit der Nährstoffarmut zurecht gekommen.

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bearbeitet von partisanengärtner
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Rechts nach dem Hügel im Orchideengebiet blühen gerade Trillium grandiflorum. Im dritten Jahr haben sie sich wohl etabliert. Letztes Jahr hatten sie sogar Samenansatz.

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An allen drei Stellen mehrtriebig und mit wenigstens zwei Knospen.

 

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Selbst ausgesäht hat sich die Kugelprimel nur am Rand im nicht zu nassen Bereich. Ich überlegte mir schon sie auszurotten weil sie sich schon ein wenig vermehrt.

Allerdings bleibt sie klein im nährstoffarmen Substrat. Daneben die Kalmia die ich mal von Siggi bekommen habe.58fb9de4b3b20_Kugelprimel2017.thumb.jpg.60d44d03bf267bec9bdf91a164935b06.jpg

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Eine sehr schöne allerwelts Pflanze macht sich besonders gut in der sauren Erde. Dieses wunderbare Blau haben nur sehr wenige Pflanzen. Das es dieses saure und feuchte Habitat gut abkann will ich euch nicht vorenthalten.

Man bekommt sie für wenig Geld im Frühjahr selbst im Discounter. Versamt sich auch und wächst dann noch viel natürlicher.

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Jonas_S.

Möchte das Männetreu so nass wie andere Karnivoren gehalten werden oder wächst sie in trockeneren Gebieten besser?

 

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Kann ich jetzt nicht sagen an allen 4 Stellen ist es nur dauerfeucht. Aber ich hatte eine im Daueranstau getopft letztes Jahr ohne Probleme.

Scheinbar recht anpassungsfähig.

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Die mag es feucht und ist aber sehr anpassungsfähig laut diesem Text über das natürliche Vorkommen. Wäre also geeignet mit Südafrikanern vergesellschaftet zu werden.

http://www.zimbabweflora.co.zw/speciesdata/species.php?species_id=157790

 

Das werde ich wohl machen wenn ich mein nächstes Habitat bepflanze. Gelegentlich kommt es zu Selbstaussaat unter unseren Klimabedingungen. Das erhoffe ich mir im Moorbeet. Dann sind sie viel zierlicher und nicht so dicht.

Im Moment blühen sie noch. Getopft üppig, ausgepflanzt deutlich natürlich erscheinender, vor allem in Moorbeet.

 

Im Topf mit Drosera regia werde ich sie auch mal probieren. Die ist langsam groß genug dafür.

 

bearbeitet von partisanengärtner

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In meinem ältesten Cephalotentopf ist ein Kraut aufgetaucht das ich erst nicht identifizieren konnte. Da ich nichts jäte was ich nicht kenne, habe ich abgewartet.

Im Laufe des Sommers kam der Verdacht auf das es vielleicht irgend ein Enzian ist.

Jezt blüht er, scheint ein Lungenenzian zu sein. Wie der da hinkommt ist mir ein Rätsel. Ich hatte nie Samen oder eine Pflanze,

Enzian-Ceph1.jpg

Enzian-Ceph2.jpg

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partisanengärtner

Ich glaube ich habe die Herkunft dieses Enzians gefunden. 2015 war ich auf Romoe/Dänemark. Dort wuchsen so ähnliche Enziane die gerade anfingen zu blühen.

Ich habe von dort ein paar Kotproben die mit Krähenbeeren- und Rauschbeerensamen voll waren mitgenommen. Dachte mir die sind ordentlich stratifiziert. ;)

Die habe ich zwar in speziellen Töpfen ausgesäht, wo ausschließlich solche keimten. Habe sie aber nicht pikiert, weil ich dann Zweifel bekam ob ich das in meinem Moorbeet haben will. An den Wuchsorten dort haben sie fast alles andere verdrängt.

Die Kotbrocken lagen allerdings auf den Sand/Gras- Wegen und waren vom Regen schon ein wenig verdünnt.

 

Aber ich habe auch später als die Brocken sich aufgelöst haben bevor was keimte auch ein paar der Samenkörner in anderen Töpfen verteilt. Dabei muß wohl auch Samen vom Vorjahr dran gehaftet haben. Der Enzian dort war ja gerade erst am aufblühen.

 

Es ist noch eine zweite Pflanze in einem Dionaea Topf aufgegangen, die nicht geblüht hat aber bereits neue Triebe hat. Komischerweise sind in beiden Töpfen aber keine der Beeren aufgegangen.

Allerdings sind auch die Beerensämlinge in den anderen Töpfen nicht so gut gewachsen. Da fehlte wohl der passende Pilz.

 

Der Enzian bei mir oben hatte eine Samenkapsel die ich gleich in mehreren Töpfen verteilt habe. Mal sehen ob im nächsten Jahr was keimt. Jetzt weiss ich ja wie der aussieht.

Hier ein Bild aus dem Urlaub damals.

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Der Sämling der dieses Jahr bei mir geblüht hat hat eine schönere Farbe finde ich.

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Piesl

Ist schon erstaunlich was dabei heraus kommt wenn man jeden Sch... mit nimmt. :biggrin:

 

Gruß Piesl

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partisanengärtner

Ich bin mir sicher wenn die Samen dort schon reif gewesen wären und ich welche mitgenommen hätte, wäre der Erfolg wohl ausgeblieben.

Enzian absichtlich aus Samen ziehen ist mir noch nicht geglückt. Nur Tausendgüldenkraut als einziges Enziangewächs hält sich bei mir. Da hat mir mal jemand Samen mitgebracht.

 

Ich bin immer noch relativ verblüfft das diese Schönheit bei mir gewachsen ist.

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Ronny K.

Hallo,

die Keimung ist bei Enziangewächsen nicht das einzige Problem. Viele legen nach der Keimung eine Dormanz ein. Meine im Frühjahr gekeimten Gentiana pneumonanthe konnte ich erst im Herbst pikieren. Wobei die bei mir nur auf handelsüblicher Aussaaterde gekeimt sind, auf Torf hatte ich noch kein Glück. Die im Frühjahr gekeimten Swertia perennis sind dagegen bis zum Herbst noch nicht mal über das Keimlingsstadium hinaus gekommen. Wichtig scheint es auch zu sein, dass die Samen frisch sind, wobei das noch keinen Keimerfolg garantiert.

 

Grüße

Ronny

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podunk

Bei mir keimen G.pneumonanthe und ähnlich Arten (nach einer Kältebehandlung wie bei Drosera oder Sarracenia) problemlos auf Torf/Perlite/Sand. Bei der weiteren Kultur bis zur Blüte wollen sie etwas mehr als nur Torf. Es sind halt eher Flachmoor- als Hochmoorbewohner.

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partisanengärtner

Danke für die vielen Tipps. Nach den Kothaufen zu urteilen sind da ja einige Säuger zugange.

Ich habe natürlich auch alle Beeren probiert die ich erkannt habe. Aber so richtig geschmeckt haben mir nicht mal die Rauschbeeren.

 

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Mossman

Hallo!

 

Sisyrinchium californicum steht bei mir dauerfeucht am Rand des Moorbeets. An der Stelle befindet sich der natürliche Überlauf meines Moores.

Wurde diesen Juni gepflanzt und hat sich schon bereitwillig im Übergangsbereich im Moos und in auch im Torf ausgesät. Scheint eher anspruchslos zu sein, hat auch auf kargem Lehmboden gekeimt. Dem Bubikopf daneben ist es dort zu sonnig.

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Sisyrinchium angustifolium blüht violett und dürfte ähnlich unkompliziert sein. Werde ich evtl. im nächsten Frühjahr versuchen.

Gut möglich, dass beide Arten zum Wuchern neigen. Ich werde beobachten und weiter berichten.

 

lg Alex

bearbeitet von Mossman

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Ronny K.

Hallo,

Sisyrinchum californicum vermehrt sich sehr gut über Samen. Die hast du bald überall.

 

Grüße

Ronny

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partisanengärtner

Diesen rotblättrigen Sauerklee hast Du bald auch überall. Der mag von basisch bis sauer von nass bis sehr trocken nahezu alles. Ein Neophyt der sehr vom Menschen profitiert.

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Mossman
vor 17 Minuten schrieb partisanengärtner:

Diesen rotblättrigen Sauerklee hast Du bald auch überall. Der mag von basisch bis sauer von nass bis sehr trocken nahezu alles. Ein Neophyt der sehr vom Menschen profitiert.

Ich weiß. Ich rupf den Klee schon das ganze Jahr. Sehr hartnäckig.

Ich versuche die Ausbreitung von unerwünschten Pflanzen so gut es geht zu regulieren - hoffe der Eintrag an Pflanzen von außen geht etwas zurück sobald das Moor ordentlich eingewachsen ist.

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partisanengärtner

Du rupfst zu langsam da sind schon reife Samenkapseln zu sehen.  Die fliegen mehr als einen halben Meter weit wenn die Kapseln platzen.

Vermutlich haben wir sowieso keine Chance Oxalis corniculata in Zaum zu halten.

bearbeitet von partisanengärtner
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Mossman

Tatsächlich! Hab die Samen beim Ausreißen gerade fliegen sehen. Die Dinger sind so beeindruckend wie sie lästig sind.

bearbeitet von Mossman

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